Sonntag, 23. September 2018

#136 Bücherregal - Der Kindermacher(Kurzrezension)


TitelDer Kindermacher
AutorUlrike Schelhove
VerlagCreateSpace Independent Publishing Platform
GenreEifelkrimi/Krimi
Seiten288 Seiten
Meine Bewertung
3/5

 Inhalt

Währen den Ermittlungen stoßen die Ermittler Landwehr und Stettenkamp auf brisante Details. Das Mordopfer wurde vor seiner Villa in der Eifel erschossen und war Leiter einer Kinderwunschklinik in Köln. Dort wurden unter dem Deckmantel "künstliche Befruchtungen" heimlich reichen Paaren die Möglichkeit gegeben zum Beispiel das Geschlecht und die Haarfarbe des Kindes selbst zu bestimmen. Musste deshalb Dr. Reichenbach sterben oder hat es etwas mit seinem Hobby dem Jagen zu tun?

Review

Leider spiegelt sich der Preis in Sachen Schreibstil bzw. Schreibqualität wieder. Stellenweise klang es wie ein 08/15 Roman, den man für wenig Geld erwerben kann(Groschenroman).
Obwohl der Schreibstil angenehm flüssig zu lesen ist, ist er nicht ausgereift/professionell.
Die Handlung punktet nicht mit Überraschungen und ist oft vorhersehbar. Den Hauptpersonen hätte man ruhig mehr Tiefe geben können.  Oft ist alles sehr langatmig und Spannung kommt nicht so wirklich auf.

Was ich mich gefragt ist, was denn diese Stalkergeschichte zur Handlung beiträgt. Wieso lässt sich Landwehr von einem Stalker in die Enge treiben? Sollte nicht gerade sie als Polizistin wissen wie schlimm so etwas enden kann? Und vor allem wieso taucht so häufig das Wort Pizza auf? Essen die Ermittler nichts anderes oder bekommt man in der Gegend nur Pizza geliefert?


Fazit

Das Buch ist leicht zu lesen und man ist schnell damit durch. Man erkennt die Eifel definitiv in dem Geschriebenen wieder. Es ist im Gegensatz zu anderen Krimi nicht auf schlimm zugerichtete Opfer und eignet sich deshalb auch prima für zwischendurch. Die Ermittlung stehen hierbei im Vordergrund. Ich hatte mir mehr Eifel erhofft, vor allem von einem Eifelkrimi. Ohne mich jetzt zu weit aus dem Fenster lehnen zu wollen würde ich den Krimi als typischen Urlaubsroman betiteln.

Freitag, 21. September 2018

#135 Bücherregal - After the cure


Titel(Englisch)After the cure
AutorDeirdre Gould
VerlagCreateSpace Independent Publishing Platform
GenreDystopie/Zombies
Seiten400 Seiten
Meine Bewertung
1,5/5

 Inhalt

Die sogenannte "December Plaque" ist nun 8 Jahre her. Die Erkrankten wurden zu Kannibalen und brachten jeden rücksichtslos um, der ihnen über den Weg kam. Einige Menschen waren gegen diese Erkrankten immun und vor 6 Jahren schafften es diese einen Wirkstoff gegen die Krankheit herzustellen. Jetzt nachdem viele geheilt wurden und alles soweit wieder aufgebaut wurde, sollen in einem Gerichtsprozess die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden. Können der Verteidiger und die Gerichtspsychologin Antworten auf die Fragen finden?

