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Freitag, 27. März 2020

#005 Comic - The Pride Season One







Titel(Englisch)The Pride Season One(#1.-#6. Heft)
AutorJoe Glass
VerlagQueer Comix
GenreLGBTQIA/Superhelden
FormatSoftcover
Meine Bewertung
3,5/5

 Inhalt

Fabman ist es Leid, dass er als queerer Superheld einfach nicht ernst genommen wird. Deshalb entschließt er sich seine eigene Superheldengruppe zu gründen, schließlich sollte es doch keine Rolle spielen sie queer sind oder eben nicht. Er nennt seine Gruppe "The Pride" und zusammen wollen sie sich für mehr Gerechtigkeit auf dieser Welt einsetzen.


Rezension

Im Laufe des Sammelbandes wurden wirklich viele wichtige Themen angeschnitten. Meist sind es dann typische Themen für die LGBT-Community wie Homophobie(nicht nur von Mitmenschen, sondern auch von anderen Superhelden), HIV und ähnliches. Oft werden diese jedoch nur oberflächlich behandelt, was wahrscheinlich auch an dem Format liegt. Trotzdem finde ich es gut wie sie behandelt wurden, da ja leider was HIV zum Beispiel betrifft immer noch zu viele Falschinformationen im Umlauf sind.

Ansonsten dreht es sich auch ziemlich viel um Klischees, was man sich wahrscheinlich auch denken kann. Schließlich geht es hier um queere Archetypen. Wenn man es in dem Kontext betrachtet ist es ganz okay, vor allem da es sich hierbei erst um die ersten 6 Hefte handelt. Jedoch hätte ich es auch schön gefunden, wenn die Charaktere etwas mehr als ihre Klischees gewesen wären. Allein um zu zeigen, dass nicht jeder queere Mensch 1:1 den Klischees entspricht. Mir gefällt es, dass man nach und nach mehr über die doch recht vielen Superhelden erfährt.

Zudem gibt es viele diverse Charaktere, auch wenn genau das noch ausbaufähig ist. Manches vermisst man einfach, aber man kann ja nicht alles haben. Ich hätte mir vor allem was die Männer betrifft mehr Diversität gewünscht, da ich zwischendurch immer mal wieder den Überblick über die drei schwulen hellhäutigen Männer verloren hatte. Mitschuld trägt da leider auch der Zeichenstil, obwohl der eigentlich bei so etwas genau das verhindern sollte.

Um ehrlich zu sein habe ich gar nicht verstanden, warum teilweise der Zeichenstil selbst in den Heften so extrem variiert. Wenn die Zeichner alle einen ähnlichen Stil haben finde ich es ganz okay und mich stört es dann auch nicht weiter, aber hier sind manche Seiten teilweise einfach nicht schön anzusehen, während andere wirklich ganz schön gezeichnet wurden. Vor allem in Heft 5 ist mir das aufgefallen, denn hier springt einem das das Können bzw. Nicht-Können der jeweiligen Zeichner extrem ins Auge und das ist einfach nur störend, es lenkt unglaublich ab und bringt somit den Lesefluss ins stocken.

Was mich dann auch beim Lesen irritiert hatte war der Umgang mit den weiblichen Charakteren. Vor allem eine hat mich einfach nur an WonderWoman erinnert und hier hätte ich mir einfach ein eigenes Charakterkonzept gewünscht. Natürlich gibt es schon recht viel in die Richtung und es ist recht schwer was neues zu finden, aber vor allem bei ihr ist es mir aufgefallen. Auch sonst gibt es recht viele Parallelen zu anderen Comics, was mich teils richtig irritiert hatte.

Mir hat auch irgendwie die Hintergrundgeschichte rund um die weiblichen Charaktere gefehlt und dass diese genau das gleiche erfahren wie die männlichen. Warum? Weil weibliche, queere Personen genauso mit Homophobie und Vorurteilen konfrontiert werden wie männliche, queere Personen.

Fazit

Um ehrlich zu sein weiß ich gar nicht so recht was ich da gelesen habe und warum vieles einfach keinen Sinn ergibt. Und genau das sollte ja nach spätestens 6 Heften nicht mehr der Fall sein, dass man als Leser nicht weiß was da genau Sache ist. Deshalb vergebe ich auch nur wirklich wohl wollend 3,5 von 5 Sternen. Für ein Kickstarterprojekt ist es definitiv okay und ich denke wenn man genau die gleiche Story einmal überarbeitet und es nur von max. 2 Zeichnern anfertigen lässt, dann ist es wahrscheinlich auch um Welten besser.

Sonntag, 16. Februar 2020

#003 Comic - Kingdom Come







TitelKingdom Come(#1-4 Miniserie von 1996)
AutorMark Waid
ZeichnerAlex Ross
VerlagDC Comics(Deutschland: Panini Verlags GmbH)
GenreSuperhelden
FormatSoftcover
Seiten332
Meine Bewertung
 4/5

 Inhalt

Die alten Superhelden haben sich ins Exil begeben. Während Superman im Kansas als Bauer arbeitet, befindet sich Wonder Woman auf einer Paradiesinsel. Batman nutzt längst Roboter um Gotham zu bewachen. Währenddessen haben sich die neuen, jungen Superhelden auf neue Wege begeben und kümmern sich einen Dreck um das Wohlergehen der Menschheit und gleichen somit nur noch Antihelden. Das alles gerät immer mehr außer Kontrolle und es passiert etwas Schreckliches. Danach kommt es zu einem finalen Krieg zwischen den verschiedenen Generationen der Superhelden um die Zukunft der Welt zu bestimmen.

