Mittwoch, 22. November 2023

Lesemonat Juli 2023

   




Guten Morgen, 

heute stelle ich euch alle Bücher vor, die ich im Juli gelesen hatte. Da ich ganz unerwartet 2 Wochen lang sehr viel Zeit hatte, konnte ich dementsprechend viel lesen und rezensieren. Dementsprechend lang ist nun der Lesemonat geworden. Wenn ich mir die unten aufgelisteten Bücher angucke bin ich erstaunt wie unterschiedlich diese alle sind. Gefühlt lese ich ja nur noch naturwissenschaftliche Sachbücher und Krimis und deshalb war es mal ganz schön auch andere Bücher zu lesen. 

  • Im Grunde gut von Rutger Bregman, 4 von 5 Sternen
  • Der lebendige Planet von David Attenborough, 5 von 5 Sternen
  • Der Pate von Neuruppin von Frank William, 3 von 5 Sternen
  • Wie man einen Traum aufgibt, um ein Leben zu gewinnen von Nico Langmann, 4 von 5 Sternen
  • Richter morden besser von Thorsten Schleif, 4 von 5 Sternen
  • Wie man eine Raumkapsel verlässt von Alison McGhee, 3 von 5 Sternen
  • Winterbienen von Norbert Scheuer, 4 von 5 Sternen
  • Känguru-Manifest von Marc-Uwe Kling, 4 von 5 Sternen
  • Roter Rabe von Frank Goldammer, 4 von 5 Sternen
  • Todesreigen von Andreas Gruber, 4,5 von 5 Sternen
  • Honey Girl von Morgan Rogers, 1 von 5 Sternen
  • Wir können mehr sein von Aminata Touré, 4 von 5 Sternen
  • Brauner Nebel von Jörg Reibert, 3,5 von 5 Sternen
  • It's elemental von Kate Biberdorf, 1 von 5 Sternen
  • Wahn und Wunder von Charlie Englisch, 4 von 5 Sternen
  • Vino Furioso von Carsten Sebastian Henn, 3 von 5 Sternen
  • Der David ist dem Goliath sein Tod von Torsten Sträter, 3 von 5 Sternen
12 Bücher | 5 Hörbuch | 5.235 Seiten | 403 Seiten/Buch | 169 Seiten/Tag
Comic | - Graphic Novel | - Light Novel | - Manga
durchschnittliche Bewertung: 3,47/5
Verlage: 16
bereiste Länder: 8
Genre: 7(2xBiografie, 2xHumor, 4xKrimi, 1xRoman, 5xSachbuch, 1xThriller, 2xYoung Adult)
Highlight: Der lebendige Planet von David Attenborough, 5 von 5 Sternen
Flop: Honey Girl von Morgan Rogers, 1 von 5 Sternen, It's elemental von Kate Biberdorf, 1 von 5 Sternen

Das Sachbuch "Im Grunde gut" von Rutger Bregman geht der Frage auf den Grund, ob der Mensch tatsächlich von Natur aus ein friedfertig ist. Tatsächlich konnte ich beim Lesen der Studien und der restlichen Texte eine Menge lernen. Sowohl das Stanford-, als auch das Milgram-Experiment werden hier anders interpretiert und direkt wirft das alles ein ganz anderes Licht auf den Menschen.

In "Der lebendige Planet" von David Attenborough geht es um die Flora und Fauna und wie diese miteinander vernetzt sind. Das Hörbuch fand ich grandios und es hatte mich an die unzähligen Dokumentationen zu dem Thema erinnert. Es ist klasse wie der Autor die einzelnen Tieren und Pflanzen ausgiebig beschreibt und zeigt wie diese teils andere für ihr Überleben nutzen. Zudem geht es hier auch um die Auswirkungen der Klimakatastrophe und was das im Großen und Ganzen auch für den Menschen bedeutet. Das wird alles sehr sachlich und nachvollziehbar beschrieben. Mich hat das Buch definitiv nachdenklich gestimmt.

"Der Pate von Neuruppin" von Frank William ist ein True-Crime Sachbuch über die XY-Bande. Mit dem Erzählstil hatte ich richtig gehadert, denn ständig wurden die Geschehnisse von wem anderen erzählt. Und so mit gab es ganz viele verschiedene Perspektive zu dem ganzen und teils einige Wiederholungen. Es ist auf jeden Fall erschreckend wie leicht es denjenigen fiel ein Drogenimperium in den 90ern in Deutschland aufzubauen.

