Sonntag, 16. Juni 2019

#212 Bücherregal - Dünenblut







Titel(Deutsch)Dünenblut
AutorSven Koch
VerlagKnaur TB
GenreKrimi/Lokalkrimi/Thriller
Seiten352 Seiten
Meine Bewertung
4/5


Ich bedanke mich hiermit recht herzlichst bei Netgalley.de für das Bereitstellen eines Rezensionsexemplares.


 Inhalt

Tjark Wolf verbrachte seinen Urlaub zusammen mit einer dänischen Kollegin namens Anne Madsen in seinem Ferienhaus in Dänemark. Und als er schweren Herzens wieder nach Deutschland fährt um seinen Dienst beim LKA Niedersachsen anzutreten wird er prompt verhaftet. Denn in seinem Ferienhaus wurde Blut von Anne gefunden, jedoch fehlt von ihr selbst jede Spur. Deshalb steht Tjark unter Mordverdacht, aber anstatt sich festnehmen zu lassen flieht er kurzerhand. Er beschließt sich auf die Suche nach Anne zu machen und nach demjenigen, der sie aus seinem Ferienhaus entführte. Und er hat den Verdacht, dass der Runen-Killer hinter der Sache steckt immerhin ermittelt Anne gegen ihn.

Review

Man erfährt nach und nach wieso Tjark Wolf als Hauptverdächtiger in einem Mordfall gesucht wird. Somit geht es im ersten Teil der Handlung hauptsächlich um all das was im Klappentext steht und danach geht es auch schon Schlag auf Schlag weiter.
Normalerweise hat ein Ermittler allerhand Möglichkeiten um einem Tatverdächtigen auf die Schliche zu kommen. Jedoch fallen nahezu all diese weg, wenn der Ermittler in einem fremden Land unterwegs ist und zudem auch noch der Hauptverdächtige ist.
Genau diese Jagd wird prima dargestellt und es ist spannend zu sehen wie Tjark sich daraus Vorteile zieht. Denn mit der Polizei auf den Fersen baut er darauf, dass der wahre Mörder nicht plötzlich Jagd auf ihn macht.
Durch die vielen bildhaften Beschreibungen kann man sich die Umgebung prima vorstellen. Und wie zu erwarten bei einem Küsten-Krimi(Nordsee) spielt diese eine große Rolle und auch der typische Ostfriese darf nicht fehlen. Und auch die dänische Küste wird immer wieder ausführlich beschrieben.
Immer wieder gibt es Kapitel aus der Sicht von verschiedenen Charakteren um den Leser auf eine falsche Fährte zu locken. Durch die relativ schnellen Sichtwechsel ist auch das Erzähltempo ziemlich hoch und man fliegt quasi nur so durch die Seiten. Es gibt zu dem auch noch kaum störende Nebenhandlung und die vielen Wendungen sorgen für ausreichend Spannung.

Lediglich das Ende hatte mir nicht gefallen, da es nicht so wirklich in den Storyverlauf passte. Es wirkte alles sehr konstruiert und nicht realistisch. So ein Ende passt besser zu einem reinen Actionthriller und nicht zu einem Kriminalthriller.


Fazit

Im Vordergrund steht dieses Mal Tjark Wolf und er ermittelt quasi den Fall im Alleingang. Er ist auf der Flucht dänischen Polizei und sein eigenes Ermittlerteam in Deutschland ist oder will ihm keine große Hilfe sein. Deshalb steht auch Tjark komplett im Vordergrund und nur an wenigen Stellen erfährt woran gerade sein Team arbeit oder was diese über sein Verhalten denken. Denn immerhin geht er ein großes Risiko ein und gefährdet damit auch den Fortbestand seines Teams und die Karrieren der einzelnen Mitglieder.
Was ich noch positiv hervorheben möchte ist, dass der Autor auf bildhaft beschriebene Gewaltszenen mehr oder weniger verzichtet. Die Morde an sich werden fast schon nüchtern beschrieben, aber mehr auch nicht.
Der Krimi eignet sich prima für zwischendurch und man hat ihn auch schnell durch gelesen, dadurch eignet er sich auch prima für den Urlaub.

Freitag, 14. Juni 2019

#211 Bücherregal - Der Präsident


TitelDer Präsident
AutorSam Bourne
VerlagBastei Lübbe
GenrePolitthriller
Seiten480 Seiten
Meine Bewertung
3/5

 Inhalt

Die USA wählt einen Demagogen als Präsidenten, hinter dem ein rücksichtsloser Chefstratege steht. Nach einem ziemlich erhitzter Wortwechsel mit dem Machthaber von Nordkorea will der Präsident aufgrund einer Übersprungshandlung den roten Knopf drücken um einen atomaren Präventivschlag zu verüben. Schnell wird klar, dass es nicht so weiter gehen kann, aber ist eine Ermordung des Präsidenten wirklich die Lösung? Maggie Costello arbeitet im Weißen Haus und stößt auf die Pläne für dieses Attentat. Sie kommt mit ihrem Gewissen in Konflikt und fragt sich, ob sie es wirklich verhindern soll.

Review

Das Buch beinhaltet sehr aktuelle Themen und greift viele Fragen auf, die man sich Ende 2017 bezüglich der Präsidentschaftswahl in den USA stellte. Man weiß selbst beim Lesen des Klappentextes auf wen hier Bezug genommen wird und es wird auch ein sehr realistisches Szenario aufgegriffen. Auch die anderen Charaktere spiegeln ehemalige bzw. aktuelle Politiker im Weißen Haus wider, was das alles sehr authentisch macht. Allein die Konstellation dieser Menschen gibt genug Stoff für viele verschiedene Handlungsstränge. Der Name des Präsidenten wird übrigens bis zum Schluss nicht genannt. Natürlich sind einige überzeichnet, was das alles aber leider nicht weniger authentisch macht.
Die Handlung wird aus der Sicht mehrerer Personen erzählt, was bei Zeiten etwas verwirrend ist. Jedoch hilft es einem auch dabei die Beweggründe derjenigen besser zu verstehen und man wird nicht vor vollendete Tatsachen gestellt. Die Handlungsstränge werden nach und zusammen geführt. Das Tempo ist zeitweise sehr hoch und die Geschehnisse überschlagen sich quasi. Mir fiel es wirklich schwer das Buch auf Seite zu legen und deshalb hatte ich es innerhalb weniger Tage durch gelesen. Der Schreibstil ist bildhaft und man kann sich alles sehr gut vorstellen.
Das Ende ist passend zur Handlung und durchaus realistisch. 

Der Handlungsstrang rund um den Präsidenten kommt viel zu kurz und hauptsächlich dreht es sich gefühlt um alles andere in Maggies leben. Hier wäre ein anderer Titel und auch ein anderer Klappentext sinnvoll gewesen. So wird einem einiges versprochen, was so nicht im Buch auftaucht.
Einige Charakterzüge an Maggie fand ich schrecklich und zeitweise klangen ihre Gedankengänge so, wie sich wahrscheinlich manch ein Mann die einer Frau vorstellt. Einfach nur schrecklich und es schien fast so als wäre sie zeitweise nur auf Matratzensport aus! So etwas muss bei solch einer Handlung einfach nicht sein.
Man merkt allein an den Dialogen, dass sich ziemlich wenig Zeit für das Buch als solches genommen wurde. Einiges macht einfach keinen Sinn und vieles hätte man weglassen können. Ansonsten hätte ch dem Buch liebend gerne 4 von 5 Sternen gegeben, aber qualitativ reicht es dafür einfach nicht aus. Scheinbar ist das Buch im Originalen besser, deshalb würde ich auch eher zur Englischen Version raten.


Fazit

Hierbei handelt es sich um den 3. Band einer Reihe, wobei man es auch ohne Vorwissen lesen kann. Das Buch stimmt einen nachdenklich und macht klar wie wichtig es ist zur Wahl zu gehen, auch wenn man letztendlich nur das kleinere Übel wählen kann. Es zeigt auch wie verheerend es sein kann, wenn ein einzelner Mensch in einer Demokratie zu viel Macht hat und zu Übersprungshandlungen neigt. Und die jetzigen Schutzmechanismen die einen Missbrauch der Macht verhindern mitunter nicht ausreichend sind.
Der Titel "to kill the president" von der Originalfassung passt auf alle Fälle besser zur Handlung als "Der Präsident" und der macht einem auch keine falsche Hoffnung auf einen ganz anderen Fokus bei der Handlung.

Mittwoch, 12. Juni 2019

Bookjournal

Guten Tag :)

Heute bringe ich wie versprochen einen Eintrag zu meinem Bookjournal mit. Dafür habe ich ein ganz einfaches und billiges Notizbuch verwendet und die einzelnen Seiten habe ich minimalistisch gestaltet.



Ganz am Anfang befindet sich eine Auflistung aller Blogeinträge. Also links ist die Kalenderwoche vermerkt und dann steht da M für Mittwochseintrag(B: Booktalk, L: Lesemonat, C: Comicrezension, M: Mangarezension) und dann zweimal ein R für die Rezensionen am Freitag und am Sonntag. Da ich einen Buchblog führe gehört das auch in mein Bookjournal.
Rechts sind die ganzen Buchreihen vermerkt, die ich alle nach und nach zu Ende lesen möchte. Wie man sieht beinhaltet diese Liste viele Krimis, denn die lese ich besonders gerne.




