Sonntag, 24. Juni 2018

#110 Bücherregal - No Conscience(Kurzrezension)


Titel(Englisch)No Conscience
AutorPhil M. Williams
VerlagPhil W. Books
GenrePsychothriller
Seiten310 Seiten
Meine Bewertung
1,5/5

 Inhalt

Wes Shaw wusste schon immer, dass er anders als seine Geschwister ist. Und auch seine Mutter Mary machte dieses immer wieder deutlich. Die Wahrheit droht die Familie auseinander zu reißen und jeder von ihnen muss eine Entscheidung treffen, die alles verändern könnte.

Review

Es passiert sehr lange gefühlt einfach gar nichts. Ich empfand es sehr schwierig der Handlung zu folgen, da die Kapitel viel zu kurz und voller Dialoge sind. Zusätzlich gibt es ziemlich viel Hintergrundhandlung und es nicht ganz ersichtlich was davon alles relevant ist und was nicht.
Mich hat es vor allem gestört, dass es ein offenes Ende ist. Das heißt Probleme werden nicht gelöst und es scheint fast so als hätte der Autor einfach mittendrin aufgehört zu schreiben. Ich frage mich im Nachhinein immer noch was genau der Höhepunkt/Klimax der Geschichte war.
Direkt zu Beginn gibt es eine verstörende Szene(Erotik), die für mich aber ziemlich fehl am Platz erschien. Dort wird zum Beispiel das Thema Gewalt aufgegriffen, aber es kommt bis auf einmal nie mehr zur Sprache. Das finde ich sehr schade, dass kein Thema so richtig ausgebaut wird und auch das Thema Soziopathie wird nur oberflächlich behandelt.
Es wird des öfteren zwischen den einzelnen Charakteren hin und her gesprungen, weshalb man sich kaum auf einen speziell einlassen konnte. Wahrscheinlich hätte man die Kapitel mit etwas mehr als einfach nur Interaktionen zwischen Charakteren füllen sollen, da man so kaum etwas über die Charaktere selbst lernt. Allgemein betrachtet sind diese eher einfach gehalten und es fehlt an Tiefe.


Fazit

Warnung: Kraftausdrücke, mehrere Liebesakte u.ä.
Um ehrlich zu sein habe ich lange hin- und herüberlegt, ob ich das Buch zu Ende lesen soll oder nicht. Das eBook habe ich bei einer Aktion kostenlos erhalten, ansonsten hätte es mich wahrscheinlich noch mehr enttäuscht als ohnehin schon. So ist es einfach nur schade um die Zeit.
 Ich persönlich würde die Geschichte auch eher zu den erotischen Büchern stellen als zu den Psychothrillern. Es ist einfach nicht spannend genug und das Thema "Soziopathie" hätte man auch besser einbauen können.

Freitag, 22. Juni 2018

#109 Bücherregal - Du und ich gegen den Rest der Welt







Titel(Deutsch)Du und ich gegen den Rest der Welt
AutorJennifer Waschke
VerlagForever by Ullstein
GenreRoman/Jugendbuch
Seiten208 Seiten
Meine Bewertung
4/5


Ich bedanke mich hiermit recht herzlichst bei Netgalley.de für das Bereitstellen eines Rezensionsexemplares.


 Inhalt

Lina hat eigentlich nur eine wirklich Freundin und genau diese zieht mit ihrer Mutter mehrere 100 km weit weg. Für Lina ist das ein Weltuntergang, weil sie auch als einzige Person von den Alkoholproblemen von ihrem Vater weiß. In einem Club lernt sie Micky kennen und verliebt sich in diesen. Doch die Probleme von ihrem Vater stellt diese Liebe auf eine harte Probe und zu allem Überfluss wird auch noch das Jugendamt auf Lina aufmerksam.

Review

Die Handlung ist wirklich tiefgründig, emotional und einfach nur mitreißend. Das Buch wurde in einem angenehm flüssigen Schreibstil verfasst. Nach meinem Geschmack hätte es ruhig etwas länger bzw. dicker sein können um den Ganzen noch mehr Tiefe zu geben. Und durch den personellen Erzähler fehlt auch etwas die Emotionalität.

