Sonntag, 21. April 2019

#196 Bücherregal - Retribution Ridge(Kurzrezension)


Titel(Englisch)Retribution Ridge
AutorAnna Willett
VerlagTHE BOOK FOLKS Australian horror thriller and suspense publishers
GenrePsychothriller
Seiten231 Seiten
Meine Bewertung
1,5/5

 Inhalt

Seit dem Tod ihrer Mutter haben die beiden Geschwister Milly und Judith kaum ein Wort gewechselt. Und nach all den Jahren der Stille lädt Judith Milly zu einer Wandertour in der Nähe von Perth in Australien ein. Auch Harper eine ehemaliger High School Freundin ist mit von der Partie. Alles scheint gut zu laufen, doch die Vergangenheit holt die drei ein. Und plötzlich wird der kleine Wandersausflug zu einem Alptraum.

Review

Es gibt viele überraschende Wendungen, die die Spannung aufrecht erhalten.

Um ehrlich zu sein hatte ich mitten drin den Faden verloren. Es wurde ohne große Hinweise zwischen den Handlungsorten gesprungen und da wusste ich irgendwann nicht mehr was gerade los ist, geschweige denn wer anwesend ist und wer wen jagt. Hier hätte man einfach die Sprünge deutlicher kennzeichnen müssen.
Es gibt auch einige logische Fehler und damit meine ich nicht nur die ungeahnten Kräfte der Protagonisten. Mit manchen Verletzungen kann man nun einmal nicht quer durch den Busch rennen, egal in welcher Situation man sich befindet. Und das war nur ein Fehler von vielen, die die Handlung ins absurde geführt haben.
Das Ende fand ich unpassend und viel zu konstruiert. Es schien ganz so als wolle man einfach nur zum Ende kommen. Und die letzten paar Kapitel hätte man ruhig weglassen können.
Von den ganzen Charakteren fand ich keinen so wirklich sympathisch und mir war es dann auch relativ egal was mit ihnen passiert.


Fazit

Das Buch ist definitiv nichts für jemanden mit schwachen Nerven. Es ist ein ziemlich brutaler Psychothriller und einige Szenen werden ziemlich bildlich beschrieben. Mir hat das Buch wegen der oben genannten Gründe nicht gefallen, wobei es jedoch auf mehreren Plattformen durchaus gute Bewertungen hat.

Freitag, 19. April 2019

#195 Bücherregal - Solarian


TitelSolarian. Tage des Aufbruchs
AutorThariot
Verlag
GenreScience Fiction
Seiten491 Seiten
Meine Bewertung
4/5

 Inhalt

Im Jahr 2232 leben noch 3 Milliarden Menschen auf dem Wüstenplanet Erde. Jeder möchte mit dem Arscheschiff auf einen bewohnbaren Planeten im benachbarten Sonnensystem fliehen, doch nicht jeder darf auf diese Schiffe.

Review

Das Buch ist durch gehend spannend und hat einen rasanten Handlungsverlauf, welche sich im Laufe der Zeit an Geschwindigkeit zu nimmt. Ein personeller Erzähler berichtet das alles aus der Sicht von mehreren Personen. Der Schreibstil liest sich angenehm flüssig.
Es gibt mehrere Handlungsstränge, die gegen Ende zusammen laufen. Diese erscheinen an sich logisch aufgebaut und ergeben eine schlüssige Handlung. Sie wirkt nicht so konstruiert.
Vor allem die Erfindung des Bodychangers finde ich toll.
Die Charaktere sind gut durchdacht. Die Protagonisten sind allesamt sympathisch. Der Antagonist Scott ist im Verhalten total widerlich, aber man möchte trotzdem mehr über ihn erfahren. Einige Nebencharaktere wie die Schwester bleiben blass, jedoch sind vor allem die Hauptcharaktere nicht nur stereotypisch.
Da nicht alles bis ins Detail beschrieben wird bleibt viel Platz für die eigene Vorstellung. Trotzdem würde ich gerne mehr vom Autor selbst erfahren. Die Beschreibungen sind bildhaft und man kann sich alles gut vorstellen.

Ich hätte gerne gewusst wie die Arche aufgebaut ist bzw. Funktioniert. Ich hätte auch gerne mehr über Grundversorgung wie woher kommt das Wasser usw. Erfahren. Es war nie ganz ersichtlich wie viele Menschen letztendlich noch auf der Erde leben. Sind dort tatsächlich noch mehrere Milliarden Menschen? Was ist mit den Menschen außerhalb der riesigen Städte?
Vor allem die g-Kräfte bzw. C(Geschwindigkeit?) Werden relativ oft in den Fokus gerückt.
Für die 491 passiert relativ viel und es gibt relativ viele Handlungsstränge.


Fazit

Die Idee von großen Archeschiffen taucht schon in anderen Science Fiction Romanen auf. Mich hat das Buch definitiv gut unterhalten und es macht einfach Lust auf mehr, vor allem da noch einige Fragen offen  bleiben obwohl es ein Ende gibt.
Das Szenario ist durchaus sehr realistisch, wenn man von einem Wüstenplanet in Zukunft ausgeht, wo aufgrund der Probleme mit der Ozonschicht kein Leben oberhalb mehr ohne Schutzkleidung usw. Mehr möglich ist.
 Ich habe richtig  Lust darauf den 2. Teil zu lesen. Hoffentlich werden die offenen Fragen in den Folgebänden beantwortet. Man möchte gerne in diese Welt eintauchen oder es wenigstens mal als Film sehen.

Mittwoch, 17. April 2019

#001 Manga - Wolf's Rain




TitelWolf's Rain
AutorStory: BONES, Keiko Nobumoto; Zeichnungen: Toshitsugu Iida
VerlagHeyne Manga
GenreDystopie/Fantasy
Seiten384 Seiten
Meine Bewertung
4/5

 Inhalt

In der postapokalyptischen Welt gelten Wölfe längst als ausgestorben. Die Menschen ahnen nicht, dass die Wölfe in Menschengestalt unter ihnen leben. Kiba ist einer von ihnen und er ist auf der Suche nach der Mondblume. Diese soll quasi der Schlüssel zum Paradies sein und um dorthin zu gelangen riskiert er sein Leben.

Review

Unter den Hauptprotagonisten sind wirklich viele verschiedene Charakterzüge vertreten und man fragt sich, wie Kiba und Tsume nur miteinander klar kommen sollen. Denn beide sind sehr meinungsstark und dominant.
Im ersten Band lernt man erst einmal die Welt, die Charaktere und näheres über die Handlung kennen. Das dauert eine Weile, aber dran bleiben lohnt sich. Denn im 2. Band geht es richtig zur Sache und ich finde es schade, dass es nur die beiden Bände gibt.
Der Handlungsverlauf ist rasant und es gibt kaum Längen. Wenn doch einmal nichts großes und actionsreiches passiert, dann ist dieses durchaus sehr unterhaltsam.
Das alles spielt in einer durchaus realistischen dystopischen Welt. Die ganze Zeit ist das Paradies quasi zum Greifen nahe und das hält die Spannung aufrecht.

Für mich kam das Ende zu plötzlich und war auch zu abrupt. Es bleiben viele Fragen offen und man weiß im Grunde gar nicht, wie das alles ausgeht für die Gruppe.

Cover
Das Cover hat mir von der Gestaltung nicht so gut gefallen und ich finde die Schriftfarbe ziemlich unpassend.

Zeichenstil
Der Zeichenstil ist dynamisch. Mich haben nur die kleinen Chibis zwischendurch gestört, denn diese haben definitiv nicht zum Rest gepasst. Da diese aber selten auftauchen, kann man sie gut ignorieren. Man merkt auch wie viel Zeit in die Zeichnungen eingeflossen ist, denn allein das Fell der Wölfe wirkt auf einigen Seiten sehr plastisch. Vor allem die Emotionen werden gut dargestellt.
Schlecht



Fazit

Ich hatte vor Jahren den Anime gesehen und war hellauf begeistert. Auch den Manga hatte ich schon einmal gelesen. Und jetzt nach dem erneuten Lesen bin ich immer noch begeistert von der Serie. Die Handlung unterscheidet sich und deshalb lohnt es sich auch beides zu lesen/gucken. Vor allem die Musik hat es mir angetan beim Anime. Beim Manga ist die Handlung um einiges einfacher aufgebaut, da es sich nur um 2 Bände handelt. Am meisten leidet die Charakterentwicklung darunter und einiges im 1. Band ist deshalb sehr verwirrend. Hier wären wahrscheinlich ein paar mehr Bände besser gewesen um die Handlung logisch zu erklären.

Sonntag, 14. April 2019

#194 Bücherregal - Ende gut, alles gut!(Kurzrezension)


TitelEnde gut, alles gut!
AutorThomas Herzberg
Verlag-
GenreKrimi/Hamburgkrimi
Seiten211 Seiten
Meine Bewertung
4/5

 Inhalt

Die Geheimdienste gelangen an Fotos, die eine Leiche in den Lüftungsschächten der Elbphilharmonie zeigt. Und diese Fotos tauchen ausgerechnet kurz vor der Eröffnung des neuen Wahrzeichen von Hamburg auf. Hier muss Manfred Wegner all seine Fähigkeiten unter Beweis stellen, denn eine erneute Verschiebung der Eröffnung kommt definitiv nicht in Frage.

