Dienstag, 22. November 2016

Lass uns Bingo spielen ♥

Hallo :)

Immer wieder bentuze ich die Wörter "Spoonie Bingo", aber was bedeutet das eigentlich?
Als chronisch kranke Person muss man sich immer wieder Sprüche anhören, die auch gerne mal tief unter die Gürtellinie gehen und irgendwann hat mal einer aus diesen Sprüchen ein Bingofeld gebastelt.
Ich persönlich musste mir auch schon von den Halbgöttern in Weiß ziemlich viel anhören, was teils wirklich extrem unprofessionell war.

"Gucken sie sich doch einmal die Shaolin Mönche an, die spüren ja auch keine Schmerzen" 
Der Arzt hat wirklich die 1A-Lösung für alle Schmerzpatienten: man muss nur zu den Shaolin Mönchen gehen um zu lernen, wie man das Schmerzempfinden ausschalten kann 😐 Im gleichen Atemzug wurde auch das Schmerzempfinden von Soldaten und das von Machoisten verglichen. Da war ich auch erst einmal sprachlos.

"Das kommt nur daher, weil Sie zu wenig Sport treiben und sich nicht genug entspannen"
Bei mir drückt ein Blutgefäß auf einen Hirnnerv, da ist jegliche Form von zu viel Anstrengung schmerzhaft. Hätte ich Übergewicht, dann wär das wahrscheinlich ihr Beweis dafür gewesen. Wenige Monate später meinte eine Ärztin genau das Gegenteil übrigens, da weiß man auch nicht mehr wem da glauben soll.

"Du musst einfach nur zum Zahnarzt gehen! Andere mit einer Phobie schaffen das ja schließlich auch!"
Wenn es an den Zähnen liegen würde, dann wäre ich schon längst wieder schmerzfrei.

"Das hab ich auch manchmal!" oder "Anderen geht es schlechter als dir"
Darauf will ich am liebsten antworten: "Erzähl mir mehr". Besonders interessant werden die Stories erst, wenn sie krampfhaft versuchen etwas zu finden was schlimmer als Nervenschmerzen ist. Oder sie versuchen ihre Erkrankungen mit deinen eigenen zu vergleichen und scheitern daran kläglich. Mir ist durchaus bewusst, dass auch andere krank sind und zum Leben auch Schmerz dazu gehört. Nur hört der Spaß auf, wenn jemand Spanungskopfschmerzen mit Migräne oder Nervenschmerzen im Gesicht vergleicht.

"Wo tut es denn weh?"
Und drücken dann erbarmungslos auf den Stellen herum. An manchen Tagen braucht es nur ein klitzeleinen Windhauch um sehr starke Schmerzen auszulösen, also bitte tatscht nicht in meinem Gesicht herum 😟

"Wenigstens ist es nicht Krebs."
Das sehe ich auch so, aber trotzallem ist es keine schöne Erkrankung.

"Du gehst einfach viel zu oft zum Arzt" oder "Es würde helfen, wenn du mal weniger Zeit beim Arzt verbringen würdest"
Das war als ich noch 2 Mal die Woche Spritzen gegen die Nervenschmerzen bekam. So wirklich Zeit habe ich nicht für so etwas, jedoch muss ich mir diese nehmen. Teils bin ich deshalb extra früh aufgestanden um morgens vor der Schule zum Arzt gehen zu können. Teils habe ich ganze Nachmittage oder auch komplette Tage im Krankenhaus verbracht um wenigstens eine kleine Schmerzlinderung zu bekommen. Und teils hatte ich an solchen Tagen allein 3 Stunden Fahrzeit. Es würde wahrscheinlich sogar helfen, wenn ich wieder regelmäßig 2 Mal die Woche Spritzen bekäme. Was viele nicht bedenken: Ich gehe ja nur wegen den chronischen Erkrankungen zum Arzt und ansonsten vermeide ich Arztbesuche so gut es eben geht. Mir persönlich wäre es auch lieber, wenn ich daheim einfach eine Schmerztablette schlucken könnte um lange Schmerzattackenserien durchbrechen zu können. 

Und noch ein paar weitere Sprüche, zu denen ich nichts schreiben werde.

"Du hast nur Schmerzen, weil du X nicht machen willst!"
"Du bist noch viel zu jung dafür."
"Andere haben es Schlimmer."
"Du könntest ruhig was abnehmen." (Ich hab Normalgewicht.)

