Mittwoch, 11. Dezember 2019

#003 Manga - Witch Hat Atelier




Titel(Deutsch)Atelier of Witch Hat 
Titel(Englisch)Witch Hat Atelier
AutorKamome Shirahama
VerlagEgmont Manga
GenreAbenteuer/Fantasy
Bände4
Meine Bewertung
5/5

 Inhalt

Coco möchte unbedingt eine Hexe werden, dabei weiß sie genau wie chancenlos dieser Traum ist. Denn nur wer das Kind einer Hexe ist kann eine werden. Als ein Zauberer in ihrem Dorf auftaucht weicht sie nicht von seiner Seite, denn sie findet die Magie äußerst faszinierend. Und sie ahnt nicht, dass dieser Tag ihr komplettes Leben verändern wird.

Review

#1. Band: 

Erst einmal vorweg: Was ist denn das für ein toller Zeichenstil? Die einzelnen Panels wirken ziemlich schlicht, weil oft auf Rasterfolie und detaillierte Hintergründe verzichtet wurde. Dadurch wirken sie wie einzelne Momentaufnahmen und die Handlung an sich bleibt vordergründig. Die Figuren sind im Gegensatz zu den Hintergründen sehr detailliert. Was mir auch positiv aufgefallen ist sind die doch recht realistischen Zeichnungen, wobei es ab und an die typischen Gesichtsausdrücke und Chibis gibt. Auch das Verhalten der Charaktere ist an manchen Stellen sehr überspitzt und deshalb typisch für Mangas. Solche Stellen überlese ich gekonnt und solange es nur wenige sind stören sie mich auch nicht weiter. Und die Cover sind einfach ein Traum. Sie passen prima zueinander, stechen in der Masse hervor und man weiß auf einen Blick um was es geht. Zudem erinnern sie mich vom Aufbau her an Märchenbücher.

Ein anderer großer Pluspunkt neben den fantastischen Zeichnungen ist die Idee. Es fühlt sich so neu an und liest nicht wie ein Manga, den man schon gefühlt 1.000 Mal in abgewandelter Form irgendwo gelesen hat. In Band 1 liegt der Fokus auf den Weltenaufbau und man lernt die einzelnen Charaktere besser kennen. Immer wieder werden einzelne Handlungsstränge angedeutet, was das alles so spannend macht. Scheinbar wird eine Intrige eine große Rolle spielen. Was ich besonders spannend finde ist, dass der "Feind" immer nur angedeutet wird und man noch gar nicht so genau weiß was der für eine Rolle spielen wird.

Mir hat auch Coco gefallen, da sie so lebensfroh ist und sich nicht unterkriegen lässt. Sie ist neugierig auf das was auf sie zukommt und ist gefühlt von allem begeistert. Auch die anderen Charaktere sind klasse, denn es ist gefühlt von allem etwas dabei. Ich bin auf jeden Fall gespannt darauf, ob wir in den Folgebänden auch mehr über die anderen jungen Hexen(anwärterinnen?) erfahren.
Der Band endet mit einem gewaltigen Cliffhanger, weshalb ich auch total gespannt auf Band 2 bin.

#2. Band: 

Auch im 2. Band hat mich der Zeichenstil fasziniert und an alte Märchenbücher erinnert. Es stecken einfach so viele liebevoll Details dadrinnen und ich hoffe die Qualität der Zeichnungen nimmt bis zum Ende der Reihe nicht ab.

Dieses Mal geht es weiter mit dem Weltenaufbau und man lernt neue Charaktere kennen. Dadurch bekommt man auch einen relativ guten Einblick darin wie das System funktioniert(Hexenausbildung, wer überwacht das ganze, wie funktioniert zaubern, die ganzen Regeln). Und so lernt man zusammen mit Coco alles wichtige über diese Welt.

Was ich besonders schön finde ist, dass die Magie nur für gute Dinge verwendet werden soll. Das heißt Zaubersprüche direkt am Menschen wie zum Beispiel Teleportationszauber dürfen nicht verwendet werden. Das finde ich mal eine gelungene Abwechslung, denn oft handeln solche Geschichten ja auch von dem Missbrauch der Magie. Es ist klar, dass das im Laufe der Story noch vorkommen wird und es wird ja auch mehrfach angedeutet, aber es steht halt nicht im Vordergrund.
Die Story wird nach und nach komplexer, denn es tauchen auch hier neue Handlungsstränge auf. Ich bin echt gespannt dadrauf wie das alles weiter gehen wird und was es zum Beispiel mit dem Drachen auf sich hat.

#3. Band: 

Es geht spannend weiter, wobei man immer noch nicht so genau weiß wer die böse Hexe ist und warum sie ausgerechnet Coco für ihre Pläne nutzt. Es gibt auch eine neue Bedrohung, die aber eventuell mit der bösen Hexe zusammen hängt. Man merkt auf jeden Fall, dass es gut durchdacht ist und es nach wie vor um eine Intrige geht. Man kann immer weniger genau festlegen, wer jetzt nun gut oder böse ist und ob wirklich nur 2 verschiedene Gruppierungen beteiligt sind, oder ob es noch eine 3. Gruppe gibt. So etwas finde ich immer total spannend, denn es birgt unglaublich viel Konfliktpotential. Und es geht dieses Mal auch wieder um dunkle Magie, was ich eh immer toll finde.

Was ich so toll finde ist es den Charakteren dabei zuzusehen wie sie sich entwickeln und wie neue Freundschaften und alles entstehen. Davon lebt ja so eine Story und ich finde es mal zur Abwechslung echt schön, dass es noch keine Romanzen gibt und es hauptsächlich um das Thema Freundschaften geht.

Besonders gefallen hat mir übrigens der Laden in dem die Hexen ihre Sachen kaufen. Wie toll ist der bitte? Er hat mich direkt an all das erinnert warum ich solche Geschichten über alles liebe. Ich liebe Phiolen, große Glasbehälter(Kolben) und ich liebe einfach solche alten, urigen Läden.

#4. Band: 

Was die Handlung betrifft geht es ein ganzes Stück vorwärts. Die Brimhats tauchen wieder auf und sorgen für spannende Szenen. Sie sorgen auch wieder für einen gewaltigen  Cliffhanger und dieses Mal weiß man auch nicht so recht, ob das wirklich alles gut ausgeht oder man sich von einigen Charakteren verabschieden muss. Es scheint auf jeden Fall im weiteren Verlauf ziemlich düster zu werden und man bekommt einen Geschmack davon, warum die dunkle Magie verboten wurde. Von den Beweggründen dafür wird kurz erzählt und es wird nicht nur einmal deutlich, dass nicht alle Hexen von diesem Verbot begeistert sind. Und das hält natürlich auch die Spannung oben, schließlich könnte ja jeder Zeit jemand dunkle Magie einsetzen, obwohl sie ja eigentlich verboten ist. Mir gefällt auf jeden Fall die Wendung hin zum eher düsteren. Man ahnt einfach, dass definitiv etwas schlimmes passieren wird und man weiß nicht so recht, wo das einen als Leser hinführen wird.

Am Ende die kleine Zusatzgeschichte zu dem Brushbug/Pinselwurm ist einfach nur niedlich. Ich bin echt gespannt darauf, ob er irgendwann eine größere Rolle einnehmen wird oder halt immer im Hintergrund bleiben wird.

#5. Band: 

Hier der Band ist actiongeladener als seine Vorgänger und deshalb habe ich ihn auch in einem durch gelesen. Es ist unglaublich spannend und man hofft einfach, dass alles gut ausgeht. Man erfährt hier auch wie ein Teil so einer Hexenprüfung aussieht und ich finde so etwas total interessant. Man merkt auch hier wieder wie viel Arbeit in den einzelnen Zeichnungen steckt und vor allem die einzelnen Titelbilder laden wieder zum Träumen ein. Die Brimhats/Krempenhüte spielen dieses Mal eine sehr große Rolle und wenn es um die geht bleibt es einfach spannend. In Band 5 ist es auch noch einen Ticken düsterer geworden und mal schauen, wo einen das alles hinführen mag. Und man bekommt auch einen Vorgeschmack darauf, dass hier die Reihe alles andere als ein heiterer Sonnenschein Manga werden wird und einige tragische Dinge geschehen werden.


Fazit

Zusammenfassend lässt sich schreiben, dass es eine wirkliche tolle Reihe ist. Sie sticht sowohl mit der Handlung als auch mit dem Zeichenstil definitiv aus der Masse hervor. Es ist eine wirklich liebevoll gestaltete Serie und ich bin gespannt darauf wie es weiter geht.

Sonntag, 8. Dezember 2019

#262 Bücherregal - Tod und kein Erbarmen







Titel(Deutsch)Tod und kein Erbarmen(Erik Donner Band 7)
AutorElias Haller
VerlagEdition M
GenreThriller
Seiten383 Seiten
Meine Bewertung
5/5


Ich bedanke mich hiermit recht herzlichst bei Netgalley.de für das Bereitstellen eines Rezensionsexemplares.


 Inhalt

Ganze 10 Jahre ist die damals achtjährige Violetta schon verschwunden. Als der Kriminalhauptkommissar Erik Donner für ein paar Tage in diesen Ort reist um einfach nur abzuschalten und möglichst viel Alkohol zu trinken um zu vergessen, wird er von der Cousine von Violetta angesprochen. Scheinbar hat sie eine Mail von ihr erhalten, aber Donner möchte nichts davon wissen und deshalb geraten die beiden aneinander. Am nächsten Morgen steht Donner plötzlich unter Mordverdacht und hat einen gewaltigen Filmriss. Was ist wirklich am vorigen Abend passiert?