Review

Was mir am Besten an der Buchreihe gefällt ist Wegner selbst. Bei ihm muss ich immer an so einen stereotypischen Norddeutschen denken, der unnahbar und ruppig ist. Trotzdem kämpft er auf seine manchmal doch sehr gewöhnungsbedürftige Art für Gerechtigkeit. Es ist echt interessant wie geradlinig er trotz all dem Gegenwind bleibt. Auch die Protagonisten haben durchaus ihren Reiz und vor allem hat jeder seine Eigenheiten.
Die Dialoge sind wirklich witzig und unterhaltsam. Vor allem wirken sie so natürlich, was ja leider nicht allen Autoren gelingt.
Der Schreibstil ist angenehm flüssig zu lesen und man kann sich alles gut vorstellen. Es bleibt bis zum Schluss spannend.
Es gibt auch eine durchaus recht interessante Nebenhandlung rund um das Privatleben der Hauptprotagonisten.

Was ich ein bisschen schade fand ist, dass Hamburg nur in Form der Elbphilharmonie auftauchte.


Fazit

Hier wurde ein sehr aktuelles Thema aufgegriffen und zwar ein möglicher Terroranschlag auf die Elbphilharmonie.
Man hat das Buch schnell durch gelesen, da es nur 211 Seiten hat. Es eignet sich also prima für zwischendurch. Mir war es etwas zu schnelllebig, aber da hat ja jeder andere Vorlieben.

Freitag, 12. April 2019

#193 Bücherregal - Der Tote im Strandkorb


TitelDer Tote im Strandkorb
AutorAnna Johannsen
VerlagEdition M
GenreKrimi
Seiten284 Seiten
Meine Bewertung

 Inhalt

In einem Strandkorb auf Amrum wird die Leiche des Leiter eines Kinderheimes gefunden. Obwohl alles auf einen natürlichen Tod hindeutet übernimmt das LKA die Ermittlung und leitet eine Obduktion in die Wege. Lena Lorenzen bekommt den Fall zugewiesen und ihr wird schnell klar, dass mehr hinter dem Ganzen steckt als zunächst angenommen. Eigentlich hält Lenas Vorgesetzter nicht viel von ihr, da sie oft eigenmächtig handelt und sich nicht immer an die Gesetze hält. Und während der Ermittlungsarbeit wird ihr klar, warum ihr Chef ausgerechnet sie auf Amrum geschickt hatte.

Review

Der Schreibstil ist angenehm flüssig zu lesen.
Die Hauptprotagonisten sind sympathisch, auch wenn mir Lena etwas zu abseits der Gesetze und Regelungen arbeitet. Sie ist halt bei Herzblut bei der Sache und das merkt man bei ihrer Ermittlungsarbeit immer wieder. Ihr Hauptziel ist es nun einmal die Täter zu fassen und da riskiert sie auch mehrfach ihren Job für. Sie entspricht zudem dem Klischee eines Norddeutschen, welche ja eher als kühl und verschlossen gelten. Leider blieben die Figuren eher blass, was sich hoffentlich in den nachfolgenden Büchern ändern wird.

Um ehrlich zu sein hatte ich mir etwas mehr von Amrum gewünscht, als nur Fähre fahren, Möwengeschrei und verschlossene Inselbewohner. Mir fehlen einfach die Beschreibungen der Umgebung und was eine Insel so aus macht. So hätte die Geschichte genauso gut auf einer ostfriesischen Insel spielen können.
Im Vordergrund steht die Ermittlungsarbeit und es gibt auch nur eine wirkliche Nebenhandlung rund um Lenas Privatleben. Hier hätte man natürlich mehr rausholen können, aber für den 1. Teil einer Reihe ist das durchaus zu verkraften.
Leider ist die Handlung ab einem gewissen Punkt vorhersehbar und die Spannung blieb auch allein wegen fehlender Wendungen aus. Das Ende fand ich zu konstruiert und abrupt. Es hat sich einfach nicht in den Handlungsverlauf eingefügt.


Fazit

Das Buch ist der Auftakt einer neuen Buchreihe und ist schnell durch gelesen, da es nur 284 Seiten hat. Mir war die Handlung leider viel zu oberflächlich und ich bin mir unsicher, ob ich die Reihe weiter verfolgen möchte. Lena ist in meinen Augen nicht greifbar genug als Ermittlerin und man sollte die Hauptprotagonisten nach dem ersten Teil einer Reihe eigentlich schon ein bisschen besser kennen als das hier der Fall ist. Als Feierabendbuch zum Entspannen ist das Buch durchaus geeignet, aber als Krimifan hat es mich schon ziemlich enttäuscht. Das Buch hat eine unglaublich gute Bewertung, weshalb auch die Erwartung dementsprechend hoch war.
(Spoiler!) Hier geht es unter anderem um Menschenhandel(Kinder), was ja eine nach wie vor sehr wichtige Thematik ist. Deshalb ist das Buch wahrscheinlich auch nicht für jeden etwas. Letztendlich wird darauf nicht explizit eingegangen, was wahrscheinlich auch an der geringen Seitenanzahl des Buches lag. Das fand ich um ehrlich zu sein ziemlich schade, aber es gibt ja recht viele Krimis die so ein Thema nur oberflächlich behandeln. Zudem fehlt mir etwas der Bezug zur Ermittlerin. Man merkt mit welcher Verbissenheit sie arbeitet, aber trotzdem berührt sie das Thema nicht wirklich. Hier fehlt einfach die emotionale Tiefe und die ist bei so einem Thema durchaus sehr wichtig. Zudem müsste sie die Rückkehr auf Amrum um einiges mehr berühren und aufwühlen und das war definitiv nicht der Fall.

Mittwoch, 10. April 2019

#22 Booktalk - Watership Down

Hallo,

Im Januar hatte ich den Klassiker "Watership Down" von Richard Adams gelesen. Das Buch hatte mich sehr nachdenklich gestimmt, deshalb habe ich diesen Booktalk verfasst.





Fiver ist der festen Überzeugung, dass die Menschen ihren Bau in naher Zukunft zerstören werden. Doch obwohl sich sein Bruder Hazel für ihn einsetzt, möchten die Kaninchen die die Gruppe anführen nichts davon wissen. Da ihn diese Vorahnung nicht loslässt machen sich Fiver und Hazel mit einigen anderen Kaninchen auf den Weg um einen eigene Gruppe mit eigenem Bau zu gründen. Doch leider verläuft all das nicht so reibungslos wie geplant.

Jedes Kaninchen hat einen eigenen Charakter und seine Eigenheiten. Sie sind alle liebevoll gezeichnet. Hierbei wird sich ziemlich an die Realität gehalten und der Autor hat sich an den Verhaltensweisen von Kaninchen orientiert. Das heißt hier wird nichts schön geredet nur um eine gute Handlung zu kreieren.
Am Anfang von jedem Kapitel befindet sich ein passendes Zitat und es gibt jede Menge Sagen rund ums Thema Kaninchen.
Das Buch hat mich auf eine Achtbahnfahrt der Gefühle mitgenommen und obwohl ich die Handlung schon vom Film kannte, hat es mich richtig überrascht. Das geschriebene Wort gibt dem Ganzen einfach noch mehr Tiefe und nimmt einen noch mehr mit. Einige Szenen war einfach nur herzzerreißend und grausam, während andere einfach nur herzlich waren. Der Autor weiß einfach wie er bestimmte Sachen beschreiben muss um gewisse Gefühle beim Leser auszulösen. Die Umgebung wird gut beschrieben und man kann sich alles vorstellen. Leider trifft das auch bei den grausamen Szenen zu. Einiges davon würde ich am liebsten direkt wieder vergessen.
Vor allem der Handlungsstrang rund um Efrafa ist sehr gut konstruiert. Bei diesem Kaninchenbau handelt es sich um eine Diktatur mit all ihren Grausamkeiten. Hier wird nichts geschönt und die ganze Zeit ist eine bedrohliche Grundstimmung vorhanden. Man will am liebsten den Ort sofort verlassen, aber das ist nun einmal nicht möglich.

Einige Stellen sind recht langatmig und vor allem die Geschichten rund um die Kaninchen(Märchen? Sagen?) waren mir einfach zu lang. Sie sind definitiv gut ausgebaut, aber mich haben sie einfach nicht angesprochen.

Immer wieder wird deutlich wie grausam der Mensch gegenüber Kaninchen ist und das Streben nach Macht mit einem macht. Man fühlt richtig die Angst der Kaninchen und wie nervenaufreibend für sie die Suche nach einem neuen zuhause ist.

Lasst euch bitte nicht von der Tatsache ablenken, dass es sich hierbei um süße Kaninchen handelt. Auch Kaninchen sind vor allem wenn es um Revierkampf oder Kämpfe untereinander geht erbarmungslos miteinander und nicht immer geht es für beide gut aus. Das wird im Buch mehrfach deutlich und es ist eindeutig auch brutaler als die Verfilmung mit FSK 6. Einige Beschreibungen sind doch sehr graphisch und damit rechnet man ja nicht unbedingt, wenn man an Kaninchen denkt.
Wer den Film kennt sollte unbedingt das Buch lesen. Es hat mich wirklich gut unterhalten.
Am Ende des Buches werden einige Begriffe erklärt, die die Kaninchen beim Reden benutzen. Es regt definitiv zum Nachdenken an und zeigt auch, um was es wirklich im Leben geht.
Ich habe die englische Fassung gelesen.

