Montag, 27. Februar 2017

Montagsfrage

Guten Morgen :)

Hoffentlich habt ihr alle einen guten Start in die Woche. Bei mir schaut wahrscheinlich gleich der Hausmeister vorbei um mein Waschbecken zu reparieren.

Gibt es ein Buch, das dich positiv überrascht hat, von dem du es nie erwartet hättest?

Da fällt mir ganz spontan nur Metro 2033 von Dmitri Alexejewitsch Gluchowski ein. Mein Bruder hatte mir das Buch in die Hand gedrückt, nachdem ich ihn nach Empfehlungen gefragt hatte. Er liest genauso gern wie ich Bücher aus dem Genre Sciene-Fiction/Dystopien, deshalb leihe ich mir auch gerne Bücher bei ihm aus. Als ich den Klappentext vom Buch gelesen hatte, war ich erst unschlüssig. Aber als ich dann die ersten Kapitel gelesen hatte, konnte ich nicht mehr aufhören. Ich kann mich sogar noch an die Musik erinnern, die ich dabei gehört hatte. Die nachfolgenden Bücher habe ich mir auch gekauft, wobei ich von denen von anderen Autoren zu der Reihe Abstand nehme.
An alle die 2033 nicht kennen: Es geht um eine Welt nach einem Atomkrieg. Die wenigen überlebenden besiedeln die teils zerstörten Metrostationen in Moskau.


Und welches Buch hat euch positiv überrascht?

Viele liebe Grüße

Freitag, 24. Februar 2017

#14 Bücherregal - Ihr eigen Fleisch und Blut



Titel(Deutsch)Ihr eigen Fleisch und Blut
Titel(Englisch)Flesh and Blood
Titel(Originalsprache)  Flesh and Blood
AutorPatricia Cornwell
VerlagGoldmann Verlag
GenreThriller
Seiten416 Seiten
Meine Bewertung
3,5/5

Inhalt 
 
Ein gewisser "Copperhead" hinterlässt der Pathologin Kay Scarpetta geheimnisvolle Nachrichten. Drei Menschen aus ihrem Umfeld werden ermordet und schnell liegt der Verdacht Nahe, dass es sich um einen Serienmörder handelt. In ihrem Garten findet sie 7 polierter Münzen und sie vermutet, dass es sich insgesamt um 7 Morde handeln wird.

Charaktere

Kay Scarpetta ist eine hochangesehene Pathologin in Amerika und kann sehr gut kochen. Ihr Mann Benton ist FBI-Agent. Lucy it's Scarpettas Nichte und hat einen hohen IQ, weshalb sie schon mit 18 dem FBI beitreten konnte.

Review
 
[Vorsicht: Kann Spoiler enthalten!] Der 22. von Kay Scarpetta und wieder einmal will sie jemand vermutlich umbringen. Der Roman startet ziemlich holprig mit einer Szene in ihrem Garten, in dem sich Kay mit ihrem Mann Benton befindet. Da es ihr Geburtstag ist, will sie eigentlich mit ihrem Mann in Urlaub fliegen. Da jedoch ein High-School-Lehrer tot aufgefunden wird, wird daraus nichts. Sofort begibt sich Scarpetta mit ihrem Kollegen auf die Jagd nach dem Mörder. Im Laufe der Ermittlungen stößt sie auf immer mehr Hinweise, dass es sich vermutlich um 7 Morde handeln wird.
Es tauchen auch immer mehr Hinweise auf, dass ihre Nichte in dem Fall verwickelt sein könnte. Leider find ich die Gründe dafür sehr weit hergeholt und mir persönlich gefällt es überhaupt nicht, dass Lucy immer so perfekt dargestellt wird. Klar bricht sie einige Regel, doch ist sie mir im Ganzen zu perfekt. Warum sollte auch nur sie in der Lage sein Datenbanken zu manipulieren oder diese komplett zu schützen?
Auch stört es mich so unheimlich, dass Scarpetta immer perfekter wird. Ihr Mann arbeitet zwar beim FBI und hat garantiert nicht die perfekten Arbeitszeiten, aber mir persönlich ist er definitiv zu verständnisvoll.
Leider ist der Spannungsbogen ziemlich flach, da ziemlich viel aus der Vergangenheit erzählt wird.
Auch find ich es etwas komisch, dass Sarpetta sich weniger Sorgen als ihr eigener Mann macht. Ganz selten lässt sich erahnen, dass sie Angst hat. Aber ansonsten ist sie die perfekte Pathologin, die ziemlich viel Ermittlungsarbeit leistet.

Fazit 
 
Das Buch hat mich jetzt nicht von den Socken gehauen und ich brauchte tatsächlich mehrere Monate um es zu beenden. Wer Interesse an der Reihe hat sollte mit den ersten Büchern beginnen, da die doch um Welten besser sind. Ich habe dem Buch trotzallem 3,5 Schmetterlinge gegeben, es gibt halt noch viel schlimmere Bücher. Auch stören mich etwas die ausführlichen Beschreibungen, die in den ersten Büchern nicht vorhanden sind.

Mittwoch, 22. Februar 2017

Mobbing



Hallo :)

Schon seit längerem wollte ich mal etwas ausführlicher über das Thema Mobbing schreiben und immer wieder habe ich die Idee verworfen. Jetzt habe ich mich dazu durch gerungen um einfach einmal zu zeigen, dass Mobbing nicht unbedingt etwas mit der Kleidung, geschweige denn mit dem Aussehen zu tun hat. Auch möchte ich anderen Mut machen mit dieser Geschichte!

In der Grundschule war ich beliebt und kam auch mit allen klar. Ich hatte viele Freunde in meiner Klasse und auch in anderen Klassen. Ich war eigentlich selten daheim und war übers Jahr verteilt auch auf sehr vielen Geburtstagsfeiern. Schon da war mir aufgefallen, dass meine beste Freundin gerne für Ärger sorgte. Da habe ich mir noch nicht viel bei gedacht und war leider oft die einzige, die ihr Kontra gegeben hatte. Wir hatten viele gemeinsame Freunde und mir war es hin und wieder aufgefallen, dass sie teils doch sehr eifersüchtig war. Vor allem wenn gemeinsame Freunde mich vorzogen gab es oft Ärger.

