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Sonntag, 14. November 2021

#418 Bücherregal - Perfect(Kurzrezension)

 



Titel(Deutsch)Perfect - Willst du die perfekte Welt?
Titel(Englisch)Perfect
AutorCecelia Ahern
VerlagHarperCollins
GenreYoung Adult
Seiten432 Seiten
Meine Bewertung

3/5

Rezension 1. Teil "Flawed"

 Inhalt


Von Richter Crevan wurde Celestine North als die fehlerhafteste Person des Landes deklariert und da sie eine Gefahr für alle darstellt, wird nach ihr gefahndet. Da bei ihrem Prozess einiges schief lief versucht der Richter nun sich selbst zu retten, denn wenn die Wahrheit ans Licht kommt könnte es zu einer Revolte kommen. Aus dem Grund hält er alle die Bescheid wissen gefangen und jetzt braucht nur noch Celestine zu erwischen. Doch die versteckt sich, immerhin möchte sie das System umkrempeln und somit Gerechtigkeit für alle gebrandmarkten schaffen.

Review


Der vorige Teil hatte mir um Welten besser gefallen, weil er inhaltlich viel stärker war. 

Auch dieses Mal steht die Frage wieder im Vordergrund, was einen perfekten Menschen ausmacht und ob andere tatsächlich in der Lage dazu sind die Definitonen dafür festzulegen. Und mit welchem Strafmaß man zu rechnen hat, wenn man den festgesetzten Regeln/Normen widersetzt.  

Was mir wirklich negativ aufgefallen war sind die vielen Fallstricke, die in diesem Buch für Spannung sorgen sollen. Immer wieder gibt es neue Konflikte, die Celine und der Rest zu lösen haben und ab einem gewissen Punkt wirkte das alles nur noch konstruiert. So ganz nach dem Motto: Was könnte den Helden der Geschichte denn jetzt noch passieren, schließlich müssen ja noch ein paar Seiten gefüllt werden. Oder gewissen Szenen werden zum xten Mal wiederholt, um den Leser noch einmal daran zu erinnern wie die ganzen Brandmale zustande kamen. Wenn nicht gerade so etwas passiert dümpelt alles nur vor sich her und zieht somit alles unnötig in die Länge. 

Ansonsten sind mir viele Stellen viel zu rosarot gezeichnet wurden und erinnern mich somit an viele andere Romane der Autorin. Hier hätte man passend zum Genre das Drama ruhig etwas realistischere Auswirkungen haben lassen können. Das fällt vor allem bei der komischen Liebesbeziehung auf, die gefühlt in jeder YA-Dystopie vorkommen muss und die hier einfach absolut nicht reinpasst.


Fazit

An sich ist es auf jeden Fall eine lesenswerte Dystopie für Jugendliche, in der es um die Themen Moral, Einzigartigkeit und Courage geht. Der zweite Teil konnte mich jetzt nicht überzeugen, aber alles in allem ist es eine gelungene Dilogie.

Sonntag, 11. April 2021

#370 Bücherregal - 1984.4(Kurzrezension)

  


Titel1984.4
AutorPhilipp Kerr
VerlagRowohlt Verlag
GenreYA-Dystopie
Seiten320 Seiten
Meine Bewertung

 Inhalt

Im Jahre 2034 gibt es medizinische Tests, die das genau Todesdatum bestimmen können. Durch den Senioren-Service wird sicher gestellt, dass dieses Datum unter allen Umständen eingehalten wird um den Statt zu entlasten und einer Überalterung der Gesellschaft vorzubeugen. Über all dem wacht "Winston", über den relativ viel wenig bekannt ist. Florence ist gerade mal 16 Jahre alt und tötet im Auftrag der Regierung. Eigentlich hat sie immer gedacht, dass dieses System richtig ist. Doch dann verliebt sie sich in Eric und beginnt das System an sich zu hinterfragen.


Review

Lange Zeit habe ich darüber nachgedacht, ob ich zu diesem Buch wirklich eine Rezension verfassen möchte. Und bin zu dem Entschluss gekommen, dass ich die relativ schlechte Bewertung von 2,5 Sternen nicht ohne Erklärung stehen lassen möchte.

Selten hat mich eine Dystopie im Genre Jugendbücher so sehr begeistert wie dieses hier. Schon im Vorfeld hatte ich mich unheimlich darauf gefreut, da ich die Originalfassung von George Orwell, auf die dieser Roman basiert, von der Grundidee einfach nur liebe. Und genau das in einer moderneren Gesellschaft umgesetzt zu sehen fand ich einfach nur toll. An sich hat das Buch wenig mit der Vorlage gemeinsam, was man allein an den Klappentexten sieht. Trotzdem gibt es einige Parallelen zu entdecken.

