Sonntag, 17. Februar 2019

#178 Bücherregal - Bone of contention(Kurzrezension)


Titel(Englisch)Bone of contention(The Gina Mazzio Series Book 4)
AutorBette Golden Lamb, J.J. Lamb
VerlagTwo Black Sheep
GenreThriller
Seiten324 Seiten
Meine Bewertung
3,5/5

 Inhalt

Nachdem Gina Mazzio als Krankenschwester in der Abteilung für Frauenheilkunde beginnt sterben dort plötzlich Frauen an einer Sepsis nach einer Abtreibung. Sie ist sicher, dass dieses kein Zufall ist und sie beginnt nach dem Grund für den Tod der Frauen zu suchen. Dieses bringt sie jedoch in tödliche Gefahr. Zusätzlich dazu ist auch noch ihr Ex-Mann aus dem Gefängnis entlassen wurden und der sehnt sich nach Rache an Gina. Wird sie es schaffen den Mörder der Frauen zu schnappen bevor ihr Ex sie erwischt?

Review

Triggerwarnung: PTBS, Abtreibung und häusliche Gewalt
Die Handlung schreitet schnell vorran und sie ist auch genau wie die einzelnen Charaktere gut durchdacht. Ich finde die Idee dahinter sehr interessant ist und auch durchaus realistisch und beängstigend.
Es gibt viele komplexe und verschiedene Charaktere. Man kennt von Anfang an die Bösen und wird von verschiedenen Erzählern wie den Ex-Mann, Gina und anderen durch die Story geleitet.
Leider sind mir während dem Lesen viele Tipp- und auch Grammatikfehler aufgefallen. Zudem gibt es einige Wiederholungen, was auch ziemlich störend ist.


Fazit

Dieses Buch ist der 4. Teil einer Reihe und die anderen habe habe ich nicht gelesen. Trotzdem kann man es auch ohne Vorwissen lesen. Es ist recht kurz und man hat es auch zügig durch gelesen. Durch die Themen ist es nichts für schwache Nerven.

Freitag, 15. Februar 2019

#177 Bücherregal - Der Fotograf


TitelDer Fotograf
AutorJohn Katzenbach
VerlagKnaur TB
GenrePsychothriller
Seiten688 Seiten
Meine Bewertung
3,5/5

 Inhalt

Jeffers entführt eine Studentin und diese soll seine bisherigen Morde als eine Art Buch niederschreiben. Bisher hatte er diese immer nur in Form von Fotos für sich selbst festgehalten, aber er möchte den nächsten großen Schritt wagen. Nachdem Jeffers die Nichte von Detective Mercedes ermordet, macht sie sich auf die Jagd nach ihm. Denn die Polizei hat scheinbar den falschen Mörder festgenommen und das will sie nicht auf sich beruhen lassen. Und sie nimmt sich fest vor den wahren Mörder auf eigene Faust zu schnappen.

Review


Es gibt nur wenige, aber dafür sehr kompexe und gut durchdachte und durchaus komplexe Charaktere.

Es dauert einige Zeit bis die Handlung wirklich beginnt und ich fand es ziemlich schwer bis zu diesem Punkt zu lesen. Es passiert leider gefühlt ewig viel zu wenig und das ist wirklich schade. Allgemein gesehen ist die Handlung an sich an sehr vielen Stellen langatmig und es fiel mir auch ziemlich schwer dann einfach weiterzulesen und darauf zu hoffen, dass sich das noch bessert. Trotz allem bleibt es spannend und ich wollte am Ende einfach nur, dass die Studentin gerettet wird.
Am meisten hat mich das Ende am Buch gestört. Es passt einfach vorne und hinten nicht und es ist einfach viel zu spektakulär.

Die Nichte von Detektiv Mercedes wird ermordet aufgefunden, doch sie hält jemand anderen als den festgenommen Mann für den Täter und macht sich auf die Suche nach dem wahren Täter.
Der 2. Handlungsstrang ist aus der Sicht vom Mörder, weshalb man auch schon sehr früh weiß wer der Täter ist. An sich ist das ein wirklich interessanter Erzählstil, da Jeffers all seine Morde einer gerade entführten Studentin gesteht. Es ist wirklich erschreckend wie kaltblütig er handelt und all das gibt dem Buch das gewisse etwas.



