Sonntag, 30. Juni 2019

#216 Bücherregal - Der Mann auf der Hallig








Titel(Deutsch)Der Mann auf der Hallig
AutorAnna Johannsen
VerlagEdition M
GenreKrimi/Lokalkrimi/Thriller
Seiten303 Seiten
Meine Bewertung
4/5


Ich bedanke mich hiermit recht herzlichst bei Netgalley.de für das Bereitstellen eines Rezensionsexemplares.


 Inhalt

Die Leiche von Klaas Rieckert wird mit Fesselspuren auf einer Sandbank entdeckt. Bei der Obduktion stellt sich heraus, dass es sich sehr wahrscheinlich um einen seit 10 Jahren gesuchten Dreifachmörder handelt. Lena Lorenzen übernimmt die ersten Ermittlungen und versucht den Fall ohne ein großes Ermittlerteam zu lösen, denn die Bewohner der Hallig Hooge sind gegenüber Fremden alles andere als mitteilungsbedürftig. Immer wieder stellt sie sich die Frage wie der Mord an Rieckert mit den anderen drei Morden zusammen hängen könnte.

Review

Typisch für einen Lokalkrimi spielt die Nordsee eine große Rolle und es wird auch des öfteren aufgegriffen wie misstrauisch die Menschen auf der Hallig Hooge sind. Sie trauen anderen nicht und da spielt es auch keine Rolle, ob Lena von der Nordseeinsel Amrum kommt oder eben nicht. Man kann sich die Hallig Hooge gut vorstellen und wie die Menschen dort leben.

Auch die Ermittlerarbeit an sich spielt eine Rolle, denn mitten drin muss Lena den Fall aufgeben, weil eine andere Behöre bzw. Soko die Ermittlungen übernimmt. Das passt ihr natürlich absolut nicht und genau das merkt man beim Lesen auch. Es ist auf jeden Fall spannend zu sehen wie sie mit dieser Situation umgeht und wie sie im Gegensatz zu ihren Kollegen die Menschen auf der Hallig behandelt.

Zudem bietet die Konstellation der einzelnen Charaktere viel Konfliktpotential und dadurch kommen erstaunlich viele als potentieller Mörder infrage. Da muss man zwar beim Lesen allein wegen der vielen Namen höllisch aufpassen, aber das hat nicht weiter gestört.
Der Fokus liegt hier bei den Ermittlungen, das heißt das Privatleben nimmt zwar Einfluss auf die Haupthandlung, aber mehr auch nicht.

Ein weiterer Handlungsstrang beinhaltet ungelöste, alte Mordfälle von vor 10 Jahren. Denn das Mordopfer ist scheinbar der damals gesuchte Dreifachmörder und es stellt sich die Frage, wer und vor allem warum dieser umgebracht wurde. Hängt das etwa mit den damaligen Mordfällen zusammen oder war es reiner Zufall? Dieser Handlungsstrang ist gut in die Haupthandlung verwoben und man erfährt auch ziemlich viel über die alten Mordfälle.
Vor allem das Ende und die vielen Wendungen zwischendurch fand ich überraschend und es war auch eine gute und logische Auflösung des Falls.


Fazit

Lena Lorenzen ist eine durchaus sympathische Ermittlerin. Auch hier bekommt man kurze Einblicke in ihr Privatleben und wie sie mit dem Berufsstress umgeht. Denn die ganze Pendelei zwischen ihrer Wohnung in Kiel, ihrem Freund und dem Einsatzort sind dann doch ganz schön stressig.

Wenn ich es mit dem 1. Teil der Reihe vergleiche, dann sehe ich echt große Fortschritte und ich bin wirklich froh dran geblieben zu sein. Lena ist um einiges greifbarer als Ermittlerin und das Buch ist alles andere als oberflächlich. Es greift ein wichtiges Thema auf und zeigt auch, dass man halt nicht immer die Wahl hat. Und sich manchmal für den Weg entscheiden muss, der einem selbst am wenigsten Schaden zufügt.

Das Buch ist wieder eher kurz und man hat es auch schnell durch gelesen. So eignet es sich prima als Krimi für zwischendurch oder für den Urlaub. Auch hier gibt es keine brutal zugerichteten Leichen oder bildhafte Tatortbeschreibungen o.ä., was ich wirklich gut finde.

Rezension zu "Der Tote im Strandkorb"(Die Inselkommissarin Band 1)
Rezension zu "Juister Mohn"(Die Inselkommissarin(Lorenzen) und Büttner)

Freitag, 28. Juni 2019

#215 Bücherregal - Freak the mighty





Titel(Deutsch)Freak
Titel(Englisch)Freak the mighty
AutorRodman Philbrick
VerlagUsborne Publishing Ltd
GenreRoman
Seiten192 Seiten
Meine Bewertung
4,5/5





 Inhalt

Maxwell fällt es aufgrund seiner selbstunsicheren Art schwer Freunde zu finden. Zudem fällt es ihm schwer in der Schule mitzukommen und viele Kinder haben allein aufgrund seiner Größe und Art Angst vor ihm. Und dann zieht in seine Nachbarschaft ein gleichaltriger Teenager, der aber viel kleiner ist als all ihre Altersgenossen. Zudem ist er sehr intelligent, aber trotz all der Unterschiede werden sie Freunde. Zusammen bilden sie "Freak the mighty(Freak, der Starke)".

Review

Die Handlung bringt eine Achterbahnfahrt der Gefühle mit sich. Auch wenn einmal nicht so viel passiert möchte man einfach wissen wie es weiter geht. Es fühlt sich alles sehr realistisch an und ganz so, als wäre es genauso passiert. Das schafft ja auch nicht jeder Autor im großen und ganzen eine nachvollziehbare und realistische Handlung zu kreieren. Es gibt einige wenigen Szenen die ziemlich abwegig klingen. Das ganze wird von Max erzählt und es ist wirklich interessant in seine Gedankenwelt einzutauchen.

Durch die vielen überraschenden Wendungen bleibt die Handlung interessant und spannend. Allein wegen dem Klappentext hatte ich was ganz anderes erwartet und war dann beim Lesen positiv überrascht.

Die Charaktere sind liebevoll gezeichnet und mit vielen Details ausgestattet. Man fühlt richtig mit den Hauptprotagonisten mit. Auch die Charakterentwicklung ist nachvollziehbar. Kevin und Maxwell sind eigentlich grundverschieden und trotzdem entwickelt sich zwischen den beiden eine tiefe Freundschaft. Sie ergänzen sich quasi gegenseitig, denn der eine hat zum Beispiel Charaktereigenschaften die der andere nicht hat. Zu Beginn hat mich das Gefühl als könnte sich eine so tiefgründige Freundschaft zwischen ihnen entwickeln, denn dafür sind die Unterschiede doch sehr gravierend. Kevin ist im Gegensatz zu Maxwell sehr intelligent und steckt seine Nase gerne in Bücher. Maxwell hat mit Büchern gar nichts am Hut und durch seine Lernschwäche hat er massive Probleme in der Schule. Kevin ist aufgrund einer angeborenen Stoffwechselerkrankung sehr klein und auf seine Krücken angewiesen. Maxwell hingegen ist sehr groß und alles andere als selbstsicher aufgrund seiner Vergangenheit und Behinderung. Sie schaffen es jedoch diese Unterschiede als Vorteil für sich selbst zu nutzen und so hilft Kevin Maxwell in der Schule und im Gegenzug trägt Maxwell Kevin oft auf seinen Schulter durch die Gegend. Im Buch wird oft geschrieben, dass Max zu Kevins Beinen und Kevin zu Max seinem Gehirn wurde und ich denke das umschreibt das alles sehr gut. Sie helfen dem anderen einfach ohne das alles zu hinterfragen oder den anderen zu verurteilen, nur weil er etwas eben nicht kann.

Durch die bildhafte Sprache kann man sich alles gut vorstellen.
Am Ende des Buches ist das Wörterbuch von Kevin zu finden mit allerhand absurden Erklärungen für verschiedene Wörter.



Fazit

Während dem Lesen ist mir aufgefallen, dass ich mal vor sehr langer Zeit den Film dazu gesehen hatte.

Bemerkenswert finde ich wirklich wie die Handlung an sich erzählt wurde. Natürlich spielen die Behinderungen der beiden Kinder eine Rolle und die Diskriminierung, die sie dadurch erfahren. Zusätzlich wird Maxwell gemieden, da er seinem Vater sehr ähnlich sieht und dieser wegen Mordes an seiner Mutter im Gefängnis sitzt. Im Vordergrund steht jedoch die Freundschaft zwischen Kevin und Maxwell und wie sie zusammen diverse Hürden meistern. Die vielen witzigen Stellen lassen einen oft all das negative in dem Buch vergessen. Trotzdem würde ich das Buch niemanden empfehlen, der Probleme mit solchen Themen hat.

