Mittwoch, 27. Januar 2021

Lesejahr 2020




Guten Morgen, 
heute gibt es mein Lesejahr 2020 in Zahlen. Alles was auf den Grafiken zu sehen ist habe ich noch einmal gesondert darunter aufgelistet. 



Januar: 7 Bücher, 3.214 Seiten, 460 Seiten/Buch
Februar: 8 Bücher, 3.048 Seiten, 381 Seiten/Buch
März: 11 Bücher, 3.419 Seiten, 311 Seiten/Buch
April: 10 Bücher, 4.010 Seiten, 401 Seiten/Buch
Mai: 11 Bücher, 4.028 Seiten, 367 Seiten/Buch
Juni: 10 Bücher, 3.942 Seiten, 395 Seiten/Buch
Juli: 10 Bücher, 3.639 Seiten, 364 Seiten/Buch
August: 8 Bücher, 3.271 Seiten, 409 Seiten/Buch
September: 9 Bücher, 3.031 Seiten, 337 Seiten/Buch
Oktober: 10 Bücher, 3.334 Seiten, 334 Seiten/Buch
November: 10 Bücher, 3.312 Seiten, 332 Seiten/Buch
Dezember: 16 Bücher, 3.772 Seiten, 236 Seiten/Buch
Gesamt: 120 Bücher, 42020 Seiten, 351 Seiten/Buch

davon waren....
51 Bücher auf Englisch
22 Hörbücher

Nicht mitgezählt habe ich Comics, Graphic Novel, Light Novels und Manga. Oft habe ich mir gar nicht notiert wie viel ich davon im Monat gelesen habe und mir fällt es einfach unglaublich schwer das alles dazuzählen. Bis auf bei den Light Novels ist es ja oft so, dass die Bilder den Hauptteil des Werkes ausmachen und die betrachtet man ja. Zumal die meisten ja oft nur 180-200 Seiten haben und das würde meine Statistiken einfach grundlegend verändern. So kann ich wenigstens auf einem Blick sehen, ob ich 2020 genauso viel wie 2019 gelesen habe und tatsächlich hatte ich 42.058 Seiten und 120 Bücher gelesen, was 351 Seiten/Buch ergibt. Im Jahre 2018 waren es übrigens insgesamt 42.589 Seiten und 128 Bücher, was jetzt nicht so ein gravierender Unterschied ist. Mal schauen ob ich in 2021 die vorgenommen 125 Bücher schaffe. 

aktueller Stand vom SuB im Januar 2021:
2 Bücher

Anzahl Rezensionen: 111
Nicht rezensierte Bücher: 9
durchschnittliche Bewertung: 3,54/5 Sternen

Genre:




Biografie: 7
Dystopie: 7
Fantasy: 4
Fotoband: 1
Historischer Roman: 3
Horror: 3
Klassiker: 6
Krimi: 14
Psychothriller: 3
Roman: 7
Sachbuch: 16
Thriller: 16
True Crime: 7
YA: 18
YA-Dystopie: 1
YA-Fantasy: 6
YA-Historisch: 1

Top3 der meistgelesen Genre:
1. YA: 18 Bücher
2. Sachbuch: 16 Bücher, Thriller: 16 Bücher
3. Krimi: 14 Bücher

Mit welchen Buchstaben fingen die meisten Buchtitel an? 
1. D(20)
2. T(16)
3. S(11)

Mit welchen Buchstaben fingen Nachnamen der meisten Autor*innen an? 
1. H(16)
2. B(15)
3. S(14)

Wo spielten die meisten Bücher? 
1. Deutschland(39) 
2. USA(35)
3. England(17)

Wo kamen die meisten Autor*innen her?
1. USA(49)
2. Deutschland(42)
3. England(15)

Von welchem Verlag habe ich die meisten Bücher gelesen?
1. Harper Collins(17)
2. Rowohlt Verlag(10)
3. Edition M und Ullstein Verlag(je 7)

Für das Jahr 2021 habe ich mir fest vorgenommen viel mehr Bücher aus anderen Ländern zu lesen und hoffentlich dabei einige zu erwischen, die eben nicht in den USA und Deutschland spielen. Eigentlich wollte ich ja erst einmal ein paar Krimireihen beenden, da ich einfach zu viele angefangene Reihen habe. Jedoch werde ich versuchen das alles zu kombinieren und ich bin einfach gespannt drauf, ob ich es so endlich einmal schaffe mehr Science-Fiction und Fantasy zu lesen. Leider hatten ein paar Bücher mir zeitweise die Lust an dem Genre verdorben, deshalb bin ich da vorsichtig geworden. Dieses Jahr zähle ich voll auf den öffentlichen Bücherschrank, in dem immer total Krimis ausliegen und vielleicht sind wenn die jetzigen Corona-Einschränkungen gelockert werden wieder ein paar tolle dabei. Hier im Ort habe ich auch so einen Schrank, aber bei meinem letzten Besuch war da nichts interessantes für mich dabei. 