Hier ist eine einfache Liste aller Bücher, die ich bisher hin 2019 gelesen habe. Auf der nächsten Seite geht es weiter in dem Schema. Ich benutze einen Colourcode für die einzelnen Genres und die Zahlen zeigen nur an wie viele Bücher ich aus diesem Genre in 2019 schon gelesen habe. Mit dabei ist auch eine kleine Statistik über mein Leseverhalten.



Hier sind alle Rezensionsexemplare von 2019 aufgelistet. Da ist dann notiert, ob ich sie schon erhalten habe und wo die einzelnen Rezensionen schon veröffentlicht sind. Unter anderem notiere ich mir auch, wann ich die Rezension auf dem Blog online gestellt habe und ob ich den Link schon an den Verlag geschickt habe.



Dann habe ich eine Übersicht über alle Challenges, an denen ich dieses Jahr teilnehme. Als erstes habe ich eine Grafik über die Seitenzahlen der einzelnen Bücher, da ich dieses Jahr hauptsächlich Bücher mit mehr als 300 Seiten lesen möchte. Dann kommt die ABC-Challenge und ich wundere mich um ehrlich zu sein immer noch, dass mir bei 48 Büchern immer noch so viele Buchstaben fehlen.



Und dann nehme ich auch noch an der diesjährigen goodreads Challenge teil. Um ehrlich zu sein habe ich keine Ahnung welche Bücher ich dafür lesen möchte. Das geht noch den ganzen Sommer lang und ich hoffe, dass sich dafür geeignete Bücher in der Ausleihe oder im öffentlichen Bücherschrank befinden.




Jetzt folgen ein paar Statistiken zu den bisherigen Sternebewertungen, da ich einfach mal wissen will wie gut mir die gelesenen Bücher gefallen. Zudem hatte ich das letzte Jahr über das Gefühl, als würde ich zu viele 5 Sterne Bewertungen abgeben und das möchte ich damit kontrollieren.
Das Diagramm über mein Leseverhalten. Die graue Linie/Nummer ist die Gesamtseitenanzahl, die pinke die Anzahl der Bücher und die türkise ist die Seitenanzahl pro Buch.

Eigentlich gehören dort auch Rezensionen rein, aber da ich letztes Jahr 127 Bücher gelesen hatte und für jede Rezension min. eine Doppelseite brauche passt das einfach nicht in mein Bookjournal. Auch die vorgedruckten Bookjournals fallen da weg, da die wenigstens so viele freien Seiten anbieten.
Und Zitate sammle ich grundsätzlich in einem anderen Buch. Jetzt hat mein Bookjournal noch so viele leere Seiten, aber die werden sich auch nach und nach füllen.  Mir ist es vor allem wichtig all die Informationen an einem Platz zu haben und die möchte ich gerne auf den 1. Blick erfassen können. Ich war noch nie einer der groß etwas dekoriert und ich wüsste jetzt auch gar nicht wo ich groß noch Dekorationen hinpacken könnte. Meistens fallen mir nämlich mit der Zeit noch Informationen zum tracken ein und die packe ich dann meist unter die ganzen Grafiken. Ich find es auf jeden Fall immer wieder schön zu sehen wie aufwendig manche ihr Bookjournal gestalten. Das ist einfach Geschmackssache und mir liegt das minimalistische mehr.

Und wie sieht euer Bookjournal aus? Oder führt ihr gar keins?

LG

Sonntag, 9. Juni 2019

#210 Bücherregal - Juister Mohn









Titel(Deutsch)Juister Mohn
AutorElke Bergsma; Anna Johannsen
VerlagAmazon Publishing
GenreKrimi/Lokalkrimi
Seiten287 Seiten
Meine Bewertung
4/5


Ich bedanke mich hiermit recht herzlichst bei Netgalley.de für das Bereitstellen eines Rezensionsexemplares.


 Inhalt

Die Nichte vom Staatsanwalt wurde zusammen mit ihrem Freund tot in einer öffentlichen Toilette auf der nordfriesischen Insel Juist gefunden. Auf den ersten Blick sieht es so aus als hätten die beiden eine Überdosis genommen, trotzdem verlangt der Staatsanwalt nach einer Mordermittlung. Deshalb ist auch klar, dass der Komissar Büttner seinen Urlaub absagt und sich unverzüglich nach Juist macht. Als die Hauptkommissarin Lorenzen von dem Fall hört, erinnert er sie an einen ähnlichen Fall auf Sankt Peter-Ording. Aus dem Grund kontaktiert sie Büttner und reist auch nach Juist um diesen zu unterstützen. Ein Strauß Mohnblumen am Tatort könnte auf weitere geplante Morde hindeuten, weshalb sie sich mit der Aufklärung des Falles beeilen müssen.


Review

Wenn man die beiden Ermittler Büttner und Lorenzen vergleicht merkt man einfach wie unterschiedlich sie ermitteln und vorgehen. Für Lorenzen kann ein Fall nicht schnell genug abgeschlossen werden und für Büttner hat das alles Zeit. Aber auch sonst sind sie grundverschieden, was zu einem richtig spannenden Konfliktpotential führt. Ich wollte teilweise einfach nur noch wissen, wann der Geduldsfaden reißt und jeder sein eigenes Ding durchzieht. Denn vor allem Büttner würde liebend gerne auf die Hilfe von Lorenzen verzichten und viel lieber auf Andalusien seinen Urlaub genießen anstatt mit einer viel zu arbeitseifrigen Ermittlerin zusammen arbeiten zu müssen.
Jedes Kapitel wird abwechselnd aus der Sicht von Büttner und Lorenzen erzählt. Dadurch bekommt man einen relativ guten Überblick über den Fall und wie die beiden das alles einschätzen.
Bei dem Fall spielen die Assistenten keine große Rolle, das heißt sie ermitteln im Hintergrund. Das fand ich ziemlich schade, denn ich hätte gerne mehr über ihre Partner gelesen.

Das Privatleben der Ermittler spielt keiner große Rolle, was bei einem so kurzen Krimi jetzt auch gar nicht so sehr verwundert. Hier hätte man noch einiges rausholen können und ich hätte gerne mehr über die Protagonisten erfahren. Dafür steht halt die Ermittlung im Fokus was ja auch nicht schlecht ist.

Die Handlung an sich ist wirklich gut erzählt und man kann sich alles gut vorstellen. Auch die eigenwilligen Inselbewohner wurden gut dargestellt. Es entsteht an manchen Stellen eine Situationskomik, die das alles ein wenig auflockert.

Was ich wirklich interessant fand war, dass es doch relativ viele Tatverdächtige gab und viele Spuren nach und nach im Sand verliefen.


Fazit

Für mich ist der Krimi so eine klassische Strandlektüre oder eine, die man liest um abends mal runter zu kommen und abzuschalten. Es ist halt ein wirklich seichter Krimi, der weder mit bildhaft beschriebenen Tatorten oder Morden punktet und ich finde das macht diese Lokalkrimis auch aus. Von den Ost- bzw. Nordfriesenkrimis erwarte ich einfach schon so etwas und ich wurde definitiv nicht enttäuscht.

Alles in Allem ist man mit dem Buch recht schnell durch und somit ist es eher etwas für zwischendurch. Man merkt während dem Lesen, dass zwei Autoren am Werk waren. Dieses fällt aber keinesfalls negativ auf und ich könnte mir auch eine Fortsetzung von dem Buch vorstellen. Die beiden Ermittler bringen einfach eine Menge Potential mit sich und es wäre ja dann schon spannend zu wissen wie das alles abläuft, wenn die beiden eben nicht auf einer Insel festsitzen.
Es lässt sich auch ohne große Vorkenntnisse gut lesen, denn man erfährt auch im Buch ziemlich viel über die beiden Hauptprotagonisten.

Freitag, 7. Juni 2019

#209 Bücherregal - Mit allen Mitteln


Titel(Deutsch)Mit allen Mitteln(Jo Lasker Thriller)
AutorJens Bühler
VerlagEdition M
GenreThriller
Seiten364 Seiten
Meine Bewertung
5/5

Inhalt

Die Leiche einer jungen Frau werden an das Ufer des Mains in Frankfurt geschwemmt. Ihre Hände wurden abgetrennt und nach ersten Recherchen scheint es sich um eine Prostituierte zu handeln. Aus unerklärlichen Gründen übernimmt das BKA den Fall und deshalb soll Jo Lasker für seinen Vorgesetzten herausfinden warum das BKA versucht den Fall zu vertuschen. Dafür stellt er sich ein Team zusammen, welches absolut kein Problem damit hat diverse Gesetze zu brechen.

Review

Durch die vielen Wendungen bleibt die Handlung spannend. Es gibt wirklich eine Menge Handlungsstränge, die aber alle nach und nach zusammen miteinander verwoben werden und letztendlich zusammen geführt werden.
Der Handlungsverlauf ist rasant und für die Dicke des Buches passiert relativ viel. Wobei es mich eher an einen Krimi als an einen Thriller erinnert, da es sehr storylastig ist.
Wobei es im Gegensatz zu anderen Thrillern bestimmte Szenen alles andere als graphisch beschreibt und das ist mal eine angenehme Ausnahme. Ich denke Mal es sollte ohnehin jedem Lesen bewusst sein, dass bestimmte Verletzungen/Morde nun einmal sehr eklig sind.
Ansonsten hat es aber die typischen Thrillerelemente und hat auch keine wirklichen Längen. An sich ist die Grundstimmung durchgehend bedrohlich und düster.

