Sonntag, 21. April 2019

#196 Bücherregal - Retribution Ridge(Kurzrezension)


Titel(Englisch)Retribution Ridge
AutorAnna Willett
VerlagTHE BOOK FOLKS Australian horror thriller and suspense publishers
GenrePsychothriller
Seiten231 Seiten
Meine Bewertung
1,5/5

 Inhalt

Seit dem Tod ihrer Mutter haben die beiden Geschwister Milly und Judith kaum ein Wort gewechselt. Und nach all den Jahren der Stille lädt Judith Milly zu einer Wandertour in der Nähe von Perth in Australien ein. Auch Harper eine ehemaliger High School Freundin ist mit von der Partie. Alles scheint gut zu laufen, doch die Vergangenheit holt die drei ein. Und plötzlich wird der kleine Wandersausflug zu einem Alptraum.

Review

Es gibt viele überraschende Wendungen, die die Spannung aufrecht erhalten.

Um ehrlich zu sein hatte ich mitten drin den Faden verloren. Es wurde ohne große Hinweise zwischen den Handlungsorten gesprungen und da wusste ich irgendwann nicht mehr was gerade los ist, geschweige denn wer anwesend ist und wer wen jagt. Hier hätte man einfach die Sprünge deutlicher kennzeichnen müssen.
Es gibt auch einige logische Fehler und damit meine ich nicht nur die ungeahnten Kräfte der Protagonisten. Mit manchen Verletzungen kann man nun einmal nicht quer durch den Busch rennen, egal in welcher Situation man sich befindet. Und das war nur ein Fehler von vielen, die die Handlung ins absurde geführt haben.
Das Ende fand ich unpassend und viel zu konstruiert. Es schien ganz so als wolle man einfach nur zum Ende kommen. Und die letzten paar Kapitel hätte man ruhig weglassen können.
Von den ganzen Charakteren fand ich keinen so wirklich sympathisch und mir war es dann auch relativ egal was mit ihnen passiert.


Fazit

Das Buch ist definitiv nichts für jemanden mit schwachen Nerven. Es ist ein ziemlich brutaler Psychothriller und einige Szenen werden ziemlich bildlich beschrieben. Mir hat das Buch wegen der oben genannten Gründe nicht gefallen, wobei es jedoch auf mehreren Plattformen durchaus gute Bewertungen hat.

Freitag, 19. April 2019

#195 Bücherregal - Solarian


TitelSolarian. Tage des Aufbruchs
AutorThariot
Verlag
GenreScience Fiction
Seiten491 Seiten
Meine Bewertung
4/5

 Inhalt

Im Jahr 2232 leben noch 3 Milliarden Menschen auf dem Wüstenplanet Erde. Jeder möchte mit dem Arscheschiff auf einen bewohnbaren Planeten im benachbarten Sonnensystem fliehen, doch nicht jeder darf auf diese Schiffe.

Review

Das Buch ist durch gehend spannend und hat einen rasanten Handlungsverlauf, welche sich im Laufe der Zeit an Geschwindigkeit zu nimmt. Ein personeller Erzähler berichtet das alles aus der Sicht von mehreren Personen. Der Schreibstil liest sich angenehm flüssig.
Es gibt mehrere Handlungsstränge, die gegen Ende zusammen laufen. Diese erscheinen an sich logisch aufgebaut und ergeben eine schlüssige Handlung. Sie wirkt nicht so konstruiert.
Vor allem die Erfindung des Bodychangers finde ich toll.
Die Charaktere sind gut durchdacht. Die Protagonisten sind allesamt sympathisch. Der Antagonist Scott ist im Verhalten total widerlich, aber man möchte trotzdem mehr über ihn erfahren. Einige Nebencharaktere wie die Schwester bleiben blass, jedoch sind vor allem die Hauptcharaktere nicht nur stereotypisch.
Da nicht alles bis ins Detail beschrieben wird bleibt viel Platz für die eigene Vorstellung. Trotzdem würde ich gerne mehr vom Autor selbst erfahren. Die Beschreibungen sind bildhaft und man kann sich alles gut vorstellen.

Ich hätte gerne gewusst wie die Arche aufgebaut ist bzw. Funktioniert. Ich hätte auch gerne mehr über Grundversorgung wie woher kommt das Wasser usw. Erfahren. Es war nie ganz ersichtlich wie viele Menschen letztendlich noch auf der Erde leben. Sind dort tatsächlich noch mehrere Milliarden Menschen? Was ist mit den Menschen außerhalb der riesigen Städte?
Vor allem die g-Kräfte bzw. C(Geschwindigkeit?) Werden relativ oft in den Fokus gerückt.
Für die 491 passiert relativ viel und es gibt relativ viele Handlungsstränge.


Fazit

Die Idee von großen Archeschiffen taucht schon in anderen Science Fiction Romanen auf. Mich hat das Buch definitiv gut unterhalten und es macht einfach Lust auf mehr, vor allem da noch einige Fragen offen  bleiben obwohl es ein Ende gibt.
Das Szenario ist durchaus sehr realistisch, wenn man von einem Wüstenplanet in Zukunft ausgeht, wo aufgrund der Probleme mit der Ozonschicht kein Leben oberhalb mehr ohne Schutzkleidung usw. Mehr möglich ist.
 Ich habe richtig  Lust darauf den 2. Teil zu lesen. Hoffentlich werden die offenen Fragen in den Folgebänden beantwortet. Man möchte gerne in diese Welt eintauchen oder es wenigstens mal als Film sehen.

