Sonntag, 29. November 2020

#19 Manga - Bloom into you Band 7-8(abgeschlossen)

 



Titel(Deutsch)Bloom into you
Titel(Englisch)Bloom into you
AutorNio Nakatani
VerlagCarlsen
GenreShojo-Ai, Slice-of-Life
Bände8(abgeschlossen)
Meine Bewertung
4/5


Inhalt

Yuu Koito liest unheimlich gerne Mädchenmanga und ist dementsprechend enttäuscht, als sie so gar nichts während einem Liebesgeständnis von einem Mitschüler spürt.Da sie das alles nicht einordnen kann, entschließt sie sich dazu erst einmal in Ruhe darüber nachzudenken. Sie bittet Nanami um Rat, eine Mitschülerin aus dem Schülerkomitee, die etwas ist älter ist als sie. Doch das alls läuft anders ab als geplant und kurz darauf erhält Yuu die zweite Liebeserklärung.


Review

#1. Band-#3. Band

#7. Band

In diesem Band nimmt die Handlung eine erstaunliche Wendung und ich finde es allgemein schön wie mit all dem umgegangen wird. Es gibt kein großes Drama und die Protagonisten handeln sehr Erwachsen und respektieren die Gefühle des anderen. Alles andere hätte finde ich auch nicht zum bisherigen Handlungsverlauf und somit zu den Mädchen gepasst. Allgemein geht es in diesem Band um die Entwicklung und somit auch Veränderung, die die drei Hauptprotagonisten die letzten Monate durch gemacht haben und somit wie das alles die Beziehung zu anderen beeinflusst. Und wie normal es für die Mädchen ist über all das zu reden was sie beschäftigt und Ratschläge anzunehmen. 

Dann geht es außerdem darum was überhaupt Liebe für die einzelnen Protagonisten ist und was es überhaupt bedeutet in einer Beziehung zu sein. Liebe ich denjenigen immer noch, selbst wenn sich dieser verändert? Oder liebe ich nur das Abbild von demjenigen, welches ich selbst erschaffen habe und käme mit Veränderungen nicht zurecht?

Zum Schluss bleiben noch einige offene Fragen und Handlungsstränge, die hoffentlich im letzten Band geklärt werden. Es ist nun einmal keine Mangareihe, die mit Drama und Tränen den Leser konfrontiert und ich finde es einfach schön wie unaufgeregt das alles erzählt wird und es trotzdem spannend bleibt. Und ich finde es nach wie vor sehr schön wie der asexuelle Charakter präsentiert wird.



#8. Band: 

Was für ein perfektes Ende. Es ist wirklich schön zu sehen wie sich die Beziehung der Mädchen verändert und wie sie Erwachsen werden und die Dinge mit der Zeit anders sehen. Es gibt relativ viel tiefgründigen Text und oft ersetzt dieser die Dialoge in diesem Band, was ich aber absolut nicht schlimm finde. Er unterstreicht viel mehr die Gesamtsituation und zeigt nun einmal, dass letztendlich die kleinen Dinge im Leben zählen und es genau auf die ankommt.

Man merkt auf jeden Fall wie viele Gedanken sich um den kompletten Handlungsverlauf gemacht wurde und wenn man genau aufpasst, dann entdeckt man bei jedem Panel viele kleine Details. Und das obwohl die einzelnen Panels ja eher schlicht sind und nur das nötigste zeigen.

Es ist auf jeden Fall schön, dass beiläufig noch ein paar Handlungsstränge abgeschlossen werden und somit einige noch offene Fragen beantwortet wurden. Alles in allem ist auf jeden Fall eine Handlung, die jetzt gar nicht mit vielen Höhen und Tiefen aufpunktet und eher durch ihre eher ruhige Art besticht. Die Protagonisten stehen zu jeder Zeit im Vordergrund und man erlebt wie sie sich entwickeln und vor allem ihre Sexualität entdecken. Die Beziehung der Mädchen findet eher im privaten und quasi verborgenen statt, was eher der Realität entspricht als das was in vielen rosaroten Yuri/Yaoi-Manga dargestellt wird. Und es wird alles vor allem gegen Ende sehr Erwachsen dargestellt. Und man merkt einfach, dass sie halt nichts groß an die Glocke hängen wollen und Aufmerksamkeit erregen wollen.
 
Alles in allem ist es eine schöne Mangareihe, obwohl Touko vor allem am Anfang ziemlich toxisch agiert. Die Reihe sticht auf jeden Fall aus der Masse hevor und ich bin froh darüber, dass die Handlung bis zum Schluss ruhig geblieben ist und es nur eine explizite gab. So etwas muss bei "Schulmädchen"-Manga einfach nicht sein.

Freitag, 27. November 2020

#339 Bücherregal - Children of blood and bone



TitelChildren of blood and bone
AutorTomi Adeyemi
VerlagMacmillan USA
GenreYoung Adult Fantasy
Seiten544 Seiten
Meine Bewertung
4/5

 Inhalt

Zélie Adebola kann sich noch gut an die Zeit erinnern, an denen Magie vollkommen normal war in Orïsha. Doch der König sorgte in der sogenannten Blutnacht für den Tod zahlreicher Maji und raubte ihnen ihre Magie. Jetzt hat Zélie die Chance die Magie zurück zuholen und mitunter die Monarchie zu stürzen. Sie muss nicht nur gegen rachegelüstige Geister kämpfen, sondern auch ihre eigenen Gefühle im Zaun halten. 

Review

TW: Gewalt(Folter u.a.), Rassismus

Durch den einfach gehaltenen Schreibstil fliegt man nur so über die Seiten und man hat das Buch trotz der Dicke relativ schnell durch gelesen. Ab der Hälfte hatte mich das alles so gepackt, dass ich es in einem durch gelesen hatte. Es bleibt wirklich sehr viel Platz für die eigene Fantasie und an manchen Stellen hätte ich mir mehr mehr Details bezüglich der Umgebung gewünscht. 

Wegen dem Zielpublikum(Young Adult) werden die teilweise doch recht brutalen Szenen sehr oberflächlich beschrieben, was ich aber nicht weiter schlimm fand. Was mir diesbezüglich positiv aufgefallen ist, dass hier keine Rücksicht genommen wird und die Dinge somit einfach ihren Lauf nehmen. Das heißt keiner der Charaktere ist sicher vor negativen Veränderungen(möchte hier nicht zu viel verraten) und genau so etwas braucht es einfach viel öfters. Es zeigt nun einmal wie grausam manche agieren und all das was im Buch passiert ist ja leider für viele Menschen auf dieser Welt die grausame Realität.

Es ist schön zu sehen, dass so wichtige Themen wie Rassismus und Gewalt durch Machtinhaber auch mal in abstrakter Varianten gezeigt werden. Im starken Kontrast dazu stehen die Hauptprotagonisten, die mit viel Mut und Durchhaltevermögen dagegen vorgehen und bereit sind alles zu geben. Schließlich besteht die Hoffnung das System grundlegend zu ändern und es zeigt einfach wie wichtig es ist sich zusammen für so etwas einzusetzen. 

Vor allem das Ende kam überraschend, denn mit der Wendung hatte ich absolut gar nicht gerechnet und ich bin gespannt darauf wie dieses im 2. Teil aufgegriffen wird.

Das deutsche Hörbuch hatte ich zu einem Drittel gehört und hatte es dann abgebrochen, weil mir die Umsetzung nicht zusagte. Irgendwann ging mir die weinerliche Stimme nur noch auf die Nerven und deshalb hatte ich dann zum englischen eBook gegriffen. 

Erst im eBook war mir aufgefallen, dass die Geschichte aus drei unterschiedlichen Perspektiven erzählt wird und deshalb bin ich froh darüber gewechselt zu haben. Diese Wechsel zwischen den einzelnen Personen empfand ich einfach als total ätzend und vor allem der Charakter Inan wirkt deshalb total zweifelhaft. Aus ihm werde ich einfach nicht schlau und ich würde schon gerne wissen, ob ich ihn einfach nur missverstanden habe oder er tatsächlich keine klare Position vertritt. Solche Figuren darf es auch geben, nur hätte ich halt gerne Gewissheit gehabt.

