Sonntag, 13. Oktober 2019

#246 Bücherregal - Savage Moon(Kurzrezension)


Titel(Englisch)Savage Moon
AutorChris Simms
VerlagCreateSpace Independent Publishing Platform
GenreMystery
Seiten416 Seiten
Meine Bewertung
3/5

 Inhalt

In der Nähe vom Moor in Manchester wird die Leiche einer jungen Frau entdeckt. Zur gleichen Zeit wird immer öfter eine große schwarze Katze in der Gegend gesichtet. Neben den Verletzungen weisen auch die Haare in den Händen der Toten daraufhin, dass ein Panther die Frau tötete. DI Spicer stößt auf diesen Fall, als er die Leitung eines anderen Mordfalles übernimmt. Bei diesem Fall handelt es sich um einen Mann, der tot in einem Parkhaus gefunden wurde. Er begibt sich auf die Jagd nach dem Monster aus dem Moor, der die Leute in Angst und Schrecken versetzt.

Review

Die Grundstimmung ist durchgehend düster und bedrohlich und man wartet die ganze Zeit darauf, dass irgendetwas passiert. Durch die ganzen Beschreibungen kann man sich vor allem das Moor gut vorstellen.

Mich hat der Handlungsstrang rund um Alice gestört, da er nichts zum Handlungsverlauf an sich beigetragen hatte und sich viele Dinge wiederholt haben. Zudem hat sie gefühlt nur gemeckert und sich total auf den Irakkrieg fixiert, obwohl sie offenbar sehr belastet hat. Zudem nimmt dieser Strang dem Ganzen die Spannung, denn es passiert gefühlt nichts.
Zwischendurch hatte mir der rote Faden gefehlt und ich hatte deshalb auch komplett den Überblick verloren. Es gibt einfach zu viele Charaktere. Und der Fokus liegt oft auf allem, aber nicht dem Haupthandlungsstrang, was zusätzlich ablenkt.
Am Ende bleiben viele Fragen offen und es ist einfach zu abrupt.


Fazit

Das Buch ist ein typischer britischer Mystery-Thriller und dementsprechend langsam ist auch das Tempo. Es ist nichts für Leser mit schwachen Nerven, den neben den brutalen Morden wird auch gegen Ende der Handlung das Verhalten der Briten zur Kolonialzeit in Kenia thematisiert. Und an dieser Stelle wird nichts geschönt. Auch wenn mich die Verknüpfung mit der Story an sich etwas irritiert hat, denn das alles klingt doch sehr weit hergeholt.
Es ist der dritte Teil einer Buchreihe und obwohl ich die vorigen nicht gelesen habe, hatte ich nicht das Gefühl als würde mir Wissen fehlen.
Hier wurde britisches Englisch verwendet und viele Begriffe entstammen dem Dialekt, den man in der "Great Manchester"-Region spricht. Das hat dem Ganzen natürlich Authentizität gegeben, aber beim Lesen war ich echt froh es als eBook vor mir zu haben und die Wörter nachgucken zu können.
Alles in allem hat mich das Buch trotz der vielen Kritikpunkte gut unterhalten.

Freitag, 11. Oktober 2019

#245 Bücherregal - Der Präparator


TitelDer Präparator
AutorMike Omer
VerlagEdition M
GenreThriller
Seiten456 Seiten
Meine Bewertung
4/5

 Inhalt

Bei einem Fall in Chicago steht die Polizei vor einem Rätsel und auch das FBI kommt nicht weiter. Der Agent vom FBI beschließt Zoe Bentley, eine forensische Psychologin, zum Fall hinzuziehen und kaum ist sie vor Ort geraten die beiden aneinander. Der Zeitdruck ist enorm, denn mittlerweile wurde die dritte einbalsamierte Frauenleiche an einem öffentlichen Ort gefunden und es sieht nicht so aus als würde die Mordserie bald enden. Zudem tauchen Briefumschläge auf, die eine Verbindungen zu einer Mordserie in Zoes Kindheit vermuten lassen. Werden sie in der Lage sein den Täter zu schnappen bevor noch mehr Frauen sterben?

Review

Es gibt reichlich Nebenhandlung und so lernt man auch einiges über die beiden Hauptprotagonisten und kann sich somit ein recht gutes Bild von diesen machen. Sowohl Zoe als auch Tatum sind Einzelgänger und so ist auch ihre Arbeitsweise. Ihnen fällt es schwer anderen zu vertrauen und so unternehmen sie viele Alleingänge. Allein das sorgt für viel Konfliktpotential und bis zum Schluss stellt sich einem die Frage, ob diese Methode wirklich erfolgreich sein kann. Schließlich sind sie auf der Suche nach einem intelligenten Serienmörder und da sollten sie eigentlich alle an einem Strang ziehen.

Die einzelnen Charaktere handeln sehr authentisch und durch vielen Beschreibungen kann man sich ein gutes Bild von ihnen machen.

Ich würde ja gerne behaupten die Kapitel rund um den Täter fand ich am Besten, aber dafür fand ich diese einfach viel zu verstörend. Sie sind genial geschrieben und dem Autor gelingt es diesen Täter als absolut verachtenswert darzustellen. Allein aus dem Grund lohnt es sich das Buch zu lesen.

Erst ganz spät merkt man worauf die Handlung hinausläuft und ich finde es klasse, wenn die Spannung bis zum Ende aufrecht erhalten wird. Es gibt viele einzelne Handlungsstränge die nach und nach zusammen laufen und somit auch Sinn ergeben. So erfährt man auch viel über Zoes Vergangenheit und warum sie überhaupt forensische Psychologin geworden ist.

Man kann es eigentlich schon an der Länge des Buches erahnen(458 Seiten), denn es gibt wirklich viele Längen. Der Schreibstil ist ziemlich detailliert und man erfährt viel unnötiges. So etwas muss man einfach mögen, mein Fall war es jetzt nicht und zeitweise war ich deshalb auch etwas genervt.
Vor allem hatte ich irgendwann das Gefühl als würde es viel zu oft um das Thema Essen gehen. Hier habe ich aber schon weitaus schlimmere Thriller mit der Länge erlebt und wenn es einen zu sehr stört kann man diese Absätze ja auch einfach überspringen. Letztendlich dienen sie ja nur dazu die Charaktere lebendiger wirken zu lassen und Spannung aufzubauen und genau das gelingt dem Autor.

Was mich auch gestört hat war die Ignoranz der anderen Ermittler. Warum wurde Zoe als forensische Psychologin nach Chicago geholt, wenn eh keiner auf sie hört? Ich kann ja verstehen wenn manche Sachen verworfen werden aber alle?

Fazit

Auch wenn mich das Buch nicht zu 100% überzeugen konnte, werde ich mir wahrscheinlich Band 2 zulegen und lesen. Ich fände es auf jeden Fall schön, wenn der Autor etwas Abstand von den vielen Klischees in Band 2 nehmen würde. Denn die beiden Hauptprotagonisten strotzen nur so vor diesen und das ist wirklich schade.

Das Buch ist definitiv nichts für zartbesaitete, denn hier geht es unter anderen um das Themen Vergewaltigung und Nekrophilie. Vor allem das letztere steht im Vordergrund und genau das macht den Thriller so verstörend und das obwohl hier absolut nicht ins Detail gegangen wird und es alles andere als bildhaft beschrieben wird. Der Alltagshumor lockert das alles ein bisschen auf, aber trotzdem sollte man das Buch nur lesen wenn man mit solchen Themen klar kommt.

Mittwoch, 9. Oktober 2019

#30 Booktalk - Strange the Dreamer

Hallo,

Im August hatte ich den YA Fantasyroman "Strange the Dreamer" von Laini Tayler gelesen. Das Buch hat mich so fasziniert und begeistert, dass ich diesen Booktalk verfasst habe.






Der Waisenjunge Lazlo Stranger liebt es Geschichten über Abenteuer lesen und als Bibliothekar sitzt er auch genau an der Quelle dafür. Er selbst hat einfach nicht den Mut genau jene Abenteuer zu erleben, doch eines Tages werden Leute für einen Auftrag in Weep gesucht. Und Weep hat ihn als Stadt schon im Alter von 5 Jahren fasziniert und auch noch heute verschlingt er jedes Buch darüber. Eigentlich galt Weep als verschollen und sich einer Gruppe anzuschließen die von einem Godslayer(Gottesschlächter) angeführt wird klingt nicht sehr klug. Kann Lazlo seine Angst überwinden und wird sein Traum endlich einmal Weep zu besuchen in Erfüllung gehen?

Der Schreibstil ist bildgewaltig, total poetisch und einfach nur wunderschön.
Man möchte einfach genauso wie Lazlo erfahren was es mit Weep auf sich hat. Wie kann es sein, dass sich keiner mehr daran erinnert? Er hat sich ja regelrecht verrannt in die Idee und will einfach nicht aufgeben, was ihn wirklich sympathisch macht. Diese Welt rund um Weep wird detailliert beschrieben, so dass man sie sich sehr gut vorstellen kann. Sie ist einfach nur traumhaft schön und total interessant, auch wenn sie ein paar nicht so schöne Ecken hat. Hier bin ich auf jeden Fall darüber, dass es schon 2 Bücher mit je 500 Seiten darüber gibt und ich die Möglichkeit habe diese Welt eine ganze Zeit lang zu erkunden. Ich finde es auch schön wie viele Erzählungen es über Weep gibt und man auf diese Weise mehr erfährt.

Was ich so toll an Lazlo finde ist seine Gewöhnlichkeit, denn er ist kein Schönling und ihm fliegt nicht alles zu. Als Waise ist sein Weg vorherbestimmt, aber davon lässt er sich nicht kleinkriegen. Er muss sich alles mühsam erarbeiten und das zeigt einfach, dass vieles möglich ist solange man nur an sich und seine Fähigkeiten glaubt. Immer wieder stößt er auf Widerstand, aber davon lässt er sich nicht entmutigen und kämpft weiterhin für seine Träume. Und genau das macht einem Mut selbst an seine Träume zu glauben, auch wenn diese in den Augen anderer als vollkommen unerreichbar erscheinen. Wo käme man denn auch hin im Leben, wenn man absolut keine Träume mehr hätte? Und selbst wenn man bei diesen Träumen Abstriche machen muss, lohnt es sich in der Regel für diese zu kämpfen. Lazlo macht einfach eine unglaublich gute und nachvollziehbare Charakterentwicklung im Laufe der Handlung durch.