Review

Ein besonderer Pluspunkt bei der Reihe sind die vielen einzigartigen, teils doch eher eigenartigen Charaktere. Vor allem der Ermittler Vogel ist sehr schrullig und passt mit seiner Art perfekt zu Donner, da sie beide doch sehr speziell sind. Sie sind mit vielen Details ausgestattet und haben einen unglaublich hohen Wiedererkennungswert. Das macht es auch etwas leichter sie auseinander zu halten, denn es tauchen mal wieder ziemlich viele auf.

Die Handlung bleibt durchgehend spannend und durch die vielen Zeit- und Perspektivwechselt ergibt es ein ziemlich hohes Erzähltempo, was auch zum Genre Thriller passt. Ich finde es immer wieder bemerkenswert wie der Autor es schafft eine so komplexe Handlung mit so wenigen passenden Worten zu beschreiben und ohne dabei zu viel wegzulassen. Dieses Mal gibt es einige Handlungsstränge, wobei einer von vor über 10 Jahren ist. Zudem erhält man tiefe Einblicke in das Seelenleben des Täters(der aber nicht namentlich erwähnt wird währenddessen), der Dorfbewohner und natürlich der Ermittler.

Gefühlt hat auch jeder der Bewohner ein Mordmotiv und man weiß dank der zahlreichen Wendungen bis zum Schluss nicht es nun war. Ich liebe es einfach, wenn man so lange mit raten kann und dann mit einer Antwort konfrontiert wird mit der man nicht gerechnet hat.

Auch der Schreibstil hat mir besonders gut gefallen, denn es lässt sich alles angenehm flüssig lesen und man hat immer wieder die passenden Bilder im Kopf. Oft habe ich beim Lesen die Zeit vergessen und deshalb hatte ich das Buch auch innerhalb kurzer Zeit durch gelesen. Die Länge der Kapitel ist wirklich gut und oft enden sie so, dass man einfach nur noch wissen möchte wie es im nächsten weitergeht.

Das Cover fällt etwas aus der Reihe und deutet auf eine große Veränderung hin. Hier im Band kommt ein Stein ins Rollen und ich bin echt gespannt darauf, was dieser für die nachfolgenden Bände bedeuten wird. Auf dem Cover ist mal kein Blut angedeutet und ich finde das Reh spiegelt gut die Einsamkeit wieder und die Abgeschiedenheit, die Donner und den anderen Ermittlern nicht nur einmal zum Verhängnis wird.


Fazit

Mittlerweile gehört der Autor mit zu meinen Lieblingsautoren des Genres Thrillers. Auch hier in dem Teil der Reihe geht es einmal wieder um menschliche Abgründe und es zeigt mal wieder wie weit manche Menschen bereit sind aus vermeintlicher Liebe zu gehen. Mich hat es immer wieder beim Lesen geschaudert und ich bin wirklich gespannt darauf, wie der Autor einen möglichen Folgeband gestalten möchte. Die Morde sind teils äußerst brutal und folglich sollte man das Buch auch nur lesen, wenn man damit umgehen kann. Die Stimmung bleibt durchgehend düster und bedrohlich, was ich ganz passend finde. Es gibt zwar keine detaillierten bildhaften Tatortbeschreibungen, aber die wenigen Worte reichen schon um einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen.

Das Buch kann man vollkommen ohne Vorwissen lesen, denn alles nötige wird erklärt. Ich hab mich gut darin zurecht gefunden, auch wenn ich bisher nur den 2. Teil der Reihe gelesen habe. Jetzt nachdem 7. Teil habe ich noch mehr das Bedürfnis endlich einmal den Rest zu lesen und endlich einmal zu erfahren warum Donner als Monster verschrien ist.

Und der Schluss deutet darauf hin, dass die beiden Ermittler Donner und Frost bald aufeinander treffen werden und ich bin einfach nur gespannt darauf, wie die zwei miteinander agieren werden("Der Luzifer-Killer" erscheint im Frühjahr 2020).

Rezension zu "Rache und roter Schnee"(Erik Donner Band 2)

Freitag, 6. Dezember 2019

#261 Bücherregal - Rache und Roter Schnee


TitelRache und Roter Schnee(Ein Erik-Donner Thriller Buch 2)
AutorElias Haller
VerlagEdition M
GenreThriller
Seiten394 Seiten
Meine Bewertung
3,5/5

 Inhalt

Eigentlich will Kriminalhauptkommissar Donner wieder richtig in dem Job arbeiten, aber stattdessen muss er auf Anweisung seiner Vorgesetzten den Weihnachtsmarkt bewachen. Und für ihn ist das einfach nur eine sehr langweilige Aufgabe, die absolut nicht seinem Können gerecht wird. Doch dann findet ein als Weihnachtsmann verkleideter eine entstellte Leiche in seinem Sack, kurz bevor er den wartenden Kindern auf den Mark die Geschenke überreichen wollte. Und schnell wird klar, dass es nicht der einzige Mordfall bleiben wird.


Review

Die Handlung ist unheimlich spannend und mir viel es zeitweise wirklich schwer den Thriller aus der Hand zu legen. Somit habe ich ihn auch innerhalb von 2 Tagen durch gelesen, da er mich einfach nicht mehr los ließ.

Der Autor hat seinen Charakteren eine wirklich sehr glaubhaft Lebensgeschichte verpasst. Sie haben Ecken und Kanten und man hat nicht das Gefühl, als wären sie nur eine Ansammlung von Klischees. Auch den Tätern gibt etwas unglaublich menschliches und stellt sie nicht als absolute Monster da.
Es gibt einige Handlungsstränge und auch welche, die vor über 25 Jahren in der DDR spielen. Diese einzelnen Stränge werden nach und nach ineinander verwoben und man erfährt erst nach und nach den Sinn hinter ihnen.

Immer wieder wird ein möglicher Täter angedeutet und dann stellt man ein paar Seiten weiter fest, dass der Autor einen wieder nur reingelegt hat. Genau dieses Rätselraten macht mir bei Thrillern eine unheimliche Freude und der Autor beherrscht es einfach falsche Fährten zu legen.
Das Cover passt auch unheimlich gut zu dem vorigen Teil der Reihe. Es ist hier ein blutiges Skalpell auf einem weiß-grauen Hintergrund mit zwei Fliegen. Beim ersten Teil war es nahezu durch gerissenes Seil mit Blutfleck auf diesem Hintergrund und nur einer Fliege. Das Skalpell spielt im 2. Teil eine mehr oder wenige große Rolle.

Um ehrlich zu sein hatte ich erst gegen Ende einen ungefähren Überblick was die Charaktere betraf. Vorher hatte ich die immer wieder durcheinander gebracht und war beim Lesen auch dementsprechend verwirrt. Es sind einfach viel zu viele Namen, die man sich merken muss und hier hätten es ein paar weniger auch getan.


Fazit

Das Buch hat mich ziemlich überrascht, denn es war äußerst brutal und obwohl gewisse Szenen nicht bildhaft beschrieben wurden, hat es mich richtig ins Schaudern gebracht. Es geht um die menschlichen Abgründe und wer mit Kindesmissbrauch, selbstverletzenden Verhalten(psychische Erkrankungen) und Gewalt nichts anfangen kann, der sollte einen großen Bogen um den Thriller machen.

Zeitweise liest es sich echt wie eine Gewaltfantasie von jemanden, der gerne die Täter(Kindesmissbrauch) mal in die Hand bekommen möchte. Es war wirklich beängstigend zu lesen und oft habe ich mir die Frage gestellt, ob das so brutal sein muss. Man gerät definitiv in ein moralisches Dilemma und das ist auch gut so.

Der Autor hat es zudem tatsächlich geschafft zwei Rächer zu schaffen, die einem das Fürchten lehren. Somit wird zwar wieder das Klischee bedient, dass Opfer selbst irgendwann in irgendeiner Form zu Tätern werden, aber das wurde wirklich überzeugend umgesetzt. Und mir wäre es wirklich lieb wenn manche Szenen aus dem Buch nicht für ewig in meinen Gedanken herumspuken werden. Das der Autor diese Szenen fast schon nüchtern beschrieben hat, denn alles andere wäre einfach nur verstörend gewesen.

Einige Formulierungen klingen etwas fremd und falsch, was aber eventuell auch am Handlungsort liegt. Es spielt nun einmal in Sachsen und ich denke es kann durchaus sein, dass diese Redewendungen und anderes dort üblich sind.
Ich habe jetzt den vorigen Teil der Reihe nicht gelesen, aber habe mich trotzdem super zurecht gefunden. Selbst mit Vorwissen wären es mir zu viele Charaktere und das war eigentlich das größte "Hindernis" für mich in diesem Buch.
Bei der Bewertung schwanke ich so zwischen 4 und 3,5 Sternen, denn mich hat diese Sache mit den Namen wirklich sehr gestört beim Lesen und deshalb gibt es nur 3,5 Sterne.

Mittwoch, 4. Dezember 2019

Lesemonat November



Guten Morgen :)

Hier ist mein Lesemonat September und ein kleiner Rückblick.

