Sonntag, 28. April 2019

#198 Bücherregal - Who the fuck is dracula?(Kurzrezension)




TitelWho the fuck is dracula? 
AutorSebastian Wotschke
VerlagIndependently published
GenreHumor/Horrorkomödie
Seiten72 Seiten
Meine Bewertung
4/5


Ich bedanke mich hiermit recht herzlichst bei dem Autor für das Bereitstellen eines Rezensionsexemplares über das Portal https://rezi-suche.de/



 Inhalt

Nach dem ihr WG-Mitbewohner ausgezogen ist, begeben ich Clarissa und Ruben auf die Suche nach einem neuen Mitbewohner. Durch Zufall trifft Ruben auf Ludwig und Clarissa ist hellauf begeistert von seinem Verhalten. Er wäre der perfekte Mitbewohner, wenn da nicht so eine kleine Sache wäre. Für Ruben ist es schwer genau das zu verdrängen und Ludwig als neuen Mitbewohner zu akzeptieren.

Review

Der Autor verwendete eine authentische Wortauswahl/Sprache als Phillip mit Ruben über Frauen spricht. Man kann hiervon halten was man will, aber eine angemessenere Umgangssprache passt einfach nicht zu den beiden Charakteren.
Es gibt einige wirklich sehr witzige Stellen. Hier werden sehr typische Klischees bedient über Langzeitstudenten, Arbeitslose und Vampire. Bei einem Kurzroman mit so einem Cover ist auch nichts anderes zu erwarten. Immer wieder spielt der Autor mit genau diesen Klischees.
Je nach Herkunftsland der einzelnen Vampire variiert auch die Bezeichnung dieser. Das ist ein sehr liebevolles Detail, dass leider viel zu wenig Beachtung findet in anderen Romanen.
Die Vampire leben mit den Menschen zusammen und nicht alle sind begeistert davon.

Zu Beginn wird Ruben als "scheißenblöd" beschrieben und das umschreibt auch viele seiner wirklich absurden Reaktionen. Die Handlung wird aus seiner Sicht von einer dritten Person erzählt. Ich musste wirklich oft den Kopf über ihn schütteln, denn er ist der stereotypische Langzeitstudent, der voller Vorurteile ist und ziemlich egozentrisch handelt.
Der Schreibstil ist locker und es ist als würde jemand die Geschichte zum Beispiel in der Kneipfe erzählen. Die Charaktere menscheln und so kommen viele Alltagssituationen vor.

Die dialoglastigen Stellen fand ich schwer zu folgen, da wenig Begleit- bzw. Nebensätze das ganze auflockern.



Fazit

Dieser Roman ist mit seinen 72 Seiten kurzlebig und schnell durchgelesen. Mich hat er gut unterhalten und vor allem fand ich das Ende gelungen, auch wenn der Anfang ja schon darauf hindeutet. Immer wieder kommt schwarzer Humor zum Einsatz, auch wenn dieser ruhig öfters hätte vorkommen können. Es ist mal etwas anderes als das was man so gewohnt ist.

Die Gruppe der Vampire kann man auch auf andere Gruppen beziehen gegen die gehetzt wird und wo Leute zum Äußersten bereit sind. Es ist erschreckend wie "normal" sich das liest und wie abgestumpft man mittlerweile ist. Genau das regt zum Nachdenken an, denn der Autor weist einen nicht mit erhobenen Zeigefinger daraufhin.

Freitag, 26. April 2019

#197 Bücherregal - Von Hoffnung getragen








Titel(Deutsch)Von Hoffnung getragen
AutorElla Zeiss
VerlagAmazon Publishing Deutschland
GenreHistorischer Roman
Seiten414 Seiten
Meine Bewertung
5/5


Ich bedanke mich hiermit recht herzlichst bei Netgalley.de für das Bereitstellen eines Rezensionsexemplares.


 Inhalt

Mit gerade mal 16 Jahren wird Anfang 1942 Harald Pfeiffer ins Zwangsarbeitslager gegen seinen Willen geschickt. Dort begegnet er Annas Sohn Erich, der auch dorthin gebracht wurde. Durch die lebensfeindlichen Bedingungen überleben nicht viele die Zwangsarbeit.
Nach dem Krieg und der Auflösung der Arbeitslager machen sich Anna und Yvonne auf die Suche nach Erich. In Tscheljabinsk begegnen sich Harald und Yvonne und obwohl diese Begegnung nur sehr kurz war, können sie beide den anderen nicht vergessen. Russlanddeutsche werden zudem nach wie vor diskriminiert und müssen sich als Arbeitskraft der Sowjetunion zur Verfügung stellen, so dass ein richtiges kennen lernen erschwert wird.


Review

Hier in diesem Buch werden die Handlungsstränge aus dem vorigen zusammen geführt und miteinander verwoben. Zu Beginn von jedem Kapitel erhält man eine Zeit- und Ortsangabe, damit man nicht den Überblick verliert.

Mich hat das Schicksal der beiden Familien zu tiefst berührt und oft habe ich mit den Tränen gekämpft. Es ist wirklich absurd wie die Russlanddeutschen in der Sowjetunion unter Stalin behandelt wurden und heutzutage kann man sich das kaum noch vorstellen. Sie waren nur eine billige Arbeitskraft und Menschen 2. Klasse. Und trotzdem haben die beiden Familien nicht aufgegeben und fest daran geglaubt, dass es nicht ewig so weitergehen kann.

In diesem Band geht es hauptsächlich um Yvonne und Harald, das heißt ihre Eltern sind nicht mehr so im Fokus. Man erlebt mit wie sie Erwachsen werden in einer Welt, in der sie nicht willkommen sind und ihnen alle möglichen Steine in den Weg gelegt werden.

Der Schreibstil ist wie beim 1. Teil eher nüchtern, aber trotzdem macht es das Erlebte der Protagonisten nicht weniger grausam. Man kann sich die Handlungsorte gut vorstellen und auch das Leben in einem Arbeitslager zu der Zeit wurde verständlich beschrieben.

