Mittwoch, 10. Januar 2018

Warum ich?



Guten Morgen :)

Etwas was mich immer wieder irritiert ist die Frage nach dem Grund für die Nervenschmerzen.

Man selbst sollte nur den Grund nennen, den andere für richtig halten? Nein!


Ich bin ein absoluter Kopfmensch, das heißt allein die wissenschaftliche Erklärung für die Erkrankung reicht für mich schon aus. Ich stelle mir nicht die Frage nach dem Grund, da die Antwort auf diese wahrscheinlich nichts an meiner Situation verändern würde.
Jedoch sehen das manche Ärzte und auch andere Menschen natürlich anders.
Man soll sich Gedanken um den Grund für die Schmerzen machen und der Grund soll dann natürlich mit dem übereinstimmen, den die Ärzte oder die Person für wichtig halten. Und besten Falls sollte dieser Grund nichts wissenschaftliches haben!
Mir wurde schon von Ärzten gesagt, dass ich allein wegen dem Mobbing Schmerzen habe und solange ich die Geschehnisse nicht anständig verarbeite werden die Schmerzen bestehen bleiben. Die Erklärung bekam ich lange vor dem ersten MRT an den Kopf geknallt und da habe ich mich auch gefragt, was die Ärztin damit bezwecken will? Sie faselte etwas von "austherapiert", "da gibt es nichts mehr zu untersuchen" und "geben sie es auf". Ich wurde Jahre lang wegen etwas behandelt, was ich nicht habe und leider bin ich nicht die einzige. Auch heutzutage denken viele Ärzte nicht an die Trigeminusneuralgie bei Gesichtsschmerzen und das ist wirklich traurig.
Das Mobbing ist jetzt 15 Jahre her und ich denke nur noch alle paar Monate daran und auch dann schaff ich es das Thema ziemlich rasch ruhen zu lassen. Die Schmerzen habe ich jedoch jeden Tag und ich kann mich an keinen Tag erinnern an dem meine Stimmung diese negativ beeinflusst haben. Solche Ereignisse können natürlich Schmerzen verursachen, aber ich finde es nicht richtig die Erkrankung auf diese zu reduzieren. Dem Nerv ist es vollkommen egal, ob ich sauer bin oder nicht. Selbst wenn alles gut läuft habe ich an einigen Tagen starke Schmerzen und da frag ich mich auch, wo der Zusammhang sein soll? Zudem sagt jeder Arzt etwas anderes zu dem Thema: Der eine meint ich hätte damit abgeschlossen und der andere sieht es halt nicht so. Es kommt halt immer darauf an wie lange man mit jemanden über so ein Thema spricht und da kommt man halt nicht innerhalb von 5 Minuten zu einem Ergebnis und da ist es logisch, dass man eventuell zu falschen Schlüssen kommt!


Was ist also so falsch daran an der wissenschaftlichen Erklärung festzuhalten?

Man muss dazu schreiben, dass die Trigeminusneuralgie nicht wirklich erforscht ist. Nicht bei jedem löst der Kontakt von Arterie und Nerv diese Schmerzen aus. Der eine hat nach dem Zahnarztbesuch ein Leben lang mit der TN zu kämpfen und der andere kann sich alle Zähne ziehen lassen und hat nie mit der TN zu tun. Der eine hat nur einmal im Leben damit zu tun und dann nie wieder, während andere eine Bandbreite an Behandlungen über sich ergehen lassen und nie wieder schmerzfrei weren. Der eine reagiert bei Stress mit Schmerzen und der andere halt nicht.
Vielleicht bin ich wirklich einfach zu sehr Kopfmensch, aber warum sollte ich mir eine Erklärung zusammen basteln? Ich kann damit leben die TN zu haben auch ohne Erklärung und wenn reicht mir die wissenschaftliche aus. Die Schmerzen werden ja nicht weniger oder besser, nur weil ich sie auf irgendwelche Schicksalsschläge schiebe.
Richtig irritierend ist es, wenn ein anderer Arzt es genauso sieht und es eben nicht auf die Schicksalsschläge schiebt.
Die eine Ärztin in der Klinik schrie mich an und meinte, dass die Schmerzen wegen meiner Faulheit und der fehlenden Entspannung da sind und es alles meine Schuld ist. Danach war ich bei einer anderen Ärztin und die meinte, dass Entspannung bei Nervenschmerzen nicht wirklich hilft und man TN nun einmal nicht mit Sport heilen kann. Zwischen den beiden Besuchen lagen Monate und bei sowas weiß man dann auch nicht welche Erklärung man für richtig halten soll.

So wirklich eine gute Antwort auf die Frage nach dem Grund habe ich immer noch nicht. 


Meistens sag ich dann einfach, dass die Schmerzen halt da sind aufgrund der Zahnarztbehandlungen. Vielleicht gibt es einen anderen Grund, aber ich glaube nicht daran. Auf jeden Fall kann ich mich an nichts einschneidenes erinnern, was ich im zeitlichen Zusammenhang mit den Schmerzen bringen könnte. An manchen Tagen würde ich diese lästige Frage einfach nur dem Gegenüber stellen: "Warum habe ich diese Schmerzen?". Aber so leicht ist es nun einmal nicht und manche bohren ja ziemlich gerne nach.
Ich für meinen Teil beharre dann meistens auf meine Erklärung, schließlich muss ich ja mit den Schmerzen leben und nicht mein Gesprächspartner. Und wenn die Person davon überzeugt ist, dass es an meiner schlechten Ernährung oder meiner fehlenden Entspannung liegt, dann ist es halt so.

Was nennt ihr als Begründung für eure chronische Erkrankung?

Viele liebe Grüße

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