Das Buch ist eher kurzweilig und man hat es schnell durch gelesen. Es ist ein Jugendbuch und regt zum Nachdenken über das eigene Leben an.

Mittwoch, 26. Juni 2019

Fanfiction



Hallo :)

Heute möchte ich mich einmal dem Thema "Fanfiction" zu wenden, da ich selbst schon ziemlich viele geschrieben habe und auch gerne welche lesen. Etwas was mich absolut stört daran ist, wenn sensible Themen missbraucht werden nur um Klicks zu generieren.

Da ich jetzt ungern eine fremde Fanfiction rauspicke nehme ich einfach einmal meine eigene. "Spiel der Liebe" hat zur Zeit ganze 44 Kapitel und knapp 118.000 Wörter. Das heißt sie hat ungefähr 380 Buchseiten(bei um die 1.800 Zeichen pro Seite samt Leerzeichen). Sie ist eine meiner ersten Geschichten und mittlerweile würde ich vieles anders machen. Die Fanfiction handelt von einer japanischen Band.
Ich werde jetzt einfach nur einmal die Hauptthemen in chronologischer Reihenfolge auflisten: Beziehungsende -> Susbstanzmissbrauch(Alkohol)/Depression -> sehr langsam neue Beziehung -> Unfall -> Vergewaltigung vom 2. Hauptprotagonisten(Presse bekommt das mit) ->  Depression von 2. Charakter/PTBS. Wahrscheinlich würde ich nur noch halb so viele Themen/Ereignisse verwenden, auch wenn die Geschichte über Jahre spielt und nicht nur über ein paar Monate. Somit relativiert sich das alles am Ende wieder und man hat dann zwar wenige schwerwiegende Ereignisse, aber trotzdem erscheint es mir als ein bisschen zu viel. Vor allem da diese Themen alle in der 1. Hälfte der FF auftauchen und danach geht es nur noch darum, wie die einzelnen Charaktere damit umgehen. Hier hätte ich wenigstens die Vergewaltigung später ansetzen sollen.
Man muss auch dazu sagen, dass die Fanfiction nie geplant war. Das heißt rein theoretisch hätte schon nach spätestens 30 Kapiteln Schluss sein sollen, aber dann konnte ich die Charaktere nicht loslassen und es fühlte sich noch nicht fertig an. Folglich folgten noch 14 weitere Kapitel, die halt zeigen wie das Leben mit psychischen Erkrankungen ist.



Was habe ich beim Schreiben davon gelernt? 

Solche Themen brauchen Platz. Vor allem solche Themen wie Vergewaltigung oder Stalking mit Gewaltandrohung sollten nicht mit wenigen Worten runter gerattert werden. Natürlich handelt es sich um Fiktion, aber hier sollte man möglichst nah an der Realität bleiben. Lest Betroffenen-Berichte, wenn ihr so etwas noch nie selbst erlebt habt. Und hier kann man gar nicht genug recherchieren.
Als Betroffener finde ich es nämlich richtig abartig, wenn bestimmte Themen auf die leichte Schulter genommen werden und suggeriert wird, dass sie vollkommen harmlos sind! Natürlich hat nicht jeder nach einer Vergewaltigung zum Beispiel eine Posttraumatische Belastungsstörung oder anderes, aber es kann passieren. Und das alles so zu schreiben als läge die komplette Schuld beim Opfer oder als wäres es nur ein kleiner Zwischenfall empfinde ich als blanken Hohn gegenüber demjenigen.
Auch wenn es ums Thema Stalking geht erwarte ich wenigstens eine halbwegs realistische Darstellung. Das heißt es sollte nicht nur wie ein "Liebesbeweis" aussehen sondern explizit auch behandeln wie sehr es den Betroffenen auch zerstören kann. Es ist nun einmal absolut nichts harmloses und auch die vermeintlich 1.000 SMS ohne Rückantwort hat absolut nichts liebesvolles an sich. Und es ist auch nicht niedlich, wenn der Stalker sich bei Dritten über die Person erkundigt. Oder einfach mal Geschenke sendet oder einen ständig ungefragt kontaktiert. Das kann alles das Opfer verängstigen, zu Alpträumen, zu Paranoia und vielem mehr führen. Manche öffnen dann auch aus Angst keine Briefe/Mails mehr oder gehen nicht mehr ans Telefon! Deshalb kann ich es auch nicht verstehen, wenn so etwas in Geschichten verharmlost oder romantisiert wird.
Auch was Erkrankungen betrifft habe ich die absurdesten Sachen von Leuten gelesen, die selbst nicht betroffen waren. Unter anderem kamen dann so Sachen wie: "Hoffentlich stirbt die Person bald und muss nicht Jahrzehnte leiden. Es wäre besser gewesen, wenn sie Krebs gehabt hätte und schnell verstorben wäre". Es liegt am Betroffenen selbst ein Leben als nicht lebenswert einzustufen. Und zu schreiben Krankheit X wäre besser als Krankheit Y, weil man bei X schneller stirbt ist auch vollkommen absurd und an der Realität vorbei. Manche haben vielleicht nur Wochen nach der Krebsdiagnose zu leben, andere werden damit über 80. Und es wirft auf manche Krankheiten ein völlig falsches Bild. Ich frage mich was das für eine Shitstorm auslösen würde, wenn das ein berühmter Autor machen würde? Ich weiß von einigen, dass sie genau aus dem Grund nie "Ein ganzes halbes Jahr" von Jojo Moyes lesen werden, da es dort ja explizit um Sterbehilfe geht und es quasi als einziger Ausweg gesehen wird. Ich finde so etwas immer grenzwertig, wenn Leute quasi mit solchen Geschichten nur das Stigma rund um bestimmte Krankheiten bestätigen. Und manche neigen dazu Krankheiten zu romantisieren und vergessen dabei völlig, dass so etwas nicht romantisch nicht. Es ist nicht romantisch, wenn eine geliebte Person an Krebs stirbt. Oder wenn sich Leute um sie kümmern und nach und nach der Freundeskreis wegbricht, weil viele damit nicht umgehen können.

Vor längerem hatte ich mal eine ähnlich lange Fanfiktion wie meine gefunden. Und wer gedacht hat beim Lesen ich hätte viele Themen gefunden um Drama zu generieren täuscht sich. Da war wirklich alles dabei: Beziehungsstress, Entführung(vermeintlich), Erpressung/Gewalt, Krankheit, Metoo, Stalking, Unfall, Vergewaltigung und vieles mehr. Und da wurde sich gefühlt überhaupt nicht mit dem Themen befasst. Die beiden Hauptprotagonisten waren trotzdem ekelhaft verliebt ineinander und alles las sich wie eine sehr schlechte Fetisch-Fanfiktion. Das war dann zeitweise echt wie ein Unfall und weggucken war nicht drin. Ich wollte einfach nur noch wissen was für ein Thema sie als nächstes nimmt um es für ihre Fanfiktion zu missbrauchen. Leider war es keine Parodie, sondern eine ernst gemeinte FF.

Mittlerweile ist es ja auch wirklich leicht ein Buch auf den Markt zu bringen und ich habe das Gefühl, als würden diese wirklich fragwürdigen FF-Varianten mittlerweile öfters Einzug auf den E-Book-Markt finden. Natürlich mit abgeänderten Namen und nicht als FF, aber der Inhalt bleibt der gleiche. Es ist echt erschreckend was für Bücher man mittlerweile findet!

LG

Textauszug aus "Lass mich mein Leben beenden(häusliche Gewalt)"
Tetauszug aus "Spiel mit mir - Bis zum Tod"(Stalking)
Schreiben(allgemein)

Montag, 24. Juni 2019

#41 Montagsfrage



Hallo :)

Nach langer Zeit nehme ich heute noch einmal an der Montagsfrage teil.

Montagsfrage #41 – Hardcover oder Taschenbuch?


Auch wenn ich die gebundenen Bücher rein vom Optischen meist schöner finde, entscheide ich mich in der Regel für die Taschenbuch-Version. Leider passen die gebundenen Bücher nicht in mein Regal und ich habe ja auch nicht endlos Platz für Bücher. Ich finde es nur immer wieder nervig so lange auf die Taschenbuchversion warten zu müssen oder wenn es dann als "großes" Buch herauskommt und es dann wieder nicht in mein Regal passt. Vor allem ist das ärgerlich, wenn die Bücher einer Reihe angehören oder halt alle nur vom gleichen Autor sind und dann sind die in der Größe grundverschieden. Am meisten ärgert es mich, wenn die großen Taschenbuchversionen nur daraus resultieren, weil jede Buchseite gefühlt einen 10 cm Rand hat.

