Mittwoch, 5. Januar 2011

14.12.2009 - Endstation

wie weit wirst du gehen?

"Versager"
"Selbst für's putzen bist du zu dumm"
"Das bekommst du nicht getragen? Willst du mich auf den Arm nehmen?" Körpergewicht 44kg, zu tragen: 20kg Kanister
"Schläfst du oder was?" 20kg Behälter, Zerrungen in den Armen
"Du wirst es nie im Leben zu etwas schaffen"
"Du hast das Geld gar nicht verdient! Du tust NIE etwas" mehr als 42 Stunden Arbeit die Woche... Dann noch bis tief in die Nacht gelernt, da ich von morgens bis abends nur gearbeitet habe...
"Du wirst durchfallen!" warum habe ich dann eine so gute Note? LÜGNER
.....
"Du sollst doch nicht so schwere Sachen tragen", aber die anderen zwingen mich dazu...
"Der Stress macht dich noch völlig kaputt", es ist nichts mehr da, was sie noch zerstören könnten...
"Schlag mit Worten zurück", ich bin doch schon frech, weil ich nichts sage!
"Frech? Das stimmt doch gar nicht! Nicht du!", doch... ich bin frech, weil ich unfähig bin... Ich bin frech, weil ich mich nicht wehren darf...
~~~

Hallöle :3

Heute gibt es einmal wieder einen alten Blogeintrag. Ich glaube, ich habe es bisher noch nicht erwähnt gehabt, aber das waren drei Jahre, die ich durch die Hölle bin während der Ausbildung.
Ich hatte/habe bleibende Schäden im Nacken davon getragen, da ich nicht krank sein durfte.
Der Kollege im selben Lehrjahr war nicht der hellste, weshalb ich seine Fehler jedes Mal ausbügeln musste. Irgendwann wurden seine Fehler zu meinen und es reichte nicht mehr aus, dass ich dafür gerade stehen musste. Ich übernahm seine Arbeit und es wurde zur Normalität, dass ich Überstunden machte.
Der erste Teil vor den Punkten spiegelt viele Dinge wieder, die ich zu der Zeit zu hören bekam. Ich war der Sündenbock von allen, egal was war.
Die Aussage mit dem Putzen war besonders hart. Ich musste in einer halben Stunde das gans Labor komplett durchgefegt haben, obwohl man dafür locker eine Stunde braucht. Es durfte kein grober Schmutz mehr vorhanden sein. Es waren weit über 30°C im Labor und ich hatte Kittel und alles an. Den Spruch habe ich zu der Zeit nicht nur einmal zu hören bekommen.
Ich hatte mit den Lehrern wie oft über alles gesprochen. Ich hatte zu meinem damaligen Chemielehrer nur gemeint "Mein Chef will mich kündigen" und das vor einigen Klassenkameraden.
Ich bin kein Mensch der wegläuft. Und ich bin auch kein Mensch, der kampflos aufgibt.
Ich kann nicht sagen, dass man immer was gegen Mobbing tun kann. Es gibt Fälle, da kann man was gegen tun. Aber in anderen Fällen kann man nur die Zähne zusammen beißen und versuchen stark zu bleiben.
Aber das was man nie in solchen Fällen tun sollte ist weglaufen. Wenn man noch nicht einmal versucht dagegen anzugehen, dann sollte man sich nicht beschweren.
Nein, ich will mein Leben nicht als besonders schlecht hinstellen. Aber ich bin es Leid zuhören, dass ich angeblich in einer rosaroten Welt lebe. Und absolut keine Ahnung von Problemen habe. Selbst Mitleid wil ich nicht für so etwas bekommen. Die Dinge sind vergangen und ich habe damit abgeschlossen.
Zudem bin ich es Leid zu hören, dass ich immer aus allem angeblich ein Drama mache. Soll man Mobbing also herunter spielen und sagen es ist nichts? Ich weiß, dass es Leute gibt, denen es viel schlechter geht. Aber das ändert nichts an der Tatsache, dass es einem auch einmal schlecht gehen kann. Und ich kanns auch nicht verstehen, wenn man nie in einer Freundschaft über Probleme redet. Wozu sind dann Freunde da? Um Probleme tot zu schweigen oder wie...?

Bye~

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