Der Wechsel zur Realschule stand an und wir Mädels waren doch recht froh darüber alle in diesselbe Klasse zu kommen. Es lief wirklich gut, auch wenn ich als introvertierte Person ziemliche Startschwierigkeiten hatte. Als graue Maus wird man nun einmal gerne übersehen, was mir aber nichts ausmachte.

Ungefähr im 2. Halbjahr der 5. Klasse kippte das ganze und ich kann auch nicht sagen, was auf einmal schief lief. Ich hatte zu meiner Mutter nur gesagt, dass die Person nicht mehr meine Freundin sei. Auf jeden Fall fiel mir durchaus auf, dass ich von anderen gemieden wurde. Auch wenn ich dann mal den Mund aufmachte wurde einfach dazwischen geredet. Irgendwann müssen dann auch kurz darauf die Beleidigungen angefangen haben. Ich kann euch noch nicht einmal sagen wer zu erst zugeschlagen hatte, aber irgendwann habe ich mich jeden Tag mit meiner ehemals besten Freundin geschlagen. Teils saß ich hinten im Bus bei Freunden und dann kam sie nach hinten und schlug ohne Grund einfach zu. Alle haben zugesehen und keiner griff ein! Teils wurde ich auf dem Weg nach Hause angegriffen und bedroht von ehemaligen Freunden. Ich saß im Treppenhaus in der Schule und es kamen wildfremde auf mich zu um Morddrohungen auszusprechen. Der Kontakt zu all meinen Freunden flaute immer mehr ab, da auch sie teils verbal angegriffen wurden. Ich habe es der ehemaligen besten Freundin nicht leicht gemacht, da ich Kontra gab und zurückschlug.

Was hatte die Schule gemacht? Ich hatte keine Initiative ergriffen, obwohl ich selbst im Schulhaus Schläge auch von fremden abbekam. Grund dafür waren die unzähligen Morddrohungen und ich hatte mich auch unendlich geschämt. Die Eltern einer Freundin riefen eines Tages bei meiner Mutter an und erzählten ihr was ablief. Das war es erste Mal, dass meine Mutter vom Mobbing erfuhr. Ich wurde zur Rede gestellt, aber wirklich geändert hatte sich nichts. Da es doch ziemlich für Aufruhr sorgte wurde ich zusammen mit meiner Mutter in die Schule einbestellt. Ich erinnere mich noch genau an das Gespräch, an die Möbel in dem Raum und das Gesicht der Lehrerin. Sie glaubte mir, obwohl soviele gegen mich aussagten. Aber es änderte sich auch hier wieder nichts. Es wurde etwas ruhiger und die Drohungen ließen nach und sie fuhr auch nicht mehr mit dem Schulbus. Es ging wieder einige Zeit ins Land und ich hatte mich einfach daran gewöhnt allein zu sein. Es war glaub ich dann in der 6. Klasse oder Ende der 5. Klasse: Gespräch beim Schulleiter. Da leider keine eindeutigen Beweise vorlagen, wurde uns beiden mit dem Schulverweis gedroht. Ich hatte Panik, schließlich wollte ich unbedingt auf der Schule bleiben!

Das war das Erste, was überhaupt Wirkung zeigte. Es wurde tatsächlich ruhig, ich habe wirklich sehr selten noch Schläge abbekommen. Es hörte sogar auf, dass fremde Mädchen von anderen Schulen mir im Bus den Ranzen klauten, Stifte im Bus verteilten oder mir die Schuhe wegnahmen! Und das war wirklich mehr als ich mir je erhofft hatte!

Im Winter im darauffolgenden Jahr ging ich alleine Schlitten fahren, da mit mir eh keiner mehr reden wollte/durfte. Ich war abseits von all den "Routen", die die anderen immer nutzen. Ich sah besagte Person auf mich zukommen mit ihrem 1 Jahr jüngeren Bruder. Als die ersten Beleidigungen kamen rannte ich weg, was im Schnee mit Schlitten nicht einfach ist. Ich hatte einfach nur Panik. Ihr Bruder schmiss sich mit aller Gewalt auf mich(Ich hatte den Rodelschlitten auf dem Rücken) und ich fiel vornüber in den Schnee, während sich der Schlitten in mich grub und mein Kopf in den Schnee gedrückt wurde. Das war der Moment, wo ich wirklich Angst um mein überleben hatte. Ich weiß auch nicht mehr, wie ich aus der Situation rausgekommen bin. Ich erinnere mich nur noch an die vielen Tränen, die mir übers Gesicht liefen. Danach war ich nie mehr Schlitten fahren.

Jetzt könnte man ja meinen: Happy End! Leider war dem nicht so. Irgendwann hatte ich dann auch wieder mehr Kontakt zu Freunden von anderen Schulen und wir trafen uns auch wieder öfters. Meine ehemalige beste Freundin musste die Eingangsprüfung für das Gymnasium ablegen und gehen. Ihre Eltern waren wohl nicht damit einverstanden, dass sie gezielt andere Menschen schikaniert.

Aber das Mobbing ging trotz Schulwechsel weiter. Ich wurde in der Klasse gemieden und bei Gruppenarbeiten war ich nur Dekoration. Lehrer meinten es läge an mir, aber lag es wirklich an mir?
Heute weiß ich, dass ich mich schon viel früher hätte bei den Lehrern melden sollen. Und vor allem hätte ich viel früher meiner Mutter Bescheid geben soll. Jedoch habe ich mich geschämt und vor allem hatte ich Angst vor der Reaktion. Sie war immerhin über Jahre meine beste Freundin gewesen und wie soll man erklären, dass diese Freundin einem das Leben zur Hölle macht?

Bis heute weiß ich nicht, warum das alles geschehen ist. Ich will es um ehrlich zu sein auch nicht wissen, da ich das ganze ja nicht mehr verändern kann. In den Jahren nachdem sie die Schule gewechselt hatte, hatte ich mich nicht nur einmal zwischen sie und andere Opfer gestellt. Ich lebte nun einmal in einem kleinen Dorf und man sah sich halt bei Vereinstreffen.