Rein vom Lesen finde ich die gebundene Ausgabe übrigens besser, da man bei denen nicht so leicht den Buchrücken zerstört. Dann kann man auch ganz getrost mal ein dickeres Buch lesen und muss nicht ständig darauf achten es ja richtig zu halten nur um so etwas zu vermeiden.
Lediglich die Harry Potter-Bücher habe ich alle in gebundener Version. Ansonsten sind da noch einige Sachbücher dabei, da es die teilweise gar nicht in der Taschenbuchversion gibt. Die restlichen gebundenen Bücher habe ich nur, weil ich teilweise einfach auch zu ungeduldig war um auf die Taschenbuchversion zu warten.

Ich wünsche euch noch eine schöne Restwoche mit hoffentlich angenehmen Temperaturen.

LG

Sonntag, 23. Juni 2019

#214 Bücherregal - Universum für Neugierige(Kurzrezension)


TitelUniversum für Neugierige
AutorHarald Lesch
VerlagKomplett-Media
GenreSachbuch/Astrophysik
Seiten258 Seiten
Meine Bewertung
4/5

 Inhalt

Hier in dem Buch geht es um die Kulturgeschichte der Elemente, Naturphilosophie, Relativitätstheorie, Quantenmechanik, die Entstehung des Universums, dunkle Kräfte und Energien und den Kreislauf der Materie. Harald Lesch(Astrophysiker) erklärt warum immer noch nicht klar ist was überhaupt vor dem Urknall da war und was alles nach dem Urknall passiert ist.

Review


Der Autor erklärt alles relevante leicht verständlich und das ohne Formeln und langatmige, stumpfe Erklärungen. Es ist kompakt verfasst ohne umfangreiche bzw. ausschweifende Erklärung, denn für gerade mal 258 Seiten enthält es erstaunlich viele Informationen. Aber trotzdem hat man zu keiner Zeit das Gefühl, als würde Herr Lesch einen mit Informationen erschlagen wollen.
Was ich auch sehr informativ finde ist der Abschnitt über die Entstehung der einzelnen Elemente und wieso der menschliche Körper folglich zu 97 % aus Sternenstaub besteht. Das Kapitel umfasst so viel wissenswertes, dass es sich allein deshalb lohnt das Buch zu lesen.
Auch den Abschnitt über die Naturphilosophie fand ich spannend.

Leider gibt es keine Bilder oder Diagramme, die das alles veranschaulichen. Einige Abschnitte muss man deshalb mitunter öfters lesen, wenn man nicht so viel Vorwissen hat. Durch Diagramme hätte das Problem umgangen werden können.


Fazit

Das Buch hat mich definitiv gut unterhalten und ich habe oft gar nicht gemerkt, wie die Zeit beim Lesen verging. Es richtet sich eher an Laien bzw. Leser, die noch nicht so viel darüber wissen. Deshalb ist es auch die Sprache u.a. dementsprechend angepasst, weshalb man auch keine hochkomplizierten Vorlesungen von Herr Lesch erwarten kann.
Auch viele Details werden nur kurz erwähnt oder komplett weggelassen, das heißt wenn man mehr wissen möchte muss man selbst dazu recherchieren. Das fand ich jetzt nicht so schlimm, da ich auch nichts anderes bei so einem dünnen Buch über die Astrophysik erwartet habe.

Freitag, 21. Juni 2019

#213 Bücherregal - Die Endlichkeit des Augenblicks


TitelDie Endlichkeit des Augenblicks
AutorJessica Koch
VerlagRowohlt Taschenbuch
GenreLiebesroman
Seiten320 Seiten
Meine Bewertung

 Inhalt

Sam lernt den querschnittsgelähmten Basti und dessen besten Freund Josh kennen. Während der erstere mit seiner Behinderung scheinbar klar kommt, plagen den anderen Schuldgefühle. Denn Basti nur wegen einer Mutprobe von den beiden im Rollstuhl. Prompt verliebt sich Sam in beide und hadert mit sich selbst.

Review

Der Schreibstil ist angenehm flüssig zu lesen und man kann sich alles gut vorstellen. Die Charaktere sind rund und haben nicht nur stereotypische Eigenschaften. Vor allem Sam und Basti fand ich sympathisch.
Durch die vielen Wendungen blieb die Handlung spannend.
Das Cover ist durchaus passend und liebevoll gestaltet.

Aufgrund der guten Bewertungen hatte ich viel mehr erwartet.
An manchen Stellen liest sich das Buch wie ein Skript für eine schlechte Telenovela.
Vor allem das Ende fand ich sehr absurd und man konnte es schon relativ früh vorhersehen. Es wirkt einfach viel zu gewollt und klischeehaft. Es ist einfach nur erzwungen.
Besonders der Handlungsstrang rund um Josh war einfach zu konstruiert. Diesen hätte man einfach mehr ausarbeiten müssen um den Ganzen die nötige Tiefe zu geben. So wirkt es einfach viel zu realitätsfern. Das Leben ist nun einmal hart und psychische Probleme lassen sich nicht so leicht lösen!
Den Übergang zwischen Prolog und Hauptgeschichte fand ich zu abrupt. Das hat mich ziemlich verwirrt, da auch erst im Hauptteil Namen auftauchen und man auch erst mitten im Buch erfährt was wirklich am Anfang geschehen ist. Ich hatte die ganze Zeit gedacht einer der Figuren läge auf den Gleisen hätte dabei seine Beine verloren. Das hätte man definitiv geschickter in den Handlungsverlauf einbauen können.
Es tauchen zu viele Charaktere auf für so wenige Seiten. Einige Themen werden angerissen, aber nie so wirklich richtig zur Sprache gebracht. Dadurch bleiben viele Charaktere blass und unscheinbar, weshalb man sie leicht durch andere ersetzen kann.
Es gibt eine Dreiecks- bzw. Vierecksbeziehung. Davon muss schon „Fan“ sein, ich bin es auf jeden Fall nicht und erst recht nicht bei so einem klischeehaften Ende.
Die Handlung wird leider von zu vielen Charakteren erzählt, was ich als sehr anstrengend empfand.
Oft klang es so, als müssten die beiden männlichen Hauptprotagonisten gar nicht arbeiten.

Allgemein gesehen liegt der Fokus auf der Behinderung von Basti. Es wurde unter anderem geschrieben, er sei an den Rollstuhl gefesselt oder er könne bestimmte Dinge einfach nicht. Ich frage mich da, ob die Autorin tatsächlich einmal mit querschnittsgelähmten Menschen geredet hat. Hier hätte man mehr auf die Wortwahl achten können und auch sensibler mit dem Thema an sich umgehen können. 

Fazit

Das Buch ist dünn und relativ schnell durch gelesen. Es eignet sich prima für zwischendurch, jedoch fehlt diesem die Tiefe und das gewisse Extra. Mich hat die Handlung einfach nicht berührt.
Wenn man nichts tiefgründiges erwartet ist das Buch ganz okay. Und es sollte einen nicht stören, dass der Fokus auf den Einschränkungen einer querschnittsgelähmten Person liegen. Manchmal habe ich mich schon gefragt warum sich die Hauptprotagonisten so über diese Einschränkungen auslässt.
Irgendwie bin ich mit dem Buch einfach nicht warm geworden. Bei so einem Thema erwarte ich mehr Tiefe. So erscheint es mir, als würde die Autorin nur eine möglichst dramatische Storyline auf Zwang zusammen basteln.

Mittwoch, 19. Juni 2019

#26 Booktalk - Die Stille vor dem Tod

Hallo,

Im März hatte ich den Thriller "Die Stille vor dem Tod" von Cody McFadyen gelesen und heute gibt es einen Booktalk dazu.





Die Familie Wilton wird auf brutale Weise ermordet. Am Tatort ist eine mit Blut geschriebene Nachricht für Smoky Barrett an der Wand. In unmittelbarer Nachbarschaft der Familie werden zwei weitere Familien ermordet aufgefunden. Warum will der Mörder ausgerechnet Smoky Barrett als Ermittlerin? Und was soll sie laut Mörder von diesen Taten lernen? Dieser Fall fordert alles von ihr und schafft sie es trotz des immensen Drucks die Nerven zu behalten?


Der erste Teil des Buches ist spannend geschrieben und man will einfach wissen wie das alles ausgeht. Leider gibt es dann einen plötzlich Cut und alles ist einfach nur ein absolutes Chaos.


Die Handlung an sich macht keinen Sinn und ist einfach nur eine Aneinanderreihung von allen erdenklichen Grausamkeiten. Und genau das macht die ganze Handlung unlogisch, da das alles viel zu realitätsfern ist. Es klingt eher wie eine sehr verworrene Verschwörungstheorie und kann qualitativ auch absolut gar nicht mit den anderen Büchern des Autors mithalten. Und es klingt so als wolle man einfach nur grausame Morde aufzählen bzw. erwähnen und Kriegsverbrechen wurden auch erwähnt. Man erfährt gar nicht was letzteres mit der Handlung zu tun hat und scheinbar soll das alles nur ein großer Cliffhanger für den 6. Band sein, was ich sehr schade finde. Es gibt keinen roten Faden, der sich durch das Buch zieht.