Fazit

Im Gegensatz zu anderen Psychothrillern gibt es hier keine blutigen, brutalen und entsetzliche Morde. Hier wird wirklich auf das psychische Element gesetzt und das Hauptaugenmerk ist immer die Jagd nach dem Täter. Auf vorige Morde wird auch nicht so wirklich eingegangen, was mich bei der Länge des Buches doch sehr irritiert hat. Für meinen Geschmack wurde gut mit der Psyche gespielt. Alles in allem hätte das Buch spannender und auch kürzer sein können.
Auch wenn das Buch mich jetzt nicht so vom Hocker gerissen hat, fand ich es trotzdem toll und einfach typisch Katzenbach allein vom Schreibstil her. Er hat durchaus schon bessere Bücher verfasst wie zum Beispiel "Der Patient" oder "Die Anstalt".
Hierbei handelt es sich um eine Neuauflage bzw. neue Übersetzung von dem Buch "Das Auge", welches eins seiner 1. Bücher ist und schon 1987 erschien.

Mittwoch, 13. Februar 2019

#19 Booktalk - Fahrenheit 451

Hallo,

Im Dezember hatte ich den Klassiker "Fahrenheit 451" von Ray Bradbury gelesen. Und heute möchte ich es euch gerne in einem Booktalk vorstellen, da er mich ziemlich nachdenklich gestimmt hat.






Guy Montag ist Feuerwehrmann und er lebt in einem Staat, in dem die Feuerwehr keine Feuer bekämpft sondern diese gezielt legt um Bücher zu verbrennen. Die Bevölkerung wird mit Videos und Drogen möglichst dumm gehalten, damit niemand gegen das System rebelliert. Den Feuerwehrmann kommen nach und nach immer mehr Zweifel auf und er beginnt das System zu hinterfragen und nimmt heimlich Bücher von seinen Einsätzen mit um diese zu Lesen. Immer wieder stellt er sich die Frage, was so schlimm an diesen sein soll? 

Die Handlung enthält wirklich viele Wendung und ist äußerst spannend, da einfach jeder Verlauf möglich ist. Mir fiel es äußerst schwer das Buch auf Seite zu legen und da es auch noch recht dünn ist, war es schnell durch gelesen. Es hat mich definitiv zum Nachdenken angeregt und mir mal wieder gezeigt, was ich alles nicht haben will im Leben.
Vor allem der Kontrast zwischen Clarisse und Guy hat mir gefallen. Da sieht man mal wieder, dass man Freigeister nie ganz auslöschen kann egal wie sehr man Menschen mit Telemedien manipuliert. Und das es oft nur einen kleinen Funken braucht um ein großes Feuer in jemand anderen zu entfachen. 
Am meisten überrascht hat mich das Ende, auch wenn es nur eine logische Konsequenz war. Hier möchte ich nichts vorweg nehmen, also lasst euch einfach überraschen.

An manchen Stellen war es dank der vielen Metaphern recht schwer der Handlung zu folgen. Und einiges hätte besser ausgearbeitet werden müssen, denn so ist manches einfach nur verwirrend.

So wirklich viel wird über die dystopische Welt nicht verraten und trotzdem erfährt man mehr als genug um sich alles gut vorstellen zu können. Die Menschen werden durch die Medien manipuliert und möglichst dumm gehalten, damit niemand das System in Frage gestellt. Bücher werden schonungslos verbrannt und die Menschen werden für den Besitz dieser bestraft. Nur der Besitz zensierter Bücher, Schundliteratur und anderes ist erlaubt und die Nachrichten werden auf das wesentliche beschränkt. Lediglich die Arbeit und der Kosum ist wichtig und Individualität ist nicht erwünscht. 
Die Telemedien sollen die Bevölkerung soweit ablenken, dass sie nicht feststellen wie drist das eigene Leben doch ist und man kein Alleinstellungsmerkmal hat. Jegliche Kommunikation untereinander ist verpönt, schließlich soll niemand erfahren welche Kriege im Namen der Bevölkerung geführt werden. Und um all das zu erreich geht das zwischenmenschliche und das was ein Überleben einer Gesellschaft ermöglicht vollkommen verloren.