3 Light Novel
74 Manga
20 Mangareihen

Rückblickend kamen mir das viel weniger vor und ich finde es einfach nur schade, dass hiervon einige Reihen in diesem Jahr ihr Ende finden. Irgendwie fällt es mir ziemlich schwer neue zu finden, da meine Ansprüche mit den Jahren ziemlich hoch geworden find. Zum Beispiel lege ich mittlerweile unglaublich viel wert auf die Zeichnungen, weshalb ich mir mit "Attack on Titans" schwer tue. Und solche Reihen wie "The Witch Hat Atelier" und "Magus of the Library" nehmen halt unglaublich viel Zeit bei der Herstellung in Anspruch und da gibt es dann natürlich relativ selten neue Bände, was wirklich einfach nur schade ist. Dafür hat man wirklich schöne Illustrationen/Zeichnungen und ich für meinen Teil verweile gerne in diesen magischen Welten. Ansonsten habe ich noch "Ein tropischer Fisch sehnt sich nach Schnee" für mich entdeckt und somit wurde meine Liebe für alle LGBTQ-Manga von neuem entfacht. Wobei "Our dreams at dusk" von Yuhki Kamatani und "My brothers husband" von Gengoroh Tagame haben auch ihren Anteil daran getragen. Es ist einfach schwer Manga zu finden in denen es nicht einfach nur wie ein Fetisch behandelt wird und bei dem es nur mit den Geschlechtsverkehr an sich geht. Und oft ist es dann so, dass Homophobie und generell Homosexualität total romantisiert wird, was stellenweise einfach nur abartig ist. Homophobie ist etwas schrecklich und leider auch in Japan anzutreffen. Und somit finde ich es immer wieder komisch, dass bei den Charakteren alles einwandfrei funktioniert und sie quasi der "Star" sind, weil sie eben homosexuell sind. Womit wir wieder bei dem Thema Fetisch wären, was da auch immer eine riesige Rolle spielt.
Mal schauen ob ich in 2021 noch ein paar Reihen finde, die mir Spaß machen. Momentan lese ich gerne Horrormanga bzw. Fantasy, aber ohne Splatter. 

13 Comics
8 Comicreihen/Einzelbände
18 Graphic Novel
15 Graphic Novel-Reihen/Einzelbände

Eigentlich wollte ich mich 2020 wieder mehr den Superheldencomics widmen, aber daraus wurde nichts. Hoffentlich ändert sich das bald mal wieder, denn es gibt noch viele Reihen die ich unbedingt lesen möchte. Und ich möchte in 2021 endlich einmal die Comics lesen, die gefühlt schon ewig auf meiner Wunschliste sind.

Und wie sah euer Lesejahr aus? 

Viele Grüße

Sonntag, 24. Januar 2021

#22 Manga - Ein tropischer Fisch sehnt sich nach Schnee Band 4-6

 




Titel(Deutsch)Ein tropischer Fisch sehnt sich nach Schnee
Titel(Englisch)A tropical fish yearns for snow
AutorNio Nakatani
VerlagAltraverse 
GenreShojo-Ai, Slice-of-Life
Bände7(on-going)
Meine Bewertung
4/5


Inhalt

Ausgerechnet in die Präfektur Ehime muss Konatsu ziehen, nach dem ihr Vater eine Stelle im Ausland angenommen hat und sie nicht mit nehmen kann. An ihrem ersten Tag in Nagahama besucht sie das geöffnete Aquarium der High School und trifft dort auf Koyuki. Diese wird von vielen an dieser Schule verehrt und gilt als unnahbar. Doch eigentlich ist sie nur schüchtern und gar nicht so unnahbar, wie viele denken. Kann sich eine Freundschaft zwischen Konatsu und Koyuki entwickeln? 