Man hat beim Lesen das Gefühl als würde die Welt der Hauptprotagonisten im Laufe der Handlung nach und nach immer bunter und farbenfroher. Im 1. Teil war es das Gegenteil und die Welt wurde immer düsterer und grauer und vor allem hoffnungsloser. Das merkt man auch vor allem an dem was und wie es erzählt wird. Es ist einfach nur erschreckend zu wissen, dass das alles vollkommen normal war zu der Zeit. Oft ging es einfach nur ums überleben und später wurden auch Kinder als Arbeitskräfte eingesetzt. Es wird an vielen Stellen gezeigt, dass sich jeder selbst der nächste war und eine Denunziation immer im Rahmen des möglichen war. Selbst als der Krieg vorbei war wurden Russlanddeutsche weiterhin für viele Jahre oder auch Jahrzehnte wie Menschen 2. Klasse behandelt.



Fazit

Am Schluss des Buches sind noch einmal einzelne Protagonisten aufgelistet und wie ihr Leben weiter geht. Die Handlung basiert auf realen Ereignissen und der Familiengeschichte der Autorin. Ich finde es wirklich bemerkenswert, dass so ein Buch daraus geworden ist. Es zeigt einfach wie grausam diese Zeit war und das wird auch viel besser vermittelt als in einem Geschichtsbuch. Ich stelle es mir für die Autorin sehr schwer vor, denn das Buch ist über die Lebensgeschichte ihrer Großeltern und somit war es wahrscheinlich auch sehr schwer beim Schreiben neutral zu bleiben. Denn zu keinem Zeitpunkt der Handlung merkt man eine Verbitterung oder eine Verurteilung der Personen, die für das Regime gearbeitet haben.  Im Vordergrund stehen zu jeder Zeit die Hauptprotagonisten und wie se mit den einzelnen Situationen umgehen. Ich finde es schade, dass es so wenig historische Roman zu diesem Thema gibt und deshalb finde ich es auch so gut, dass die Autorin genau diesen Roman verfasst hat. Man darf einfach nicht vergessen was unter Stalin alles passiert ist, denn nicht nur in Deutschland unter Hitler haben die Menschen zu der Zeit unfassbares Leid erfahren.

Man erfährt auch ziemlich viel über die Trudarmee und da taucht auch einiges auf, was wahrscheinlich nicht so bekannt ist über die Sowjetunion. Obwohl der Begriff etwas anderes vermuten lässt, handelte es sich hier um ein Lager für Zwangsarbeit für russlanddeutsche und andere.

Booktalk zum 1. Teil

Mittwoch, 24. April 2019

#23 Booktalk - Wie Gräser im Wind

Hallo,

Im Januar hatte ich den historischen Roman "Wie Gräser im Wind" von Ella Zeiss gelesen. Das Buch hatte mich sehr nachdenklich gestimmt, deshalb habe ich diesen Booktalk verfasst.





Um die Russlanddeutsche gefügig zu machen werden dieser zur Zeit der Sowjetunion um 1930 enteignet. Da sich Wilhelm Scholz weigert seinen Bauernhof an auf der Krim, also seinen hart erarbeiteten Besitz dem Staat zu überlassen, wird seine ganze Familie in den Norden umgesiedelt und dort muss er mit anderen zusammen Bäume fällen. Dort werden sie mit der Härte des Regimes konfrontiert, denn als Russlanddeutscher ist man für sie nur eine billige Arbeitskraft und viel weniger wert als ein Russe.
Zu ungefähr der gleichen Zeit gerät Samuel Pfeiffer als Lehrer ins Visier des Regimes. Als Russlanddeutscher darf er eine so einflussreiche Position nicht haben und deshalb wird er denunziert. Um seine Familie zu schützen flüchtet er von der Krim und findet selbst an seinem neuen Wohnort keine Frieden.

Es gibt zwei Handlungsstränge, die uns einerseits am Leben der Familie Scholz an der Krim und an dem von Familie Pfeiffer im Nordkaukasus teilhaben lassen.
Ab der Hälfte des Buches wird alles noch hoffnungsloser, denn Russlanddeutsche werden nach Kriegsbeginn als Feinde angesehen. Folglich ist es für sie noch schwerer als ohnehin schon eine Arbeitsstelle zu finden und ihre Familien zu ernähren. Man hofft die ganze Zeit, dass es nicht noch schlimmer wird und mit ein wenig Hintergrundwissen in Sachen Geschichte kann man erahnen in welche Richtung die Handlung gehen wird. Das nimmt dem Ganzen aber nicht die Spannung und ich wollte einfach nur wissen wie das alles weiter geht, weshalb ich auch kaum Pausen beim Lesen gemacht hatte.

Die Autorin nutzt hier die Biografie ihrer Großeltern als Grundlage und der Prolog zeigt einem auch einen kleinen Blick in die Zukunft. Denn der Hauptteil des Buches spielt zwischen 1930 und 1941.
Der Schreibstil ist angenehm flüssig zu lesen und durch die bildhaften Beschreibungen kann man sich alles gut vorstellen.

Die Charaktere sind gut ausgearbeitet und vor allem die Hauptprotagonisten sind sympathisch und liebevoll gezeichnet. Mir ist das Schicksal einiger Protagonisten wirklich nahe gegangen und das obwohl das Buch alles andere als einen emotionalen bzw. ausladenden Schreibstil hat. Wahrscheinlich hätte so ein Schreibstil das Buch doppelt so dick gemacht, denn oft bleibt der Schreibstil der Autorin doch sehr nüchtern. Aber trotzdem schafft es die Autorin mit ihren Worten die Hoffnungslosigkeit und Grausamkeit hervorzuheben.

Am meisten hat mich die Liebesszene mittendrin gestört und das die Protagonisten alles so schnell akzeptieren. Nach den ganzen Vorfällen ist es klar, dass sie vieles einfach hinnehmen. Aber anfangs erscheint es mir dann doch etwas absurd die schnelle Akzeptanz und die fehlende Resignation.

Hier in diesem Buch geht es um die Unterdrückung der Russlanddeutschen unter Stalin. Während dieser Zeit wurden diese verfolgt, enteignet und oft auch umgesiedelt, um für die Regierung für wenig Geld zu arbeiten. Einige werden als Regimekritiker einfach hingerichtet. Spitzelnde Nachbarn sind etwas vollkommen normales und es wird alles mögliche getan um die Menschen gefügig zu machen. Denunzierungen sind an der Tagesordnung und sei es nur um sich selbst einen Vorteil zu verschaffen. Arbeitslager in Siberien und anderen Teilen der Sowjetunion werden genutzt um Störenfriede aus dem Weg zu schaffen. Zeitgleich kommt in Deutschland Hitler an die Macht, was aber erst in der 2. Hälfte des Buches eine Rolle spielt.