Ein anderer Kritikpunkt war die vollkommen überzogene und unnötige Liebesgeschichte. Sie nimmt zwar nur einen kleinen Raum ein, aber so etwas kann ich gar nicht leiden und ich finde es immer wieder schade wenn Autoren sich dazu hinreißen lassen.

Fazit

Alles in allem ist es ein schöner Young-Adult Fantasyroman und ich bin ganz gespannt auf den 2. Teil. Es ist auf jeden Fall ein tolles Magiesystem und man erfährt erstaunlich viel über die Traditionen dieser Welt. Hoffentlich gibt es im nachfolgenden Teil einen ticken mehr Weltenaufbau.

Mittwoch, 25. November 2020

#009 Buch und Film - Nebel im August

  



Hallo,

vor kurzem habe ich "Nebel im August" von Robert Domes gelesen und heute möchte ich in einem Blogeintrag das Buch und den Film zu besprechen.


1933 werden der damals 4-jährige Ernst Lossa so wie seine Geschwister von den Eltern weggenommen,  da diese nicht ausreichend für die vier Kinder sorgen konnten. Als Jeniche waren sie immer durchs Land gereist und der Vater schaffte es kaum genügend Geld zu verdienen. Da es Ernst schwerfiel sich unter zuordnen und den Regeln zu folgen kommt er immer wieder in ein anderes Heim, bis er er letztendlich in die Heilanstalt in Kaufbeuren kommt. Denn aufgrund seines Verhaltens wird er als "asozialer Psychopath" abgestempelt, der nicht therapierbar ist. Und dort bekommt er letztendlich den "Gnadentod", obwohl er geistig und körperlich vollkommen gesund war.



Nebel im August von Robert Domes, 352 Seiten, Cbj-Verlag
4 von 5 Sternen

Vor ein paar Jahren hatte ich mir die Film angeguckt und hatte aufgrund dessen einige Bücher über das Thema "Euthanasie während des II. Weltkrieges" gelesen. Und jetzt habe ich es endlich einmal geschafft auch die Buchvorlage zu lesen. 

Hierbei handelt es sich um einen biografischen Roman, der das Leben von Ernst Lossa auf eine sehr eindringliche Art und Weise aus der Sicht einer Erzählers wiedergibt. Und das obwohl man als Leser aufgrund der Erzählweise eine spürbare Distanz zu Ernst Lossa hat, was ich aber nicht weiter schlimm fand. Es ist sehr erschreckend zu lesen wie bei ihm eine Sache zur anderen führte und er schon in jungen Jahren jegliche Chance auf ein Leben verlor aufgrund seiner Herkunft.  Und vielleicht ist es gerade diese Erzählform, die einen so nachdenklich werden lässt. 

So wirklich viel über den Nationalsozialismus und die Aktion T4, bei der über 70.000 Menschen mit körperlichen und geistigen Behinderungen systematisch ermordet wurden, erfährt nur im Nachwort. Was ich jetzt auch nicht verwunderlich finde, schließlich wussten die Betroffenen und meist auch deren Verwandten nichts davon und somit kann man stark davon ausgehen, dass Ernst Lossa auch nur die Gerüchte darüber kannte. Bis heute prägt die Aktion T4 die Behandlungen in Psychiatrien und Diskussionen über Euthanasie/Sterbehilfe. Und deshalb ist es umso wichtiger, dass eben solche Geschichten erzählt werden und nicht in Vergessenheit geraten. 

Bei all dem was in diesem Buch berichtet muss man immer bedenken, dass Ernst Lossa alles andere als ein "asozialer Psychopath" war. Er war nun einmal ein Junge, der eben einen eigenen Wille hatte und das war zu dieser Zeitpunkt nicht gerne gesehen. Und obendrein gehörte er den Jenichen an, eine Bevölkerungsgruppe damals oft ohne festen Wohnsitz. Und wahrscheinlich gab es zu diesem Zeitpunkte viele Menschen wie Ernst Lossa, die deshalb den so genannten "Gnadentod" erhielten. 
Das einzige was mir negativ auffiel war die erste Hälfte des Buches in der Ernst sehr viel älter wirkte als er zu dem Zeitpunkt war. Ein 4-jähriger denkt nun einmal nicht wie ein Erwachsener und genau den Eindruck hat man.

Nach dem ich den Film gesehen hatte ließ mich die recht kurze Lebensgeschichte von Ernst Lossa nicht mehr los. Und auch dieses Mal ist es so und mir fiel es wirklich schwer dieses Buch zu bewerten und vor allem die richtigen Worte zu finden. Das Buch richtet sich vorwiegend an Jugendliche, kann aber natürlich auch von Erwachsenen gelesen werden. Viele eher nicht mehr so geläufige Begriffe werden hinten im Glossar erklärt. Die Geschichte von Ernst Lossa steht stellvertretend für viele andere und bis heute ist nicht bekannt wie viele Menschen mit Behinderungen als "lebensunwert" abgestempelt und somit ermordet wurden. Man geht von 200.000-300.000 Menschen aus und deshalb ist es umso wichtiger, dass dieser Kapitel der deutschen Geschichte niemals in Vergessenheit gerät.







Regisseur: Kai Wessel, Spieldauer: 121 Minuten, unter anderem mit Ivo Pietzcker, Sebastian Koch, Thomas Schubert, FSK 12 

Den Film hatte ich ja schon einmal gesehen und trotzdem hatte er mich jetzt beim 2. Mal wieder einmal total mitgenommen. Das was zu der Zeit in den Heilanstalten passierte macht mich nach wie vor fassungslos und unfassbar wütend. Und vieles was im Buch nicht so deutlich wurde, wird im Film in aller Klarheit gezeigt. Viele Szenen kommen komplett ohne Dialog aus und das Gezeigte spricht oft für sich. Alles strahlt eine unglaubliche Schlichtheit und Trostlosigkeit aus. Die Euthanasie an sich wird erst relativ spät gegen Ende des Filmes wirklich thematisiert bzw. erklärt und so liegt es am Zuschauer die gezeigten Szenen zu interpretieren bzw. zu beurteilen. Man weiß nicht warum bestimmte Namen auf der Liste durchgestrichen werden und man sieht nur, dass eben jene dann kurz darauf den "Gnadentod" in Form von Medikamenten verabreicht bekommen.

Im Vergleich zum Buch erfährt man auch viel über die Hintergründe von der Heilanstalt in Kaufbeuren und weiß somit, was es mit den grauen Bussen bzw. dem "Gnadentod" auf sich hat. Im Gegensatz dazu erfährt man jedoch relativ wenig über das Leben von Ernst Lossa, was aber nicht weiter schlimm ist. Schließlich steht hier das System "Euthanasie" im Vordergrund und so bekommt man allerhand Szenen zu sehen, in denen die Verantwortlichen sympathisch und alles andere als böse wirken. Und genau das macht finde ich den Film so sehenswert, denn er bedient sich nicht den einfachen Methoden und nimmt den vollkommen herzlosen Arzt.

Und vor allem den Abspann fand ich gut, denn nur mit Worten wird gezeigt wie milde die Täter davon kamen. Obwohl sie für den Tod von mehreren Tausend Menschen verantwortlich waren und selbst noch einen Monat nach Kriegsende weiter Menschen töteten, bekamen sie nie eine nennenswerte Strafe. Und eine Krankenschwester durfte sogar ihren Beruf weiter ausüben. 

Hat einer von euch schon das Buch gelesen oder den Film gesehen? Was ist eure Meinung dazu? 
Gerne verlinke ich hier eure Rezensionen. 


LG

Sonntag, 22. November 2020

#014 Graphic Novel - Laura Dean keeps breaking up with me

  





TitelLaura Dean keeps breaking up with me
AutorStory: Mariko Tamaki, Zeichner: Rosemary Valero-O'Connell 
VerlagFirst Second
GenreLGBT/Young Adult
FormatHardcover
Bände1(289 Seiten)
Meine Bewertung
2/5

 Inhalt

Immer wieder macht Laura Schluss mit Freddy und trotzdem kommen sie letztendlich immer wieder zusammen. Doch ganz langsam zerbricht Freddys Herz daran und sie weiß einfach nicht weiter. Deshalb nimmt sie Kontakt zu einer Mystikerin auf, die ihr rät die Beziehung zu beenden um aus dieser Endlosschleife heraus zukommen. Doch Freddy fällt es schwer diesen Ratschlag anzunehmen, weshalb sie die Ratschlag-Kolumnistin Anna Vice kontaktiert. Ihre Freunde verstehen nicht warum sie an dieser Beziehung festhält und sich so wenig um ihre beste Freundin und sich selbst kümmert.

