Freitag, 20. April 2018

#91 Bücherregal - The society


Titel(Englisch)The society
AutorJudie Andrefski
VerlagEntangled:Teen
GenreRoman
Seiten304 Seiten
Meine Bewertung
3/5

 Inhalt

Auf der Trinity Academy gibt es eine geheime Organisation und um darin aufgenommen zu werden, muss man eine Woche lang teils sehr erniedrigende Aufgaben erledigen. Vorausgesetzt natürlich, dass man überhaupt als Mitglied in Betracht gezogen wird.
Samantha wird nie eine solche Einladung bekommen, schließlich sitzt ihr Vater im Gefängnis. Jessica leitet diese "Society" und hat es sich zur Aufgabe gemacht das Leben von Sam zur Hölle zu machen Aus dem Grund versucht nun Sam die Organisation von innen heraus zu zerschlagen.

Review

Das Buch befasst sich mit dem was passieren kann, wenn Mobbing außer Kontrolle gerät. Mich hat es auf alle Fälle sehr nachdenklich gestimmt.

Sam trifft zufällig einen sehr attraktiven jungen Mann und lässt dafür ihren besten Freund fallen, der ihr auch in den schweren Zeiten beseite stand. Warum muss man ausgerechnet das Klischee erfühlen, dass dieser Junge nicht mehr zur Schule geht und ein Motorrad fährt?
In Bezug auf Ransom wird sehr viel angedeutet, aber nie erläutert. Was ist so schlimm in seinem Leben?
Man hätte die Konsequenzen vom Mobbing und auch der Rache besser herausarbeiten können. Mir erschien die Strafe viel zu milde.
Das Ende hätte man realistischer gestalten können.
Der Handlungsverlauf ist eher langsam und schleppend. An vielen Stellen ist sie vorhersehbar.
Das Hauptthema ist die Society, also warum gibt es eine Dreiecksbeziehung? Sollte der Hauptfokus nicht darauf liegen, dass Sam Jessica fertig machen will? Hierfür scheinen mir ihre Pläne viel zu radikal, schließlich will sie ja eigentlich niemanden verletzen.
Die Charaktere waren mir nicht sympathisch und vor allem Ransom fand ich schrecklich. Der könnte in einem Thriller einen Soziopathen bzw. sympathischen Serienkiller darstellen!


Fazit

Ich würde das Buch niemanden empfehlen, der mit dem Thema Mobbing an sich nichts anfangen kann. Denn auch hier geht es darum was passiert, wenn gemobbte zu Mobbern werden, also das Opfer wird zum Täter. Das Buch eignet sich prima für Teenader, aber nur wenn das Thema aus allen möglichen Richtungen beleuchtet wird und klar gestellt wird, dass Hilfe holen richtig ist und man sich nicht dafür schämen muss.
Das Buch ist schnell durch gelesen, jedoch ist es aufgrund der Thematik nicht ohne.
Ich hatte mir einfach mehr von dem Buch erhofft, wobei es an sich tatsächlich kein schlechtes Buch ist.

Mittwoch, 18. April 2018

#01 Booktalk - The Society von Jodie Andrefski

Guten Morgen :)

Heute gibt es einmal eine Art „Booktalk“/Buchbesprechung zu dem Buch „The Society“ von Jodie Andrefski. Da mich das Thema oft lange nach dem Lesen eines solches Buches beschäftigt möchte ich mich heute einmal kritisch mit dem Roman auseinander setzen. Es wird ein paar Spoiler geben, da es ohne diese einfach nicht möglich ist sich ordnungsgemäß mit dem Inhalt auseinanderzusetzen.



In dem Buch „The Society“ von Jodie Andrefski geht es darum, was passieren kann wenn Opfer zu Täter werden und Rache an ihren Peinigern nehmen. Jahre lang waren Jessica und Sam beste Freunde, bis Sams Vater ins Gefängnis muss. Die Freundschaft zerbricht und Jessica lässt es Sam immer wieder spüren, dass sie jetzt ganz unten angekommen ist. Sam beschließt die geheime Organisation, welche Jessica lautet von innen heraus zu zerschlagen und somit Rache an Jessica zu nehmen.

