Freitag, 27. Januar 2023

#518 Bücherregal - Mind Control

 



TitelMind Control(Billy Hodges 3. Fall)
AutorBill Hodges
VerlagHeyne Verlag
GenreThriller
Seiten544 Seiten
Meine Bewertung
4/5


 Inhalt

Entgegen aller Prognosen ist Brady Hartsfield tatsächlich aus dem Koma erwacht. Jedoch versteckt er genau das vor den Pflegern und Ärzten. Er ist als der Mercedeskiller bekannt, der viele unschuldige Menschen tötete. Tatsächlich scheint er besondere Kräfte entwickelt zu haben und die möchte er nun nutzen. Und ausgerechnet Bill Hodges möchte das verhindern, der mittlerweile eine eigene kleine Firma mit Holly gegründet hat.

Review

CN: Suizid

Mir hat dieser Teil der Trilogie am Besten gefallen, einfach weil er wieder viel übernatürliche Elemente enthält. Und die gehen definitiv unter die Haut. Der Autor schafft es einfach immer wieder die sehr subtil unterzubringen und da kam ich schon an manchen Stellen dadurch ins Grübeln. Schließlich scheint vieles davon ja gar nicht so abwegig zu sein.

Immer wieder wird in kurzen Abschnitten erzählt was in den vorigen Bänden passiert ist, was mir ganz recht war. Denn alles hatte ich nicht mehr auf dem Schirm und King packt ja in seine Bücher wirklich viele Details. An sich ist jeder Teil der Trilogie in sich abgeschlossen und kann ohne Vorwissen gelesen werden, jedoch kann ich hier jedem empfehlen bei Band 1 zu starten.

Jetzt im Nachhinein wurde mir erst deutlich wie viel von der Handlung schon in den vorigen Teilen angedeutet wurde. In so etwas ist der Autor richtig gut und mich freut es, dass bestimmte Sachen hier wieder eine Rolle spielen.

Zeitweise fiel es mir richtig schwer das Hörbuch zu pausieren, denn ich wollte einfach wissen wie es für Bill und Holly ausgehen wird. Brady ist immerhin alles zuzutrauen und King geht ja ohnehin nicht zimperlich mit den Charakteren um.

Vor allem den fesselnden Schreibstil fand ich klasse. Die einzelnen Vorkommnisse werden nachvollziehbar beschrieben und es ist nicht so ausufernd wie in anderen Werken vom Autor. Vor allem was die Mysteryelemente betrifft bin ich über Erklärungen froh, da ich viel zu selten Bücher mit so etwas lese.

Das Thema Selbstmord spielt hier eine sehr große Rolle und King schafft es tatsächlich diesen nicht zu glorifizieren. Die recht neutralen Beschreibungen waren diesbezüglich ein wenig gewöhnungsbedürftig, aber er passte dazu. Der Autor zeigt wie facettenreich dieses Thema ist und nennt dazu ein paar Zahlen, die definitiv nachdenklich stimmen.

Am meisten gestört hatten mich die Längen, die ich auch von seinen anderen Werken kenne. Einiges wird einfach ständig wiederholt, was mir dann ziemlich auf die Nerven ging. 


Das Ende konnte mich leider absolut gar nicht überzeugen. Es passt nicht zu der Trilogie wirkte zu einfach.


Fazit

Alles in allem hat mir die Trilogie gut gefallen. Hauptsächlich geht es hier um die Abgründe der menschlichen Seele und um Manipulation



Booktalk zu Mr. Mercedes

Rezension zu Finderlohn




Mittwoch, 25. Januar 2023

#69 Booktalk - Leid und letzter Tag

  Hallo,

im Dezember hatte ich den Thriller "Leid und letzter Tag" von Elias Haller gelesen und heute gibt es dazu den passenden Booktalk. Dem Buch hatte ich 3,5 von 5 Sternen gegeben.




Im 6. Teil der Reihe wird Erik Donner in ein tödliches Spiel verwickelt. Denn mitten auf dem Marktplatz steht ein Mann mit einem Koffer in der Hand und den darf er nur der Mordkommission übergeben. Genau zur gleichen Zeit entdeckt Erik Donner in seinem Schlafzimmer eine Frau, in deren Bauch ein Handy klingelt. Und so wie es aussieht stehen die beiden Fälle in einem Zusammenhang.

CN: Folter, brutale Morde

Hauptsächlich geht es dieses Mal um den Vater von Erik Donner, der selbst lange Zeit als Kommissar tätig war. Vor vielen Jahren beschäftigte ihn der Fall namens Spielmann, der auf brutale Weise Menschen folterte und ermordete und sich regelrecht einen Spaß daraus machte. Immer wieder wird in Form von Rückblenden auf das alles Bezug genommen, schließlich scheint der jetzige Fall damit zusammen zuhängen.