Vor allem der Alkoholismus vom Vater wird gut dargestellt und man merkt wie sehr das alles Lina belastet. Lina will einfach den Schein wahren, weshalb alles nach außen hin gut erscheinen muss. Wie erklärt man anderen den Alkoholismus vom Vater und das eigene Versagen dagegen anzugehen, obwohl es ja im Grunde gar nicht das eigene Versagen ist? Lina schämt sich unheimlich für ihren Vater und das wird immer wieder deutlich. Zwischen all diesen Problemen und Tiefen wird immer wieder klar, dass Lina eine sehr lebensbejahende Einstellung hat. Sie möchte eine Veränderung und vor allem möchte sie im Leben etwas erreichen.
Es findet eine nachvollziehbare Charakterentwicklung statt und bei Lina merkt man richtig wie sehr sie sich durch die Geschehnisse verändert und auch erwachsen wird. Sie lernt auch, dass sie keine Verantwortung für ihren Vater trägt und vor allem lernt sie, dass das alles nicht ihre Schuld ist.
Das Cover finde ich schön und auch passend zur Handlung.

Was ich mich nachdem Lesen gefragt habe ist, warum die Playlist erst am Ende auftaucht? Macht die nicht eher am Anfang Sinn?


Fazit

Das Buch besteht aus ungefähr 200 Seiten und am Ende befinden sich eine 30 seitige Leseprobe. Mir hat besonders die realistische Darstellung der Probleme gefallen und dass nichts geschönt wurde. Alkoholismus ist nun einmal eine Krankheit, die leider immer noch mehr oder weniger toleriert und auch totgeschwiegen wird. Sie zerstört nun einmal Familien und das wird sehr deutlich im Roman. Wenn der Betroffene keine Veränderung möchte kann man als Außenstehender kaum etwas bewirken.
Was ich auch positiv hervorheben möchte ist, dass die Liebesgeschichte eben nicht reibungslos verläuft und all diese Probleme eine Beziehung ganz schön auf die Probe stellt.

Mittwoch, 20. Juni 2018

#03 Booktalk - Jeder stirbt für sich allein von Hans Fallada

Hallo,


Vor kurzem habe ich den Klassiker "Jeder stirbt für sich allein" von Hans Fallada gelesen und aufgrund der Thematik habe ich dazu einen Booktalk verfasst.




Der Roman wurde 1946 verfasst und basiert auf den Gestapoakten zu dem Ehepaar Otto und Elise Hampel. Diese haben von 1940 bis 1942 in Form von Postkarten/Flugblättern zum Widerstand gegen den Nationalsozialismus aufgerufen. Beide wurde 1942 verhaftet und 1943 zum Tode verurteilt. Der Tod vom einzigen Sohn vom Ehepaar an der Front war Auslöser für den Widerstand.
Der Autor Hans Fallada hat diesen Roman innerhalb von 4 Wochen verfasst und er wurde 1947 veröffentlicht. Kurz darauf verstarb der Autor.
Im Anhang befinden sich Fotos, biographische Daten zum Autor, Hinweise zur Entstehung des Romans und einige Begriffe werden erklärt.

Die Handlung ist in 4 Teile gegliedert. Der 1. Teil dient als Einleitung und beschreibt die Gesellschaft der 40er Jahre. Wer ist das Ehepaar Quangel? Warum schreiben die beiden die Postkarten? Wie leben sie? Und die erste Postkarte wird abgelegt.
Im 2. Teil nimmt ein Kommissar die Ermittlungen auf, das heißt die Gestapo setzt alles daran den Verfasser der Postkarten ausfindig zu machen.
Im 3. Teil wird das Ehepaar geschnappt. Die Szenen sind ergreifend, traurig und vor allem zeigt es wie grausam der NS war. Und es wird deutlich wie einsam und hoffnungslos der Kampf gegen das Regime war. Auch der Titel wird hier erklärt, denn wenn man stirbt ist niemand mehr da, der einem beisteht.
Im letzten Teil geht es um das Warten auf die Hinrichtung. Das Ehepaar ist getrennt voneinander in einem Gefängnis und hat genügend Zeit um über all das was geschehen ist nachzudenken und zu reflektieren. Und sie realisieren was für Auswirkungen ihre Taten hatten. Der Teil zeigt noch einmal sehr deutlich wie leicht bzw. einfach es war als Mittäter abgestempelt zu werden, nur weil man etwas nicht gemeldet hat und dass das Regime so etwas nicht geduldet hatte.