Rezension

Stellenweise gibt es wirklich schöne Dialoge und für ihr Alter handeln diejenigen wirklich sehr reflektiert bzw. haben eine wirklich gesunde Herangehensweise an das Thema Liebe/Beziehung. Dadurch wirkt vor allem ein Charakter wie Mitte 20 und ich war sehr überrascht, als immer wieder erwähnt wurde wie jung alle auftretenden Figuren sind. 

Die Zeichnungen kommen ohne viele Details aus und bestechen durch ihren einfachen Stil. Sie sind in schwarz/weiß/rosa gehalten, woran ich mich erst einmal gewöhnen musste. Wobei diese Farbauswahl samt dem Stil dazu beiträgt, dass die Handlung an sich im Vordergrund steht und nicht wie die einzelnen Panels aufgebaut sind.

Die ganze Zeit steht die Beziehung der beiden Hauptprotagonistinnen im Vordergrund, aber so wirklich lerne man keine von beiden kennen. Bis zum Schluss bleiben sie austauschbar und so wirklich nennenswerte Details/Charakterzüge sind mir nicht im Gedächtnis geblieben. 

Auch die Handlung an sich ist einfach gehalten und an viel zu vielen Stellen vorhersehbar. Es gibt keinen nennenswerten Plottwist und man weiß von Anfang an was auf einen zukommt.

Das größte Problem ist einfach die Anzahl der Themen, die auf knapp 300 Seiten behandelt werden. Toxische Beziehungen egal in welcher Form brauchen eine Menge Platz und hätten ausgereicht um eine komplette Geschichte zu erzählen. Stattdessen geht es dann noch um nicht optimal verlaufende Freundschaften, Selbstwertgefühl und Missbrauch. Alles was jetzt grob geschrieben unter toxische Beziehungen fällt, aber da dafür mehrere Charaktere im Fokus stehen wirkte es wie einzelne Themen, die man nur ganz oberflächlich behandelt hatte. Die Zielgruppe ist zwar Young Adult/Jugendliche, jedoch kann man denen viel mehr zumuten und man hätte an einigen Stellen klarer definieren müssen warum das Verhalten von Laura Dean nicht okay ist. Vor allem da Freddy selbst kein gutes Verhalten an den Tag legt und oft wird so dargestellt, als würde sie nur wegen Laura so handeln. Was jedoch nicht erklärt warum sie gegenüber ihrer besten Freundin Doodle so fragwürdig agiert.

Und dann spielt Polyamorie eine wirklich große Rolle und es ist bis zum Schluss nicht klar, ob Freddy sich deshalb hintergangen fühlt. An irgendeinem Punkt muss ihr doch klar gewesen sein, dass Laura Dean sich nicht verändern wird und eine offene Liebesbeziehung nun einmal bedeutet, dass derjenige mit anderen küsst u.a. Und deshalb verstehe ich nicht, warum sie immer wieder zu ihr zurück geht wenn sie nicht mit dem einverstanden ist. Letztendlich ist es nun einmal eine Einstellungssache und entweder akzeptiere ich das oder ich gehe mit demjenigen keine Beziehung ein. Oder eher man geht keine Beziehung ein, wenn das Gegenüber ein notorischer Fremdgänger ist und man damit ein riesen Problem hat. Und genau das gibt dem ganzen Handlungsstrang rund um die toxische Beziehung zwischen Freddy und Laura einen richtig bitteren Nachgeschmack.

Fazit

Aus den oben genannten Gründen vergebe ich nur 2 von 5 Sternen. Um die Graphic Novel war ich wirklich lange herum geschlichen und hatte sie letztendlich nur wegen den guten Bewertungen/der vielen Werbung gelesen. An sich sollte es viel mehr queere Geschichten über toxische Beziehungen geben, schließlich kommt auch das vor und wird leider viel zu oft romantisiert.

Freitag, 20. November 2020

#338 Bücherregal - Zieht euch warm an, es wird heiß!

 





Titel(Deutsch)Zieht euch warm an, es wird heiß!
AutorSven Plöger
VerlagWestend Verlag
GenreSachbuch
Seiten320 Seiten
Meine Bewertung
5/5



 Inhalt

Mittlerweile vollzieht sich der Klimawandel in einem rasenden Tempo und die dadurch einhergehenden Unwetter werden immer verheerender. Auch das Waldsterben nimmt zu, se es durch nicht mehr kontrollierbare Waldbrände oder ausbleibenden Regen. Durch den Shutdown in im Frühjahr infolge der Corona-Pandemie scheint es fast so, als könne Deutschland das vorher kaum erreichbare 1,5°C-Ziel mitunter doch noch erreichen. Und plötzlich scheint es gar nicht mehr so abwegig, dass man das festgefahrene System doch noch komplett verändern kann. Jedoch klappt das nur mit dem Green Deal, da ansonsten der Wohlstand gefährdet wird. Der Autor schildert auf eindringliche Art und Weise was das Klima überhaupt ist und wie man den Klimawandel verlangsamen kann.

Review

Direkt zu Beginn wird der Klimawandel mit der Corona-Pandemie verglichen und wie gegensätzlich beides wahr genommen wird. Das eine wird immer wieder verharmlost, weil uns in Deutschland die Auswirkungen in den meisten Gegenden noch gar nicht so betreffen. Und Klimaschützern wird gerne vorgeworfen, dass sie übertreiben. Aber wen man sieht wie schnell der Wald stirbt und wie oft es jetzt zu Dürresommer hintereinander kam wird klar, dass man am Besten schon gestern hätte handeln sollen. Im Gegensatz dazu sind die Menschen eher bereit Virologen zu vertrauen was die Corona-Pandemie betrifft schließlich sieht man ja was diese für Auswirkungen allein in den europäischen Nachbarländern hat. Passend dazu wird ausführlich erläutert warum viele den Klimawandel verharmlosen und es bei so etwas einem halt bedauerlicherweise ziemlich leicht fällt, schließlich werden wir die schlimmsten Auswirkungen gar nicht mehr selbst erleben.

Am Besten an dem Hörbuch haben mir übrigens die ganzen Erklärungen gefallen. Der Autor schafft es auch komplizierte Sachverhalte anschaulich zu erklären und vor allem einprägsame Vergleiche zu ziehen. Zudem wird auch vieles angesprochen, was mir in anderen Büchern über das Thema noch nicht begegnet ist. Zudem wird ausführlich erklärt wie sich das Klima über all die Jahrhunderte verändert hat und was sich überhaupt hinter diesem Begriff versteckt. Und so erfährt man zum Beispiel wie Meeresströmungen funktionieren oder wozu der Wind zum Beispiel wichtig ist. Hier wird auch ein kleiner Blick in die Zukunft geworfen, der verdeutlicht inwiefern die momentanen Veränderungen gravierende Probleme verursachen werden. Und natürlich inwiefern diese schon jetzt in einigen Ländern das Leben unmöglich gemacht haben(u.a. Kampf ums Wasser, Waldbrände, Dürre).

Hier wird absolut gar nichts geschönt und ich hoffe einfach einmal, dass dieses Buch wirklich viele Menschen lesen werden. Natürlich ist der Beitrag den jeder einzelne von uns in Sachen Klimaschutz leisten kann vergleichsweise gering, aber es ist ein Anfang. Und vielleicht wird dadurch endlich mal ein Umdenken bewirkt, schließlich ist es einfach nur absoluter Wahnsinn was für ein Raubbau an der Umwelt begangen wird nur um dann Lebensmittel/Kleidung einfach zu entsorgen, denn vieles landet noch nicht einmal in den Märkten. Passend dazu werden zahlreiche Beispiele genannt wie jeder von uns seinen Beitrag leisten kann. Und hier werden wirklich viele Lebensbereiche abdeckt, in denen man ganz leicht Klima-/Umweltschutz betreiben kann und das ohne direkt auf alles zu verzichten oder sein Leben komplett auf den Kopf zu stellen.