Für meinen Blog habe ich insgesamt 8.498 Wörter geschrieben und für meine Fanfictions ganze 12.500 Wörter was ganze 700 Wörter pro Tag macht.
  1. Ende gut, alles gut! von Thomas Herzberg, 211 Seiten, 4/5 Sternen, Rezension
  2. Die Öko-Challenge von Komplett-Media, 176 Seiten, 4/5 Sternen, Booktalk
  3. Selfies vom Mond von André Nagerski, 123 Seiten, 4/5 Sternen, Rezension
  4. Der Tote im Strandkorb von Anna Johannsen, 284 Seiten, 2,5/5 Sternen, Rezension
  5. Wenn nicht jetzt, wann dann von Harald Lesch, 369 Seiten, 4/5 Sternen, Rezension
  6. To Kill a Mockingbird von Harper Lee, 324 Seiten, 4,5/5 Sternen, Booktalk
  7. Mörderinnen von Veikko Bartel, 240 Seiten, 5/5 Sternen, Rezension
  8. Nur eine Ewigkeit mit dir von Kristina Moninger, 300 Seiten, 3/5 Sternen
  9. Retribution Ridge von Anna Willett, 232 Seiten, 1,5/5 Sternen, Rezension
  10. Rabenschwarze Intelligenz von Josef H. Reichhoff, 256 Seiten, 5/5 Sternen, Rezension
  11. Watership Down von Richard Adams, 485 Seiten, 5/5 Sternen, Booktalk
  12. Unbarmherzig von Markus Kleinknecht, 424 Seiten, 4/5 Sternen, Rezension
  13. Brainspam von Torsten Sträter, 191 Seiten, 3/5 Sternen, keine Rezension
  14. Wie ich vom Weg abkam um nicht auf der Strecke zu bleiben von Eduard Freundlinger, 276 Seiten, 3,5/5 Sternen, Rezension
  15. Solange die Hoffnung uns gehört von Linda Winterberg, 471 Seiten, 5/5 Sternen, Booktalk
  16. One perfect lie - Der Schein trügt von Lisa Scottoline, 412 Seiten, 2/5 Sternen, Rezension
  17. Das Blut der Hirsche von Mons Kallentoft und Markus Lutteman, 397 Seiten, 4,5/5 Sternen Rezension
  18. Mörder von Veikko Bartel, 256 Seiten, 5/5 Sternen, Rezension
  19. In all den Jahren von Barbara Leciejewski, 449 Seiten, 4/5 Sternen, Rezension
  20. Weil mein Herz dich ruft von Jennifer Waschke, 269 Seiten, 4,5/5 Sternen, Rezension
  21. Apocalypse Z von Manel Loureiro, 397 Seiten, 3/5 Sternen, Rezension
  22. Du bringst mein Leben so schön durcheinander von Claire Christian, 320 Seiten, 5/5 Sternen, Rezension
  23. Papst Franziskus von Michael Hesemann, 321 Seiten, 4/5 Sternen, keine Rezension
  24. Gier von Marc Elsberg, 448 Seiten, 4/5 Sternen, Rezension
  25. Mit allen Mitteln von Jens Bühler, 366 Seiten, 5/5 Sternen, Rezension
  26. Universum für Neugierige von Harald Lesch, 258 Seiten, 4/5 Sternen, Rezension
  27. Die Stille vor dem Tod von Cody McFadyen, 481 Seiten, 3/5 Sternen, Booktalk
  28. Der Präsident von Sam Bourne, 480 Seiten, 4/5 Sternen, Rezension
  29. Savage moon von Cris Simms, 418 Seiten, 3/5 Sternen, Rezension
  30. Wie Gräser im Wind von Ella Zeiss, 383 Seiten, 5/5 Sternen, Booktalk
  31. Freak the Mighty von Rodman Philbrick, 192 Seiten, 4,5/5Sternen, Rezension
  32. Von Hoffnung getragen von Ella Zeiss, 416 Seiten, 5/5 Sternen, Rezension
  33. Unauthored letters von Tara C. Allred, 392 Seiten, 1,5/5 Sternen, Rezension
  34. Who the fuck is dracula? von Sebastian Wotschke, 78 Seiten, 4/5 Sternen, Rezension
  35. Terms of use von Scott Allan Morrison, 384 Seiten, 3/5 Sternen, keine Rezension
  36. Am Ende dieses Jahres von Anja May, 364 Seiten, 4/5 Sternen, Rezension
  37. Die Angst schläft nie von Rachel Caine, 381 Seiten, 3/5 Sternen, Rezension
  38. Suitcase Girl von Ty Hutchinson, 344 Seiten, 1/5 Sternen
  39. Die Einkaufsrevolution von Tanja Busse, 320 Seiten, 4/5 Sternen, Booktalk
  40. Hannah und ihre Brüder von Ronald H. Balson, 476 Seiten, 4/5 Sternen, Rezension
  41. Nachts schweigt das Meer von Kate Penrose, 464 Seiten, 4/5 Sternen, Rezension
  42. Dry von Neal und Jarrod Shustermann, 448 Seiten, 4/5 Sternen, Rezension
  43. Dünenblut von Sven Koch, 352 Seiten, 4/5 Sternen, Rezension
  44. Dschungel von Friedemann Karig, 383 Seiten, 4/5 Sternen, Rezension
  45. Mein Leben basiert auf einer wahren Geschichte von Anne Freytag, 448 Seiten, 4/5 Sternen, Rezension
  46. Juister Mohn von Elke Bergsman und Anna Johannsen, 287 Seiten, 4/5 Sternen, Rezension
  47. Hostile Witness von Rebecca Forster, 420 Seiten, 2,5/5 Sternen, Rezension
  48. Hafenmord von Katharina Peters, 316 Seiten, 3/5 Sternen, Rezension
  49. The Victims' Club von Jeffery Deavers, 45 Seiten, 3/5 Sternen, keine Rezension
  50. Die Straße des Siegers von Osmar White, 304 Seiten, 3/5 Sternen, keine Rezension
  51. Pata Negra von Eduard Freundlinger, 432 Seiten, 3/5 Sternen, keine Rezension
  52. Bookless von Marah Woolf, 312 Seiten, 3,5/5 Sternen, Rezension
  53. Der Mann auf der Hallig von Anna Johannsen, 303 Seiten, 4/5 Sternen, Rezension
  54. Shining von Stephen King, 625 Seiten, 5/5 Sternen, Booktalk
  55. When the water runs out von David Canford, 316 Seiten, 2,5/5 Sternen, keine Rezension
  56. Träume aus Silber von Mina Baites, 306 Seiten, 3,5/5 Sternen, Rezension
  57. Jenseits von Schwarz von Lucie Flebbe, 288 Seiten, 4/5 Sternen, Rezension
  58. Küstenstill von Elias Haller, 380 Seiten, 5/5 Sternen, Rezension
  59. After: The shock von Scott Nicholson, 296 Seiten, 2/5 Sternen
  60. Bauernschädel von Stefan K. Heider, 252 Seiten, 4/5 Sternen, Rezension
  61. Rache und Roter Schnee von Elias Haller, 394 Seiten, 3,5/5 Sternen
  62. Das Weinen der Kinder von Arne M. Boehler, 352 Seiten, 4,5/5 Sternen, Rezension
  63. Steht auf, auch wenn ihr nicht könnt! von Maximilian Dorner, 4/5 Sternen, 192 Seiten, Rezension
  64. Mondprinzessin von Ava Reed, 252 Seiten, 1,5/5 Sternen, Rezension
  65. The hate u give von Angie Thomas, 528 Seiten, 5/5 Sternen, Rezension
  66. 40 Stunden von Kathrin Lange, 416 Seiten, 4/5 Sternen, Rezension
  67. Pitti auf hoher See von Bianca Dennemark, 175 Seiten, 3,5/5 Sternen, Rezension
  68. The perfect roommate von Minka Kent, 258 Seiten, 1/5 Sternen, keine Rezension
  69. Die ferne Hoffnung von Ellin Carsta, 362 Seiten, 3/5 Sternen, keine Rezension
  70. Simon vs. the homo sapiens agenda von Becky Albertalli, 352 Seiten, 5/5 Sternen, Buch und Film
  71. Der Präparator von Miker Omer, 458 Seiten, 4/5 Sternen, Rezension
  72. All the bright places von Jennifer Niven, 432 Seiten, 3,5/5 Sternen, Booktalk
  73. Die Macht der Verzweiflung von Hendrik Falkenberg, 377 Seiten, 4/5 Sternen, Rezension
  74. Friedhof der Kuscheltiere von Stephen King, 609 Seiten 4,5/5 Sternen, Buch und Film
  75. Strange the dreamer von Laini Taylor, 560 Seiten, 4/5 Sternen, Booktalk
  76. Dracula von Bram Stoker, 275 Seiten, 4/5 Sternen
  77. Turtles All the Way Down von John Green, 320 Seiten, 4/5 Sternen, Rezension
  78. Todeshaff von Katharina Peters, 320 Seiten, 3,5/5 Sternen, Rezension
  79. Goldene Zeiten im Gepäck von Adriana Popescu, 512 Seiten, 4,5/5 Sternen, Rezension
  80. Jaspers letzter Flirt von Ulrike Busch, 302 Seiten, 3,5/5 Sternen, Rezension
  81. The silent patient von Alex Michaelides, 339 Seiten, 2/5 Sternes, Rezension
  82. Grenzfälle von Elke Bergsma, 302 Seiten, Rezension
  83. 10 Stunden Ewigkeit von Nika Lubitsch, 248 Seiten, 2,5/5 Sternen, Rezension
  84. Morgen ist leider auch noch ein Tag von Tobi Katze, 256 Seiten, 4,5/5 Sternen, Booktalk
  85. Tumor von Dominik A. Meier, 610 Seiten, 3/5 Sternen, Rezension
  86. Frankly in love von David Yoon, 432 Seiten, 3,5/5 Sternen, Rezension
  87. Muse of nightmares von Laini Taylor, 528 Seiten, 4/5 Sternen, Rezension
  88. Schwimmen Tote immer oben? von Michael Tsokos, 177 Seiten, 4/5 Sternen
  89. We are okay von Nina LaCour, 240 Seiten, 4,5/5 Sternen, Rezension
  90. Insomnia von Stephen King, 1040 Seiten, 4/5 Sternen, Rezension
  91. The Handmaid's Tale von Maragaret Atwood, 325 Seiten, 3,5/5 Sternen, Booktalk
  92. Der Regisseur von Olivia Kleinknecht, 440 Seiten, 4/5 Sternen, Rezension
  93. Embrace your weird von Felicia Day, 272 Seiten, 4/5 Sternen
  94. The beautiful von Renée Ahdieh, 448 Seiten, 2/5 Sternen
  95. Unter Fremden von Jutta Profijt, 336 Seiten, 4/5 Sternen
  96. Der Zorn der Vergeltung von Martin Krüger, 510 Seiten, 4/5 Sterne, Rezension
  97. PS. I love you von Cecelia Ahern, 515 Seiten, 3,5/5 Sterne, Rezension
  98. Leah on the Off-Beat von Becky Abertalli, 368 Seiten, 4/5 Sterne Booktalk
  99. Postscript von Cecelia Ahern, 432 Seiten, 4/5 Sterne, Rezension
  100. Es ist nie zu spät unpünktlich zu sein von Torsten Sträter, 288 Seiten, 4/5 Sterne, Rezension
  101. Der Schmetterling von Gabriella Ullberg-Westin, 2,5/5 Sterne, 384 Seiten
  102. Der Mensch ist böse von Julian Hannes, 4/5 Sterne, 288 Seiten, Rezension
  103. Am I normal yet? von Holly Bourne, 448 Seiten, 4,5/5 Sterne
  104. The wonderful wizard of OZ von L. Frank Baum, 4/5 Sterne, 136 Seiten
  105. Die Frau auf Nordstrand von Anna Johannsen, 331 Seiten, 4/5 Sterne, Rezension
  106. How hard can love be? von Holly Bourne, 480 Seiten, 4/5 Sterne
Insgesamt 37.962 von 38.500 Seiten und 106 von 110 Büchern, 359 Seiten/Buch