Das Thema ist nach wie vor aktuell und ich hoffe einfach einmal, dass diese Dystopie nie zur Realität wird. Es fällt mir unheimlich schwer mir ein Leben ohne Bücher und ohne lesen vorzustellen und finde es einfach nur beängstigend, wie viel aus der Dystopie doch zutrifft. Viele lassen sich jetzt schon durch die Telemedien manipulieren und ziehen eine Spielekonsole bzw. eine Telenovela jeder Zeit den Kontakt zu anderen Menschen vor. Und auch die Gleichgültigkeit mit der die Gesellschaft in der Dystopie den Krieg zur Notiz nehmen ist ja heutzutage allgegenwärtig. 
Es gibt so viele einzelne Aspekte die man bei diesem Buch kontrovers diskutieren kann und ich finde genau das macht das Buch aus. Mich hat es jetzt allein von der Handlung nicht vom Hocker gehauen, jedoch find ich die Ideen und Theorien hinter dieser Dystopie äußerst spannend. Könnte es wirklich zu etwas kommen, da ein totalitärer Herrscher es so haben möchte? Es gab ja schon oft genug Bücherverbrennungen aus den unterschiedlichsten Beweggründen.
Ich hab das Buch auf Englisch gelesen, also kann ich nichts über die deutsche Version schreiben.

Viele Grüße

Sonntag, 10. Februar 2019

#176 Bücherregal - Der Weg zwischen den Sternen(Kurzrezension)


TitelDer Weg zwischen den Sternen
AutorMichelle Schrenk
VerlagCanim Verlag 
GenreRoman
Seiten373 Seiten
Meine Bewertung
3/5

 Inhalt

Tim war die erste große Liebe von Josy, doch ihre Mutter war stets gegen die Beziehung der beiden. Sie lernten sich im Sommer zufällig kennen. Nachdem die Sommerferien zu Ende waren und Tim wieder daheim in Berlin und Josy im Internat war bricht der Kontakt abrupt ab.
Jahre später treffen sich die beiden zufällig wieder. Josy kurz vor der Heirat und Tim, der als Reiseblogger ihren gemeinsamen Jugendtraum lebt. Ihre Welt gerät ins wanken und sie zweifelt plötzlich an ihrer Beziehung zu Marc. Will sie diesen Mann wirklich heiraten, obwohl sie nie aufgehört hat Tim zu lieben?


Review

Das Buch wurde in einem angenehm flüssigen Schreibstil verfasst. Dank der bildhaften Beschreibungen kann man sich alles gut vorstellen.
Die Charaktere sind liebevoll gestaltet und mit Ecken und Kanten versehen.
Oft möchte man Josy einfach wachrütteln und ihr zeigen auf was es im Leben wirklich ankommt.
Es gibt einige wirklich sehr traurige Momente, die einen nachdenklich stimmen und es gibt dadurch eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Die Handlung macht klar, dass man nur fest daran glauben muss und eigentlich nahezu alles möglich ist. Man sollte an Träumen festhalten und sich nicht verbiegen lassen um in das Weltbild einer anderen Person zu passen bzw. um diese glücklich zu machen.

Das Ende ist ziemlich früh vorhersehbar. Auch der Rest ist leicht vorhersehbar, weshalb sich das Buch eher als Urlaubslektüre eignet.
Und mir fiel es äußerst schwer Marc in irgendeiner Weise sympathisch zu finden. Josy war mir zudem viel zu meinungsschwach und hat sich oft nicht eine Erwachsene verhalten, vor allem da sie ja plante in naher Zukunft Mutter zu werden.
Es gibt einfach zu viele unrealistische und viel zu konstruierte Zufälle, weshalb ein natürlicher Handlungsverlauf komplett fehlt.
Insgesamt gesehen ist es einfach eine Schnulze mit typischen dramatischen Elementen, die man auch bei so etwas erwartet. Ich hatte mir bei den vielen guten Bewertungen eine bessere Handlung gewünscht, die auch nachvollziehbar und spannend ist.


Fazit

Insgesamt gesehen hat mich das Buch gut unterhalten und ich habe stellenweise richtig mitgefiebert und mitgelitten. Es ist ziemlich dünn und man hat es schnell durch gelesen, weshalb es prima für zwischendurch ist. Es ähnelt in einer Art einem modernen Märchen und regt zum Nachdenken an.
Eine zentrale Frage war auch, warum zweifelt Josy so an Tim? Wenn es die wirklich erste richtige Liebe war oder ist, dann würde sie doch mehr hinter ihm stehen? Und welcher Mann toleriert dieses permanente auf und ab in einer sich anbahnenden Beziehung? Das erschien mir eher wie eine Telenovela an manchen Stellen. Da war ich schon richtig froh darüber, dass ich das Buch nur ausgeliehen hatte. Für den Urlaub ist es okay, aber sonst eher nicht.