Montag, 23. Januar 2017

Ernährung


Hallo :)

Schon vor der Diagnose "Trigeminusneuralgie" in 2014 hatte ich angefangen meine Ernährung umzustellen. Der Entschluss fiel mir persönlich ziemlich leicht, da ich selbst aktiv werden wollte gegen die Schmerzen.
Ich habe sehr viel ausprobiert: Paleo, glutenfrei, vegan, vegetarisch, Milchprodukte-frei, histaminarm und vieles mehr.
Aufgrund von der Tablettenumstellung in 2015 musste ich meine Ernährung von Paleo wieder auf normal umtellen, was mir wirklich schwer fiel. Danach wollte ich immer mal wieder lowcarb ausprobieren, aber dazu fehlte mir bisher die Motivation.

Auf diveren Seiten hatte ich immer wieder gelesen, dass es bei Nervenschmerzen hilfreich ist Zucker und weiße Mehl wegzulassen. Deshalb lasse ich seit 1 1/2 Jahren den Zucker weg und süße meine Speisen stattdessen zum Beispiel mit Apfelmus. Auch das weiße Mehl ersetze ich oft durch Buchweizenmehl. Geschmacklich ist das natürlich eine Umstellung und auch die Süßigkeiten sind mir mittlerweile persönlich zu süß, aber es hat sich gelohnt. Wenn ich zum Beispiel bei anderen esse, dann sind mir meist die Sachen entweder zu salzig oder zu süß.
Zum Thema Zucker kann ich wirklich jedem nur nahe legen, dass er sich darüber informiert. In vielen Fertigprodukten befinden sich Unmengen an Zucker und man tut sich keinen Gefallen daran, wenn man diese immer wieder konsumiert. Auch in zum Beispiel Wasser mit Geschmack befindet sich meist viel zu viel Zucker, weshalb man sich sowas eher selbst zubereiten sollte! Zucker in Maßen zugenießen ist vollkommen okay, jedoch bitte nicht in Massen.
Um den Konsum von zum Beispiel raffinierten Zucker und weißem Mehl zu vermeiden, habe ich beides nicht in meiner Wohnung. Das hat mir vor allem in der Anfangszeit geholfen nach gesünderen Alternativen zu greifen, da die beiden Sachen nun einmal nicht vorhanden waren. Auch verwende ich statt weißen Reis öfters einmal Wildreis. Fertigprodukte versuche ich zu vermeiden, weshalb ich zum Beispiel Saucen generell selbst zubereite.

So wirklich schmerzfrei bin ich natürlich nicht, aber mir geht es durch die Ernährungsumstellung um einiges beser. Im groben und ganzen entspricht meine Ernährung der Mittelmeerdiät. Zusätzlich achte ich noch auf den Histamingehalt, da mir dazu von Ärzten geraten wurde. Das heißt anstatt rotem Fleisch konsumiere ich zum Beispiel Fisch und ich achte darauf, dass ich viel Gemüse und Obst esse.
Im großen und ganzen war es für mich auf jeden Fall ein Schritt in die richtige Richtung! Da es sehr anstrengend ist für den Körper immer wieder Schmerzen zu haben, ist die Ernährung ein wichtiges Thema für chronische Schmerzpatienten. Wenn man sich vollkommen falsch ernährt, dann kann man sogar die Schmerzen dadurch verschlimmern! Jenachdem hilft auch ein Ernährungsberater, solange dieser einem nicht nur überteuerte Shakes verkauft. Bei Ernährungsumstellungen hilft es oft in kleineren Schritten umzustellen.

Und habt ihr auch eure Ernährung umgestellt?

Bye 

Kommentare:

  1. In den meisten Produkten ist viel zu viel Zucker drin. Die Lebensmittelindustrie deklariert zwar den normalen Haushaltszucker, aber es gibt daneben noch Traubenzucker, Fruchtzucker usw. die in der Zutatenliste zwar auftauchen, aber nicht zum Gesamtzuckergehalt hinzugerechnet werden. Das ist dann der Trick. So kann z. B. auf dem Müsli "enthält weniger Zucker" stehen, weil dann dafür Traubenzucker und Fruchtzucker drin sind. Also enthält das Müsli überhaupt nicht weniger Zucker, sondern sogar mehr.
    Aber wer liest schon die Zutatenliste und rechnet dann noch alle Mengen der verschiedenen Zuckerarten zusammen?
    LG Elke

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    1. Das stimmt leider. Den meisten ist das jedoch nicht bewusst und dann konsumieren lieber jeden Tag ihr Knuspermüsli in großen Portionen oder wundern sich, warum sie trotz zuckerarmen(laut Verpackung) nicht abnehmen.
      Ich bin mittlerweile dazu übergegangen und kauf mir meine Zutaten fürs Müsli selbst. Es ist wirklich traurig, dass uns die Lebensmittelindustrie so veralbert. Und jegliche Gesetze in die richtige Richtung werden meist durch irgendwelche Lobbyverbände verhindert. Wobei ich mittlerweile eh das Gefühl hab, dass selbst ein genauere Angabe zum Zuckergehalt die Menschen nicht wachrüttelt. Ich fand als Kind das Bild ganz schön erschreckend, auf dem eine Flasche Cola mit den dazugehörigen Zuckerwürfeln abgebildet war. Da frag ich mich auch, warum das heutzutage nicht mehr abschreckt? Ich find das nämlich schon ein wenig beunruhigend, wenn eine Mutter Butterkese als Abendbrot oder 4 Ü-Eier als Nachmittagssnack gibt.

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