Januar: 11 Bücher, 3.000 Seiten, 273 Seiten/Buch
Februar: 9 Bücher, 3.145 Seiten, 350 Seiten/Buch
März: 8 Bücher, 3.071 Seiten, 384 Seiten/Buch
April: 9 Bücher, 3.008 Seiten, 335 Seiten/Buch
Mai: 9 Bücher, 3.523 Seiten, 392 Seiten/Buch
Juni: 9 Bücher, 3.073 Seiten, 342 Seiten/Buch
Juli: 14 Bücher, 4.452 Seiten, 318 Seiten/Buch
August: 7 Bücher, 3.063 Seiten, 438 Seiten/Buch
September: 9 Bücher, 3.209 Seiten, 357 Seiten/Buch
Oktober: 10 Bücher, 4238 Seiten, 424 Seiten/Buch
November: 11 Bücher, 4180 Seiten, 380 Seiten/Buch

Genre
Dystopie: 3
Fantasy: 5
Historischer Roman: 7
Horror: 3
Humor: 4
Klassiker: 5
Krimi: 18
Mystery: 2
Psychothriller: 8
Roman: 19
Sachbuch: 10
Science-Fiction: 1
Thriller: 16
True Crime: 4

Neuzugang
-

Rezensionsexemplare
-

Lese ich gerade:
Das Paulusevangelium von Wolfgang Hohlbein

Auf meinem SuB befinden sich noch um die 6 Bücher und 6 eBooks. Vielleicht schaffe ich es ja bis Ende des Jahres den SuB auf eine Gesamtzahl von unter 5 Büchern zu bekommen.

Meine persönlichen Highlights war:
Am I normal yet? von Holly Bourne, 448 Seiten, 4,5/5 Sterne

Das Buch hat mich total begeistert, denn die Autorin schafft es ein sehr klares Bild der beiden psychischen Erkrankungen der Hauptprotagonistin Evie teilweise jenseits der Klischees zu erschaffen. Man merkt richtig, dass sich die Autorin nicht nur oberflächlich mit diesen auseinander gesetzt hat. Es wird nichts geschönt oder romantisiert und es wird auch ganz klar gezeigt, was für Hürden auf einen zukommen. Wann spricht man mit Freunden darüber, wie viel ist man gewillt darüber zu sagen und sagt man das einem potentiellen Partner? Im speziellen geht es hier um eine Zwangsstörung und eine Angststörung. Im Januar kommt der entsprechende Booktalk dazu online.

Enttäuscht war ich von: 
Der Schmetterling von Gabriella Ullberg-Westin, 2,5/5 Sterne

Ich bin ja ein riesen Krimi-Fan und dieses Buch hatte ich schon länger auf der Wunschliste wegen der ABC-Challenge. Am meisten gestört haben mich die Ermittler, die ständig ihr eigenes Ding durchzogen. Und bei einem Fall mit so großen öffentlichen Interesse(Frau eines Fußballspielers) sollte man doch meinen, dass die Ermittler sich wenigstens bemühen zusammen zu arbeiten. Zudem waren sie mir total unsympathisch und es gab mir  zu viele Handlungsstränge. Ich hab das Buch letztendlich nur zu Ende gelesen, da ich es ohnehin ausgeliehen hatte und nicht ein weiteres Buch wegen dem "U" in der Challenge ausleihen wollte.

Im November habe ich erstaunlich wenig gezeichnet, aber dafür habe ich umso mehr geschrieben. Ich habe es sogar endlich einmal geschafft an das Fixierspray zu denken und jetzt kann ich endlich meine Bleistiftzeichnungen wieder in der Mappe verstauen. Vorher werden diese bei passenden Wetter noch abfotografiert für mein Portfolio, was ja die letzten Wochen nicht geklappt hat. Ich hatte das ja mal eine Zeit lang gescannt, aber dafür ist der Schimmer der Zeichnungen zu stark und ich bin es Leid alle Flächen raussuchen zu müssen, die eigentlich schwarz sind und nicht weiß.
Momentan nähe ich wieder ziemlich viel, was ich ja eine Zeit lang nicht getan habe. Auf meiner To-Do-Liste sind ein Leseknochen und fingerlose Handschuhe, da ich im Geschäft keine passenden finde. Wahrscheinlich werde ich auch noch ein paar Weihnachtsfigürchen nähen, die ich dann verschenke. So kleine Figürchen zu nähen macht immer unglaublich viel Spaß und ich liebe es ihnen Gesichter zu nähen. Leider komme ich viel zu selten dazu und das möchte ich gerne ändern.

Ansonsten werde ich jetzt im Dezember meinen SuB in Angriff nähen und unter 5 Bücher bringen und mal schauen, was ich sonst noch so mache. Einige Zeichnungen müssen in Angriff genommen werden und einiges anderes sollte ich dieses Jahr auch noch erledigen. Und ich möchte gerne noch ein paar Zeichnungen online stellen von meinem OC(dem Mädchen mit den blauen Haaren).

Was die Challenges betrifft scheine ich dieses Jahr endlich einmal alle zu schaffen. Die Klassiker- und die ABC-Challenge Titel habe ich ja schon im November beendet und der Rest wird hoffentlich die Tage folgen. Nächstes Jahr werde ich denke ich einmal ganz andere Challenges machen und ich möchte gerne min. 5 Biografien nächstes Jahr lesen.

Viele Grüße

Sonntag, 1. Dezember 2019

#260 Bücherregal - Die Frau auf Nordstrand






Titel(Deutsch)Die Frau auf Nordstrand
AutorAnna Johannsen
VerlagEdition M
GenreKrimi/Lokalkrimi/Thriller
Seiten331 Seiten
Meine Bewertung
4/5


Ich bedanke mich hiermit recht herzlichst bei Netgalley.de für das Bereitstellen eines Rezensionsexemplares.


 Inhalt

Auf der Halbinsel Nordstrand wurde die Leiche einer aus Thailand stammenden Frau gefunden, die mit einem friesischen Bauern verheiratet war. Dieser hatte vor ungefähr drei Monaten eine Vermisstenanzeige wegen seiner Frau aufgeben, aber trotzdem ist er der Haupttatverdächtige. Die LKA-Kommissarin Lena Lorenzen wird zu dem Fall hinzu gezogen. Sie ist sich sicher, dass der Mann nicht der Täter sein kann, jedoch fehlen ihr für ihre Behauptung jegliche Beweise. Kann sie es schaffen seine Unschuld zu beweisen? 