Nach dem ich das Hörbuch zu Ende hatte ist mir erst aufgefallen, dass das Buch wohl jede Menge Grafiken enthält. Aus dem Grund habe ich mir fest vorgenommen mir das Buch in naher Zukunft mal durchzulesen. Es lohnt sich auf alle Fälle, da immer wieder faszinierende Sachverhalte angesprochen werden und wahrscheinlich sind die leichter durch eine Statistik/Grafik zu verstehen und bleiben dann auch eher im Gedächtnis hängen. Ansonsten möchte ich nur noch anmerken, dass das Hörbuch von Sven Plöger persönlich eingesprochen wurde und wer mal seine Dokumentationen gesehen hat weiß was für eine angenehme Stimme er hat.


Fazit

Alles in allem handelt es sich hierbei um ein wirklich tolles und vor allem ein unterhaltsames Sachbuch. Auch als Laie fällt es einem leicht den Erklärungen zu folgen. Hier werden nicht nur interessante Fakten zum Klima(-wandel) präsentiert, sondern es werden einem viele Handlungswege gezeigt die einem dabei helfen sollen seinen eigenen Beitrag zum Klimaschutz leisten zu können. Denn das was man hier zu lesen/hören bekommt sind ganz schön bittere Fakten und da kommt leicht ein Gefühl der Ohnmacht auf.

Mittwoch, 18. November 2020

NaNoWriMo 2020 - Zwischenstand



Guten Abend, 

heute gibt es einen Zwischenbericht zum diesjährigen NaNoWriMo. Für alle die diesen nicht kennen: Hierbei handelt es ich um den National Novel Writing Month in dem man versucht innerhalb von 30 Tagen eine komplette Geschichte bestehend aus 50.000 Wörtern zu schreiben. Um das zu schaffen sollte man am Besten 1.667 Wörter pro Tag schreiben.

Wie im Lesemonat schon erwähnt, hatte ich recht kurzfristig den kompletten Plot über den Haufen geworfen. Was sich im Oktober schon abgezeichnet hatte ist halt im November eingetroffen und aus dem Grund brauchte ich einfach ein leichtes Thema, etwas ohne viel Drama und ohne Tränen. Jedoch ging es bei meinen ursprünglichen Ideen genau um das und über manche Themen sollte man vielleicht einfach nicht schreiben, wenn man genau das in abgewandelter Form gerade durchmacht. Diese Plotideen hatte ich schon 2018 für den NaNoWriMo aufgeschrieben und eigentlich hatte ich sie mir fest vorgenommen für dieses Jahr, nach dem es 2019 nicht geklappt hatte. Folglich habe ich bestimmte Plattformen durchwälzt und mir Themen heraus gesucht, die mir absolut nicht liegen und die ich eigentlich auch nicht oft lese. Denn ich wollte unbedingt ein LGBTQ-Pärchen, was total lieb zueinander ist und einfach eine gefestigte Beziehung hat. Und einfach etwas über deren Alltag schreiben, der nicht aufregend ist und in denen sie ganz normale Dinge erleben. Und alles andere was unter den Begriff "Fluff" fällt. Mir war von vorne herein klar, dass ich innerhalb von 3 Tagen keine kompletten Charakterbögen hinbekomme und garantiert keine eigene Welt erschaffen kann, also habe ich wieder eine FanFiktion über zwei ganz bestimmte Männer geschrieben. Dann muss ich auch beim Schreiben nicht so viel Nachdenken und kann einfach meine Gedanken so runter schreiben, weil ich schon einige FFs über die beiden geschrieben habe. Und genau das war ja mein Plan, schließlich hat man als FF-Autor die Möglichkeit das Leben der jeweiligen Charaktere innerhalb der Geschichte zu beeinflussen und so konnte ich wirklich viele schöne Momente bisher kreieren. Und das beruhigt mich irgendwie mehr als Bücher/Filme in die Richtung zu schauen.

Mir war von Anfang an klar, dass ich nicht jeden Tag zum Schreiben kommen werde. Natürlich hatte ich mir das gewünscht und ich denke wenn die Ausgangssituation eine andere gewesen wäre, dann hätte ich jeden Tag diese 1.667 Wörter geschrieben. Aber manchmal passieren einfach Dinge über die man absolut keine Kontrolle hat und deshalb bin ich einfach nur froh darüber, überhaupt zum Schreiben gekommen zu sein. Und an vielen Tagen hat es wirklich unheimlich gut getan in die Welt einzutauchen und einfach einmal alles um mich herum zu vergessen. Sich einfach vorzustellen wie es wäre mit einem von beiden auf der Bank zu sitzen und den lauwarmen Herbsttag zu genießen.



Beim Schreiben hatten mir vor allem die handschriftlichen Notizen im Vorfeld geholfen, denn zu jedem Kapitel hatte ich mir um die 200-300 Wörter notiert. Dafür hatte ich mir immer Schreibprompts vorgenommen in denen es zum Beispiel hieß: "Charakter A und Charakter B spielen zusammen ein Videospiel und der eine stellt immer einen neuen Highscore auf, was den anderen verärgert". Alle hatte ich unter dem Begriff "OTP Fluff Writing Prompts" gefunden und ich hatte sie so umgeschrieben, dass sie auf die beiden Männer passten. Meist haben diese groben Zusammenfassungen nur für die ersten 2.000 Wörter des Kapitels gereicht und dann habe ich mir immer beim Schreiben überlegt was sich daraus ergebend noch so passieren könnte und dann hatte ich schnell weitere 2.000 Wörter zusammen.  Das erleichtert das Schreiben einfach ungemein und man sitzt nicht jeden Tag vor einem weißen Blatt, was irgendwie gefüllt werden möchte.



In meinem Journal hatte ich das alles auch festgehalten. Einfach um einen Überblick zu haben wie oft ich die Gesamtwörterzahl und die 1.667 Wörter am Tag erreicht hatte. Und beides habe ich bei genauerer Betrachtung eigentlich gar nicht so oft erreicht und meist war es nur eins von beidem. Was aber nicht weiter schlimm ist, schließlich will ich nur die 50.000 Wörter am Ende erreicht haben und am Besten wenigstens pro Tag Minimum 10 Wörter geschrieben haben.

Am meisten hatte mir natürlich das regelmäßige Schreiben im Vorfeld geholfen. Für den Blog und meine bisherigen Schreibprojekte schreibe ich im Monat ja 15.000-20.000 Wörter und ich hatte ja im Frühjahr schon einmal ein FF-Projekt mit 15.000 Wörtern in einem Monat fertig geschrieben. Und ich kann nur für meinen Teil schreiben, dass ich diese 1.667 Wörter pro Tag trotz des regelmäßigen Schreibens komplett unterschätzt hatte. An manchen Tagen habe ich wirklich nach fast jedem 3 Zeilen Absatz "Wörter zählen" angeklickt und war enttäuscht, wenn es nur mal gerade 70 Wörter mehr waren als beim vorigen anklicken. Und oft lag es einfach daran, weil ich einfach an den Tagen keinen Zugang zu der Geschichte gefunden hatte. Das lag nicht an der Handlung, sondern einfach an den Umständen und so ist das nun einmal beim kreativen Arbeiten. Das kenne ich ja auch von meinen Zeichnungen und den anderen kreativen Hobbies und deshalb weiß ich einfach, dass es solche Momente geben kann und manchmal ist es dann besser mal eine Pause zu machen und sich anderen Projekten zu widmen. Mal schauen wie weit ich die nächsten beiden Wochen kommen werde. Momentan sind es 28.398 Wörter und somit brauche ich nur noch 21.602 Wörter. Leider habe ich nur noch für 2 1/2 Kapitel Ideen und dann werde ich sowieso erst einmal alles überarbeiten. Dann weiß ich nämlich wie viele Kapitel ich noch brauche um die Gesamtwörteranzahl zu erreichen und wie lang die Kapitel im einzelnen sind. Denn eigentlich war nur eine Länge von 3.000 Wörtern/Kapitel geplant und jetzt sind es schon über 4.000 Wörter/Kapitel und mal schauen wie viele es im Endeffekt sein werden.

Jetzt ist der Beitrag doch länger geworden als gedacht. Ich wollte euch einfach mal zeigen, wie ich das jetzt alles angegangen bin. Eigentlich hatte ich dafür Charakterbögen und Plotplan im Gepäck, aber vielleicht kommt das ja alles beim nächsten NaNoWriMo zum Einsatz.

Nimmt ihr auch daran teil? Wenn ja wie weit seid  ihr? Oder ist so etwas nichts für euch?