An sich ist der Fall total komplex und ich musste schon sehr aufmerksam lesen um keine relevanten Spuren zu verpassen. Erst gegen Schluss wurde mir klar worauf das alles hinausläuft. Obwohl der Schreibstil an sich recht detailliert ist, werden die Gewaltszenen eher oberflächlich beschrieben. Trotzdem sind diese nicht zu unterschätzen und ich bin froh darüber, dass der Autor das alles auf diese Art und Weise beschreibt.

Besonders gut hat mir der Zeitdruck gefallen, unter dem die Ermittler handeln müssen. Denn der Täter agiert gnadenlos und nimmt keine Rücksicht darauf, ob diejenigen kurz vor der Lösung des Rätsels standen oder eben nicht. Allgemein finde ich dieses Setting total toll, da ich es noch nicht tausend Mal gelesen habe. Die Spannung ist auf einem konstant hohen Level und mir fiel es richtig schwer Pausen beim Lesen einzulegen. Ich wollte einfach nur wissen wer sich so ein Spiel ausdenkt und Kommissare eiskalt als Spielfiguren nutzt.

Allgemein ist die Handlungsgeschwindigkeit passend zum Genre Thriller sehr hoch. Es passiert in relativ kurzer Zeit sehr viel und die Kapitel sind recht kurz. Die Handlung wirkt in sich stimmig und ich habe mich während dem Lesen oft gefragt, inwiefern so etwas Realität werden könnte.

Während dem Lesen habe ich eine Menge über Erik, seinen Vater und natürlich Anne erfahren. Sowohl Erik als auch sein Vater sind total eigen und eher weniger die klassischen Teamplayer, was natürlich zu Konflikten führt. Allgemein finde ich es toll wie nahbar die Hauptfiguren in der Reihe sind und mit wie vielen liebevollen Details diese ausgestattet sind. Auch sonst gibt es viele einprägsame Charaktere, weshalb es mir leicht fiel diese auseinander zu halten.

Ansonsten ist wie in den vorigen Teilen der Reihe alles möglich an Grausamkeiten. Hier wird definitiv kein Charakter geschont, weshalb es mir teilweise doch recht schwer fiel weiterzulesen. Wobei ich an sich solche Vorgehensweisen durchaus bevorzuge, denn wenn bestimmte Charaktere immer geschont bleiben wird die Handlung sehr schnell vorhersehbar.

Alles in allem hat mich dieses Buch an amerikanische Thriller erinnert. Er ist nun einmal doch recht brutal und auch das Setting findet man in den dortigen Thrillern häufiger. Mir hat das aufgrund der facettenreichen Hauptcharaktere total gut gefallen. Und ich finde es immer wieder gut, wenn die Fälle komplex sind.

An sich kann dieser Band ohne Vorkenntnisse gelesen werden, doch um die Rahmenhandlung wirklich genießen zu können sollte man bei Band 1 starten. Zumal ansonsten wichtige Aspekte bezüglich dieser verraten werden.

Kennt ihr das Buch und wenn ja, wie findet ihr es?

Liebe Grüße

Sonntag, 22. Januar 2023

#069 Manga - Flüster mir ein Liebeslied Band 1-2

 




Titel(Deutsch)Flüster mir ein Liebeslied
Titel(Englisch)Whisper me a lovesong
AutorEku Takeshima
VerlagTokyopop
GenreShojo-Ai, Slice-of-Life
Bände2(fortlaufend, in Japan bisher 6 erschienen)
Meine Bewertung
4/5


Inhalt

Auf einem Schulkonzert sieht Himari es erste Mal Yori als Gitarristin und Sängerin auf der Bühne und sie ist direkt hin und weg. Direkt nach der Vorstellung teilt Himari dieser ihre Begeisterung mit und rechnet absolut nicht mit dem, was Yori daraufhin erwidert. Denn diese fasst das Kompliment vollkommen falsch auf und interpretiert es als Liebesgeständnis.

Review

#1. Band

Für den Manga habe ich jetzt mehrere Anläufe gebraucht und so ganz sicher bin ich mir immer noch nicht, ob ich ihn generell mag oder eben nicht. Ich finde es immer sehr schwer, wenn es um Mädchen in der Oberstufe geht, die gefühlt in jeder Szene rot werden und wie eine Karikatur ihrer selbst scheinen. An sich finde ich es auf jeden Fall schon einmal gut, dass sich alles sehr langsam aufbaut und man gar nicht so recht weiß was diesbezüglich auf einen zukommt. Zarte Liebesgeschichten habe ich nun einmal unheimlich gerne, vor allem wenn sich bei denen die kitschigen Szenen in Grenzen halten. Ob letzteres bei dieser Reihe wirklich zutrifft glaube ich zwar eher nicht, aber wenn nicht ist es auch okay.
Der Zeichenstil ist wunderschön und viele Panels enthalten versteckte Details. An sich ist er ziemlich minimalistisch und hauptsächlich sieht man die Gesichter, aber die Figuren und die Hintergründe wirken stimmig. Und ich mag einfach die Atmosphäre, die hier vermittelt wird.
Mal schauen ob mich der zweite Band begeistern kann, denn die Serie scheint ziemlich beliebt zu sein. Ich bin ja schon seit längerem auf der Suche nach einem neuen Manga über Musik, der ein wenig öfters als Given erscheint. 