Stellenweise liest sich der Text nicht flüssig, was entweder am Schreibstil selbst liegt oder an der kurzen Zeit, die der Autor zur Verfügung hatte. Man merkt halt einfach, dass es sich um das Originalmanuskript handelt. Die Geschichte wird eher sachlich und nüchtern erzählt und es herrscht durchgehend eine bedrückende, kalte und beängstigende Grundstimmung.

Die Geschehnisse wurden gut aufgearbeitet. Aber auch das Schicksal von anderen Personen bzw. Charakteren wird beleuchtet. Es gibt viele grundverschiedene Charaktere und diese zeigen ungefähr wie die Gesellschaft der 40er Jahre war. Es gibt verschiedene Handlungsstränge, welche alle miteinander verknüpft sind und diese werden durchgehend spannend erzählt.
Die Existenzängste der einzelnen Personen führen dazu, dass Moral nichts mehr wert ist und jeder sich selbst der nächste ist. Jedes Wort oder auch jeder Gedanke konnte einen zum Verhängnis werden.
Immer wieder merkt man, dass die Postkartenfinder Angst/Panik davor haben als Mittäter beschuldigt zu werden. Dafür könnten sie zum Tode bestraft werden und auch Familienmitglieder könnten dann ins Visier der Gestapo geraten. Es reichte allein schon aus etwas wie die Postkarte zu spät zu melden und schon war man verdächtig. Das NS-Regime hatte keine Gnade und hat versucht jeden Widerstand im Keim zu ersticken. Jeder hat quasi jeden bespitzelt, man wurde ohne Vorankündigung verhaftet, auf Essensentzug gesetzt und dann stundenlang befragt, bis die Person irgendetwas zugab. Und genau das spiegelt der Roman wieder: Es gab kein Entrinnen, sobald man in den Augen der Gestapo Täter war.


Dieser Roman ist auf alle Fälle lesenswert und ich empfehle ihn jedem der Interesse an dem Thema hat. Hauptsächlich geht es um den Widerstand der kleinen Leute und warum das alles nicht so wirklich geklappt hat.



Und wie ist eure Meinung zu dem Buch?


viele Grüße

Montag, 18. Juni 2018

Montagsfrage



Hallo :)

Es ist mal wieder Zeit für die Antwort auf die Montagsfrage. Ich werde gleich noch ein bisschen lesen und mal schauen, ob ich die Zeichnung nachher noch beende.

Welche/n Autor/in würdest du gerne mal treffen?


Am liebsten würde ich Stephen King einmal treffen und ihm ein paar Fragen stellen. Seine Bücher sind einfach klasse und ich finde seine Ideen einfach toll.
Ansonsten fände ich es auch ganz toll Karn Slaughter zu treffen, da ich ihre Bücher einfach liebe und schon seit über 10 Jahren ein großer Fan von ihr bin.
Und ich fände es auch interessant J.K.Rowling einmal zu treffen und mich für ihre tollen Bücher bedanken. Ich weiß sogar jetzt noch wann und wo ich die einzelnen Bücher gelesen habe. Einen Film habe ich an der Ostsee im Urlaub gucken dürfen. Und eins der Bücher hatte ich mit 14 in Brighton gekauft und während der Sprachreise gelesen.

Und welche sind es bei euch?


Ich wünsche euch einen schönen Start in die Woche mit hoffentlich angenehmen Wetter.

Bye Pea