Montag, 20. November 2017

Montagsfrage




Hallo :)

Und zu später Stunde gibt es die Antwort auf die heutige Montagfrage.

Besitzt du Merchandise zu bestimmten Buchreihen, z. B. Lesezeichen, Tassen, Kunstdrucke etc.?

Sowas besitze ich nur von Harry Potter und dann zu meiner Schande auch ziemlich viel. Von Gläser über Taschen, bin hin zu Socken und Figuren. Aber bemühe ich mich mittlerweile nur noch Sachen zu kaufen, die man im Alltag auch brauchen kann wie Kleidung. So wirklich würde ich es nicht als Sammelwut bezeichnen, da ich mir wirklich sehr selten etwas neues dazu kaufe.

Und wie sieht es bei euch so aus?

Habt einen schönen Start in die Woche

Freitag, 17. November 2017

#54 Bücherregal - Unter Unter den Linden


TitelUnter Unter den Linden
AutorNike Mangold
VerlagIndependently published
ISBN-13978-1521460276
GenreDystopie
Seiten241 Seiten
Meine Bewertung




 Inhalt

2120 ist nicht mehr viel von der heutigen Welt übrig. Julias Eltern beschließen nach Berlin zu ziehen, doch auch dort zerfällt die Stadt immer mehr. Von einem Klassenkameraden erfährt Julia, dass sich die Reichen unter Berlin zurückgezogen haben. Da sie nichts mehr zu verlieren hat macht sie sich mit ein paar Klassenkameraden auf die Suche nach "Unter Unter den Linden".

Review

Das Buch ist wirklich spannend und ich hätte gerne mehr davon gelesen. Es ist einfach einmal eine etwas andere Idee von einer dystopischen Welt. Es ist durchgehend düster und beängstigend und ich fand es teilweise etwas gruselig, wie wenig von der heutigen Welt übrig geblieben ist.
Der Schreibstil ist angenehm. Man weiß bei jedem Kapitel wo es spielt und vor allem wann, was ich sehr gut finde. Es wird alles sehr detailreich beschrieben, weshalb man sich alle Orte leicht vorstellen kann.
Julia ist als Hauptcharakter sehr sympathisch, da sie nicht blauäugig an alles beim erkunden herangeht und Sachen hinterfragt. Sie kommt vom Land und durch ihren Vater zieht sie in die Stadt und diesen starken Kontrast zweier Lebenswelten merkt man immer wieder beim lesen.
Allgemein sind die Hauptcharaktere sehr vielschichtig und grundverschieden, weshalb es oft zu Reibungen kommt. Dadurch gibt es viel Abwechslung und auch viele unerwartete Wendungen.

Mich hat die Sache mit den Pillen ein klein enig gestört, da die Idee dahinter etwas unausgereift wirkt. Irgendwie habe ich mir davon etwas mehr erwartet.


Fazit

Obwohl das Buch eher düster ist gibt es auch viele lustige Stellen. Es ist typisch Jugendroman und ein gutes Buch für zwischendurch. Ich kann es deshalb auch nur weiterempfehlen.



Ich bedanke mich hiermit recht herzlichst bei Nike Mangold für das Bereitstellen eines Rezensonsexemplares.

Donnerstag, 16. November 2017

#53 Bücherregal - Terminal 3


TitelTerminal 3: Thriller
AutorIvar Leon Menger
VerlagBastei Lübbe Taschenbuchverlag
ISBN-139783404169481
GenreThriller
Seiten400 Seiten
Meine Bewertung

 Inhalt

Das Buch erzählt Geschichten aus dem Alltag von Lennard Fanlay, welcher der Sicherheitschef im Terminal 3 des Abraham Norton Airport in San Francisco ist. In der ersten Geschichte tauchen nach und nach Koffer mit Frauenleichen auf im Terminal auf, doch wer diese abstellt ist lässt sich trotz Kameras nicht eindeutig festmachen. Dem Sicherheitschef läuft die Zeit davon, denn im letzten wird sich seine Frau befinden.

Review

Das Buch besteht aus 4 verschiedenen Geschichten und in der Rezension versuche ich auf alle einzeln einzugehen, da sie sich in der Qualität ziemlich unterscheiden.