Das Buch ist allein aufgrund des Themas nichts für Menschen mit schwachen Nerven. Trotzdem ist es für mich eine klare Leseempfehlung, denn es gibt nicht so viele historische Romane über diese Zeit und ich finde es ist wichtig darüber Bescheid zu wissen. Das Thema regt zum Nachdenken an und macht klar, dass so etwas wie unter Stalin nicht  mehr passieren sollte und materielle Sachen kaum Wert im Leben haben. Die Protagonisten behalten trotz der Schicksalsschläge ihre Hoffnung und kämpfen für ihre Familie und das finde ich wirklich bewundernswert.

Hoffentlich werden die offenen Fragen in Band 2 der Dilogie beantwortet.

Habt ihr schon den Roman gelesen?

Viele Grüße

Sonntag, 21. April 2019

#196 Bücherregal - Retribution Ridge(Kurzrezension)


Titel(Englisch)Retribution Ridge
AutorAnna Willett
VerlagTHE BOOK FOLKS Australian horror thriller and suspense publishers
GenrePsychothriller
Seiten231 Seiten
Meine Bewertung
1,5/5

 Inhalt

Seit dem Tod ihrer Mutter haben die beiden Geschwister Milly und Judith kaum ein Wort gewechselt. Und nach all den Jahren der Stille lädt Judith Milly zu einer Wandertour in der Nähe von Perth in Australien ein. Auch Harper eine ehemaliger High School Freundin ist mit von der Partie. Alles scheint gut zu laufen, doch die Vergangenheit holt die drei ein. Und plötzlich wird der kleine Wandersausflug zu einem Alptraum.

Review

Es gibt viele überraschende Wendungen, die die Spannung aufrecht erhalten.

Um ehrlich zu sein hatte ich mitten drin den Faden verloren. Es wurde ohne große Hinweise zwischen den Handlungsorten gesprungen und da wusste ich irgendwann nicht mehr was gerade los ist, geschweige denn wer anwesend ist und wer wen jagt. Hier hätte man einfach die Sprünge deutlicher kennzeichnen müssen.
Es gibt auch einige logische Fehler und damit meine ich nicht nur die ungeahnten Kräfte der Protagonisten. Mit manchen Verletzungen kann man nun einmal nicht quer durch den Busch rennen, egal in welcher Situation man sich befindet. Und das war nur ein Fehler von vielen, die die Handlung ins absurde geführt haben.
Das Ende fand ich unpassend und viel zu konstruiert. Es schien ganz so als wolle man einfach nur zum Ende kommen. Und die letzten paar Kapitel hätte man ruhig weglassen können.
Von den ganzen Charakteren fand ich keinen so wirklich sympathisch und mir war es dann auch relativ egal was mit ihnen passiert.


Fazit

Das Buch ist definitiv nichts für jemanden mit schwachen Nerven. Es ist ein ziemlich brutaler Psychothriller und einige Szenen werden ziemlich bildlich beschrieben. Mir hat das Buch wegen der oben genannten Gründe nicht gefallen, wobei es jedoch auf mehreren Plattformen durchaus gute Bewertungen hat.

Freitag, 19. April 2019

#195 Bücherregal - Solarian


TitelSolarian. Tage des Aufbruchs
AutorThariot
Verlag
GenreScience Fiction
Seiten491 Seiten
Meine Bewertung
4/5

 Inhalt

Im Jahr 2232 leben noch 3 Milliarden Menschen auf dem Wüstenplanet Erde. Jeder möchte mit dem Arscheschiff auf einen bewohnbaren Planeten im benachbarten Sonnensystem fliehen, doch nicht jeder darf auf diese Schiffe.

Review

Das Buch ist durch gehend spannend und hat einen rasanten Handlungsverlauf, welche sich im Laufe der Zeit an Geschwindigkeit zu nimmt. Ein personeller Erzähler berichtet das alles aus der Sicht von mehreren Personen. Der Schreibstil liest sich angenehm flüssig.
Es gibt mehrere Handlungsstränge, die gegen Ende zusammen laufen. Diese erscheinen an sich logisch aufgebaut und ergeben eine schlüssige Handlung. Sie wirkt nicht so konstruiert.
Vor allem die Erfindung des Bodychangers finde ich toll.
Die Charaktere sind gut durchdacht. Die Protagonisten sind allesamt sympathisch. Der Antagonist Scott ist im Verhalten total widerlich, aber man möchte trotzdem mehr über ihn erfahren. Einige Nebencharaktere wie die Schwester bleiben blass, jedoch sind vor allem die Hauptcharaktere nicht nur stereotypisch.
Da nicht alles bis ins Detail beschrieben wird bleibt viel Platz für die eigene Vorstellung. Trotzdem würde ich gerne mehr vom Autor selbst erfahren. Die Beschreibungen sind bildhaft und man kann sich alles gut vorstellen.

Ich hätte gerne gewusst wie die Arche aufgebaut ist bzw. Funktioniert. Ich hätte auch gerne mehr über Grundversorgung wie woher kommt das Wasser usw. Erfahren. Es war nie ganz ersichtlich wie viele Menschen letztendlich noch auf der Erde leben. Sind dort tatsächlich noch mehrere Milliarden Menschen? Was ist mit den Menschen außerhalb der riesigen Städte?
Vor allem die g-Kräfte bzw. C(Geschwindigkeit?) Werden relativ oft in den Fokus gerückt.
Für die 491 passiert relativ viel und es gibt relativ viele Handlungsstränge.


Fazit

Die Idee von großen Archeschiffen taucht schon in anderen Science Fiction Romanen auf. Mich hat das Buch definitiv gut unterhalten und es macht einfach Lust auf mehr, vor allem da noch einige Fragen offen  bleiben obwohl es ein Ende gibt.
Das Szenario ist durchaus sehr realistisch, wenn man von einem Wüstenplanet in Zukunft ausgeht, wo aufgrund der Probleme mit der Ozonschicht kein Leben oberhalb mehr ohne Schutzkleidung usw. Mehr möglich ist.
 Ich habe richtig  Lust darauf den 2. Teil zu lesen. Hoffentlich werden die offenen Fragen in den Folgebänden beantwortet. Man möchte gerne in diese Welt eintauchen oder es wenigstens mal als Film sehen.