Total faszinierend fand ich auch die fehlende bzw. verschwommene Trennlinie zwischen Gut und Böse. Denn in diesem Buch ist keiner durch und durch Böse und ich finde es einfach nur fantastisch, wenn es diesbezüglich wie im echten Leben viele Grauschattierungen gibt und dieses Prinzip auch bei Nebencharakteren angewendet wird. Und die Autorin hat es richtig gut hinbekommen das alles in eine nachvollziehbare Handlung zu packen ohne einen mit all den Details zu erschlagen.

Neben den Handlungsstrang rund um Lazlo gibt es übrigens noch einen weiteren, aber hier möchte ich nicht zu viel verraten. Vor allem der Plottwist hat mich positiv überrascht und ich bin gespannt darauf, was sich noch alles im 2. Band aufgrund dessen ereignen wird.

Mittlerweile ist die deutsche Übersetzung von diesem Buch erschienen(30.09.2019), jedoch wurde bisher nur die erste Hälfte davon veröffentlicht und die zweite Hälfte kommt Ende November. Hier frage ich mich echt wieso das gemacht wurde, denn das Buch kann man nicht sinnvoll teilen. Die erste Hälte des Bandes dient halt dem recht langsamen Weltenaufbau und danach einen Cut zu setzen ist wirklich nicht gut. Die Originalfassung ist etwas anspruchsvoller von der Sprache her, das heißt man sollte schon ziemlich gut Englisch können dafür. Ansonsten überliest oder versteht man wahrscheinlich nicht die ganzen kleinen Feinheiten, die das Buch ausmachen. Es tauchen auch ziemlich viele Wortspiele auf, weshalb man wirklich genau lesen muss um alles zu verstehen und keine Details zu überlesen. Und obwohl man so genau lesen musste habe ich oft die Zeit aus den Augen verloren, da ich das Buch einfach nicht aus der Hand legen wollte. Eigentlich finde ich so einen detaillierten Schreibstil ziemlich anstrengend, weshalb ich meist viele Pausen beim Lesen einlege. Hier hat das aber total zu der Handlung gepasst und ich habe wirklich wenige Pausen eingelegt.

Ich bin auf jeden Fall sehr gespannt auf den 2. Band, denn das Ende lässt einfach viel zu viele Fragen offen. Eigentlich habe ich nicht damit gerechnet, dass mich die nächsten Jahren noch einmal ein Fantasybuch so begeistern wird.

Im Laufe der Handlung erfährt man was es mit der Motte vom Cover auf sich hat. Und genau diese Idee finde ich einfach fantastisch und auch in gewisser Weise gruselig. Einen halben Stern Abzug gibt es für die Romanze in dem Buch, da sie mir stellenweise etwas zu schnulzig war. Diese nimmt aber nur einen kleinen Teil ein, also habe ich es einfach die meiste Zeit versucht auszublenden.

Viele Grüße

Montag, 7. Oktober 2019

Awarenessday - Trigeminusneuralgie



Hallo,

Den heutigen Aufmerksamkeitstag/Awarenessday möchte ich einfach einmal nutzen um über all die hässlichen Seiten dieser Erkrankung zu schreiben. Denn diese blitzartigen Schmerzen kann man sehr schlecht nachvollziehen, wenn man sie noch nie selbst gespürt hatte.

Was ist die Trigeminsneuralgie überhaupt?

Die Trigeminusneuralgie ist ein Gesichtsschmerz bei dem die Schmerzen klar lokalisierbar und einschießend/blitzartig sind. Der Trigeminusnerv ist ein Drillingsnerv und seine drei Äste versorgen das Gesicht. Ausgelöst werden diese Schmerzen durch eine Beschädigung der Myelinschicht(Isolationsschicht) des Nerves, was viele verschiedene Ursachen wie MS, Tumor, Herpes Zoster und vieles mehr haben kann. Dementsprechend verschieden sind dann auch die Behandlungsmöglichkeiten. Bei mir drückt zum Beispiel ein Blutgefäß auf den Nerv, was auch eine Ursache dafür sein kann. Bei der Trigeminusneuralgie wird zwischen zwei Formen unterschieden. Bei der typischen Form hat man blitzartige, einschießende Schmerzattacken, die wenige Sekunden bis zu 2 Minuten dauern aber durchaus auch in Serie auftreten können. Bei der atypischen Form sind sie Schmerzen brennend/stechend.
Nur etwa 0,01% der Weltbevölkerung haben diese Erkrankung und viele Ärzte treffen in ihrer gesamten Laufbahn mitunter wenn überhaupt nur einen Patienten mit einer Trigeminusneuralgie.

Hierzu möchte ich ganz knapp ein paar Szenarien beschreiben, die das Leben mit dieser Erkrankung eigentlich ziemlich gut wiederspiegeln.


  1. Man ist sich sehr sicher, dass dieses Mal tatsächlich der Zahn Schuld an den Schmerzen ist und man geht zum Zahnarzt. Und was wird da gefunden? Nichts. Der Zahnarzt bietet einen an auf gut Glück den Zahn aufzubohren und zu behandeln. Aus Verzweiflung stimmt man zu. Mir zum Glück nie passiert, aber der erste Teil schon viel zu oft und den zweiten Teil habe ich schon oft genug bei anderen Betroffenen erlebt. Manchmal wird dann auch einfach der Zahn gezogen und dann bleiben wenn man Pech hat Phantomschmerzen, das heißt ein nicht vorhandener Zahn tut weh.
  2. Ein Trigger bei der Trigeminusneuralgie kann das Sprechen sein. Stellt euch mal vor jedes Wort löst blitzartige Schmerzen aus. Ihr müsst flüstern, weil ihr die Schmerzen nicht aushaltet. Ihr klingt total verwaschen und Leute fragen euch, ob ihr zu viel gebechert habt. 
  3. Ein anderer Trigger ist manchmal kalte Luft. Stellt euch mal vor ihr haltet euch ein Tuch/Schal vor den Mund, damit die eingeatmete Luft nicht zu kalt ist und Leute halten euch für einen Schwerverbrecher. Im Sommer gucken euch die Leute an, als wärt ihr nicht ganz richtig im Kopf wegen der Mütze auf dem Kopf.
  4. Auch Essen kann sehr schmerzhaft sein. Wenn ich schon vorne herein merke, dass ich damit Probleme habe an dem Tag packe ich mir Apfelmus ein oder anderes Obstpüree. Oft höre ich dann den Kommentar es sei ja Babynahrung. Darf man als Erwachsener keinen Apfelmus mehr essen? Ich hatte auch schon oft genug Trinknahrung aus der Apotheke, aber seien wir mal ehrlich: Das Zeug schmeckt nicht. Proteindrinks sind auch okay, aber keine Lösung. 
  5. An manchen Tagen löst die kleinste Berührung oder der kleinste kaum spürbare Windhauch starke Schmerzen aus und an anderen Tagen kann man sich ganz normal das Gesicht waschen und selbst der Wind draußen macht wenig Probleme.
  6. Der fassungslose Blick, wenn man im Sommer nach Getränken fragt, die eben nicht kühl sind sondern Zimmertemperatur haben. Denn auch kühle Getränke oder warme/kalte Speisen können den Nerv reizen.
  7. Manchmal dauern diese Schmerzattackenserien tatsächlich nur Sekunden oder wenige Minuten an und danach ist man zwar erschöpft, hat mitunter eine Art Muskelkater im Gesicht, aber ansonsten ist eigentlich alles wie vorher. Selbst als Betroffener kann man nicht immer sagen, ob diese Attackenserie lange andauern werden. 


Vielleicht könnt ihr euch jetzt etwas besser vorstellen wie es ist mit einer Erkrankung zu leben, die man dem Betroffenen nicht direkt ansieht und die wirklich sehr schwer greifbar ist. Die Trigeminusneuralgie kann viele verschiedene Ursachen haben und sie hat einfach unglaublich viele Gesichter. Selbst wenn man die Diagnose hat scheuen manche Ärzte nicht davor etwas komplett anderes und nicht existentes zu behandeln. Und als Betroffener kommt man meist irgendwann zwangsläufig an einen Punkt an dem nach jedem Strohhalm greift und auf solche Ärzte schlicht und einfach rein fällt. Leider gibt es mehr als genug Menschen, die aus solchen Erkrankungen Profit schlagen wollen. Eine Trigeminusneuralgie ist nicht heilbar, aber sie kann behandelt werden und mitunter hat man das Glück eine Remission zu erreichen. Diese Remission kann übrigens auch spontan auftreten, was vor allem am Anfang der Erkrankung passiert.
Nicht nur Menschen, sondern auch zum Beispiel Pferde(oftmals Ursache von idiopathishen Headshaking/Kopfschütteln) oder Hunde können unter eine Trigeminusneuralgie haben.


Hier sind weitere Beiträge:
Nervenschmerzen - Was ist das?
Trigeminusneuralgie - Das Gewitter in meinem Gesicht
Innere Einstellung
Warum Aufklärung so wichtig ist
Wie kam ich zu der Diagnose?
Ernährung
Op nach Janetta
Aufmerksamkeitstag TN 2018
Aufmerksamkeitstag seltene Erkrankrungen 2019

Viele Grüße

Sonntag, 6. Oktober 2019

#244 Bücherregal - UnAuthored Letters(Kurzrezension)


Titel(Englisch)UnAuthored Letters 
AutorTara C. Allred
VerlagPatella Publishing
GenrePsychothriller
Seiten393 Seiten
Meine Bewertung
1,5/5

 Inhalt

Rebecca verbrachte nach dem sie mehrfach missbraucht wurde viel Zeit in verschiedenen Institutionen um damit klar zu kommen. Nach Jahre langer Therapie kann sie sich endlich ein Leben aufbauen. Während sie mit ihrem ehemaligen Therapeuten Dr. Sanders und ihrem gemeinsamen Sohn ein ruhiges Leben führt, erreichen sie auf einmal Drohbriefe. Ihr Mann ist sich sicher, dass Rebecca dieser verfasst hat. Aber ist das wirklich so?