Mittwoch, 17. April 2019

#001 Manga - Wolf's Rain




TitelWolf's Rain
AutorStory: BONES, Keiko Nobumoto; Zeichnungen: Toshitsugu Iida
VerlagHeyne Manga
GenreDystopie/Fantasy
Seiten384 Seiten
Meine Bewertung
4/5

 Inhalt

In der postapokalyptischen Welt gelten Wölfe längst als ausgestorben. Die Menschen ahnen nicht, dass die Wölfe in Menschengestalt unter ihnen leben. Kiba ist einer von ihnen und er ist auf der Suche nach der Mondblume. Diese soll quasi der Schlüssel zum Paradies sein und um dorthin zu gelangen riskiert er sein Leben.

Review

Unter den Hauptprotagonisten sind wirklich viele verschiedene Charakterzüge vertreten und man fragt sich, wie Kiba und Tsume nur miteinander klar kommen sollen. Denn beide sind sehr meinungsstark und dominant.
Im ersten Band lernt man erst einmal die Welt, die Charaktere und näheres über die Handlung kennen. Das dauert eine Weile, aber dran bleiben lohnt sich. Denn im 2. Band geht es richtig zur Sache und ich finde es schade, dass es nur die beiden Bände gibt.
Der Handlungsverlauf ist rasant und es gibt kaum Längen. Wenn doch einmal nichts großes und actionsreiches passiert, dann ist dieses durchaus sehr unterhaltsam.
Das alles spielt in einer durchaus realistischen dystopischen Welt. Die ganze Zeit ist das Paradies quasi zum Greifen nahe und das hält die Spannung aufrecht.

Für mich kam das Ende zu plötzlich und war auch zu abrupt. Es bleiben viele Fragen offen und man weiß im Grunde gar nicht, wie das alles ausgeht für die Gruppe.

Cover
Das Cover hat mir von der Gestaltung nicht so gut gefallen und ich finde die Schriftfarbe ziemlich unpassend.

Zeichenstil
Der Zeichenstil ist dynamisch. Mich haben nur die kleinen Chibis zwischendurch gestört, denn diese haben definitiv nicht zum Rest gepasst. Da diese aber selten auftauchen, kann man sie gut ignorieren. Man merkt auch wie viel Zeit in die Zeichnungen eingeflossen ist, denn allein das Fell der Wölfe wirkt auf einigen Seiten sehr plastisch. Vor allem die Emotionen werden gut dargestellt.
Schlecht



Fazit

Ich hatte vor Jahren den Anime gesehen und war hellauf begeistert. Auch den Manga hatte ich schon einmal gelesen. Und jetzt nach dem erneuten Lesen bin ich immer noch begeistert von der Serie. Die Handlung unterscheidet sich und deshalb lohnt es sich auch beides zu lesen/gucken. Vor allem die Musik hat es mir angetan beim Anime. Beim Manga ist die Handlung um einiges einfacher aufgebaut, da es sich nur um 2 Bände handelt. Am meisten leidet die Charakterentwicklung darunter und einiges im 1. Band ist deshalb sehr verwirrend. Hier wären wahrscheinlich ein paar mehr Bände besser gewesen um die Handlung logisch zu erklären.

Sonntag, 14. April 2019

#194 Bücherregal - Ende gut, alles gut!(Kurzrezension)


TitelEnde gut, alles gut!
AutorThomas Herzberg
Verlag-
GenreKrimi/Hamburgkrimi
Seiten211 Seiten
Meine Bewertung
4/5

 Inhalt

Die Geheimdienste gelangen an Fotos, die eine Leiche in den Lüftungsschächten der Elbphilharmonie zeigt. Und diese Fotos tauchen ausgerechnet kurz vor der Eröffnung des neuen Wahrzeichen von Hamburg auf. Hier muss Manfred Wegner all seine Fähigkeiten unter Beweis stellen, denn eine erneute Verschiebung der Eröffnung kommt definitiv nicht in Frage.

Review

Was mir am Besten an der Buchreihe gefällt ist Wegner selbst. Bei ihm muss ich immer an so einen stereotypischen Norddeutschen denken, der unnahbar und ruppig ist. Trotzdem kämpft er auf seine manchmal doch sehr gewöhnungsbedürftige Art für Gerechtigkeit. Es ist echt interessant wie geradlinig er trotz all dem Gegenwind bleibt. Auch die Protagonisten haben durchaus ihren Reiz und vor allem hat jeder seine Eigenheiten.
Die Dialoge sind wirklich witzig und unterhaltsam. Vor allem wirken sie so natürlich, was ja leider nicht allen Autoren gelingt.
Der Schreibstil ist angenehm flüssig zu lesen und man kann sich alles gut vorstellen. Es bleibt bis zum Schluss spannend.
Es gibt auch eine durchaus recht interessante Nebenhandlung rund um das Privatleben der Hauptprotagonisten.

Was ich ein bisschen schade fand ist, dass Hamburg nur in Form der Elbphilharmonie auftauchte.


Fazit

Hier wurde ein sehr aktuelles Thema aufgegriffen und zwar ein möglicher Terroranschlag auf die Elbphilharmonie.
Man hat das Buch schnell durch gelesen, da es nur 211 Seiten hat. Es eignet sich also prima für zwischendurch. Mir war es etwas zu schnelllebig, aber da hat ja jeder andere Vorlieben.