Review

Die Handlung ist einfach nur langatmig und zieht sich unnötig in die Länge.
Dem Buch fehlt es an Tiefe. Warum sind die Hauptprotagonisten so wegleidig und was ist mit dem Überlebensinstinkt?
Oft ist alles an Handlung sehr weit hergeholt. Warum gibt es Strom und Fernsehsendungen? Und vor allem warum gibt es nach so vielen Jahren noch so viele Medikamente? Der Ausbruch der Krankheit ist 8 Jahre her, also wieso funktioniert alles noch so gut? Wieso sind jedoch nach so kurzer Zeit Straßen und Häuser so sehr zerstört? Aus was sind die denn gebaut, etwa aus Pappe? Man kann gar nicht so ganz nachvollziehen wie lange alles tatsächlich her ist mit der Krankhet, da der Zerfall einfach nicht mit den Zeiteingaben übereinstimmt.
Müssten nicht alle Gebiete ohne Heilung ausgestorben sein? Wenn sich alle gegenseitig zerfleischen, dann dürfte doch keiner überlebt haben außer die Geheilten/Immunen?
Wieso funktionieren die Autos noch? Wer repariert diese und woher kommt all das Benzin/Diesel? Das ist alles einfach nicht realistisch.
Die Romanze ist wichtiger als der neue, tödliche Virus. Müssten dann nicht die Instinkte quasi eingreifen und einen daran erinnern, dass es ums nackte überleben geht? Hier scheint es so, als wären die Gefühle vom Freund wichtiger als das eigene Leben.
Es geht leider noch weiter mit den Plotholes: es gibt viele Fehler im wissenschaftlichen Teil und zum Beispiel hat der Gefangene plötzlich Videos, obwohl diese gar nicht in seinem Besitz sein dürften(laut Aufnahmebericht!).



Fazit

Das Genre ist ein Mix zwischen Liebesroman und Zombie, wobei die Beziehung der beiden Hauptprotagonisten im Vordergrund steht.
Das Buch ist nichts für jemanden mit schwachen Nerven, da es ziemlich brutal es und eins der Themen ist passend zu den Zombies Kannibalismus. Das Ende ist offen, jedoch habe ich kein weiteres Interesse an dieser Reihe und somit weiß ich auch nicht wie das Problem gelöst wurde.
Im Nachhinein bin ich echt froh, dass ich das Buch kostenlos während einer Aktion erworben habe.

Mittwoch, 19. September 2018

Schreiben




Hallo :)

Heute möchte ich einfach einmal einen Blogeintrag zum Thema "schreiben" online stellen. Den habe ich in mehrere Abschnitte geteilt, da der doch etwas lang geraten ist.

Warum eigentlich?


Oft werde ich gefragt wie ich es schaffe mit all dem klar zu kommen. Und da beziehen sich die meisten Leute noch nicht einmal zwangsläufig auf die Nervenschmerzen, sondern eher auf die ganzen fehlgeschlagenen Behandlungen und teilweise auch auf das Mobbing. Und halt was das alles mit sich bringt wie Existenzängste und auch einfach die Frage nach dem Grund für das weiter machen und nicht aufgeben.
Manchmal fällt es mir schwer eine konkrete Antwort darauf zu geben, da manche Menschen von Grund auf neugierig sind und ich genau weiß, dass manche mich dafür verurteilen überhaupt diesen Blog u.a. zu führen. Dabei vergessen sie leider, dass ich das nicht mache um mich um mich mit all dem was ich durchgemacht habe zu profillieren, sondern um anderen Mut zu machen. Und vor allem um einmal auf das Thema Nervenschmerzen aufmerksam zu machen! Als ich das erste Mal mit 13 Jahren damit konfrontiert wurde gab es kaum Informationen. Ich wurde von Lehrern als Simulant hingestellt, weil man die Nervenschmerzen nur sah wenn mein Fuß aufgrund der Wassereinlagerungen anschwoll.
Und meine Fanfictions veröffentliche ich auch nur, weil sie scheinbar gerne von anderen gelesen werden. Ich hab einige bisher nicht veröffentlichte und stelle auch bei weitem nicht alle geschriebenen Texte online.


Wo bin ich überall aktiv?


Über die Nervenschmerzen und alles was dazu gehört schreibe ich auch immer wieder und sei es nur in Form von irgendwelchen Posts auf meinen Social Media Kanälen. Das hilft mir unglaublich dabei mit all dem klar zu kommen. So wirklich Tagebuch schreiben mag ich nicht, deshalb tobe ich mich dort etwas aus. Aber ich versuche auch über all die schönen Sachen in meinem Leben zu schreiben und was sonst noch so interessant ist. Auf meinem privaten IG Account schreibe ich oft hauptsächlich über die Nervenschmerzen.
Manche Sachen schreibe ich und lösche sie danach wieder. Aber trotzdem hilft mir auch das mit allem irgendwie Frieden zu schließen und klar zu kommen. Wenn ich keinen Laptop zur Stelle habe schreibe ich das alles auf Papier und zerreiß es dann an manchen Tagen in ganz kleine Stücke. Vor allem wenn ich wütend auf bestimmte Personen bin schreibe ich das gerne nieder. Schreien löst bei mir leider oft Gesichtsschmerzen aus, deshalb versuche ich es erst gar nicht.

