Sonntag, 5. Dezember 2021

#422 Bücherregal - Grauzonen(Kurzrezension)



TitelGrauzonen
AutorChristian Sievers
VerlagRowohlt Verlag
GenreSachbuch
Seiten240 Seiten
Meine Bewertung
5/5

 Inhalt

In der Nachrichten-Sendung "ZDF heute" hat Christian Sievers wenige Minuten Zeit um über alles wichtige punktgenau zu berichten. Dafür werden all die Meldungen aufs wichtigste gekürzt und so formuliert, dass man sie auch ohne die Hintergründe genau zu kennen verstehen kann. In diesem Buch berichtet der Autor was er unter anderem als Auslandskorrespondent erlebt hat und wie sehr sich sein Beruf die letzten Jahre verändert hat.

Review

Die Hörbuchversion hat mir wirklich gut gefallen und an der Stimme des Autors konnte man deutlich erkennen, wie ihn selbst die Geschichten im Nachhinein noch bewegt haben. Man merkt einfach immer wieder mit welcher Leidenschaft Sievers Journalist ist und deshalb hatte es mich richtig gefreut, dass er ein Buch rausgebracht hat über all die Hintergrundgeschichten. Im Fernsehen sieht man ja meist nur kurze, sachlich gehaltene Ausschnitte und kann nur erahnen was es bedeutet in einem Krisengebiet zu recherchieren. Generell ist der Ton von ihm im großen und Ganzen eher nüchtern und sachlich und er lässt die Eindrücke für sich sprechen. Das heißt er bauscht sie nicht extra auf oder verschönert sie.
Der Autor erzählt viel über seine Anfangszeit und wie es für ihn war vom Radio zum Fernsehen zu wechseln. 

Besonders interessant fand ich die Geschichten aus der Zeit in der er als Auslandskorrespondent in Tel Aviv das ZDF-Auslandstudio leitete. Die Erzählungen gehen oft unter die Haut und manchmal habe ich mich gefragt, warum ein Mensch sich freiwillig in diese Gegenden begibt. Es ist auf jeden Fall spannend zu hören wie die Recherchen zum Beispiel im Gaza-Streifen ablaufen und wie er allgemein seine Zeit dort erlebt hat. 

Im letzten Teil des Buches geht es viel um die Aufgaben eines Journalisten und wie sehr sich die Arbeit dank Fake News und Algorithmen verändert hat.


Fazit

Alles in allem ist es ein wirklich spannendes Hörbuch über das Thema Journalismus, dass einen den Blick hinter die Kulissen ermöglicht.

Freitag, 3. Dezember 2021

#421 Bücherregal - Es war doch nur regen!?

  



Quelle: Netgalley.de 



TitelEs war doch nur Regen!?
AutorAndy Neumann
VerlagGmeiner Verlag
GenreSachbuch
Seiten157 Seiten
Meine Bewertung
4,5/5

Ich bedanke mich hiermit recht herzlichst bei Netgalley.de für das Bereitstellen eines Rezensionsexemplares.


 Inhalt

Am 14.Juli 2021 erhielt der BKA-Beamte Andy Neumann ungewöhnlich viele, teils besorgniserregende Anrufe. Doch zu diesem Zeitpunkt schien das was am frühen Abend bzw. in der Nacht im Ahrtal geschah noch vollkommen undenkbar. In diesem Buch erzählt der Autor von der Flutkastrophe und wie er diese samt den Aufräumarbeiten in den Wochen danach erlebte.

Review

In den überregionalen Medien spielt die Flutkatastrophe im Westen von Deutschland, Belgien und den Niederlanden mittlerweile kaum noch eine Rolle. Dabei sieht es vor allem in der Eifel im Ahrtal immer noch sehr wüst aus und man hat das Gefühl, als wäre noch gar nicht so viel Zeit ins Land gezogen. Das Stromnetz ist immer noch sehr instabil und einige haben nach wie vor Heizlüfter, die natürlich nur funktionieren wenn Strom da ist.