Viele Grüße

Montag, 8. April 2019

#31 Montagsfrage



Willkommen in der 15. Kalenderwoche :)

Heute nehme ich noch einmal an der Montagsfrage teil. Ich hoffe ihr seid alle gut in die Woche gestartet.

Montagsfrage #31 – Welcher Autor aus dem Nicht-Deutsch oder -Englisch-sprachigen Raum sollte mehr gelesen werden?


"Tekhnotma - Zeit der Dunkelheit" von Aleksei Bobl und Andrei Levitski spielt in Russland und es ist eine Dystopie. Der Söldner Jegor Rasin versucht im radioaktivverseuchten Russland herauszufinden wieso das Land in Schutt und Asche liegt. Das Buch hatte ich 2012 gelesen und ich erinnere mich noch genau daran wie begeistert ich davon war.

"Please look after mom" von Kyung-Sook Shin spielt in Südkorea. An einem Bahnhof in Seoul verliert der Ehemann seine 69-jährige Ehefrau aus den Augen. Er macht sich mit seinen Kindern auf die Suche nach ihr und bald schon stellen die Kinder fest, dass sie ihre Mutter kaum kannten. Das Buch hatte mich damals zu Tränen gerührt und ich denke immer noch gerne zurück. Der Autor weiß einfach wie man eine packende Story schreibt und einen nachdenklich stimmt.

"Extinction" von Kazuaki Takano ist von einem japanischen Autor und ist ein SF-Roman. Jonathan Yeager soll einen tödlichen Virus erforschen, der bei einem Pygmäen-Stamm gefunden wurde. Doch schnell wird ihm klar, dass es eigentlich um einen kleinen Jungen geht. Und diesen Jungen versucht er um jeden Preis zu schützen, denn er ist überaus intelligent.

"Geständnisse" von Kanae Minato ist von einer japanischen Autorin und es ist ein wirklich sehr guter Psychothriller. Moriguchi ist Lehrerin und sie hat die Vermutung, dass ihre Schüler für den Tod ihrer Tochter verantwortlich sind. An ihrem letzten Tag an der Schule sagt sie zu ihrer Klasse, dass sie einige der Milchkartons das HI-Virus injiziert hat und daraufhin beginnt alles aus dem Ruder zu laufen. Viele Psychothriller versuchen ja mit sehr grausamen Morden u.a. zu punkten und oft gerät dann völlig außer Acht, dass es um die Spannung und das Spiel mit der Psyche geht. Hier steht das Spiel mit der Psyche die ganze Zeit im Fokus und es geht eigentlich ausschließlich um die menschlichen Abgründe. Da es sich hier um Kinder handelt ist das Buch absolut keine leichte Kost!

"Hex" von Thomas Olde Heuvelt ist von einem niederländischen Autor und ein Buch aus dem Genre "Horror". Hier geht es um die Hexe Katherine, die seit 300 Jahren den Ort Black Spring heimsucht. Niemand darf von ihr wissen und eigentlich ist das auch allen klar. Jedoch denken sich ein paar Jugendliche, dass das alles nur Mythen sind und von Katherine keine richtige Gefahr ausgeht. Als sie dann Videos von Katherine online stellen passieren schlimme Dinge in Black Spring. Das Buch hat mich einfach nur begeistert und ich denke auch noch heute gerne daran zurück.

In meinem Bücherregal habe ich etliche Autoren, die eben nicht aus dem deutsch- bzw. englischsprachigen Raum kommen. Ich habe jetzt fünf herausgepickt, die wahrscheinlich nicht so bekannt sind und mir direkt eingefallen sind.

Ich wünsche euch noch eine schöne Restwoche.

LG

Sonntag, 7. April 2019

#192 Bücherregal - One for sorrow(Kurzrezension)


Titel(Englisch)One for sorrow
AutorSarah A. Denzil
VerlagCreateSpace Independent Publishing Platform
GenrePsychothriller
Seiten295 Seiten
Meine Bewertung
1,5/5

 Inhalt

Leah Smith ist überzeugt davon, dass ihre Patientin Isabel Fielding unschuldig in der forensischen Psychiatrie untergebracht wurde. Doch als Krankenschwester hat sie da kaum eine Möglichkeit diese Unschuld zu beweisen. Isabel wird vorgeworfen, dass sie mit 14 Jahren ein 6 jähriges Mädchen umgebracht hatte. Doch Isabel ist das komplette Gegenteil von einer kaltblütigen Mörderin und auch ein True-Crime-Blogger ist überzeugt von deren Unschuld. Kann Leah zusammen mit dem Blogger die Wahrheit ans Licht bringen?

Review

Es gibt viele unerwartete Wendungen und die erste Hälfte des Buches lässt sich gut lesen.

Der Handlungsverlauf ist wirklich langsam und oft hat man das Gefühl, als würde man in einer Art Zeitschleife stecken. Und mit jedem erneuten durchlaufen der Zeitschleife wird alles absurder. Das Ende befindet sich im zweiten Teil des Buches, was ich jetzt auch nicht so prickelnd finde.
Also nach dem Lesen kann ich nur hoffen, dass eine forensische Psychiatrie nicht so versagt wie in diesem Buch. Hier hätte ich mir einfach mehr Recherche und mehr Bezug zur Realität gewünscht. Natürlich können Straftäter auch von dort fliehen, aber ich bezweifle das es ausgerechnet wie im Buch beschrieben funktionieren würde. Das ist einfach nur total zufällig und so konstruiert, dass selbst ein Lottogewinn wahrscheinlicher erscheint. Das ist jetzt vollkommen überspitzt dargestellt, aber mich macht so eine falsche Darstellung immer wütend.




Fazit

Um ehrlich zu sein frage ich mich, warum ich das alles gelesen habe. Wahrscheinlich weil ich zu dem Zeitpunkt kein anderes Buch zur Hand hatte oder ich einfach gehofft hatte, dass es noch besser wird. Das Buch hatte ich kostenlos erhalten und darüber bin ich wirklich froh. Bei den großen Plattformen hat es wirklich viele sehr gute Bewertungen und ich frage mich wieso. Jeder der ein wenig Ahnung von der Materie hat erkennt die Plotholes sehr früh und wie wenig Sinn vor allem das Ende macht.
Hierbei handelt es sich um einen Psychothriller, also ist es definitiv kein Buch für Leute mit schwachen Nerven.

Freitag, 5. April 2019

#191 Bücherregal - Todesstrand


TitelTodesstrand
AutorKatharina Peters
VerlagAufbau Digital
GenreKrimi/Ostseekrimi
Seiten250 Seiten
Meine Bewertung
3/5

 Inhalt

Nach dem Emma Klar bei einem Einsatz als Polizistin entführt und gefangen gehalten wurde, erhält sie eine neue Identität und zieht nach Wismar. Aber anstatt die Füße hoch zu legen und sich einen ruhigeren Job zu suchen eröffnet sie eine Privatdetektei. Bei ihrem ersten Fall soll sie den Selbstmord eines Teenagers untersuchen, denn ihr Vater zweifelt diesen an. Und wähend den Ermittlungen stößt sie auf den Namen "Teith". Auch einer ihrer Entführer hieß so und Emma wird schnell klar was das bedeuten könnte.

Review

Der Schreibstil ist präzise und auf den Punkt gebracht, was die Spannung aufrecht erhält. Wirklich nennenswerte Nebenhandlung gibt es nicht. Mir hat vor allem gefallen, dass hier nicht auf dramatische Szenen gebaut wurde, was zudem auch nicht zum Thema gepasst hätte. So ein Thema an sich ist schon tragisch genug und muss nicht noch extra aufgebauscht werden.
Es gibt zwei Handlungsstränge und viele unerwartete Wendungen, die für Spannung sorgen.
Die Hauptprotagonisten Emma ist wirklich gut ausgearbeitet und man erfährt auch ziemlich viel über ihre nicht so schöne Vergangenheit. Dadurch versteht man auch warum sie eine Privatdetektei hat und warum ihr der Fall so Nahe geht. Auch wenn ich mich persönlich frage warum sie gewisse Risiken eingeht, schließlich will oder muss sie ja ihre neue Identität aus einigen Gründen geheim halten und an manchen Stellen wäre sie fast aufgeflogen. Ich frage mich, ob ihre persönlichen Motive in den Nachfolgebänden noch einmal aufgegriffen werden. Denn in diesem Band kommen sie eindeutig zu kurz!

Mir persönlich hätten klarere Übergänge bei Personen- bzw. Ortswechseln besser gefallen. So wird man einfach aus einer Szene gerissen und verliert dadurch schnell den Überblick. Manchmal hat man dadurch auch das Gefühl als würden wichtige Details fehlen.
Zudem gab es für das kurze Buch einfach viel zu viele Charaktere. An sich sind sie alle liebevoll gezeichnet und haben ihre Eigenheiten, jedoch hätte man sich auf einige wenige beschränken sollen. Viele bleiben deshalb blass, was ich ziemlich schade finde.
Auch fehlt mir etwas der Bezug zur Ostsee, hier hatte ich einfach mehr erwartet. Auch den Titel fand ich zu reißerisch.