#2. Band: 

Himari weiß gar nicht so recht, wie sie auf das Liebesgeständnis von Yori reagieren soll.
Dieser Band hat mir schon um einiges besser gefallen und die Charaktere wirken nicht mehr wie Karikaturen. Himari ist auf alle Fälle noch ziemlich kindlich und ist somit vollkommen mit den neuesten Entwicklungen überfordert. Hier hoffe ich einfach einmal, dass alles eine gute Wendung nimmt. Leider gibt es genug Manga auf dem Markt, bei dem das alles sehr schnell eine toxische Richtung einschlägt. Und in der das schüchterne Mädchen, oft von dem älteren Partner/in dominiert und zu Sachen überredet wird. Bisher hat es dann Anschein, als wäre dem nicht so und ich hoffe es bleibt bei dem. Denn nach wie vor geht es hier um Musik, sich selbst finden und Erwachsen werden, alles drei Themen, über die ich gerne Geschichten lese.
Zudem geht es jetzt deutlich langsamer vorran und die beiden Hauptcharaktere lernen sich erst einmal kennen. Es ist auf jeden Fall schön zu sehen, dass die beiden sich Zeit füreinander nehmen und Dinge besprechen. Und jeder dem anderen Zeit gibt, egal wie schmerzhaft es für einen selbst ist.
Mich hat das alles an "Blooms into you" erinnert, bei der es ja auch um eine sehr zarte, sich ganz langsam entwickelte Beziehung zwischen den beiden Mädchen geht.

Freitag, 20. Januar 2023

#517 Bücherregal - Reality Show





TitelReality Show
AutorAnne Freytag
VerlagDTV Verlag
GenreRoman
Seiten464 Seiten
Meine Bewertung
1/5


 Inhalt

Live im Fernsehen werden auf allen Kanälen diverse, einflussreiche Menschen für ihre Taten bestraft. Und es werden zufällig die Zuschauer ausgewählt und angerufen, die mit Hilfe von einem Glücksrad den Spielverlauf bestimmen. Durch den Kapitalismus geht ein tiefer Riss durch die Gesellschaft und die Veranstalter sind der Meinung, dass diese Show eine Möglichkeit ist die Verantwortlichen dafür zur Rechenschaft zu ziehen.

Review

Wie man an der Bewertung schon sehen kann, hat mich das Buch ziemlich enttäuscht. Der Klappentext hatte bei mir recht hohe Erwartungen geweckt, denn an sich liebe ich so ein Setting. Schließlich ist es immer wieder schön wenn eine Spielshow stattfindet und bei der, der Ausgang an sich schon klar ist. Außer natürlich jemand durchkreuzt die Pläne, was ja an sich immer eine Möglichkeit ist. 


Dementsprechend frustriert hatte mich die Umsetzung von dem Ganzen. Durch die vielen und schnellen Perspektiv- und Zeitwechsel hatte ich relativ am Anfang schon den Überblick verloren. Denn die Kapitel sind recht kurz und somit verweilt man an keinem Ort wirklich lange. Im Hörbuch wird das alles nicht klar gekennzeichnet und dementsprechend schwer war es dann für mich gedanklich einen Schnitt zu machen und an einen anderen Ort zu reisen.

Zumal hier von der 1. Person zur 3. Person als Erzähler gewechselt wird und das hatte mich jedes Mal total rausgehauen.
Ein weiterer Kritikpunkt ist die ausufernde Darstellung aller Charaktere samt Handlungsorten. Hier wurde gar nicht differenziert was denn nun am Ende davon wichtig ist und was man getrost ganz schnell wieder vergessen kann. Diese Vorstellung der einzelnen Spielteilnehmer passiert immer nach dem gleichen Schema und wie zu erwarten schnappt bei allen mit relativ gleicher Vorgehensweise die Falle zu.
An sich ist das kein Problem, schließlich kenne ich diese Vorgehensweise aus vielen anderen Romanen, die aber auch doppelt so dick sind. Nur sind hier die einzelnen Personen alle recht blass und mir fiel es richtig schwer diese auseinander zu halten. Und selbst jetzt kann ich mich an keine Person erinnern, die mir in irgendeiner Form im Gedächtnis geblieben ist.

Bis zum Schluss hatte ich die Hoffnung, dass von der Handlung her alles ein wenig nachvollziehbarer wird.

Das Ende ließ mich fassungslos zurück und so wirklich verstanden habe ich es nicht, warum ausgerechnet das gewählt wurde.
Fazit


An sich wundert es mich wirklich, dass das Buch so ein Reinfall war. Die Jugendbücher der Autorin sind an sich ganz okay und haben einen logischen Handlungsaufbau. Aber hier kam ich selbst als Vielleserin sehr schnell an meine Grenzen und hatte ab einem Punkt den kompletten Überblick verloren. Was einfach nur schade ist, denn das Setting an sich liebe ich. Vielleicht hätte ich das Buch einfach abbrechen sollen.