LG

Sonntag, 15. November 2020

#337 Bücherregal - Eifel-Blues(Kurzrezension)

 


TitelEifel-Blues(Siggi Baumeister 1. Fall)
AutorJacques Berndorf
VerlagGrafit Verlag
GenreKrimi/Eifelkrimi
Seiten253 Seiten
Meine Bewertung
3,5/5

 Inhalt

Laut der Bundeswehr kam es neben einem Munitionsdepot zu einem Eifersuchtsdrama bei dem drei Menschen erschossen wurden. Doch es gibt Gerüchte und man munkelt, dass da jemand nur etwas vertuschen möchte. Was hat es mit dem LKW aus der DDR auf sich, der in der Nähe des Tatortes war? Warum möchte niemand darüber reden, wenn es doch nur ein Eifersuchtsdrama war? Und warum passiert so etwas immer, wenn der Journalist Siggi Baumeister gerade Urlaub hat und sich eigentlich nur um seinen Garten kümmern möchte?

Review

In dem recht kurzweiligen Krimi fällt besonders das starke Lokalkolorit auf. Das alles spielt in dem fiktiven Ort Hohbach(Vorlage war unter anderem das Nike-Raketensilo in der Nähe von Blankenheim) und erinnerte mich stark an die unzähligen Eifeldörfchen in denen es viele alte Bauerhöfe und Fachwerkhäuser gibt. Und das Dorfmenschen gerne tratschen spielt in diesem Buch auch eine Rolle.
 
Während dem Lesen merkt man auf alle Fälle immer wieder, wie sehr sich die Technik in den letzten dreißig Jahren verändert hat. Telefonzellen gibt es ja so gut wie gar nicht mehr und Fotos werden auch nur noch sehr selten analog angefertigt. Und die DDR gibt es auch nicht mehr. Es ist auf jeden Fall so etwas wie eine spannende Zeitreise, die man in dem Krimi macht. 

Leider ist der Einstieg etwas schleppend und ich hatte meine Schwierigkeiten reinzukommen. Die ersten 100 Seiten ist die Handlung etwas holprig und manchmal weiß man nicht so recht, wo das alles noch hinführen soll. Schließlich ist kein wirklich roter Faden zu erkennen und die Figuren handeln auch nicht immer nachvollziehbar und logisch. So wirklich viel erfährt man zu Beginn nicht über diese, weshalb es mir unglaublich schwer viel manches korrekt einzuordnen. Die Darstellung der Bundeswehr ist fragwürdig und man weiß nicht so recht, ob es einfach nur an der Entstehungszeit lag(Ende 1980) oder an anderen Dingen. 


Fazit

Da ich gerne mehr Eifelkrimis lesen möchte werde ich der Reihe definitiv eine Chance geben. "Eifel-Blues" ist auf jeden Fall ein humorvoller Krimi, den man allein wegen der Länge gut zwischendurch lesen kann. Hoffentlich ist der Schreibstil in den nachfolgenden Bänden weniger holprig.

Freitag, 13. November 2020

#336 Bücherregal - Besserwissen mit dem Besserwisser

  







Titel(Deutsch)  Besserwissen mit dem Besserwisser
AutorSebastian Klussmann
VerlagUllstein Verlage
GenreNachschlagewerk
Seiten272 Seiten
Meine Bewertung
4/5


Ich bedanke mich hiermit recht herzlichst bei Netgalley.de für das Bereitstellen eines Rezensionsexemplares.


 Inhalt

Wie kann man auf ganz leichte Art und Weise seine Allgemeinbildung verbessern? Dazu hat der Quiz-Champion Sebastian Klussmann einige wertvolle Tipps, denn regelmäßig stellt er sein Wissen bei Quizmeisterschaften und in der ARD bei "Gefragt - Gejagt" unter Beweis. Zusätzlich enthält der Buch über 100 Fragen, die mal mehr und mal weniger kniffelig sind. 

Review

Man erfährt wirklich viel über den Werdegang von Herrn Klussmann und wie er es letztendlich in die Show "Gefragt - Gejagt" geschafft. Dort ist er ja als Jäger tätig und gefühlt weiß er einfach auf alles eine passende Antwort. 

Eigentlich hatte ich fest damit gerechnet irgendetwas über geniale Strategie zu lesen, damit ich am Ende genauso glänzen kann wie der Autor. Jedoch greift er einfach nur auf altbewährte Taktiken zurück und da er diese so oft ausführt, hat sich einfach eine ganze Menge Wissen angesammelt. Ein wenig enttäuscht war ich schon darüber, aber so weiß ich wenigstens woran ich anknüpfen kann und dass ich bisher alles richtig beim unnützen Wissen merken gemacht habe. Man muss halt einfach dran bleiben und sich durchbeißen und immer wieder neue Verknüpfungen zwischen dem bereits gelernten bauen um wirklich fundiertes Wissen ansammeln zu können. Leider wird das heutzutage kaum noch in der Schule gelehrt und auch das wird im Buch angesprochen. 

Was ich wirklich gelungen fand war die Liste am Ende des Buches, wo allerhand Apps, Webseiten und Bücher vorgestellt werden die einem weiterhelfen sollen. Ich hab mir auf alle Fälle erst einmal alle interessanten Bücher notiert und werde gewiss in Zukunft das ein oder andere davon lesen, da diese wirklich interessant klingen. 

Das Cover ist recht typisch für das Genre und ich finde es gut, dass er darauf sein Markenzeichen das Blumenhemd trägt. Ich hätte lediglich eine Karikatur oder Zeichnung von ihm vorgezogen, da so ein Foto sich einfach nicht von der Masse abhebt, aber das ist ja Geschmackssache.

Was ich total anstrengend fand beim eBook waren die ganzen Quizfragen. Wenn man nachher von den Antworten wieder zurück zur ursprünglichen Frage wollte kam man oft an einer ganz anderen Stelle raus und dann musste man erst einmal hin- und her wischen um die Fragen wieder zu finden. Leider waren die Fragen sehr speziell und so musste ich viele Antworten nachschauen. Man lernt auf jeden Fall eine Menge beim Beantworten dieser und deshalb ist es ganz gut, dass ich eben nicht alle beantworten konnte.


Fazit

Allgemeinbildung ist einfach unheimlich wichtig und vor allem ermöglicht es einem an Diskussionen teilzunehmen und sich eine eigene Meinung zu bilden. Genau dabei hilft einem das Buch und ich finde es gut, wie locker der Autor rüber kommt. Er wirkt nicht überheblich und gibt immer wieder wertvolle Tipps und gesteht sich Fehler ein. Vor allem fand ich es schön, dass er eben nicht bierernst geblieben ist und mir sagt sein bissiger Humor zu. Obwohl das Buch relativ wenige Seiten hat macht es Sinn immer wieder Lesepausen einzulegen, um die Informationen richtig aufnehmen zu können. Mich hat der Ratgeber auf alle Fälle gut unterhalten und deshalb gibt es 4 von 5 Sternen. 

Mittwoch, 11. November 2020

#43 Booktalk - The dangerous art of blending in

    Hallo,


vor kurzem hatte ich "The dangerous art of blending in" von  Angelo Surmelis gelesen und deshalb gibt es heute den passenden Booktalk, da ich gerne auf einige Handlungsstränge genauer eingehen möchte.




TW: Missbrauch, Homophobie, Gewalt

Über all die Jahre hinweg wurde dem 17-jährigen Evan Panos unmissverständlich von seiner griechischen Mutter klar gemacht, dass er besser nie das Licht der Welt erblickt hätte. Sein Vater meidet jeden Konfrontation und sieht oft stumm dabei zu. Und dann ist da noch sein bester Freund Henry, zu dem er sich auf einmal hingezogen fühlt. Doch Evan hat bisher immer versucht unter keinen Umständen aufzufallen und niemanden einen Angriffspunkt zu bieten. Kann er wirklich Henry an sich heran lassen? 

Erst einmal möchte ich vorweg anmerken, dass hier der Booktalk einige Spoiler enthält. Ich gehe nicht explizit auf die einzelnen Stellen ein, jedoch finde ich es wichtig vor allem bei so einem Buch die Problempunkte zu benennen.