Fazit

Hierbei handelt es sich um einen kurzweiligen und sehr spannenden Ostseekrimi. Durch die Themen Vergewaltigung und Menschenhandel ist es wahrscheinlich nichts für jemanden mit schwachen Nerven.
Hierbei handelt es sich um den Auftakt einer Reihe und ich bin wirklich gespannt auf die Fortsetzung.

Mittwoch, 3. April 2019

Lesemonat März 2019




Guten Morgen :)

Hier ist mein Lesemonat März und ein kleiner Rückblick.

Wie ihr sehen könnt zier jetzt seit ungefähr 20 Tagen ein neues Design meinen Blog. Ich wollte es ja gerne wieder etwas schlichter haben und die gezeichneten Bilder vom vorigen Header waren mir auch einfach zu alt. Beim jetzigen Header habe ich einfach den Hintergrund von einem Portrait mit einem Programm nach bearbeitet und da kam das raus.
Und ich habe es sogar geschafft endlich die Bildchen für die Lesemonate fertig zu stellen. Gezeichnet hatte ich sie ja schon letztes Jahr und jetzt habe ich sie in eine Grafik umgewandelt.
Da fehlen natürlich noch die Feinjustierungen, aber ich bin mir immer noch nicht ganz einig was ich überhaupt noch verändern möchte. Ich möchte halt auch keinen "sterilen" 08/15 Blog haben, der mich nur an die vielen Designvorschläge von einem großen anderen Bloganbieter erinnert. Deshalb möchte ich es auch nicht zu 100 % farblich aufeinander abgestimmt haben, da mir das einfach zu viel des Guten ist.

Für meinen Blog habe ich insgesamt 7.970 Wörter geschrieben und für meine Fanfictions ganze 6.313 Wörter was ganze 476 Wörter pro Tag macht. Ich nähere mich langsam dem Ziel von 500 Wörtern pro Tag. Ich schreibe nicht jeden Tag und manchen Tagen sind es dann 2.000 Wörter an einem Tag. Im April werde ich mal ausprobieren welche Länge die Kapitel haben werden, denn die Handlung an sich steht schon. Ich hab schon Geschichten mit 1.000, 1.500, 2.000, 3.000 und sogar 4.000 Wörtern pro Kapitel geschrieben. Da es ein Roman werden soll möchte ich auch nicht zu lange Kapitel haben, aber 2.000 erscheint mir so wenig? Mein Ziel ist es auf insgesamt 100.000 Wörter zu kommen, aber etwas mehr oder weniger ist auch nicht schlimm.

  1. Ende gut, alles gut! von Thomas Herzberg, 211 Seiten, 4/5 Sternen
  2. Die Öko-Challenge von Komplett-Media, 176 Seiten, 4/5 Sternen, Booktalk
  3. Selfies vom Mond von André Nagerski, 123 Seiten, 4/5 Sternen, Rezension
  4. Der Tote im Strandkorb von Anna Johannsen, 284 Seiten, 2,5/5 Sternen
  5. Wenn nicht jetzt, wann dann von Harald Lesch, 369 Seiten, 4/5 Sternen, Rezension
  6. To Kill a Mockingbird von Harper Lee, 324 Seiten, 4,5/5 Sternen, Booktalk
  7. Mörderinnen von Veikko Bartel, 240 Seiten, 5/5 Sternen, Rezension
  8. Nur eine Ewigkeit mit dir von Kristina Moninger, 300 Seiten, 3/5 Sternen
  9. Retribution Ridge von Anna Willett, 232 Seiten, 1,5/5 Sternen
  10. Rabenschwarze Intelligenz von Josef H. Reichhoff, 256 Seiten, 5/5 Sternen
  11. Watership Down von Richard Adams, 485 Seiten, 5/5 Sternen
  12. Unbarmherzig von Markus Kleinknecht, 424 Seiten, 4/5 Sternen
  13. Brainspam von Torsten Sträter, 191 Seiten, 3/5 Sternen
  14. Wie ich vom Weg abkam um nicht auf der Strecke zu bleiben von Eduard Freundlinger, 276 Seiten, 3,5/5 Sternen
  15. Solange die Hoffnung uns gehört von Linda Winterberg, 471 Seiten, 5/5 Sternen
  16. One perfect lie - Der Schein trügt von Lisa Scottoline, 412 Seiten, 2/5 Sternen
  17. Das Blut der Hirsche von Mons Kallentoft und Markus Lutteman, 397 Seiten, 4,5/5 Sternen Rezension
  18. Mörder von Veikko Bartel, 256 Seiten, 5/5 Sternen, Rezension
  19. In all den Jahren von Barbara Leciejewski, 449 Seiten, 4/5 Sternen
  20. Weil mein Herz dich ruft von Jennifer Waschke, 269 Seiten, 4,5/5 Sternen, Rezension
  21. Apocalypse Z von Manel Loureiro, 397 Seiten, 3/5 Sternen
  22. Du bringst mein Leben so schön durcheinander von Claire Christian, 320 Seiten, 5/5 Sternen, Rezension
  23. Papst Franziskus von Michael Hesemann, 321 Seiten, 4/5 Sternen
  24. Gier von Marc Elsberg, 448 Seiten, 4/5 Sternen, Rezension
  25. Mit allen Mitteln von Jens Bühler, 366 Seiten, 5/5 Sternen
  26. Universum für Neugierige von Harald Lesch, 258 Seiten, 4/5 Sternen
  27. Die Stille vor dem Tod von Cody McFadyen, 481 Seiten, 3/5 Sternen
  28. Der Präsident von Jame Bourne, 480 Seiten, 4/5 Sternen

Insgesamt 9.216 von 26.250 Seiten und 28 von 75 Büchern, 336 Seiten/Buch

Januar: 11 Bücher, 3.000 Seiten, 273 Seiten/Buch
Februar: 9 Bücher, 3.145 Seiten, 350 Seiten/Buch
März: 8 Bücher, 3.071 Seiten, 384 Seiten/Buch

Genre
Dystopie: 1
Humor: 1
Klassiker: 2
Krimi: 2
Psychothriller: 3
Roman: 5
Sachbuch: 6
Science-Fiction: 1
Thriller: 5
True Crime: 2

Neuzugang
-

Rezensionsexemplare
Du bringst mein Leben so schön durcheinander von Claire Christian, 320 Seiten, 5/5 Sternen
Gier von Marc Elsberg, 448 Seiten, 4/5 Sternen
Noch einmal vielen Dank dafür ♥


Lese ich gerade:
Bookless von Marah Woolf, Fantasy


Momentan suche ich noch Bücher für meine ABC-Challenge, da ich auf meinem Mini-SuB keine passenden mehr habe. Auf meinem SuB befinden sich noch 4 Bücher und 4 ebooks. In der Ausleihe sind leider immer noch nicht die passenden Bücher drin und mal schauen wie klein mein SuB im April wird.

Meine persönlichen Highlights waren:
Du bringst mein Leben so schön durcheinander von Claire Christian, 320 Seiten, 5/5 Sternen
Mit allen Mitteln von Jens Bühler, 366 Seiten, 5/5 Sternen


"Du bringst mein Leben so schön durcheinander" ist ein wirklich schönes Young Adult Buch, welches die Themen Verlust, Liebe und Freundschaft behandelt. Hier ist die Rezension dazu.
"Mit allen Mitteln" ist ein toller Thriller und ein Prequel zu dem Buch "Geister". Mir gefällt einfach der Schreibstil und der Handlungsaufbau vom Autor. Hier ist die Rezension zu "Geister".

Und enttäuscht hat mich diesen Monat nur "Die Stille vor dem Tod" von Cody McFadyen. Die Vorfreude auf das Buch war einfach riesig und da habe ich einfach mehr erwartet. Ich habe die Reihe einfach geliebt und bin wirklich traurig darüber, dass der 5. Band qualitativ so schlecht ist.

Im April steht einiges an und ich möchte den Blog auf Vordermann bringen. Ich habe das Genre "Sachbuch" auf eine einzelne Unterseite gepackt, damit man sich bei den um die 40 Rezensionen zurecht findet. Ansonsten möchte ich nur noch ein Booktalk pro Monat veröffentlichen, da 8 Rezensionen plus 2 Booktalks pro Monat einfach zu viel sind. Ansonsten bin ich am überlegen, ob meine Zeichnungen eventuell für den ein oder anderen interessant sein könnten. Ich zeichne ja schon einige Zeit fotorealistisch. Zudem könnte ich auch wieder vermehrt eigene Texte posten oder allgemein wieder mehr über andere Themen schreiben. Wenn ihr also Vorschläge habt, dann könnt ihr die mir gerne mitteilen.

Liebe Grüße

Sonntag, 31. März 2019

#190 Bücherregal - Walk into silence(Kurzrezension)


Titel(Englisch)Walk into silence
AutorSusan McBride
VerlagThomas & Mercer
GenrePsychthriller
Seiten368 Seiten
Meine Bewertung
4/5

 Inhalt

Als Patrick seine Ehefrau Jenny als vermisst meldet ist lange Zeit nicht klar, ob sie nicht doch freiwillig das Weite suchte. Als sich die Polizei auf die Suche nach Jenny macht wird schnell klar wie sehr Patrick seine Frau kontrollierte. Und das auch die erste Ehe von Jenny alles andere als schön war. Ihr einziger Sohn starb mit 6 Jahren bei einem Unfall und es war nie ganz klar, ob es wirklich nur ein Unfall war oder nicht. Wie hängen all die Dinge zusammen, wenn sie überhaupt einen Zusammenhang haben?