Review

Im Vordergrund steht dieses Mal die klassische Ermittlerarbeit, also man erfährt sehr viel aus Lenas Alltag als LKA-Beamtin. Das war schon bei den vorigen Bänden so und das liebe ich auch so an dieser Reihe. So erhält man nämlich auch zusammen mit den Ermittlern alle relevanten Informationen und kann prima mit raten. Der Fall ist auch ziemlich kompliziert, das heißt es kommen mehrere als Täter infrage und dementsprechend langwierig gestaltet sich die Ermittlungsarbeit. Was ich daran besonders schön finde ist, dass hier alles ziemlich authentisch dargestellt wird.

Es tauchen auch wie Erck und Beke sowie andere Charaktere auf. Auch ihre Geschichte wird weitererzählt und ich finde es einfach schön, dass sie nicht vergessen wurden. Ich bin auf jeden Fall gespannt darauf wie der ihren Geschichte weiter geht, denn sie haben ja schon relativ großen Einfluss auf Lena und um die geht es ja letztendlich hauptsächlich. Auch bei den anderen Hauptprotagonisten hat mir die Charakterentwicklung gefallen und mal schauen, was diese für Auswirkungen hat.
Der Schreibstil der Autorin lässt sich angenehm flüssig lesen und sie schafft es auch immer wieder die Spannung noch einen Ticken zu steigern. Oft hat man das Gefühl als wäre die Lösung des Falles zum Greifen nahe und dann merkt man recht schnell, dass man auf dem Holzweg war. Nachdem ich mich in der Handlung eingefunden hatte konnte ich den Krimi nicht mehr auf Seite legen und habe ihn regelrecht bis in die frühen Morgenstunden verschlungen.

Was ich bemerkenswert finde ist die Themenauswahl, denn die haben es teilweise ganz schön in sich. Zum Beispiel wird das Thema Thailänderinnen thematisiert und wie es für sie ist, wenn sie nach der Heirat eines Deutschen dann nach Deutschland kommen. Hier hat die Autorin wirklich gut recherchiert und ich finde es einfach wichtig, dass auch über solche Themen geredet bzw. geschrieben wird. Zudem Thema existieren ja leider viele Vorurteile und ich finde es gut, dass das Buch diese nicht bedient.

Das Lokalorit ist finde ich mal wieder ganz gut. Man bekommt einen relativ guten Einblick in das Leben auf der Halbinsel Nordstrand. Auch das Cover ist gut gefällt und passt zu den anderen in der Reihe. Es ist recht farbenfroh und es zeigt wohl einen Teil der Halbinsel.



Fazit

Hierbei handelt es sich um einen unblutigen Krimi mit nüchternen und kurzen Tatortbeschreibungen, das heißt wer hier entstellte Leichen sucht wird hier definitiv nicht fündig. Es ist von Vorteil die vorigen Bände gelesen zu haben, aber man findet sich auch locker ohne Vorwissen in der Handlung zurecht. Denn alles nötige was wirklich relevant ist erwähnt die Autorin. Der Fall an sich wird in diesem Band gelöst, während die Hintergrundhandlung natürlich weiter läuft. Gegen Ende wird einiges angedeutet, was eine interessante Wendung mit sich bringen könnte. Der Krimi hat zudem mit seinen 330 Seiten eine angenehme Länge.


Rezension zu "Der Tote im Strandkorb"(Die Inselkommissarin Band 1)
Rezension zu "Der Mann auf der Hallig"(Die Inselkommissarin Band 4)
Rezension zu "Juister Mohn"(Die Inselkommissarin(Lorenzen) und Büttner)

Freitag, 29. November 2019

#259 Bücherregal - Apokalypse Z


TitelApokalypse Z
AutorManel Loureiro
VerlagHeyne
GenreDystopie/Zombie
Seiten480 Seiten
Meine Bewertung
3/5

 Inhalt

Erst ignorieren quasi die internationalen Medien die vereinzelten Infektionsfälle in Russland. Jedoch stellt es sich als hochansteckender Virus heraus, der sich scheinbar nicht behandeln lässt. Und egal welche Maßnahmen die Regierungen treffen: Der Virus breitet sich weltweit aus. Die Infizierten machen Jagd auf die Gesunden und ein junger Anwalt hält die Ereignisse in Form eines Blogs bzw. Tagesbuchs fest.

Review

Im Gegensatz zu vielen anderen Zombiebüchern spielt dieser hier nicht in den USA sondern in Spanien. Es ist auch weitaus realistischer als eben jene verfasst und kommt ohne jemanden mit "übernatürlichen" Kräften aus. Das heißt auch die Protagonisten sind nur Menschen(außer sie sind infiziert) und sind nicht unverwundbar und müssen mit dem auskommen, was ihnen gerade zur Verfügung steht.
Da es in Spanien spielt gibt es auch keinen mit eigenem Waffenarsenal, was mich vor allem bei amerikanischen Zombiefilmen/büchern stört.
Was ich wirklich lobenswert finde ist die durchaus realistische Beschreibung was die Energieversorgung angeht. Leider wird das oft in vielen Romanen vergessen, dass Energieversorgungsanlagen gewartet werden müssen und das diese ohne Wartung sehr schnell nicht mehr funktionieren.
Es gibt etliche Wendungen und immer wieder gerät der Ich-Erzähler in brenzlige Situation, denen er nicht so einfach entkommt. Immer wieder begleiten ihn andere auf seinem Weg in ein sicheres Gebiet und immer wieder wird er mit den Zombies konfrontiert. Das hält die Spannung oben, denn man weiß nie was hinter der nächsten Ecke lauert und ob die Person das ohne weiteres überlebt!

Einige Zufälle waren mir einfach zu gewollt und unglaubwürdig. Zum Beispiel das mit dem gepanzerten Fahrzeug oder wie der Hauptprotagonist wohnt.
Leider gibt es ab der 2. Hälfte vermehrt Plotholes und manches ist einfach nicht stimmig. Vor allem fand ich es teilweise sehr merkwürdig, an was sich der Ich-Erzähler alles erinnern konnte und zu welchen Zeitpunkten er die Ruhe hatte um eben jene Einträge zu verfassen. Und die vielen Längen fand ich dann auch nur noch anstrengend.


Fazit

Das komplette Buch ist in Form von Einträgen in der Ich-Form verfasst. Anfangs sind es noch Blogeinträge und nach dem die Server nicht mehr funktionieren Tagebucheintrag. Dadurch ist die Sprache viel umgangssprachlicher und man hat das Gefühl als würde derjenige einem das alles persönlich erzählen. Trotz des eher ungewöhnlichen Formates lässt es sich leicht lesen.
Mich hat das Buch gut unterhalten und ich habe es auch relativ rasch durchgelesen, da ich einfach wissen wollte wie es weiter geht. Und ich war im Endeffekt auch wirklich froh darüber, dass es hier keine unnötige Liebesbeziehung gibt.
Es ist definitiv nichts für Menschen mit schwachen Nerven. Allein durch die Zombies ist es manchen Stellen alles andere als appetitlich. Es jedoch im Gesamten weitaus weniger graphisch geschrieben als andere Bücher aus dem Genre.
Hierzu gibt es auch einen 2. Band, das heißt offene Fragen werden wahrscheinlich darin beantwortet.
Ich habe die englische Fassung gelesen und rezensiert.

Mittwoch, 27. November 2019

#32 Booktalk - Leah on the Off-Beat

Hallo,

diesen Monat habe ich endlich einmal "Leah on the Off-Beat"(Ein Happy End ist erst der Anfang) von Becky Albertalli gelesen und da ich so viel zu schreiben hatte über das Buch ist es ein etwas längerer Booktalk geworden.




Beim Schlagzeug spielen hat Leah absolut keine Probleme den Takt zu halten, was ihr aber im Alltag schwer fällt. Im Gegensatz zu ihren Freunden hat sie nicht so viel Geld und ihr Mutter ist auch deutlich jünger als die der anderen und zudem auch noch alleinerziehend. Das bringt immer wieder Probleme mit sich und jetzt kurz vor Prom und dem Wechsel aufs College wird ihr das alles mehr als deutlich. Zudem trägt sie ein Geheimnis mit sich herum, denn sie ist bisexuell und traut es sich noch nicht einmal ihrem besten Freund Simon zu sagen, auch wenn dieser sich selbst erst vor einem Jahr als schwul geoutet hatte und seit dem in einer Beziehung lebt. Als ein Streit droht die Gruppe von Freunden auseinander zu reißen wird ihr klar, dass sie Angst davor hat diese zu verlieren. Ihr wird auch klar, dass sie für einen mehr als freundschaftliche Gefühle hat.

Besonders gefallen haben mir die Dialoge, denn Leah ist schön bissig und schlagfertig. Einige Stellen haben mich richtig zum Lachen gebracht und auch wenn Leah nur erzählt wird immer wieder ihr Humor deutlich. Sie ist halt sehr sarkastisch und genau das mag ich an ihr. An einigen Stellen war sie mir ein wenig zu zynisch und hat mir zu viel gefühlt grundlos gemeckert, aber das lag wahrscheinlich auch an ihrer Situation. Sie ist halt sehr unsicher und teilt dann mal gerne aus um das zu verbergen und niemanden hinter ihre Schutzmauer zu lassen.