Die erste Geschichte trägt den Titel "Sterben hat seine Zeit" und die sehr schnellen Perspektivwechsel sind mir nahezu direkt aufgefallen. Dadurch verbringt man viel zu wenig Zeit an einem Ort und es fiel mir deshalb unglaublich schwer mir etwas konkret vorzustellen oder mich in wen hinein zu versetzen. Beim Film oder in einer Serie ist das ja nicht schlecht, aber bei einem Buch eher störend, da man so ganz schnell den Faden verliert.
Leider gibt es viele vollkommen unnötige Informationen, was bei einer so kurzen Geschichten eher störend wirkt.
An manchen Stellen kam mir der Storyverlauf nicht chronologisch und so wusste ich auch nie was da wirklich passiert und was einfach nur eine Rückblende ist. Das hat auch ungemein den Lesefluss gestört.
Auch die Charaktere haben teilweise total unlogisch gehandelt und vieles war auch einfach nur absehbar. Von allen 4 Geschichten hat mir diese hier leider am wenigsten gefallen.

Die zweite Geschichte hat den Titel "Die Sensen des Himmels" und sie beinhaltet viel weniger Grammatikfehler als die erste. Die Handlung ist wie der ersten eher mittelmäßig und hat mich nicht so wirklich angesprochen. Auch bei dieser findet der Perspektivenwechsel zu schnell statt und einige Informationen waren einfach total fehl am Platz.
Mir persönlich kam Lennard viel zu abgebrüht und kalt rüber und für einen der nur als Sicherheitspersonal am Flughafen arbeit habe ich mir etwas mehr Emotionen gewünscht.
Die Bösewichte sind alles andere als sympathische und so wirklich verstanden habe ich sie auch nicht. Zudem gab es viel zu viel irrelevante Informationen über sie, die man besser weggelassen hätte.
Am meisten hat mir die Aktion gefehlt bei dieser Geschichte!

Bei der Geschichte "Tanz der Marionetten" findet ein nicht so schneller Perspektivenwechsel statt. Auch der Schreibstil ist um einiges besser und die Charakter sind um einiges sympathischer. Obwohl es ein angenehmer Lesefluss war fand ich einige Stellen wegen der Sprünge in der Handlung ziemlich verwirrend.

Und die letzte Geschichte mit dem Titel "Weiche Ziele" ist meiner Meinung nach die beste von allen vieren. Es ist eine halbwegs gute Story und ein angenehmer Schreibstil. Leider ist die Handlung an sich gefühlt schon von zu vielen Autoren aufgegriffen wurden, aber im Vergleich zu den anderen 3 Geschichten hat sie mich trotzdem am besten unterhalten. Auch findet keine zu raschen Perspektivwechsel statt.


Fazit
Alles in allem war ich doch ziemlich enttäuscht von diesem Buch. Im Klappentext wird es mit "24" verglichen, weshalb ich so etwas in die Richtung auch erwartet hatte. Stattdessen habe ich mich beim Lesen gelangweilt und ich glaube ich hätte es zum Ende besser abgebrochen. Mir hat es also leider nicht so zugesagt.

Mittwoch, 15. November 2017

Man braucht viel Kraft



Guten Morgen!

In einem anderen Beitrag hatte ich das Thema schon angeschnitten und heute werde ich einmal ein bisschen ausführlicher darüber schreiben.
Während der Zeit nach der Diagnose in 2005 habe ich gemerkt, dass mich die Nervenschmerzen ganz schön verändert haben. Damals war ich mal gerade 14 und es stand wirklich viel auf der Kippe, da manch einer absolut nichts mit der Erkrankung anfangen konnte.
Momentan ist Nervember, das heißt in diesem Monat wird versucht ganz viel auf Nervenschmerzen aufmerksam zu machen.

Oft braucht man einen wirklich langen Atem bis man für sich den richtigen Arzt findet, vor allem wenn die chronische Erkrankung komplex ist. Auch die Medikamente wirken nicht immer direkt und manche kommen mit ziemlich heftigen Nebenwirkungen einher, welche aber mit der Zeit weniger werden.
Wichtig ist es dabei nicht die Geduld zu verlieren. Es gibt halt nicht die eine perfekte Behandlungsmethode, die bei jedem hilft.

