Dienstag, 7. Juni 2011

Und ich weiß, dass mir der letzte Strohhalm das Herz brechen wird.
Der Fels in der Brandung ist für mich der Untergang.
Der rettende Ast ist morsch, er wird mich heftiger denn je in die Tiefe stürzen lassen.
Es ist falsch zu hoffen.
Ist falsch zu glauben.
Ist falsch an Wunder zu denken.
Es ist falsch zu denken, dass sie mir helfen könnten.
Ihr sagt es ist meine Schuld.
War es falsch zu glauben?
War es falsch zu hoffen?
War es falsch an einem normalen Leben festzuhalten?

~

Guten Tag ♥

Heute steht wieder ein Besuch beim Neurologen an.
Langsam versteh ich, warum als Nebeneffekt "Depressionen" angegeben wird.
Der Hausarzt von mir hat es letzte Mal gemeint, man könne nicht allen helfen.
Der Neurologe meinte, er wäre kein Wunderheiler.
Der davor meinte, es würde noch sehr lange dauern, bis überhaupt Besserung eintritt.
Ich war bei den den Spezialisten hier in der Gegend und keiner konnte mir helfen.
Aber ist es wirklich der Preis fürs Leben?
Muss ich wirklich alles hergeben, um zu überleben?
Als ich 16 war, wusste ich nichts.
Mir wurde nichts gesagt.
Es würde alles gut werden.
Damals war es nicht anders.
Ich war noch jung.
Mein rechtes Knie tat weh.
Die Ärzte suchten und fanden erst durch den Bluttest etwas.
Ich bekam Antibiotika.
Aber es wurde nur geringfügig besser.
Sie sagten, dass es unheilbar ist.
Es lässt einen nicht mehr los.
Und jetzt schweigen die Ärzte, aus Unwissen.
Ich habe um einen erneuten Test gebeten.
Und ich werde es heute wieder tun.
Ich werde nicht eher die Praxis verlassen, bis sie mir das Blut abgenommen haben.
Der letzte Arzt wollte mich dafür an eine Klinik überweisen.
Die Wartezeit beträgt 2, eher 3 Monate.
Ich will nicht mehr warten.
Ich habe schon zu lange gewartet.
Es sind jetzt 4 Jahre.
Anfang Juli.
Dann sind es 4 Jahre.
Ein Klinikplatz ist so etwas wie ein Lottogewinn für mich.
"Wie lange haben sie das schon?"
"4 Jahre"
"Rufen sie in einer Woche noch einmal an. Wir haben frühestens in 4 Monaten einen Termin frei"
Ich will das alles nicht mehr.
Ich kann das alles nicht mehr.
Damals hatte der Arzt mir eine Laktoseintoleranz bescheinigt.
Ich lernte damit zu leben.
Ich lernte mit vielem zu leben.
Aber hier mit dem kann ich nicht leben.
"Du bist doch erst 20!"
Aber trotzdem helfen sie mir nicht.
Ob die Schmerzen Am Fuß mit denen im Knie zusammenhängen?
Mittlerweile ist es das komplette Bein.
Aber was soll ich machen?
Ich kann schlecht mir selbst Blut abzapfen und testen.
Aber ich mich jetzt mit aller Gewalt an diesen Strohhalm klammern.
Und mit ihm untergehen.

Bye

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