Zudem konnte ich mich wunderbar mit Leah identifizieren als Potterhead, Zeichnerin und Fanfiction-Liebhaberin. Es ist immer wieder schön zu sehen, wenn auch diese Menschen in Büchern auftauchen und es mal kein blondes, zierliches und schüchternes Mädchen ist. Und Leah ist bisexuell, was aber selbst ihr bester Freund nicht weiß und die Bisexualität wird ja meist auch nicht in YA-Romanen behandelt, was ich sehr schade finde. Die Autorin schafft es wieder mit einer Leichtigkeit darüber zu schreiben, die ich nur bewundern kann. Sie schafft es aus Queer-Beziehungen etwas vollkommen normales zu machen und hat damit einigen Autoren etwas voraus. Leider schafft das nicht jeder Autor und dann wirkt es immer so als hätten die das System Beziehung nicht verstanden. Es wird auch kurz auf Menschen eingegangen, die sich weder als weiblich noch als männlich identifizieren(nonbinary/non-binär). Auch das finden ja meist wenig Beachtung in der Gesellschaft.

Was ich ein wenig schade finde ist die Charakterentwicklung von Leah. Da passieren gerade so viele Dinge in ihrem Leben, aber die große Veränderung von ihr bleibt aus. Mir war da einfach zu wenig Entwicklung da und wenn ich daran denke welche Entwicklung Simon im ersten Teil durch gemacht ist es einfach etwas, was hier definitiv fehlt. Es stört auch ziemlich, dass sich Leah nicht nur einmal mehr als fragwürdig verhält speziell gegenüber Garrett und das einfach so hingenommen wird. Oft wäre ein einfaches Sorry an manchen Stellen angebracht gewesen, egal ob sie nur aus Angst so gehandelt oder nicht.  Man kann einfach nicht alles mit so etwas entschuldigen.

Mir kam auch das Ende des Buches sehr übereilt vor. Es werden viele offene Fragen sehr knapp beantwortet und ich hatte die ganze Zeit das Gefühl als würden einfach 1 oder 2 Kapitel fehlen um das ganze stimmig abzurunden. Manches wird einfach gar nicht beantwortet und so fühlt sich dann auch der Epilog an.

Man sollte auf alle Fälle "Simon vs. the Homo Sapiens Agenda" vorher gelesen haben, denn dieses Buch baut mehr oder weniger darauf auf. Die beiden Bücher anders herum zu lesen macht halt absolut keinen Sinn, denn es enthält einen riesen Spoiler. Man kann aber auch nur "Leah on the Off-Beat" lesen, denn alles nötige wird im Laufe der Handlung erklärt. An sich werden wie im 1. Buch die gleichen Themen aufgegriffen, denn Leah lernt sich von einer ganz neuen Seite kennen und es geht wieder um LGBT. Aber auch Themen wie Rassismus und Geld werden hier angesprochen, schließlich steht der Abschluss vor der Tür und deshalb gilt es einen möglich guten SAT für ein Stipendium zu erreichen. Für Leah hängt da halt auch eine Menge ab und mir ist genau der Teil ein wenig zu kurz gekommen.

Wenn ich mal komplett meine eigenen Präferenzen außer Acht lasse, denn eigentlich mag ich es nicht wenn Pärchen getrennt werden um ein neues zu kreieren um gefühlt etwas zu konstruieren, dann ist das wirklich ein gutes Buch. Die meiste Zeit ist halt nicht alles Sonnenschein im Leben und manchmal stellt man fest, dass man an einem Punkt im Leben eventuell etwas mutiger hätte sein sollen um seine Ziele zu erreichen. Und genau das macht ja Leah: Sie entschließt mutig zu sein und die Dinge in Angriff zu nehmen. Und dabei ehrlich gegenüber sich zu sein und zu ihren Gefühlen zu stehen. Leider bekommt man ja im Leben nicht immer diese berühmte zweite Chance um so etwas in die Tat umzusetzen.

Alles in allem hat mir der erste Teil der Reihe besser gefallen, denn hier ist mir einiges einfach zu gewollt. Ich will nicht spoilern, aber es fühlt sich einfach so an als hätte man noch einmal das gleiche gewollt egal um welchen Preis. Es fühlt sich so an als wären die Puzzleteile mit Gewalt zusammen geklopft wurden um ein stimmiges Gesamtbild zu ergeben und wenn man genau hinsieht merkt man, dass es alles andere als stimmig ist. Wegen der oben genannten Gründe gibt es auch nur 4 von 5 Sternen. Mich hat das Buch relativ gut unterhalten und wenn ich meine Präferenzen außer Acht lasse, dann komme ich tatsächlich auf diese 4 Sterne. 

Viele Grüße


#002 Buch und Film - Simon vs. the Homo Sapiens Agenda

Sonntag, 24. November 2019

#258 Bücherregal - Der Mensch ist böse






TitelDer Mensch ist böse
AutorJulian Hannes Jarow
VerlagGräfe und Unzer Verlag GmbH
GenreTrue Crime
Seiten288 Seiten
Meine Bewertung
4/5


Ich bedanke mich hiermit recht herzlichst bei Netgalley.de für das Bereitstellen eines Rezensionsexemplares.


 Inhalt

Der Autor erzählt von insgesamt 13 wahren Kriminalfällen, die teils noch nicht gelöst wurden sind. Dieses Mal geht es nicht nur um die Taten, sondern auch vor allem um die darin involvierten Personen. Es geht nicht nur um Mord, sondern auch Brandstiftung, Entführung, Stalking und anderes.  Was veranlasst einen dazu einen anderen Menschen umzubringen? Sind alle Mörder Psychopathen? Was sind die Hintergründe für solche Taten und ist danach für die involvierten Personen noch ein normales Leben möglich?


Review

Besonders gut fand ich die Bandbreite der verschiedenen Fälle. Es ist eigentlich von allem etwas dabei und manche kannte ich noch gar nicht. Insgesamt sind es 13 Fälle auf um die 260 Seiten und man hat diese relativ schnell durch gelesen. Auch die Einschübe von dem Profiler fand ich ziemlich gut, denn dieser hat noch einmal einen ganz anderen Blickwinkel auf solche Fälle.

Die Fälle werden aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet und am Ende befinden sich begründete Mutmaßungen. Relevante Ausdrücke wie zum Beispiel "Tiger Parenting" werden verständlich erklärt, was auch ein Pluspunkt ist. Die einzelnen Fälle sind gut durch struktiert und enden mit einem Fazit. Nach manchen gibt es zudem Erläuterungen und Statistiken um diese besser einordnen zu können.

Vor allem das Cover finde ich gelungen, denn es erinnert mich an einen Mann der eine andere Person heimlich beobachtet. Es beschränkt sich auf das wesentliche und ich finde den Blick einfach nur angsteinflößend.

Wie im vorigen Buch "Die Welt ist böse" fand ich an einigen Stellen die Recherche zu oberflächlich und die Fälle wurden zu reißerisch dargestellt. Es handelt sich hierbei um reale Fälle, teilweise sind sie sogar topaktuell, und da erwartet man einfach einen anderen Tonfall. Zumal die beiden aktuellen Fälle(Maddie McCann und Rebecca Reusch) schon sehr ausführlich in vielen Zeitungen besprochen wurden und da waren teilweise sehr gut recherchierte und den Umständen entsprechend im angemessenen Tonfall verfasste Artikel dabei. So blieb das lesen zwar spannend, aber bei mir blieb ein schaler Nachgeschmack. Vielleicht hätte man einigen Beschreibungen etwas gutes getan, wenn man ihnen mehr Raum im Buch gegeben hätte. So fehlt einfach die Tiefe und ich denke daher liest sich das teilweise auch so reißerisch(zumal ein paar wenige Formulierungen 1:1 so in Klatschzeitungen auftauchen). Das ist einfach schade, denn größtenteils lässt es sich wirklich sehr gut lesen und es fällt mir halt schwer manche Formulierungen einfach auszublenden bei realen Fällen.



Fazit

Was mir besonders gut gefallen hat waren die kleinen Einschübe mit Fakten und Statistiken über Stalking und anderes. Leider herrscht da noch viel unwissend drüber und es heißt immer so leicht, dass man diejenigen nur anzeigen muss. Jedoch wie im Buch beschrieben agieren solche Leute immer am Rande der Legalität und dementsprechend schwer ist es denen etwas strafrechtlich relevantes nachzuweisen. Auch bei den restlichen Einschüben lernt man einiges dazu, auch wenn mir vieles davon schon aus anderen Büchern aus dem Genre bekannt war. Das war aber nicht weiter schlimm, da hier vor allem durchaus gängige Irrtümer aufgeklärt wurden und manche  denken ja tatsächlich, dass diese der Wahrheit entsprechen(und berufen sich dann auf TV-Krimis).

Mir hat das vorige Buch besser gefallen, denn hier bei dem kannte ich schon einige Fälle. Vor allem die erfolgreiche Flucht von Häftlingen aus dem Gefängnis Alcatraz müsste eingefleischten True-Crime-Fans bekannt sein und deshalb habe ich mich auch gefragt, warum der im Buch erwähnt wurde. Alles in allem möchte ich dem Buch trotzdem 4 von 5 Sternen geben, allein weil manche Fälle doch eher unbekannt sind und sich alles gut lesen lässt. Einige dieser Fälle gehen zudem unter die Haut wie zum Beispiel das Hotel und es ist einfach nur extrem erschreckend, dass manche von diesen nie aufgeklärt werden konnten. Und vor allem bei solchen Serienmorden fragt man sich, wie der Täter es geschafft so lange unerkannt zu bleiben. Es zeigt auf jeden Fall mal wieder, dass eigentlich jeder das Potential dafür hat zum Mörder zu werden und man auf sich Acht geben sollte.