Mich hat die Handlung ab einen gewissen Punkt einfach nur noch verstört und es war mir einfach zu viel des Guten. Solche geschilderten Fälle mag es gegeben haben, aber die alle an einem Ort zu finden ist doch sehr ungewöhnlich. Man ahnt zwar immer wieder worauf der Autor damit hinaus will, aber ein paar weniger Fälle hätten es auch getan. Vor allem die aus der Zeit des II. Weltkrieges hätte man ruhig weglassen können.

Der Schreibstil unterscheidet sich zu den vorigen Büchern deutlich und es kam mir so vor, als würde ich das Buch von einem anderen Autor lesen. Manche Sachen wie die Narben/Haare von Smoky werden auch anders als in vorigen Büchern beschrieben, was ich sehr merkwürdig fand. Als Autor sollte man schon wissen wie die Hauptprotagonistin aussieht und wie sie die Haare hat gegen Schluss von Band 4, da Band 5 kurze Zeit danach spielt.

Es gibt viele Längen und viel zu viele Plotholes. Vieles macht einfach keinen Sinn oft fehlen jegliche Erklärungen. Und die ganzen Traumsequenzen zwischen durch verwirren einen nur zusätzlich.

Im Fokus stehen die Psyche von Smoky und des Serienkillers, wobei ich es stellenweise nicht wie einen Psychothriller empfand sondern eher wie einen Auszug aus einem Psychologiebuch. Vor allem als der Teil über Smokys Psyche kam war ich kurz davor das Buch abzubrechen. Es ist jetzt nicht schlecht dargestellt, aber es passt einfach nicht zu der Handlung. Es nimmt einfach unheimlich die Spannung und "bremst" sie quasi komplett auf 0 runter. Wobei eigentlich genau der Abschnitt wichtig ist, immerhin zeigt er was all die Fälle mit der Psyche eines Menschen anstellen und keiner unverwundbar ist. Vielleicht hätte eine Kürzung von dem Teil auch schon diesen Zusammenhang darstellen können.

Der Fall an sich wird leider auch nicht groß besprochen, das heißt oft kommt es ganz plötzlich zu neuen Erkenntnissen im Fall. Man kann somit nicht miträtseln, was ich sehr schade fand. Es scheint fast so als wäre all das vollkommen zweitrangig und als würde nur eine absurde Verschwörungstheorie eine Rolle spielen.


Das Buch ist nichts für schwache Nerven, da hier die Morde und Szenen teilweise sehr bildhaft beschrieben werden. Auch die Themen wie Gewalt in allen erdenklichen Formen sind an manchen Stellen nicht ohne und das könnte bestimmte Personengruppen triggern.

Ich hatte mich richtig gefreut auf das Buch gefreut, auch wenn die Veröffentlichen immer weiter nach hinten verschoben wurde(2016). Als ich dann die schlechten Bewertungen sah, war ich erst einmal enttäuscht und wollte es mir dann auch nicht kaufen. Deshalb hatte ich mir auch 1 Jahr nach dem es mir geschenkt wurde mit dem Lesen Zeit gelassen und um ehrlich zu sein kann ich die schlechten Bewertungen durchaus nachvollziehen. Wahrscheinlich würde ich dem ganzen 3 von 5 Sternen geben, da ich es stellenweise gar nicht nicht so schlecht fand. Vor allem wurde auch mal berücksichtigt, dass die Charaktere auch nur Menschen sind und keine eiskalten Maschinen.

Hierbei handelt es sich um den 5. Teil der Reihe und trotzdem wird in meinen Augen zu ausführlich die Vergangenheit der Charaktere beleuchtet. Das heißt wer die anderen Teile kennt wird wahrscheinlich durch die längeren Erklärungen über die Narben von Smoky oder wie ihre Ziehtochter zu ihr kommt gelangweilt. Den Teil hätte man definitiv kürzen können.

Viele Grüße

Sonntag, 16. Juni 2019

#212 Bücherregal - Dünenblut







Titel(Deutsch)Dünenblut
AutorSven Koch
VerlagKnaur TB
GenreKrimi/Lokalkrimi/Thriller
Seiten352 Seiten
Meine Bewertung
4/5


Ich bedanke mich hiermit recht herzlichst bei Netgalley.de für das Bereitstellen eines Rezensionsexemplares.


 Inhalt

Tjark Wolf verbrachte seinen Urlaub zusammen mit einer dänischen Kollegin namens Anne Madsen in seinem Ferienhaus in Dänemark. Und als er schweren Herzens wieder nach Deutschland fährt um seinen Dienst beim LKA Niedersachsen anzutreten wird er prompt verhaftet. Denn in seinem Ferienhaus wurde Blut von Anne gefunden, jedoch fehlt von ihr selbst jede Spur. Deshalb steht Tjark unter Mordverdacht, aber anstatt sich festnehmen zu lassen flieht er kurzerhand. Er beschließt sich auf die Suche nach Anne zu machen und nach demjenigen, der sie aus seinem Ferienhaus entführte. Und er hat den Verdacht, dass der Runen-Killer hinter der Sache steckt immerhin ermittelt Anne gegen ihn.

Review

Man erfährt nach und nach wieso Tjark Wolf als Hauptverdächtiger in einem Mordfall gesucht wird. Somit geht es im ersten Teil der Handlung hauptsächlich um all das was im Klappentext steht und danach geht es auch schon Schlag auf Schlag weiter.
Normalerweise hat ein Ermittler allerhand Möglichkeiten um einem Tatverdächtigen auf die Schliche zu kommen. Jedoch fallen nahezu all diese weg, wenn der Ermittler in einem fremden Land unterwegs ist und zudem auch noch der Hauptverdächtige ist.
Genau diese Jagd wird prima dargestellt und es ist spannend zu sehen wie Tjark sich daraus Vorteile zieht. Denn mit der Polizei auf den Fersen baut er darauf, dass der wahre Mörder nicht plötzlich Jagd auf ihn macht.
Durch die vielen bildhaften Beschreibungen kann man sich die Umgebung prima vorstellen. Und wie zu erwarten bei einem Küsten-Krimi(Nordsee) spielt diese eine große Rolle und auch der typische Ostfriese darf nicht fehlen. Und auch die dänische Küste wird immer wieder ausführlich beschrieben.
Immer wieder gibt es Kapitel aus der Sicht von verschiedenen Charakteren um den Leser auf eine falsche Fährte zu locken. Durch die relativ schnellen Sichtwechsel ist auch das Erzähltempo ziemlich hoch und man fliegt quasi nur so durch die Seiten. Es gibt zu dem auch noch kaum störende Nebenhandlung und die vielen Wendungen sorgen für ausreichend Spannung.

Lediglich das Ende hatte mir nicht gefallen, da es nicht so wirklich in den Storyverlauf passte. Es wirkte alles sehr konstruiert und nicht realistisch. So ein Ende passt besser zu einem reinen Actionthriller und nicht zu einem Kriminalthriller.


Fazit

Im Vordergrund steht dieses Mal Tjark Wolf und er ermittelt quasi den Fall im Alleingang. Er ist auf der Flucht dänischen Polizei und sein eigenes Ermittlerteam in Deutschland ist oder will ihm keine große Hilfe sein. Deshalb steht auch Tjark komplett im Vordergrund und nur an wenigen Stellen erfährt woran gerade sein Team arbeit oder was diese über sein Verhalten denken. Denn immerhin geht er ein großes Risiko ein und gefährdet damit auch den Fortbestand seines Teams und die Karrieren der einzelnen Mitglieder.
Was ich noch positiv hervorheben möchte ist, dass der Autor auf bildhaft beschriebene Gewaltszenen mehr oder weniger verzichtet. Die Morde an sich werden fast schon nüchtern beschrieben, aber mehr auch nicht.
Der Krimi eignet sich prima für zwischendurch und man hat ihn auch schnell durch gelesen, dadurch eignet er sich auch prima für den Urlaub.