Was mir wirklich positiv an dem Buch aufgefallen war beim Lesen ist der Umgang mit Gewalt. Hier wird nichts geschönt oder romantisiert und oft musste ich das Buch auf Seite legen, weil ich einfach nicht mehr weiter lesen konnte. Solche Geschichten nehmen mich immer sehr mit und ich finde es unglaublich wichtig, dass diese Gehör bekommen. Zudem berichtet der Autor hier teilweise von eigenen Erfahrungen, da er selbst mit 5 Jahren samt seinen Eltern von Griechenland in die USA zog.

Vor allem der Schreibstil ist mir aufgefallen, denn vieles wird gar nicht erläutert und man muss quasi zwischen den Zeilen lesen um bestimmte Dinge zu verstehen. Man merkt einfach wie abgestumpft/emotionslos Evan durch den jahrelangen Missbrauch wurde und anders halt nicht mehr damit zurechtkommt. 

Trotzdem ziehe ich zwei Punkte ab, da mir vor allem ein Handlungsstrang total negativ auffiel. Und leider trifft man das in vielen YA-Romanen an, die das Thema Missbrauch haben. Evan merkt im Laufe der Handlung, dass er mehr für Henry empfindet. Und das finde ich nicht ganz nachvollziehbar, schließlich verbirgt Evan ja sehr viel vor seinen vermeintlichen Freunden und führt quasi ein Doppelleben. Er setzt alles daran nicht aufzufallen und hält seine komplette Gefühlswelt unter Schluss, schließlich kann er niemanden an sich heran lassen aufgrund seines Lebensumfelds. Wie wahrscheinlich ist es also, dass ein Mensch sich ernsthaft in jemand anderen verliebt? Vor allem an einer Stelle fällt es beim lesen total auf und da könnte man fast zu dem Schluss kommen, dass Evan nur den Prinz auf dem weißen Pferd brauchte um mit der Situation klar zu kommen. 

Und da sind wir schon bei einem weiteren Punkt, denn diese romantische Beziehung wirkt alles andere als auch nur annähernd förderlich in dieser Situation. Zeitweise hatte ich das Gefühl als würde Evan dem nur zustimmen, weil er eben nie die Möglichkeit hatte ein Selbstbewusstsein aufzubauen und auch keine anderen Freunde zu dem Zeitpunkte hatte. Und Henry macht es ihm auch nicht gerade leicht, denn er beharrt ja auf seine Bedürfnisse und vergisst dabei vollkommen warum Evan eben so ist wie er ist. Ein wenig kann man aufgrund ihres Alters darüber hinwegsehen, jedoch finde ich genau diese Tropes in Jugendbüchern immer sehr schwierig. So eine romantische Beziehung ist nun einmal keine Lösung und oft geht der Missbrauch in abgeänderter Form für Betroffene in eben jenen Beziehungen weiter. Und genau das passiert hier scheinbar, denn Evan wird doch sehr überrumpelt von Henry und stimmt vielem was dieser macht noch nicht einmal zu. Und Henry scheint es wohl nicht ganz klar zu sein, dass er sehr übergriffig handelt. Natürlich ist genau das Szenario realistisch, jedoch sollte man in einem Jugendbuch wenigstens anmerken wie gefährliche solche toxischen Beziehungen sind und sie nie die Wunden heilen können, die durch jahrelangen Missbrauch entstehen.

Bücher über Themen wie Missbrauch sind immer schwer zu bewerten und deshalb ist auch die Rezension etwas länger geworden. Mich hat die Handlung auf alle Fälle sehr mitgenommen und aus dem Grund wollte ich erst etwas mehr als 3 Sterne geben. Jedoch finde ich es immer anstrengend wenn solche Themen genutzt werden um bestimmte Wunschgedanken dem Leser näher zu bringen. Natürlich wünsche ich mir als Leser für Evan eine Rettung, aber so ein Prinz auf dem weißen Pferd hinterlässt immer einen sehr bitteren Nachgeschmack und ich hätte mir einfach ein realistischeres Ende gewünscht. 

Kennt ihr das Buch? Wie findet ihr es?

Viele Grüße

Sonntag, 8. November 2020

#335 Bücherregal - Jeder kann zum Mörder werden(Kurzrezension)

 


TitelJeder kann zum Mörder werden
AutorNahlah Saimeh
VerlagPiper Verlag
GenreTrue Crime
Seiten254 Seiten
Meine Bewertung
4/5

 Inhalt

In diesem Buch beleuchtet die forensische Psychiaterin Nahlah Saimeh einige ihrer Fälle und zeigt, dass manche Menschen andere aus Einsamkeit oder Selbsthass töten. Sie macht immer wieder deutlich wie wichtig ein menschlicher Umgang mit den Tätern trotz der Morde ist. Und wie wichtig ein psychiatrisches Gutachten zur Feststellung der Schuldfähigkeit ist. Unter anderem geht es um einen Fall, bei der eine junge Frau ihre Neugeborenen tötete und diese im Kleiderschrank versteckte.


Review

Besonders gut hat mir die Erzählweise gefallen, also wie die Autorin die einzelnen Fälle beschreibt und für den Leser verständlich wiedergibt. Mittlerweile gibt es ja unzählige Bücher in dem Genre, die sich mit den Ermittlungen und nur wenig mit den Tätern an sich beschäftigen. Hier ist es jedoch so, dass der Hauptfokus auf der Psyche der Täter/in liegt und man erfährt dadurch viel über die Arbeit von forensischen Psychiaterin und natürlich was diese Gutachten am Ende für eine Rolle bei Gerichtsprozessen spielen. Was ich diesbezüglich auch noch hervorheben möchte ist, dass hier durchaus Fälle beschrieben werden in denen der Täter eben nicht psychisch krank ist und deshalb voll schuldfähig. Es wird immer wieder betont wie wichtig die Gutachten sind und was für ein Unterschied sie beim Strafmaß machen. 

Immer wieder wird erwähnt, dass eine Unterbringung in der Psychiatrie kein Ticket in die Freiheit ist wie viele zu Unrecht annehmen. Und es wird ausführlich erläutert was es überhaupt bedeutet, wenn ein Täter in der forensischen Psychiatrie untergebracht wird und was dort mit diesem geschieht.

Der Schreibstil beinhaltet keine Effekthascherei und ist stattdessen eher nüchtern. Die Autorin geht respektvoll mit den Tätern um und gibt dabei Einblicke in die Gespräche, anhand derer sie die Gutachten erstellte. Man merkt recht schnell, dass eine forensische Psychiaterin das alles komplett anders einordnet als ein Polizist oder Richter.


Fazit

Alles in allem handelt es sich hier um ein gutes True-Crime Buch, bei dem vor allem die Psyche der einzelnen Täter/innen im Vordergrund steht. Die These "Jeder kann zum Mörder werden" wird anhand von 9 Fällen eindringlich beleuchtet und es wird mit vielen Vorurteilen aufgeräumt. Mir war das Buch einfach zu dünn und deshalb gibt es einen Stern Abzug.

Freitag, 6. November 2020

#334 Bücherregal - Legend

 



Titel(Deutsch)Legend - Fallender Himmel
Titel(Englisch)Legend
AutorMarie Lu
VerlagPenguin
GenreYoung Adult/Dystopie
Seiten304 Seiten
Meine Bewertung
4/5

 Inhalt

Vor langer Zeit war das Gebiet der Republik noch unter dem Namen westliche Teil der "USA" bekannt. Doch das ist längst vorbei und mittlerweile befindet sich die Republik im ständigen Krieg mit den benachbarten Kolonien. Die 15-jährige June wurde in eine reiche, elitäre Familie geboren und früh war klar, dass sie später in den oberen Reihen beim Militär dienen wird. Für Day jedoch sieht der Alltag ganz anders aus, denn er wurde in den Slums geboren und er steht auf der Fahndungsliste ganz oben. Als eines Tages der Bruder von June ermordet wurde ist schnell klar, dass wahrscheinlich Day dahinter steckt. Und so begibt sich Day auf die Jagd und bringt eine Wahrheit ans Licht, die ihr komplettes Weltbild erschüttert.