In der Biografie "Wie man einen Traum aufgibt, um ein Leben zu gewinnen" von Nico Langmann schildert der Autor, wie es ist mit einer Querschnittslähmung zu leben. Diese hat er seit einem Autounfall als Kind und seine Eltern hofften lange darauf, dass er irgendwann wieder gehen kann. Und genau davon erzählt Nico Langmann und wie es ist sich von diesem großen Traum zu verabschieden, obwohl sein Umfeld das nicht gut fand und  wie er sich trotz dem Gegenwind auf etwas neues eingelassen hat. Und genau dieser Schritt ist wichtig, denn manchmal muss man seine Ziele aufgeben oder eben anpassen, wenn diese einem eben nicht gut tun. 

"Richter morden besser" von Thorsten Schleif ist ein Roman in dem ein Amtsrichter versucht auf ungewöhnliche Weise für in seinen Augen Gerechtigkeit zu sorgen. Da mir der Titel im Zeitschriftenladen zugesagt hatte, wurde es direkt gekauft. Während dem Lesen habe ich eine Menge über Amtsgerichte gelernt und wie willkürlich da manchmal Recht gesprochen wird. Einiges davon war mir schon vorher klar, aber trotzdem hatte mir das Buch einiges zu Denken gegeben. Mir hat der Auftakt der Reihe gut gefallen und ich bin schon ganz gespannt auf den nächsten Teil. 

Der Roman "Wie man eine Raumkapsel verlässt" von Alison McGhee handelt von Will, dessen Vater sich suizidiert hatte. Jedes der 100 Kapitel besteht aus 100 Wörtern und immer wieder werden Episoden aus dem Leben von Will erzählt. Mir fiel es unheimlich schwer das alles nachzuvollziehen und mir fehlte schlichtweg die Tiefe. Es werden einige Themen angesprochen, die definitiv längere Kapitel und mehr Worte gebraucht hätten. An sich fand ich die Handlung gut und hier werden einige für Teenager wichtige Themen angesprochen. 

Der Roman "Winterbienen" von Norbert Scheuer handelt von einem Mann, der Epilepsie hat und aufgrund vom II. Weltkrieg Schwierigkeiten hat an seine Medikamente zu kommen. Zudem hilft er Juden über die Grenze. Es gibt relativ wenig Romane über die Auswirkungen der T4-Aktion während dieser Zeit. Dementsprechend gespannt war ich darauf, wie das alles auf so wenigen Seiten umgesetzt wurde. Mich hat das Gelesene definitiv nachdenklich gestimmt und sollte definitiv mehr über das Thema Euthanasie von Menschen gesprochen werden.

"Känguru-Manifest" von Marc-Uwe Kling erzählt episodenhaft aus dem Zusammenleben vom Autor mit einem Känguru. Das erste Hörbuch hatte mich ja schon begeistern können und genau das war dieses Mal auch der Fall. Ich habe herzlich lachen können, weil ständig gibt es irgendeine Art von Situationskomik oder bissige Sprüche. Einiges hatte mich aber auch nachdenklich gestimmt. Ich denke Mal sowohl den ersten als auch den zweiten Teil der Reihe werde ich mir irgendwann noch einmal anhören. Denn was Thema lustige Bücher betrifft bin ich sehr wählerisch und dementsprechend froh bin ich immer, wenn ich ein gutes aufspüren konnte.

"Roter Rabe" von Frank Goldammer spielt 1951 in der DDR und es geht um einen einen Oberkommissar, der die scheinbaren Suizide von zwei Zeugen von Jehovas untersucht. Das ist nun der 4. Fall der Reihe und ich bin nach wie vor begeistert von dieser. Dank der Schreibweise konnte ich mir alles gut vorstellen. Ich konnte während dem Lesen eine Menge über die Polizeiarbeit zu dieser Zeit lernen, aber auch über die ganzen Geheimdienste. Ich freue mich richtig darauf bald den nächsten Band lesen zu können.

Im Thriller "Todesreigen" von Andreas Gruber ermittelt Sabine Nemez die Suizide von einigen BKA-Amten. Wieder einmal hat es der Autor geschafft einen packenden Thriller zu schreiben und mir fiel es unheimlich schwer diesen auf Seite zu legen. Nemez legt sich dieses Mal definitiv mit den falschen Leuten an und die möglichen Konsequenzen davon scheint sie zu unterschätzen. Sneijder hingehen muss sich nach wie vor mit den Konsequenzen aus dem vorigen Teil auseinandersetzen. Besonders gut hat mir hier gefallen, dass der Fall recht komplex ist und es durch die vielen Wendungen durchweg spannend bleibt.