Vor allem die Hauptprotagonisten sind gut ausgearbeitet und stecken voller Details. Man erfährt viel über ihre Hintergrundgeschichte und bekommt die Handlung immer mal wieder aus der Sicht eines anderes Hauptprotagonisten mit Hilfe eines personellen Erzählers geschildert. Man kann so auch mehr oder weniger ihr Handeln verstehen bzw. nachvollziehen. Vor allem ist es einmal ein Thriller in dem keiner der Protagonisten unfehlbar ist und übernatürliche Kräfte hat. Die Mischung innerhalb der Ermittlergruppe sorgt immer wieder für Spannung und man fürchtet quasi die ganze Zeit, dass das alles nicht gut ausgehen kann. Dafür verstoßen Jo Lasker, Saskia, Splatter und Tanner einfach zu oft gegen Gesetze und jeder für sich geht unkalkulierbare Risiken ein.

Am Anfang der Kapitel sind immer der jeweilige Ort und auch die Zeit angegeben, damit man den Überblick behält.
Der Schreibstil ist angenehm flüssig zu lesen und man kann sich alles gut vorstellen. Das alles spielt hauptsächlich in Frankfurt am Main und die Stadt an sich nimmt quasi allein wegen ihrer Drogenszene eine große Rolle in dem Buch ein.




Fazit

Es ist es ein wenig verstörend zu lesen, dass ein Komissar hier bewusst mehrere Gesetze überschreitet und dabei auch noch Kollegen dazu anstiftet bzw. sich dazu anstiften lässt. Man hört zwar davon immer mal wieder und einige Serien und Büchern handeln darüber, aber trotzdem macht es das ja nicht angenehmer zu lesen. Zudem ist der Autor ein Kriminalhauptkomissar, was das alles nur noch verstörender ist. Dafür merkt man aber auch, dass das Buch definitiv nicht von einem Laien verfasst wurde und der Autor genau weiß worüber er schreibt. Mich hatte schon das Buch "Geister" aus der Jo-Lasker-Reihe begeistert. "Mit allen Mitteln" spielt zeitlich vor Geister, ist ein Prequel davon und kann deshalb auch ohne Vorwissen gelesen werden. Und ich hoffe einfach einmal, dass die Reihe irgendwann fortgesetzt wird. Es sind einfach noch viele Fragen am Ende offen geblieben, auch wenn man erfährt wer der Mörder ist.

Rezension "Geister"

Mittwoch, 5. Juni 2019

Lesemonat Mai




Guten Morgen :)

Hier ist mein Lesemonat Mai und ein kleiner Rückblick.

Für meinen Blog habe ich insgesamt 7.075 Wörter geschrieben und für meine Fanfictions ganze 8.331 Wörter was ganze 499 Wörter pro Tag macht. Dieses Mal sind es nur ganz knapp unter 500 Wörter, aber das macht ja nichts.
Eigentlich wollte ich mich mehr um mein Projekt kümmern, aber daraus wurde leider nichts. Aber so ist das nun einmal bei kreativen Projekten: Entweder die Texte lassen sich leicht schreiben oder nicht. Trotzdem bin ich ein wenig stolz auf mich, denn ich korrigiere endlich wieder die alten Kapitel meiner Fanfictions. Und da merke ich immer wieder wie anders ich mittlerweile Kapitel aufbaue oder generell schreibe.


  1. Ende gut, alles gut! von Thomas Herzberg, 211 Seiten, 4/5 Sternen, Rezension
  2. Die Öko-Challenge von Komplett-Media, 176 Seiten, 4/5 Sternen, Booktalk
  3. Selfies vom Mond von André Nagerski, 123 Seiten, 4/5 Sternen, Rezension
  4. Der Tote im Strandkorb von Anna Johannsen, 284 Seiten, 2,5/5 Sternen, Rezension
  5. Wenn nicht jetzt, wann dann von Harald Lesch, 369 Seiten, 4/5 Sternen, Rezension
  6. To Kill a Mockingbird von Harper Lee, 324 Seiten, 4,5/5 Sternen, Booktalk
  7. Mörderinnen von Veikko Bartel, 240 Seiten, 5/5 Sternen, Rezension
  8. Nur eine Ewigkeit mit dir von Kristina Moninger, 300 Seiten, 3/5 Sternen
  9. Retribution Ridge von Anna Willett, 232 Seiten, 1,5/5 Sternen, Rezension
  10. Rabenschwarze Intelligenz von Josef H. Reichhoff, 256 Seiten, 5/5 Sternen, Rezension
  11. Watership Down von Richard Adams, 485 Seiten, 5/5 Sternen, Booktalk
  12. Unbarmherzig von Markus Kleinknecht, 424 Seiten, 4/5 Sternen, Rezension
  13. Brainspam von Torsten Sträter, 191 Seiten, 3/5 Sternen
  14. Wie ich vom Weg abkam um nicht auf der Strecke zu bleiben von Eduard Freundlinger, 276 Seiten, 3,5/5 Sternen
  15. Solange die Hoffnung uns gehört von Linda Winterberg, 471 Seiten, 5/5 Sternen, Booktalk
  16. One perfect lie - Der Schein trügt von Lisa Scottoline, 412 Seiten, 2/5 Sternen, Rezension
  17. Das Blut der Hirsche von Mons Kallentoft und Markus Lutteman, 397 Seiten, 4,5/5 Sternen Rezension
  18. Mörder von Veikko Bartel, 256 Seiten, 5/5 Sternen, Rezension
  19. In all den Jahren von Barbara Leciejewski, 449 Seiten, 4/5 Sternen
  20. Weil mein Herz dich ruft von Jennifer Waschke, 269 Seiten, 4,5/5 Sternen, Rezension
  21. Apocalypse Z von Manel Loureiro, 397 Seiten, 3/5 Sternen
  22. Du bringst mein Leben so schön durcheinander von Claire Christian, 320 Seiten, 5/5 Sternen, Rezension
  23. Papst Franziskus von Michael Hesemann, 321 Seiten, 4/5 Sternen
  24. Gier von Marc Elsberg, 448 Seiten, 4/5 Sternen, Rezension
  25. Mit allen Mitteln von Jens Bühler, 366 Seiten, 5/5 Sternen
  26. Universum für Neugierige von Harald Lesch, 258 Seiten, 4/5 Sternen
  27. Die Stille vor dem Tod von Cody McFadyen, 481 Seiten, 3/5 Sternen
  28. Der Präsident von Sam Bourne, 480 Seiten, 4/5 Sternen
  29. Savage moon von Cris Simms, 418 Seiten, 3/5 Sternen
  30. Wie Gräser im Wind von Ella Zeiss, 383 Seiten, 5/5 Sternen, Booktalk
  31. Freak the Mighty von Rodman Philbrick, 192 Seiten, 4,5/5Sternen
  32. Von Hoffnung getragen von Ella Zeiss, 416 Seiten, 5/5 Sternen, Rezension
  33. Unauthored letters von Tara C. Allred, 392 Seiten, 1,5/5 Sternen
  34. Who the fuck is dracula? von Sebastian Wotschke, 78 Seiten, 4/5 Sternen, Rezension
  35. Terms of use von Scott Allan Morrison, 384 Seiten, 3/5 Sternen
  36. Am Ende des Jahres von Anja May, 364 Seiten, 4/5 Sternen
  37. Die Angst schläft nie von Rachel Caine, 381 Seiten, 3/5 Sternen
  38. Suitcase Girl von Ty Hutchinson, 344 Seiten, 1/5 Sternen
  39. Die Einkaufsrevolution von Tanja Busse, 320 Seiten, 4/5 Sternen, Booktalk
  40. Hannah und ihre Brüder von Ronald H. Balson, 476 Seiten, 4/5 Sternen, Rezension
  41. Nachts schweigt das Meer von Kate Penrose, 464 Seiten, 4/5 Sternen, Rezension
  42. Dry von Neal und Jarrod Shustermann, 448 Seiten, 4/5 Sternen, Rezension
  43. Dünenblut von Sven Koch, 352 Seiten, 4/5 Sternen
  44. Dschungel von Friedemann Karig, 383 Seiten, 4/5 Sternen, Rezension
  45. Mein Leben basiert auf einer wahren Geschichte von Anne Freytag, 448 Seiten, 4/5 Sternen
  46. Juister Mohn von Elke Bergsman und Anna Johannsen, 287 Seiten, 4/5 Sternen

Insgesamt 15.747 von 26.250 Seiten und 46 von 75 Büchern, 347 Seiten/Buch

Januar: 11 Bücher, 3.000 Seiten, 273 Seiten/Buch
Februar: 9 Bücher, 3.145 Seiten, 350 Seiten/Buch
März: 8 Bücher, 3.071 Seiten, 384 Seiten/Buch
April: 9 Bücher, 3.008 Seiten, 335 Seiten/Buch
Mai: 9 Bücher, 3.523 Seiten, 392 Seiten/Buch

Genre
Dystopie: 2
Historischer Roman: 5
Humor: 2
Klassiker: 2
Krimi: 5
Mystery: 1
Psychothriller: 5
Roman: 7
Sachbuch: 7
Science-Fiction: 1
Thriller: 7
True Crime: 2

Neuzugang
Angsthauch von Julia Crouch
Die Straße des Siegers von Osmar White

Rezensionsexemplare
Hannah und ihre Brüder von Ronald H. Balson, 476 Seiten
Nachts schweigt das Meer von Kate Penrose, 464 Seiten
Dry von Neal und Jarrod Shustermann, 448 Seiten
Dünenblut von Sven Koch, 352 Seiten
Dschungel von Friedemann Karig, 383 Seiten
Mein Leben basiert auf einer wahren Geschichte von Anne Freytag, 448 Seiten
Juister Mohn von Elke Bergsman und Anna Johannsen, 287 Seiten
Noch einmal vielen Dank dafür ♥

Lese ich gerade:
Bookless von Marah Woolf
Das Paulusevangelium von Wolfgang Hohlbein
Shining von Stephen King

Auf meinem SuB befinden sich noch 5 Bücher und 4 ebooks. Im Bücherschrank hatte ich die beiden Neuzugänge gefunden, die ich vermutlich diesen Monat schon lese werde. Mein SuB reicht gerade so für den Monat Juni und ich bin echt gespannt darauf, ob ich mir letztendlich noch Bücher aus der Ausleihe suchen muss.

