Sonntag, 31. Oktober 2010

Abschied

Dein Verlassen kostete Blut,
konnte es mir nicht eingestehen,
ich wollte nur noch ein mal flehen,
doch dazu fehlte mir der Mut...

Längst warst du schon fort,
gingst ohne dich umzusehen,
man hörte den Wind leise wehen,
an einem weitentfernten Ort.

Wollte dich in Erinnerung behalten,
dich lächelnd wieder empfangen,
und nicht am End' um dein Leben bangen,
denn dass ließ mein Herz erkalten.

Ich gewöhnte mich an deinen Schmerz,
bemerkte nicht die Botschaften,
die Wunden die immer wieder aufklafften,
dachte zum Schluss es war vielleicht nur ein Scherz.

Du beginngest zu schnell den Mord,
wollte dich doch noch erfassen,
und dich nicht ziehen lassen,
an einen unerreichbaren Ort.


Guten Morgen :)

Heute ist es einmal wieder ein negativeres Gedicht. Es ist schon etwas älter und im ehrlich zu sein habe ich absolut keine Ahnung mehr, warum ich es ich geschrieben habe.

Aber ich versuchs trotzdem einmal, immerhin stammt es ja von mir und man kann sowas ja nicht ganz vergessen. Zu der Zeit habe ich mich oft in andere Personen hinein versetzt, damit ich deren Argumente verstehen lernen konnte. Damals habe ich oft gesagt: "Dann bring ich mich halt um, was ist schon dabei?". Oder auch: "Nach einem missglückten Versuch folgt oft der nächste. Und weißt du was? Ich werde sehr gerne Teil dieser Statistik". Wobei ich oft zu diesen Zeiten mich nicht mehr so häufig selbst verletzt habe. Man sieht auch keine Narben und es war nie an sichtbaren Stellen, aber trotzdem wussten es zu viele. Lediglich an meinem Verhalten konnte man nichts fest stellen, da ich schon damals ein sehr guter Schauspieler war.
Auf alle Fälle kann ich mir durchaus vorstellen, dass man nach der Zeit abstumpft. Selbstmorde passieren oft heimlich, meist erkennen die Leute den Auslöser nicht. Bei Depressiven sagt man jenachdem, dass sie kurz vorm Selbstmord fröhlicher gewirkt haben.
Man gewöhnt sich einfach alles. Wenn sich jemand täglich beide Arme bis zu den Knochen aufschlitzt, dann ist eine Wunde mehr oder weniger auch nicht weiter tragisch. Es ist ja schließlich Gewohnheit jeden Tag diese Wunden zu sehen und wie sie sich verändern. Wobei ja jede Wunde für denjenigen eine Geschichte und diejenigen sich nicht umsonst Verletzungen zu.
Mir ist durchaus bewusst, dass man sich auf vielfältige Weise selbstverletzen kann. Manchmal mekrt man auch nicht, dass der Mensch sich das antut. Aber sobald man es merkt, sollte man alles daran setzen, dass derjenige keinen Grund mehr hat sich selbst zuverletzen.

Viele liebe Grüße

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