Review

Der Schreibstil ist angenehm flüssig zu lesen.
Durch die vielen Wendungen bleibt die Handlung spannend und mir fiel es oft schwer das Buch auf Seite zu legen, da ich einfach wissen wollte warum die Frau verschwand.
Die Handlung dreht sich um einige wenige Charaktere, die alle ihre Eigenheiten haben. Dadurch das es so wenige sind, erfährt man einiges über sie.
Vor allem über die Hauptprotagonisten Jo Larsen erfährt man ziemlich viel und die Andeutungen machen einfach Lust auf mehr. Aus dem Grund bin ich auch gespannt auf die Folgebände, da sie mir als Ermittlerin durchaus gefällt. Die Nebenhandlung rund um ihr Privatleben und ihre Vergangenheit fügt sich gut in die Haupthandlung ein und drängt sich nicht in den Vordergrund.
Was mir auch gefallen hat ist, dass man das meiste über Jenny und Finn in Form von Tagebucheinträgen erfährt.

Leider gibt es am Ende des Buches einige offene Fragen übrig. Ich weiß nicht, ob das beabsichtigt ist oder nicht, aber ich hätte gerne das ein oder andere schon gerne noch gewusst.



Fazit

Hierbei handelt es sich um den 1. Teil einer Buchreihe, jedoch ist die Handlung rund um Jenny in sich geschlossen. Das heißt es gibt ein passendes Ende und man muss nicht den 2. Teil lesen um herauszufinden wie das alles ausging.
Das Buch ist wahrscheinlich nichts für jemanden, der nicht mit den Tod von Kindern und PTBS umgehen kann.

Freitag, 29. März 2019

#189 Bücherregal - Irreparable harm


TitelIrreparable harm
AutorMelissa F. Miller
VerlagBrown Street Books
GenreThriller
Seiten448 Seiten
Meine Bewertung
3/5

 Inhalt

Jemand verkauft eine Smartphone-App an den Meistbietenden, welche in der Lage ist ein Linienflugzeug zum Absturz zu bringen. Um die Echtheit dieser App zu demonstrieren bringt dieser kurzer Hand ein Flugzeug zum Absturz. Die Anwältin Sasha McCandless weiß nichts von dieser App und stößt in ihrer Recherchearbeit auf diese. Aber kann sie einen erneuten Absturz verhindern und auch noch beweisen, dass diese App tatsächlich existiert?

Review

Das Buch hat einen rasanten Handlungsverlauf und ich habe es in einem durch gelesen und es geht um ein durchaus interessantes Szenario. Der Schreibstil ist angenehm flüssig zu lesen.

Sasha ist mir als Hauptprotagonisten einfach zu perfekt. Wie schafft sie es so viele gut ausgebildete Männer nur mit Krav Maga zu überwältigen? Das dient ja eigentlich nur zur Selbstverteidigung und ich glaube kaum, dass Privatpersonen es lernen wie man zum Beispiel Wangenknochen oder Finger bricht. Zudem schafft sie es trotz Schmerzen weiter zu kämpfen und auch vor Gericht zu gehen was einfach alles andere als realistisch ist. Zudem lassen sich solche Schläger meistens nicht so einfach umlegen, schließlich sind Schlägereien/Morde ihr Job.
Aber nicht nur die Anwältin ist in der Lage den Schmerz zu ignorieren, sonder auch der Air Marshal schafft es eine gebrochene Nase zu ignorieren. Und mit dem gebrochenen Finger schafft er es sogar ohne große Probleme den Abzug einer Waffe zu betätigen. Das klingt einfach alles sehr unrealistisch.
Teilweise ist mir die Handlung zu vorhersehbar und es werden viel zu viele Klischees verwendet.
Vor allem das Ende fand ich zuweit hergeholt. Mir erscheint das alles zu konstruiert und ganz so als wolle man alle offenen Fragen auf so wenig Seiten wie möglich beantworten.
An manchen Stellen war alles einfach viel zu detailliert für einen Thriller. Zum Beispiel wird genau auf die Kleidung, das Essen und Krav Maga eingegangen. Und da habe ich mich schon gefragt, warum so etwas bis ins kleinste Detail erwähnt auch wenn es absolut keinen Einfluss auf den Handlungsverlauf hat.
Die Charaktere bleiben flach/blass und austauschbar und es findet kaum Charakterentwicklung statt. Vor allem die Kombination von Air Marshal und Anwalt fand ich sehr unrealistisch.


Fazit

Das Buch ist gut für zwischendurch.  Teilweise überwiegt der juristische Teil und es kam mir eher wie ein 'hardcore legal thriller' vor. Das nimmt etwas die Spannung, da vieles einfach keine Rolle spielt und man die ganzen Informationen über die Firma einfach hätte weglassen können.
Die Bewertungen vom Buch waren relativ gut, deshalb war auch meine Erwartung ziemlich hoch. Leider wurde diese nicht erfüllt. Das Buch hatte ich kostenlos im Rahmen einer Aktion erstanden.

Mittwoch, 27. März 2019

Verwundete Seele




Hallo,

Heute gibt es den 2. Teil vom Eintrag zu dem Thema PTBS/kPTBS.

Ich werde jetzt 2 Traumata aus meinem Leben einmal näher beschreiben. Das könnte eventuell triggern, wobei ich versuche beide möglichst oberflächlich zu beschreiben. Trotzdem habe ich es vorsichtshalber unter einen Spoiler gepackt. Mir fällt es nach wie vor sehr schwer bei so etwas ins Detail zu gehen ohne selbst davon getriggert zu werden. Mittlerweile kann ich das so wie ich es in dem Beitrag aufgeschrieben habe ohne größere Probleme erzählen, aber auch nur weil ich oft genug darüber geschrieben und geredet habe.


Sonntag, 24. März 2019

#188 Bücherregal - Gier





TitelGier - Wie weit wirst du gehen?
AutorMarc Elsberg
Verlagblanvalet
GenreWirtschaftsthriller
Seiten448 Seiten
Meine Bewertung
4/5

 Ich bedanke mich hiermit recht herzlichst bei dem Bloggerportal vom Randomhouse für das Bereitstellen eines Rezensonsexemplares.

Inhalt

Weltweit gibt es mehrere große Demonstration aufgrund einer neuen Wirtschaftskrise. Diese Krise stürzt Länder in den bankrott und Menschen in den Ruin. Die Konflikte geraten außer Kontrolle und einige wenige Menschen schlagen Profit aus der Krise. Um die negativen Folgen abzuschmälern findet in Berlin ein Gipfeltreffen statt. Dort soll ein Nobelpreisträger eine Rede halten, denn er ist der Meinung Wohlstand sei für alle möglich. Soweit kommt es jedoch nicht, da er bei einem angeblichen Autounfall ums Lebens kommt. Der Ersthelfer Jan Wutte sieht jedoch, dass es eben kein Unfall war und wird zu einem gefährlichen Zeugen. Aus dem Grund wollen die Unfallverursacher ihn loswerden, doch dafür müssen sie ihn erst einmal finden.


Review

Die verschiedenen Theorien werden leicht verständlich anhand von Beispielen und Zeichnungen erklärt. Sie finden oft direkt Anwendung in der Story und so wird eine Theorie anhand von einem Glücksspiel erläutert. Oft liegt der Fokus auf eben solchen Theorien, weshalb ein Interesse an der Wirtschaft durchaus von Nutzen sein kann.
Die Charaktere sind grundverschieden, was oft für Spannung sorgt. Hier treffen viele Klischees aufeinander, was ich sehr schade finde. Es gibt sowohl sehr reiche als auch den Pfleger Jan, der gerne etwas mehr verdienen würde. Zudem zweifelt er auch daran, dass man auf legalem Wege reich werden kann. Jedoch bleiben die Charaktere bis zum Schluss eher blass, da die Handlung an sich im Vordergrund bzw. Fokus steht.
Der Handlungsverlauf ist recht rasant und spiegelt sich auch oft in den kurzen, abgehakten Sätzen und Kapiteln wider. Der Schreibstil ist zwar anfangs gewöhnungsbedürftig, aber er ist trotzdem angenehm flüssig zu lesen.

Es gibt viele Längen bedingt durch die unendlich vielen Verfolgungsjagden und Theorien. Hier fand ich es teilweise total verwirrend, dass die Verfolger Jan quasi immer direkt gefunden haben. In einer Millionenstadt wie Berlin klingt das total abwegig. Und wenn die Protagonisten mal nicht auf der Flucht waren wurden verschiedene Theorien erklärt.
Die ständigen Perspektivwechsel haben auch nicht gerade dazu beigetragen den Überblick zu behalten.
Was mich mit Abstand am meisten gestört hat ist die ständige Erklärung der Theorie. Es ist zwar schön dargestellt und erklärt anhand von Zeichnungen, aber ab einem gewissen Punkt ist der Fokus zu sehr auf dieser Theorie. Vor allem das Ende wird dadurch zu einer einzigen Geduldsprobe finde ich, da die ständigen Erläuterungen zu sehr vom eigentlichen Geschehen ablenken.