Und was durftet ihr euch schon so anhören?

Um ehrlich zu sein halte ich mich oft zurück, wenn solche Sprüche kommen. Ich bin ziemlich abgehärtet was das betrifft und versuche oft dann nur ganz ruhig dem anderen zu erklären was Sache ist. Es ist manchmal Fluch und Segen zu gleich Erkrankungen zu haben, die man nun einmal nicht direkt sieht. Aber irgendwann ist man es dann auch Leid dem Gegenüber zum 100. Mal zu erklären, dass ein Zahnarzt nicht die Lösung des Problems ist.

Viele liebe Grüße

Montag, 21. November 2016

#07 Bücherregal - The Amber Project





Titel(Deutsch)-
Titel(Englisch)The Amber Project
Titel(Originalsprache)  The Amber Project(Englisch)
AutorJn Chaney
VerlagVariant Publications
GenreScience Fiction
Seiten344 Seiten
Meine Bewertung4/5

Inhalt

Im Jahr 2157 löscht das Gas Variant nahezu alles Leben auf der Erde aus. Die einzigen Überlebenden sind die Bewohner eines unterirdischen Dorfes. Nach 200 Jahren findet ein Wissenschaftler die Lösung des Problems: Er erschafft eine neue Spezies halb Mensch, halb Variant und hofft darauf, dass diese irgendwann die Welt wieder bevölkern können.

Charaktere

Mir ist Terry etwas zu flach und einfältig gehalten, da dieser kaum die Stimmung um sich herum mitbekommt. Er hätte also ruhig etwas empathischer sein können. Alex scheint mir auch etwas zu flach, ansonsten finde ich die einzelnen Person ganz gut.

Review

[Spoiler!] Bei diesem Buch wird direkt in die Handlung eingestiegen, das heißt man erfährt erst zusammen mit einem der Hauptcharaktere wieso Variant die Menschheit nahezu komplett vernichtet hat. Mir persönlich gefällt das sehr, da so die Spannung kontinuierlich erhalten bleibt. Am Anfang von jedem Kapitels sind immer die Transkripte der Audiotapes abgedruckt, die auch einiges erklären.
Der Schreibstil ist leicht verständlich, wobei einige eher selten gebrauchte Wörter verwendet werden. Es sind sehr wenige Metaphern enthalten und die Dialoge sind somit auch um einiges realistischer als in anderen Romanen.
Die Protagonisten erleben eine in sich schlüssige Verwandlung. Das heißt im Laufe der Story übernimmt zum Beispiel Mara Verantwortung und äußert immer wieder Zweifel am System. Ich finde es gut, dass das System hinterfragt wird. Mara nimmt zum Beispiel die Frauen in Schutz, da sie für sie mehr als nur lebendige Inkubatoren sind.
Was ich störend fand war das Datum: Es wäre besser gewesen, wenn dann noch "2 Jahre später" oder ähnliches dabei gestanden hätte. Auch eine Uhrzeit wäre toll gewesen, da man so nie wusste welche Tageszeit gerade ist! Zudem gibt es teils komische Handlungssprünge, die aber gut zu ignorieren sind.Während der Mission werden zum Beispiel auch ziemlich spät erst die Handschuhe erwähnt, die meiner Meinung nach schon direkt zu Beginn der Mission Sinn gemacht hätten.
Teils wird auch ziemlich viel der eigenen Fantasie überlassen, da die Umgebung nicht immer beschrieben wird.
Was mich auch ein wenig gewurmt hat: Solarpanels müssen regelmäßig gewartet werden und sind gar nicht so lange haltbar. Obwohl die Häuser, Brücken und alles andere zerfallen sind, funktionieren die Solarpanels noch.
Ansonsten kann ich das Buch jedem weiter empfehlen, der gerne dystopische Romane liest. Leider gibt es den Roman scheinbar noch nicht deutsch 😶

Neues Layout

Hallo 😄

Gestern konnte ich endlich das neue Layout online stellen. Mir gefällt es, da es ziemlich einfach gehalten ist. Wahrscheinlich werde ich es die Tage noch ein wenig anpassen 😊 Es ist mal etwas anderes als die vorigen Layouts.
Momentan sitze ich an einer neuen Buchbewertung, die wahrscheinlich auch noch heute online kommt.

