Freitag, 15. September 2017

#44 Bücherregal - The Diary: The Complete Story (Loving a Killer)


Titel(Englisch)The Diary: The Complete Story (Loving a Killer)
AutorJulia Derek
VerlagCreateSpace Independent Publishing Platform
ISBN-13978-1544663487
GenreThriller
Seiten360 Seiten
Meine Bewertung
5/5

 Inhalt

Lexi Wood hat ziemlich mit dem Verlust ihres Neugeborenen zu kämpfen. Nachdem sie den schlimmsten Teil ihrer Depression scheinbar überwunden hat findet sie das Tagebuch ihres Mannes. Es scheint ganz so als habe dieser eine Affäre und scheinbar hat er diese auch umgebracht. Was verbirgt ihr Mann noch vor ihr?

Review

Der Hauptteil der Story ist in der Ich-Perspektive geschrieben und somit erfährt man auch ziemlich viel über die Gefühlswelt von Lexi. Ihre Beweggründe und auch Emotionen werden nachvollziehbar beschrieben, was mir auch sehr gefallen hat. Auch ihre Vorgehensweise ist gut beschrieben und es fiel mir auch sehr leicht mich in Lexis hineinzuversetzen.
Es tauchen zudem auch nur ein paar Charaktere auf, weshalb es eigentlich kaum Herumgeplänkel gibt und somit liegt auch der Hauptfokus auf der Handlung selbst.
Anfangs fand ich einiges verwirrend, jedoch werden viele Fragen im dritten Teil des Buches beantwortet und somit macht es dann auch alles wieder Sinn.
Das Buch fand ich durchgehend spannend und es fiel mir ziemlich schwer es aus der Hand zu legen. Zudem merkt man im Laufe der Story, dass die Handlung ganz anders als erwartet verläuft.
Vor allem das Ende hat mir gefallen, da es total unerwartet war.


Fazit

Ich kann das Buch jedem empfehlen, der kein Problem mit intimen Szenen(Bettgeschichten) hat und gerne einmal etwas anderes lesen möchte. Es ist wegen der Thema definitiv nichts für zarte Seelen. An sich ist es auf alle Fälle ein gutes Buch für zwischendurch.

Mittwoch, 13. September 2017

Montagsfrage




Hallo :)

Diese Woche gibt es anstatt den Mittwochsbeitrag einmal die Antwort auf die Montagsfrage von Buchfresserchen.


Liest du mehr Papierbücher oder mehr E-Books, gibt es einen Grund dafür?

Generell lese ich mehr Papierbücher als E-Books, da ich lieber ein richtiges Buch in der Hand habe. Ich mag es einfach die Seiten umschlagen zu können und das Gefühl von Papier generell. Und ich finde einfach, dass Bücher generell sehr schön aussehen!

Die letzte Zeit lese ich jedoch mehr E-Books, damit ich nicht so viel zu schleppen habe und dann kann ich wenigstens die Schrift groß stellen oder den Hintergrund verändern. Ich hasse es unendlich an lauten Orten zu lesen und ich finde es dann auch äußerst schwer Bücher mit klitzekleiner Schrift zu lesen, deshalb habe ich für unterwegs gerne E-Books. Ich lese gerne Horror und meistens finde ich Bücher aus dem Genre auch nur als E-Book.

Auf kurz oder lang werde ich aber wohl komplett auf E-Books umsteigen, da meine Wohnung winzig ist. Eigentlich wollte ich ja wieder regelmäßig in die Bibliothek, jedoch hatte ich da zuletzt immer Probleme gehabt spannende Bücher zu finden.

Und was liest ihr mehr?

Bye

Sonntag, 10. September 2017

Normalität



Guten Tag!

Heute wird das Ganze wieder etwas persönlicher um das Thema Trauer um ein altes Leben und die Akzeptanz von chronischen Nervenschmerzen bzw. chronischen Erkrankungen hervorzuheben. Eigentlich mache ich mir keine Gedanken darum, da ich schon so lange damit lebe. Jedoch hat sich die letzte Zeit viel getan und deshalb geht es heute um dieses Thema.

Man geht davon aus, dass man nach der Diagnose gewisse Stadien verläuft. Als erstes verleugnet man mit unter die Diagnose und hofft darauf, dass diese falsch ist. Danach trifft einen die Wut auf sich selbst, die Erkrankung und vielem anderen. Anschließend trifft einen die Trauer/Depression und man betrauert quasi alles was man durch die Erkrankung verloren hat oder verlieren wird. In der letzten Phase akzeptiert man sein neues Ich und versucht die Kontrolle zurück zu erlangen.