Fazit

Um ehrlich zu sein fällt es mir wirklich schwer das Buch zu bewerten. Das Thema ist aktuell, denn es befasst sich mit der derzeitigen Wirtschaft und wieso diese nicht für alle Beteiligten vorteilhaft ist. Mir hatten die Bücher "Helix" und "Zero" von Marc Elsberg jedoch um Welten besser gefallen. Das gewählte Thema ist jetzt nicht schlecht, aber die Ganze resultierende Verfolgungsjagd erscheint mir zu aufgebauscht. Es gibt so viele kontrovers diskutierte Theorien und warum sollte dann ausgerechnet so eine Theorie zu einem Mord in Deutschland führen? Und es wurde nie so ganz erläutert warum die Wirtschaft in Europa am zusammen brechen ist.
Hierbei handelt es sich eindeutig um eine Wirtschaftsthriller und das merkt man beim Lesen auch. Ich habe bisher schon einige Wirtschaftsthriller gelesen und in diesen wurde sich nie so ausführlich mit der Thematik "Wirtschaft" auseinandergesetzt. Dadurch ging der Thrillerteil leider etwas unter und man vergisst leicht, dass die Protagonisten eigentlich auf der Flucht sind.

Freitag, 22. März 2019

#187 Bücherregal - Biest


TitelBiest(Solveigh-Lang Reihe 2)
AutorJenk Saborowski
VerlagPiper
GenreThriller
Seiten432 Seiten
Meine Bewertung
3,5/5

 Inhalt

Die europäische Geheimpolizei ECSB hat erfahren, dass Terroristen an den gefährlichsten Computervirus gelangt sind. Geplant ist ein Anschlag ungeahnten Ausmaßes, weshalb sch die Agentin Solveigh Lang zusammen mit einem Journalistin auf die Jagd nach den Terroristen macht. Schaffen sie es noch rechtzeitig den Virus zu stoppen?

Review

Der Handlungsverlauf ist rasant und wurde in einem angenehm flüssigen Schreibstil verfasst.
Das Szenario ist durchaus realistisch und vor allem auch beängstigend.

Mir waren die Kapitel viel zu kurz und dadurch gab es auch viel zu rasante bzw. abrupte Ortswechsel(bzw. POV-Wechsel). Deshalb bleibt der Spannungsbogen auch relativ flach.
Die Handlung ist teils zu konstruiert und enthält viel zu viele glückliche Zufälle und wird aus dem Grund auch vorhersehbar und klischeehaft. Stellenweise ist sie zudem sehr abstrus vor allem wenn sie sich in eine Sackgasse manövriert passieren die komischsten Sachen! Da hätte man einiges realistischer gestalten müssen.
Wegen der Nebenhandlung wirkt es weniger wie ein Thriller und ist auch streckenweise zu langatmig, weshalb ich einen Punkt in der Bewertung abziehe. Es gibt einfach zu viele nicht relevante Informationen.
Durch die vielen Handlungsstränge verliert man leicht den Überlick, da sie erst viel zu spät aufeinander treffen und man sich oft fragt was das überhaupt alles für eine Rolle im Endeffekt spielt.
Eigentlich erfährt man nur über Long mehr und die restlichen Personen bleiben blass/flach und im Grunde austauschbare Nebencharaktere. Warum bleiben ausgerechnet die Protagonisten von allem Unglück verschont?



Fazit

Hierbei handelt es sich um den 2. Teil einer Reihe.
Es wird ein sehr akutelles Thema aufgegriffen: Wie sicher ist ein AKW bei einem Terroranschlag? Es gibt ein Personenregister am Ende des Buches und jedes Kapitel ist mit Ortsangaben versehen.
Da die Handlung so verdichtet ist muss man schon sehr aufmerksam lesen um den Überblick zu behalten.
Und eine Frage die ich mir die ganze Zeit gestellt habe ist: Wieso darf die Special Agent trotz Clusterkopfschmerzen weiter arbeiten? Selbst wenn diese mit Medikamenten unter Kontrolle gebracht werden können diese ganz unverhofft bemerkbar machen. Und so stark wie diese sind, dürfte sie doch eigentlich nicht mehr in diesem Beruf arbeiten?

Mittwoch, 20. März 2019

PTBS/kPTBS in der Literatur



Hallo,
Heute gibt es einen längeren Beitrag zum Thema "komplexe Posttraumatische Belastungsstörung" bzw. "Traumafolgestörung" und auch "Posttraumatische Belastungsstörung". Hauptsächlich möchte ich darüber schreiben, da zu dem Thema wirklich sehr viele Vorurteile existieren und auch im Alltag werde ich immer wieder mit denen konfrontiert. Nicht jeder mit einer kPTBS oder PTBS hat einen Krieg erlebt oder wurde gefangen gehalten. Man ist nicht automatisch gefährlich, nur weil man traumatisiert ist. Und nicht jedes Trauma führt automatisch zu einer PTBS oder kPTBS. Meistens passiert das wenn das Gehirn in dem Modus "flüchten, kämpfen oder Schockstarre"-Modus stecken bleibt. Das flüchten, kämpfen oder in Schockstarre geraten ist eigentlich eine ganz normale Reaktion auf so ein traumatisches Erlebnis. Wenn es jedoch nie aus diesem Modus rauskommt, dann kommt es zu einer PTBS/kPTBS.
Wenn das Gehirn mit der Situation an sich überfordert ist, dann spaltet es quasi den Teil der Erinnerung ab, trennt das erlebte(rationale) von den Emotionen und lässt einen das alles in Form von Flashbacks u.a. immer wieder erleben, bis es das endlich als ganz normale Erinnerung abhaken kann. Diese Spaltung passiert nur, weil das Gehirn nicht in der Lage ist das erlebte wie eine "normale" Erinnerung abzuspeichern. Wenn man es ganz grob umschreiben will passt das ungefähr.
Bei der kPTBS handelt es sich in der Regel um ein länger andauerndes traumatisches Erlebnis(wie zum Beispiel häusliche Gewalt) und das Opfer hat keinen Anhaltspunkt, dass es je aus der Situation entfliehen kann.
Das hat beides nichts mit Schwäche zu tun und kann jeden treffen, egal wie stark oder schwach dieser Mensch ist.
Bei einer PTBS/kPTBS hat man Angst davor, dass das alles wieder passieren könnte. Deshalb helfen auch so Sprüche wie "Du brauchst keine Angst davor zu haben" nicht, denn man hat das ja schon alles selbst erlebt wovor man Angst hat und weiß, dass die Angst durchaus gerechtfertigt ist. Jeder Trigger kann einen in den Überlebensmodus(flight, fight, freeze) bringen und es ist wirklich schwer den wieder zu verlassen.
Triggern kann alles was an das traumatische Erlebnis erinnert: Gerüche, der Ort, Kleidung, Musik und vieles mehr. Deshalb versuchen viele genau diese zu vermeiden, was aber nicht immer möglich ist.

Bei der PTSB kommt es zu Intrusionen(Gedanken drehen sich immer wieder um das Ereignis), Flashbacks(man erlebt das Trauma in Form von Bildern, körperlich oder emotional immer wieder), Hypervigilanz(erhöhte Aufmerksamkeit was Umgebung betrifft, man ist quasi immer auf der Hut), Alpträume, Vermeidungsverhalten und vieles mehr. All das taucht meist Monate nach dem traumatischen Erlebnis auf. Bei der kPTBS kommen noch weitere Sachen hinzu wie erlernte Hilflosigkeit, sich nicht dazu gehörig zu fühlen, Schlafprobleme sind stärker ausgeprägt, Hypervigilanz sowohl bei Umgebung als auch bei Menschen, ausgeprägtes Schamgefühl und vieles mehr.







Auch in Büchern, Filmen o.ä. verpassen Autoren ihren Charakteren gerne mal eine PTBS. Die Gründe dafür sind unterschiedlich und zum Beispiel nutze ich es oft um einfach über all das erlebte schreiben zu können. Einiges was in meinen Geschichten auftaucht habe ich jedoch selbst nie erlebt. Leider gibt es aber auch Autoren, die damit ihren Charakteren nur die nötige "Kaputtheit" geben wollen um Sympathie/Mitleid zu generieren. Oder sie wollen einfach nur einen total durchgeknallten Menschen darstellen, dessen Vergangenheit ihn zu einem unberechenbaren Menschen gemacht hat.  Und damit schießen sie meilenweit übers Ziel hinaus, vor allem wenn sie sich nicht anständig mit dem Thema befassen. Eine PTBS ist jetzt nicht das gleiche wie eine kPTBS, aber sie sind sich doch sehr ähnlich. Natürlich kann diese die Person als solche komplett verändern und ich will jetzt auch nicht leugnen, dass unter den Betroffenen keine gewalttätigen Menschen gibt. Aber nicht jeder mit einer PTBS oder kPTBS wird automatisch zu einem Mörder u.a.! Und ich finde es einfach nur schrecklich, wenn dadurch quasi noch Mitleid mit dem Täter erzeugt werden soll. So frei nach dem Motto: "Der konnte ja gar nicht anders als diese abscheuliche Tat auszuführen". Vor allem bei Psychothrillern fällt mir das auf, dass gerne mit diesem Klischee argumentiert wird. Natürlich gibt es solche Mörder, aber die haben dann meist nicht nur eine PTBS oder kPTBS und das wird dann gerne absolut vorgelassen.