Review

#1.-3. Band

#4. Band 

In diesem Band geht es hauptsächlich um Koyuki und so lernt man viel über ihre Gefühle und was sie über all das denkt. Es ist auf jeden Fall schön zu sehen, wie sie nach und nach auftaut und sich langsam Konatsu nähert. Mal schauen ob das Tempo in den nachfolgenden Bänden weiterhin so langsam ist, denn so wirklich passiert ja nichts zwischen den beiden und das geht ja jetzt schon ein paar Monate so.
So ganz weiß ich noch nicht wo einen das alles hinführen wird und ob es dann als Abschluss extra viel Drama und Tränen gibt, nur weil es sich anbietet. Oder ob es dann eine neue Liebhaberin gibt? Immer wieder wird ja auf die Geschichte von dem Frosch und dem Salamander hingewiesen und ich hoffe einmal den beiden bleibt dieses Schicksal erspart. Denn in der Geschichte stirbt der Frosch ganz langsam im Nest des Salamanders und dieser hat was das betrifft keine Schuldgefühle.

Und dann nimmt Kaede immer mehr Platz ein und man weiß nicht, ob das etwas gutes oder schlechtes ist. Und ich hoffe es wird jetzt keine klassische Dreiecksbeziehung wie in anderen Geschichten geben, denn so etwas hasse ich einfach und es lässt keinen Platz für Überraschungen.


#5. Band: 

Jetzt geht es in großen Schritten auf den Schulabschluss von Koyuki zu und somit erfährt man was ihre Wünsche und Pläne sind. Es bleibt auf alle Fälle spannend und ich hoffe einfach einmal, dass die Liebe zwischen Koyuki und Konatsu weiterhin wie ein zartes Pflänzchen bleibt und das alles keine 180° Kehrtwendung machen wird. Es ist ja schon eine große Belastung, vor allem da die beiden ja sich ihrer Gefühle nicht zu 100 % sicher sind und bisher so gut wie nichts passiert ist. So erscheint es fast so als würde der Funken Liebe erlöschen bevor er die nächste Stufe auslösen kann, was wirklich schade wäre.

Auch dieses Mal nimmt Kaede viel Platz ein und das erzeugt ein wenig Spannung/Drama. Hoffentlich bewirkt das einen großen Schritt was die Handlung betrifft oder wenigstens Klarheit für Koyuki und Konatsu. Für Yuri passiert auf jeden Fall sehr wenig Girls-Love und vielleicht wird jetzt endlich der Punkt erreicht an dem es sich ändert? Man kann ja nicht ewig den Elefanten im Raum ignorieren und ich wünsche mir einfach, dass das alles eine gute Wendung nimmt und die beiden über all das reden bevor sich der gemeinsame Weg der drei trennt.

#3. Band: 

Einerseits nimmt die Handlung in diesem Band eine wirklich schöne Wendung und auf das was im vorigen Band passiert wird immer wieder Bezug genommen. Aber anderseits ist das alles total traurig, weil Koyuki und Konatsu sich nicht trauen über ihren Schatten zu springen und die Atmosphäre ist durchgehen angespannt und melancholisch. Man weiß halt worauf das alles hinauslaufen wird und deshalb ist es als Leser einfach nur ärgerlich, dass die beiden nicht offen über ihre Gefühle sprechen können. Was natürlich ihrem Charakter geschuldet ist und mich hätte es irgendwie gewundert, wenn sie plötzlich über solche Themen ausführlich sprechen würden. Wobei die Ferien doch zu Schuljahresende im Frühjahr 2 Wochen lang sind und man müsste doch meinen, dass die beiden sich wenigstens privat ein bisschen näher hätten kommen müssen?

Jetzt bleibt natürlich die große Frage, ob die Handlung weiterhin so schleppend voran gehen wird. Oder ob die beiden endlich mal über ihren Schatten springen werden um wenigstens auf freundschaftlicher Ebene einander näher zu kommen. Man müsste ja meinen, dass Kaedes Bemühungen irgendwann mal Früchte tragen sollten. Was mir an diesem Band besonders gefallen hatte waren die ganzen Seiten rund um die Gefühlswelt von Koyuki und Konatsu und eine Zeichnungen sind wirklich eindringlich. Und ich hoffe einfach einmal, dass der nächste Band wieder etwas fröhlicher sein wird. 

Freitag, 22. Januar 2021

#353 Bücherregal - Nicht alle waren Mörder

   


TitelNicht alle waren Mörder
AutorMichael Degen
VerlagUllstein Verlag(List Taschenbuch)
GenreSachbuch/Biografie
Seiten336 Seiten
Meine Bewertung
4/5

 Inhalt

Nachdem immer mehr Wohnungen von Juden 1943 durch die Gestapo in Berlin zwangsgeräumt und die Bewohner umgesiedelt wurden, beschloss Michaels Degen Mutter abzutauchen. Ihr Mann war Jude und wurde 1939 ins Konzentrationslager Sachenhausen deportiert, dort gefoltert und verstarb kurz nach seiner Entlassung aufgrund seiner Verletzungen. Obwohl sie selbst Jüdin war schaffte sie es immer wieder der Gestapo zu entkommen und fand zudem immer wieder Menschen, die bereit dazu waren ihr und ihrem Sohn Unterschlupf zu gewähren.