Hauptsächlich besteht das Buch aus Tagebucheinträgen bzw. Facebookposts von dem Autor, die er in dieser Zeit verfasst hatte. Oft genug finden sich dazu einige neuere Ergänzungen oder Informationen um das alles besser einordnen zu können. Mir hat der Aufbau wirklich gut gefallen und ich finde es gut, dass hier nichts geschönt wurde. Der Autor schreckt nicht davor zurück offen über seine Gefühle zu schreiben. Das Buch musste ich einige Male beiseite legen, weil es mich emotional so mitgenommen hatte. Es ist einfach unfassbar das noch einmal alles nach lesen zu können, was ich schon von vielen Betroffen gehört habe. Nicht ohne Grund wird das was dort passierte von vielen als Tsunami bzw. Flutwelle beschrieben und es ist einfach nur erschreckend wie viel Kraft der Fluss an diesem Tag entwickelt hatte.

Wie man schon am Anfang des Buches lesen kann, schien für nahezu alle diese Flutkatastrophe undenkbar. Das Ahrtal ist nun einmal eine sehr idyllische Gegend und wenn man das Flüsschen so sieht, dann denkt man irgendetwas anderes ist für die gewaltige Zerstörung in dieser Nacht verantwortlich. Es ist wirklich trügerisch wie friedlich sie wieder vor sich her plätschert. Ich selbst bin im Tal direkt daneben aufgewachsen und habe wirklich viel Zeit im Ahrtal selbst verbracht. Und wenn ich eins für nicht möglich gehalten hatte, dann ist es so eine Flutkatastrophe. Es zeigt einfach mal wieder wie wichtig es ist vernünftige Hochwassergefahrenkarten auch für kleinere Flüsse zu haben. Denn wenn diese Katastrophe im Westen von Deutschland bzw. Europa eins gezeigt hat, dann ist es die unterschätzte Gefahr, die von diesen vermeintlich kleinen Bächen bzw. Flüssen ausgeht.

Viele Menschen im Tal haben in dieser Nacht ihre komplette Existenz verloren und nach wie vor weiß man nicht, wer sein Haus wieder aufbauen darf und vor allem wann die Gelder dafür kommen. Und nur weil man gegen allerhand Schäden versichert ist, heißt es noch lange nicht man bekommt das alles gezahlt. Selbes gilt natürlich auch für staatliche Hilfen, die an allerhand Bedingungen geknüpft sind.

An allen Ecken und Enden machen sich zudem die Lieferengpässe und der Fachkräftemangel bemerkbar, was auch im Buch selbst thematisiert wird. Natürlich sieht man wie viel sich in den letzten Monaten getan hat und ohne die große Solidarität von freiwilligen Helfern sähe es im Tal noch ganz anders aus. Und wenn eins Mut macht in dieser Zeit, dann ist es genau diese Hilfe. Denn nach wie vor gibt es viele Freiwillige, die tolle Projekte ins Leben rufen und sich massiv für die Betroffen einsetzen. 

Aber man darf auch nicht vergessen, dass es sehr wichtig ist momentan genau hinzugucken was auf politischer Ebene passiert. Und wer sich dafür einsetzt wirklich für die Sicherheit der Menschen in den betroffenen Tälern zu sorgen. Und wem es nur wichtig ist den Status Quo wiederherzustellen, ungeachtet der Gefahr einer erneuten Katastrophe. 


Fazit

Das Buch erzählt die Geschehnisse vom 14.07.2021, als der Regen nicht aufhörte und das Wasser der Ahr langsam stieg. Und endet mit den Geschehnissen am 15.08.2021, als das gröbste für den Autor erledigt war. Es ist wirklich bemerkenswert wie schnell der Autor das Buch zusammen mit dem Verlag fertig gestellt hatte um einen Weg zu finden, damit das alles noch lange Zeit in den Köpfen der Menschen auch außerhalb vom Ahrtal bleibt. Der komplette Erlös geht 1:1 an die Betroffenen, was ich wirklich lobenswert finde. Für die Rezension habe ich jetzt tatsächlich zwei Wochen gebraucht, weil es mir unglaublich schwer fiel die richtigen Worte zu finden. Andy Neumann erscheint sehr selbstreflektiert und so berichtet er auch von dieser Zeit. 

Mittwoch, 1. Dezember 2021

#003 Buch und Comic - Qualityland

 




Algorithmen sorgen für einen reibungslosen Ablauf im Qualityland, das extra aus Marketinggründen so benannt wurde. Denn wer kauft schon gerne Produkte aus einem Land, dass nicht für Qualität steht? Auch die Namen der Einwohner wurde an ihre Jobs angepasst. Für Peter Arbeitsloser läuft es momentan jedoch alles andere als gut und in seinem Job als Maschinenverschrotter trifft er allerhand kuriose Roboter. Wie kann es sein, dass ausgerechnet eine Drohne unter Flugangst leidet? Und warum läuft nur alles schief in seinem Leben? 