Es dauert außerdem wirklich lange bis eine Besserung eintritt und es wird nicht plötzlich besser nur weil die Liebe des Lebens auftaucht o.ä. Ein traumatisches Erlebnis hat man auch nicht sofort vergessen und das wird leider oft gar nicht erwähnt. Natürlich stumpft man irgendwann ab, wenn man es täglich erlebt. Aber anfangs hat man doch sehr damit zu kämpfen und das wird einfach ignoriert. Vor allem in Dystopien oder Thrillern erlebe ich das oft und es nervt einfach nur noch.

Teilweise picken sich die Autoren auch nur Kleinigkeiten raus und vergessen dabei ganz, dass die PTBS eben nicht nur Flashbacks beinhaltet. So frei nach dem Motto: "Das passt gerade zur Handlung"! Auch wenn es nur eine milde Verlaufsform der PTBS ist, hat man dennnoch mit mehreren Problemen zu kämpfen. Und die Intrusionen/Flashbacks lassen einen nicht kalt und das obwohl das gerne so dagestellt wird. Natürlich löst so etwas nicht durchgehend die gleiche Reaktion aus, aber sie sind wirklich selten einfach zu ignorieren oder bei Seite zu schieben, vor allem wenn man sich nie wirklich mit dem Geschehenen auseinander gesetzt hat.

Weil der Blogeintrag so lange geworden ist gibt es nächste Woche den 2. Teil. In dem geh ich genauer auf meine Traumata ein und wie das meinen Alltag beeinflusst. Eine PTBS/kPTBS wirkt sich bei jedem anderen aus. Auch wenn für die Diagnose bestimmte Kriterien erfüllt werden müssen, sind diese nicht bei jedem gleich stark ausgeprägt. Vor allem wenn dann noch andere psychische Erkrankungen hinzukommen wird es ganz schön kompliziert.

Wenn ihr noch Fragen habt, dann könnt ihr die gerne stellen. Das geht per Mail(shinju91[at]yahoo.de), als Kommentar hier unter dem Blog oder auf einem meiner Social Media Kanäle.

LG

Sonntag, 17. März 2019

#186 Bücherregal - Du bringst mein Leben so schön durcheinander








Titel(Deutsch)Du bringst mein Leben so schön durcheinander
AutorClaire Christian
VerlagThienemann Verlag
GenreRoman/YoungAdult
Seiten320 Seiten
Meine Bewertung
5/5


Ich bedanke mich hiermit recht herzlichst bei Netgalley.de für das Bereitstellen eines Rezensionsexemplares.


 Inhalt

Als Gideon den Nebenjob bei einem Schnellrestaurant annimmt, lernt er Ava kennen. Die beiden gehen auf die gleiche Schule und sind grundverschieden. Lediglich das hadern mit ihren Problemen eint sie, denn beide haben mit ihrem Leben zu kämpfen. Mit der Zeit entwickelt sich zwischen den beiden eine tiefe Freundschaft. Doch als sich daraus mehr entwickelt droht es chaotisch zu werden.

Review

Der Schreibstil ist flüssig und leicht zu lesen, wobei er alles andere als bildhaft ist. Das passt auch zum eher ruhigen Handlung.
Diese wird abwechselnd aus der Sicht von Ava und Gideon erzählt. Das merkt man nicht nur am Schreibstil, sondern auch an der unterschiedlichen Gedankengängen und ich finde es gut umgesetzt. Beide sind einfach komplett unterschiedlich nach außen, auch wenn sich einige ihrer Gedankengänge durchaus ähneln.

Der Handlungsverlauf ist eher langsam und ich finde es schön, wie sich die Beziehung der beiden Hauptprotagonisten mit der Zeit verändert. Es wäre einfach vollkommen unrealistisch gewesen, wenn das von jetzt auf gleich passiert wäre.

Was ich schön finde ist, dass das Kintsugi(japanische Art um zerbrochene Keramik zu reparieren -> Risse werden mit Lack/Kittmasse(versetzt mit Gold-/Silber-/Platinpulver) aufgefüllt) verwendet wird um die Freundschaft der beiden zu beschreiben. Es ist eine schöne Metapher, welche auch auf dem Cover wieder zu finden ist.

Bemerkenswert finde ich auch die gefühlvollen Gedichte, die wirklich gut ins Deutsche übersetzt wurden. Sie spiegeln Gideons Gefühlswert wieder. Ich finde es passt auch zu Gideon, dass er den Vorschlag mit den Briefen macht. Diese Briefe werden mit unterschiedlicher Schriftart im Buch abgedruckt und ich finde es schön, wie diese in die Handlung eingebaut wurden.
Die Handlung schaukelt sich im Laufe immer weiter hoch und entlädt sich quasi gegen Ende. Mich hat das Ende defintiv überrascht, denn ich hatte mit etwas ganz anderen gerechnet. Trotzdem zeigt es auch, dass nicht immer alles so ist wie es scheint und das macht das alles nur noch realistischer und ergreifener. Oft habe ich das Buch auf Seite legen müssen, da es mich doch ziemlich mitgenommen hat.


Fazit

Das Buch ist nichts für Leser, die durch Themen wie Depression, Selbstverletzendes Verhalten, Tod oder Suizid getriggert werden könnten. Obwohl ich aufgrund des Themenkomplexes anfangs eher skeptisch war, bin ich im Nachhinein froh dieses Buch gelesen zu haben. Die Autorin geht wirklich sensibel mit dem Ganzen um und es ist eine realistische und authentische Handlung. Es ist halt nicht alles rosarot, nur weil man sich in jemanden verliebt und das wird hier mehr als deutlich gezeigt. Jeder hat sein Päckchen zu tragen und genau das kann einen in den unpassendsten Momenten zum Verhängnis werden.

Die Geschichte an sich ist unglaublich emotional und tiefgründig. Man merkt einfach wie überfordert die beiden sind und wie wenig sie ihre eigenen Gefühle unter Kontrolle haben. Vor allem das unerwartete Ende unterstreicht das alles noch, denn das zeigt einfach zu was einzelne Handlungen in emotionsgeladenen Situationen führen können. Im Gegensatz zu anderen Romanen mit dem Themenkomplex ist im Grunde alles andere dramatisch, was ich gut finde. Das Buch überzeugt einfach mit den vielen ruhigen und normalen Abschnitten und zeigt, dass der Fokus bei so etwas nicht zwangsläufig auf den Schattenseiten eines solchen Schicksalsschlages liegen muss. An sich regt es einfach zum Nachdenken an und zeigt, dass das Leben auch nach so etwas weiter geht.

Freitag, 15. März 2019

#185 Bücherregal - Kalter Grund


TitelKalter Grund
AutorEva Almstädt
VerlagBastei Lübbe
GenreKrimi/Lokalkrimi
Seiten272 Seiten
Meine Bewertung
4/5

 Inhalt

Auf dem Hof von einem Bauernhof in dem idyllischen Ostholstein werden drei Leichen gefunden. Dies ist der erste große Fall von der Kommissarin Pia Korittki, der sie direkt mit den weniger schönen Seiten der Ermittlungsarbeit konfrontiert. Vor allem ihr Kollege Unruh hätte lieber einen erfahrenen Kollegen an seiner Seite. Nachdem auch noch eine 16-jährige aus dem Dorf verschwindet wird klar, dass der Fall komplizierter ist als zuerst angenommen.

Review

Der Fall an sich ist spannend und durchaus interessant. Der Spannungsbogen bleibt jedoch relativ flach und es gibt eine ruhige Handlung mit vielen Wendungen.
Außerdem gibt es viele verschiedene und ineinander verwobene Handlungsstränge mit vielen liebevollen Details. Man kann sich alles prima vorstellen.
Typisch für einen Lokalkrimi sind die ausführlichen Beschreibungen der Umgebung und Orte. Man merkt definitiv, dass es sich um Dorfmenschen handelt da niemand so wirklich mit der Polizei reden möchte.
Durch die düstere und bedrohliche Atmosphäre hat man ständig das Gefühl, dass es ein verschneiter und bewölkter Tag ist.
Die Handlung ist logisch aufgebaut und in sich schlüssig. Das Cover passt zur Handlung und Grundstimmung.
Es gibt ziemliche viele Charaktere und der Fall ist eher undurchsichtig. Das erhöht die Spannung, da viele als Täter in Frage kommen und die Familie nicht sehr beliebt war im Dorf.

Teilweise sind die Formulierungen recht holprig, was bei einem Debüt relativ normal ist. Auch die Dialoge hätten besser sein können.
Die Charaktere bleiben bis zum Schluss blass, was kein Wunder bei so einem kurzen Krimi ist. Trotzdem sind einige durchaus sympathische und liebevoll gezeichnete Charaktere dabei.
Pia ist mir etwas zu naiv und leichtsinnig für den Beruf. Sie hat es schwer sich als weiblicher Grünschnabel bei ihren Kollegen und den Dorfbewohnern  zu behaupten.
Die Bettgeschichte hätte definitiv nicht sein müssen.
Es gibt keine Stellen die den Krimi auflockern und somit ist er durchgehend ernst.