Aber es ist auch okay wenn man sich eine Pause gönnt nach Absprache mit dem Arzt und auch diese Gefühle zulässt. Es ist schwer ständig den Mut zusammen zukratzen um einen neuen Arzt aufzusuchen oder eine neue Therapiemethode auszuprobieren. Und es auch nicht leicht Niederlagen wegzustecken.
Es klingt toll, wenn ein kleines Gerät 50 % Schmerzlinderung verspricht, aber wie fühlt sich das an? Wie kann man es festmachen, dass es wirklich so viel oder so wenig wirkt? Und vor allem was macht das mit einem selbst? Und vor allem: Ist es das Risiko wert? Operationen sind nicht ohne und kann man sich das selbst verzeihen, wenn einmal etwas schief geht?
Es ist deshalb vollkommen okay, wenn man solche Entscheidungen nicht über Nacht fällt, da so etwas Zeit braucht. Auch ich hatte mir viel Zeit genommen um über die Operation am Nerv selbst nachzudenken. Ich hätte es mir nie verziehen, wenn ich während der Operation einen Schlaganfall erlitten hätte, aber trotzallem habe ich diesen Schritt gewagt. Denn noch mehr als so etwas hätte ich es mir nie verziehen, wenn ich diesen Schritt nicht gewagt hätte aus Angst vor dem 0,5 % Risiko.
Bei Medikamenten finde ich es auch immer schwer eine klare Linie zwischen Gründe für das weiternehmen oder absetzen zu ziehen, da manchmal die 10 % Wirkung den Unterschied ausmachen und einige Nebenwirkungen tolerierbar machen, die man ansonsten unter keinen Umständen tolerieren würde.

Ich kann jetzt nur für mich sprechen, aber ich finde es äußerst anstrengend diese Medikamentenumstellungen. Und ich hasse es, wenn Menschen meinen man solle sich halt darauf einlassen und um eine Schmerzfreiheit kämpfen ohne überhaupt je selbst in dieser Situation gewesen zu sein.
Ich kämpfe mich lieber zusammen mit den Nervenschmerzen durch den Alltag als nur um eine Schmerzfreiheit zu kämpfen. Ein Arzt meinte, dass man nur hart genug kämpfen muss für die Schmerzfreiheit. Wie kommt ein Mensch auf so einen Gedankengang? Es liegt schließlich nicht ausschließlich an so etwas, dass manch einer halt nicht mehr schmerzfrei wird. Mir sind Ärzte generell viel sympathischer, die nur von einer Verbesserung der Symptomatik als von einer kompletten Schmerzfreiheit sprechen. Deshalb möchte ich mich auch einfach nicht an etwas festklammern, was von vorne herein zum scheitern verurteilt ist in meinem Fall.
An sich ist es ja nicht verkehrt, wenn man das alles als Kampf ansieht. Jedoch sollte man das ganze nicht darauf reduzieren. Ich selbst bezeichne mich an schlechten Tagen als Kämpfer und manchmal gibt mir genau dieser Ausdruck Kraft. Macht mich diese Erkrankung zu einem Superhelden oder einem besseren Menschen? Es drückt nur aus, dass ich durch die Nervenschmerzen halt einige Schwierigkeiten habe. Und es klingt auch viel positiver, wenn man sich als Kämpfer anstatt als Schwächling sieht. Dadurch verläuft man auch nicht so schnell in Gefahr im Selbsthass und Selbstmitleid zu verfallen, da auch ein Kämpfer einmal verlieren kann oder keine Kraft für einen erneuten Kampf hat.
In den Selbsthilfegruppen wo ich wegen den Nervenschmerzen drinnen bin wird oft ein Löwe oder Kämpfer für Bilder benutzt. Und ich finde das fasst gut zusammen was Nervenschmerzen mit einem machen: Man lernt für Dinge zu kämpfen, die für andere selbstverständlich sind. Aber trotzallem würde ich das alles nicht nur als Kampf ansehen! Ich habe allein durch die Erkrankung viele nette Menschen kennen gelernt und ich hab auch gelernt für die einfachen Dinge dankbar zu sein. Ich will die Nervenschmerzen nicht als etwas positives darstellen, da diese einfach etwas absolut schreckliches sind, aber ich will auch nicht die ganzen guten Sachen verleugnen. Diese haben meistens nur geringfügig etwas mit der Erkrankung zu tun um ehrlich zu sein, jedoch existieren sie und das ist die Hauptsache!

Liebe Grüße

PS: Aufgeben ist für mich selbst nie eine Option gewesen, aber ich würde mich nie dazu anmaßen über andere zu urteilen die halt keine Kraft mehr dafür haben sich mit den Nervenschmerzen auseinander zusetzen.
Ich kann nur jedem raten sich psychologische Hilfe zu holen, da diese Erkrankung nicht ohne ist!