Mittwoch, 17. April 2019

#001 Manga - Wolf's Rain




TitelWolf's Rain
AutorStory: BONES, Keiko Nobumoto; Zeichnungen: Toshitsugu Iida
VerlagHeyne Manga
GenreDystopie/Fantasy
Seiten384 Seiten
Meine Bewertung
4/5

 Inhalt

In der postapokalyptischen Welt gelten Wölfe längst als ausgestorben. Die Menschen ahnen nicht, dass die Wölfe in Menschengestalt unter ihnen leben. Kiba ist einer von ihnen und er ist auf der Suche nach der Mondblume. Diese soll quasi der Schlüssel zum Paradies sein und um dorthin zu gelangen riskiert er sein Leben.

Review

Unter den Hauptprotagonisten sind wirklich viele verschiedene Charakterzüge vertreten und man fragt sich, wie Kiba und Tsume nur miteinander klar kommen sollen. Denn beide sind sehr meinungsstark und dominant.
Im ersten Band lernt man erst einmal die Welt, die Charaktere und näheres über die Handlung kennen. Das dauert eine Weile, aber dran bleiben lohnt sich. Denn im 2. Band geht es richtig zur Sache und ich finde es schade, dass es nur die beiden Bände gibt.
Der Handlungsverlauf ist rasant und es gibt kaum Längen. Wenn doch einmal nichts großes und actionsreiches passiert, dann ist dieses durchaus sehr unterhaltsam.
Das alles spielt in einer durchaus realistischen dystopischen Welt. Die ganze Zeit ist das Paradies quasi zum Greifen nahe und das hält die Spannung aufrecht.

Für mich kam das Ende zu plötzlich und war auch zu abrupt. Es bleiben viele Fragen offen und man weiß im Grunde gar nicht, wie das alles ausgeht für die Gruppe.

Cover
Das Cover hat mir von der Gestaltung nicht so gut gefallen und ich finde die Schriftfarbe ziemlich unpassend.

Zeichenstil
Der Zeichenstil ist dynamisch. Mich haben nur die kleinen Chibis zwischendurch gestört, denn diese haben definitiv nicht zum Rest gepasst. Da diese aber selten auftauchen, kann man sie gut ignorieren. Man merkt auch wie viel Zeit in die Zeichnungen eingeflossen ist, denn allein das Fell der Wölfe wirkt auf einigen Seiten sehr plastisch. Vor allem die Emotionen werden gut dargestellt.
Schlecht



Fazit

Ich hatte vor Jahren den Anime gesehen und war hellauf begeistert. Auch den Manga hatte ich schon einmal gelesen. Und jetzt nach dem erneuten Lesen bin ich immer noch begeistert von der Serie. Die Handlung unterscheidet sich und deshalb lohnt es sich auch beides zu lesen/gucken. Vor allem die Musik hat es mir angetan beim Anime. Beim Manga ist die Handlung um einiges einfacher aufgebaut, da es sich nur um 2 Bände handelt. Am meisten leidet die Charakterentwicklung darunter und einiges im 1. Band ist deshalb sehr verwirrend. Hier wären wahrscheinlich ein paar mehr Bände besser gewesen um die Handlung logisch zu erklären.

Sonntag, 14. April 2019

#194 Bücherregal - Ende gut, alles gut!(Kurzrezension)


TitelEnde gut, alles gut!
AutorThomas Herzberg
Verlag-
GenreKrimi/Hamburgkrimi
Seiten211 Seiten
Meine Bewertung
4/5

 Inhalt

Die Geheimdienste gelangen an Fotos, die eine Leiche in den Lüftungsschächten der Elbphilharmonie zeigt. Und diese Fotos tauchen ausgerechnet kurz vor der Eröffnung des neuen Wahrzeichen von Hamburg auf. Hier muss Manfred Wegner all seine Fähigkeiten unter Beweis stellen, denn eine erneute Verschiebung der Eröffnung kommt definitiv nicht in Frage.

Review

Was mir am Besten an der Buchreihe gefällt ist Wegner selbst. Bei ihm muss ich immer an so einen stereotypischen Norddeutschen denken, der unnahbar und ruppig ist. Trotzdem kämpft er auf seine manchmal doch sehr gewöhnungsbedürftige Art für Gerechtigkeit. Es ist echt interessant wie geradlinig er trotz all dem Gegenwind bleibt. Auch die Protagonisten haben durchaus ihren Reiz und vor allem hat jeder seine Eigenheiten.
Die Dialoge sind wirklich witzig und unterhaltsam. Vor allem wirken sie so natürlich, was ja leider nicht allen Autoren gelingt.
Der Schreibstil ist angenehm flüssig zu lesen und man kann sich alles gut vorstellen. Es bleibt bis zum Schluss spannend.
Es gibt auch eine durchaus recht interessante Nebenhandlung rund um das Privatleben der Hauptprotagonisten.

Was ich ein bisschen schade fand ist, dass Hamburg nur in Form der Elbphilharmonie auftauchte.


Fazit

Hier wurde ein sehr aktuelles Thema aufgegriffen und zwar ein möglicher Terroranschlag auf die Elbphilharmonie.
Man hat das Buch schnell durch gelesen, da es nur 211 Seiten hat. Es eignet sich also prima für zwischendurch. Mir war es etwas zu schnelllebig, aber da hat ja jeder andere Vorlieben.

Freitag, 12. April 2019

#193 Bücherregal - Der Tote im Strandkorb


TitelDer Tote im Strandkorb
AutorAnna Johannsen
VerlagEdition M
GenreKrimi
Seiten284 Seiten
Meine Bewertung

 Inhalt

In einem Strandkorb auf Amrum wird die Leiche des Leiter eines Kinderheimes gefunden. Obwohl alles auf einen natürlichen Tod hindeutet übernimmt das LKA die Ermittlung und leitet eine Obduktion in die Wege. Lena Lorenzen bekommt den Fall zugewiesen und ihr wird schnell klar, dass mehr hinter dem Ganzen steckt als zunächst angenommen. Eigentlich hält Lenas Vorgesetzter nicht viel von ihr, da sie oft eigenmächtig handelt und sich nicht immer an die Gesetze hält. Und während der Ermittlungsarbeit wird ihr klar, warum ihr Chef ausgerechnet sie auf Amrum geschickt hatte.