Rezension zu "Die Welt ist böse"

Freitag, 22. November 2019

#257 Bücherregal - Es ist nie zu spät, unpünktlich zu sein








TitelEs ist nie zu spät, unpünktlich zu sein
AutorTorsten Sträter
VerlagUllstein
GenreHumor
Seiten288 Seiten
Meine Bewertung
4/5


Ich bedanke mich hiermit recht herzlichst bei Netgalley.de für das Bereitstellen eines Rezensionsexemplares.


 Inhalt

Das Buch beinhaltet eine bunte Auswahl von verschiedenen Geschichten und Auftritten der letzten drei Jahre von Torsten Sträter. Es geht dieses Mal um das Thema Zeit und unter anderen darum, dass es nie zu spät dafür ist um Dinge zu Ende zu bringen.

Review

Torsten Sträter hat einen unglaublich trockenen Humor, ist oft selbstironisch und genau das liebe ich an ihm. Beim Lesen hatte ich gefühlt ständig seine Stimme im Ohr. Mir gefällt es einfach wie er sich über alles und jeden lustig macht und sich nicht zu schade dafür ist mal einen Witz auf seine Kosten zu machen.

Besonders toll fand ich die Auswahl an Texten von all seinen TV-Auftritten. Ich liebe einfach seine Pressesprecher-Auftritte bei Extra3 und es ist schön mal die Texte dazu durch lesen zu können. Und wahrscheinlich kann man ganz froh darüber sein, dass seine teils wahnwitzigen Ideen hoffentlich nie in die Tat umgesetzt werden. Wobei manche Ideen tatsächlich ganz interessant wären, wenn sie umgesetzt werden würden.

Auch dieses Mal schweift er wie gewohnt vom Thema ab und es ist teilweise echt absurd auf was für Gedankengänge der Sträter kommt. Mir hat das wirklich gut gefallen, denn er schafft es mich immer wieder damit positiv zu überraschen. Und irgendwie ist dieses abschweifen ja auch so etwas wie sein Markenzeichen(genauso wie die Mütze, die auch hier im Buch auftaucht). Er hat einfach eine einzigartige Art seine Geschichten zu erzählen und auch wenn sie meist schwachsinnig sind höre ich ihm gerne dabei zu bzw. lese ich auch gerne diesen Schwachsinn.

Mir gefällt das Titelbild wegen der Schlichtheit. Wie auf einigen seiner anderen Büchern ist er selbst darauf abgedruckt, was ja nicht unüblich ist in dem Genre.

Einige seiner Texte waren mir zu abgedreht, aber einem muss ja auch nicht alles gefallen in so einem Buch. Besonders einige Geschichten zu den Fotos haben mir nicht gefallen und die für die Sendung von Dieter Nuhr. Da sie aber nur einen kleinen Teil des Buches ausmachen finde ich das auch nicht weiter schlimm.



Fazit

Das ist glaube ich das 3. oder 4. Buch was ich von ihm lese. Auch dieses Mal ist es ein buntes Sammelsurium an Texten, das heißt  einen roten Faden bzw. Oberthema sucht man vergebens. Ich finde das immer ganz schön und mich überrascht es immer wieder wie viele Themen er in einem Buch unterbringt.

Wenn man aufmerksam seine Auftritte verfolgt, dann kennt man wahrscheinlich auch den ein oder anderen Text oder mitunter auch alle. Das fand ich jetzt nicht weiter schlimm, denn ich lese mir gerne seine Texte ab und an durch. Manche hatte ich auch ein bisschen anders in Erinnerung, aber wahrscheinlich hat er die auch weiter entwickelt bzw. umgeschrieben. Wahrscheinlich werde ich das Buch genauso wie die vorherigen mehrfach lesen und ich freue mich schon dadrauf.

Mittwoch, 20. November 2019

#005 Comic - Paper Girls Vol. 6





TitelPaper Girls Vol. 6
AutorStory: Brian K. Vaughn, Zeichner: Cliff Chiang
VerlagCross Cult
GenreScience-Fiction/Action Adventure
FormatSoftcover
Meine Bewertung
4,5/5

 Inhalt

Zu 4. tragen die Mädchen in der Halloweennacht wie sonst auch in einem amerikanischen Vorort 1988 die Zeitungen aus. Als ihnen das Walkie-Talkie von jemanden geklaut wird versuchen sie ihr es natürlich zurück zu bekommen, schließlich sind sie selbstbewusst und lassen sich nicht so leicht unterkriegen. Auf der Suche nach dem Walkie-Talkie erleben sie die merkwürdigsten Dinge und schnell wird ihnen klar, dass etwas unvorstellbares gerade passiert.

Im 6. Teil der Reihe wird die Gruppe voneinander getrennt und sie befinden sich alle in unterschiedlichen Jahrzehnten. Als ob das schon nicht genug wäre kommt auf einmal ein alter Bekannter daher und er zeigt mal wieder, dass er alles andere als harmlos ist. Können die Mädchen diesen Kampf gewinnen und können sie danach wieder zurück nach 1988?


Rezension


Vol 1(#26-#30):

Irgendwie fühlt sich das alles nicht wie das Ende einer Comicreihe an. Am Ende bleiben einfach unglaublich viele Fragen offen und man hat einfach das Gefühl, als hätten sich die Autoren in eine Sackgasse geschrieben und hätten keine passable Lösung für ein Ende gefunden. Deshalb gibt es für einen selbst unglaublich viele Interpretationsmöglichkeiten und im Grunde kann man sich genau das Ende zusammen reimen, was man möchte. Das Ende was vorgegeben ist kommt zudem auf eher leisen Sohlen daher, was eine schöne Abwechslung ist.

Die Farbauswahl hat mich wieder ziemlich verwirrt, aber sie bleibt die ganze Reihe über ungewöhnlich und auch der Stil bleibt gleich und somit sticht er eindeutig heraus. Er hat auf jeden Fall Wiedererkennungswert und man kann der Story gut folgen. Und durch die unterschiedliche Farbauswahl weiß man auch immer in welchem Jahrzehnt sich das alles abspielt. Zudem lassen sich die Gefühle der einzelnen Charaktere wunderbar von ihren Gesichtern ablesen und das ist ja bei Comics auch immer ein Pluspunkt.

Leider gibt es auch hier einige Plotholes, die ziemlich störend sind. Manche kommen von den Zeitreisen und sind ziemlich verwirrend. Man weiß zum Beispiel einfach nicht wie die Mädchen von A nach B kommen und das ist nach einer Zeit echt anstrengend.


Fazit

Alles in allem hat mir die Serie gut gefallen, denn man muss wirklich aufmerksam lesen um nicht den Anschluss zu verlieren. Die Freundschaft der Mädchen steht im Vordergrund, die kleine Romanze passiert nur so nebenbei und sie setzen sich für den Frieden ein. Die 1980er werden authentisch da gestellt und es dreht sich mal um die Zeitungsauslieferer, was ja auch mal ein etwas anderes Thema ist.  Mir hat diese Zeitreise-Geschichte wirklich gut gefallen, auch wenn man stellenweise den Anschluss verliert und man nie so wirklich weiß wohin einen das führen soll. Es ist auch irgendwie schön bestimmte Geräte wie den Walkman und Walkie-Talkies wieder zu sehen. Was mich ein wenig verstört hatte war das Zigaretten rauchen der Mädchen, aber das ist ja je nach Gegend vollkommen normal. Die Story zeigt auch immer wieder ziemlich deutlich worauf es im Leben wirklich ankommt.
Wenn ihr die Möglichkeit habt, dann lest diese Reihe in einem durch also ohne große Lesepausen. Dann ist auch leichter all dem zufolgen und es macht mehr Spaß. Hier bei dem Teil gibt es 4 Handlungsstränge(bzw. 5), da sich alle Mädchen in einer anderen Zeit befinden und es ist es schon recht schwer die Orte und Zeiten auseinander zu halten.

Rückblickend auf alle 6 Einzelbände gebe ich dieser Serie 4,5 Sterne. Mir hat sie wirklich gut gefallen und es ist halt einfach mal etwas anderes. Ich werde die Reihe definitiv noch einmal lesen und dieses Mal werde ich sie in einem durch lesen.

Sonntag, 17. November 2019

#256 Bücherregal - We are okay(Kurzrezension)


Titel(Englisch)We are okay
Titel(Deutsch)Alles okay
AutorNina LaCour
VerlagPenguin Books
GenreYoung Adults/Jugendbuch
Seiten240 Seiten
Meine Bewertung
4,5/5

 Inhalt


Marin hat absolut keinen Kontakt zu den Menschen aus ihrem früheren Leben in Kalifornien und wenn es nach ihr ginge, könnte das ruhig so bleiben. Sie ist aus einer Übersprungshandlung ohne ein Wort des Abschieds nach New York abgehauen und nicht nur ihre beste Freundin Mabel vermisst sie. Es ist schließlich auch Mabel die wenige Tage vor Weihnachten nach New York reist um Marin in den Semesterferien zu besuchen um endlich Antworten zu bekommen.