Freitag, 14. Juni 2019

#211 Bücherregal - Der Präsident


TitelDer Präsident
AutorSam Bourne
VerlagBastei Lübbe
GenrePolitthriller
Seiten480 Seiten
Meine Bewertung
3/5

 Inhalt

Die USA wählt einen Demagogen als Präsidenten, hinter dem ein rücksichtsloser Chefstratege steht. Nach einem ziemlich erhitzter Wortwechsel mit dem Machthaber von Nordkorea will der Präsident aufgrund einer Übersprungshandlung den roten Knopf drücken um einen atomaren Präventivschlag zu verüben. Schnell wird klar, dass es nicht so weiter gehen kann, aber ist eine Ermordung des Präsidenten wirklich die Lösung? Maggie Costello arbeitet im Weißen Haus und stößt auf die Pläne für dieses Attentat. Sie kommt mit ihrem Gewissen in Konflikt und fragt sich, ob sie es wirklich verhindern soll.

Review

Das Buch beinhaltet sehr aktuelle Themen und greift viele Fragen auf, die man sich Ende 2017 bezüglich der Präsidentschaftswahl in den USA stellte. Man weiß selbst beim Lesen des Klappentextes auf wen hier Bezug genommen wird und es wird auch ein sehr realistisches Szenario aufgegriffen. Auch die anderen Charaktere spiegeln ehemalige bzw. aktuelle Politiker im Weißen Haus wider, was das alles sehr authentisch macht. Allein die Konstellation dieser Menschen gibt genug Stoff für viele verschiedene Handlungsstränge. Der Name des Präsidenten wird übrigens bis zum Schluss nicht genannt. Natürlich sind einige überzeichnet, was das alles aber leider nicht weniger authentisch macht.
Die Handlung wird aus der Sicht mehrerer Personen erzählt, was bei Zeiten etwas verwirrend ist. Jedoch hilft es einem auch dabei die Beweggründe derjenigen besser zu verstehen und man wird nicht vor vollendete Tatsachen gestellt. Die Handlungsstränge werden nach und zusammen geführt. Das Tempo ist zeitweise sehr hoch und die Geschehnisse überschlagen sich quasi. Mir fiel es wirklich schwer das Buch auf Seite zu legen und deshalb hatte ich es innerhalb weniger Tage durch gelesen. Der Schreibstil ist bildhaft und man kann sich alles sehr gut vorstellen.
Das Ende ist passend zur Handlung und durchaus realistisch.

Der Handlungsstrang rund um den Präsidenten kommt viel zu kurz und hauptsächlich dreht es sich gefühlt um alles andere in Maggies leben. Hier wäre ein anderer Titel und auch ein anderer Klappentext sinnvoll gewesen. So wird einem einiges versprochen, was so nicht im Buch auftaucht.
Einige Charakterzüge an Maggie fand ich schrecklich und zeitweise klangen ihre Gedankengänge so, wie sich wahrscheinlich manch ein Mann die einer Frau vorstellt. Einfach nur schrecklich und es schien fast so als wäre sie zeitweise nur auf Matratzensport aus! So etwas muss bei solch einer Handlung einfach nicht sein.
Man merkt allein an den Dialogen, dass sich ziemlich wenig Zeit für das Buch als solches genommen wurde. Einiges macht einfach keinen Sinn und vieles hätte man weglassen können. Ansonsten hätte ch dem Buch liebend gerne 4 von 5 Sternen gegeben, aber qualitativ reicht es dafür einfach nicht aus. Scheinbar ist das Buch im Originalen besser, deshalb würde ich auch eher zur Englischen Version raten.


Fazit

Hierbei handelt es sich um den 3. Band einer Reihe, wobei man es auch ohne Vorwissen lesen kann. Das Buch stimmt einen nachdenklich und macht klar wie wichtig es ist zur Wahl zu gehen, auch wenn man letztendlich nur das kleinere Übel wählen kann. Es zeigt auch wie verheerend es sein kann, wenn ein einzelner Mensch in einer Demokratie zu viel Macht hat und zu Übersprungshandlungen neigt. Und die jetzigen Schutzmechanismen die einen Missbrauch der Macht verhindern mitunter nicht ausreichend sind.
Der Titel "to kill the president" von der Originalfassung passt auf alle Fälle besser zur Handlung als "Der Präsident" und der macht einem auch keine falsche Hoffnung auf einen ganz anderen Fokus bei der Handlung.

Mittwoch, 12. Juni 2019

Bookjournal

Guten Tag :)

Heute bringe ich wie versprochen einen Eintrag zu meinem Bookjournal mit. Dafür habe ich ein ganz einfaches und billiges Notizbuch verwendet und die einzelnen Seiten habe ich minimalistisch gestaltet.



Ganz am Anfang befindet sich eine Auflistung aller Blogeinträge. Also links ist die Kalenderwoche vermerkt und dann steht da M für Mittwochseintrag(B: Booktalk, L: Lesemonat, C: Comicrezension, M: Mangarezension) und dann zweimal ein R für die Rezensionen am Freitag und am Sonntag. Da ich einen Buchblog führe gehört das auch in mein Bookjournal.
Rechts sind die ganzen Buchreihen vermerkt, die ich alle nach und nach zu Ende lesen möchte. Wie man sieht beinhaltet diese Liste viele Krimis, denn die lese ich besonders gerne.




Hier ist eine einfache Liste aller Bücher, die ich bisher hin 2019 gelesen habe. Auf der nächsten Seite geht es weiter in dem Schema. Ich benutze einen Colourcode für die einzelnen Genres und die Zahlen zeigen nur an wie viele Bücher ich aus diesem Genre in 2019 schon gelesen habe. Mit dabei ist auch eine kleine Statistik über mein Leseverhalten.



Hier sind alle Rezensionsexemplare von 2019 aufgelistet. Da ist dann notiert, ob ich sie schon erhalten habe und wo die einzelnen Rezensionen schon veröffentlicht sind. Unter anderem notiere ich mir auch, wann ich die Rezension auf dem Blog online gestellt habe und ob ich den Link schon an den Verlag geschickt habe.



Dann habe ich eine Übersicht über alle Challenges, an denen ich dieses Jahr teilnehme. Als erstes habe ich eine Grafik über die Seitenzahlen der einzelnen Bücher, da ich dieses Jahr hauptsächlich Bücher mit mehr als 300 Seiten lesen möchte. Dann kommt die ABC-Challenge und ich wundere mich um ehrlich zu sein immer noch, dass mir bei 48 Büchern immer noch so viele Buchstaben fehlen.



Und dann nehme ich auch noch an der diesjährigen goodreads Challenge teil. Um ehrlich zu sein habe ich keine Ahnung welche Bücher ich dafür lesen möchte. Das geht noch den ganzen Sommer lang und ich hoffe, dass sich dafür geeignete Bücher in der Ausleihe oder im öffentlichen Bücherschrank befinden.




Jetzt folgen ein paar Statistiken zu den bisherigen Sternebewertungen, da ich einfach mal wissen will wie gut mir die gelesenen Bücher gefallen. Zudem hatte ich das letzte Jahr über das Gefühl, als würde ich zu viele 5 Sterne Bewertungen abgeben und das möchte ich damit kontrollieren.
Das Diagramm über mein Leseverhalten. Die graue Linie/Nummer ist die Gesamtseitenanzahl, die pinke die Anzahl der Bücher und die türkise ist die Seitenanzahl pro Buch.

Eigentlich gehören dort auch Rezensionen rein, aber da ich letztes Jahr 127 Bücher gelesen hatte und für jede Rezension min. eine Doppelseite brauche passt das einfach nicht in mein Bookjournal. Auch die vorgedruckten Bookjournals fallen da weg, da die wenigstens so viele freien Seiten anbieten.
Und Zitate sammle ich grundsätzlich in einem anderen Buch. Jetzt hat mein Bookjournal noch so viele leere Seiten, aber die werden sich auch nach und nach füllen.  Mir ist es vor allem wichtig all die Informationen an einem Platz zu haben und die möchte ich gerne auf den 1. Blick erfassen können. Ich war noch nie einer der groß etwas dekoriert und ich wüsste jetzt auch gar nicht wo ich groß noch Dekorationen hinpacken könnte. Meistens fallen mir nämlich mit der Zeit noch Informationen zum tracken ein und die packe ich dann meist unter die ganzen Grafiken. Ich find es auf jeden Fall immer wieder schön zu sehen wie aufwendig manche ihr Bookjournal gestalten. Das ist einfach Geschmackssache und mir liegt das minimalistische mehr.

Und wie sieht euer Bookjournal aus? Oder führt ihr gar keins?

LG

Sonntag, 9. Juni 2019

#210 Bücherregal - Juister Mohn









Titel(Deutsch)Juister Mohn
AutorElke Bergsma; Anna Johannsen
VerlagAmazon Publishing
GenreKrimi/Lokalkrimi
Seiten287 Seiten
Meine Bewertung
4/5


Ich bedanke mich hiermit recht herzlichst bei Netgalley.de für das Bereitstellen eines Rezensionsexemplares.