Review

TW: sexueller Missbrauch
Im September 1939 wurde der Vater des Autors in ein KZ deportiert und mit seinen 9 Jahren begreift er nicht, dass dies absolut nichts gutes bedeutet. Und nach und nach erfährt man wirklich viel über die nachfolgenden Monate, während sich die Lage immer weiter zuspitzte. Und seine kindliche Naivität schaffte es immer weniger ihn vor der grausamen Realität zu schützen.

Was hier die Biografie von vielen anderen über diese Zeit unterscheidet sind die unzähligen Details. So erfährt zum Beispiel wirklich viel über Berlin, welche weiten Strecken sie gehen mussten um zum Beispiel Kontrollen zu umgehen oder wie die Verstecke aussahen. Auch die unzähligen Bombenangriffe werden ausführlich beschrieben und wie es für den Autor war in einer Wohnung zu sitzen und nicht wie andere in einem Luftschutzkeller Schutz suchen zu können. Und wie es war nach diesen Angriffen durch die Straßen zu gehen, sei es der Geruch oder die Tatsache, dass sie erst nach der Entwarnung gesehen werden durften. Auf all das wird ausführlich eingegangen und bisher habe ich noch keine Biografie oder historischen Roman gelesen bei dem so viel Wert auf die Beschreibung von all dem gelegt wurde. Wobei ja genau das ja unter anderem zeigt wie traumatisierend solche Umstände sind. 

Ein anderer Augenmerk liegt wie der Titel des Buches schon vermuten lässt auf der Gegebenheit, dass dem Autor und seiner Mutter unzählige Male geholfen wurde. Und das obwohl ihre Helfer damit oft ihr eigenes Leben und das ihrer Familie aufs Spiel setzten. Darum geht es auch hauptsächlich in diesem Buch, dass eben nicht alle Mörder waren und der Widerstand gegen das Regime unzählige Facetten hatte. 

Der einzige Kritikpunkt an dem Buch ist der doch recht unbeholfene Schreibstil bzw. Erzählstil. Passend zum Genre Biografie wurde alles recht nüchtern erzählt, also hier wurde nicht versucht künstlich irgendeine Spannung zu erzeugen u.a. Das hat mich auch absolut nicht gestört, schließlich ist das für das Genre vollkommen normal. Jedoch fand ich die Dialoge teilweise etwas unbeholfen und stolperte dabei über einige Formulierungen. Ob die Worte die gewählt wurden jedoch passend zum Jahr bzw. der Gegend waren weiß ich nicht und möchte bzw. kann ich an dieser Stelle nicht beurteilen. Ich empfand lediglich die Art wie das alles drum herum erzählt wurde als unbeholfen, also die Nebensätze und was während der Dialoge geschah.


Fazit

Die Biografie kann ich wirklich jedem einfach nur ans Herz legen. Sie erzählt den Krieg aus der Perspektive eines Kindes, was viel zu schnell Erwachsen werden musste. Und für den Weihnachtsbäume die Bombenabwurfstellen markierten. Und wie es für ihn war ständig auf der Flucht zu sein und nicht zu wissen, ob man dem Gegenüber trauen kann.

Mittwoch, 20. Januar 2021

#001 Buch und Graphic Novel - Slaughterhouse-5

  




Billy Pilgrim überlebte den schweren Luftangriff von Dresden in 1945 als Kriegsgefangener, der wie andere amerikanische Soldaten im Schlachthaus-5 untergebracht war. Nach dem Krieg kehrt er in seine Heimat zurück und wird dort Optometrist. Nach einem schweren Unfall durchlebt er immer wieder Zeitreisen und ist irgendwann der festen Überzeugung von Aliens entführt wurden zu sein. 






TitelSlaughterhouse 5
AutorKurt Vonnegut Jr.
VerlagRandomhouse
GenreKlassiker/Science-Fiction/Historischer Roman
Seitenanzahl240
Meine Bewertung
3,5/5

Hierbei handelt es sich um ein Buch, was ich nach dem Lesen erst einmal für einige Zeit auf Seite legen musste um wirklich zu begreifen worum es eigentlich ging. Zuerst fand ich es total absurd und absolut daneben, dass die Erlebnisse eines Soldaten während der schlimmen Luftangriffe in Dresden durch die Verknüpfung mit Science-Fiction-ähnlichen Geschichten ins Lächerliche gezogen werden. An vielen Stellen berichtet der Autor selbst von seinen Erfahrungen als amerikanischer Soldat während dem II. Weltkrieg in Dresden.