Review

Der Schreibstil ist angenehm flüssig zu lesen.
Die Hauptprotagonisten sind sympathisch, auch wenn mir Lena etwas zu abseits der Gesetze und Regelungen arbeitet. Sie ist halt bei Herzblut bei der Sache und das merkt man bei ihrer Ermittlungsarbeit immer wieder. Ihr Hauptziel ist es nun einmal die Täter zu fassen und da riskiert sie auch mehrfach ihren Job für. Sie entspricht zudem dem Klischee eines Norddeutschen, welche ja eher als kühl und verschlossen gelten. Leider blieben die Figuren eher blass, was sich hoffentlich in den nachfolgenden Büchern ändern wird.

Um ehrlich zu sein hatte ich mir etwas mehr von Amrum gewünscht, als nur Fähre fahren, Möwengeschrei und verschlossene Inselbewohner. Mir fehlen einfach die Beschreibungen der Umgebung und was eine Insel so aus macht. So hätte die Geschichte genauso gut auf einer ostfriesischen Insel spielen können.
Im Vordergrund steht die Ermittlungsarbeit und es gibt auch nur eine wirkliche Nebenhandlung rund um Lenas Privatleben. Hier hätte man natürlich mehr rausholen können, aber für den 1. Teil einer Reihe ist das durchaus zu verkraften.
Leider ist die Handlung ab einem gewissen Punkt vorhersehbar und die Spannung blieb auch allein wegen fehlender Wendungen aus. Das Ende fand ich zu konstruiert und abrupt. Es hat sich einfach nicht in den Handlungsverlauf eingefügt.


Fazit

Das Buch ist der Auftakt einer neuen Buchreihe und ist schnell durch gelesen, da es nur 284 Seiten hat. Mir war die Handlung leider viel zu oberflächlich und ich bin mir unsicher, ob ich die Reihe weiter verfolgen möchte. Lena ist in meinen Augen nicht greifbar genug als Ermittlerin und man sollte die Hauptprotagonisten nach dem ersten Teil einer Reihe eigentlich schon ein bisschen besser kennen als das hier der Fall ist. Als Feierabendbuch zum Entspannen ist das Buch durchaus geeignet, aber als Krimifan hat es mich schon ziemlich enttäuscht. Das Buch hat eine unglaublich gute Bewertung, weshalb auch die Erwartung dementsprechend hoch war.
(Spoiler!) Hier geht es unter anderem um Menschenhandel(Kinder), was ja eine nach wie vor sehr wichtige Thematik ist. Deshalb ist das Buch wahrscheinlich auch nicht für jeden etwas. Letztendlich wird darauf nicht explizit eingegangen, was wahrscheinlich auch an der geringen Seitenanzahl des Buches lag. Das fand ich um ehrlich zu sein ziemlich schade, aber es gibt ja recht viele Krimis die so ein Thema nur oberflächlich behandeln. Zudem fehlt mir etwas der Bezug zur Ermittlerin. Man merkt mit welcher Verbissenheit sie arbeitet, aber trotzdem berührt sie das Thema nicht wirklich. Hier fehlt einfach die emotionale Tiefe und die ist bei so einem Thema durchaus sehr wichtig. Zudem müsste sie die Rückkehr auf Amrum um einiges mehr berühren und aufwühlen und das war definitiv nicht der Fall.

Mittwoch, 10. April 2019

#22 Booktalk - Watership Down

Hallo,

Im Januar hatte ich den Klassiker "Watership Down" von Richard Adams gelesen. Das Buch hatte mich sehr nachdenklich gestimmt, deshalb habe ich diesen Booktalk verfasst.





Fiver ist der festen Überzeugung, dass die Menschen ihren Bau in naher Zukunft zerstören werden. Doch obwohl sich sein Bruder Hazel für ihn einsetzt, möchten die Kaninchen die die Gruppe anführen nichts davon wissen. Da ihn diese Vorahnung nicht loslässt machen sich Fiver und Hazel mit einigen anderen Kaninchen auf den Weg um einen eigene Gruppe mit eigenem Bau zu gründen. Doch leider verläuft all das nicht so reibungslos wie geplant.

Jedes Kaninchen hat einen eigenen Charakter und seine Eigenheiten. Sie sind alle liebevoll gezeichnet. Hierbei wird sich ziemlich an die Realität gehalten und der Autor hat sich an den Verhaltensweisen von Kaninchen orientiert. Das heißt hier wird nichts schön geredet nur um eine gute Handlung zu kreieren.
Am Anfang von jedem Kapitel befindet sich ein passendes Zitat und es gibt jede Menge Sagen rund ums Thema Kaninchen.
Das Buch hat mich auf eine Achtbahnfahrt der Gefühle mitgenommen und obwohl ich die Handlung schon vom Film kannte, hat es mich richtig überrascht. Das geschriebene Wort gibt dem Ganzen einfach noch mehr Tiefe und nimmt einen noch mehr mit. Einige Szenen war einfach nur herzzerreißend und grausam, während andere einfach nur herzlich waren. Der Autor weiß einfach wie er bestimmte Sachen beschreiben muss um gewisse Gefühle beim Leser auszulösen. Die Umgebung wird gut beschrieben und man kann sich alles vorstellen. Leider trifft das auch bei den grausamen Szenen zu. Einiges davon würde ich am liebsten direkt wieder vergessen.
Vor allem der Handlungsstrang rund um Efrafa ist sehr gut konstruiert. Bei diesem Kaninchenbau handelt es sich um eine Diktatur mit all ihren Grausamkeiten. Hier wird nichts geschönt und die ganze Zeit ist eine bedrohliche Grundstimmung vorhanden. Man will am liebsten den Ort sofort verlassen, aber das ist nun einmal nicht möglich.

Einige Stellen sind recht langatmig und vor allem die Geschichten rund um die Kaninchen(Märchen? Sagen?) waren mir einfach zu lang. Sie sind definitiv gut ausgebaut, aber mich haben sie einfach nicht angesprochen.

Immer wieder wird deutlich wie grausam der Mensch gegenüber Kaninchen ist und das Streben nach Macht mit einem macht. Man fühlt richtig die Angst der Kaninchen und wie nervenaufreibend für sie die Suche nach einem neuen zuhause ist.