Review

Die Grundidee für die Handlung ist an sich sehr gut und spielt mit den menschlichen Abgründen. Der Hauptprotagonisten kann man nicht trauen, weil sie psychisch krank ist und scheinbar unter Wahnvorstellungen leidet. Folglich weiß man auch nicht, ob sie wirklich von einer Dritten Person bedroht wird oder eben nicht. Genau das sind eigentliche perfekte Zutaten für einen gelungenen Psychothriller, jedoch hapert es hier leider an der Umsetzung.
Jedoch werden einige Aspekte rund um psychische Erkrankungen treffend erklärt. Leider wird man durch so etwas nicht immer als vollwertiger Mensch wahrgenommen und Aussagen werden viel zu häufig in Frage gestellt. Und manche behandeln dann Betroffene wie ein kleines Kind, welches nicht in der Lage ist selbständig Entscheidungen zu treffen.

Zeitweise hatte ich das Gefühl als würde es sich bei dem Buch um den Aufsatz von einem Oberschüler handeln. Es fiel mir oft schwer der Handlung zu folgen und es fehlte einfach der rote Faden. Oft habe ich mich gefragt, ob das Buch überhaupt Korrektur gelesen wurde.
Der Großteil des Buches besteht gefühlt aus Gesprächen, die mal mehr und mal weniger nachvollziehbar sind.

Vor allem anfangs hat man das Gefühl als würden große Teil der Handlung einfach fehlen. Das heißt man kann auch gar nicht nachvollziehen warum der Hauptprotagonist jetzt auf einmal so handelt und oft wird man deshalb auch vor vollendete Tatsachen gestellt. Anstatt die Handlung der ersten Kapitel in wenigen Sätzen zusammen zufassen muss man sich durch viele unnütze Längen lesen. So fehlt gefühlt genau dieser Platz gegen Mitte des Buches und einige Handlungsstränge werden deshalb viel zu kurz erläutert.
Zum Beispiel wird auch nie erklärt was Rebecca passiert ist zu Beginn der Handlung. Was hat ihr Vormund ihr eventuell angetan? Die Charaktere bleiben alle bis zum Ende blass und man erfährt viel zu wenig über sie.
Ansonsten ist allgemein das Tempo sehr langsam und die vielen Längen machen es schwer dem Ganzen zu folgen.



Fazit

Mir hat das Buch aus den oben genannten Gründen nicht gefallen und ich frage mich immer noch, warum ich es überhaupt zu Ende gelesen habe. Vielleicht gefällt es ja dem ein oder anderen. Von einem Award-Gewinner hatte ich einfach mehr erwartet.

Freitag, 4. Oktober 2019

#243 Bücherregal - Tumor


TitelTumor
AutorDominik A. Meier
VerlagIndependently published
GenreDystopie
Seiten610 Seiten
Meine Bewertung
3/5

 Inhalt

In einem Forschungskomplex in Russland kommt es zu einer gewaltigen Explosion. In diesem Gebäude wurden viele fragwürdige Experimente durchgeführt, unter allem sollte dort ein besserer Mensch kreiert werden. Um das Schlimmste zu verhindern wurde das Gebäude mit Giftgas geflutet, doch die neuartigen Kreaturen überlebten. Maske ist auf der Suche nach seiner Frau, die in diesem Institut am Menschen forschte. Er hat es sich wie viele andere fest vorgenommen bis nach unten ins unterirdische Institut zu kommen, doch die Gefahren sind immens. Kann er seine Frau retten?

Review

Vor allem die Charaktere fand ich klasse, da sie voller Details stecken und viele Eigenarten und eine eigene Geschichte haben. Die Geschichte wird von Maske erzählt, über dem man relativ erfährt, der aber trotzdem bis zum Schluss noch voller Geheimnisse steckt.

Was man auch hervorheben kann ist die Härte in diesem Roman. Es gibt zwar auch den ein oder anderen gefühlten Superhelden, aber es gibt relativ viele unschöne Tode. Es ist halt eine Dystopie, die eine düstere Zukunft mit Cyborgs und außer Kontrolle geratener KI und Experimente beinhaltet und da gehört das einfach dazu. Die Tode an sich werden relativ neutral beschrieben, das heißt wer hier detaillierte Fetischroman ähnlich beschriebene Szenen erwartet wird enttäuscht sein. Mir hat diese neutrale Beschreibung durchaus gefallen, denn eine Dystopie muss mich nicht mit so etwas schocken.

Der Schreibstil ist einfach nur klasse und ich konnte mir alles gut vorstellen. Ich hatte direkt einige Szenen aus Computerspielen vor Augen, die genau an solchen Orten spielen. Es hat mich auch ziemlich gefröstelt, denn jeder Zeit konnte irgendetwas schreckliches passieren und es gab relativ viele böse Überraschungen.  Das hält die Spannung die ganze Zeit oben und auch wenn die Handlung vom Inhaltlichen bzw. von den Themen her abbaut kommt es immer wieder zu irgendwelchen sehr beängstigenden Momenten.

Auch wenn das alles sehr packend ist, kann man die Handlung einfach nicht ernst nehmen. Sie ist so absurd und unglaubwürdig, dass ich das Buch am liebsten einfach abgebrochen hätte. Ich habe bisher glaube ich kein Buch mit Cyborgs gelesen, deshalb fehlt mir etwas der Vergleich. Bisher kenne ich nur Filme dazu und die haben mir von der Handlung her besser gefallen als diese hier. Ich fand das teils einfach zu überspitzt und zu "groß". Ab einem Punkt verliert das einfach alles was eine glaubwürdige Handlung ausmacht und zwar als Mythen immer mehr eine Rolle spielen. Dann driftet das alles immer mehr ins Genre "Fantasy" ab und das war wirklich nicht gut.



Fazit

Die große Frage ist wie ich das Buch jetzt abschließend bewerten möchte. Die erste Hälfte ist klasse und hat eigentlich alles was eine gute Dystopie haben muss. Die zweite Hälfte ist eine Katastrophe und hat mich wütend gemacht, da es das ganze Buch runterzieht.

Wenn ich jetzt alle guten und schlechte Punkte miteinander vergleiche komme ich auf 3 von 5 Sternen. Ich denke wenn man auf diese Mythen und Fantasy steht, dann kommt man bei diesem Roman definitiv auf seine Kosten. An sich ist der Roman den Genres Mystery/Thriller/Dystopie zuzuordnen, was auch vollkommen zutrifft. Vor allem die ganzen Actionszenen halten das Tempo hoch und passen zu Thriller. Und es tauchen auch unglaublich viele Mysteryelemente auf. Ich hab schon lange keinen Roman mehr gelesen, den man so gut in mehrere Genres einordnen konnte.

An sich ist es ein durchaus denkbares Szenario, schließlich sind ja aus gutem Grund Experimente am Menschen/Tieren/Pflanzen in diesem Maße verboten und wer weiß, ob diese nicht doch irgendwo in abgelegenen Gegenden stattfinden. Und allein weil man das ja alles kaum kontrollieren geschweige denn planen kann macht es mir Angst. Und der Autor erwähnt wirklich viele sehr gruselige Experimente. Da kann man nur hoffen, dass es nie so weit kommen wird und wenn dann sehr schnell Schadensbegrenzung betrieben wird. Denn es ist wirklich beängstigend, dass genau diese Schadensbegrenzung nicht stattfindet in diesem Roman.

Es gibt insgesamt 4 Romane, die in diesem Tumoruniversum spielen und die können wohl scheinbar alle unabhängig voneinander gelesen werden. "Tumor" ist der erste Teil und ich freue mich schon darauf demnächst "Maschinengel" lesen zu können.

Mittwoch, 2. Oktober 2019

Lesemonat September



Guten Morgen :)

Hier ist mein Lesemonat September und ein kleiner Rückblick.