Das Mobbing hat mich verändert und ja ich vermisse manchmal die Person, die ich vorher war. Die Erinnerungen tun weh und ich vermeide es an diese Zeit zu denken. Aber ich habe diese Zeit überlebt und habe aus dem ganzen gelernt. Nur weil man einmal Opfer war, muss man nicht ein Leben lang Opfer bleiben! Manchmal braucht man von anderen Hilfe um zu lernen, dass man trotzallem liebenswert ist. Das ist keine Schande und man sollte sich dafür nicht schämen.

Mobbing kann leider jeden Treffen und wenn ihr selbst Opfer seid: Macht auf euch aufmerksam! Seid nicht still! Ihr müsst euch nicht schämen, sondern der Täter sollte sich für sein Verhalten schämen. Führt ein Tagebuch über die Vorfälle und sucht euch Zeugen. Und wenn es wirklich zu körperlicher Gewalt kommen sollte: Geht zur Polizei. Vor 15 Jahren war es noch nicht üblich dieses zu tun und heute bereue ich es keine Anzeige erstattet zu haben. Es gibt leider nicht den ultimativen Plan um Mobbing zu verhindern oder wie man dagegen vorgehen kann. Auch sind die Gründe dafür doch meist sehr verschieden. Informiert euch am Besten im Internet und es gibt heutzutage genügend anonyme Foren, bei denen man sich zu dem Thema informieren kann :)

Leider war es auch zu dem Zeitpunkt richtig verpöhnt zu einem Psychologen zu gehen. Die Akzeptanz wie es sie heutzutage gibt gab es einfach nicht. In der 9./10. Klasse hieß es nur, dass es an dieser Schule kein Mobbing gibt. Zu dem Zeitpunkt fing auch der Emo-Trend an, was natürlich die Akzeptanz von psychischen Erkrankungen noch weiter sinken ließ!
Es gab nie in der Klasse ein aufklärendes Gespräch zum Thema Mobbing. Das einzige was es gab war eine Verhörrunde, wo beide von uns anwesend waren. Dementsprechend fiel natürlich auch das Ergebnis aus und einige ihrer Freunde sagten aus, dass ich besagte Person mehrfach geschlagen hätte. So eine Verhörrunde fand übrigens auch mal in der Tanzgruppe statt. Als die Täterin anwesend war, sagten natürlich viele gegen mich aus. Als es dann zu Einzelgesprächen kam waren fast alle bis auf eine Person auf meiner Seite. Also wenn ihr tatsächlich mal in so eine Situation geratet solltet, dann besteht auf ein Gespräch ohne die Beteiligten! Es ist einfacher über etwas zu reden, wenn man keine Angst davor haben muss das nächste Opfer zu sein.

Ein Eintrag zu dem Thema von 2012


Viele Grüße

Montag, 20. Februar 2017

Montagsfrage


https://buch-fresserchen.blogspot.de/

Guten Morgen,

heute beantworte ich die Montagsfrage von Buchfresserchen.

Gibt es ein Zitat aus einem Buch, dass dir in letzter Zeit (oder überhaupt) im Gedächtnis geblieben ist? 

Mir sind direkt mehrere im Gedächtnis geblieben :)

"Erinnerungen sind das, was Ihren Körper von innen wärmt. Zugleich können Erinnerungen Sie innerlich auch in Stücke reißen" aus Kafka am Strand von Haruki Murakami

Von Haruki Murakami fallen mir auf Anhieb sehr viele Zitate ein und ich habe mich für hier das entschieden. Ich find es drückt sehr schön aus, dass Erinnerungen ganz schön gefährlich sein können. 

"Auf lange Sicht war daher eine hierarchisch geordnete Gesellschaft nur auf einer Grundlage von Armut und Unbildung möglich." aus 1984 von George Orwell

Das Buch ist 1949 erschienen und ich finde einfach, dass man es nach wie vor auf die heutige Zeit anwenden kann. Auch in diesem Zitat steckt eine Menge Wahrheit.

"Den Schmerz für eine Weile zu betäuben heißt nur, dass er noch schlimmer ist, wenn du ihn schließlich doch spürst." aus Harry Potter und der Feuerkelch von J.K.Rowling

Albus Dumbledor hat wirklich eine Menge guter Sachen gesagt in den Büchern, findet ihr nicht?

Und welche Zitate sind euch im Gedächtnis geblieben?

Bye

Freitag, 17. Februar 2017

#13 Bücherregal - Harry Potter und der Stein der Weisen (reread)



Titel(Deutsch)Harry Potter und der Stein der Weisen
Titel(Englisch)Harry Potter and the Philosopher's Stone
AutorJoanne K. Rowling
VerlagCarlsen
GenreRoman/Fantasy
Seiten336 Seiten
Meine Bewertung
4,5/5

Inhalt

An seinem 11. Geburtstag erfährt Harry Potter, dass er ein Zauberer ist und dass seine Eltern nicht bei einem Autounfall ums Leben kamen. Aus dem Grund wechselt er zur Schule für Hexerei und Zauberei und hat zum ersten Mal im Leben richtige Freunde. Mit diesen Freunden erlebt er im ersten Schuljahr jede Menge Abenteuer und diese stehen ihm auch im Kampf gegen die dunklen Mächte zur Seite.

Charaktere

Harry hat als kleiner Junge seine Eltern verloren und eigentlich keine Erinnerung an sie. Er wächst bei seiner Tante und seinem Onkel auf, die ihm nichts als Verachtung schenken. Erst in Hogwarts erfährt er was Freundschaft bedeutet und dass auch er liebenswert ist. Harrys Eltern waren beide Zauberer, aber er wächst bei einer Nicht-Zaubererfamilie(Muggle) auf.
Ron ist eins von 7 Geschwistern. Ihm fällt es ziemlich schwer dem hohen Erwartungsdruck gerecht zu werden und er wäre gerne zu beliebt wie seine Brüder. Er kommt aus einer Zaubererfamilie.
Hermine kommt aus einer Nicht-Zaubererfamilie und hat es schwer in Hogwarts Anschluss zu finden. Sie ist sehr strebsam und ist sehr darauf bedacht keine Regeln zu brechen und gute Note zu bekommen. Dieses steht im starken Kontrast zu Harry und Ron, welche beide gerne Regeln brechen und sich nicht um Noten kümmern.