Review

An sich ist es auf alle Fälle eine sehr interessante dystopische Welt über die man im ersten Band recht wenig erfährt. Man erfährt mehr als genug um sich zurecht zu finden und schon jetzt wirkt es wie eine vielschichtige Welt. Vor allem eine erwähnte Theorie während der Handlung klingt wirklich sehr grausam und oft habe ich mich gefragt, ob Menschen wirklich zu so etwas in der Lage sind. Und wenn man es genau nimmt, dann ist das alles gar nicht so weit hergeholt, was wirklich nachdenklich stimmt. 

Durch das rasante Handlungstempo und weil es einfach unglaublich spannend war hatte ich das Buch ziemlich schnell und in nahezu einem Rutsch durch gelesen. Zusätzlich trägt die actionreiche Erzählweise dazu bei und die rasanten Ort- bzw. Perspektivwechsel. Denn die Geschichte wird abwechselnd von June und Day erzählt, die beide auf den ersten Blick unterschiedlicher nicht sein könnten. Da in beiden Fällen aus der Ich-Perspektive erzählt wird erfährt man viel über deren Gedanken- und Gefühlswelt, was das alles viel düsterer und beängstigender erscheinen lässt.

Was mich so richtig irritiert hatte war das Alter der Protagonisten. Sie sind erst 15 Jahre alt und handeln sehr erwachsen, was aber wahrscheinlich auch ihren Lebensumständen geschuldet ist. Oft habe ich mich dabei ertappt wie ich mir in Gedanken zwei Mitte 20-jährige vorgestellt hatte und war dann sehr überrascht, wenn dann zufällig ihr richtiges Alter erwähnt wurde. Vielleicht wird ja in den nachfolgenden Bänden darauf eingegangen warum die beiden so nicht ihres Alters entsprechen agieren. Mir reicht die bisher gegebene Erklärung einfach nicht aus, obwohl sie an sich durchaus Sinn ergibt.

Ein weiterer Kritikpunkt ist die teilweise vorhersehbare Handlung. Leider ist sie ähnlich vieler anderer YA-Dystopien und das hat einfach die Spannung gedämpft. Man wusste einfach sehr früh auf was das alles hinaus laufen wird, was einfach nur schade ist. Wobei mir hier im Vergleich zu anderen Büchern in dem Genre die Handlungsgeschwindigkeit total zugesagt hatte und die Handlung an sich fühlte sich auch nicht flach und ausgelutscht, obwohl ja die Ideen an sich nichts neues waren.

Am schlimmsten am dem ganzen Buch fand ich das Ende und auch nur weil es ein offenes ist. Und es sich deshalb so anfühlt als hätte man aus welchen Gründen auch immer die Handlung geteilt. Wahrscheinlich wenn man Band 1 und 2 zusammen legen würde, dann würde einiges mehr Sinn ergeben. So weiß man gar nicht warum die Republik sich im Krieg mit den Kolonien befindet und warum das Leben in der Republik so stark kontrolliert wird. Und warum das Schicksal eines jeden Bewohners im Alter von 10 Jahren festgelegt wird.



Fazit

Der erste Teil der Reihe macht auf jeden Fall Lust auf mehr und ich hoffe die restlichen Teile noch dieses Jahr lesen zu können. An sich ist es allein aufgrund der 300 Seiten eine eher kurzweilige Dystopie und man hat sie sehr schnell durch gelesen.

Mittwoch, 4. November 2020

Lesemonat Oktober

 

 


Guten Morgen, 

der Oktober ist ja jetzt schon einige Tage vorbei und deshalb gibt es heute den entsprechenden Lesemonat. Dieses Mal habe ich einige Bücher gelesen und bin im Nachhinein doch erstaunt darüber, wie viel ich vor allem in der zweiten Monatshälfe gelesen hatte. Der Inktober hatte doch mehr Zeit in Anspruch genommen als gedacht, weshalb ich jetzt gar nicht so viel für den Blog bzw. die FFs geschrieben hatte. Insgesamt habe ich für den Blog 13.574 Wörter(veröffentlichte Beiträge) und für meine FFs 5.207 Wörter geschrieben. Das macht insgesamt 606 Wörter pro Tag.
  • Herr Sonneborn geht nach Brüssel von Martin Sonneborn, 4/5 Sternen
  • Chain of Gold von Cassandra Clarke, 2,5/5 Sternen
  • Nebel im August von Robert Domes, 4/5 Sternen
  • Looking for Alaska von John Green, 2/5 Sternen
  • Eifel Schnee von Jacques Berndorf, 3/5 Sternen
  • The dangerous art of blending in von Angelo Surmelis, 3/5 Sternen
  • The Language of Thorns von Leigh Bardugo, 4/5 Sternen
  • The Upside of Unrequited von Becky Albertalli, 2/5 Sternen
  • Schandfleck von Mila Wolf, 4/5 Sternen
  • A Clockwork Orange von Anthony Burgess, 4/5 Sternen

10 Bücher | 3.334 Seiten | 334 Seiten/Buch | 108 Seiten/Tag
- Comic | - Graphic Novel | - Light Novel | 4 Manga
durchschnittliche Bewertung: 3,25/5
Verlage: 10
bereiste Länder: 5
Genre: 5(1xKlassiker, 2xKrimi, 1xSachbuch, 4xYA, 2xYA-Fantasy)

Highlight: Nebel im August von Robert Domes

Flop: Looking for Alaska von John Green
The Upside of Unrequited von Becky Albertalli

In dem Buch "Herr Sonneborn geht nach Brüssel" von Martin Sonneborn erzählt der Abgeordnete der Partei "Die Partei" von seiner Arbeit im EU-Parlament. Mir hatte das Hörbuch wirklich gut gefallen, da er viel über nicht so bekannte Dinge berichtet. Und sein trockener, spitzer Humor sagt mir einfach zu. Das Buch handelt übrigens über seine 1. Amtsperiode von 2014-2019 im EU-Parlament, also ist es nach wie vor topaktuell.

Dann habe ich "Chain of Gold" von Cassandra Clarke gelesen, in dem es um Shadowhunter geht. Und ich frage mich immer noch, warum das Buch so beliebt ist. Mir waren es einfach zu viele Charaktere und zu viel Dialog und somit zu wenig Handlung. So ganz durch gestiegen bin ich nicht um was es geht und ich war mehrere Male kurz davor das Buch abzubrechen, da ich ständig mit den Charakteren durcheinander kam. Ich kann nur jedem den Tipp geben sich im Vorfeld einen Stammbaum im Internet rauszusuchen um nicht den Überblick zu verlieren.
 
Und in "Nebel im August" von Robert Domes geht es um Ernst Lossa, der während des II. Weltkrieges in einer Heilanstalt den Gnadentod erhielt, obwohl er geistig und körperlich vollkommen gesund war. Den Fim hatte ich ja schon vor ein paar Jahren gesehen und die ganze Zeit wollte ich ja die entsprechende Buchvorlage lesen, was ich nun endlich einmal geschafft habe. Das Buch liefert unglaublich viele Informationen über die Zeit bevor Ernst Lossa nach Kaufbeuren in die Heilanstalt kam und natürlich die Gründe, die zu seiner Unterbringung führten. Es führt halt eins zum anderen und es zeigt einfach, dass auch der Teil der Geschichte niemals vergessen werden darf.

In "Looking for Alaska" von John Green geht es um Miles, der in der Boarding School Alaska kennen lernt. Mir hat das Jugendbuch jetzt nicht so zugesagt, da es hauptsächlich um Alkohol und Drogen ging. Und auch sonst verhalten sich die Minderjährigen sehr fragwürdig und nie gibt es groß nennenswerte Konsequenzen für ihr Verhalten. Und vor allem bei Jugendbüchern sollte man als Autor darauf achten die eigenen Leser an die Hand zu nehmen und ihnen zu zeigen, dass so ein Verhalten immer zu Kosequenzen führt.

Dann habe ich  "Eifel-Schnee" von Jacques Berndorf gelesen in dem es um Drogengeschäfte in der Eifel geht. Mir hat der eher kurzweilige Krimi ganz gut gefallen und der Autor hat es mal wieder geschafft, die Eifel samt ihrer Bewohner treffend zu beschreiben.