Für meinen Blog habe ich insgesamt 7.078 Wörter geschrieben und für meine Fanfictions ganze 7.750 Wörter was ganze 494 Wörter pro Tag macht. Das sind jetzt nicht die von mir gewünschten 500 pro Tag, aber oft hatte ich diesen Monat einfach keine Zeit zum Schreiben oder es waren andere Gründe vorhanden, warum es einfach nicht geklappt hat.
  1. Ende gut, alles gut! von Thomas Herzberg, 211 Seiten, 4/5 Sternen, Rezension
  2. Die Öko-Challenge von Komplett-Media, 176 Seiten, 4/5 Sternen, Booktalk
  3. Selfies vom Mond von André Nagerski, 123 Seiten, 4/5 Sternen, Rezension
  4. Der Tote im Strandkorb von Anna Johannsen, 284 Seiten, 2,5/5 Sternen, Rezension
  5. Wenn nicht jetzt, wann dann von Harald Lesch, 369 Seiten, 4/5 Sternen, Rezension
  6. To Kill a Mockingbird von Harper Lee, 324 Seiten, 4,5/5 Sternen, Booktalk
  7. Mörderinnen von Veikko Bartel, 240 Seiten, 5/5 Sternen, Rezension
  8. Nur eine Ewigkeit mit dir von Kristina Moninger, 300 Seiten, 3/5 Sternen
  9. Retribution Ridge von Anna Willett, 232 Seiten, 1,5/5 Sternen, Rezension
  10. Rabenschwarze Intelligenz von Josef H. Reichhoff, 256 Seiten, 5/5 Sternen, Rezension
  11. Watership Down von Richard Adams, 485 Seiten, 5/5 Sternen, Booktalk
  12. Unbarmherzig von Markus Kleinknecht, 424 Seiten, 4/5 Sternen, Rezension
  13. Brainspam von Torsten Sträter, 191 Seiten, 3/5 Sternen, keine Rezension
  14. Wie ich vom Weg abkam um nicht auf der Strecke zu bleiben von Eduard Freundlinger, 276 Seiten, 3,5/5 Sternen, Rezension
  15. Solange die Hoffnung uns gehört von Linda Winterberg, 471 Seiten, 5/5 Sternen, Booktalk
  16. One perfect lie - Der Schein trügt von Lisa Scottoline, 412 Seiten, 2/5 Sternen, Rezension
  17. Das Blut der Hirsche von Mons Kallentoft und Markus Lutteman, 397 Seiten, 4,5/5 Sternen Rezension
  18. Mörder von Veikko Bartel, 256 Seiten, 5/5 Sternen, Rezension
  19. In all den Jahren von Barbara Leciejewski, 449 Seiten, 4/5 Sternen, Rezension
  20. Weil mein Herz dich ruft von Jennifer Waschke, 269 Seiten, 4,5/5 Sternen, Rezension
  21. Apocalypse Z von Manel Loureiro, 397 Seiten, 3/5 Sternen
  22. Du bringst mein Leben so schön durcheinander von Claire Christian, 320 Seiten, 5/5 Sternen, Rezension
  23. Papst Franziskus von Michael Hesemann, 321 Seiten, 4/5 Sternen, keine Rezension
  24. Gier von Marc Elsberg, 448 Seiten, 4/5 Sternen, Rezension
  25. Mit allen Mitteln von Jens Bühler, 366 Seiten, 5/5 Sternen, Rezension
  26. Universum für Neugierige von Harald Lesch, 258 Seiten, 4/5 Sternen, Rezension
  27. Die Stille vor dem Tod von Cody McFadyen, 481 Seiten, 3/5 Sternen, Booktalk
  28. Der Präsident von Sam Bourne, 480 Seiten, 4/5 Sternen, Rezension
  29. Savage moon von Cris Simms, 418 Seiten, 3/5 Sternen
  30. Wie Gräser im Wind von Ella Zeiss, 383 Seiten, 5/5 Sternen, Booktalk
  31. Freak the Mighty von Rodman Philbrick, 192 Seiten, 4,5/5Sternen, Rezension
  32. Von Hoffnung getragen von Ella Zeiss, 416 Seiten, 5/5 Sternen, Rezension
  33. Unauthored letters von Tara C. Allred, 392 Seiten, 1,5/5 Sternen
  34. Who the fuck is dracula? von Sebastian Wotschke, 78 Seiten, 4/5 Sternen, Rezension
  35. Terms of use von Scott Allan Morrison, 384 Seiten, 3/5 Sternen, keine Rezension
  36. Am Ende dieses Jahres von Anja May, 364 Seiten, 4/5 Sternen, Rezension
  37. Die Angst schläft nie von Rachel Caine, 381 Seiten, 3/5 Sternen, Rezension
  38. Suitcase Girl von Ty Hutchinson, 344 Seiten, 1/5 Sternen
  39. Die Einkaufsrevolution von Tanja Busse, 320 Seiten, 4/5 Sternen, Booktalk
  40. Hannah und ihre Brüder von Ronald H. Balson, 476 Seiten, 4/5 Sternen, Rezension
  41. Nachts schweigt das Meer von Kate Penrose, 464 Seiten, 4/5 Sternen, Rezension
  42. Dry von Neal und Jarrod Shustermann, 448 Seiten, 4/5 Sternen, Rezension
  43. Dünenblut von Sven Koch, 352 Seiten, 4/5 Sternen, Rezension
  44. Dschungel von Friedemann Karig, 383 Seiten, 4/5 Sternen, Rezension
  45. Mein Leben basiert auf einer wahren Geschichte von Anne Freytag, 448 Seiten, 4/5 Sternen, Rezension
  46. Juister Mohn von Elke Bergsman und Anna Johannsen, 287 Seiten, 4/5 Sternen, Rezension
  47. Hostile Witness von Rebecca Forster, 420 Seiten, 2,5/5 Sternen, Rezension
  48. Hafenmord von Katharina Peters, 316 Seiten, 3/5 Sternen, Rezension
  49. The Victims' Club von Jeffery Deavers, 45 Seiten, 3/5 Sternen, keine Rezension
  50. Die Straße des Siegers von Osmar White, 304 Seiten, 3/5 Sternen, keine Rezension
  51. Pata Negra von Eduard Freundlinger, 432 Seiten, 3/5 Sternen, keine Rezension
  52. Bookless von Marah Woolf, 312 Seiten, 3,5/5 Sternen, Rezension
  53. Der Mann auf der Hallig von Anna Johannsen, 303 Seiten, 4/5 Sternen, Rezension
  54. Shining von Stephen King, 625 Seiten, 5/5 Sternen, Booktalk
  55. When the water runs out von David Canford, 316 Seiten, 2,5/5 Sternen, keine Rezension
  56. Träume aus Silber von Mina Baites, 306 Seiten, 3,5/5 Sternen, Rezension
  57. Jenseits von Schwarz von Lucie Flebbe, 288 Seiten, 4/5 Sternen, Rezension
  58. Küstenstill von Elias Haller, 380 Seiten, 5/5 Sternen, Rezension
  59. After: The shock von Scott Nicholson, 296 Seiten, 2/5 Sternen
  60. Bauernschädel von Stefan K. Heider, 252 Seiten, 4/5 Sternen, Rezension
  61. Rache und Roter Schnee von Elias Haller, 394 Seiten, 3,5/5 Sternen
  62. Das Weinen der Kinder von Arne M. Boehler, 352 Seiten, 4,5/5 Sternen, Rezension
  63. Steht auf, auch wenn ihr nicht könnt! von Maximilian Dorner, 4/5 Sternen, 192 Seiten, Rezension
  64. Mondprinzessin von Ava Reed, 252 Seiten, 1,5/5 Sternen, Rezension
  65. The hate u give von Angie Thomas, 528 Seiten, 5/5 Sternen, Rezension
  66. 40 Stunden von Kathrin Lange, 416 Seiten, 4/5 Sternen, Rezension
  67. Pitti auf hoher See von Bianca Dennemark, 175 Seiten, 3,5/5 Sternen, Rezension
  68. The perfect roommate von Minka Kent, 258 Seiten, 1/5 Sternen, keine Rezension
  69. Die ferne Hoffnung von Ellin Carsta, 362 Seiten, 3/5 Sternen, keine Rezension
  70. Simon vs. the homo sapiens agenda von Becky Albertalli, 352 Seiten, 5/5 Sternen, Buch und Film
  71. Der Präparator von Miker Omer, 458 Seiten, 4/5 Sternen
  72. All the bright places von Jennifer Niven, 432 Seiten, 3,5/5 Sternen, Booktalk
  73. Die Macht der Verzweiflung von Hendrik Falkenberg, 377 Seiten, 4/5 Sternen, Rezension
  74. Friedhof der Kuscheltiere von Stephen King, 609 Seiten 4,5/5 Sternen
  75. Strange the dreamer von Laini Taylor, 560 Seiten, 4/5 Sternen
  76. Dracula von Bram Stoker, 275 Seiten, 4/5 Sternen
  77. Turtles All the Way Down von John Green, 320 Seiten, 4/5 Sternen, Rezension
  78. Todeshaff von Katharina Peters, 320 Seiten, 3,5/5 Sternen, Rezension
  79. Goldene Zeiten im Gepäck von Adriana Popescu, 512 Seiten, 4,5/5 Sternen, Rezension
  80. Jaspers letzter Flirt von Ulrike Busch, 302 Seiten, 3,5/5 Sternen, Rezension
  81. The silent patient von Alex Michaelides, 339 Seiten, 2/5 Sternes
  82. Grenzfälle von Elke Bergsma, 302 Seiten, Rezension
  83. 10 Stunden Ewigkeit von Nika Lubitsch, 248 Seiten, 2,5/5 Sternen, Rezension
  84. Morgen ist leider auch noch ein Tag von Tobi Katze, 256 Seiten, 4,5/5 Sternen, Booktalk
  85. Tumor von Dominik A. Meier, 610 Seiten, 3/5 Sternen
Insgesamt 29.544 von 35.000 Seiten und 85 von 100 Büchern, 348 Seiten/Buch

Januar: 11 Bücher, 3.000 Seiten, 273 Seiten/Buch
Februar: 9 Bücher, 3.145 Seiten, 350 Seiten/Buch
März: 8 Bücher, 3.071 Seiten, 384 Seiten/Buch
April: 9 Bücher, 3.008 Seiten, 335 Seiten/Buch
Mai: 9 Bücher, 3.523 Seiten, 392 Seiten/Buch
Juni: 9 Bücher, 3.073 Seiten, 342 Seiten/Buch
Juli: 14 Bücher, 4.452 Seiten, 318 Seiten/Buch
August: 7 Bücher, 3.063 Seiten, 438 Seiten/Buch
September: 9 Bücher, 3.209 Seiten, 357 Seiten/Buch

Genre
Dystopie: 3
Fantasy: 3
Historischer Roman: 7
Horror: 2
Humor: 3
Klassiker: 3
Krimi: 15
Mystery: 2
Psychothriller: 8
Roman: 12
Sachbuch: 9
Science-Fiction: 1
Thriller: 14
True Crime: 2

Neuzugang
Nächste Ausfahrt Zukunft von Ranga Yogeshwar
Schwimmen Tote immer oben? von Michael Tsokos
The Da Vinci code von Dan Brown

Rezensionsexemplare
Der Regisseur von Olivia Kleinknecht
Postscript von Cecelia Ahern
Noch einmal Danke dafür ♥

Lese ich gerade:
Das Paulusevangelium von Wolfgang Hohlbein

Auf meinem SuB befinden sich noch um die 8 Bücher und 8 ebooks. Jetzt ist mein SuB doch tatsächlich gewachsen, aber das Jahr hat ja noch 3 Monate und da werde ich die garantiert alle lesen können.

Meine persönlichen Highlights waren:
Goldene Zeiten im Gepäck von Adriana Popescu, 512 Seiten, 4,5/5 Sternen, Rezension
Morgen ist leider auch noch ein Tag von Tobi Katze, 256 Seiten, 4,5/5 Sternen, Booktalk

Beide Bücher haben mir wirklich gut gefallen und ich habe sie noch in guter Erinnerung. Das erste ist etwas für Menschen, die gerne Romane übers Reisen lesen. Es ist wirklich schön geschrieben und lässt sich wirklich gut lesen. Das zweitere ist eine Art Autobiografie in der der Autor über seine Erfahrung mit dem Thema "Depression" auf humorvolle Art schreibt.