Ganz oft habe ich mich beim Lesen gefragt, wo das Gewissen von Sam ist und warum sie einach nicht an die Kosequenzen von ihren Taten denkt. Müsste sie nicht gerade nach der Geschichte mit ihrem Vater wissen, dass nichts ohne Kosequenzen geschieht und man oft Leute ohne es zu wollen in Dinge hineinzieht und damit verletzt? Ihr bester Freund macht sie sogar darauf aufmerksam und trotzdem beschließt sie ihren Plan fortzuführen. Selbst als die Situation es erste Mal außer Kontrolle gerät bricht sie ihren Rachefeldzug nicht ab.
Man kann gleiches nicht mit gleichen bestrafen und ich weiß, dass teilweise Opfer zu Täter werden. Jedoch macht genau so ein Verhalten die Situation quasi noch schlimmer. Nichts kann einem die Erinnerungen erträglich machen und eine Rache kann dazu führen, dass man sich noch schlechter und wertloser fühlt als ohnehin schon. Und genau das macht der Roman deutlich, da es für Sam eben kein Happy-End gibt und sie sich trotz der Rache nicht besser fühlt als vorher sondern sogar noch schlimmer.
Für mich persönlich ist Sam wegen des Plans nicht besser als Jessica. Sie benutzt andere um Rache zu nehmen und macht dieses wahrscheinlich aus Angst vor Jessica und ihrem eigenen Gewissen. Man kann sich von den Taten anderer weitaus besser distanzieren, schließlich hätten diese ja die Tat nicht ausführen müssen. Sam hatte sie ja lediglich nur mit der Mitgliedschaft für die Society gelockt und sie nicht bedroht. Foglich sind sie also selbst Schuld an ihren Taten. Sam will zudem einfach nicht für ihren Rachefeldzug gerade stehen. Ihr sind die Konsequenzen für die anderen vollkommen egal, sie benutzt diese einfach als Schachfiguren, die geopfert werden müssen für den Sieg bzw. die eigene Befriedigung. Das sagt schon sehr viel aus über Sam als Person und zeigt wie gefühlskalt sie mit anderen teilweise umgeht. Einerseits kreidet sie genau so ein Verhalten Jessica an, aber andererseits fällt sie sich kein Deut besser.
Am schlimmsten an all dem finde ich einfach, dass Sam nicht aus ihren Fehlern lernt und sich alles im Endeffekt schön redet. Auch die milde Strafe führt dazu, dass sie sich nicht wirklich mit ihren Taten auseinander setzen muss.

Was mir auch besonders aufgefallen ist, dass die Frauen auf eine ziemlich sexistische Art und Weise durch Sam beschrieben werden. Sie werden wie oft auf das Äußere reduziert und vor allem bei dem Abschnitt über die Kostümparty fällt das auf. Das wichtigste scheinen dort die Kostüme zu sein, da die Mädchen scheinbar versucht haben möglichst wenig Stoff an ihrem Körper zu tragen. Sam denkt in meinen Augen also viel zu oberflächlich und macht ihren Wert  und scheinbar auch den von anderen an ihrem Äußeren fest. Sie denkt außerdem andere wären glücklich darüber, wenn sie nur aufs Äußere reduziert werden. Es gibt ja durchaus Leute, die so denken aber mir war sie mit diesen Gedankengängen zu einfach gestrickt als Hauptprotagonist.

Man hätte zudem die Hintergrundstory, also Vater im Gefängnis und die Mutter schiebt Tochter zur Tante in den Trailerpark ab, mehr in den Vordergrund rücken müssen. Nicht nur durch das Mobbing von Jessica kamen diese großen Selbstzweifel und die Isolation, sondern auch durch die eigenen familiären Verhältnisse. Leider spielt beides kein großes Thema, dabei hätte man allein damit dem Buch ziemlich viel Tiefe geben können. Allein die beiden Aspekte können eine Person zu Verzweiflungstaten führen. Mit einem Mal war Sams Welt vollkommen zerstört und zu allem Übel lässt ihre beste Freundin sie fallen und macht sie dann auch fertig. Warum werden ausgerechnet diese Emotionen außen vorgelassen? Durch diese könnte man Sams Gedankengänge besser verstehen und vielleicht würde ihr Plan dann auch einiges Sinn machen. Wenn die beste Freundin einem durch das Mobbing suggeriert komplett wertlos zu sein, dann kann einen das ganz schön erschüttern. Und ich finde man hätte genau das als Grundlage für den Rachefeldzug nehmen können.
Die Rache an Jessica hätte man also mehr in den Vordergrund rücken müssen. Stattdessen dreht es sich oft nur um die Dreiecksbeziehung und dabei werden viel zu viele Klischees bedient. Dadurch kratzt der Roman nur an der Oberfläche vom Thema und lässt viele Aspekte außen vor.

Das Ende war für mich viel zu sehr ein Happy-End. Ein Opfer braucht Jahre um mit Mobbing klar zu kommen, vor allem wenn der Haupttäter die beste Freundin war. Es ist nichts was man einfach so wegstecken kann. Es sind definitiv keine Wunden die durch einen Schulwechsel und Umzug geheilt werden.

An sich der Roman durchaus lesenswert, aber wer was tiefgründiges zum Thema Mobbing sucht wird hier leider nicht fündig. Ich habe dem Buch trotz all der Kritikpunkte 3 von 5 Sternen gegeben, da es gut zu lesen ist. Die oben genannten Punkte können durchaus dazu führen, dass manch einer Mobbing oder Rache nehmen in dem Ausmaße nicht so schlimm sind. Aus dem Grund hatte ich mir einfach mehr Tiefe erhofft, was aber leider nicht der Fall war.