TitelQualityland
AutorMarc-Uwe Kling
VerlagUllstein Verlag
GenreDystopie
Seitenanzahl384
Meine Bewertung

4/5

Jeder Bewohner von Qualityland hat ein anderes Level und das ist nicht nur ausschlaggebend für die Partnerwahl, sondern hat auch einen großen Einfluss auf den Alltag. Schließlich bekommen Menschen mit einem hohen Level etliche Vorteile und müssen zum Beispiel nicht ewig in irgendwelchen Warteschlangen anstehen. Hier zeigt sich einfach sehr deutlich wohin jeglicher Bewertungswahn führen kann. Schließlich werden hier selbst die Lieferdrohnen bewertet und es geht nur darum sehr gut zu sein. Richtig absurd wird das alles, als es um die Partnersuche geht. Und hier kann man nur hoffen, dass es im realen Leben nie so weit kommen wird. 
Wenn nicht gerade das Level einem die Aufstiegschancen nimmt, dann ist es oft der Nachname. Der richtet sich nach dem Job der Eltern und wenn man Glück hat heißt man "Koch". Es gibt aber auch die "Arbeitslosen" und da kann man wahrscheinlich froh sein, wenn man überhaupt irgendetwas erreicht im Leben.
Ansonsten wird hier auch die Sammelwut bezüglich persönlicher Daten auf die Spitze getrieben. Es ist vielleicht in gewissen Situationen schön, dass dann passend zu den Ereignissen eine Lieferdrohne ein alkoholisches Kaltgetränk vorbeibringt. Aber will man wirklich, dass jemand nahezu alles über einen weiß? Und vor allem was passiert, wenn man dann in der falschen Gruppe landet und der Algorithmus einen nur noch tiefer in die Abwärtsspirale befördert?
All das wird einerseits auf eine sehr witzige, pointierte Art erzählt, aber andererseits ist Humor an sich bitterböse. Man hat immer wieder das Gefühl, als wäre mit Absicht die Schraube des Wahnsinns noch einen Ticken weitergedreht wurden als nötig. Dadurch sticht die Absurdität mancher Gegebenheiten in diesem Roman noch mehr hervor und man fragt sich immer wieder, wie es nur soweit kommen konnte. Wobei ich die Idee mit den sprechenden Autos/Geräten richtig toll finde und an manchen Tagen wünsche ich mir, dass wir genau das schon längst hätten. Und über Androiden in Stories freue ich mich ohnehin immer.

Man merkt auf alle Fälle wie viel Mühe sich der Autor bei der Ausarbeitung gegeben hat, allein schon anhand der vielen Kleinigkeiten, die im Laufe der Handlung eine mehr oder weniger große Rolle spielen. An vieles denkt man im ersten Augenblick weniger, wenn man an ein Land denkt in dem es nur um Qualität geht. Es wirkt einfach in sich stimmig und mich wundert es deshalb wenig, dass das Buch so beliebt ist und es nicht nur eine Comicadaption, sondern auch eine Fortsetzung gibt. 

Alles in allem ein wirklich unterhaltsames Buch, welches auf eine sehr überspitzte Art und Weise die Probleme und deren möglichen Folgen unserer Gesellschaft in naher Zukunft aufzeigt. Auf eine sehr lustige Weise wird einem Nahe gebracht auf welchem Weg wir uns gerade befinden und wo das eben hinführen kann, wenn sich nicht genug Menschen für Veränderungen einsetzen. Natürlich ist es bequem wenn einem diese Bewertungssysteme das eigene Denken erleichtern bzw. abnehmen. Und natürlich gibt es auch Vorteile, die die ganzen Neuerungen mit sich bringen. Aber können die wirklich all die Nachteile überwiegen und vor allem ist es das wert?






TitelQualityland Band 1.1
AutorMarc-Uwe Kling
ZeichnerZachary Tallent
VerlagVoland & Quist
GenreDystopie
Seitenanzahl176
Meine Bewertung
3,5/5



Was mich wirklich positiv überrascht hatte war die Qualität des Druckes und die Dicke des Papiers. Bei dem Preis kann man das natürlich erwarten, aber leider sehen das nicht alle Herausgeber so. Es war auf jeden Fall schön so feste Seiten zu haben, die nicht direkt verknicken.

