Sonntag, 25. Oktober 2020

#17 Manga - Lust auf ein Date? Band 1-2

 




Titel(Deutsch)Lust auf ein Date?
Titel(Englisch)How do we relationship?
AutorTamifull
VerlagAltraverse
GenreShojo-Ai, Girls Love
Bände2(laufend)
Meine Bewertung
4/5


Inhalt

Bisher hatte die schüchterne Miwa noch keinen Erfolg bei der Suche nach einer Freundin, doch das soll sich nun an der Uni ändern. Denn ebenso erging es Saeko und so beschlossen die beiden eine Beziehung miteinander zu führen. Doch die beiden jungen Frauen haben total verschiedene Beziehungen und geraten gefühlt ständig wegen Kleinigkeiten aneinander. Werden sich die beiden trotzdem ineinander verlieben oder ist so eine Beziehung von vorne herein zum Scheitern verurteilt?


Review

#1. Band

Eine wirkliche Beziehung zwischen den beiden Hauptprotagonistinnen entsteht erst im Laufe der Handlung und es ist schön dem zuzusehen. Es ist halt mal kein Manga bei dem es direkt zur Sache geht und die Beziehung sich in Windeseile entwickelt. Vor allem Miwa zweifelt immer wieder an ihrer Sexualität und es ist wirklich gut, dass so etwas thematisiert wird ohne denjenigen direkt in eine Ecke zu stellen. Diesbezüglich wird auch ziemlich gut auf die Angst vor den Reaktionen anderer eingegangen, schließlich ist Homophobie leider immer noch weit verbreitet und viele denken man könne es mit dem richtigen Partner "kurieren". An manchen Stellen wird Asexualität diskutiert und ich finde es immer wieder schön, wenn das alles als vollkommen normal dargestellt wird(TW: Acephobie).
Ein weiterer Pluspunkt ist die Darstellungsweise der ganzen Beziehung. Es wird zu keinem Zeitpunkt wie ein typischer Fetischroman in diesem Genre dargestellt, was ich auch gut so finde. Die meisten Szenen in die Richtung sind zudem sehr vage gehalten. Die Charaktere sind im College/Universitätsalter und so werden diese auch dargestellt.

Es ist ein gelungener Mix aus Humor und Romantik und ich bin schon richtig gespannt auf Band 2. Der Zeichenstil ist finde ich passend zum Genre und ich finde es toll wie die Frauen dargestellt werden. 


#2. Band: 

Im 2. Band geht es spannend weiter und ich finde es schön, dass die Handlungsgeschwindigkeit nach wie vor eher langsam ist. Auch dieses Mal nimmt die Homophobie eine große Rolle ein und so erfährt man wie sehr das alles eine Beziehung und die Erwartungen bzw. Einstellung zu einer prägen kann. Leider ist das ja ein ganzer Themenkomplex, der in den meisten GL- oder BL-Manga gar nicht stattfindet und deshalb ist es umso schöner, wenn das alles realistisch aufgegriffen wird und man keine rosarote Scheinwelt präsentiert bekommt. Die meisten Probleme/Missverständnisse werden während der Handlung rasch geklärt und sind oft nur jene, die vollkommen normal in einer Beziehung sind und die man recht selten in Manga antrifft. 

Ein richtiger Pluspunkt dieser Reihe ist die Vielzahl an Charakteren, die alle irgendwie ihre Meinung abgeben und so die Handlung voranbringen. Natürlich geht es hauptsächlich um die beiden Hauptprotagonistin, aber diese interagieren nun einmal mit vielen anderen. Und da diese alle unterschiedlich gezeichnet wurden kann man sie prima auseinander halten.
Vor allem ein Charakter macht mir Angst, weil man gar nicht so genau weiß was für ein Problem er nun hat und wie sich das auf die weitere Handlung auswirken wird. 


Freitag, 23. Oktober 2020

#331 Bücherregal - Die Gesundheitslüge(Kurzrezension)

  


Quelle: Netgalley.de 




TitelDie Gesundheitslüge
AutorDr. med. Martin Marianowicz
VerlagGräfe und Unzer
GenreSachbuch
Seiten192 Seiten
Meine Bewertung
4/5

Ich bedanke mich hiermit recht herzlichst bei Netgalley.de für das Bereitstellen eines Rezensionsexemplares.