Fazit

Das Buch ist schnell durch gelesen und eher leichte Kost. Es eignet sich prima für zwischendurch und ist unterhaltsam. Man bekommt richtig Lust darauf den Nachfolgeband zu lesen. Es ist überhaupt nicht brutal oder blutig und die Mordopfer bzw. Tatorte werden sehr knapp beschrieben. Es ist definitiv ein guter Einstieg in die Bücherreihe. Auch wenn es kein Pageturner ist kann man das Buch weiter empfehlen, da es sich für den Urlaub oder einen entspannten Abend eignet.
Man sollte das Buch aufmerksam lesen, da der Mörder nicht so leicht zu erraten ist. Der Hauptaugenmerk liegt auf Pias Leben und wie sie arbeitet.
Hierbei handelt es sich um einen typischen norddeutschen Krimi, die Ermittlungen sind wichtiger als alles andere und die menschlichen Abgründe und Intrigen spielen eine große Rolle.

Mittwoch, 13. März 2019

#21 Booktalk - To Kill a Mockingbird

Hallo,

Im Januar hatte ich den Klassiker "To Kill a Mockingbird" von Harper Lee gelesen. Und heute möchte ich es euch gerne in einem Booktalk vorstellen, da er mich ziemlich nachdenklich gestimmt hat. Und dieses Buch handelt von nach wie vor sehr wichtigen Themen.






Atticus verteidigte zur Zeit der Depression in den 30er Jahren in den Südstaaten der USA einen jungen Afroamerikaner, der eine "weiße" Frau vergewaltigt haben soll. Erst ist es Atticus seiner Tochter Scout gar nicht bewusst was für Ausmaße dieser Gerichtsprozess annimmt und in welche Gefahr ihre Familie durch den Job von ihrem Vater gerät. Wichtige Themen sind in diesem Buch Segregation, Erwachsen werden und Gerechtigkeit.

Die gesamte Handlung wird aus der Sicht von einem 8 jährigen Mädchem erzählt und dieses merkt man auch immer wieder. Sie kann es einfach nicht verstehen, dass Mitte der 30er Jahre in Alabama für einen Farbigen kein fairer Prozess vorgesehen ist. Er oder sie ist immer schuldig, egal wie die Beweislage ist. Ich finde es gut, dass Harper Lee diese Erzählweise gewählt hat und so wird auch immer wieder hervorgehoben wie normal die Rassentrennung/Segregation für die Erwachsenen war, aber halt nicht für die Kinder. Es ist auch erstaunlich wie gut es der Autorin gelingt die Sprache darzustellen ohne in ein zu kindliches Sprachniveau abzurutschen. 
Was mich wirklich positiv überrascht hat sind die vielen durchaus lustigen Momente, die im starken Kontrast zu den doch sehr schrecklichen Themen in diesem Buch stehen. Es hebt noch einmal hervor wie normal Rassentrennung zu der Zeit war.
Vor allem bei der Tante sieht man wie schrecklich Vorurteile sind. Den Kindern wird verboten mit bestimmten Kindern zu spielen, da diese quasi nicht gut genug für diese sind(white trash). Das heißt der Stand innerhalb der Gesellschaft in dieser Gemeinde bestimmte mit wem man spielen durfte und mit wem eben nicht. 
Und es wird immer wieder hervor gehoben, dass die durch Rassentrennungen entstandenen unterschiedlichen Welten nicht miteinander vermischt werden dürfen. Atticus verteidigt als  Anwalt einen Afroamerikaner und bringt damit nicht nur sich selbst, sondern all seine Verwandten in Verruf, denn zu der Zeit war es nicht üblich genau dieses zu tun. Auch wenn Atticus es versucht seine Kinder vor den Auswirkungen des Gerichtsprozesses zu schützen, kann er gewisse Sachen einfach nicht verhindern. Und das zeigt einfach wie grausam die Gesellschaft zu der Zeit war und das es so etwas in der jetzigen Zeit eigentlich nicht mehr geben dürfte. Leider ist das Thema immer noch aktuell, weshalb das Buch auch noch nach wie vor sehr wichtig ist.
Die Handlung kommt mit einer handvoll grundverschiedener Hauptprotagonisten aus, die alle liebevoll gestaltet wurden. Am meisten hat mir Atticus gefallen, da er trotz all dem Gegenwind an seinen Ideen festhält und sich für das Gute einsetzt.

Man lernt wirklich viel über die Gesellschaft in den Südstaaten der USA in den 30er Jahren und kann sich ungefähr vorstellen, wie es ist dort aufzuwachsen. Die Autorin schafft es ein wirklich gut die Vorurteile und Grausamkeiten darzustellen ohne zu übertreiben.

Das Buch zeigt einem mehr als deutlich, dass es wichtig ist jeden Menschen ungeachtet der Herkunft zu respektieren. Ich kann dieses Buch wirklich jedem empfehlen, da es ein wirklich guter Klassiker ist. Es erinnert einen immer wieder daran was wirklich zählt bei einem Menschen und das ist auf alle Fälle nicht das Geld oder die Hautfarbe. 

Viele Grüße

Sonntag, 10. März 2019

#184 Bücherregal - Weil mein Herz dich ruft







Titel(Deutsch)Weil mein Herz dich ruft
AutorJennifer Waschke
VerlagForever by Ullstein
GenreLGBTQIA/Jugendbuch/Young Adult
Seiten230 Seiten
Meine Bewertung
4,5/5



Ich bedanke mich hiermit recht herzlichst bei Netgalley.de für das Bereitstellen eines Rezensionsexemplares.

 Inhalt

Eigentlich war sich Johanna immer sicher, dass Bea nur ihre beste Freundin war und nicht mehr. Sie waren beide schon mit Jungs zusammen und vor allem für Jo stand fest, dass eigentlich nichts anderes infrage kommt. Doch ausgerechnet ein Kuss zwischen den beiden Freundinnen stellt diese Freundschaft auf eine harte Probe. Denn plötzlich ist für Jo nichts mehr so klar und sie fragt sich, ob sie sich tatsächlich in Bea verliebt hat und diese Liebe eventuell auf Gegenseitigkeit beruht?

Review

Man fliegt quasi nur so durch die Seiten und hofft die ganze Zeit darauf, dass es ein Happy-End geben wird. Der Schreibstil der Autorin ist angenehm flüssig zu lesen und durch die detaillierten Beschreibungen kann man sich alles gut vorstellen.
Was ich vor allem gut fand ist der langsame Aufbau der Liebe. Und auch mit welchen Ängsten und Sorgen Johanna zu kämpfen hat, denn eigentlich ist Bea ihre beste Freundin und nicht mehr. Zudem möchte sie diese Freundschaft nicht verlieren und hat Angst davor das genau dieses passiert.
Man durchlebt schon sehr viele Höhen und Tiefen mit Johanna, denn sie steht kurz vor ihrem Abitur und damit auch vor der Entscheidung wie es beruflich weiter gehen soll. Zudem hat sie Angst davor, dass ein Umzug für ein Studium ihre Freundschaft zu Bea gefährden könnte und hier konnte ich sehr gut mitfühlen.
Aber auch bei den anderen Themen war ich immer wieder gespannt darauf wie die beiden Hauptprotagonisten Bea und Jo handeln werden und wie das die verschiedenen Handlungsstränge beeinflusst.
Die Charaktere sind wirklich liebevoll gezeichnet und alle haben ihre Eigenheiten. Vor allem Bea und Jo sind sympathisch. Die Handlung wird ausschließlich aus der Sicht von Johanna(Jo) erzählt und trotzdem erfährt man sehr viel über Bea, da die beiden beste Freundinnen sind und sich bis dieser Kuss passierte wie ein offenes Buch lesen konnten.

Leider ist das Buch sehr kurzweilig und ich wäre gerne länger in dieser Handlung verweilt. Es hat insgesamt nur 230 Seiten, was ziemlich wenig für all die Handlungsstränge bzw. Themen ist. Das macht das Buch jetzt nicht weniger schön, aber ich finde es einfach schade.


Fazit


Hierbei handelt es sich um einen LGBTQIA-Roman, wer also mit solchen Sachen nicht umgehen kann sollte das Buch nicht lesen. Auch die weniger schönen Seiten rund um das Thema "Coming-Out" werden behandelt und dafür Hut ab an die Autorin. Eigentlich sollte es eine Selbstverständlichkeit in unserer heutigen Gesellschaft sein, dass auch homosexuelle Paare Anerkennung finden. Doch leider ist dem nicht so und einigen fällt es schwer so etwas zu tolerieren. Aber auch die eigene Akzeptanz bei diesem Thema von Jo wird hier beleuchtet und zeigt auch wie wichtig es ist so etwas erst einmal selbst zu akzeptieren.
Es ist vor allem ein Buch über Freundschaft, in dem Jo zu sich selbst findet und lernt auch dazu zu stehen. Es zeigt das Liebe kein starres Konstrukt ist und nur weil man einmal in einen Mann verliebt war zum Beispiel, ewig nur Männer lieben wird.