 Inhalt

Die Nichte vom Staatsanwalt wurde zusammen mit ihrem Freund tot in einer öffentlichen Toilette auf der nordfriesischen Insel Juist gefunden. Auf den ersten Blick sieht es so aus als hätten die beiden eine Überdosis genommen, trotzdem verlangt der Staatsanwalt nach einer Mordermittlung. Deshalb ist auch klar, dass der Komissar Büttner seinen Urlaub absagt und sich unverzüglich nach Juist macht. Als die Hauptkommissarin Lorenzen von dem Fall hört, erinnert er sie an einen ähnlichen Fall auf Sankt Peter-Ording. Aus dem Grund kontaktiert sie Büttner und reist auch nach Juist um diesen zu unterstützen. Ein Strauß Mohnblumen am Tatort könnte auf weitere geplante Morde hindeuten, weshalb sie sich mit der Aufklärung des Falles beeilen müssen.


Review

Wenn man die beiden Ermittler Büttner und Lorenzen vergleicht merkt man einfach wie unterschiedlich sie ermitteln und vorgehen. Für Lorenzen kann ein Fall nicht schnell genug abgeschlossen werden und für Büttner hat das alles Zeit. Aber auch sonst sind sie grundverschieden, was zu einem richtig spannenden Konfliktpotential führt. Ich wollte teilweise einfach nur noch wissen, wann der Geduldsfaden reißt und jeder sein eigenes Ding durchzieht. Denn vor allem Büttner würde liebend gerne auf die Hilfe von Lorenzen verzichten und viel lieber auf Andalusien seinen Urlaub genießen anstatt mit einer viel zu arbeitseifrigen Ermittlerin zusammen arbeiten zu müssen.
Jedes Kapitel wird abwechselnd aus der Sicht von Büttner und Lorenzen erzählt. Dadurch bekommt man einen relativ guten Überblick über den Fall und wie die beiden das alles einschätzen.
Bei dem Fall spielen die Assistenten keine große Rolle, das heißt sie ermitteln im Hintergrund. Das fand ich ziemlich schade, denn ich hätte gerne mehr über ihre Partner gelesen.

Das Privatleben der Ermittler spielt keiner große Rolle, was bei einem so kurzen Krimi jetzt auch gar nicht so sehr verwundert. Hier hätte man noch einiges rausholen können und ich hätte gerne mehr über die Protagonisten erfahren. Dafür steht halt die Ermittlung im Fokus was ja auch nicht schlecht ist.

Die Handlung an sich ist wirklich gut erzählt und man kann sich alles gut vorstellen. Auch die eigenwilligen Inselbewohner wurden gut dargestellt. Es entsteht an manchen Stellen eine Situationskomik, die das alles ein wenig auflockert.

Was ich wirklich interessant fand war, dass es doch relativ viele Tatverdächtige gab und viele Spuren nach und nach im Sand verliefen.


Fazit

Für mich ist der Krimi so eine klassische Strandlektüre oder eine, die man liest um abends mal runter zu kommen und abzuschalten. Es ist halt ein wirklich seichter Krimi, der weder mit bildhaft beschriebenen Tatorten oder Morden punktet und ich finde das macht diese Lokalkrimis auch aus. Von den Ost- bzw. Nordfriesenkrimis erwarte ich einfach schon so etwas und ich wurde definitiv nicht enttäuscht.

Alles in Allem ist man mit dem Buch recht schnell durch und somit ist es eher etwas für zwischendurch. Man merkt während dem Lesen, dass zwei Autoren am Werk waren. Dieses fällt aber keinesfalls negativ auf und ich könnte mir auch eine Fortsetzung von dem Buch vorstellen. Die beiden Ermittler bringen einfach eine Menge Potential mit sich und es wäre ja dann schon spannend zu wissen wie das alles abläuft, wenn die beiden eben nicht auf einer Insel festsitzen.
Es lässt sich auch ohne große Vorkenntnisse gut lesen, denn man erfährt auch im Buch ziemlich viel über die beiden Hauptprotagonisten.

Freitag, 7. Juni 2019

#209 Bücherregal - Mit allen Mitteln


Titel(Deutsch)Mit allen Mitteln(Jo Lasker Thriller)
AutorJens Bühler
VerlagEdition M
GenreThriller
Seiten364 Seiten
Meine Bewertung
5/5

Inhalt

Die Leiche einer jungen Frau werden an das Ufer des Mains in Frankfurt geschwemmt. Ihre Hände wurden abgetrennt und nach ersten Recherchen scheint es sich um eine Prostituierte zu handeln. Aus unerklärlichen Gründen übernimmt das BKA den Fall und deshalb soll Jo Lasker für seinen Vorgesetzten herausfinden warum das BKA versucht den Fall zu vertuschen. Dafür stellt er sich ein Team zusammen, welches absolut kein Problem damit hat diverse Gesetze zu brechen.

Review

Durch die vielen Wendungen bleibt die Handlung spannend. Es gibt wirklich eine Menge Handlungsstränge, die aber alle nach und nach zusammen miteinander verwoben werden und letztendlich zusammen geführt werden.
Der Handlungsverlauf ist rasant und für die Dicke des Buches passiert relativ viel. Wobei es mich eher an einen Krimi als an einen Thriller erinnert, da es sehr storylastig ist.
Wobei es im Gegensatz zu anderen Thrillern bestimmte Szenen alles andere als graphisch beschreibt und das ist mal eine angenehme Ausnahme. Ich denke Mal es sollte ohnehin jedem Lesen bewusst sein, dass bestimmte Verletzungen/Morde nun einmal sehr eklig sind.
Ansonsten hat es aber die typischen Thrillerelemente und hat auch keine wirklichen Längen. An sich ist die Grundstimmung durchgehend bedrohlich und düster.

Vor allem die Hauptprotagonisten sind gut ausgearbeitet und stecken voller Details. Man erfährt viel über ihre Hintergrundgeschichte und bekommt die Handlung immer mal wieder aus der Sicht eines anderes Hauptprotagonisten mit Hilfe eines personellen Erzählers geschildert. Man kann so auch mehr oder weniger ihr Handeln verstehen bzw. nachvollziehen. Vor allem ist es einmal ein Thriller in dem keiner der Protagonisten unfehlbar ist und übernatürliche Kräfte hat. Die Mischung innerhalb der Ermittlergruppe sorgt immer wieder für Spannung und man fürchtet quasi die ganze Zeit, dass das alles nicht gut ausgehen kann. Dafür verstoßen Jo Lasker, Saskia, Splatter und Tanner einfach zu oft gegen Gesetze und jeder für sich geht unkalkulierbare Risiken ein.

Am Anfang der Kapitel sind immer der jeweilige Ort und auch die Zeit angegeben, damit man den Überblick behält.
Der Schreibstil ist angenehm flüssig zu lesen und man kann sich alles gut vorstellen. Das alles spielt hauptsächlich in Frankfurt am Main und die Stadt an sich nimmt quasi allein wegen ihrer Drogenszene eine große Rolle in dem Buch ein.




Fazit

Es ist es ein wenig verstörend zu lesen, dass ein Komissar hier bewusst mehrere Gesetze überschreitet und dabei auch noch Kollegen dazu anstiftet bzw. sich dazu anstiften lässt. Man hört zwar davon immer mal wieder und einige Serien und Büchern handeln darüber, aber trotzdem macht es das ja nicht angenehmer zu lesen. Zudem ist der Autor ein Kriminalhauptkomissar, was das alles nur noch verstörender ist. Dafür merkt man aber auch, dass das Buch definitiv nicht von einem Laien verfasst wurde und der Autor genau weiß worüber er schreibt. Mich hatte schon das Buch "Geister" aus der Jo-Lasker-Reihe begeistert. "Mit allen Mitteln" spielt zeitlich vor Geister, ist ein Prequel davon und kann deshalb auch ohne Vorwissen gelesen werden. Und ich hoffe einfach einmal, dass die Reihe irgendwann fortgesetzt wird. Es sind einfach noch viele Fragen am Ende offen geblieben, auch wenn man erfährt wer der Mörder ist.

Rezension "Geister"

Mittwoch, 5. Juni 2019

Lesemonat Mai




Guten Morgen :)

Hier ist mein Lesemonat Mai und ein kleiner Rückblick.

Für meinen Blog habe ich insgesamt 7.075 Wörter geschrieben und für meine Fanfictions ganze 8.331 Wörter was ganze 499 Wörter pro Tag macht. Dieses Mal sind es nur ganz knapp unter 500 Wörter, aber das macht ja nichts.
Eigentlich wollte ich mich mehr um mein Projekt kümmern, aber daraus wurde leider nichts. Aber so ist das nun einmal bei kreativen Projekten: Entweder die Texte lassen sich leicht schreiben oder nicht. Trotzdem bin ich ein wenig stolz auf mich, denn ich korrigiere endlich wieder die alten Kapitel meiner Fanfictions. Und da merke ich immer wieder wie anders ich mittlerweile Kapitel aufbaue oder generell schreibe.