Wie bei der literarischen Vorlage wird die Geschichte rund um Peter Arbeitslose in diversen Episoden erzählt. So erlebt man mit wie er seinen Alltag bestreitet, mit seiner Noch-Freundin unterwegs ist und durch Qualitypartner einfach ersetzt wird. Und wie das Taxi in noch nicht einmal mehr heimfährt, da seine Wohngegend viel zu heruntergekommen für die Ausstattung des Gefährtes ist. An sich wird die Handlung auf wenige Gegebenheiten reduziert, die wirklich sehr viel über diese dystopische Welt aussagen. Alles wird sehr pointiert erzählt und mir hat es wirklich gut gefallen, dass die Werbeanzeigen einen Platz gefunden haben. Es ist nun einmal sehr schwer so einer Vorlage gerecht zu werden und deshalb kann ich jedem nur empfehlen auch diese zu lesen ehe man ein Urteil über diese viel zu realistische Dystopie fällt.

Mit dem Zeichenstil konnte ich jetzt nicht ganz so viel anfangen, da er mir einfach zu schlicht war. Das wenige was man sieht ist an sich wirklich gut gezeichnet und sowohl die Farb- als auch die Schattenauswahl sind gelungen, aber mir fehlte das gewisse etwas. Besonders die Darstellung der einzelnen Charaktere hat mir gefallen, denn viele hatte ich mir so ähnlich vorgestellt. Trotzdem fehlen mir an vielen Stellen liebevolle Details, die einen etwas näher hingucken lassen. Stattdessen gibt es jede Menge Textblöcke bzw. Sprechblasen, dabei sollten die Zeichnungen einem ja den Großteil der Geschichte vermitteln.

An sich komme ich bei der Comicadaption nur auf 3,5 von 5 Sternen und so ganz sicher bin ich mir noch nicht, ob ich mir den 2. Teil kaufen soll. Mir hat das Buch einfach besser gefallen und der Comic hatte jetzt keinen Mehrwert für mich. Trotzdem hat sie mich recht unterhalten und jetzt weiß ich wenigstens wieder ganz grob um was es im Einzelnen ging und kann somit mit einigem Hintergrundwissen in den zweiten Teil der Buchreihe starten.



Mir hat die Dystopie wirklich gut gefallen und ich bin schon ganz gespannt auf den zweiten Teil. Und vielleicht sind ja ein paar technische Neuerungen in ein paar Jahren die bittere Realität.

Sonntag, 28. November 2021

#45 Manga - Attack on Titan Band 13-15

      



Titel(Deutsch)Attack on Titan
Titel(Japanisch)進撃の巨人 (Shingeki no Kyojin)
AutorHajime Asayama
VerlagCarlsen
GenreAction/Fantasy/Horror
Bände34(beendet)
Meine Bewertung
3/5


Inhalt

Seit mehr als einem Jahrhundert leben die Menschen hinter einer 50 Meter hohen Mauer, die sie vor den riesigen Titanen schützen soll. Niemand weiß mehr wie es außerhalb der Mauern aussieht und es wird alles daran gesetzt, dass die Menschen hinter den drei Mauern in den jeweiligen Bereichen in Sicherheit leben können. Jedoch durchbricht eines Tages ein Titan die äußerste Mauer und nimmt somit zusammen mit anderen Titanen den äußersten Ring ein und unzählige Menschen werden an dem Tag von ihnen gefressen. Jetzt wird alles daran gesetzt, dass diese nicht auch noch die beiden inneren Gebiete erobern können.


Review

#13. Band 

Den Survey Corps gelingt es Eren zu befreien, doch müssen sie herbe Verluste einstecken. Mittlerweile kämpfen sie sowohl gegen Feinde innerhalb als auch außerhalb der Mauern. 

Nach einer 5-monatigen Pause lese ich endlich den nächsten Band dieser Reihe. Und so ganz weiß ich immer noch nicht, was ich von ihr halten soll. Dieses Mal wird hauptsächlich geredet und somit werden einige Fragen beantwortet. Das ist eine willkommene Abwechslung, denn die teils sehr chaotischen Actionszenen aus den vorigen Bänden fand ich teilweise nur verwirrend und meist war es einfach nur eine Zuschaustellung von diversen Gewaltexzessen. 