Enttäuscht war ich von: 
The silent patient von Alex Michaelides

Wo fange ich an bei diesem Buch? Es ist ein Psychothriller und ich konnte es kaum abwarten den zu lesen. Es wurde einfach unglaublich viel Werbung dafür gemacht und es gibt wirklich sehr viele sehr gute Rezensionen dazu. Und deshalb bin ich echt geschockt darüber, dass das Buch ein Reinfall war. Die Idee und der Plottwist sind ohne Frage genial, aber trotzdem kann ich dem Buch keine gute Bewertung geben. Der zeitliche Ablauf stimmt hinten und vorne nicht, weshalb ich die Handlung auch nicht wirklich nachvollziehen konnte. Wenn ich anderen kritischen Rezensionen Glauben schenken darf, dann bin ich wohl nicht die einzige der es so geht.

Bei der 'Goodreads Summer Reading Challenge' habe ich alle Aufgaben geschafft und hier ist der Beitrag dazu.
Auch bei den anderen Challenges komme ich wirklich gut voran und mal schauen, was ich dafür noch alles lesen werde. Dank der Challenge von Steffi von Angeltearz komme ich auch relativ gut voran was den SuB-Abbau betrifft. Und die Rezensionen zu den Büchern kommen deshalb zeitnah online, was ja sonst eher nicht der Fall ist. Hier ist meine Seite zu der Challenge.

Im September war ich kurz in Köln und auch sonst war ich ziemlich viel unterwegs. Gemalt habe ich sehr wenig, was sich aber hoffentlich demnächst wieder ändern wird. Ansonsten gibt es nicht viel zu berichten. Momentan bin ich auf der Suche nach neuen Haarseifen, Waschmittel und vieles mehr, da ich auf so vieles allergisch reagiere und deshalb wirklich sehr genau auf die Inhaltsstoffe achten muss. Leider kosten ja manche Haarseifen wirklich viel Geld und ich will auch nichts im Internet bestellen, da ich lieber vor Ort kaufe. Wahrscheinlich werde ich bei dem Waschmittel komplett auf Kastanien umsteigen, die ich die nächste Zeit noch alle sammeln muss. Es ist einfach unglaublich wie teuer all die Alternativprodukte sind. Ich könnte ja jetzt behaupten es ist alles für die Umwelt, aber leider habe ich schon ewig Probleme mit all den anderen Produkten und da ist es egal wie viel Geld ich dafür hinblätter. Und laut Arzt soll ich einfach Kernseife benutzen, was aber für meine ohnehin zu trockene Haut keine Lösung ist. Das ist ein Thema was mich wohl noch einige Zeit beschäftigen wird, was ich aber unbedingt in den Griff bekommen möchte.

Viele Grüße

Sonntag, 29. September 2019

#242 Bücherregal - Grenzfälle(Kurzrezension)


TitelGrenzfälle: Wie Mauern so kalt
AutorElke Bergsma
VerlagBooks on Demand
GenreKrimi/Ostseekrimi
Seiten302 Seiten
Meine Bewertung
3,5/5

 Inhalt

Durch die Erdbeben in der Provinz Groningen sind etliche Gebäude unbewohnbar. Am Tag des Umzugs in ein Altenheim findet im Juni 2018 ein älteres Ehepaar die Leiche einer jungen Frau auf ihrem Hof, wo früher sich die Schweine im Dreck gesuhlt hatten. Bei der Toten handelt es sich um eine deutsche Studentin, die in Groningen studierte und im Zuge eines Uniprojektes Zeichnungen der beschädigten anfertigte. Könnte sie mit dem Projekt den falschen Leuten auf die Zehen getreten sein? Oder hat der Mord vielleicht ganz andere Hintergründe?


Review

Die beiden Ermittler sind wirklich sympathisch und ich habe ihnen gerne über ihre Arbeit gelesen. Es gibt wirklich viel Lokalkolorit und durch die vielen detaillierten Beschreibungen, kann man sich alles gut vorstellen. 

Man konnte wirklich gut mit raten, was ich auch immer gerne mache. Oft wurde man auf die falsche Fährte gelockt und lange Zeit hatte ich die völlig falschen Leute in Verdacht. Durch die vielen Wendungen bleibt es bis zum Ende spannend. Zusammen mit den Ermittlern kommt man dem Täter immer näher und ich liebe es einfach, wenn die Auflösung zu Greifen nahe ist und sich dann in Luft auflöst, weil es doch wieder nur eine falsche Vermutung war.

Es gibt zwei Handlungsstränge und man verfolgt alles einmal aus Sicht der Ermittler und einmal aus Sicht einer anfangs nicht näher beschriebenen Person, die man aber im Laufe der Handlung immer besser kennen lernt.

Was mich gestört hatte waren die vielen niederländischen Begriffe. Für einige musste ich dann doch die Fußnote zu rate ziehen und das hat ziemlich den Lesefluss gestört. Auch wenn ich es schön fand mal etwas "ortstypisches" zu lesen wie den Dialekt, hat es dann teilweise ziemlich gestört, weil man es ohne Fußnote einfach nicht verstanden hat.

Die Auflösung fand ich etwas zu konstruiert und "zu viel". Auch sonst fehlt mir an manchen Stellen eine angemessene Situation der Charaktere, denn stellenweise reagieren sie total gelangweilt und das egal wie heftig die einzelnen Geschehnisse sind. Vor allem am Ende fällt das auf und auch wenn das ein leichter Krimi sein soll, wirkt es einfach total deplatziert. Manches kann man nicht einfach so wegstecken und leider vergisst die Autorin das an der ein oder anderen Stelle.

Fazit

Hier wurde eine glaubhafte Geschichte rund um die Erdbeben, die durch die Gasgewinnung in der Groninger Provinz vorkamen bzw. vorkommen und etliche Gebäude zerstört haben, gestrickt. Die Vermischung von Realität und Fiktion fand ich wirklich gelungen.

Ein abschließendes Urteil über die neue Reihe möchte ich erst fällen, wenn ich noch einen Teil davon gelesen habe. Es ist quasi eine Art Crossover mit der Büttner-Reihe, was wirklich interessant ist und der niederländische Kollege ist auch wirklich sympathisch.

Der Krimi ist kurzweilig und lässt sich gut in einem durch lesen durch den flüssig zu lesenden Schreibstil. Es gibt einige lustige Stellen und am liebsten hätte ich danach noch einen guten Krimi gelesen, denn dieser hatte mich gut unterhalten. Trotzdem kann ich nur 3,5 Sterne vergeben, denn mir hat einfach das gewisse etwas gefehlt.

Freitag, 27. September 2019

#241 Bücherregal - 10 Stunden Ewigkeit


Titel10 Stunden Ewigkeit
AutorNika Lubitsch
VerlagIndependently published
GenreThriller
Seiten248 Seiten
Meine Bewertung
 2,5/5

 Inhalt

Sheila war zusammen mit ihr WG-Mitbewohnerin Chrissie auf einer Party und verschwindet nach dieser spurlos. Alle Versuche sie wieder zu finden scheitern, aber auch Jahre danach kann Chrissie das alles nicht vergessen. Sie ruft eine Website ins Leben auf der es um ungelöste Mordfälle gibt, denn von denen gibt es in den USA mehr als genug. Allem voran möchte ich sie damit bei der Aufklärung von Serienmorden helfen. Der aktuellste Fall einer ermordeten Studentin von einer Ivy-League-Uni macht sie stutzig, denn auch ihr Mann hatte zu dem Zeitpunkt einen Vortrag an genau jener Uni. Und der Verdacht erhärtet sich, als das FBI ihr Haus stürmen und ihr Mann flüchtet. Um ihren Sohn vor all dem zu schützen bringt sie ihn in Sicherheit, was sich aber sehr bald als großer Fehler heraus stellt.

Review

Die Hauptprotagonistin macht eine glaubhafte Charakterentwicklung durch.
Wenn man aufmerksam liest, dann kann man in den ersten 100 Seiten schon den Täter erraten. Wobei auch diesbezüglich immer wieder Zweifel gestreut werden, so dass es bis zum Schluss spannend bleibt. Es gibt einen ziemlich guten Plottwist und allgemein kann man sich nie sicher sein, wer denn nun der Täter ist.

Durch den flüssigen Schreibstil fliegt man quasi nur so über die Seiten. Die vielen Details geben einem ein gutes Bild davon was alles passiert und wie alles aussieht. Es wird sich auf das wesentliche beschränkt, das heißt eine ausschweifende Nebenhandlung sucht man vergebens. Das deckt sich auch mit der Länge des Thrillers von 248 Seiten, denn nur so kann ein durchgehend hohes Handlungstempo aufrecht erhalten werden. Hier hätten ein paar Seiten mehr dem Thriller definitiv nicht geschadet, denn einige Szenen sind wirklich sehr knapp beschrieben.

Was mich wirklich irritiert hatte beim Lesen waren die Gewaltszenen. Wenn man als Autor schocken möchte, dann wirft man den Leser entweder komplett ins eiskalte Wasser der menschlichen Abgründe oder lässt es sein. Denn hier beim Buch werden von einem gefühlt nur die Zehen herein gehalten, was bei mir ein wirklich schlechtes Gefühl hinterließ. Die Autorin beschrieb eine Vergewaltigung und anschließende Verstümmelung einer Frau komplett emotionskalt und nüchtern, dass ich am liebsten das Buch nicht weiter gelesen hätte. Ich habe schon etliche Bücher gelesen bei denen auch so etwas vorkam und da war man als Leser richtig angeekelt, aber hier kam definitiv kein Ekel sondern einfach nur Desinteresse auf. Und dieses Desinteresse hatte mich dann angeekelt, denn diese Themen sollten einem nicht egal sein.

Die Charaktere bis auf die Hauptprotagonistin sind mir zu blass und austauschbar und strotzen nur so vor Klischees. 


Fazit

Das Buch ist aufgrund der Themen Vergewaltigung/Verstümmelung nichts für schwache Nerven. Es eignet sich prima als Buch für zwischendurch, denn es ist eher kurzweilig und man hat es schnell durch gelesen.

Ich hatte das Buch wegen der ABC-Challenge(Buchstabe Z) und wegen der guten Bewertungen ausgeliehen. Folglich habe ich auch ein tolles Buch erwartet, was mich vom Anfang bis zu Ende fesselt und keins, das ich nach 50 Seiten schon wieder zurück geben möchte. Ich denke wenn diese Gewaltszenen richtig beschrieben wurden wären, dann hätte ich das alles auch besser gefunden. Man muss ja nicht zu sehr ins Detail gehen, aber diese Kälte und alles war einfach nur total befremdlich.