Bye

Freitag, 18. November 2016

#06 Bücherregal - Über uns der Himmel, unter uns das Meer




Titel(Deutsch)Über uns der Himmel, unter uns das Meer
Titel(Englisch)The ship of brides
Titel(Originalsprache)  The ship of brides(Englisch)
AutorJojo Moyes
VerlagRowohlt Verlag
GenreLiebesroman
Seiten512 Seiten
Meine Bewertung4/5

Inhalt

 600 Frauen werden 1946 per Flugzeutträger zu ihren Verlobten bzw. Ehemännern von Australien nach England gebracht. Es handelt sich hierbei um in Australien stationierte Soldaten, die nach Kriegsende zurück in ihre Heimat versetzt wurden. Die Story basiert auf den Erfahrungen von Jojo Moyes Großmutter, die auch auf diesem Wege von Australien nach England kam.

Charaktere

Die Charaktere sind sehr unterschiedlich und ich finde es gut, dass quasi von allem etwas dabei ist. Jean ist mir jedoch etwas zu quirlig und blauäugig.

Review

Obwohl ich das Buch nahezu komplett in einem durchgelesen hatte, fand ich es an manchen Stellen etwas schwierig der Handlung zu folgen. Vor allem am Anfang empfand ich es als schwer die einzelnen Charaktere auseinander zuhalten, da zum Beispiel Frances als "Schwester Mackenzie" betitelt wird. Es dauert auch ziemlich lange bis die Handlung richtig beginnt, was mich persönlich ein wenig gestört hat. Mir hat es besonders gefallen, dass die Charaktere vieschichtig sind und sich im Laufe der Handlung weiterentwickeln. Zudem werden auch die Sorgen der Soldaten erwähnt, die sich um die 600 Bräute kümmern müssen. Es werden auch die berechtigen Sorgen des Kapitäns erwähnt.  Ich fand es auch klasse, dass das Leben auf dem Schiff so gut erklärt wurde 😊 Der Roman ist definitiv anders als ihre anderen Romane und ich empfand es als sehr gut, dass nicht ständig zwischen der Vergangenheit und der Gegenwart hin- und hergewechselt wurde!

Mittwoch, 16. November 2016

#05 Bücherregal - What if?




Titel(Deutsch)What if? Was wäre wenn?: Wirklich wissenschaftliche Antworten auf absurde hypothetische Fragen
Titel(Englisch)What If?: Serious Scientific Answers to Absurd Hypothetical Questions
AutorRandall Munroe
VerlagPenguin Verlag
GenreHumor
Seiten368 Seiten
Meine Bewertung5/5

Inhalt

Auf lustige Art und Weise werden hypothetische Fragen mit ernstgemeinten, wissenschaftlichen Erklärung beantwortet. Viele der Antworten sind mit Strichmännchen-Zeichnungen versehen um diese verständlich zu machen.
Review 
Ich fand das Buch sehr unterhaltsam und würde es auch jedem weiterempfehlen, der Interesse an diese Themengebiet hat. Mir haben vor allem die Strichmännchen gefallen und es zeigt mal wieder, dass man kein großer Künstler sein muss um bestimmte Sachverhalte einfach und anschaulich zu erklären. Die absurdesten Frage wurden teils nur mit Strichmännchen oder gar nicht beantwortet, was ich auch sehr gut finde. Es gibt so Fragen, auf die man einfach keine Antwort haben will, oder? Ich empfinde es als bewunderswert, wieviel Mühe der Autor sich gemacht hat um bestimmte Fragen zu beantworten. Vor dem Kauf lohnt sich ein Blick auf https://www.xkcd.com :) Dort sind auch einige der Comics, die im Buch verwendet werden zu finden.
Ich hab das Buch direkt in Englisch gelesen, deshalb kann ich nichts zu der deutschen Übersetzung schreiben.

Dienstag, 8. November 2016

Buchtasche



Hallo :)

Auf dem Bild seht ihr meine Buchtasche.
Die Idee dafür hatte ich schon ganz lange und bisher hat immer nur die passende Stofftasche dafür gefehlt gehabt. Als ich dann im Mai/Juni endlich eine gefunden hatte konnte es losgehen ♥ Die Farben hatte ich alle noch vorrätig und das Motiv war für die Tasche selbst war schnell gefunden :) Mir gefällt die Tasche so wie sie ist, auch wenn sie mir eigentlich etwas zu dünn ist. Meine Bücher sind auf jeden Fall jetzt geschützt und ich kann sie jetzt viel leichter überall hin mitnehmen ♥ 

Bye