Meine persönliches Highlight war:
Dschungel von Friedemann Karig, 383 Seiten, 4/5 Sternen, Rezension

Jetzt habe ich so viele 4 von 5 Sterne Bewertungen diesen Monat vergeben und trotzdem picke ich ausgerechnet dieses Buch heraus. In der Rezension kann man lesen was mich so fasziniert an diesem Buch. Auch jetzt noch denke ich gerne daran und ich finde es gut, dass einmal gewisse Themen angesprochen werden. Das Cover finde ich übrigens nicht nur gewagt, sondern auch wirklich gut gewählt. Es ist kein Standardcover, dass schon 1.000 Mal existiert. Wenn ich mir teilweise die Buchlisten angucke weiß ich gar nicht, ob ein Buch nur einmal drin vor kam oder mehrfach wegen der doch sehr ähnlichen Cover. Natürlich kann man bei so vielen neuen Bücher im Jahr nicht groß etwas einzigartiges finden, aber es fällt schon sehr auf wenn gefühlt 5 Bücher fast haargenau das gleiche Cover haben.

Die große Enttäuschung war "Suitcase Girl" von Ty Hutchinson. Ich kann meine Enttäuschung einfach nicht in Worte fassen und jedes Wort fühlt sich wie ein Wort zu viel an. Es gibt einfach keine Spannung. Warum das Mädchen in dem Koffer war ist eigentlich vollkommen irrelevant. Warum die Ermittlerin das Mädchen einfach mit heim nehmen konnte ist vollkommen an den Haaren herbeigezogen. Es gab Schusswechsel, die ich nicht ganz verstanden hatte vom Ablauf. Es klang echt so als wäre das alles nur ein riesiger Prolog für eine nachfolgende Story. Da war ich echt froh darüber, dass ich das Buch kostenlos erhalten hatte. Das Buch hat absurd viele gute Bewertungen und da hat es sich jetzt im Endeffekt echt gelohnt einen Blick auf die 1 Sterne-Bewertungen zu werfen. Es ist der Auftakt einer Trilogie und ich denke mal deshalb war das Buch auch kostenlos.

Mittlerweile habe ich mich auch um einige SocialMedia-Kanäle gekümmert und das bedeutet auch im Klartext, dass ich mich dort abgemeldet habe.
Für Juni steht immer noch der Epilog zu "Spiel der Liebe"(Fanfiction) aus und mal schauen, wann ich den endlich fertig schreibe. Die Geschichte ist mir wirklich ans Herz gewachsen und bei über 115.000 Wörtern habe ich eigentlich schon alles erzählt was erzählt werden kann. Irgendwann gehen einem Jahr auch die überraschenden Wendungen aus und ich will keine FF habe, bei der nach jedem Strohhalm gegriffen wurde. Ich hab tatsächlich letztens eine FF gefunden, die ungefähr so lang ist wie meine und bei der gefühlt wirklich jede Menge teils absurd dramatische Momente auftauchten. Das klang dann wie eine Parodie, vor allem als dann noch zum Schluss der Hauptprotagonist bedroht wurde und es eine Entführung gab. Leider war es wohl eine ernst gemeinte FF.
Die FF hat mich übrigens ganze 12 Jahre begleitet und rückblickend weiß ich teilweise genau in welchen Situationen ich was verfasst habe.
"Versuche mich zu beruhigen, es wird nichts passieren. Versuche mir einzureden, es sei alles okay. Versuche mir klar zu machen, hier bin ich sicher. Doch tief im innersten weiß ich, es nichts okay, ich bin nirgends sicher, die Welt ist nicht mehr Lot." Spiel der Liebe

Momentan bin ich am überlegen, ob ich einmal einen generellen Beitrag zur Glorifizierung chronischer Erkrankungen in der Literatur verfassen sollte. Es gibt ja doch einige Bücher, die mich wirklich wütend machen und bei denen ich mich schlicht und ergreifend frage warum Menschen die gut finden. Und das fällt mir oft bei Büchern auf, die von nicht Betroffenen geschrieben wurden und diese Autoren haben wahrscheinlich auch kaum mit Betroffenen geredet. Solche Beiträge gibt es ja schon den öfteren zu den LGBTQA-Büchern. Leider haben manche allein wegen solchen Büchern ein vollkommen falsches Bild von chronischen Erkrankungen. Natürlich kann ich selbst als Betroffener nicht für alle sprechen, aber in manchen Büchern hat man das Gefühl als wäre es in irgendeiner sehr abstrusen weise schön eine chronische Erkrankung zu haben. Ich lese das auch teilweise in Fanfiction und meist ist es so, dass der Hauptprotagonist plötzlich wieder gesund ist sobald die Liebe des Lebens auftaucht. Oder es wird sich so auf gewisse Redensarten versteift, dass ich das Buch am liebsten in die nächste Ecke werfen möchte und dem Autor mal meine Meinung sagen möchte. Oder wenn dann noch der psychische Aspekt beachtet wird und alles so dargestellt wird, als bräuchte man nur ein paar Tabletten und ein paar Gespräche um die Krankheit anzunehmen. Klar kommt es da vollkommen auf die chronische Erkrankung und die Ausprägung davon an, aber manches ist einfach vollkommen an der Realität vorbei. Und nicht jeder Autor berichtet dann auch von all den Schattenseiten wie die Einsamkeit, die Wut an manchen Tagen oder wie andere mit einem umgehen.

Ansonsten möchte ich im Juni gerne etwas mehr zeichnen und endlich mit den Videos anfangen. Und ich wollte ja auch endlich eine ganz neue Fanfiction anfangen. Mal schauen welche Idee ich als nächstes umsetze. Die Comicstrips müssen auch noch gezeichnet werden und ich freue mich richtig darauf wieder öfters so etwas zu zeichnen. Immer nur realistische Bilder zeichnen ist dann doch etwas langweilig auf Dauer.

Liebe Grüße

Sonntag, 2. Juni 2019

#208 Bücherregal - Mein Leben basiert auf einer wahren Geschichte






TitelMein Leben basiert auf einer wahren Geschichte
AutorAnne Freytag
VerlagHeyne fliegt
GenreRoman
Seiten416 Seiten
Meine Bewertung
4/5

 Ich bedanke mich hiermit recht herzlichst bei dem Bloggerportal vom Randomhouse für das Bereitstellen eines Rezensonsexemplares.

Inhalt

Auf einer Backpackerreise in Australien begegnen sich Rosa und Frank in einem Hostel. Eigentlich haben sie bis auf die Tatsache, dass sie beide alleine reisen nichts gemeinsam. Nach etlichen Gesprächen fassen sie den Entschluss einen Camper zu kaufen und zusammen Australien zu erkunden. Alles scheint perfekt bis ganz unerwartet Franks bester Freund David sich doch noch dazu entschließt nach Australien zu reisen. Sie setzen die Reise zu Dritt fort und nicht nur einmal kommt es zum Konflikt. Doch trotz allem entwickelt sich etwas ganz Besonderes zwischen ihnen.


Review

Um ehrlich zu sein fällt es mir wirklich schwer meine Gedanken zu dem Buch in Worte zu fassen. Ich habe es jetzt vor ein paar Tagen fertig gelesen und immer noch sind viele Fragezeichen dazu in meinem Kopf.

Die Spannung baut sich langsam auf und bis David auftaucht erscheint alles wie eine klassische Liebesgeschichte. Die zwei Hauptprotagonisten sehen sich, verlieben sich nach und nach ineinander. Doch dann taucht David auf und um die Sache nicht unnötig kompliziert zu machen möchte Rosa mit den beiden nur befreundet sein. Auch das klingt alles nach einer möglichen Dreiecksbeziehung in der Zukunft oder wie bei einem Buch über Freundschaft, aber genau das würde als Zusammenfassung der Handlung einfach nicht gerecht werden.
So werden wirklich ernste Themen wie Drogenkonsum, Erwachsen werden und zu sich selbst finden und vieles mehr aufgegriffen.