"Honey Girl" von Morgan Rogers ist ein Roman über eine junge Frau, die sich nach ihrem Studium eine Auszeit nimmt. Auf dieses Buch hatte ich mich richtig gefreut, denn es gibt gar nicht so viele LGBTQ-Geschichten über diese Altersklasse. Während dem Lesen musste ich leider feststellen, dass die Protagonisten wie Teenager wirkten. Zudem wirkte die Diversität alles andere als natürlich, was einfach nur schade ist. Und die ganze Zeit hatte ich mir die Frage gestellt, wieso die alle finanziell so gut aufgestellt sind.

In der Biografie "Wir können mehr sein" von Aminata Touré erzählt die 1992 von ihrem politischen Werdegang und unter anderen wie es für sie war als Vizepräsidentin eines Landtages gewählt zu werden. Schonungslos ehrlich erzählt Touré wie es für sie war in einer Flüchtlingsunterkunft aufzuwachsen und immer wieder mit Rassismus konfrontiert zu werden. Immer wieder betont sie wie wichtig Vielfalt in der Politik ist und es definitiv mehr Diversität dort geben sollte. Mich hat das Buch definitiv zum Nachdenken angeregt und mir wieder einmal gezeigt wie wichtig es ist politisch aktiv zu sein.

"Brauner Nebel" von Jörg Reibert handelt von einem Kriminalkommissar, der gegen einen inhaftierten SA-Mann ermittelt. Während dem Lesen konnte ich eine Menge über das Jahr 1930 lernen. Es ist erschreckend wie wenig Macht zu dieser Zeit die Polizei hatte und wie diese von der SA eingeschränkt wurde. Letztere ging sehr brutal ohne jegliche Rechtsgrundlage vor und genau das wird hier mehrfach im Buch thematisiert. Deshalb sollte man sich auch im Vorfeld vor dem Lesen im Klaren darüber sein, dass hier sehr schlimme Grausamkeiten thematisiert werden. Was mir an dem Buch nicht so gut gefallen hatte war die holprige Erzählweise.

In "It's elemental" von Kate Biberdorf geht es um die Chemie, die uns im alltäglichen Leben begegnet. Was das Thema betrifft habe ich jede Menge Vorwissen und eigentlich hatte ich mich deshalb auf dieses Buch gefreut. Leider wird hier sehr viel auf die Grundkenntnisse eingegangen und manches wird viel zu vereinfacht dargestellt. Obendrein musste ich dann noch feststellen, dass manche beschriebenen Zusammenhänge eher in den Bereich der Biologie und Physik fallen und gar nichts mit der Chemie zu tun haben.

"Wahn und Wunder" von Charlie Englisch thematisiert wie Hitler gegen die Kunst und dessen Erschaffer vorging. Während dem Lesen wurde mir mal wieder klar, dass es nicht viel brauchte in Nazideutschland um als psychisch krank und lebensunwert eingestuft zu werden. Es ist auf alle Fälle erschreckend wie gegen die Kunst von manchen vorgegangen wurde und wie mit den Werken der angeblich "entarteten" Kunst Propaganda gemacht wurde. Ich konnte auf alle Fälle eine Menge beim Lesen über all das lernen.

Im Ahrtalkrimi "Vino Furioso" von Carsten Sebastian Henn versucht ein Koch den Mord an einem Schlagersänger aufzuklären. Wenn ich etwas gerne lese zwischendurch, dann ist es ein humorvoller Krimi. Leider konnte mich dieser Teil der Reihe nicht ganz so überzeugen, da mir ein paar Sachen viel zu überzogen war. Aber im Großen und Ganzen hatte er mich gut unterhalten und das ist ja die Hauptsache.

"Der David ist dem Goliath sein Tod" von Torsten Sträter ist eine lustige Kurzgeschichtensammlung. Mal wieder schafft es mal wieder aus anfangs total banalen Gegebenheiten total absurde Geschichten zu kreieren. Einige davon fand ich total unterhaltsam, während ich bei manchen nur die Stirn gerunzelt hatte. Alles in allem fand ich das Buch ganz okay.

Für den August hatte ich mir nur vorgenommen wieder mehr zu zeichnen und sich um andere Hobbies als das Lesen zu kümmern.

Viele Grüße

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