 Inhalt

Eigentlich sollte im Gesundheitssystem stets das Wohl des Patienten an erster Stelle stehen. Doch obwohl Deutschland eins der teuersten Systeme in Europa hat ist dieses nicht der Fall. Zu oft wird Patienten dazu geraten sich teuren Operationen zu unterziehen, obwohl diese nicht immer sinnvoll sind. Und manche Untersuchungen dienen nur dazu neu angeschaffte Geräte zu finanzieren. An vielen Fallgeschichten und Studien macht der Autor genau auf diese Probleme aufmerksam und bietet Lösungen an, damit wieder das Wohl des Patienten in den Vordergrund rückt.

Review

Schon seit vielen Jahren ist bekannt, dass in unserem Gesundheitssystem einiges schief läuft. Hier im Buch werden nicht nur die häufig durchgeführten Rückenoperationen, Gelenkersatz, sondern auch vieles anderes beleuchtet und ausführlich anhand von Schaubildern erklärt. Einiges wird zudem mit den Zahlen aus hauptsächlich anderen EU-Ländern verglichen. So erfährt man warum Patienten häufig zu Rückenoperationen geraten wird, obwohl es effektiver wäre die konservativen Behandlungsmöglichkeiten erst einmal auszuschöpfen. Und an einigen Beispielen wird auch gezeigt, warum manche Untersuchungen nur stattfinden um Geräte zu finanzieren. Schließlich sind Krankenhäuser Wirtschaftsunternehmen und müssen nachweisen, dass sie eine bestimmte Anzahl an Untersuchungen und Operationen im Jahr geleistet haben um sich zum Beispiel Fachzentrum nennen zu dürfen. Dabei wird völlig außer Acht gelassen, ob diese Patienten tatsächlich diese benötigten oder nicht. Passend dazu ist der Titel gewählt, denn oft heißt es das alles diene der Gesundheit obwohl das Gegenteil der Fall ist. Meist dient das alles nur dazu um ein krankes System am Laufen zu halten, was bei der kleinsten Erschütterung droht in sich zusammen zufallen. 

Vor dem Lesen war mir gar nicht so bewusst was für ein gigantischer Apparat unser Gesundheitssystem ist. Das mit dem Krankenkassen und den teils fragwürdigen Fusionen war mir durchaus bewusst, aber der immens große Apparat an Vereinigungen die das alles überwachen hatte ich mir kleiner vorgestellt. Es ist absolut erschreckend wie viele Gelder jährlich dort hinfließen und wenn man nur kleine Stellschrauben ändern würde, dann könnte man diese locker an anderen Stellen einsetzen. Und es würde wahrscheinlich vieles vereinfachen, was für viele Patienten nur noch über Sozialverbände durchsetzbar bzw. erreichbar ist(bestimmte Hilfsmittel, die nicht immer in Katalogen aufgeführt sind und bei denen sich Krankenkassen oft quer stellen).


Fazit

Wer sich schon vorher mit diesem Thema befasst hat wird in diesem Buch wenig neues entdecken. Jedoch findet man hier alle aktuellen Zahlen und es ist erschreckend wie sehr manche Kosten in den letzten Jahren gestiegen sind, obwohl das Problem ja schon länger bekannt ist. Und genau das wird durch Corona noch verstärkt, denn ein System welches nur sich selbst erhalten möchte um jeden Preis kann auf Dauer nicht funktionieren. Es sollte viel mehr Geld in die Aufklärung der Patienten gesteckt werden, damit diese lernen Entscheidungen für sich selbst treffen zu können. Und somit nicht mehr jenen Ärzten ausgeliefert sind, die nur auf maximale Gewinnerzielung aus sind. 

Mittwoch, 21. Oktober 2020

#16 Manga - Die Braut des Magiers Band 10-12

 




Titel(Deutsch)Die Braut des Magiers
Titel(Englisch)The Ancient Magus' Wife
AutorKore Yamazaki
VerlagTokyopop
GenreFantasy
Bändebisher 12
Meine Bewertung
3/5


Inhalt

Seit dem Selbstmord ihrer Mutter wird Chise immer wieder als Sklavin verkauft. Schon davor war ihr Leben geprägt von Vernachlässigung und Missbrauch. Eines Tages ersteigert der Magier Elias das 16-jährige Mädchen bei einer Auktion und entschließt sich dazu sie als Lehrling einzustellen und sie als Frau zu nehmen, denn scheinbar hat sie magische Fähigkeiten.