Review

Das Buch selbst habe ich schon öfters gelesen und mit jedem lesen fallen mir mehr Fehler auf. Man merkt halt einfach, dass Joanne K. Rowling zu dem Zeitpunkt noch nicht so viel Erfahrung hatte. Aber trotzdem finde ich, dass das Buch einfach klasse ist!
Man lernt zusammen mit Harry die Welt kennen und ich finde es gut, dass es nicht in der Ich-Perspektive verfasst ist. Harry ist der Hauptprotagonist, weshalb man auch am meisten über ihn erfährt. Ausschweifende Erklärungen fehlen und man kann sich quasi sein eigenes Hogwarts dadurch kreieren. Die einzelnen Charaktere werden auch nur sehr kurz beschrieben, was mir persönlich nichts ausmacht. Ich finde es eher lästig, wenn ständig ausufernd alles beschrieben wird und Seiten lang nichts Story relevantes passiert.
 Der Schreibstil an sich ist eher nüchtern gehalten und ohne viele Worte schafft sie es Szenen zu gestalten und auch zu füllen. Wie schon am Anfang erwähnt: Sie wird nicht ausufernd und trotzallem schafft sie es den Leser zu fesseln.
Harry hatte vor Hogwarts außer von seinen Eltern keine Liebe und Zuneigung erfahren und war eigentlich nur der Spielball von seinem Cousin Dudley. In den Augen von seiner Tante und seinem Onkel ist er einfach nur ein Schandfleck und nichts besseres als ein Bediensteter. Das ändert sich schlagartig , als er von der Zaubererwelt erfährt. Diese Storyline ist nicht neu, aber trotzallem ziemlich gut umgesetzt. Joanne K. Rowling schafft es eine komplett neue Welt zu erschaffen, die tatsächlich so existieren könnte.
Besonders am 1. Buch gefällt mir, dass man bis zum Schluss nicht weiß was Sache ist. Man muss quasi bis zum Ende lesen um zu erfahren wer wirklich der Böse ist. Mir gefallen auch die einzelnen Charaktere ziemlich, da eigentlich für jeden mehr oder weniger etwas dabei ist.

Fazit 

Ich kann das Buch jedem empfehlen, der Fantasy mag. Man merkt zudem bei diesem Buch, dass es für Teenager geschrieben ist. Kämpfe werden nicht ausschmückend beschrieben und es geht nicht um die einzig wahre Liebe. Man merkt zudem auch, dass sich die Autorin unheimlich viel Mühe gemacht hat und alles bis ins letzte Detail durchdacht hat. Ich gebe dem Buch nur 4,5 Schmetterlinge, da mir die deutsche Übersetzung nicht gefällt. Manches ist einfach wirklich komisch übersetzt und das stört dann auch ziemlich beim lesen. Deshalb empfehle ich auch jedem der Englisch kann die englische Version :)

Mittwoch, 15. Februar 2017

Chronische Schmerzen gehen uns alle etwas an



Hallo :)

Es wird davon ausgegangen, dass ungefähr 10-20 % der Bevölkerung in Deutschland chronische Schmerzen hat. Die Wahrscheinlichkeit selbst einen Betroffenen zu kennen oder selbst betroffen zu sein ist also auch dementsprechend hoch.

Warum geht es uns alle an?

Erst einmal: Jeder kann in die Situation kommen, egal wie sportlich man ist oder wie gesund man sich ernährt! Man kann das Risiko versuchen zu minimieren, aber ein Restrisiko bleibt immer vorhanden.

In Deutschland herrscht eine Unterversorgung was die Schmerztherapeuten anbelangt. Oft ist es sogar so, dass man mehrere Monate auf Termine warten muss und selbst dann bekommt man mitunter keine ausreichende Behandlung. Leider ist es sogar oft so, dass Schmerztherapeuten nicht gerade vor der eigenen Haustür zu finden sind. Ich war für mehrere Monate bei einem in Behandlung, der um die 90 km entfernt war. Anfahrtszeit? Fast 2 Stunden. Je nach Therapieart sieht man mitunter seinen Schmerztherapeuten 2 Mal die Woche. Je nach Schmerzerkrankung ist das aber einfach nicht möglich und ich kann mir an schlechten Tagen auch nicht vorstellen tatsächlich diesen Weg in Kauf zu nehmen. Teils werden auch ziemlich starke Infusionen/Spritzen verordnet, das heißt alleine so einen weiten Weg zu bestreiten kann schlichtweg unmöglich sein. Und jedes Mal wen zu finden, der einen fährt ist auch alles andere als einfach. Je nach Behandlung muss man auch noch einige Stunden in der Praxis zur Beobachtung bleiben, das heißt zu dem langen Weg dahin und der Wartezeit in der Praxis selbst kommt das noch hinzu.

Chronische Schmerzen sind teils für den Betroffenen alles andere als ein Zuckerschlecken und solche Aussagen wie "das ist doch keine Entfernung" tun einfach nur weh. Oft sind sie noch nicht einmal böse gemeint und das Gegenüber kann ja nicht wissen, dass man schon bei unzähligen Ärzten wahr. Es kann es wahrscheinlich auch nicht verstehen, dass lange Anfahrten je nach Schmerzsymptomatik die Hölle schlechthin sein können.