Lasst euch bitte nicht von der Tatsache ablenken, dass es sich hierbei um süße Kaninchen handelt. Auch Kaninchen sind vor allem wenn es um Revierkampf oder Kämpfe untereinander geht erbarmungslos miteinander und nicht immer geht es für beide gut aus. Das wird im Buch mehrfach deutlich und es ist eindeutig auch brutaler als die Verfilmung mit FSK 6. Einige Beschreibungen sind doch sehr graphisch und damit rechnet man ja nicht unbedingt, wenn man an Kaninchen denkt.
Wer den Film kennt sollte unbedingt das Buch lesen. Es hat mich wirklich gut unterhalten.
Am Ende des Buches werden einige Begriffe erklärt, die die Kaninchen beim Reden benutzen. Es regt definitiv zum Nachdenken an und zeigt auch, um was es wirklich im Leben geht.
Ich habe die englische Fassung gelesen.

Viele Grüße

Montag, 8. April 2019

#31 Montagsfrage



Willkommen in der 15. Kalenderwoche :)

Heute nehme ich noch einmal an der Montagsfrage teil. Ich hoffe ihr seid alle gut in die Woche gestartet.

Montagsfrage #31 – Welcher Autor aus dem Nicht-Deutsch oder -Englisch-sprachigen Raum sollte mehr gelesen werden?


"Tekhnotma - Zeit der Dunkelheit" von Aleksei Bobl und Andrei Levitski spielt in Russland und es ist eine Dystopie. Der Söldner Jegor Rasin versucht im radioaktivverseuchten Russland herauszufinden wieso das Land in Schutt und Asche liegt. Das Buch hatte ich 2012 gelesen und ich erinnere mich noch genau daran wie begeistert ich davon war.

"Please look after mom" von Kyung-Sook Shin spielt in Südkorea. An einem Bahnhof in Seoul verliert der Ehemann seine 69-jährige Ehefrau aus den Augen. Er macht sich mit seinen Kindern auf die Suche nach ihr und bald schon stellen die Kinder fest, dass sie ihre Mutter kaum kannten. Das Buch hatte mich damals zu Tränen gerührt und ich denke immer noch gerne zurück. Der Autor weiß einfach wie man eine packende Story schreibt und einen nachdenklich stimmt.

"Extinction" von Kazuaki Takano ist von einem japanischen Autor und ist ein SF-Roman. Jonathan Yeager soll einen tödlichen Virus erforschen, der bei einem Pygmäen-Stamm gefunden wurde. Doch schnell wird ihm klar, dass es eigentlich um einen kleinen Jungen geht. Und diesen Jungen versucht er um jeden Preis zu schützen, denn er ist überaus intelligent.

"Geständnisse" von Kanae Minato ist von einer japanischen Autorin und es ist ein wirklich sehr guter Psychothriller. Moriguchi ist Lehrerin und sie hat die Vermutung, dass ihre Schüler für den Tod ihrer Tochter verantwortlich sind. An ihrem letzten Tag an der Schule sagt sie zu ihrer Klasse, dass sie einige der Milchkartons das HI-Virus injiziert hat und daraufhin beginnt alles aus dem Ruder zu laufen. Viele Psychothriller versuchen ja mit sehr grausamen Morden u.a. zu punkten und oft gerät dann völlig außer Acht, dass es um die Spannung und das Spiel mit der Psyche geht. Hier steht das Spiel mit der Psyche die ganze Zeit im Fokus und es geht eigentlich ausschließlich um die menschlichen Abgründe. Da es sich hier um Kinder handelt ist das Buch absolut keine leichte Kost!

"Hex" von Thomas Olde Heuvelt ist von einem niederländischen Autor und ein Buch aus dem Genre "Horror". Hier geht es um die Hexe Katherine, die seit 300 Jahren den Ort Black Spring heimsucht. Niemand darf von ihr wissen und eigentlich ist das auch allen klar. Jedoch denken sich ein paar Jugendliche, dass das alles nur Mythen sind und von Katherine keine richtige Gefahr ausgeht. Als sie dann Videos von Katherine online stellen passieren schlimme Dinge in Black Spring. Das Buch hat mich einfach nur begeistert und ich denke auch noch heute gerne daran zurück.

In meinem Bücherregal habe ich etliche Autoren, die eben nicht aus dem deutsch- bzw. englischsprachigen Raum kommen. Ich habe jetzt fünf herausgepickt, die wahrscheinlich nicht so bekannt sind und mir direkt eingefallen sind.

Ich wünsche euch noch eine schöne Restwoche.

LG

Sonntag, 7. April 2019

#192 Bücherregal - One for sorrow(Kurzrezension)


Titel(Englisch)One for sorrow
AutorSarah A. Denzil
VerlagCreateSpace Independent Publishing Platform
GenrePsychothriller
Seiten295 Seiten
Meine Bewertung
1,5/5

 Inhalt

Leah Smith ist überzeugt davon, dass ihre Patientin Isabel Fielding unschuldig in der forensischen Psychiatrie untergebracht wurde. Doch als Krankenschwester hat sie da kaum eine Möglichkeit diese Unschuld zu beweisen. Isabel wird vorgeworfen, dass sie mit 14 Jahren ein 6 jähriges Mädchen umgebracht hatte. Doch Isabel ist das komplette Gegenteil von einer kaltblütigen Mörderin und auch ein True-Crime-Blogger ist überzeugt von deren Unschuld. Kann Leah zusammen mit dem Blogger die Wahrheit ans Licht bringen?

Review

Es gibt viele unerwartete Wendungen und die erste Hälfte des Buches lässt sich gut lesen.

Der Handlungsverlauf ist wirklich langsam und oft hat man das Gefühl, als würde man in einer Art Zeitschleife stecken. Und mit jedem erneuten durchlaufen der Zeitschleife wird alles absurder. Das Ende befindet sich im zweiten Teil des Buches, was ich jetzt auch nicht so prickelnd finde.
Also nach dem Lesen kann ich nur hoffen, dass eine forensische Psychiatrie nicht so versagt wie in diesem Buch. Hier hätte ich mir einfach mehr Recherche und mehr Bezug zur Realität gewünscht. Natürlich können Straftäter auch von dort fliehen, aber ich bezweifle das es ausgerechnet wie im Buch beschrieben funktionieren würde. Das ist einfach nur total zufällig und so konstruiert, dass selbst ein Lottogewinn wahrscheinlicher erscheint. Das ist jetzt vollkommen überspitzt dargestellt, aber mich macht so eine falsche Darstellung immer wütend.




