Samstag, 2. April 2011

Verwelkte Rose

Die Risse die dein Herz durch teilen,
wolltest doch noch an diesem Ort weilen,
doch der rote Lebenssaft raubt es,
die Chance zu bleiben wie du bist.

Meinst du es schmerzt nicht?
Meinst du es tut mir nicht Leid?
Dachtest wohl ich lass dich im Stich,
und vergess dich für immer.

Deine Gedanken werden wahr,
du wolltest nie mehr hören,
doch die Worte hörtest du wie eh und je so klar,
ich wollte es dir doch noch schwören.

Siehst du nicht meine Tränen?
Siehst du nicht meine Sühne?
Oder sollte ich die roten Tränen erwähnen,
die mich einst vorm rauhen Meer beschützten?

Ich vermiss dich,
glaubst du mir nicht?
Willst du lieber Rache nehmen,
und mir nie wieder Liebe gewähren?

Glaubst du ich hatte die Wahl?
Glaubst du ich hatte keine Angst?
Du wusstes doch genau
was mich dazu trieb
dich herzugeben!

Du warst am End'
nur eine verwelkte Rose im Wind.
Die Blütenblätter fallen noch heut'
und deine Hülle liegt im Grab
und weint deinen Schmerz,
wie eh und je laut hinaus.
~♥~


Guten Abend =:3

Langsam werde  ich wohl lästig |D Der dritte Eintrag für heute: Yeah!

Es ist ein etwas älteres Gedicht. Es ist nämlich von 2007 :)
Die roten Tränen sollen für das SVV stehen.
Obwohl das Gedicht von 2007 ist, könnte es genauso von 2009 sein. Damals habe ich zwar in der 1. Person geschrieben und viele von meinen Gefühlen beschrieben, aber viele davon habe ich zudem Zeitpunkt überhaupt nicht empfunden.
Der Unterschied zwischen 2007 und 2009: 2007 gab es noch rote Tränen, 2009 nicht mehr. Man kann sich auf verschiedenen Wegen Schmerzen zufügen und 2009 war es definitiv ein anderer... Auch wenn ich in Paris nur noch gedacht habe: "Du kaufst dir jetzt ein Messer und bringst dich um". Das hatte ich zudem Zeitpunkt dann auch in einem alten Webblog veröffentlicht und ich weiß ehrlich nicht mehr, WARUM ich es nicht gemacht habe. An dem fehlenden Mut kann es nicht gelegen haben.
Den Schnitt habe ich erst 2010 gezogen und jetzt frage ich mich, warum ich so lange durchgehalten habe. Warum habe ich solange diesen Schmerz ertragen, anstatt die nötigen Konsequenzen viel früher zu ziehen?

Als ich zuletzt bei ihr war, ist mir mehr denn je ihr falsches Lächeln aufgefallen. Die Maske, die an jenem Tag zerbrach konnte sie nicht mehr beschützen.
Sie wusste von meinen Selbstmordabsichten und sie wusste auch, dass ich keine Angst vor dem Tod hatte. Und sie wusste auch, dass ich ihr einiges verschwiegen habe.
Ich weiß gar nicht, wann sie mir zu erst die Bilder auf ihrem PC gezeigt hatte.
Ich wusste nur, dass ihre beste Freundin Antidepressiva nahm, im Heim lebte und sich einige in ihrem Bekanntenkreis geschnitten haben.
Sie schimpfte immer und lästerte über diese Leute.
Unter den Bildern waren solche dabei, wo man solche Wunden eindeutig sah.
Ich habe sie nie nachdem warum gefragt.
Aber an jenem Tage 2010 wurde mir einiges klar.
Sie zeigte mir wieder diese Bilder.
Und da wurde es mir klar.
Ein Mensch, der solche Themen verachtet, hat nicht solche Bilder auf dem PC.
Mir wurde bei dem Anblick schlecht.
Ich frage mich, ob sie sich in ihrer Verzweiflung selbst verletzt hat.
Ich verurteile sie nicht dafür.
Ich verurteile sie für ihre vielen Lügen zu der Zeit.
"Mir geht es gut."
Ich frage mich, ob sie es mittlerweile auch begriffen hat.
Unter anderen Umständen wären wir jetzt nach wie vor beste Freunde und Seelenschwestern.
Aber hätten wir so weiter gelebt, dann wäre einer von uns nicht mehr im Hier und Jetzt.
Ich weiß, dass ich die Fehler nicht mehr gut machen kann.
Aber ich will sie auch nicht mehr gut machen.
Ich würde einen Neustart machen.
Ich habe mich verändert.
Und das ist auch gut so.
Ich bin nicht mehr wie früher.
Und ich weiß jetzt, dass es noch Licht gibt für mich.

Hoffentlich mögt ihr das Gedicht :)

bye bye

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