Um ehrlich zu sein habe ich keine Ahnung, ob ich dem Buch jetzt einfach aufgrund der Gewaltszenen 2 Sterne geben sollte oder nicht. Das wäre gegenüber dem Buch bzw. der Autorin nicht fair, denn an sich ist es ja ein guter Thriller und auf 248 Seiten so eine doch recht komplexe Handlung zu verpacken schafft auch nicht jeder. Wenn ich jetzt meine anderen 3 Sterne Bewertungen angucke muss ich feststellen, dass mir die Bücher besser gefallen haben als dieses hier. Ich vergebe dem Buch 2,5 Sterne, weil es einfach zu viel ungenutztes Potential hat und mich die Gewaltszenen massiv gestört haben.

Mittwoch, 25. September 2019

#29 Booktalk - Morgen ist leider auch noch ein Tag

Hallo,

vor wenigen Tage hatte ich "Morgen ist leider auch noch ein Tag" von Tobi Katze gelesen. In dieser Autobiografie geht es um die Themen Depression und Selbstmord und auch Humor. Ob diese drei Themen wirklich zusammen passen erläutere ich im nachfolgenden Teil.





Tobi Katze ist Poetry Slammer und Autor. Hier in diesem Buch erzählt er wie es war die Diagnose "Depression" zu bekommen und sich mit der Krankheit zu arrangieren. Selbstironisch berichtet er aus seinem Alltag und nimmt sich und die Depression dabei nicht ganz so ernst. Er zeigt immer wieder, dass das alles wenig mit Traurigkeit zu tun hat. Ihm ist es wichtig offen darüber zu reden und Vorurteile aus dem Weg zu räumen. Vor der Diagnose war er es gewohnt die Leere mit viel Alkohol und Parties und den falschen Freunden zu füllen und alles dafür zu tun, damit niemand ahnt wie es in ihm aussieht. 

Das Buch hat wirklich lange auf meiner Wunschliste herum gedümpelt und ich war mir immer unsicher, ob es mir wirklich gefallen könnte. Dabei hatte ich schon viel darüber gelesen und eigentlich trifft das genau meinen Humor. Und dann habe ich es per Zufall in einem öffentlichen Bücherschrank gesehen und musste es einfach mitnehmen. Und ich musste feststellen, dass mich das Buch sehr gut unterhalten hat. Ich habe es schlussendlich ab der Hälfte in einem durch gelesen und ich konnte mich an wirklich vielen Stellen wiederfinden. Ich habe im Gegensatz zum Autor jedoch so gut wie keine Erfahrung was Partys oder Alkohol betrifft, aber was den Rest betrifft habe ich ähnliche Erfahrungen gemacht. 

Man bekommt einen relativ tiefen Einblick in das Leben des Autors und wie es für ihn war mit die Diagnose "Depression" zu bekommen und wie er und sein Umfeld darauf reagierten. Ob sich das alles genau so zu getragen hat erfährt man nicht, aber aus eigener Erfahrung weiß ich wie nah dran die einzelnen Geschehnisse an der Realität sind. Denn mit vielem was der Autor konfrontiert wird erlebt man selbst, wenn man auch diese Diagnose hat. Und ich habe selbst schon oft erlebt wie überfordert viele damit sind und wie viele trotz aller möglichen Aufklärungskampagnen Depression mit Traurigkeit oder Faulheit gleich setzen und es als eine Art Modeerkrankung ansehen. Es ist leider nun einmal eine Krankheit, über die viel zu wenig gesprochen wird und über die es leider viel zu viele Vorurteile gibt. Wobei man hier auch klar stellen muss, dass die Depression viele Gesichter hat und der Autor hier nur zeigt wie sie sich in seinem Fall äußert. 

Schließlich ist in den Augen von viel zu vielen "nur" eine Art Traurigkeit und viele setzen das mit einer Charakterschwäche gleich, die man nur überwinden muss. Und wenn das nicht klappt, dann gibt es ja noch immer Pillen und da muss nur fest genug an die Wirkung glauben. Dass das alles sehr wenig mit der Realität zu tun hat spielt da oft keine Rolle und leider denken auch einige Betroffene so. Auch eine Depression kann einem mitunter das Leben kosten und genau das wird hier thematisiert. Wie der Autor mit dem Thema Suizid umgegangen ist mag für manche vielleicht nicht richtig erscheinen, aber jeder hat seine eigene Art damit umzugehen. Der Autor hat eine ziemlich lockere Art damit umzugehen, aber auch das musste er erst lernen. Genauso wie er lernen musste mit der Depression zu leben und Therapie und Medikamente keine Wunderheilung mit sich bringen. Das heißt wer hier ein durchgehend witziges Buch erwartet wird wohl enttäuscht sein. Der Autor berichtet schonungslos auch von den hässlichen Seiten der Depression und die kann man nicht alle mit einem Witz kaschieren oder schönreden.

Auch für Nicht-Betroffene eignet sich das Buch prima um mal einen Einblick in die Thematik zu bekommen. Es ist halt mehr oder weniger ein Alltagsbericht, aber man könnte es auch als lustigen Roman auffassen in dem der Autor einem aus seinem Leben in der Ich-Perspektive erzählt. Das alles kratzt aber noch ziemlich an der Oberfläche der Thematik, das heißt etwas tiefgründiges kann man nicht erwarten. Mich hat es nicht gestört, schließlich habe ich auch nichts philosophisches und tiefgründiges erwartet.

Aufgrund der Längen kann ich dem Buch trotz des Lobes nur 4,5 von 5 Sternen geben. Alles in allem hat mir der Erfahrungsbericht auf alle Fälle gezeigt nicht alleine mit dem Problem zu sein und einige Passagen haben mich auch zum Lachen und Schmunzeln gebracht. Und das Buch zeigt einfach, dass man eine Depression auch mit Humor nehmen kann.

Habt ihr dieses Buch schon gelesen? Wie fandet ihr es oder habt ihr noch vor es zu lesen? Sollte es mehr Bücher über psychische Erkrankungen geben? Gerne verlinke ich hier eure Rezension.

Viele Grüße

Sonntag, 22. September 2019

#240 Bücherregal - Jaspers letzter Flirt(Kurzrezension)


TitelJaspers letzter Flirt(Kripo Wattenmeer)
AutorUlrike Busch
VerlagEdition M
GenreKrimi/Nordseekrimi
Seiten302 Seiten
Meine Bewertung
3,5/5

 Inhalt

Eigentlich sollte Jasper Erikson in dem Auto sitzen, als es in die Luft gesprengt wurde. Doch der Surflehrer entgeht dem Mordanschlag ganz knapp, denn kurz vorher hatte er das Auto verlassen um einer Frau hinterher zu hechten. Auf der Insel weiß jeder, dass Jasper ein richtiger Frauenheld ist und selbst seine Frau und seine zwei Kinder kein Hindernis für ihn darstellen. Dadurch macht er sich nicht nur Freunde, aber trotzdem spielt er den Mordanschlag vor den beiden Komissaren herunter. Doch irgendwann kann es selbst Jasper nicht mehr leugnen, dass das kein Zufall war mit der Explosion und es tatsächlich jemand auf ihn abgesehen hat.


Review

Vor allem das Lokalkolorit hat mir gut gefallen und ich konnte mir Amrum richtig gut vorstellen. Die Beschreibungen der Landschaft fließen immer mal wieder ein und fügen sich prima in die Handlung, so dass sie einen nicht langweilen. Die Ermittler werden zudem immer wieder damit konfrontiert, dass es halt nicht so leicht ist einfach so mal auf einer relativ kleine Insel zu ermitteln auf der gefühlt jeder jeden kennt. Teilweise war es recht schwer die ganzen Verhältnisse der Charaktere untereinander auseinander zu halten, aber so erging es wahrscheinlich auch den Ermittlern und deshalb möchte ich das nicht ankreiden. Zumal ich das alles selbst kenne aus meiner Heimat der Eifel.

Allgemein scheinen die Charaktere sehr realistisch mit all ihren Ecken und Kanten und ihren Geheimnissen. Hier muss man wirklich aufmerksam lesen, damit man nicht den Überblick über all die Menschen verliert.

Auch die Gliederung der Handlung ist wirklich gut, denn die Kapitel sind von der Länge genau richtig. Alle paar Kapitel ist auch der Wochentag angegeben, so dass man immer genau weiß wie viel Zeit vergangen ist.

Die Spannung bleibt allein durch die vielen Wendungen bis zum Ende des Buches erhalten. Einige Kapitel werden zudem aus der Sicht des Täters beschrieben, was die Sache wirklich spannend macht. Denn man erfährt nicht wirklich wer er ist oder in welcher Bindung er zu Jasper steht, weshalb das alles sehr undurchsichtig bleibt. Deshalb kann man auch bis zum Ende mit raten, was ich immer sehr gerne mache.

Um ehrlich zu sein fand ich die Auflösung des Falls alles andere als gelungen. Es wirkt alles extrem konstruiert und sehr weit hergeholt. Hier hätte man lieber entweder direkt einen anderen Täter auswählen sollen oder einen anderen Tathergang.



Fazit

So wirklich weiß ich noch nicht, ob ich die Buchreihe weiter verfolgen möchte. Es war vielleicht nicht die beste Entscheidung direkt mit Band 2 anzufangen, deshalb werde ich noch ein weiteres Buch lesen und der Reihe an sich noch eine Chance geben. Mittlerweile besteht sie aus 7 Teilen und eigentlich liebe ich solche Krimireihen, bei denen es keine schlimm zugerichteten Leichen gibt und die so ruhig verlaufen.

Es ist auf jeden Fall ein unterhaltsamer Krimi, der aber leider mit seinen 300 Seiten eher kurzweilig ist. Zudem wird so gut wie kein Blut vergossen und die Handlung plätschert munter vor sich hin. Wobei sich die Längen in Grenzen halten, denn so viele Seiten hat der Krimi ja nicht.