Fazit

Um ehrlich zu sein frage ich mich, warum ich das alles gelesen habe. Wahrscheinlich weil ich zu dem Zeitpunkt kein anderes Buch zur Hand hatte oder ich einfach gehofft hatte, dass es noch besser wird. Das Buch hatte ich kostenlos erhalten und darüber bin ich wirklich froh. Bei den großen Plattformen hat es wirklich viele sehr gute Bewertungen und ich frage mich wieso. Jeder der ein wenig Ahnung von der Materie hat erkennt die Plotholes sehr früh und wie wenig Sinn vor allem das Ende macht.
Hierbei handelt es sich um einen Psychothriller, also ist es definitiv kein Buch für Leute mit schwachen Nerven.

Freitag, 5. April 2019

#191 Bücherregal - Todesstrand


TitelTodesstrand
AutorKatharina Peters
VerlagAufbau Digital
GenreKrimi/Ostseekrimi
Seiten250 Seiten
Meine Bewertung
3/5

 Inhalt

Nach dem Emma Klar bei einem Einsatz als Polizistin entführt und gefangen gehalten wurde, erhält sie eine neue Identität und zieht nach Wismar. Aber anstatt die Füße hoch zu legen und sich einen ruhigeren Job zu suchen eröffnet sie eine Privatdetektei. Bei ihrem ersten Fall soll sie den Selbstmord eines Teenagers untersuchen, denn ihr Vater zweifelt diesen an. Und wähend den Ermittlungen stößt sie auf den Namen "Teith". Auch einer ihrer Entführer hieß so und Emma wird schnell klar was das bedeuten könnte.

Review

Der Schreibstil ist präzise und auf den Punkt gebracht, was die Spannung aufrecht erhält. Wirklich nennenswerte Nebenhandlung gibt es nicht. Mir hat vor allem gefallen, dass hier nicht auf dramatische Szenen gebaut wurde, was zudem auch nicht zum Thema gepasst hätte. So ein Thema an sich ist schon tragisch genug und muss nicht noch extra aufgebauscht werden.
Es gibt zwei Handlungsstränge und viele unerwartete Wendungen, die für Spannung sorgen.
Die Hauptprotagonisten Emma ist wirklich gut ausgearbeitet und man erfährt auch ziemlich viel über ihre nicht so schöne Vergangenheit. Dadurch versteht man auch warum sie eine Privatdetektei hat und warum ihr der Fall so Nahe geht. Auch wenn ich mich persönlich frage warum sie gewisse Risiken eingeht, schließlich will oder muss sie ja ihre neue Identität aus einigen Gründen geheim halten und an manchen Stellen wäre sie fast aufgeflogen. Ich frage mich, ob ihre persönlichen Motive in den Nachfolgebänden noch einmal aufgegriffen werden. Denn in diesem Band kommen sie eindeutig zu kurz!

Mir persönlich hätten klarere Übergänge bei Personen- bzw. Ortswechseln besser gefallen. So wird man einfach aus einer Szene gerissen und verliert dadurch schnell den Überblick. Manchmal hat man dadurch auch das Gefühl als würden wichtige Details fehlen.
Zudem gab es für das kurze Buch einfach viel zu viele Charaktere. An sich sind sie alle liebevoll gezeichnet und haben ihre Eigenheiten, jedoch hätte man sich auf einige wenige beschränken sollen. Viele bleiben deshalb blass, was ich ziemlich schade finde.
Auch fehlt mir etwas der Bezug zur Ostsee, hier hatte ich einfach mehr erwartet. Auch den Titel fand ich zu reißerisch.



Fazit

Hierbei handelt es sich um einen kurzweiligen und sehr spannenden Ostseekrimi. Durch die Themen Vergewaltigung und Menschenhandel ist es wahrscheinlich nichts für jemanden mit schwachen Nerven.
Hierbei handelt es sich um den Auftakt einer Reihe und ich bin wirklich gespannt auf die Fortsetzung.

Mittwoch, 3. April 2019

Lesemonat März 2019




Guten Morgen :)

Hier ist mein Lesemonat März und ein kleiner Rückblick.

Wie ihr sehen könnt zier jetzt seit ungefähr 20 Tagen ein neues Design meinen Blog. Ich wollte es ja gerne wieder etwas schlichter haben und die gezeichneten Bilder vom vorigen Header waren mir auch einfach zu alt. Beim jetzigen Header habe ich einfach den Hintergrund von einem Portrait mit einem Programm nach bearbeitet und da kam das raus.
Und ich habe es sogar geschafft endlich die Bildchen für die Lesemonate fertig zu stellen. Gezeichnet hatte ich sie ja schon letztes Jahr und jetzt habe ich sie in eine Grafik umgewandelt.
Da fehlen natürlich noch die Feinjustierungen, aber ich bin mir immer noch nicht ganz einig was ich überhaupt noch verändern möchte. Ich möchte halt auch keinen "sterilen" 08/15 Blog haben, der mich nur an die vielen Designvorschläge von einem großen anderen Bloganbieter erinnert. Deshalb möchte ich es auch nicht zu 100 % farblich aufeinander abgestimmt haben, da mir das einfach zu viel des Guten ist.

Für meinen Blog habe ich insgesamt 7.970 Wörter geschrieben und für meine Fanfictions ganze 6.313 Wörter was ganze 476 Wörter pro Tag macht. Ich nähere mich langsam dem Ziel von 500 Wörtern pro Tag. Ich schreibe nicht jeden Tag und manchen Tagen sind es dann 2.000 Wörter an einem Tag. Im April werde ich mal ausprobieren welche Länge die Kapitel haben werden, denn die Handlung an sich steht schon. Ich hab schon Geschichten mit 1.000, 1.500, 2.000, 3.000 und sogar 4.000 Wörtern pro Kapitel geschrieben. Da es ein Roman werden soll möchte ich auch nicht zu lange Kapitel haben, aber 2.000 erscheint mir so wenig? Mein Ziel ist es auf insgesamt 100.000 Wörter zu kommen, aber etwas mehr oder weniger ist auch nicht schlimm.