Review

#1.-3. Band

#10. Band 

In diesem Band beginnt sowohl für Chise als auch Elias ein komplett neuer Lebensabschnitt, denn beide gehen ans College. Wie zu erwarten gibt es diesbezüglich jede Menge neue Informationen und so lernt man eine Menge für Alchemisten und allgemeines über Magie. Es gibt jede Menge neue Charaktere zu entdecken, die man teilweise noch nicht richtig einordnen kann. Und so weiß man auch gar nicht wer nun für Chise im Laufe der Handlung zu einem großen Problem werden könnte. Was das betrifft bleibt es auf alle Fälle spannend. Mir waren es jedoch zu viele Informationen auf einmal, schließlich sind es um die 20 neue Personen und man weiß nicht was man sich alles von den merken muss. Und dann gibt es so viele neue Minihandlungsstränge, die eventuell später eine große Rolle spielen könnten.

Vor allem passiert das einzige wirklich spannende dieses Mal gegen Ende und das alles hat das Potential die Handlung nachhaltig in eine komplett andere Richtung abdriften zu lassen. 

Auch dieses Mal gibt es am Ende einen großen Cliffhanger, schließlich wird der Handlungsstrang mitten drin geteilt und man bekommt nur den 1. Teil der insgesamt drei Kapitel zu sehen. 
Dementsprechend groß war deshalb bei mir das Bedürfnis direkt zum Folgeband zu greifen. Nagabe weiß einfach wie man Spannung aufbaut und den Leser bei Laune hält und das wird hier wieder einmal unter Beweis gestellt. Lediglich bei der Umsetzung hapert es gewaltig und wenn ich ein Bild im Kopf habe für diesen Band, dann ist es ein Koffer kurz vom Platzen. Es sind einfach zu viele Informationen, zu viele Ereignisse und vor allem zu viele Charaktere.

#11. Band: 

In der ersten Hälfte des Bandes wird man quasi von den Informationen über die neuen Charaktere und Handlungsstränge erschlagen. Erst in Kapitel 53 wird sich auf einen einzigen Handlungsstrang konzentriert, der an sich wirklich spannend ist. Man lernt wieder viel über die Mythologie und wie diese Welt überhaupt aufgebaut ist. Es ist irgendwie schon kurios den Charakteren zu folgen und zeitgleich zu wissen, dass die ein ganz modernes Transportsystem nutzen könnten. Und trotz all der neuen Technik immer noch Alchemie betreiben.

Mir sagt dieser ganze College-Handlungsstrang jetzt nicht so zu, weil die Magie immer mehr in den Hintergrund gerät. Und man einfach nicht weiß wohin das alles noch führen wird, weil alles so chaotisch erscheint. Hoffentlich kommt da noch etwas mehr Fokus und somit Ordnung rein, denn so ergibt vieles einfach keinen Sinn und ganz so als hätte man nur einen Lückenfüller für die nächste größere Sache gesucht. Es kommen auch wieder Charaktere vor, die längst in Vergessenheit geraten waren und das hat mich dann nur noch mehr verwirrt.

Was die Beziehung zwischen Chise und Elias betrifft bleibt es auf alle Fälle spannend. Was die beiden betrifft gibt es hier im Band auch einige Neuigkeiten, jedoch weiß man noch nicht was die beiden jeweils mit den Informationen anstellen werden und wie es ihre Einstellung zu dem Thema Ehe/Zusammenleben/Beziehung verändern wird.


#12. Band: 

Direkt zu Beginn wird man als Leser mal wieder daran erinnert, dass die Handlung im heutigen Schottland stattfindet. Und da kommt es zu einer Szene, die ich wirklich absurd und zeitgleich auch herzerwärmend fand. Wobei mich die Auswahl des Gefährtes echt überrascht hat, schließlich passt zu dem Handlungsort dann doch eher ein anderes.