Es ist also leider vollkommen verkehrt zu glauben, dass ein einzelner Arztbesuch zwangsläufig den Betroffenen schmerzfrei macht. Teils muss man mehrere Ärzte besuchen und selbst dann ist man mitunter nicht schmerzfrei. Als Betroffener wünscht man sich deshalb etwas mehr Verständnis in Bezug auf die Entscheidungen, die man trifft. Solche Sprüche wie “du warst doch schon bei 3 Ärzten, reicht das nicht langsam?” helfen da wahrlich nicht weiter. Ich will jetzt nicht alle Betroffenen über einen Kamm scheren, da manch einer tatsächlich Ärzt-Hopping betreibt und zu viele Ärzte besucht. Aber in der Regel ist es so, dass ein Betroffener viele Ärzte für ein wenig Linderung besuchen muss.

Da jeder ein eigenes Schmerzempfinden hat, ist es natürlich auch sehr schwer den Schmerz von einem anderen zu verstehen.

Chronische Schmerzen können das Leben ganz schön verändern und diese Veränderungen sind für Außenstehende oft mals nicht nachzuvollziehen. Wenn der Betroffene geliebte Hobbies oder den Job wegen der Erkrankung aufgeben muss, ist das nicht immer für jeden verständlich. Man muss durch die Erkrankung viele Abstriche machen und das bedeutet auch Türen zu schließen und andere im Gegenzug zu öffnen. Auch ich musste mir schon ziemlich viel Kritik diesbezüglich anhören, jedoch versuche ich mir diese nicht zu Herzen zu nehmen. Es ist halt schwer einen Schmerz nachzufinden, den man selbst noch nicht gespürt hat. Und selbst wenn man die gleiche Erkrankung wie der Betroffene hat, können die Schmerzen komplett unterschiedlich sein.

Also warum geht es uns alle an?

Durch die Versorgungslücke in Deutschland haben es die Betroffenen unnötig schwer. Es wird sogar davon ausgegangen, dass 600.000 – 800.000 eine schwer therapierbare Form von chronischen Schmerzen haben! Nicht jeder bekommt Hilfsmittel genehmigt und allgemein sind die ganzen Hilfen(Physiotherapie, Ergotherapie usw.) teils doch sehr schwer zu bekommen. Auch Medikamente werden nicht immer von der Krankenkasse übernommen und Haushaltshilfen bekommen die wenigsten genehmigt.

Also bitte wenn mal wieder ein “Awareness-Day” ist schaut nicht weg. Solche Tage sind wichtig um Spenden für die Forschung zu bekommen. Ohne Forschung ist es leider nicht möglich neue Behandlungsformen zu finden und somit ist der Patient leider teils gezwungen für die Behandlung selbst aufzukommen! Und mit Hilfe der Forschung findet man vielleicht irgendwann einmal eine Möglichkeit gewisse Erkrankungen zu heilen und dann muss man auch nicht ein Leben lang die Symptome von dieser behandeln.

Da unsere Bevölkerung immer älter wird ist es auch immer wahrscheinlicher selbst irgendwann chronische Schmerzen zu bekommen. Jetzt ist es jedoch so, dass die Versorgungslücke dadurch natürlich größer wird. Eine Verbesserung ist momentan leider auch nicht in Sicht und da viele Ärzte bald in Rente gehen wird sie allein dadurch noch größer werden.

Deshalb bitte macht es den Betroffenen nicht noch durch abwertende Kommentare schwerer als es ohnehin schon ist. Ich musste auch schon Tabletten nehmen, bei welchen die Nebenwirkungen an sich schon die alltäglichsten Dinge wie das Bett verlassen nahezu unmöglich gemacht haben. Auch Ärzte haben da teils absolut kein Verständnis für, wenn man aus eben diesen Gründen lieber die Schmerzen erträgt. Da ist es dann noch einmal schwerer die gleichen Kommentare von Bekannten/Freunden/Verwandten zu ertragen.

Wenn alle an einem Strick ziehen, dann verbessert sich wahrscheinlich auch endlich die Situation von Betroffenen. Ich denke einmal vielen fällt es zum Beispiel schwer einen Gehstock oder einen Rollator als Hilfsmittel in ihr Leben zu lassen und es ohne Scham in der Öffentlichkeit zu nutzen. Da muss man es den Betroffenen nicht noch schwerer machen als es ohnehin schon ist. Chronische Schmerzen sieht man in der Regel den Menschen nicht an, deshalb ist es ohnehin schon schwer Rücksicht zu verlangen oder diese tatsächlich zu erhalten.

 Wie seht ihr das? Geht das Thema wirklich alle etwas an oder sollten die Betroffenen weiter still schweigend den
Schmerz ertragen?

Viele liebe Grüße

Montag, 13. Februar 2017

Montagsfrage



https://buch-fresserchen.blogspot.de/


Guten Morgen :)

Dieses Mal gibt es schon am Montag die Antwort auf die Montagsfrage.

Auf welche Neuerscheinung freut ihr euch gerade besonders?

Am 18.9 erscheint endlich "Schwarze Wut" von Karin Slaughter im Taschenbuchformat auf Deutsch ♥ Auf dieses Buch freue ich mich besonders, da es von meiner Lieblingsautorin ist und ich nach jedem Buch von ihr am liebsten direkt das nächste lesen würde.
Neben dem Buch freu ich mich auch auf die verschiedenen Hauseditionen vom ersten Harry Potter Roman. Ich bin echt gespannt darauf, wie sie es im einzelnen umgesetzt haben.

Und auf was freut ihr euch bei den Neuerscheinungen?

Einen guten Start in die neue Woche :)

Bye

Freitag, 10. Februar 2017

#12 Bücherregal - The Highly Sensitive Person




Titel(Deutsch)Sind Sie hochsensibel? Wie Sie Ihre Empfindsamkeit erkennen, verstehen und nutzen
Titel(Englisch)The Highly Sensitive Person
AutorDr. Elaine N. Aaron
Verlagmvg
GenreRatgeber
Seiten271 Seiten
Meine Bewertung
5/5

Inhalt
Die Autorin erklärt in diesem Buch das Thema Hochsensibilität. Ihre Ratschläge basieren auf vielen Interviews und wissenschaftlichen Studien. Hier wird nicht nur Hochsensibeln die Thematik näher gebracht, sondern auch Nicht-Hochsensiblen.