Allgemein ist mir mal wieder aufgefallen, dass so gut wie nie erklärt wird was denn überhaupt passiert. Dabei geht es ja bei Geschichten sehr viel auf das warum und genau das wird hier sehr oft vergessen. Dieses Mal wird zum Beispiel viel über die politischen Aspekte gesprochen und wie es halt nun einmal ist hinter einer Mauer zu leben und darauf angewiesen zu sein, dass einem einer Lebensmittel besorgt. Und was dadurch für gesellschaftliche Probleme und Spannungen entstehen. Jetzt sind wir schon bei Band 13 und somit ist mehr als ein Drittel der Gesamthandlung um und deshalb ist es richtig schade, dass darüber so wenig berichtet wird. Man kann nach wie vor alles wichtige in wenigen Sätzen zusammen fassen, denn meist geht es ja eh nur um irgendwelche Schlachten und wie unterlegen diejenigen den Titanen sind. Bezüglich der Titanen erfährt man ein paar neue Dinge und mal schauen wie lange der neue Handlungsstrang andauern wird, bis wieder eine Aneinanderreihung von Gewaltszenen kommen wird. Und mal schauen wie sehr dieser neue Strang den Hauptkonflikt beeinflussen wird. Bisher gab es ja enorm viele Nebenhandlungen und so ganz weiß man nicht, warum keine so wirklich zu Ende erzählt wird.

#14. Band: 

TW: Folter
Commander Erwin beschließt die royale Herrschaft zu stürzen, da sie allem Anschein nach für viel Unheil innerhalb der Mauern verantwortlich ist.

Was mich richtig schockiert hatte waren die expliziten Folterszenen. Wenn es um Gore-Manga geht sieht man ja so einiges, aber bei einer so beliebten Reihe habe ich mit so etwas schlichtweg nicht gerechnet. Deshalb habe ich diese Seiten auch relativ rasch überflogen, da ich mit manchen Szenen absolut nicht klar komme.

Was die Handlung an sich betrifft passt sie dieses Mal so überhaupt gar nicht zu den vorigen Bänden. Das mit der Folter passt zum Gore, aber alles was danach passiert wirft bei mir nur Fragezeichen auf. Natürlich macht das gezeigte Sinn und passt in die Welt der Titanen, jedoch wirkt es an dieser Stelle einfach nur deplatziert. Und ganz so als wolle man mit diversen Actionszenen einen Teil der Leser glücklich stimmen. Diese bringen einen weiteren Handlungsstrang mit sich und was das betrifft gibt es mittlerweile definitiv zu viele.

An sich gebe ich diesem Teil der Reihe nur 1 von 5 Sternen. Normalerweise breche ich Reihen dann ab und versuche sie zu vergessen. Da sie aber so beliebt ist und viele in meinem Umfeld sie lieben, gebe ich ihr eine weitere Chance. Vielleicht klärt sich ja einiges in den nachfolgenden Bänden auf, schließlich lernt man hier ja viel über die Gesellschaft an sich und dazu gehören ja mehr oder weniger auch die Titanen.

#15. Band: 

Mittlerweile haben die Survey Corps heraus gefunden wer die eigentliche Königin ist und diese wollen sie nun auf dem Tron sehen.

Wie kann man bitte schön an so einer gemeinen Stelle einen Band beenden? Hoffentlich komme ich schnell dazu weiter zu lesen, denn der Plottwist hat es wirklich in sich und vielleicht bringt er mich dazu zu verstehen warum so viele diese Serie abgöttisch lieben. 

Dieses Mal werden einige Geschehnisse angedeutet, wie zum Beispiel eine bevorstehende Revolution. Darauf deutet ja wirklich eine Menge hin und an sich wäre es der nächste logische Schritt. Schließlich erfahren die Bewohner warum sie all die Jahre hinter den Mauern lebten und ausgerechnet der König das sagen hatte. Und warum sie die wahren Gründe dafür nicht wissen durften.

Und was die Titanen betrifft geht es endlich weiter. Wirklich viel weiß man ja über die menschenfressenden Wesen noch nicht und es scheint ganz so, als würden bald ein paar große Geheimnisse gelüftet werden. Schließlich ist es ja schon sehr komisch, dass sich manche Menschen in Titanen verwandeln können. Oder die äußere Mauer aus Titanen besteht. Was das alles betrifft habe ich noch so unendlich viele Fragen und wenn ich was liebe, dann sind es Geschichten rund um irgendwelche Mythologien.