Hier in dem Band steht die Charakterentwicklung mal wieder im Vordergrund und so lernt man wenig über Magie/Alchemie. Zeitweise ist es einfach nur anstrengend den schier unendlosen Diskussionen zu folgen und mir fällt es nach wie vor sehr schwer all die Charaktere auseinander zu halten. Leider gibt es in dem Band auch keine Übersicht aller wichtigen Charaktere, was an diesem Punkt jedoch total hilfreich wäre. Es gibt einfach zu viele mit blonden, langen Haaren und es macht es nicht besser, dass auch die menschliche Form von Elias helle/blonde Haare hat. 

Ansonsten muss ich feststellen, dass ich der Serie nur noch 3 von 5 Sternen geben kann aufgrund all der Kritikpunkte. Mich interessiert der Handlungsstrang um das College einfach viel zu wenig und was das betrifft gibt es einfach schon zu viele Manga, die das tausend Mal besser erzählen. Trotzdem habe ich mich dazu entschlossen vorerst der Serie noch eine Chance zu geben und hoffentlich bessert sich das alles noch. Auf jeden Fall versprechen die letzten Kapitel in diesem Band eine Änderung und hoffentlich geschieht diese auch.

Sonntag, 18. Oktober 2020

#013 Graphic Novel - They called us enemy

 





TitelThey called us enemy
AutorStory: George Takei (co-writer), Justin Eisinger (co-writer), Steven Scott (co-writer), Zeichner: Harmony Becker 
VerlagCross Cult
GenreBiografie
FormatHardcover
Bände1(208 Seiten)
Meine Bewertung
4/5

 Inhalt

Während des II. Weltkrieges wurde George Takei zusammen mit seinen Eltern und seinen Geschwistern in ein Internierungslager gebracht. Nach dem Angriff auf Pearl Harbor galten alle Menschen mit japanischen Wurzeln in der westlichen USA als Feinde. Aus diesem Grund wurden all jene enteignet und in Lager gebracht, da sie als Verbündete des Kaisers von Japan galten. Und das selbst wenn sie noch nie einen Fuß auf japanischen Boden gesetzt hatten oder schon lange bei der amerikanischen Armee dienten.
Rezension


Bisher wusste ich im Grunde so gut wie gar nichts über die Internierungslager für japanisch stämmige Personen in den USA während und nach des zweiten Weltkrieges. Es ist schon erschreckend, was diese Lager für eine Ähnlichkeit mit jenen in der heutigen Zeit haben(Internierungslager für Migranten in den USA). Und vor allem wie wenig nach wie vor über all die Internierungslager während des Krieges in den USA bekannt ist. Dabei waren über 110.000 japanisch stämmige Menschen betroffen und all das hat eine lange Vorgeschichte, die aber nicht in der Graphic Novel erzählt wird. 

All das wird aus der Sicht des kleinen George Takei erzählt, der als Kind natürlich nicht begreifen konnte was da um ihn herum passierte und warum er mit seiner Familie in ein Lager ziehen musste. Und genau diese Herangehensweise fand ich gut und das hat das alles nur noch erschreckender gemacht. Denn als erwachsene Person weiß ich natürlich, dass die Welt rund um George Takei nun einmal anders aussah als er sie in seiner kindlich-naiven Sicht gesehen hatte. Nebenbei bekommt man immer wieder wichtige Informationen um all das besser einordnen zu können. Es ist nun einmal ein großer Unterschied zu den Lagern in Deutschland zu jener Zeit vorhanden.

Lediglich mit dem Zeichenstil hatte ich so meine Schwierigkeiten, da er so skizzenhaft, schlicht und modern ist. In jedem Panel wird nur das nötigste gezeigt und da er in schwarz/weiß und generell eher hell gehalten ist, steht er im starken Kontrast zu dem was gezeigt wird. Was ich jedoch wirklich gut daran finde ist, dass es relativ wenig Text gibt und somit das Gezeigte im Vordergrund steht. Und somit spricht es auch die jüngeren Leser an. 

Fazit

Alles in einem ist es eine sehr informative Graphic Novel, die hoffentlich von ganz vielen Menschen gelesen werden. Denn bisher gibt es wirklich wenig Literatur zu dem Thema, dabei wäre es unheimlich wichtig genau jenen Aspekt der amerikanischen Geschichte aufzuarbeiten um in Zukunft nicht mehr so zu handeln.