Dazu wird die Handlung abwechselnd aus der Sicht von David, Frank und Rosa in Form von kurzen Kapiteln erzählt. Hier unterscheidet sich jeweils der Schreibstil deutlich, was mir wirklich gut gefallen hatte. Man erfährt dadurch wirklich viel über die Gedanken und Gefühle und auch über die Vergangenheit.

Die drei Hauptprotagonisten sind grundverschieden und haben unterschiedliche Werte- und Lebensvorstellungen. Genau das bringt unglaublich viel Konfliktpotential mit sich und das gibt der Handlung das gewisse etwas. Sie hatten es bisher nicht leicht in ihrem Leben und man erfährt nach und nach mehr darüber.

Die Handlung ist zum größten Teil eher ruhig  und beinhaltet einige Längen. Es gibt trotzdem einige wenige Schlüsselmomente, die teils große Auswirkungen haben. Hier hat mir jedoch einfach die unvorhersehbare Wendung gefehlt. Es passiert halt genau das was im Klappentext erwähnt wurde und das fand ich dann doch etwas langweilig.

Was mich ein wenig gestört hatte war der Alkoholkonsum und die Führerscheinsache. Hier hätte ich mir einfach ein realistischeres Szenario gewünscht, denn in Australien sind die was das erste betrifft um einiges strikter als in Deutschland. Frank ist erst 17 und deshalb fand ich es auch befremdlich, dass er streckenweise den Camper fuhr und Alkohol trank. Zudem fand ich auch die Szene mit dem Geschlechtsverkehr befremdlich. Mir ist zwar durchaus bewusst das Menschen in dem Alter welchen haben, aber trotzdem empfand ich es für einen Jugendroman unpassend. Ich weiß noch nicht einmal was mich da explizit gestört hatte, aber nach dem Lesen hatte ich ein unglaublich schlechtes Gefühl.



Fazit

Zusammenfassend lässt sich über das Buch sagen, dass es um das Erwachsen werden an sich und das zu sich selbst finden geht. Denn genau das steht im Vordergrund und nicht was die Figuren erleben.
Das Buch eignet sich prima für zwischendurch und lässt sich leicht lesen.Es hat mich zum Nachdenken angeregt und selbst jetzt denke ich noch darüber nach.
Besonders gut gefallen haben mir auch die kleinen Illustrationen.

Freitag, 31. Mai 2019

#207 Bücherregal - Dschungel







TitelDschungel
AutorFriedemann Karig
VerlagUllstein Buchverlage
GenreBelletristik/Literatur
Seiten384 Seiten
Meine Bewertung
4/5


Ich bedanke mich hiermit recht herzlichst bei Netgalley.de für das Bereitstellen eines Rezensionsexemplares.


 Inhalt

Seit 4 Wochen meldet sich Felix einfach nicht mehr und der Erzähler wird von Felix seiner Mutter dazu überredet ihn suchen zu gehen. Denn dieser hatte sich bisher auf seiner Asienreise regelmäßig gemeldet und es gibt eigentlich keinen Grund für ihn um sich nicht mehr zu melden. Der Erzähler reist ohne einen wirklichen Plan zu haben hinterher, denn die beiden verbindet nicht nur ihre Freundschaft sondern auch ein ziemlich belastendes Geheimnis. Kann der Erzähler Felix in Kambodscha finden?


Review

Das alles wird in einem detaillierten und bildhaften Erzählstil wiedergegeben, so dass man immer ein klares Bild vor Augen hat. Es lässt sich flüssig lesen. Viele Hinweise befinden sich zwischen den Zeilen und werden nicht so wie bei manch anderem Roman auf dem Präsentierteller.

Über das Leben von Felix und vom Hauptprotagonisten erfährt man so einiges anhand der vielen Rückblenden. So bekommt man auch ein ziemlich gutes Bild von den beiden und kann sie besser verstehen. Hier sind zwar einige Längen durch unwichtig erscheinende Ereignisse vorhanden, aber oft sind es ja die kleinen Dinge in einer Freundschaft die zählen. Sowohl der Ich-Erzähler als auch Felix sind mit vielen Details und Eigenheiten ausgestattet und scheinen authentisch.

Vor allem der Erzähler macht eine unglaubliche Charakterentwicklung durch und stellt vieles immer wieder infrage. Auch die Themen Backpacker und Aussteiger werden kritisch hinterfragt, denn diesen begegnet der Erzähler des öfteren während seiner Suche. Auch die Freundschaft zu Felix wieder in gewisser Weise hinterfragt. Selbst am Schluss habe ich mich gefragt, warum er an dieser nach außen hin recht toxischen erscheinen Freundschaft festhält. Der Erzähler scheint doch recht abhängig von Felix zu sein und lässt sich scheinbar immer wieder manipulieren und in bestimmte Richtungen lenken.

Die meiste Zeit habe ich richtig gehend mitgefiebert, denn auch ich wollte irgendwann nur noch Felix finden und wissen was mit ihm passiert ist. Die Spannung nimmt zum Ende immer mehr zu und es schien immer so, als wäre Felix zum Greifen nahe. Am Schluss wird dann ein riesiges Geheimnis gelüftet und man erfährt warum der Erzähler so versessen darauf Felix zu finden und warum er dafür seine Beziehung und seinen Job aufs Spiel setzt. Immerhin würde man ja nicht für jeden Freund so leichtfertig alles riskieren.

Bei manchen Dialogen merkt man sehr deutlich, dass es sich hierbei um einen Debütroman handelt. Manche Aussagen passen einfach nicht und es klingt dann immer so, als hätte der Betreffende Stunden lang Zeit gehabt um sich diese zu überlegen.

Zudem hätte ich mir klarere Abgrenzungen zwischen den Rückblenden und der Haupthandlung gewünscht zum Beispiel durch Sonderzeichen oder anderes. So fiel es mir zeitweise schwer das alles direkt zuzuordnen. Auch die imaginären Gespräche gegen Ende fand ich schwer in den Gesamtkontext einzuordnen.



Fazit

Beim Lesen hatte ich oft gar nicht gemerkt wie die Zeit verflog und so hatte ich das Buch auch in relativ kurzer Zeit durch gelesen. Es werden einige Themen wie Missbrauch und der Völkermord in Kambodscha angeschnitten. Aber ansonsten ist es eigentlich ein recht klassischer Roman übers reisen, Abenteuer und die Selbstfindung.

An sich ist es eher eine anspruchsvollere Lektüre und nichts, was man mal so nebenbei lesen kann. Sie regt zum Nachdenken an und der Autor schafft es immer interessante Fragen aufzuwerfen ohne einem direkt eine vorgefertigte Meinung als Antwort aufdrücken zu wollen.
Mich hat der Roman definitiv gut unterhalten und noch lange nachdem ich ihn gelesen hatte beschäftigt.

Mittwoch, 29. Mai 2019

#002 Comic - Paper Girls Vol. 1-5






TitelPaper Girls Vol. 1-5
AutorStory: Brian K. Vaughn, Zeichner: Cliff Chiang
VerlagCross Cult
GenreScience-Fiction/Action Adventure
FormatSoftcover
Meine Bewertung
4,5/5

 Inhalt

Zu 4. tragen die Mädchen in der Halloweennacht wie sonst auch in einem amerikanischen Vorort 1988 die Zeitungen aus. Als ihnen das Walkie-Talkie von jemanden geklaut wird versuchen sie ihr es natürlich zurück zu bekommen, schließlich sind sie selbstbewusst und lassen sich nicht so leicht unterkriegen. Auf der Suche nach dem Walkie-Talkie erleben sie die merkwürdigsten Dinge und schnell wird ihnen klar, dass etwas unvorstellbares gerade passiert.

Rezensionen


Zeichenstil
Die Zeichnungen haben mir nicht wirklich zugesagt. Am meisten haben mich die Nasen und das eher skizzenhafte gestört. Er ist auch wie einige andere Comics aus den 80ern eher schlicht. Wobei der Panelaufbau wirklich gut ist und auch die Farben passen zur Handlung. Man erkennt alles was wichtig ist und das ist ja im Grunde die Hauptsache. Und wenn man sich daran gewöhnt hat ist der Zeichenstil auch gar nicht mehr so ungewohnt bzw. merkwürdig.
Cover
Die Cover der Sammelbände erregen auf jeden Fall allein wegen der Farbwahl die Aufmerksamkeit. Sie sind schön gestaltet, aber verraten eigentlich nur das Aussehen der Hauptprotagonisten.
Idee
Das alles spielt in den späten 80er Jahren in einer amerikanischen Kleinstadt. Allein die Idee Dinosaurier mit Raumschiffen/Science-Fiction zu kombinieren ist äußerst interessant und wirft viele Fragen auf. Und ich finde die Idee total interessant, dass es um Zeitungsausträgerinnen geht und die bis auf den Job total unterschiedlich sind vom Charakter, Aussehen und der Lebensgeschichte.