  1. Ende gut, alles gut! von Thomas Herzberg, 211 Seiten, 4/5 Sternen
  2. Die Öko-Challenge von Komplett-Media, 176 Seiten, 4/5 Sternen, Booktalk
  3. Selfies vom Mond von André Nagerski, 123 Seiten, 4/5 Sternen, Rezension
  4. Der Tote im Strandkorb von Anna Johannsen, 284 Seiten, 2,5/5 Sternen
  5. Wenn nicht jetzt, wann dann von Harald Lesch, 369 Seiten, 4/5 Sternen, Rezension
  6. To Kill a Mockingbird von Harper Lee, 324 Seiten, 4,5/5 Sternen, Booktalk
  7. Mörderinnen von Veikko Bartel, 240 Seiten, 5/5 Sternen, Rezension
  8. Nur eine Ewigkeit mit dir von Kristina Moninger, 300 Seiten, 3/5 Sternen
  9. Retribution Ridge von Anna Willett, 232 Seiten, 1,5/5 Sternen
  10. Rabenschwarze Intelligenz von Josef H. Reichhoff, 256 Seiten, 5/5 Sternen
  11. Watership Down von Richard Adams, 485 Seiten, 5/5 Sternen
  12. Unbarmherzig von Markus Kleinknecht, 424 Seiten, 4/5 Sternen
  13. Brainspam von Torsten Sträter, 191 Seiten, 3/5 Sternen
  14. Wie ich vom Weg abkam um nicht auf der Strecke zu bleiben von Eduard Freundlinger, 276 Seiten, 3,5/5 Sternen
  15. Solange die Hoffnung uns gehört von Linda Winterberg, 471 Seiten, 5/5 Sternen
  16. One perfect lie - Der Schein trügt von Lisa Scottoline, 412 Seiten, 2/5 Sternen
  17. Das Blut der Hirsche von Mons Kallentoft und Markus Lutteman, 397 Seiten, 4,5/5 Sternen Rezension
  18. Mörder von Veikko Bartel, 256 Seiten, 5/5 Sternen, Rezension
  19. In all den Jahren von Barbara Leciejewski, 449 Seiten, 4/5 Sternen
  20. Weil mein Herz dich ruft von Jennifer Waschke, 269 Seiten, 4,5/5 Sternen, Rezension
  21. Apocalypse Z von Manel Loureiro, 397 Seiten, 3/5 Sternen
  22. Du bringst mein Leben so schön durcheinander von Claire Christian, 320 Seiten, 5/5 Sternen, Rezension
  23. Papst Franziskus von Michael Hesemann, 321 Seiten, 4/5 Sternen
  24. Gier von Marc Elsberg, 448 Seiten, 4/5 Sternen, Rezension
  25. Mit allen Mitteln von Jens Bühler, 366 Seiten, 5/5 Sternen
  26. Universum für Neugierige von Harald Lesch, 258 Seiten, 4/5 Sternen
  27. Die Stille vor dem Tod von Cody McFadyen, 481 Seiten, 3/5 Sternen
  28. Der Präsident von Jame Bourne, 480 Seiten, 4/5 Sternen

Insgesamt 9.216 von 26.250 Seiten und 28 von 75 Büchern, 336 Seiten/Buch

Januar: 11 Bücher, 3.000 Seiten, 273 Seiten/Buch
Februar: 9 Bücher, 3.145 Seiten, 350 Seiten/Buch
März: 8 Bücher, 3.071 Seiten, 384 Seiten/Buch

Genre
Dystopie: 1
Humor: 1
Klassiker: 2
Krimi: 2
Psychothriller: 3
Roman: 5
Sachbuch: 6
Science-Fiction: 1
Thriller: 5
True Crime: 2

Neuzugang
-

Rezensionsexemplare
Du bringst mein Leben so schön durcheinander von Claire Christian, 320 Seiten, 5/5 Sternen
Gier von Marc Elsberg, 448 Seiten, 4/5 Sternen
Noch einmal vielen Dank dafür ♥


Lese ich gerade:
Bookless von Marah Woolf, Fantasy


Momentan suche ich noch Bücher für meine ABC-Challenge, da ich auf meinem Mini-SuB keine passenden mehr habe. Auf meinem SuB befinden sich noch 4 Bücher und 4 ebooks. In der Ausleihe sind leider immer noch nicht die passenden Bücher drin und mal schauen wie klein mein SuB im April wird.

Meine persönlichen Highlights waren:
Du bringst mein Leben so schön durcheinander von Claire Christian, 320 Seiten, 5/5 Sternen
Mit allen Mitteln von Jens Bühler, 366 Seiten, 5/5 Sternen


"Du bringst mein Leben so schön durcheinander" ist ein wirklich schönes Young Adult Buch, welches die Themen Verlust, Liebe und Freundschaft behandelt. Hier ist die Rezension dazu.
"Mit allen Mitteln" ist ein toller Thriller und ein Prequel zu dem Buch "Geister". Mir gefällt einfach der Schreibstil und der Handlungsaufbau vom Autor. Hier ist die Rezension zu "Geister".

Und enttäuscht hat mich diesen Monat nur "Die Stille vor dem Tod" von Cody McFadyen. Die Vorfreude auf das Buch war einfach riesig und da habe ich einfach mehr erwartet. Ich habe die Reihe einfach geliebt und bin wirklich traurig darüber, dass der 5. Band qualitativ so schlecht ist.

Im April steht einiges an und ich möchte den Blog auf Vordermann bringen. Ich habe das Genre "Sachbuch" auf eine einzelne Unterseite gepackt, damit man sich bei den um die 40 Rezensionen zurecht findet. Ansonsten möchte ich nur noch ein Booktalk pro Monat veröffentlichen, da 8 Rezensionen plus 2 Booktalks pro Monat einfach zu viel sind. Ansonsten bin ich am überlegen, ob meine Zeichnungen eventuell für den ein oder anderen interessant sein könnten. Ich zeichne ja schon einige Zeit fotorealistisch. Zudem könnte ich auch wieder vermehrt eigene Texte posten oder allgemein wieder mehr über andere Themen schreiben. Wenn ihr also Vorschläge habt, dann könnt ihr die mir gerne mitteilen.

Liebe Grüße