Mittwoch, 27. Oktober 2010

Puzzle - Wieviel ist das Leben wert?

Guten Abend :)
Heute habe ich einen Auszug aus eine meiner Geschichten dabei. In dieser geht es um das Leben an sich und der Wert von diesem. Wieviel ist ein einzelner Mensch wert? Wie groß ist der Preis vom Tod? Macht es einen Unterschied um man lebt oder nicht lebt?

"Menschen, die nicht von anderen geachtet werden, wissen den Wert des Lebens nicht zu schätzen. Erst durch die Zuneigung von anderen Menschen versteht man den Wert des Lebens.
Doch genau dieses stellt ein Problem für mich da.
Wenn man genau dieses Leben beendet, fügt man den Hinterbliebenen Schmerzen zu. Es ist wie ein giftiger Pfeil, der sich in ihre Herzen bohrt. Erst durch den Verlust von etwas, lernt man dessen Wert kennen und schätzen, oder?
Und je mehr man den Verlust realisiert, desto größer wird der Schmerz. Wenn mein Leben endet, sollten die Menschen um mich herum mein vergangenes Leben vergessen. Mit dem Tag meines Todes sollen all die Erinnerungen ausgelöscht werden.
Es soll wie eine Welle am Strand des Lebens sein, die meine Spuren im Sand verwischt. Auf diesem Wege möchte ich allen Beteiligten viel Leid ersparen.
In meinen Augen ist der Wert des Lebens eine rein ektive Einschätzung. Rein objektiv betrachtet ist selbst das Leben der Kaiserfamilie nutzlos. Man ist einer von über sechs Milliarden Menschen auf der Welt. Die Wissenschaftler sprechen schon sehr lange von einer Überbevölkerung der Erde.
Wir sind eindeutig zu viele oder eher mehr als genug Menschen für diesen Planeten. Das Leben eines einzelnen ist dadurch quasi gegen Null. Auch der Schmerz, der durch den Tod entsteht, wird belanglos.
Was hat dieser Mensch schon, was ihn einzigartig macht?
Eigentlich nichts, wenn man es genau betrachtet.
Vielleicht ist er in den Augen seiner Freunde einzigartig. Aber dieses ist wieder eine subbjektive Meinung.
Klar trifft dieses auch auf mich zu. Immerhin bin ich auch nur ein Mensch. Meine Bandkollegen und Fans würden sich jetzt wahrscheinlich wieder aufregen.
Im Grunde haben sie Recht, diese Einstellung haben meistens Leute mit Depressionen. Aber in meinen Augen habe ich nicht diese melancholische Verstimmung. In meinen Worten würde ich das ganze als realistische Weltanschauung erklären. Das Auslöschen der Erinnerungen ist lediglich ein rein persönlicher Wunsch, das hat nicht mit einer Weltanschauung zu tun.
Aber was macht mich schon zu etwas besonderen?
Viele meinen ich hätte eine einzigartige und ausdrucksstarke Stimme. Jedoch gibt es viele Sänger, auf die so etwas zu trifft. Was ist daran also etwas besonderes? Rein obektiv nichts, da man die Eigenschaft mit vielen anderen teilt. Auch wenn ich relativ gut zeichnen kann, es gibt viele talentierte Künstler wie mich. Genau das gleiche trifft auch auf meine lyrischen Fähigkeiten zu. Es ist einfach nichts besonderes."

Hoffentlich hat euch der Text gefallen und euch zum nachdenken angeregt. Ihr könnt mir gerne eure Meinung zu dieser Einstellung sagen, schließlich denkt nicht jeder so.

Bye

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