Review

Zu dem Buch an sich gibt es noch ein Workbook/Arbeitsbuch, welches ich noch nicht gelesen habe. Das Buch gibt es auch auf deutsch unter dem Titel "Sind Sie hochsensibel? Wie Sie Ihre Empfindsamkeit erkennen, verstehen und nutzen". Ich hab bisher nur die englische Version als ebook gelesen.

Das Buch kann ich einfach nur jedem Hochsensiblen empfehlen. Selbst Menschen ohne dieses Persönlichkeitsmerkmal kann ich dieses Buch empfehlen, da es viele Verhaltensweisen erklärt. Ich habe schon einige Texte der Autorin gelesen und wollte schon seit längerem ein Buch von ihr lesen. Es ist alles wunderbar erklärt und da sie selbst hochsensibel ist, kann sie vieles aus erster Hand erklären. Um die Krankheit besser zu verstehen hatte die Autorin vor Jahren Interviews mit Betroffenen durchgeführt und diese finden einen Platz in diesem Buch. Dadurch ist mir aufgefallen, dass ich mit vielem nicht allein da stehe und gewisse Probleme einfach normal sind bei Hochsensiblen.

Es wird zum Beispiel auch thematisiert wo die einzelnen Unterschiede in den ganzen Studien liegen und sowas interessiert mich immer ziemlich. Zum Thema Hochsensibilität gehen die Meinungen sehr weit auseinander und nicht jeder glaubt an diese Theorie.
Vor allem hat mir die positive Darstellung gefallen. Die negativen Aspekte der Hochsensibilität werden auch thematisiert, jedoch werden auch immer wieder die positiven Seiten hervorgehoben! Leider ist es ja oft so, dass vor allem sensible Jungs ziemlich an ihrer Sensibilität in unserer Gesellschaft zu knabbern haben.
Auch wenn es sich nicht um das Workbook handelt gibt es im Buch einige Fragebögen und durch diese lernt man ziemlich viel über sich selbst und die Hochsensibilität.

Es gibt im Buch auch extra Kapitel für Nicht-Betroffene, damit diese besser auf Hochsensible eingehen können. Ich kann mir gut vorstellen, dass es manch einem Elternteil ziemlich viel weiterhelfen könnte. Oder auch in einer Partnerschaft kann es helfen. Beide Themen werden übrigens im Buch erläutert :)
Es wird auch auf Medikamente eingegangen und die einzelnen Therapien, da es ja ein ziemlich umstrittendes Thema ist.

Mittwoch, 8. Februar 2017

Montagsfrage

Hallo 😁

Heute beantworte ich die Montagsfrage von Buchfresserchen.

https://buch-fresserchen.blogspot.de/
Welche ist eure längste Reihe und was gefällt euch so daran, dass ihr so lange dabei geblieben seid?


Bei dieser Frage musste ich doch tatsächlich mehrfach im Schrank gucken, da ich ja einige Bücherreihen besitze. Allein wegen der "Zusatz"bücher liegt Harry Potter ganz klar vorne was die Länge betrifft!

Was mich an Harry Potter fasziniert ist einfach die Mögichkeit, dass tatsächlich so eine Parallelwelt existieren könnte. Als ich die Bücher es erste Mal gelesen hatte, waren sogar die Hauptcharaktere ungefähr so alt wie ich. Es war auch eine der Hauptgründe warum ich überhaupt so viel Englisch gelernt habe, da ich keine Lust drauf hatte immer auf die deutsche Fassung zu warten. In der Realschulzeit habe ich die Bücher immer wieder gelesen und teils auch während dem Unterricht. Die dazugehörigen Spiele hatte ich mir auch teils zugelegt und jede Menge Merchandise. Es war halt auch einfach eins der Bücher über das man reden konnte ohne ausgelacht zu werden. Und auch noch heute ist es so, dass man offen darüber reden kann und es immer noch die Massen begeistert. Dank den Büchern hatte ich überhaupt erst ein Zaubererset gekauft und mich mit der Mythologie befasst. Im Schrank liegen auch noch heute Mondkalendar usw und die Bücher haben tatsächlich mein Interesse in Astrologie und Astronomie geweckt.

Was ich auch noch so toll finde ist, dass das Gute am Ende mehr oder weniger siegt. Und das einige der Charaktere nicht durch und durch Böse gestaltet sind. Was für mich gar nicht geht sind zum Beispiel Bücher, wo einer nur wegen seiner großen Liebe die Welt retten will. Zudem ist es immer wieder schrecklich, wenn die Charaktere entweder nur böse oder nur gut dargestellt werden.

Und welches ist eure längste Buchreihe? 

Bye

Montag, 6. Februar 2017

Hat man bei chronischen Erkrankung wirklich die Wahl?

Guten Morgen :)

Oft habe ich schon den Satz von anderen zu hören bekommen, dass man selbst die Wahl trifft in wiefern einen eine chronische Erkrankung einschränkt.
Zu einem ganz kleinen Teil stimmt diese Aussage auch. Man hat zum Beispiel die Wahl zu kämpfen oder sich der Krankheit geschlagen zu geben. Oder man hat die Wahl sein Leben der Krankheit anzupassen oder eben nicht.

Aber die Krankheit setzt einem auch teils sehr enge Grenzen in denen man sich bewegen kann. Und man hat nicht immer die Möglichkeit diese Grenzen vollkommen auszunutzen oder diese zu durchbrechen. Auch gesunde Menschen haben ihre Grenzen, jedoch sind die dadurch entstehenden Einschränkungen in der Regel nicht so gravierend wie bei chronischen Erkrankungen.
Man kann immer hingehen und diese Einschränkungen leugnen, jedoch verschwinden diese nicht einfachso dadurch. Leider ist das oft für den gesunden nicht nachvollziehbar.
Wenn ich zum Beispiel Migräne habe, dann setze ich mich vor allem nachts sehr ungern hinters Steuer. An den Grenzen kann ich natürlich rütteln, aber es wäre einfach grob fahrlässig an manchen Tagen sich trotzallem hinters Steuer zu setzen.