Das Hörbuch hatte ich relativ rasch durch, weil man quasi nur so durch die Handlung fliegt und wissen möchte wie das alles weitergeht. An sich ist die Idee nicht neu und es gibt mittlerweile einige Romane die sich mit dem Überaltern von Industriegesellschaften beschäftigen. Es ist einfach nur eine absolut düstere, beängstigende Zukunftsvorstellung, die leider gar nicht so abwegig klingt. Das alles ist zielgruppengerecht verfasst wurden, also man erfährt jetzt nicht bis ins kleinste Detail wie die Arbeit der Senioren-Service.

Warum habe ich dem Buch trotz allem nur diese Bewertung geben können? 
Nach dem Ende des Hörbuches war ich total irritiert, denn abrupt ist die Handlung zu Ende und ich hat trotz allem noch viele ungeklärte Fragen. Selbst für ein offenes Ende war mir das alles zu abrupt und man hat einfach das Gefühl, als wäre das Manuskript halbfertig gewesen. Das wird auch im Laufe der Handlung immer wieder deutlich, dass der Feinschliff einfach fehlte. Das Ende passt einfach nicht zum Rest der Handlung und ich hätte schon gerne gewusst wie es weiter geht. Scheinbar liegt es daran, dass das Manuskript erst nach dem plötzlichen Tod des Autors überarbeitet und veröffentlicht wurde. 


Fazit

Wer auf der Suche nach einer spannenden Dystopie über das Thema "Überalterung" ist und kein Problem mit abrupten Ende hat, sollte sich definitiv nicht durch die Bewertung abschrecken lassen. Mir hat das Buch an sich wirklich gut gefallen und ich hätte ihm wirklich gerne eine bessere Bewertung gegeben, wenn mich das Ende nicht so wahnsinnig aufgeregt hätte. 

Mittwoch, 17. Februar 2021

#010 Buch und Film - Maze Runner - Die Auserwählten im Labyrinth

   



Hallo,

vor kurzem habe ich "Maze Runner - Die Auserwählten im Labyrinth" von James Dashner gelesen und heute möchte ich in einem Blogeintrag das Buch und den Film zu besprechen.


Thomas wacht vollkommen ohne Erinnerungen in einem Aufzug auf, der ihn auf eine Lichtung bringt. Und dort trifft er auf andere Jugendliche, die das gleiche erlebt hatten. Und durch sie erfährt er, dass dieser Ort umgeben von einem Labyrinth ist und sie den Weg rausfinden müssen. Doch dort lauern Kreaturen auf sie und viel Zeit haben sie nicht mehr.



"Maze Runner - Die Auserwählten im Labyrinth" von James Dashner , 490 Seiten, Carlsen
4 von 5 Sternen

Die Handlung war unglaublich fesselnd und deshalb habe ich das Hörbuch innerhalb von einem Tag fertig gehört. Im Großen und Ganzen steht hier das Labyrinth an sich im Fokus, das heißt so wirklich viel erfährt man nicht über die einzelnen Charaktere. Sie selbst kämpfen dort ohne jegliche Erinnerung um ihr Leben und da hat man halt andere Sorgen, als anderen mitzuteilen was denn nun das Lieblingsessen von einem ist um es mal überspitzt zu formulieren. Auch sonst kann man die meisten Gefühle derjenigen nur erahnen, da darauf relativ selten eingegangen wird. Was aber daran liegt, dass der Erzähler hauptsächlich aus Thomas seiner Sicht berichtet und somit nur auf seine Gefühle eingegangen wird.

Besonders gut hat mir das Fehlen einer Liebesgeschichte gefallen, die es ja leider viel zu oft in diesem Genre gibt. Thomas kämpft hier für kein Mädchen oder muss sich vor einem beweisen, um von ihr Anerkennung zu bekommen. Stattdessen gibt es zwar Andeutungen, aber die spielen keine große Rolle. Wobei ich zugeben muss, dass ich mir für die einzige weibliche Person eine andere Aufgabe/Funktion gewünscht hätte. Aber wer weiß schon was in den folgenden Bänden passiert und warum nur Jungs in dem Labyrinth waren.

Man wird quasi von einer actionreichen Szene in die nächste katapultiert und rückblickend könnte ich noch nicht einmal sagen, wie viele Tage Thomas letztendlich im Labyrinth gefangen war. Der Schreibstil passt wunderbar dazu und so habe ich oft richtig mit gefiebert, wenn mal wieder durch die Gänge gerannt wurde oder Griewer unterwegs war.