Habt Ihr das Buch schon gelesen und wenn ja wie fandet ihr es?

Montag, 16. April 2018

Montagsfrage



Hallo :)

Gestern war ich ziemlich lange wandern und habe viele Fotos gemacht. Gerade male ich nebenbei ein Portrait weiter, welches ich vorgestern angefangen habe. Es ist leider richtig anstrengend mit Bleistift zu zeichnen, wenn die Lichtverhältnisse nicht optimal sind.

Hast du ältere Buchausgaben im Regal? Wenn ja, welche/s sind/ist die/das mit dem ältesten Erscheinungsjahr?


Ich habe einige Märchenbücher aus den 50ern und 60ern in meinen Regal.
Am ältesten sind jedoch die Bücher, die schon im Besitz meiner Großeltern waren. Unter anderem ist es das Buch "Die kleine Chronik der Anna Magdalena Bach" von Estner Meynell(Auflage 23,1939).
Ansonsten habe ich jede Menge ältere Bücher über Pflanzen, Tiere und Kunst. Ich liebe es in ihnen zu blättern und Dinge nachzuschlagen. Sie sehen meiner Meinung nach viel schöner und edler aus als viele Bücher heutzutage, da die Buchrücken und Cover oft sehr schlicht gehalten waren.
Ich bin gerade am überlegen, was ich so an Klassikern habe. Zum Beispiel habe ich auch eine ältere Ausgabe von den Karl May Büchern.
Am liebsten sind mir von all den älteren Büchern die ganzen Märchen und Sagen Büchern. Aber ich glaube selbst unter den ganzen anderen Büchern müsste das von 1939 eins der ältesten sein.

Und was sind eure ältesten Bücher?

Ich werde denke ich einmal im Laufe des Tages die genauen Erscheinungsjahre der anderen Bücher nachgucken. Ich wünsche euch allen einen angenehmen Start in die Woche.

Liebe Grüße
Peanut

Sonntag, 15. April 2018

#90 Bücherregal - Ich fühle so tief ich kann(Kurzrezension)


TitelIch fühle so tief ich kann
AutorLiane Cornelius
VerlagBooks on Demand
GenreRoman/Autobiografie
Seiten396 Seiten
Meine Bewertung
4/5

 Inhalt

Liane Cornelius ist hochsensibel und in ihrem autobiografischem Roman erzählt sie uns von den Schattenseite dieser Gabe. Als Kind hatte es Lilly nicht leicht und auch im Erwachsenenalter zieht sie das Unglück magisch an. Sie muss mehrerer schwere Operationen über sich ergehen lassen und dadurch lernt sie Andreas kennen. Er ist ihr Physiotherapeut und so ganz anders wie sie selbst. Während sie warmherzig ist, lässt er so gut wie keine Gefühle zu. Sie verliebt sich in ihn und merkt nicht, wie sehr er sie manipuliert.

Review

Das Buch ist in einem angenehm flüssigen Schreibstil verfasst und beinhaltet viel Hintergrundhandlung und ist mit sehr vielen liebevollen Details versehen. Es tauchen nur wenige Personen auf, aber diese werde alle sehr detailliert beschrieben.
Ich konnte Lillys Gedankengänge als ebenfalls hochsensible Persönlichkeit durchaus nachvollziehen, auch wenn sie um einiges emotionaler ist als ich.
Das Cover ist wunderschön, jedoch müsste die Schrift etwas heller sein. Es passt zum Buch an sich, da es sich um eine Liebe zwischen einer sehr warmherzigen und einer kühler Person handelt.
Besonders gefallen haben mir die kurzen Texte zu Beginn und am Ende des Buches.

Für meinen Geschmack war alles ein wenig zu langamtig, doch für eine Autobiographie in der Dicke ist es eine durchaus gängie Handlungsgeschwindigkeit.

Die Liebe findet auf anderer Ebene statt und somit auf eine ganz andere Art und Weise. Dadurch weiß man nicht immer was gerade wirklich geschieht und was nicht.


Fazit

Man muss sich beim Lesen voll und ganz auf das Buch einlassen. Wenn man auf übernatürliche Bindungen zwischen Menschen und dem Thema Dual-Seelen steht, dann ist es wahrscheinlich eine durchaus interessante Lektüre.

Die Autorin bietet auf ihrer Homepage einen Test an, ob man als Leser für das Buch infrage kommt.

Ich bedanke mich hiermit recht herzlichst bei Liane Cornelius für das Bereitstellen eines Rezensionsexemplares über das Portal https://rezi-suche.de/
Weitere Infos zum Buch findet ihr übrigens auf der Seite von Liane Cornelius: Hier (Werbung gemäß §2 Nr.5 TMG)