Diese Einschränkung habe ich akzeptiert und auch die anderen Einschränkungen habe ich alle akzeptiert. Das heißt nicht zwangsläufig, dass ich diese Einschränkungen mag. Ich habe nur festgestellt, dass ein ständiges ankämpfen dieser einen nicht weiterbringt und einem einfach unglaublich viel Kraft kostet.

Diese Akzeptanz hat laut einigen in meinem Umfeld viel mit Aufgabe zu tun. Aber hat es das? Ich kann nach wie vor an diesen Einschränkungen arbeiten und ich bin in der Regel einer, der bis zum Schluss kämpft. Die Akzeptanz hat für mich auch die Folge, dass ich allgemein eher ruhiger geworden bin und Niederlagen besser wegstecken kann. Ich hatte zum Beispiel in der Oberstufenzeit 2-3 Migräneattacken pro Woche und klar hätte ich dann immer bei Klausuren/Tests daheim bleiben können, aber teils hatte ich dann auch beim Nachschreibetermin Migräne. Da musste ich mich auch durchbeißen und schlechte Noten akzeptieren. Einem Menschen ohne chronische Erkrankung verlangt man ja auch nicht 100% ab, wenn er gerade Schnupfen oder ähnliches hat in der Regel.

Es gibt noch andere Sprüche, die glaub ich den Grundgedanken dahinter widerspiegeln: “Ich habe Krankheit x, aber Krankheit x hat mich nicht” und “Ich bin nicht Krankheit x”. Das Leben besteht nun einmal nicht nur aus der Krankheit und an schlechten Tagen ist es wirklich schwer den Blick von all den Einschränkungen abzuwenden und wirklich wichtig ist sich dieses immer wieder vor Augen zu führen! Ich musste zum Beispiel tanzen wegen einer Erkrankung aufgeben und auch auf das Hobby malen/basteln musste ich bisher immer wieder für ziemlich lange Zeit verzichten. Während der Zeit habe ich mir immer das Ziel gesetzt wieder an diese Punkt hinzukommen und habe es auch irgendwie hinbekommen. Wichtig ist einfach nur sich kleine und realistische Ziele zu stecken.

Es ist ja auch vollkommen absurd zu behaupten, dass jeder gesunde Mensch Raumfahrer oder Profisportler werden kann. Und nur weil einer kein Langstreckenläufer mit Goldmedaille ist, ist er ja noch nicht zwangsläufig krank. Was ich damit aussagen will ist einfach, dass man auch nicht von chronisch Kranken ständig das unmögliche verlangen sollte. Es ist doch teils ganz schön verletzend, wenn einem ständig die Schuld zugewiesen wird. Mag sein, dass manche tatsächlich gerne im Mitleid oder auch Selbstmitleid baden und einfach ihre Krankheit als Ausrede nutzen. Jedoch gibt es erstaunlich viele, die jeden Tag um ein kleines Stückchen Normalität kämpfen müssen. Und manchmal bedeutet dieses auch einfach einmal eine Zeit lang eine Pause zu machen, um wieder Kraft zu sammeln für den weiteren Kampf.

Also bitte bevor ihr solch einem Satz zu einer Person mit einer chronischen Erkrankung sagt, denkt bitte auch daran was zu den jeweiligen Entscheidungen geführt hat. Die Einschränkungen sind teils wirklich alles andere als angenehm und vor allem ich bin es Leid zu hören, dass ich die Krankheit als Ausrede nutze.

An alle die auch mit dieser Behauptung konfrontiert wurden: Macht euch nichts draus. Solche Sätze tun weh, aber leider ist halt nicht von jedem Verständnis zu erwarten.

Wenn ihr noch Fragen habt, dann fragt gerne nach :)

Liebe Grüße

Freitag, 3. Februar 2017

#11 Bücherregal - Margos Spuren(Paper Towns)




Titel(Deutsch)Margos Spuren
Titel(Englisch)Paper Towns
AutorJohn Green
VerlagDTV Verlagsgesellschaft
GenreRoman
Seiten336 Seiten
Meine Bewertung4/5

Inhalt 

Quentin ist eigentlich schon immer in seine Nachbarin Margo verknallt. Eines Nachts steht sie unerwartet an seinem Fenster und bitte ihn um Mithilfe bei ihrem Rachefeldzug. Nachdem Rachefeldzug verschwindet sie und nun liegt es an Quentin selbst Margo wieder zu finden. Margo hat Hinweise auf ihren Aufenthaltsort vor ihrem Verschwinden hinterlassen, damit Quentin sie findet.

Charaktere

Quentin ist eher unscheinbar, ruhig und nicht so beliebt an seiner Schule. Er versucht einen guten Schulabschluss zu bekommen und seine Eltern sind stolz auf ihn.
Während Margo das komplette Gegenteil zu Quentin ist. Diese ist freiheitsliebend, beliebt und hält sich nicht so gerne an Regeln. Ihre Eltern stört das ziemlich, da sie ihr von zu Hause wegrennen ziemlich Leid sind.