Im Jugendroman "The dangerous art of blending" in von Angelo Surmelis geht es um den 17-jährigen Evan, der von seiner Mutter missbraucht wird und anfängt tiefer gehende Gefühle für seinen Freund Henry zu entwickeln. Hierzu wird es in den nächsten Wochen einen Booktalk geben, da ich gerne ausführlicher begründen wollte was mich an dem Buch so stört. An sich hat mich die Handlung wirklich mitgenommen und ich musste auch oft Lesepausen einlegen, weil eben der Missbrauch so einen großen Raum einnimmt und nicht geschönt wird. Deshalb finde ich es auch so extrem schlimm, dass da ausgerechnet noch wie im Klappentext angegeben eine romantische Beziehung eine Rolle spielen musste. Wenn man das alles ordentlich verpackt kann es klappen, aber leider hat es hier ganz so gut geklappt.

"The Language of Thorns" von Leigh Bardugo beinhaltet einige Kurzgeschichten, die im Grishaverse(Genre: Fantasy) spielen. Mir hat die Sammlung wirklich gut gefallen und aus dem Grund möchte ich unbedingt noch einmal die Reihe von vorne anfangen. Vor vielen Jahren hatte ich den ersten Teil "Shadow and Bone" gelesen und als ich letztens "Six of Crows" angefangen hatte zu lesen war mir aufgefallen, dass irgendwie mein ganzes Wissen über die Reihe weg ist. Aus dem Grund hatte ich das Buch auch abgebrochen. Mal schauen, ob ich in 2021 die komplette Reihe schaffe.

In "The Upside of Unrequited" von Becky Albertalli geht es um 17-jährige Molly, die schon 26 Mal unglücklich verliebt war. Mir hat das Buch nicht gefallen und deshalb gibt es auch im November einen Booktalk, in dem ich näher auf die Gründe eingehen werde. Es ist einfach immer wieder total ärgerlich, wenn Alkohol und toxische Verhaltensweisen gegenüber Freunden in Jugendbüchern romantisiert werden und genau das ist hier leider Fall.

Der Krimi "Schandfleck" von Mila Wolf erzählt die Geschichte einer Frau, die sich nach vielen Jahren dazu entschließt endlich die Wahrheit zu sagen, auch wenn sie sich damit in ihrer Heimat viele Feinde macht. Mir hat der kurzweilige Krimi wirklich gut gefallen, denn vor allem das Dorfleben sowie der Missbrauch werden realistisch beschrieben. Einige Male musste ich den Krimi auf Seite legen, weil einige Missbrauchsszenen recht ausführlich beschrieben wurden.

In "A Clockwork Orange" von Anthony Burgess geht es um eine dystopische Zukunftsversion, in der nach Nachteinbruch verschiedene Gangs die Macht übernehmen. Es war aufgrund der Sprache der Jugendlichen ziemlich schwer die Handlung zu verstehen, aber ab ungefähr 1/4 ging es einigermaßen. Es kommen vorwiegend explizite Gewaltszenen vor und genau das hat mich nachdenklich gestimmt. Wahrscheinlich werde ich noch einige Zeit brauchen, bis ich die Handlung vollends verstanden habe und sie somit auch besser einordnen kann. Es passiert auf den wenigen Seiten so viel Schlimmes, dass es mir richtig schwerfällt die passenden Worte dafür zu finden.

Kurz bevor die Coronaampel auf rot hier im Landkreis sprang hatte ich ja mehrere Bücher im öffentlichen Bücherschrank getauscht/ausgeliehen und die werde ich denke ich mal bis zum Ende des Jahres alle lesen. Und da es nur 5 Stück sind wird es wohl eher kein Problem sein.  So ganz weiß ich noch nicht, wann und ob ich die nächste Zeit noch einmal dort Bücher ausleihen werde. Hier sind die Zahlen innerhalb von wenigen Tagen von 25 auf über 109 pro 100.000 gesprungen und da der Schrank auf einem recht belebten Platz steht, habe ich beschlossen ihn trotz bestehender Maskenpflicht in dem Bereich zu meiden. Leider gibt es genug, die sich nicht dran halten oder man könne ja einfach die ganze Zeit rauchen um die Pflicht zu umgehen. 



Für November habe ich mir den Nanowrimo fest vorgenommen und ich bin ganz gespannt darauf, ob ich wirklich bis zum Schluss durchhalten werde. 50.000 Wörter sind ja eine ganze Menge Wörter, aber dafür hatte ich ja auch den Oktober genutzt um mich ordentlich auf diesen Schreibmarathon vorzubereiten. Wenn man schon einmal den Plot grob skizziert hat geht es ja ohnehin nur noch ums ausarbeiten und somit dürfte das alles kein Problem darstellen. Und ich will mir ja endlich einen ausführlicheren Schreibstil angewöhnen, also ist es die perfekte Übung dafür. Bisher habe ich für 10 Kapitel den Plot ganz knapp vorskizziert und wenn ich pro Kapitel 3.000 Wörter schreibe, dann müsste ich mir noch für ganze 6 Kapitel etwas überlegen. Mitte November werde ich ungefähr näheres zu all dem verraten, nur mal so viel vorweg: Es wird eine romantische Geschichte ohne Drama. Momentan brauche ich das einfach und deshalb hatte ich mich für das Thema entschieden.

Ansonsten hoffe ich einmal auf einen halbwegs ruhigen November. So wirklich viel vorgenommen habe ich mir nicht, außer halt meine Projekte weiter zu verfolgen. 
LG

Sonntag, 1. November 2020

#333 Bücherregal - Wie Eulen in der Nacht(Kurzrezension)

 



TitelWie Eulen in der Nacht
AutorMaggie Stiefvater
VerlagKnaur
GenreYoung Adult Fantasy
Seiten320 Seiten
Meine Bewertung
2/5

 Inhalt

Für viele ist ein Wunder die letzte Rettung und aus diesem Grund machen sich viele auf eine Reise in die Wüste zu der Familie Soria, die bekannt dafür ist Wunder vollbringen zu können. Doch nicht immer sind die Pilgerer bereit dafür diese in Empfang zu nehmen und den Sorias ist es verboten denjenigen dabei zu helfen. Und dann passiert etwas, was nicht passieren soll. Denn der Heilige Daniel hilft einer Pilgerin dabei das Wunder zu vollenden und so sucht ihn die Dunkelheit heim. 

Review

Um ehrlich zu sein habe ich nach wie vor keine Ahnung was mir das Buch eigentlich sagen möchte und das passiert wirklich selten. 

Ein wirklich großes Problem ist einfach, dass nie so wirklich klar wird wo es spielt und es scheinbar keine komplett eigene Fantasywelt ist. Immer wieder wird auf Dinge Bezug genommen, die wirklich passiert sind und das irritiert total beim Lesen. So lassen einen gewisse Szenen einfach nur extrem verstört zurück und die sind alle so zufällig verstreut, dass sie einfach keinen Sinn ergeben. Es wirkt ganz so als hätte die Autorin versucht dem Ganzen eine gewisse Würze zu geben und somit die Grundatmosphäre zu drücken, was aber gnadenlos misslingt. Diese verstörenden Szenen sind auf eine sehr groteske Art fast schon absurd lustig, da es mehr als einen Ticken zu brutal ist und man einfach merkt, dass sich zu sehr bemüht wurde. Vor allem einige Szenen am Ende ergeben einfach absolut keinen Sinn und wirken dadurch einfach nur deplatziert. 

Auch sonst wirkt es meist so als würde alle Übergänge zwischen den Szenen fehlen und somit erscheint alles sehr chaotisch.

Und dann fehlt halt nahezu der komplette Weltenaufbau, was bei der geringen Seitenanzahl jetzt nicht verwunderlich ist. Somit weiß man nur ganz grob um was es geht und um diese ganzen Geschichte zu verstehen braucht es einfach viel mehr an Erklärungen. Warum sind die Pilger an diesem Ort? Warum darf mit ihnen nicht gesprochen werden? Es gibt unzählige Charaktere, die jedoch bis zum Schluss blass und austauschbar bleiben und somit hatte ich große Schwierigkeiten diese auseinander zuhalten. 


Fazit

Zusammenfassend lässt sich auf alle Fälle schreiben, dass ich mir einfach mehr erhofft hatte. In meinem Kopf sind einfach zu viele Fragezeichen übrigen geblieben und ich frage mich immer noch, was ich da überhaupt gelesen habe. Es fühlt sich so an als hätte man Stoff für ein 500 Seiten Buch auf 300 Seiten komprimiert und das hat absolut nicht geklappt. Fantasy lebt nun einmal vom Weltenaufbau und der findet hier definitiv nicht statt.