Gegen Ende gibt es noch einmal einen gewaltigen Plottwist, der mit dem der die ganze Zeit angedeutet wurde nur wenig gemeinsam hat. Und genau das verspricht eine wirklich interessante Handlung in den nachfolgenden Bänden, allein weil es ein Jugendbuch ist und ich gespannt darauf bin wie so etwas für diese Zielgruppe umschrieben wird.

Das Hörbuch wurde von David Nathan eingelesen und ich find er kann wirklich gut solche Geschichten erzählen. Jedoch hat je nach Dialog seine Stimme nicht ganz so gepasst, aber das hat mich eher weniger gestört. Viel schlimmer fand ich es, dass das deutsche Hörbuch auf etwas unter 8 Stunden gekürzt wurde und somit einige Teile fehlen. Die Handlung an sich ist trotzdem schlüssig und ich hatte eher weniger das Gefühl als würde wichtiges fehlen, jedoch würde ich schon gerne wissen was da konkret ausgelassen wurde. Das ungekürzte englische Hörbuch ist um die 11 Stunden lang.

Was ich ein wenig schade fand ist, dass man lange Zeit kaum etwas über die Umgebung weiß. Und bis zum Schluss bleibt das Labyrinth nie wirklich greifbar. Und ich fand es dann schon sehr verwirrend, wenn dann plötzlich Dinge anders beschrieben wurden als ich sie mir vorgestellt hatte. Vor allem bei den Griewern hat mich das geärgert, da die ja wirklich lange Zeit nicht wirklich beschrieben werden.
Ein weiterer Kritikpunkt ist die Sprache der Jugendlichen samt all der neu erfunden Wörter. Daran muss man sich auch erst einmal gewöhnen, da diese Wörter in keiner Weise erklärt werden und man erahnen kann was sie bedeuten könnten.

Alles in allem ist es eine sehr actionreicher Auftakt einer Dystopierreihe, die Lust auf mehr macht. Und deshalb vergebe ich ganze 4 von 5 Sternen und freue mich schon auf die Fortsetzung.






Regisseur: Wes Ball, Spieldauer: 113 Minuten, unter anderem mit Dylan O'Brien, Thomas Brodie-Sangster, Kaya Scodelario und andere, FSK 12 

Der Film war wie zu erwarten noch atmosphärisch dichter als das Buch, was jetzt an sich nichts ungewöhnliches ist bei der Buchlänge.

Vor allem die vielen Details haben mir gefallen und der Aufbau des Labyrinthes. Alles wirkt sehr stimmig und einige Szenen waren sehr beeindruckend, allein wenn die Sonnenstrahlen die Gänge beleuchten oder die Lichtung als solche gezeigt wird. Und dann gibt es ja noch die Griewer-Szenen, die wirklich beängstigend waren. Was Actionszenen betrifft bin ich ja sehr kritisch, allein was die Kameraführung, die Musik/Dialog und die Kulisse an sich betrifft. Und hier hat einfach alles gestimmt. Es wird nicht versucht diese Szenen unnötig in die Länge zu ziehen und es gibt nicht Tausend Einblendungen der Gesichter/Griewer, die zeigen wie beängstigend alles ist.

Was mich richtig gestört hatte waren die Kämpfe der Jungen untereinander, die gefühlt nie enden wollten. Da hätte man lieber die Zeit nutzen sollen und zeigen sollen was auf der Lichtung sonst so passiert. Schließlich gibt es dazu einige Szenen im Buch, die ich nur zu gerne auf Leinwand gesehen hätte und deshalb kann ich es umso weniger verstehen, dass diese Kämpfe gezeigt wurden. Das Ende machte finde ich durch die fehlenden Schlüsselszenen wenig Sinn und ohne das Buch wüsste ich nicht, wie es jetzt überhaupt dazu kam.

Zusätzlich gibt es dann noch ein paar Charaktere, die ich einfach nur als ätzend empfand. Vor allem Teresa ist mir negativ aufgefallen und ich kann noch nicht einmal genau festmachen, was ich an ihr am nervigsten fand. Hauptsächlich wahrscheinlich ihre Art und die meiste Zeit macht ihr Handeln einfach absolut keinen Sinn oder wirkte sehr hölzern bzw. unpassend.

Wenn ich den Film komplett losgelöst vom Buch betrachte, dann wäre ich geneigt ganze 4 von 5 Sternen zu vergeben. Denn er hat echt viel was ich gerne in dystopischen Actionfilmen sehe und vor allem hat er mich nicht gelangweilt. Jedoch da mir die Handlung im Film an sich nicht ganz schlüssig erschien und mir einige Charaktere auf die Nerven gingen gibt es nur 3 von 5 Sternen.

Hat einer von euch schon das Buch gelesen oder den Film gesehen? Was ist eure Meinung dazu? 
Gerne verlinke ich hier eure Rezensionen. 


LG