Im Nachhinein bin ich wirklich froh darüber nicht die deutsche Übersetzung gelesen zu haben. Vor allem hier fällt auf wie viel Mühe sich der Autor gegeben hatte die richtigen Worte an der richtigen Stelle zu finden und so Kleinigkeiten gehen meist bei Übersetzungen verloren. Schließlich hat jede Sprache so ihre Feinheiten und manches wirkt dann einfach nur noch lächerlich, anstatt poetisch.
So wirklich klar ist mir immer noch nicht, was es mit bestimmten Andeutungen auf sich hat. Und vielleicht werde ich eines Tages mir den dazu gehörigen Lektüreschlüssel zu legen einfach um einiges besser verstehen zu können. Ich weiß nicht, ob das mit meinem Alter zusammen hängt oder einfach dem Erzählstil des Autors zusammen hängt. 

Wie bewertet man am Besten so ein Buch? Durch das verknüpfen mit Außerirdischen wird dem Erzählten die Grausamkeit genommen, aber darf man wirklich über so etwas lachen? Wenn ein Mensch schwer traumatisiert wurde während dem Krieg und sich dann in eine Gedankenwelt flüchtet um mit all dem Erlebten besser klar zu kommen? Und es ist ja kein aktives flüchten, sondern einfach ein Schutzmechanismus der Psyche und das wird hier immer wieder klar gestellt. Immer wieder kommt es deshalb zu Zeitsprüngen in die Vergangenheit oder Billy wird von Aliens entführt, aber im nächsten Moment erfährt man wieder was über das Amerika der 60er Jahre. Aus dem Grund muss man schon sehr aufmerksam lesen, damit man nicht durcheinander kommt. 

Hierbei handelt es sich um einen kurzweiligen Klassiker, dem ich 3,5 von 5 Sternen gebe. So wirklich eine Verbindung zu Billy konnte ich nicht aufbauen und mir fiel es wirklich schwer manche Szenen richtig zu deuten. Dabei wäre das unheimlich wichtig gewesen, um das alles besser verstehen zu können. Und mir fiel es zudem wirklich schwer den Humor zu begreifen bzw. zu verstehen. Oft reagiert Billy einfach nur sehr zynisch und ohne jegliche Emotionen, was jetzt nicht verwunderlich ist, aber an manchen Stellen hatte ich mir als Leser einfach irgendeine Art von Gefühl bei ihm erhofft.








TitelSlaughterhouse-5
AutorKurt Vonnegut Jr.
ZeichnerRyan North, Albert Monteyes
VerlagBoom! Studios - Archaia
GenreHistorical/Science-Fiction
Seitenanzahl436
Meine Bewertung
3,5/5



Nach dem Lesen der Graphic Novel habe ich endlich halbwegs verstanden um was es überhaupt geht. Vor allem die Zeitleiste und die Charakterauflistung empfand ich hierbei als hilfreich.

Zu Beginn empfand ich den Zeichenstil als unpassend, aber im Laufe der Handlung sagte er mir immer mehr zu. Vor allem die Farbauswahl ist phänomenal und unterstreicht einfach die Wirkung. Und die Charaktere haben alle unterschiedliche und einprägsame Gesichter, an denen man direkt die jeweiligen Emotionen ablesen kann. Diesbezüglich fand ich es auch gut, dass die Körper so authentisch wirkten und meistens passend zur Szene der Hintergrund gewählt wurde. Oft gibt es einfach keinen, woran man sich auch erst gewöhnen muss. Durch den Zeichenstil wird zudem deutlich warum die Novel auch Children's Crusade(Kinderkreuzzug) heißt. Als Billy in den Krieg zog war er noch sehr jung und dort traf er oft auf Menschen, die genauso jung wie er waren.

Die Adaption ist genauso chaotisch und absurd wie die Buchvorlage und eine wirklich schöne Ergänzung/Umsetzung. Eigentlich ist es nämlich so eine typische Vorlage, die kaum umsetzbar ist und deshalb war ich total darauf gespannt und wurde tatsächlich nicht enttäuscht. Sie zeigt genauso wie die Novel wie absurd und unnütz Krieg letztendlich ist und wie sehr es den betroffenen auf lange Sicht schadet. 




Ich würde auf jeden Fall empfehlen die Novel zu erst zu lesen und dann den Comic, da ansonsten zu viele relevante Informationen fehlen und man mitunter dadurch nicht alles versteht.