Review

Die Handlung plätschert anfangs vor sich hin und wird nach und nach immer spannender. Ab einem gewissen Punkt möchte man einfach wissen was denn nun so schreckliches passiert ist und warum es Marin so schwer fällt darüber zu reden. Ab dem Zeitpunkt habe ich das Buch auch nicht mehr auf Seite gelegt. Es lässt sich prima in einem durchlesen und während dem Lesen habe ich oft die Zeit vergessen. Es gibt zwei Handlungsstränge, wobei einer in der Gegenwart spielt und man Marin und Mabel begleitet. Und der andere spielt an einem Zeitpunkt bevor das passiert, was Marin nach New York treibt. Beide Stränge wurden spannend erzählt und ich habe nur darauf gewartet, dass sie irgendwann zusammen treffen und man erfährt wie die beiden zusammen hängen.

Am meisten haben mir die vielen doch eher unscheinbaren und alltäglichen Szenen gefallen. Die Autorin schafft es unglaubliche Emotionen zu übermitteln und dazu braucht sie nur diese leisen Töne verpackt im Alltäglichen, die man eigentlich ot überhört. Dadurch herrscht durchgehend eine ruhige, recht melancholische Atmosphäre. Man hofft die ganze Zeit, dass Marin es schafft wieder neuen Mut zu schöpfen und sich der Vergangenheit zu stellen und es schafft ihrem doch recht grauen Leben wieder Farbe einzuhauchen. Genau das schafft die Autorin wunderbar und auch nachvollziehbar zu beschreiben ohne große theatralische Szenen zu verwenden. Der Schreibstil besticht zudem mit seiner Schlichtheit und ist stellenweise ziemlich poetisch.

Vor allem das Cover hat mich zum Lesen animiert, denn das ist einfach nur wunderschön. Leider ist das ja heute fast schon eine Seltenheit mal ein Cover anzutreffen, was man in der Form nicht schon mindestens 5 Mal gesehen hat.


Fazit

Hier geht es um die Themen Tod/Verlust, Trauer und Freundschaft.

Eigentlich lese ich ungern so dünne Bücher, da es doch recht schwer ist solche Themen auf so wenigen Seiten sinnvoll zu verpacken. Aber hier hat die Autorin genau das geschafft und ich finde das dem Buch auch nichts fehlt. Natürlich hätten ein paar Seiten mehr nicht geschadet um das Ende zum Beispiel auszubauen, aber so kann man sich alles selbst ausdenken und das ist auch nicht schlecht. Zumal ja auch genug für dieses Ausdenken angedeutet wurde und es fühlt sich auch nicht so an, als wäre man vorzeitig aus einem Buch bzw. der Handlung geschmissen wurden, wenn man es bildlich ausdrücken möchte.

Ich habe die englische Fassung gelesen und kann somit nichts zur deutschen schreiben. Nur eines frage ich mich diesbezüglich: Wieso wurde der Titel von "We are okay(wir sind okay)" zu "Alles okay" umgeändert? Es geht doch in der Handlung darum, dass Marins Welt zusammen gebrochen ist und sie deswegen nach New York flüchtet. Und das ist ja weit entfernt von alles okay.

Freitag, 15. November 2019

#255 Bücherregal - Postscript






TitelPostscript
AutorCecelia Ahern
VerlagS.Fischer Verlag
GenreRoman
Seiten423 Seiten
Meine Bewertung
4/5


Ich bedanke mich hiermit recht herzlichst bei Netgalley.de für das Bereitstellen eines Rezensionsexemplares.


 Inhalt

Gerrys Tod ist nun schon ganze 7 Jahre her und auf Wunsch ihrer Schwester Ciara redet Holly in deren Podcast über Gerrys Krebserkrankung und wie es für sie war mit Ende 20 ihren Ehemann zu verlieren. Sie redet auch über die 10 einzelnen Briefe, die ihr Mann ihr hinterlassen hat und die sie durch das erste Jahr nach seinem Tod begleitet hatten. Mittlerweile steht sie wieder mit beiden Beinen mitten im Leben und sie scheint gut über Gerrys Tod hinweggekommen zu sein. Doch dann wird sie wegen dem Podcast von einem Club mit dem Namen "P.S. Ich liebe dich" angesprochen, denn diese wollen inspiriert von Gerrys briefen ihren Liebsten auch diese Art von Briefen hinterlassen. Alle Mitglieder des Clubs sind todkrank und sie wollen Hollys Hilfe. Doch sie möchte eigentlich mit dem Thema nichts zu tun haben und so geht es sie erst einmal nicht auf diese Bitte ein. Doch kann sie wirklich diese Bitte auf Dauer ignorieren?

Review

Um einen besseren Vergleich zu haben und um noch einmal meine Erinnerung aufzufrischen hatte ich vorher "PS. I love you" gelesen. Man merkt im direkten Vergleich, dass die Autorin mittlerweile älter geworden ist und einige Romane geschrieben und mehr Lebenserfahrung hat. Ihr jetziger Schreibstil passt zudem einfach viel besser zu der Figur Holly als vorher. Er ist um einiges angenehmer zu lesen und deshalb wirkt Holly auch weniger sprunghaft. Zudem ist sie um einiges reifer und erwachsener geworden, weshalb sie nicht mehr viel von der Holly von Teil 1 hat. 7 Jahre sind halt einige lange Zeit und so ein Schicksalsschlag verändert einen nun einmal. Mir hat die Veränderung gut gefallen, wobei ich teilweise ihre doch recht egoistische Art fragwürdig fand. Natürlich möchte sie sich auch vor all den negativen Erinnerungen schützen, die es nun einmal durch Gerrys Krankheit gab, aber das erklärt bzw. entschuldigt einfach nicht ihr Verhalten gegenüber den Clubmitgliedern.

Im 1. Teil ging es ja darum, dass Holly die Briefe von Gerry und jetzt bei der Fortsetzung versucht sie anderen dabei zu helfen genau diese zu verfassen. Dadurch bekommt sie noch einmal einen ganz anderen Blickwinkel auf die Briefe von Gerry und setzt sich vor allem damit auseinander, was die Briefe ihr wirklich gebracht haben und warum sie überhaupt geschrieben wurden. Dadurch bringt sie ihren jetzigen Freund Gabriel in eine ganz merkwürdige Situation, denn dieser fühlt sich jetzt noch mehr dazu gezwungen sich mit ihrem toten Freund zu konkurrieren. Leider wird hier vor allem gegen Ende relativ wenig darauf eingegangen.

Es gibt im Laufe der Handlung immer wieder Rückblicke und so erfährt man wirklich viel über Gerry. So wurde auch er greifbarer und es wird schnell klar warum Holly ihn so verehrt.

All das wirft sie auch wieder ein ganz schönes Stück zurück und man merkt abermals was für ein großes Loch Gerry in Hollys Leben hinter lassen hat. Und es ihr dank dem Club sehr schwer fällt sich nicht abermals der Trauer und den Erinnerungen an Gerry  hinzugeben. Und da hat sich für mich die Frage gestellt, ob Holly wirklich den Tod von ihm verarbeitet hatte oder einfach nur ab einem Zeitpunkt all ihre Gefühle in eine Kiste gesperrt hatte und die von sich weg geschoben hatte.  Und erst jetzt setzt sich Holly wirklich mit all dem was geschehen ist gezwungenermaßen auseinander.

Am Besten gefällt mir am Cover das schlichte und der kleine Briefumschlag. Die Farben harmonieren gut miteinander und erinnern ein wenig an Tinte.



Fazit

Man muss nicht den 1. Teil gelesen haben um diesen hier zu verstehen. Mir waren einige Stellen zu kitschig, was aber auch zu erwarten war. Beim Lesen hatte ich so meine Probleme um mit Holly irgendwie warm zu werden. Deshalb hatte ich das Buch auch einige Zeit auf  Seite gelegt und mich anderen Büchern gewidmet, da ich stellenweise richtig wütend war auf Holly und mir deshalb das Lesen auch schwer fiel. Ich glaube Holly realisiert erst in diesem Teil was es heißt zu sterben und seine Liebsten zu verlassen. Und ich finde diese Erkenntnis kommt reichlich spät, denn Gerry ist ja jetzt schon 7 Jahre tot und es ist komisch, dass sie sich scheinbar nie groß Gedanken über genau den Aspekt gemacht hat. Vor allem fand ich es nervtötend, dass sie sich gefühlt ständig als Opfer sah, was sich erst gegen Ende änderte.

Alles in allem ist es eine Fortsetzung, die mich nicht ganz überzeugt konnte. Mir war der Handlungsverlauf teilweise zu gewollt und das Ende hätte man sich ruhig sparen können. Einige Themen werden leider nur oberflächlich beschrieben, was ich sehr schade fand. Aber ansonsten hat mich das Buch relativ gut unterhalten und wenn man es nicht mit dem 1. Teil vergleicht, dann machen auch die 4 von 5 Sternen Sinn. Es geht halt auch wieder um Krankheit, Tod und Trauer und auch wenn die lustigen Stellen und der Kitsch das alles ein wenig auflockern und dem ganzen etwas die Härte nehmen, gibt es einige sehr bewegende Stellen. Mich hat das Buch auf alle Fälle zum Nachdenken angeregt.

Rezension zu "PS. I love you"