Triggerwarnung: Im nachfolgenden Abschnitt geht es explizit um Mobbing, Gewalt und anderes.


Dadurch sind bisher über 430.000 Wörter allein was die Fanfictions betrifft entstanden. Angefangen habe ich damit übrigens 2007 um mit all den Gefühlen klar zu kommen. Die Jahre davor war das Thema Depression, SVV und Suizid sehr präsent, deshalb war ich auch froh endlich ein gutes Ventil für all die negativen Gefühle gefunden zu haben.
Eine meiner Fanfictions ist mittlerweile über 170.000 Wörter lang und wenn sie was enthält, dann ist es sehr viel aus meiner Vergangenheit. Beim Schreiben habe ich Dinge verarbeitet, die ich bis heute noch nicht ganz verstehe. Und vor allem hat mir das Schreiben geholfen zu realisieren, dass das wirklich passiert ist. Als das mit dem Mobbing so schlimm wurde in der 5. Klasse hatte ich es gedanklich ganz weit weggeschoben. Auch die teilweise täglich ausgesprochenen Mord- und Gewaltandrohungen versuchte ich zu ignorieren. Das ging auf Dauer nicht gut und rückblickend hätte ich mir wirklich Freunde gewünscht, die nicht nur stumm daneben stehen und schlimmstenfalls noch die Täter anfeuern. Auch heute fühle ich mich oft so, als wäre das alles gar nicht wirklich passiert. An manche Ereignisse erinnere ich mich nur bruchstückhaft und an andere sogar gar nicht. Oft wünsche ich mir all die schrecklichen Erinnerungen würden einfach verschwinden, auch wenn sie mich letztendlich zu dem Menschen gemacht haben, der ich heute bin.
Beim Schreiben versuche ich mir immer vorzustellen wie eine andere Person handeln würde. Die wenigsten Hauptprotagonisten von mir sind mir ähnlich. Oft hilft mir dieses hinein decken dabei herauszufinden, was ich eventuell falsch oder richtig gemacht habe in dieser Situation. Das Mobbing ist jetzt schon einige Zeit her, aber trotz allem merke ich immer noch wie viel in all den Jahren kaputt gegangen ist. Und das es manchmal nicht viel braucht um die Erinnerungen an diese und die damit verbundenen Ängste zu reaktivieren. Deshalb bin ich auch sehr froh darüber, dass ich meine Gedanken einfach in die Geschichten packen und vergessen kann. Schließlich ist das jetzt alles Vergangenheit. Ich schreibe auch über andere Themen, die absolut gar nichts mit mir selbst zu tun haben. Mittlerweile ist das Schreiben eins meiner Hobbies gewurden und oft nutze ich es um mir die Zeit zu vertreiben.

Es gibt ja mittlerweile viele Studien, dass zum Beispiel das Schreiben bei der Traumaverarbeitung hilft. Mir hat es auch unheimlich geholfen und es muss ja nicht bei jedem geschriebenen Text eine Meisterleistung erbracht werden. Manchmal hilft mir das freie Schreiben beim Gedanken sortieren einfach am besten.

Liebe Grüße und danke fürs durch lesen

Weitere Einträge:
Mobbing - Was war damals geschehen?
Offener Brief(Thema Mobbing)
Textauszug aus "Puzzle - Was ist das eigene Leben schon wert?"
Tetauszug aus "Spiel mit mir - Bis zum Tod"(Stalking)

Montag, 17. September 2018

Montagsfrage


Guten Morgen :)

Hier ist die Antwort auf die Montagsfrage von "lauter und leise".

Die Montagsfrage #3 – Gab es schon einmal einen auf einem Buch basierten Film, den du besser fandest als das Buch?

Um ehrlich zu sein gucke ich sehr selten Verfilmungen von Büchern, da ich bisher immer bitter enttäuscht wurde. Wobei ich jedoch die Verfilmungen von "Naokos Lächeln" von Haruki Murakami und auch "Geständnisse" von Kanae Minamoto sehr gut fand.

Und bei euch?

Ich wünsche euch einen schönen Start in die Woche.

LG