Vol 1(#1-#5):

Der Handlungsverlauf ist wirklich langsam und man hat eine Menge Zeit sich zusammen mit den Protagonisten rein zu finden. Trotz der Beschreibung weiß man ja nur, dass die Mädchen mit einer Alieninvasion konfrontiert werden und selbst nach den ersten 5 Heften(bzw. Volume 1) weiß man nicht was letztendlich auf einen zu kommt. Zudem endet das alles mit einem Cliffhanger.
Allein die Absurdität und die Schrägheit haben mich dazu gebracht weiter zu lesen. Man möchte einfach wissen warum das alles passiert und ständig kommen neue Fragen auf, ehe eine der vorigen beantwortet wurde. Wo sind all die Erwachsenen? Was machen die Flugsaurier auf der Erde? Warum taucht gefühlt überall das Symbol von Apple auf? Oder geht es die ganze Zeit um ein Zeitreisen? Erleben die Mädchen das wirklich oder passiert das alles nur in ihren Köpfen?
Einige Szenen sind wirklich witzig und oft ist die Zeit einfach nur so geflogen, weil die Handlung mich richtig mitgerissen hatte.
Jetzt nach dem Lesen ist mir auch klar warum "Paper Girls" ganze zwei Eisner Awards gewonnen hat. Es ist wirklich mal etwas anderes und es ist eine Serie, die ich auch gut umgesetzt wurde.
Das einzige was ich merkwürdig fand war das Alter der genannten Personen. Vor allem die Hauptprotagonisten also die "Paper Girls" schienen eher 15 Jahre alt zu sein und nicht 12. Auch die Art wie sie reden deutet eher auf etwas ältere Teenager hin.


Vol 2(#6-#10):

Im 2. Teil geht es genauso absurd weiter wie im ersten und so wirklich weiß man immer noch nicht worum es überhaupt geht.
Man landet zusammen mit einem Teil der Gruppe im Jahr 2016 und wird mit ihnen mit ihrer Zukunft konfrontiert. Der Bücherladen existiert nicht mehr und statt einem Röhrenfernseher gibt es Flachbildfernseher. Und auch Smartphones tauchen auf(iPhones um genau zu sein). Man lernt die Bedeutung des Gegenstandes aus Band 1 mit dem Apple-Logo kennen.
Und um einen noch mehr zu verwirren werden noch viel mehr Fragen aufgeworfen. Zum Beispiel wird die Sache um den "alten" Mann immer geheimnisvoller. Und auch die Sache mit denen, die eine Ausrüstung tragen und futuristisch angehaucht sprechen.
Jedoch erfährt man auch endlich um was es hauptsächlich geht und kann schon erahnen, dass es wohl nicht der einzige Zeitsprung sein wird.
Mir hat der 2. Band besser gefallen als der 1., da ich jetzt vertrauter mit der Welt bin und die Handlung ist zudem klarer strukturiert. Außerdem fand ich den Handlungsstrang rund um die jeweilige Zukunft der Kinder sehr interessant. Will man wirklich wissen wo man in 30 Jahren ist? Und wenn man es dann weiß, kann man dann die Zukunft ändern?
Wie im vorigen Band gibt es am Ende einen Cliffhanger. Und das Farbschema hat sich auch verändert.

Vol 3(#11-#15):

Um ehrlich zu sein hatte ich nicht damit gerechnet, dass das alles noch abgedrehter werden könnte. Im 3. Band geht es scheinbar um die prähistorische Zeit und so treffen sie auch auf ein sehr großes Tier aus dieser Zeit. Es kommen hier noch mehr Fragen auf und vor allem Frage ich mich, warum ausgerechnet jetzt eins der Mädchen ihre Periode bekam? Das ist genauso zufällig und deplatziert wie der Antisemitismus um vorigen Band.
Auch wenn man den Sinn hinter den neuen Charakteren oder den Geschehnissen nicht wirklich versteht bleibt es trotzdem spannend und man möchte einfach nur noch wissen was der Sinn hinter all dem ist. Die Hauptprotagonisten finden sich auch immer besser zurecht und wachsen als Gruppe zusammen.
Leider gibt es wieder wenig Action und Science-Fiction. Vielleicht ist ja der Fokus in den nachfolgenden Bänden nicht ausschließlich auf der Freundschaft zwischen den Charakteren.
Wie in den vorigen beiden Bänden endet es wieder mit einem großen Cliffhanger. Auch hier ist das Farbschema wieder anders wie in den vorigen Bänden. Hier erscheinen MacKenzies Haare nicht mehr rosa sondern kupfern.
Es scheint auf jeden Fall alles darauf hinauszulaufen, dass irgendetwas großes im nächsten Band passiert.

Vol 4(#16-#20):

Im 4. Band geht es um das Jahr 2000 und wieder treffen sie ein zukünftiges Ich von einem der Mädchen. Die Veränderung ist dieses Mal richtig eindeutig und auch erstaunlich. Leider erfährt man nicht warum sie als junge Frau plötzlich so herum läuft. Und es wird an einigen Stellen auf den Y2K-Bug hingewiesen und andere Jugendphänomene zu der Zeit.
Dieses Mal geht es um Roboter bzw. Transformer in ihrer Heimatstadt Stony Stream. Zudem tauchen wieder Zeitreisenden auf, die Jagd auf die Mädchen machen. Man erfährt auch den Grund dafür und warum die beiden Gruppierungen von Zeitreisenden sich bekriegen.
Hier der Band hat mir bisher am Beste gefallen, denn endlich gibt es Action und alles wird etwas klarer. Man erfährt die Gründe warum manche Dinge passieren bzw. passiert sind und trifft auf neue Charaktere. Ich habe den Band in einem durch gelesen und bin wirklich auf den weiteren Teil gespannt. Denn es bleiben noch einige Fragen offen, auf die man hoffentlich bald eine Antwort bekommt.

Vol 5(#21-#25):

Im 5. Band sind die Protagonisten im Jahr 2171 und man trifft wieder auf Jahpo und Wari. Es geht hier auch wieder einmal um Homophobie.
Hier zeigt sich wieder einmal, dass sich durchhalten wirklich lohnt. Der Band ist einfach noch genial und gefällt mir sogar besser als der vorige. Auch hier entwickeln sich die Charaktere weiter und die Gruppe rückt ein Stück näher zusammen.
Man erfährt wie die Welt mitunter irgendwann einmal aussehen wird. Und es werden einige Fragen beantwortet aus vorigen Handlungssträngen. Ich hatte gar nicht mehr damit gerechnet, dass zum Beispiel Wari bzw. Jahpo wieder auftauchen werden. Es wird immer klarer worauf das alles hinaus läuft und die größte Frage ist wie die Mädchen zu dem Punkt hinkommen werden. Es bleibt also definitiv spannend.
Am Ende gibt es wie gewohnt einen riesigen Cliffhanger.

Fazit

Alles in allem ist es eine wirklich schräge Comicreihe. Da der Fokus auf der Freundschaft zwischen den Mädchen liegt, rücken die Science-Fiction Elemente eher in den Hintergrund. Das finde ich aber gar nicht so schlimm und ich habe die Reihe regelrecht verschlungen. Mittlerweile hat die Reihe ganze 28 Heftchen und sie ist nach wie vor fortlaufend, also darf man gespannt auf neue Abenteuer sein.

Sonntag, 26. Mai 2019

#206 Bücherregal - Dry








Titel(Deutsch)Dry
Titel(Englisch)Dry
AutorNeal und Jarrod Shustermann
VerlagS. Fischer Verlage
GenreKrimi/Lokalkrimi
Seiten336 Seiten
Meine Bewertung
4/5


Ich bedanke mich hiermit recht herzlichst bei Netgalley.de für das Bereitstellen eines Rezensionsexemplares.


 Inhalt

Stell dir einmal vor du machst den Wasserhahn auf und es kommt kein Wasser. Du erinnerst dich an den Tap-Out und die Wasserknappheit in Kalifornien. Aber wie die meisten hast du nicht damit gerechnet, dass die einfach das Wasser abstellen. Schon nach sehr kurzer Zeit sind alle Getränke aufgekauft und die Regierung bittet um Geduld. Auch nach Tagen bessert sich die Lage nicht und für die Betroffenen wird es immer schwerer überhaupt an Wasser zu kommen. Und schnell wird klar, dass sich niemand etwas schenkt in diesem Kampf um Leben oder Tod.


Review

Während dem Lesen hat man immer wieder das Gefühl, als würde es um die Nahe Zukunft in den westlichen Ländern gehen. Es gibt einige Newsartikel, die einem einen generellen Überblick über die Sachlage geben sollen.

Die einzelnen Hauptprotagonisten kommen nahezu alle aus einer anderen Gesellschaftsschicht und habe eine unterschiedliche Hintergrundgeschichte. Sie gehen alle anders mit dem Tape-Out um und das wird an vielen Stellen immer wieder deutlich. Henry versucht als reicher Junge daraus Kapitel zu schlagen, während Kelton als Sohn von Preppern ganz entspannt mit der Lage umgeht. Sie stecken alle voller Details und Eigenarten und sind multidimensionale Charaktere.

Immer wieder geht es um das reine Überleben und obwohl Kelton eigentlich perfekt darauf vorbereitet wurde, stößt er an seine Grenzen. Zusammen versuchen die Hauptprotagonisten das Beste aus der Situation zu machen. Immer wieder zeigt sich, das solche Szenarien Menschen von Grund auf ändern können. An vielen Stellen werden menschliche Abgründe gezeigt und es ist wirklich beängstigend, wie schnell die Gesellschaft in diesem Buch zerbricht.
Durch die bildhaften Beschreibungen kann man sich alles gut vorstellen und es fiel mehr leicht dem Geschehen zu folgen.
Die Spannung steigert sich bis zum Schluss und es fiel mir zeitweise wirklich schwer das Buch auf Seite zu legen.