Review

[Vorsicht, kann Spoiler enthalten!]: Leider ist es ein typisches Jugendbuch, das heißt die Story schreitet schnell voran und die einzelnen Vorlagen werden nicht richtig genutzt, weshalb es an Tiefe mangelt. Positiv hierran ist eigentlich, dass die Geschichte hauptsächlich aus Quentins Perspektive erzählt wird, weshalb es leichter ist dem Storyverlauf zu folgen.
Leider sind meiner Meinung nach auch die Dialoge wie in "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" viel zu metaphorisch und unrealistisch gehalten. Mir persönlich hat das eingeflochtene Gedicht ziemlich gefallen und auch das Konzept der "Paper Towns" ist einmal etwas anders. Man merkt halt auch an diesem Buch, dass John Green viel Wert auf die enthaltene Botschaft vom Buch legt und nicht so viel Wert auf die Handlung.
Zu Beginn des Buches lernt man einiges über die Freundschaft von Quentin und Maron. Leider ist es bei den beiden wie so oft bei Sandkastenfreundschaften: Irgendwann entfernt man sich zu sehr voneinander.
Quentin blüht im Buch richtig auf und entwickelt sich ziemlich viel weiter. Was mich jedoch stört ist seine Vernarrheit in Margo. Er ist fast schon besessen von der Idee sie wieder zu finden, obwohl sie sich ja eigentlich nicht mehr sehr Nahe standen. Auch find ich es etwas komisch, dass er quasi alles für sie tun würde. Er erschien mir am Anfang des Buches wie ein Vernunftgesteuerter Junge und Margo zu Liebe bricht er etliche Regeln/Gesetze. Es heißt zwar Liebe macht blind, aber mir scheint es teils dann doch etwas zu viel des Guten.
Mir persönlich hat das Ende gefallen, da es kein richtiges Happy End gab! Es wäre meiner Meinung nach vollkomen absurd gewesen, wenn Margo zurück nach Hause gegangen wäre. Sie hat es endlich geschafft aus ihrem Leben auszubrechen, warum sollte sie also ihre Freiheit wieder aufgeben? Ich finde es sogar gut, dass John Green dieses Ende gewählt hat, da ein Selbtmord Margo's zu oft angedeutet wurde und somit zu vorhersehbar gewesen wäre. Ein bisschen habe ich mir schon gewünscht, dass Quentin und Margo zueinander finden. Jedoch ist das viel zu klischeehaft und es wäre für mich dann auch ein ziemlich langweiliges Ende.
Alles in allem ist es doch ein ganz schönes Buch, wenn man so etwas gerne liest.

Mittwoch, 1. Februar 2017

Hochsensibel - 10 Dinge



Guten Tag :)

Ich selbst habe erst 2012 erfahren, dass ich Hochsensibel bin. Der Arzt brauchte keine 5 Minuten um das herauszufinden und ich bin einfach nur undenklich dankbar dafür, da ich nun endlich weiß warum ich so bin wie ich bin! Da es zu dem Them immer noch viele Mythen gibt und viele einfach nicht wissen, was das Wort bedeutet habe ich den Eintrag heute einmal dem Thema gewidmet.

Was bedeutet es also hochsensibel zu sein?


  1. Hochsensiblen fällt es schwerer unwichtige Dinge in ihrer Umgebung zu filtern und nehmen deshalb viel mehr wahr. Dies kann jedoch schnell zu einer Überreizung führen.
  2. Hochsensible nehmen oft Dinge wahr, die einer ohne diese "Fähigkeit" nicht wahrnimmt. Das hat viel mit Punkt 1 zu tun: summende Kühlschränke, bestimmte Gerüche, leise Klopfgeräusche und vieles mehr.
  3. Hochsensible Menschen sind sehr empathisch, das heißt sie nehmen die Emotionen anderer sehr stark wahr. Oft ist es sogar so, dass hochsensible es eher als das Gegenüber wahrnehmen! Das heißt diese merken zum Beispiel schnell wenn die Stimmung kippt.
  4. Die Sensibilität wird in kognitive(logisches Denken), emotionale(zwischenmenschlich, oft sehr empathisch) und sensorische(Geräusche usw) Bereiche unterteilt. Jeder Hochsensible untercheidet sich in diesen Bereichen und deshalb ist hochsensibel auch nicht gleich hochsensibel.
  5. Hochsensible brauchen meist länger um eine Entscheidung zu treffen, da sie die Eindrücke intensiver verarbeiten.
  6. Zudem sind sie kreativ, was sich nicht nur in künstlerischen Bereichen sondern auch in Sachen Ordnung oder Problemlösung widerspiegelt.
  7. Sie nehmen oft auch Schmerzen intensiver wahr. Aber nicht nicht nur Schmerzen, auch stimulierende Subtanzen wie Koffein oder Medizin haben stärkere Auswirkungen!
  8. Aber auch Kritik nehmen sie sich mehr zu Herzen, weshalb hochsensible gerne solche Situationen umgehen. Auch auf Gewalt/Streit reagieren sie mehr als nicht-hochsensible.
  9. Das Innenleben von Hochsensiblen ist auch sehr komplex.
  10. Da Hochsensible leider nicht einfach einmal ihre Gedanken abschalten oder die Umgebung ausblenden können, haben sie oft Schlafprobleme.


Wusstet ihr, dass ungefähr 15-20% von einigen Tierarten hochsensibel sind? Leider ist die Forschung noch nicht sehr weit bei dem Thema, da noch nicht so lange danach geforscht wird. Auch gibt es im Bereich Hochsensibilität einige widersprüchliche Studien/Forschungsergebnisse.

Und was bedeutet es nicht?

  1. Hochsensibel sein hat nichts mit schüchtern zu tun. Es gibt natürlich auch schüchterne hochsensible Menschen, aber nicht alle sind schüchtern.
  2. Hochsensibilität ist keine Schwäche, diese Menschen nehmen die Welt einfach intensiver wahr! Es ist vor allem auch keine Erkrankung, sondern viel mehr so etwas wie eine Charaktereigenschaft.
  3. Es sind ungefähr gleich viele Männer wie Frauen betroffen! Leider ist es so, dass in unserer westlichen Welt Sensibilität als Schwäche angesehen wird und deshalb wird oft Jungs diese "Schwäche" abtrainiert.
  4. Hochsensible sind in der Regel nicht gleich beleidigt. Eher wird die Kritik genutzt um sich zu verbessern, jedoch wirkt das auf den Außenstehenden meist anders.
  5. Zudem haben sie keine Wahl: Das Nervensystem ist anders gebaut, als bei nicht Betroffenen. Das heißt sie nehmen z.B. sensorische Eindrücke viel stärker wahr, ob sie es nun selbst wollen oder nicht.
  6. Auch hat Hochsensibilität nichts mit niedrigem Selbstbewusstsein oder Selbstwertgefühl zu tun. 
  7. Nicht jeder hochsensible hat eine Angsstörung oder Depressionen.
  8. Genauso wenig ist jeder hochsensible direkt ein Künstler oder hochbegabt.

Vielleicht hilft dieser kurze Einblick um zu verstehen, was es wirklich bedeutet hochsensibel zu sein.

Bye