Freitag, 20. September 2019

#239 Bücherregal - Turtles all the way down



Titel(Deutsch)Schlaft gut, ihr fiesen Gedanken
Titel(Englisch)Turtles all the way down
AutorJohn Green
VerlagPenguin
GenreRoman
Seiten320 Seiten
Meine Bewertung
4/5

 Inhalt

Eigentlich hatte Aza gar kein Interesse an dem Fall des Verschwundenen Milliadärs Russell Pickett. Doch ihre beste Freundin Daisy möchte unbedingt die 100.000 Dollar Belohnung erhalten, weshalb Aza ihr dabei hilft die nötigen Informationen die die Polizei zu Pickett führen könnten herauszufinden. Dafür muss sie nicht nur lange genug ihrer eigenen Gedankenspirale entkommen, sondern auch noch ihre Ängste überwinden. Schaffen es die beiden die nötigen Hinweise zu entdecken?

Review

Wenn man eine Zwangsstörung oder Angststörung hat, sollte man das Buch vielleicht eher nicht oder es mit Vorsicht lesen. Die Handlung wird aus der Sicht von Aza  in der Ich-Perspektive erzählt, so dass man wirklich viel über ihre Zwangsstörung erfährt. So erlebt man wie sie die Kontrolle über ihre Gedanken verliert und sich immer wieder diesen wiederkehrenden Gedanken hingibt. Auch Selbstverletztendes Verhalten ist ein Thema.

Normalerweise betrachte ich Bücher in dem Genre "Young Adult" eher skeptisch, wenn diese unter anderem das Thema psychische Erkrankungen beinhalten. Hier möchte ich deshalb hervorheben, dass Aza die Hauptprotagonistin als vielschichtige Person dargestellt wird. Die Zwangsstörung ist nur ein Teil von ihr und es geht hauptsächlich darum, wie sie mit ihrem Umfeld interagiert und wie diese mit ihr umgehen. Und natürlich um die große Frage, ob sie Russell Pickett finden können.

Was ich auch gut finde ist, dass die Zwangsstörung nicht überdramatisiert wird und wahnsinnig viel Mitleid erregt wird. Denn es gibt wirklich viele schöne, lustige und positive Momente in Azas Leben über die berichtet wurde. Natürlich gibt es auch dramatische Szenen, aber die halten sich in Grenzen.
Die anderen Charaktere erscheinen blass, was aber an Azas Sichtweise liegt. Sie verbringt nun einmal sehr viel Zeit mit ihren eigenen Gedanken und in ihrer eigenen Welt und dann ist da einfach kein oder eher kaum Platz für andere. Mit dieser Tatsache wird sie auch im Laufe der Handlung konfrontiert, was ich wirklich gut fand.

Was ich wirklich irritierend fand war die fehlende Handlung. Es passiert wirklich wenig und die meisten Zeit verbringt man mit Azas Gedanken. Das Buch hat jetzt auch nur um die 300 Seiten und ich finde es auf der einen Seite sehr faszinierend wie wenig passiert, aber andererseits hat es mich auch ziemlich gestört beim Lesen. Gefühlt machen die Hauptprotagonisten immer das selbe und meistens sind sie in einem Schnellrestaurant. Das alles scheint wie der gewöhnliche Alltagstrott, aber bei einem Buch erwarte ich wenigstens etwas mehr Abwechslung.

Man hätte ruhig noch ein paar Kapitel zwischen dem letzten und dem Epilog schreiben können. So erscheint das Buch unfertig und ich fühle mich als Leser um einige Informationen betrogen. Es endet alles doch recht abrupt und man erfährt nicht so wirklich warum das so ist. Vor allem um den Handlungsstrang rund um Davis tut es mir Leid. Hier wäre einfach so viel Potential gewesen, was leider nicht genutzt wurde.


Fazit

John Green schreibt hier auch über seine eigenen Erfahrungen, denn er selbst hat eine Zwangsstörung. Und ich finde es einfach total wichtig, dass möglichst viele Betroffene Bücher schreiben(Stichwort #ownvoices). So bekommt man wenigstens ein halbwegs akkurates Bild davon, als wenn wieder jemand über einen Betroffenen schreibt und man direkt merkt wie falsch die Darstellung davon ist.

Hier in diesem Buch wird die Zwangsstörung von Aza nicht überspitzt dargestellt, wie es zum Beispiel in einigen Serien der Fall ist. Es wird auch alles andere als verharmlost und so merkt man auch schnell wie schlimm diese Zwänge den Betroffenen einschränken können. Leider denken ja einige es wäre einfach diese intrusive Gedanken zu unterbinden, dabei ist das Gegenteil der Fall.

Mittwoch, 18. September 2019

Goodreads Summer Reading Challenge



Hallo,

Wie in den Lesemonaten erwähnt hatte ich dieses Jahr an der "Goodreads Reading Summer Challenge" teilgenommen. Da ich sie vor wenigen Tagen erfolgreich beendet habe möchte ich heute euch ein wenig über die Bücher erzählen, die ich dafür gelesen habe. Zu den meisten oder eher fast allen habe ich ohnehin schon einen Beitrag gepostet, weshalb ich mich auch auf wenige Sätze beschränken werde. Zudem würde es den Rahmen sprengen, wenn ich ausführlich über jedes der 26 Bücher schreiben würde.

Hier könnt ihr die einzelnen Aufgaben sehen. Ich werde sie nur stark verkürzt in diesem Beitrag erwähnen.

Anfänger:

1) Hat einen ''Goodreads Choice Award' gewonnen 
"All the bright places" von Jennifer Niven, 432 Seiten, Booktalk
Um ehrlich zu sein hatte ich mir etliche Bücher in dieser Kategorie notiert, unter anderem auch "The hate u give" und "The girl on the Train", aber letztendlich habe ich mich doch für dieses Buch entschieden. Es zeigt die durchaus schönen Seiten im Leben, aber auch all die hässlichen die mit psychischen Erkrankungen einhergehen. Passend zu einem Jugendbuch wird all das eher oberflächlich abgehandelt, aber trotzdem konnte es mich überzeugen, denn hier wird nichts schön geredet. Hier geht es um die bipolare Störung von Finch und die Depression von Violet.

2) Wurde dieses Jahr verfilmt
"Friedhof der Kuscheltiere" von Stephen King, 609 Seiten
Die Handlung kenne ich so ganz grob aus der Verfilmung(1989), wobei ich den Film noch nie ganz gesehen habe. Somit wusste ich auch worauf ich mich einlasse und ich muss schreiben, dass ich tatsächlich nicht enttäuscht wurde. Ich mag einfach Bücher aus dem Genre Horror und vor allem liebe ich King für seine Bücher, denn seine klingen alles andere als billige Fetischromane, über die man ja zwangsweise in dem Genre stolpert.

3) Weniger als 100 Seiten oder ohne Pause gelesen
"The victim club" von Jefferey Deavers, 45 Seiten
Hierzu weiß ich gar nicht was ich schreiben soll. Es sind 45 Seiten und deshalb kann man es auch einfach auf dem Weg zur Arbeit oder so lesen. Es ist recht spannend, aber von den Socken haut es einen nicht. Ich hatte es mit 3 von 5 Sternen versehen.

4) momentan eins der meist gelesenen Bücher auf goodreads 
"The hate u give" von Angie Thomsen, 528 Seiten, Buch und Film
Das Buch ist mir immer wieder begegnet und als ich es in der Buchhandlung sah, habe ich es direkt gekauft. Ich habe 5 von 5 Sternen vergeben, da mich die Handlung so mitgerissen hatte. Sie hat mich nachdenklich gestimmt und ich finde, dass noch viel mehr dieses Buch lesen sollte. Konkret geht es hier um "weiße" Polizeigewalt gegen die POC in Amerika und es wird auch auf die "Black Lives Matter"-Bewegung Bezug genommen. Es ist wirklich erschreckend so etwas zu lesen.

5) schon seit über einem Jahr auf der Wunschliste
"40 Stunden" von Kathrin Lange, 416 Seiten, Rezension
Die anderen beiden Teile der Trilogie hatte ich richtig geliebt, weshalb das Buch auch direkt auf meine Wunschliste wanderte und dort für lange Zeit blieb. Ich habe ganze 4 Sterne vergeben, denn so gut wie nachfolgenden Bände war es nicht. Aber alles in allem ist ein wirklich guter Thriller.

6) spielt in einer anderen Kultur
"When the water runs out"  von David Canford, 316 Seiten
Hier hatte ich mich ja ganz klar gegen eine Rezension entschieden. Die Handlung klingt spannend und wäre sie anständig umgesetzt wurden, dann wäre es ein klasse Buch. Aber in Zeiten von den ganzen Sexismusdebatten stellt sich mir die Frage, wie so ein Buch 2015 veröffentlicht werden konnte. Man müsste ja meinen, dass auch schon vor 2017(Beginn der #Metoo-Bewegung) solche Debatten geführt wurden und der Autor davon gewusst hatte. Also wieso schreibt man ein Buch bei dem weibliche Politiker ständig mit Männern ins Bett steigen für die Karriere/Informationen?

7) Von Freunden empfohlen
"Dschungel" von Friedemann Karig, 383 Seiten, Rezension
Hier das Buch tauchte irgendwann in meiner Timeline auf und ich hörte immer wieder davon. Und da ich gerne Romane zu dem Themen "Reise" und "Selbstfindung" lese, konnte ich hieran nicht vorbei gehen. Mir hat es wirklich gut gefallen und auch noch heute fast 4 Monate ist die Handlung noch sehr präsent in meinem Kopf. Und was gibt es schöneres als Bücher, an die man sich noch lange danach erinnern kann?

8) von mehreren Autoren verfasst
"Juister Mohn" von Elke Bergsman und Anna Johannsen, 287 Seiten, Rezension
Wenn man mich mit etwas locken kann, dann ist es mit einem Ostsee- oder Nordseekrimi und was haben wir hier? Einen Nordseekrimi, dem ich ganze 4 von 5 Sternen gegeben habe. Es ist auf jeden Fall ein gutes Buch für zwischendurch und macht Lust auf mehr.

9) Buch in einem anderen, ungewohnten Format
"Faust vs. Mephisto" von Bela B und Thomas D gesprochen(Ausschnitt aus Faust von Johann Wolfgang von Goethe)
Die Lektüre musste ich in der Schule lesen und sie war auch tatsächlich Gegenstand meiner mündlichen Abiturprüfung(Gretchenfrage). Bisher hatte ich die Lektüre nicht gelesen und eigentlich mag ich auch keine Hörbücher, deshalb hatte ich auch lange nach einem passendem für die Challenge gesucht. Und als ich das fand war das Thema Hörbuch auch plötzlich gar nicht mehr schlimm. Ich finde die beiden haben das wirklich gut eingesprochen.