Was mich ein wenig gestört hat ist der ständige Perspektivwechsel. Hier hätte man sich besser auf 2 Personen beschränkt anstatt auf ungefähr 7, so läuft man schnell die Gefahr die Übersicht zu verlieren. Man erfährt zwar dadurch ziemlich viel über die Beweggründe der einzelnen Charaktere, aber mir persönlich waren das streckenweise einfach zu viele Informationen.
Das Ende hat mir nicht gefallen und es wirkte ziemlich erzwungen. Für ein Jugendbuch mag es zwar passend sein, aber ich hätte mir durchaus etwas mehr Realismus erhofft.



Fazit

Das Buch lässt sich leicht lesen und ich hatte es innerhalb von einem Tag durch gelesen. Hier geht es um die Auswirkungen der globalen Erwärmung un was passiert, wenn die Industrie nahezu unkontrolliert Wasser abzapft von Stauseen/Flüssen. Das Szenario ist realistisch dargestellt und da kann man nur hoffen, dass die Regierung oder man selbst in der Wirklichkeit viel besser auf so ein Szenario vorbereitet sind. Zudem regt es zum Nachdenken an, denn in manchen Teilen der Welt herrscht schon längst ein Kampf ums Wasser. Es verleitet einen dazu über den eigenen Wasserverbrauch nachzudenken und wie viel es wirklich bedeutet, wenn man einfach nur den Wasserhahn im Haus/Wohnung aufdrehen muss um an Trinkwasser zu gelangen.

Freitag, 24. Mai 2019

#205 Bücherregal - Nachts schweigt das Meer








Titel(Deutsch)Nachts schweigt das Meer
Titel(Englisch)Hellbay
AutorKate Penrose
VerlagS. Fischer Verlage
GenreKrimi/Lokalkrimi
Seiten466 Seiten
Meine Bewertung
4/5


Ich bedanke mich hiermit recht herzlichst bei Netgalley.de für das Bereitstellen eines Rezensionsexemplares.


 Inhalt

Hauptziel von DI Ben Kitto war es auf den Inseln wieder zu sich selbst zu finden. Nachdem er seine Partnerin verloren hatte ist er sich nicht mehr ganz so sicher, ob er wirklich weiter bei der Mordkommission in London arbeiten möchte. Und deshalb zieht es ihn auf Bryher, eine der Scilly-Inseln um seinen Onkel beim Bootsbau zu helfen. Hier ist er aufgewachsen und er kann sich noch gut an die Ruhe erinnern. Wenige Tage nach Ankunft wird die Leiche von Laura an den Strand gespült und Ben fällt es schwer sich eben nicht einzumischen. Kurzerhand übernimmt er zusammen mit einem jüngeren Polizisten die Ermittlung und stellt schnell fest, dass eigentlich jeder als Täter in Frage kommt.


Review

Immer wieder wird dem Ermittler Ben das Leben schwer gemacht, denn eine Mordermittlung auf so einer kleinen Insel ist etwas ganz anderes als eine London. Zudem wird er immer wieder mit den Eigenarten der Bewohner konfrontiert. Obwohl er dort aufgewachsen ist hat er Schwierigkeiten sich einigen Bewohnern anzunähern, obwohl eigentlich alle nur wissen wollen wer für den Tod von Laura verantwortlich ist. Jede Familie hat halt ihre Geheimnisse und manche sollten besser nicht gelüftet werden. Und man will ja auch nicht zu viel sagen, denn in gewisser Weise ist man ja doch bei einer Insel mit nur 72 dauerhaften Bewohnern voneinander abhängig.

Typisch für Lokalkrimis nimmt die Insel Bryher eine relativ große Rolle ein und man könnte sie fast schon als eigenen Charakter sehen. Sie wird wirklich gut beschrieben und man hat oft ein genaues Bild vor Augen. Vor allem die unterschiedlichen Häuser der Bewohner werden gut beschrieben und vor allem bei Rose ihrer Hütte hat man ein sehr genaues Bild vor Augen.

Durch den lockeren und bildhaften Schreibstil kann man sich alles gut vorstellen und es fällt einem leicht sich ein Bild von den einzelnen Protagonisten zu machen. Einige bleiben eher blass und im Hintergrund, während die Hauptprotagonisten alle mit liebevollen Details und Eigenheiten ausgestattet werden. Es gibt eine viel Zahl an Protagonisten und gefühlt ist alles dabei: ein exzentrischer Maler, ein reiche Familie, eine Kräutersammlerin, ein Schiffsbauer und vieles mehr.
Die Handlung wird abwechselnd von Ben und von einer dritten Person aus Rose Sicht erzählt. Vor allem der Handlungsstrang um Rose ist teilweise sehr beängstigend und man fragt sich immer wieder, wie Menschen so grausam sein können. Aber auch Ben gerät in heikle Situationen und man hofft einfach auf einen guten Ausgang.

Vor allem die Frage des Täters bleibt lange offen und die Antwort darauf hat mich tatsächlich überrascht. Damit hatte ich überhaupt nicht gerechnet und viel zu lange hatte ich die falsche Person im Visier. Ich finde es immer spannend, wenn man bis zum Schluss bei Krimis mit raten kann.

Was am meisten auffällt bei dem Krimi ist die relativ ruhige Handlung, die aber immer wieder wieder durch bestimmte Ereignisse aufgewirbelt wird.
Auch die Nebenhandlungen halten die Spannung aufrecht und oft möchte man einfach nur wie wie es weiter geht.


Fazit

Das Buch ist wahrscheinlich eher nichts für schwache Nerven, auch wenn die Leichen nicht so bildhaft beschrieben werden wie in anderen Büchern. Jedoch könnten die Themen häusliche Gewalt den ein oder anderen verstören. Ansonsten lässt es sich leicht lesen und man merkt beim Lesen nicht wie die Zeit vergeht.

Hierbei handelt es sich um den 1. Teil, also kann man wohl auf weitere Fälle mit dem sympathischen Ben Kitto hoffen. Er ist halt doch ein sehr angenehmer und ruhiger Ermittler mit einer durchaus interessanten Hintergrundgeschichte. Und ich bin gespannt darauf, ob sein Wolfshund "Shadow" auch im 2. Teil auftauchen wird.

Mittwoch, 22. Mai 2019

#25 Booktalk - Die Einkaufsrevolution

Hallo,

Heute geht es um das Buch "Die Einkaufsrevolution" von Tanja Busse. Ich hatte es vor kurzem gelesen und da es ein wichtiges Thema behandelt, kommt heute der Booktalk dazu.






Das Buch zeigt wie wichtig es ist sein eigenes Konsumverhalten zu überdenken. Denn die Nachfrage bestimmt das Angebot und wenn der Konsument Billigfleisch möchte, bekommt er es meist auch. Die Firmen sind nun einmal auf maximalen Gewinn aus und solange der Kunde die Produkte kauft, werden sie in der Regel auch nicht ihren Herstellungsprozess überdenken. Und durch den Lobbyismus passiert leider auch nicht immer was auf politischer Ebene. Genau das gleiche trifft auch auf Kleidung und vieles mehr zu. Hier sollte man sich immer selbst fragen, ob man wirklich ganzjährig bestimmte Obstsorten braucht oder ob das 100. T-Shirt für wenig Geld wirklich noch sein muss.  Und ob man wirklich jeden Tag billiges Fleisch auf dem Teller braucht, wohl wissend wie die Tiere gehalten werden und wie schlecht es für das Klima bzw. unseren Planeten ist.
Aber nicht nur solche Themen werden erläutert, sondern auch wie man teilweise unbewusst allein durch die Wahl der Bank die Rüstungsindustrie unterstützt.

Die Autorin verlangt nicht von einem den Konsum auf ein Minimum zu beschränken, sondern einfach nur ein Umdenken. Jetzt über 10 Jahre nach dem Erscheinen des Buches gibt es noch viel mehr Möglichkeiten sich zu informieren und dementsprechend auch einzukaufen. Allein durch die Sozialen Medien wird viel mehr Druck auf die Unternehmen ausgeübt. Und es gibt mittlerweile wirklich viele Möglichkeiten um soziale Projekte zu unterstützen, die unter anderem für bessere Arbeitsbedingungen in Entwicklungsländern sorgen. Man muss sich halt immer wieder vor Augen halten auf was unser Wohlstand in der westlichen Welt aufgebaut ist und dann sollte man erst darüber nachdenken was man alles so kauft.

Auch diverse Siegel werden erläutert, denn nicht jedes Siegel ist wirklich sinnvoll. So erfährt man den Unterschied zwischen den ganzen Biosiegeln und das manche davon viel strengere Auflagen haben als eigentlich vom Staat vorgegeben werden.