Wenn ich mich so in meinem Bekanntenkreis umschaue, dann haben die letzte Zeit viele geheiratet, Kinder bekommen oder ein Haus gebaut. Manche von denen klettern fleißig die Karriereleiter hoch und wenn ich so auf mein Leben schaue, dann stimmt mich das nachdenklich.
Ich weiß nicht wie glücklich meine Bekannten sind, schließlich ist es leicht zu sagen: "Es ist alles in bester Ordnung". Und wahrscheinlich würde es mir in Sachen Haus und Heirat gerade genauso gehen, aber ich war noch nie einer der sesshaft werden wollte. Deshalb möchte ich es einmal so formulieren: Ich beneide meine Bekannten nicht wegen den Erfolgen, sondern wegen der Normalität. Ich weiß nicht wie groß deren Probleme sind, aber ich hätte gerne wieder weit aus normalere Entscheidungsfragen, die keinen Arzt oder ein Krankhaus beinhalten.
Mit dem Ganzen kommt einher auch die Trauer um ein Stück Leben was ich gar nicht kenne. Wenn man sich selbst als Erwachsener nur mit den Nervenschmerzen kennt, wie soll man sich dann ein Leben ohne diese vorstellen? Als Kind habe ich immer gedacht, dass ich jetzt in dem Alter viele Abenteuer erleben werde und vor allem Spaß haben werde. Das Thema habe ich noch nicht abgehakt, aber durch die Schmerzen muss man so viel berücksichtigen, was halt ein Gesunder nicht berücksichtigen muss. Ich mein was macht man beim Bergsteigen oder im Dschungel, wenn der Fuß(Nervenschmerzen) nicht mehr will? Und auch bei ganz normalen Dingen muss ich Abstriche machen und das fällt mir vor allem in der kälteren Jahreszeit auf wegen den chronischen Gesichtsschmerzen. Für nächstes Jahr habe ich mir auf alle Fälle klettern vorgenommen.

Die Nervenschmerzen habe ich nicht erst seit gestern oder wenigen Jahren. Eigentlich müsste ich diese schon längst mit all ihren Facetten akzeptiert haben. Aber ist das überhaupt möglich? Kann man so etwas tatsächlich vollkommen in sein Leben lassen? Ist es nicht vollkommen normal auch einmal traurig darüber zu sein, dass man halt nicht gesund ist? Es ist schwer jeden Tag wie ein Löwe zu kämpfen, ich kämpfe zwar nicht gegen die Krankheit aber ich kämpfe darum mit der Erkrankung zusammen durch den Tag zu kommen. Und an manchen Tagen finde ich das äußerst schwer.

Liebe Grüße

Freitag, 8. September 2017

#43 Bücherregal - Nothing for ungood


Titel(Deutsch)Nothing for ungood
AutorJohn Maddison
VerlagBastei Lübbe
ISBN-13978-3404606238
GenreHumor
Seiten192 Seiten
Meine Bewertung

 Inhalt

Der amerikanische Autor hat während seiner Studienzeit und auch einige Jahre danach in Deutschland gelebt. Während dieser Zeit hat er einige recht seltsame Angewohnheiten der deutschen kennen gelernt, welche er in diesem Buch näher erläutert.

Review

Das Buch setzt sich zusammen aus vielen kurzen Anektoden, so dass es schnell zu lesen ist und somit wird auch kein Witz "tot" geschrieben.

Immer wieder werden Seltsamkeiten aufgegriffen, die man als Deutscher nicht unbedingt merkt. Jedoch wird auch ziemlich auf Klischees herumgeritten, was aber auch zu erwarten war. Somit ist es auch der perfekte Anlass zur Selbstreflektion und man sollte das Buch definitiv nicht zu ernst nehmen. Der Autor hebt die Unterschiede auf ironische Weise vor und kritisiert auch die Amerikaner. Wobei er als Amerikaner wie zu erwarten die amerikanische Lebensart positiver als die deutsche hervorhebt.
Die deutsche Sprache wird an mehreren Stellen kritisiert und es wird auch die Einfachheit von "the" hervorgehoben. Was die Kritikpunkte an der Sprache an sich angeht muss ich dem Autor zustimmen: Deutch als Fremdsprache ist ziemlich schwer im Gegensatz zum Englisch.
Was ich ganz erstaunlich fand war die Erwähnung des Weißwurstäquator. Viele Bekannte von mir wissen gar nicht was das ist und obwohl es der Autor jetzt auch nicht wirklich erläutert hat, fand ich die Erwähnung ganz gut.
Auch die schwäbische Kehrwoche wird kritisiert und erläutert. Einerseits kann ich den Autor da ja nachvollziehen, aber andererseits gehört das einfach zu der Gegend und die Kehrwoche ist ziemlich bekannt in Deutschland und als abgespeckte Version auch verbreitet.
Das Thema Party feiern wird auch aufgegriffen und das ist einfach in vielen Punkten so war. Wobei ich das auch ganz gut finde, da man so besser planen kann.

Eventuell hätten längere Anekdoten für mehr Tiefe gesorgt, jedoch empfindet das wahrscheinlich jeder anders. Somit wirkt das Buch einfach nur ziemlich verallgemeinernd, was ziemlich schade ist.

Der/die Übersetzter/in gibt immer wieder spitze und auch bissige Kommentare ab. Anfangs war es noch ganz lustig, jedoch ab einem gewissen Punkt haben diese einfach nur gestört. Wenn solche Anmerkungen nur eine persönliche Meinung beinhalten, dann sollte diese meiner Meinung nach einfach weggelassen werden.


Fazit

Das Buch eignet sich gut für zwischendurch, da es leicht zu lesen ist. An sich eignet es sich deshalb auch zum Lesen in den öffentlichen Verkehrsmitteln, da die einzelnen Kapitel sehr kurz sind. Mich hat es relativ gut unterhalten, wobei es jedoch bessere Bücher zu diesem Thema gibt. An sich ist das Buch sehr verallgemeinernd, was aber ganz normal für Bücher dieser Art ist.