10) Debütroman
"Pata Negra" von Eduard Freundlinger, 432 Seiten
Hierzu gibt es keine Rezension. Ich hatte dem Buch 3 von 5 Sterne gegeben, da es einen mäßig unterhält. Wenn man nicht zu kritisch ist, dann eignet es sich auch prima für zwischendurch. Es ist halt ein Debütroman, also kann man auch kein Meisterwerk erwarten. Es ist kein schlechter Krimi.

11) Buch, welches man als junger Mensch toll fand
"Dracula" von Bram Stocker, 275 Seiten
Hier das Buch habe ich schon wirklich oft gelesen und da ich die Möglichkeit hatte es im "kindle in Motion"-Format auszuleihen, musste ich es unbedingt noch einmal lesen. Ich mag Dracula einfach und Geschichten rund um Vampire, in denen es tatsächlich um richtige Vampire geht.

12) Ein mögliches Reiseziel
"Hafenmord" von Katharina Peters, 316 Seiten, Rezension
Ein Ostseekrimi dem ich 3 von 5 Sternen gegeben habe. Ich würde gerne noch einmal Urlaub an der Ostsee machen, deshalb ich dieses Buch für die Challenge ausgesucht. Die Reihe rund um Romy Beccare hat es definitiv auf meine Wunschliste geschafft und mal schauen wann ich die restlichen 7 Teile lese(insgesamt sind es 8).

Experte:

13) Über 500 Seiten
"Strange the Dreamer" von Laini Taylor, 560 Seiten
Ich bin ja immer wieder auf der Suche nach guten Fantasyreihen und hier das wurde mir aufgrund meiner anderen schon gelesen Bücher in dem Genre empfohlen. Der Schreibstil ist schön poetisch, die Welt gefällt mir und ich freue mich definitiv schon auf den 2. Teil der Reihe.

14) Sachbuch(nonfiction)
"Steht auf, auch wenn ihr nicht könnt" von Maximilian Dorner, 192 Seiten, Rezension
Hier geht es um das Thema Behinderung. Ungefähr jeder 10. ist in Deutschland schwerbehindert, aber trotzdem wird viel zu wenig über dieses Thema gesprochen. Im Buch setzt sich der Autor mit der Behauptung Behinderung sei Rebellion auseinander und er gibt einige gute Denkanstöße. Ich habe 4 von 5 Sternen vergeben.

15) Übersetztes Buch
"Der Präparator" von Mike Omer, 458 Seiten
Das Buch tauchte in der Ausleihe auf und es klang wirklich interessant. Ich habe 4 von 5 Sternen gegeben, auch wenn mich der viel zu detaillierte Schreibstil störte. Es ist ein spannender Kriminalthriller und so etwas lese ich unheimlich gerne.

16) Vom Goodreads-Newsfeed
"Simon vs. the homo sapiens agenda" von Becky Albertalli, 352 Seiten, Buch und Film
Die deutsche Version hiervon heißt "Nur drei Worte". Das Buch war schon Jahre auf meiner Wunschliste und plötzlich tauchte es im Newsfeed auf. Es war also die perfekte Gelegenheit es zu lesen, denn es passt wunderbar zu dieser Challenge. Zu dem Buch und der dazugehörigen Verfilmung habe ich einen langen Post geschrieben, denn es war mein Monatshighlight im August.

17) Buch, das auf jedem Kontinent der Erde spielt
5 Bücher(lediglich Südafrika und die Anartikis fehlen, jedoch hake ich es trotzdem als geschafft ab, da ich zu manchen Kontinenten mehrere Bücher gelesen habe)
Nordamerika: "When the water runs out"  von David Canford, 316 Seiten
Europa: "Hafenmord" von Katharina Peters, 316 Seiten, Rezension
Afrika: "Träume aus Silber" von Mina Baites, 306 Seiten, Rezension
Australien: "Mein Leben basiert auf einer wahren Geschichte" von Anne Freytag, 448 Seiten, Rezension
Asien: "Dschungel" von Friedemann Karig, 383 Seiten, Rezension

18) Neues Genre
"Bookless" von Marah Woolf, 312 Seiten, Rezension
Nicht ein ganz neues Genre, aber dieses Jahr habe ich noch keinen Fantasyroman gelesen und deshalb habe ich mich für das Buch entschieden. Und ich hatte es vor längerem in der Ausleihe gefunden und für interessant empfunden, weshalb es ohnehin schon zulange auf meinem SuB lag.

19) Dritte Buch auf der Wunschliste
"Shining" von Stephen King, 625 Seiten, Booktalk
Hierzu gab es ja einen recht langen Booktalk. Ich liebe das Buch und bin froh darüber es endlich einmal gelesen zu haben. Es ist halt doch recht typischer King-Horror.

20) Zahl oder Farbe im Titel
"Rache und Roter Schnee" von Elias Haller, 394 Seiten
Nachdem mir "Küstenstill" so gut gefallen hatte, habe ich nach weiteren Bücher von diesem Autor in der Ausleihe gesucht und bin bei diesem hier hängen geblieben. Ich habe dem Buch 3,5 von 5 Sternen gegeben, da es teilweise doch zu brutal war und die 1.000 Namen haben mich verwirrt.

21) Thema, über das du nicht viel weiß
"Träume aus Silber" von Mina Baites, 306 Seiten, Rezension
So ganz grob weiß ich über die Apartheid Bescheid, obwohl darüber in der Realschulzeit nie wirklich gesprochen habe. In der Oberstufe wurde nur über die Segregation gesprochen.

Fazit:
Gelesene Bücher: 21 Bücher
Seitenanzahl: 7.686 Seiten
Seiten/Buch: 366 Seiten

Die Challenge hat mir wirklich Spaß gemacht und mich endlich dazu gebracht bestimmte Bücher zu lesen. Aus dem Grund hat sich die Teilnahme auch gelohnt und ich denke in Zukunft werde ich öfters an so etwas teilnehmen. Vor allem hat es mir Spaß gemacht immer die passenden Bücher für die einzelnen Aufgaben heraus zusuchen.
Momentan nehme ich übrigens an der "Lesend durch die dunkle Jahreszeit"-Challenge von der Steffi von Angeltearz liest teil.

Habt ihr auch daran teil genommen?
LG Peanut

Sonntag, 15. September 2019

#238 Bücherregal - Todeshaff(Kurzrezension)


TitelTodeshaff(Emma Klar ermittelt 2)
AutorKatharina Peters
VerlagAufbau Digital
GenreKrimi/Ostseekrimi
Seiten394 Seiten
Meine Bewertung
3,5/5

 Inhalt

Christoph Klausen saß 10 Jahre wegen Totschlag im Gefängnis, wobei nie ermittelt werden konnte warum er diese Tat beging. Während Emma Klar ihn als verdeckte Ermittlerin beschattet kann sie keine ungewöhnlichen Vorkommnisse feststellen. Nachdem zwei entstellte Leichen in einer Ferienanlage an der Ostsee entdeckt werden, gehört Klausen zu den Verdächtigen. Kann es wirklich Klausen gewesen sein? Und wie nah kann man einem Verdächtigen kommen ohne dabei als nächstes Mordopfer zu enden?


Review

Immer wieder schafft es die Autorin einen an der Nase herum zuführen und so bleibt es bis zum Schluss spannend.

Auch hier steht Emma wieder im Vordergrund und so erlebt man wie sie wieder aneckt und sich während der Ermittlung ihren eigenen Weg sucht. Spannend bleibt dieser Weg auf alle Fälle, denn er endet in einem Cliffhanger und man erfährt nicht wieder ausgeht. Die anderen im Ermittlerteam bleiben eher blass. Dafür erfährt man aber erstaunlich viel über die Verdächtigen und das ist ja auch nicht schlecht.

Es lässt sich alles flüssig lesen und so fliegt man nur durch die Seiten. Durch die bildhaften Beschreibungen kann man sich sowohl die Charaktere als auch die Umgebung gut vorstellen. Wobei die Tatort recht nüchtern und sachlich beschrieben werden, was mir recht gut gefallen hat.

Was mich ein wenig gestört hat waren die Dialoge. Oft habe ich genau an der Stelle den Faden verloren und es fiel mir dann auch schwer wieder in die Handlung hineinzufinden.

Auch bei der Namenswahl hätte man ruhig etwas kreativer sein können. So etwas wie "Klaus" und "Klausen" kommt vor, aber macht sich in einem Buch nicht so gut. Bei einigen Charakteren hat man einfach kein klares Bild vor Augen und das kommt erschwerend hinzu.

Das Lokalkolorit fehlt leider völlig. Mir fehlt etwas die Ostsee, die Haff vom Titel und anderes. So könnte es rein theoretisch überall spielen und das ist irgendwie schade.



Fazit

Man muss nicht unbedingt "Todesstrand" vorher gelesen haben um sich in der Handlung zurecht zu finden, denn es werden genügend Hintergrundinformationen geliefert.

Alles in allem ist es ein kurzweiliger Krimi bei dem unter anderem um Jugendwerkhöfe in der ehemaligen DDR geht. Der Handlungsstrang ist gut herausgearbeitet und so erfährt man einiges über die Vorgehensweisen in solchen Einrichtungen. Es ist wirklich erschreckend das alles zu lesen, weshalb der Krimi wahrscheinlich nichts für Zartbesaitete ist. Die Autorin beschreibt das Thema nicht reißerisch oder bildhaft, aber trotzdem stimmt es nachdenklich. Wobei es etwas schade ist, dass das alles nur so angeschnitten wurde und es mehr wie eine Randerscheinung behandelt wurde.

Das Buch wirft auf jeden Fall einige berechtigte Fragen auf. Ist Emma Klar wirklich in der Lage in diesem Beruf zu arbeiten trotz ihrer Vergangenheit? Wird sie irgendwann die Seiten wechseln, weil die Mordlust zu groß geworden ist? Schließlich kann sie ihre Peiniger nicht mehr für das bestrafen, was sie ihr angetan haben. Wie weit darf Selbstjustiz gehen? Kann das alles was in den Jugendwerkhöfen passiert ist überhaupt angemessen bestraft werden?

Rezension zu "Todesstrand"