Im Anhang werden viele sehr interessante Informationsquellen genannt und so stößt man auf viele Bücher, Websites und bekommt auch einige Begriffe und Gegebenheiten noch einmal erklärt.
Obwohl ich mich schon seit längerer Zeit ausführlich mit dem Thema beschäftige konnte ich noch einiges dazulernen. Von manchen Sachen liest man ja immer wieder in der Zeitung und es ist wirklich erschreckend das noch einmal alles geballt in einem Buch zu lesen. Aus dem Grund habe ich auch einige Pausen beim Lesen eingelegt, damit ich das richtig verarbeiten kann und nicht einfach abhake. Ich finde es einfach wichtig darüber Bescheid zu wissen und da stört es mich auch wenig, dass mir einige Sachverhalte schon vorher bewusst waren. Zudem habe ich durch das Buch einiges neues gelernt und vor allem neue Wege wie ich mein Konsumverhalten noch optimieren kann. Und da strebe ich jetzt auch keine 100% an, denn das ist für mich einfach nicht möglich und ich denke das ist auch nicht das Ziel des Ganzen. Man sollte sich vor allem erst einmal mit dem Thema auseinander setzen und dann in kleinen Schritten gucken was man an seinem eigenen Verhalten ändern kann. Und dabei sollte man sich immer wieder vor Augen halten, dass diese Veränderungen hin zu Billigfleisch zum Beispiel auch nicht über Nacht kamen und so wird auch die Wirtschaft sich erst nach und nach an die neuen Bedürfnisse der Verbraucher anpassen. Und allein was das Thema Plastik oder Eier(keine schreddern von männlichen Kücken bei bestimmten Anbietern) betrifft hat sich ja schon einiges in den letzten Monaten getan.

Das einzige was mich gestört hat war die Dicke des Buches. Es ist wie viele Bücher in dieser Kategorie recht dünn und so liest es sich als würde man nur so zwischen den Themen hin- und herspringen. Dadurch das ich halt die Pausen beim Lesen gemacht habe war es jetzt nicht so gravierend, aber wenn man mehrere Kapitel durchliest dann fällt es einem auf. Der rote Faden ist zwar die ganze Zeit erkennbar, aber an manchen Stellen wirkt er etwas blass. Vor allem wenn gefühlt zwischen Landwirtschaft, Grabsteinen und Kleidung gewechselt wird. Leider werden dadurch auch einige Themen eher oberflächlich behandelt oder fallen ganz unter den Tisch, weil sie nicht kritisch genug beleuchtet werden. Hier wäre wahrscheinlich der Ansatz "weniger ist manchmal mehr" besser gewesen.

Viele Grüße

Sonntag, 19. Mai 2019

#204 Bücherregal - Unbarmherzig(Kurzrezension)


TitelUnbarmherzig
AutorMarkus Kleinknecht
VerlagTWENTYSIX
GenreThriller
Seiten424 Seiten
Meine Bewertung
4/5

 Inhalt

Eigentlich ermordet er schon lange keine Menschen mehr, doch der Drang genau das zu tun wird immer größer. Zu allem Übel wühlt auch noch der Journalist Jan Fischer in alten Fällen herum, da er ein Buch über Serienmörder schreiben möchte. Und genau das könnte ihn zum Verhängnis werden. Auch Jans Kollegin Charlotte Sanders macht sich auf die Suche nach Antworten und gerät dadurch in Gefahr.

Review

Die Spannung nimmt im Laufe der Handlung zu und irgendwann kommt der Punkt, an dem man einfach nur noch wissen möchte wie es ausgeht. Anfangs fiel es mir noch leicht Pausen beim Lesen einzulegen, aber gegen Ende konnte ich das Buch kaum noch aus der Hand legen.
Man erfährt eigentlich alles aus Sicht der Hauptprotagonisten Charlotte und Jan, die beide wirklich sympathisch sind. Hierbei handelt es sich um den 1. Band einer Reihe, weshalb man relativ wenig über die beiden erfährt. Ich bin auf jeden Fall darauf gespannt, wie das zwischen den beiden weiter gehen wird. Auch die anderen Figuren sind liebevoll gezeichnet und mit einigen Eigenheiten versehen.
Der Thriller ist aus der Sicht von Journalisten geschrieben, was das Ganze ziemlich ungewohnt und interessant macht. Als Handlungsort wurde Hamburg gewählt, wobei das meiste im 1. Teil in Harburg spielt. Ich hatte bei den Beschreibungen direkt die Elbe vor Augen und konnte mir alles gut vorstellen.

Um ehrlich zu sein war ich zwischenzeitlich ziemlich verwirrt, da sich die Ereignisse so überschlagen hatten. Und es ist an einigen Stellen vor allem am Anfang sehr langatmig wegen der Nebenhandlung.


Fazit

Am meisten überrascht hat mich der Serienmörder, da ich die meiste Zeit die komplett falsche Person verdächtigt hatte. Das Buch hat mich definitiv gut unterhalten und ich bin gespannt auf den 2. Teil.

Freitag, 17. Mai 2019

#203 Bücherregal - Hannah und ihre Brüder








Titel(Deutsch)Hannah und ihre Brüder
Titel(Englisch)Once we were brothers
AutorRonald H. Balson
VerlagAufbau Digital
GenreHistorischer Roman
Seiten476 Seiten
Meine Bewertung
4/5


Ich bedanke mich hiermit recht herzlichst bei Netgalley.de für das Bereitstellen eines Rezensionsexemplares.


 Inhalt

Auf einer Spendengala in Chicago hält Ben Solomon dem für seine Spenden für wohltätige Zwecke bekannte Elliot Rosenzweig eine Waffe an den Kopf. Er beschuldigt diesen als hochrangigen SS-Offizier, der in Polen als "Schlächter von Zamość" bekannt war. Da der Beschuldigte jedoch all das abstreitet wendet sich an eine Anwältin, welche mit ihm zusammen Elliots wahre Identität beweisen soll. Denn dieser war scheinbar einst das deutsche Ziehkind von Bens Vater und hatte sich dann im Laufe des Krieges gegen seine Familie gewandt. Liegt Ben mit dieser Vermutung überhaupt richtig?


Review

Der Handlungsort ist in Polen und wird auch gut beschrieben. Die Hauptprotagonisten sind Juden und man lernt im Laufe des Buches viel über den Holocaust und die Restriktionen, die die Juden betrafen. Es werden auch viele heutzutage mitunter nicht mehr so bekannte Fakten erwähnt, wie die Endlösung der Judenfrage für die Heydrich beauftragt wurde und wie die speziell aussah. Und an vielen Stellen macht es einen wirklich fassungslos beim Lesen was diese Endlösung betraf, denn so etwas scheint heute unvorstellbar.

Allein die Kombination der Hauptprotagonisten bietet jede Menge überraschendes Konfliktpotential. Allein weil Otto ja von Juden quasi groß gezogen wurde stellt sich einem immer wieder die Frage, wie dieser so ein hochtragender SS-Offizier werden konnte.

Die ganze Zeit stellt sich zudem die Frage, ob Elliot wirklich Otto ist oder ob es sich um einen Irrtum handelt. Und wie man so etwas beweisen kann, denn bei einem so reichen und hoch angesehenen Mann braucht man schon wirklich sehr gute Beweise. Und die Suche danach wird wirklich gut und vor allem spannend dargestellt.

Beide Geschichten laufen parallel ab und dem einen gefällt so etwas und dem anderen nicht. Ich fand es an manchen Stellen störend, aber auch eher weil ich unbedingt wissen wollte wie es weiter ging und nicht erst wieder was aus der Gegenwart lesen wollte. Das stört dann auch den Lesefluss, auch wenn es zeitgleich die Spannung aufrecht erhält. Es ist ja doch beides sehr wichtig, also die Gründe für Ben seine Klage und ob er letztendlich damit durchkommt, schließlich sind es keine kleinen Vorwürfe.

Mich hat die Romanze etwas gestört, aber da es wohl eine fortlaufende Serie ist macht sie durchaus Sinn. Sie dient wohl unter anderem als Hintergrundstory, die einen durch die Bände webt. Ich werde das jetzt mal nicht negativ anwerten, da sie sich auch nicht in den Vordergrund drängt und man sie gut ignorieren kann.


Fazit

Bisher habe ich nur Bücher in dem Genre gelesen, bei denen allerhöchstens der Prolog oder Epilog in der Gegenwart spielten. Hier ist es aber so, dass oft ein kleiner Teil vom Kapitel in der Gegenwart spielt und der Rest in Form von Rückblenden beschrieben wird. So lernt man während dem Lesen viel über die amerikanische Justiz. Die Gegenwart wird aus Sicht eines personalen Erzählers wider gegeben und die Vergangenheit aus der Sicht von Ben, so dass man auch viel über seine Gedanken zu der Zeit erfährt. Dieser Teil aus Bens Sicht ist immer mit Zeit- und Ortsangabe versehen, damit die beiden Teile leicht unterscheiden kann.

Der englische Titel "Once we were brothers" passt auf jeden Fall besser zur Lektüre, da Hannah quasi nur eine Randfigur spielt und kaum auftaucht. Im Vordergrund steht auf jeden Fall das Verhältnis Ben zu Otto, denn die ganze Zeit stellt sich die Frage warum Otto so handelte. Hierbei handelt es sich um den Debütroman des Autors und das merkt man leider auch an einigen Stellen. Jedoch hebt sich der Roman definitiv von anderen in diesem Genre ab und mir fiel es zeitweise wirklich schwer ihn aus der Hand zu legen. Zudem zeigt er einem, dass man den Holocaust nie vergessen sollte.