  1. Ende gut, alles gut! von Thomas Herzberg, 211 Seiten, 4/5 Sternen, Rezension
  2. Die Öko-Challenge von Komplett-Media, 176 Seiten, 4/5 Sternen, Booktalk
  3. Selfies vom Mond von André Nagerski, 123 Seiten, 4/5 Sternen, Rezension
  4. Der Tote im Strandkorb von Anna Johannsen, 284 Seiten, 2,5/5 Sternen, Rezension
  5. Wenn nicht jetzt, wann dann von Harald Lesch, 369 Seiten, 4/5 Sternen, Rezension
  6. To Kill a Mockingbird von Harper Lee, 324 Seiten, 4,5/5 Sternen, Booktalk
  7. Mörderinnen von Veikko Bartel, 240 Seiten, 5/5 Sternen, Rezension
  8. Nur eine Ewigkeit mit dir von Kristina Moninger, 300 Seiten, 3/5 Sternen
  9. Retribution Ridge von Anna Willett, 232 Seiten, 1,5/5 Sternen, Rezension
  10. Rabenschwarze Intelligenz von Josef H. Reichhoff, 256 Seiten, 5/5 Sternen, Rezension
  11. Watership Down von Richard Adams, 485 Seiten, 5/5 Sternen, Booktalk
  12. Unbarmherzig von Markus Kleinknecht, 424 Seiten, 4/5 Sternen, Rezension
  13. Brainspam von Torsten Sträter, 191 Seiten, 3/5 Sternen
  14. Wie ich vom Weg abkam um nicht auf der Strecke zu bleiben von Eduard Freundlinger, 276 Seiten, 3,5/5 Sternen
  15. Solange die Hoffnung uns gehört von Linda Winterberg, 471 Seiten, 5/5 Sternen, Booktalk
  16. One perfect lie - Der Schein trügt von Lisa Scottoline, 412 Seiten, 2/5 Sternen, Rezension
  17. Das Blut der Hirsche von Mons Kallentoft und Markus Lutteman, 397 Seiten, 4,5/5 Sternen Rezension
  18. Mörder von Veikko Bartel, 256 Seiten, 5/5 Sternen, Rezension
  19. In all den Jahren von Barbara Leciejewski, 449 Seiten, 4/5 Sternen
  20. Weil mein Herz dich ruft von Jennifer Waschke, 269 Seiten, 4,5/5 Sternen, Rezension
  21. Apocalypse Z von Manel Loureiro, 397 Seiten, 3/5 Sternen
  22. Du bringst mein Leben so schön durcheinander von Claire Christian, 320 Seiten, 5/5 Sternen, Rezension
  23. Papst Franziskus von Michael Hesemann, 321 Seiten, 4/5 Sternen
  24. Gier von Marc Elsberg, 448 Seiten, 4/5 Sternen, Rezension
  25. Mit allen Mitteln von Jens Bühler, 366 Seiten, 5/5 Sternen
  26. Universum für Neugierige von Harald Lesch, 258 Seiten, 4/5 Sternen
  27. Die Stille vor dem Tod von Cody McFadyen, 481 Seiten, 3/5 Sternen
  28. Der Präsident von Sam Bourne, 480 Seiten, 4/5 Sternen
  29. Savage moon von Cris Simms, 418 Seiten, 3/5 Sternen
  30. Wie Gräser im Wind von Ella Zeiss, 383 Seiten, 5/5 Sternen, Booktalk
  31. Freak the Mighty von Rodman Philbrick, 192 Seiten, 4,5/5Sternen
  32. Von Hoffnung getragen von Ella Zeiss, 416 Seiten, 5/5 Sternen, Rezension
  33. Unauthored letters von Tara C. Allred, 392 Seiten, 1,5/5 Sternen
  34. Who the fuck is dracula? von Sebastian Wotschke, 78 Seiten, 4/5 Sternen, Rezension
  35. Terms of use von Scott Allan Morrison, 384 Seiten, 3/5 Sternen
  36. Am Ende des Jahres von Anja May, 364 Seiten, 4/5 Sternen
  37. Die Angst schläft nie von Rachel Caine, 381 Seiten, 3/5 Sternen
  38. Suitcase Girl von Ty Hutchinson, 344 Seiten, 1/5 Sternen
  39. Die Einkaufsrevolution von Tanja Busse, 320 Seiten, 4/5 Sternen, Booktalk
  40. Hannah und ihre Brüder von Ronald H. Balson, 476 Seiten, 4/5 Sternen, Rezension
  41. Nachts schweigt das Meer von Kate Penrose, 464 Seiten, 4/5 Sternen, Rezension
  42. Dry von Neal und Jarrod Shustermann, 448 Seiten, 4/5 Sternen, Rezension
  43. Dünenblut von Sven Koch, 352 Seiten, 4/5 Sternen
  44. Dschungel von Friedemann Karig, 383 Seiten, 4/5 Sternen, Rezension
  45. Mein Leben basiert auf einer wahren Geschichte von Anne Freytag, 448 Seiten, 4/5 Sternen
  46. Juister Mohn von Elke Bergsman und Anna Johannsen, 287 Seiten, 4/5 Sternen

Insgesamt 15.747 von 26.250 Seiten und 46 von 75 Büchern, 347 Seiten/Buch

Januar: 11 Bücher, 3.000 Seiten, 273 Seiten/Buch
Februar: 9 Bücher, 3.145 Seiten, 350 Seiten/Buch
März: 8 Bücher, 3.071 Seiten, 384 Seiten/Buch
April: 9 Bücher, 3.008 Seiten, 335 Seiten/Buch
Mai: 9 Bücher, 3.523 Seiten, 392 Seiten/Buch

Genre
Dystopie: 2
Historischer Roman: 5
Humor: 2
Klassiker: 2
Krimi: 5
Mystery: 1
Psychothriller: 5
Roman: 7
Sachbuch: 7
Science-Fiction: 1
Thriller: 7
True Crime: 2

Neuzugang
Angsthauch von Julia Crouch
Die Straße des Siegers von Osmar White

Rezensionsexemplare
Hannah und ihre Brüder von Ronald H. Balson, 476 Seiten
Nachts schweigt das Meer von Kate Penrose, 464 Seiten
Dry von Neal und Jarrod Shustermann, 448 Seiten
Dünenblut von Sven Koch, 352 Seiten
Dschungel von Friedemann Karig, 383 Seiten
Mein Leben basiert auf einer wahren Geschichte von Anne Freytag, 448 Seiten
Juister Mohn von Elke Bergsman und Anna Johannsen, 287 Seiten
Noch einmal vielen Dank dafür ♥

Lese ich gerade:
Bookless von Marah Woolf
Das Paulusevangelium von Wolfgang Hohlbein
Shining von Stephen King

Auf meinem SuB befinden sich noch 5 Bücher und 4 ebooks. Im Bücherschrank hatte ich die beiden Neuzugänge gefunden, die ich vermutlich diesen Monat schon lese werde. Mein SuB reicht gerade so für den Monat Juni und ich bin echt gespannt darauf, ob ich mir letztendlich noch Bücher aus der Ausleihe suchen muss.

Meine persönliches Highlight war:
Dschungel von Friedemann Karig, 383 Seiten, 4/5 Sternen, Rezension

Jetzt habe ich so viele 4 von 5 Sterne Bewertungen diesen Monat vergeben und trotzdem picke ich ausgerechnet dieses Buch heraus. In der Rezension kann man lesen was mich so fasziniert an diesem Buch. Auch jetzt noch denke ich gerne daran und ich finde es gut, dass einmal gewisse Themen angesprochen werden. Das Cover finde ich übrigens nicht nur gewagt, sondern auch wirklich gut gewählt. Es ist kein Standardcover, dass schon 1.000 Mal existiert. Wenn ich mir teilweise die Buchlisten angucke weiß ich gar nicht, ob ein Buch nur einmal drin vor kam oder mehrfach wegen der doch sehr ähnlichen Cover. Natürlich kann man bei so vielen neuen Bücher im Jahr nicht groß etwas einzigartiges finden, aber es fällt schon sehr auf wenn gefühlt 5 Bücher fast haargenau das gleiche Cover haben.

Die große Enttäuschung war "Suitcase Girl" von Ty Hutchinson. Ich kann meine Enttäuschung einfach nicht in Worte fassen und jedes Wort fühlt sich wie ein Wort zu viel an. Es gibt einfach keine Spannung. Warum das Mädchen in dem Koffer war ist eigentlich vollkommen irrelevant. Warum die Ermittlerin das Mädchen einfach mit heim nehmen konnte ist vollkommen an den Haaren herbeigezogen. Es gab Schusswechsel, die ich nicht ganz verstanden hatte vom Ablauf. Es klang echt so als wäre das alles nur ein riesiger Prolog für eine nachfolgende Story. Da war ich echt froh darüber, dass ich das Buch kostenlos erhalten hatte. Das Buch hat absurd viele gute Bewertungen und da hat es sich jetzt im Endeffekt echt gelohnt einen Blick auf die 1 Sterne-Bewertungen zu werfen. Es ist der Auftakt einer Trilogie und ich denke mal deshalb war das Buch auch kostenlos.

Mittlerweile habe ich mich auch um einige SocialMedia-Kanäle gekümmert und das bedeutet auch im Klartext, dass ich mich dort abgemeldet habe.
Für Juni steht immer noch der Epilog zu "Spiel der Liebe"(Fanfiction) aus und mal schauen, wann ich den endlich fertig schreibe. Die Geschichte ist mir wirklich ans Herz gewachsen und bei über 115.000 Wörtern habe ich eigentlich schon alles erzählt was erzählt werden kann. Irgendwann gehen einem Jahr auch die überraschenden Wendungen aus und ich will keine FF habe, bei der nach jedem Strohhalm gegriffen wurde. Ich hab tatsächlich letztens eine FF gefunden, die ungefähr so lang ist wie meine und bei der gefühlt wirklich jede Menge teils absurd dramatische Momente auftauchten. Das klang dann wie eine Parodie, vor allem als dann noch zum Schluss der Hauptprotagonist bedroht wurde und es eine Entführung gab. Leider war es wohl eine ernst gemeinte FF.
Die FF hat mich übrigens ganze 12 Jahre begleitet und rückblickend weiß ich teilweise genau in welchen Situationen ich was verfasst habe.
"Versuche mich zu beruhigen, es wird nichts passieren. Versuche mir einzureden, es sei alles okay. Versuche mir klar zu machen, hier bin ich sicher. Doch tief im innersten weiß ich, es nichts okay, ich bin nirgends sicher, die Welt ist nicht mehr Lot." Spiel der Liebe

Momentan bin ich am überlegen, ob ich einmal einen generellen Beitrag zur Glorifizierung chronischer Erkrankungen in der Literatur verfassen sollte. Es gibt ja doch einige Bücher, die mich wirklich wütend machen und bei denen ich mich schlicht und ergreifend frage warum Menschen die gut finden. Und das fällt mir oft bei Büchern auf, die von nicht Betroffenen geschrieben wurden und diese Autoren haben wahrscheinlich auch kaum mit Betroffenen geredet. Solche Beiträge gibt es ja schon den öfteren zu den LGBTQA-Büchern. Leider haben manche allein wegen solchen Büchern ein vollkommen falsches Bild von chronischen Erkrankungen. Natürlich kann ich selbst als Betroffener nicht für alle sprechen, aber in manchen Büchern hat man das Gefühl als wäre es in irgendeiner sehr abstrusen weise schön eine chronische Erkrankung zu haben. Ich lese das auch teilweise in Fanfiction und meist ist es so, dass der Hauptprotagonist plötzlich wieder gesund ist sobald die Liebe des Lebens auftaucht. Oder es wird sich so auf gewisse Redensarten versteift, dass ich das Buch am liebsten in die nächste Ecke werfen möchte und dem Autor mal meine Meinung sagen möchte. Oder wenn dann noch der psychische Aspekt beachtet wird und alles so dargestellt wird, als bräuchte man nur ein paar Tabletten und ein paar Gespräche um die Krankheit anzunehmen. Klar kommt es da vollkommen auf die chronische Erkrankung und die Ausprägung davon an, aber manches ist einfach vollkommen an der Realität vorbei. Und nicht jeder Autor berichtet dann auch von all den Schattenseiten wie die Einsamkeit, die Wut an manchen Tagen oder wie andere mit einem umgehen.

Ansonsten möchte ich im Juni gerne etwas mehr zeichnen und endlich mit den Videos anfangen. Und ich wollte ja auch endlich eine ganz neue Fanfiction anfangen. Mal schauen welche Idee ich als nächstes umsetze. Die Comicstrips müssen auch noch gezeichnet werden und ich freue mich richtig darauf wieder öfters so etwas zu zeichnen. Immer nur realistische Bilder zeichnen ist dann doch etwas langweilig auf Dauer.

Liebe Grüße

Sonntag, 2. Juni 2019

#208 Bücherregal - Mein Leben basiert auf einer wahren Geschichte





Quelle(Werbung gemäß §2 Nr.5 TMG) 

TitelMein Leben basiert auf einer wahren Geschichte
AutorAnne Freytag
VerlagHeyne fliegt
GenreRoman
Seiten416 Seiten
Meine Bewertung
4/5

 Ich bedanke mich hiermit recht herzlichst bei dem Bloggerportal vom Randomhouse für das Bereitstellen eines Rezensionsexemplares.

Inhalt

Auf einer Backpackerreise in Australien begegnen sich Rosa und Frank in einem Hostel. Eigentlich haben sie bis auf die Tatsache, dass sie beide alleine reisen nichts gemeinsam. Nach etlichen Gesprächen fassen sie den Entschluss einen Camper zu kaufen und zusammen Australien zu erkunden. Alles scheint perfekt bis ganz unerwartet Franks bester Freund David sich doch noch dazu entschließt nach Australien zu reisen. Sie setzen die Reise zu Dritt fort und nicht nur einmal kommt es zum Konflikt. Doch trotz allem entwickelt sich etwas ganz Besonderes zwischen ihnen.


Review

Um ehrlich zu sein fällt es mir wirklich schwer meine Gedanken zu dem Buch in Worte zu fassen. Ich habe es jetzt vor ein paar Tagen fertig gelesen und immer noch sind viele Fragezeichen dazu in meinem Kopf.

Die Spannung baut sich langsam auf und bis David auftaucht erscheint alles wie eine klassische Liebesgeschichte. Die zwei Hauptprotagonisten sehen sich, verlieben sich nach und nach ineinander. Doch dann taucht David auf und um die Sache nicht unnötig kompliziert zu machen möchte Rosa mit den beiden nur befreundet sein. Auch das klingt alles nach einer möglichen Dreiecksbeziehung in der Zukunft oder wie bei einem Buch über Freundschaft, aber genau das würde als Zusammenfassung der Handlung einfach nicht gerecht werden.
So werden wirklich ernste Themen wie Drogenkonsum, Erwachsen werden und zu sich selbst finden und vieles mehr aufgegriffen.

Dazu wird die Handlung abwechselnd aus der Sicht von David, Frank und Rosa in Form von kurzen Kapiteln erzählt. Hier unterscheidet sich jeweils der Schreibstil deutlich, was mir wirklich gut gefallen hatte. Man erfährt dadurch wirklich viel über die Gedanken und Gefühle und auch über die Vergangenheit.

Die drei Hauptprotagonisten sind grundverschieden und haben unterschiedliche Werte- und Lebensvorstellungen. Genau das bringt unglaublich viel Konfliktpotential mit sich und das gibt der Handlung das gewisse etwas. Sie hatten es bisher nicht leicht in ihrem Leben und man erfährt nach und nach mehr darüber.

Die Handlung ist zum größten Teil eher ruhig  und beinhaltet einige Längen. Es gibt trotzdem einige wenige Schlüsselmomente, die teils große Auswirkungen haben. Hier hat mir jedoch einfach die unvorhersehbare Wendung gefehlt. Es passiert halt genau das was im Klappentext erwähnt wurde und das fand ich dann doch etwas langweilig.

Was mich ein wenig gestört hatte war der Alkoholkonsum und die Führerscheinsache. Hier hätte ich mir einfach ein realistischeres Szenario gewünscht, denn in Australien sind die was das erste betrifft um einiges strikter als in Deutschland. Frank ist erst 17 und deshalb fand ich es auch befremdlich, dass er streckenweise den Camper fuhr und Alkohol trank. Zudem fand ich auch die Szene mit dem Geschlechtsverkehr befremdlich. Mir ist zwar durchaus bewusst das Menschen in dem Alter welchen haben, aber trotzdem empfand ich es für einen Jugendroman unpassend. Ich weiß noch nicht einmal was mich da explizit gestört hatte, aber nach dem Lesen hatte ich ein unglaublich schlechtes Gefühl.



Fazit

Zusammenfassend lässt sich über das Buch sagen, dass es um das Erwachsen werden an sich und das zu sich selbst finden geht. Denn genau das steht im Vordergrund und nicht was die Figuren erleben.
Das Buch eignet sich prima für zwischendurch und lässt sich leicht lesen.Es hat mich zum Nachdenken angeregt und selbst jetzt denke ich noch darüber nach.
Besonders gut gefallen haben mir auch die kleinen Illustrationen.