Rezension

Um sich in diesem Comic zurechtzufinden sollte man auf jeden Fall Hintergrundwissen mitbringen, denn ansonsten macht vieles einfach keinen Sinn. Die Superhelden stecken nicht die ganze Zeit in ihren Kostümen und wedeln auch keineswegs mit Visitenkarten herum, deshalb sollte man auch ungefähr wissen wie die einzelnen Superhelden zueinander stehen und was den einzelnen ausmacht. Es sollte also mindestens ein minimales Grundwissen über Batman, Superman und Wonder Woman vorhanden sein. Trotzdem handelt es sich hierbei um eine Story, die in sich geschlossen ist und für die man nichts voriges gelesen haben muss.

Was ich so interessant an diesem Comic finde ist, dass es darum geht was passiert wenn die Superhelden nur ihre eigene Mission im Kopf haben und dabei völlig außer Acht lassen was das Beste für die Menschen wäre. Denn Superman und der Rest der "1. Generation" hatten ja immer das Wohl der Menschen im Hinterkopf und das fehlt jetzt vollkommen. Es muss quasi wieder eine Definition her was einen Superhelden überhaupt ausmacht, vor allem in einer die immer mehr außer Kontrolle gerät. Es fällt nämlich total auf, dass die neuen Superhelden eher den Bösewichten gleichen vom Verhalten her. Sie fangen unnütze Kämpfe an um zu zeigen wär der stärkere ist und lieben es zu prahlen, folglich haben sie herzlich wenig mit den einstigen Superhelden gemeinsam. Es kommt zum Krieg und es ist gefühlt jeder gegen jeden und es scheint keine Hoffnung auf eine friedliche Lösung des Konflikts zu geben. Genau die Sachen stimmen einen nachdenklich.

Auch der Erzählstil macht das alles interessant, denn es erzählt ein Außenstehender was passiert.
Vor allem der realistische Zeichenstil hatte es mir angetan und man sieht einfach direkt wie viel Arbeit hinter jeder einzelnen Seite steckt. Und vor ich finde es einfach schön, wenn Comics mit Gouache gemalt werden. Wegen dem Zeichenstil kann man auch sehr gut die Emotionen der einzelnen ablesen und die Szenen sprechen oft für sich, weshalb es relativ wenige und vor allem wenn nur kleine Sprechblasen gibt.

Ungefähr ein drittel des "Buches" ist der Entstehung des Comics, der Zeichnungen und den einzelnen Charakteren gewidmet. Das heißt also es gibt einmal die Heftchen #1-4 von "Kingdom Come" und über 100 Seiten "Extras". Somit bekommt man unglaublich viel Hintergrundwissen und mich hatte hier besonders die Entstehung der einzelnen Zeichnungen interessiert. Es sind ja dann etwas andere als man heutzutage gewohnt ist und da interessiert es mich einfach mit was für Materialien sie angefertigt wurden. Und es war sehr interessant zu sehen wie die einzelnen Kostüme entwickelt und den neuen Umständen angepasst wurden. Lediglich die Seite rund um die einzelnen Charaktere habe ich teilweise überflogen, da mich manches einfach nicht interessiert hat.

Im Laufe der Geschichte gibt es einige Plotholes und manches macht nicht wirklich Sinn. Mich hat das jetzt weniger gestört, aber als ich ganz am Ende über alles nachgedacht habe sind sie mir natürlich aufgefallen.

Fazit

Über die gedruckte Version kann ich jetzt nichts schreiben, da ich es als eBook von comiXology gelesen hatte um mir einzelne Panels genauer ansehen zu können. Ich hatte die 20th Anniversary - Deluxe Edition.

Der Zeichenstil ist gewöhnungsbedürftig, vor allem wenn man nur die neueren Comics kennt. Mir persönlich gefällt er und ich habe mich oft dabei erwischt, wie ich einige Panels länger als nötig angeguckt hatte. Demnächst möchte ich auf jeden Fall noch die passende Novel "Kingdom Come" lesen und ich bin gespannt darauf, was diese alles an zusätzlichen Informationen beinhaltet. Und natürlich ob diese genauso gesellschaftskritisch ist wie der Comic.

Mittwoch, 24. Juli 2019

#002 Comic - Heroes in Crisis







TitelHeroes in Crisis
AutorStory: Tom King
VerlagDC Comics(Deutschland: Panini Verlags GmbH)
GenreSuperhelden
FormatSoftcover
Meine Bewertung
3,5/5

 Inhalt

Zusammen mit Wonder Woman und Superman ermittelt Batman mehrere Morde an Superhelden. Scheinbar sind diese vollkommen wahllos geschehen und ohne erkennbaren Grund. All die Morde geschahen im "Sanctuary", an dem Ort an denen sich die Superhelden Hilfe für ihre Posttraumatische Belastungsstörung versprachen.

Rezensionen

#1 Heft: 

Zeichner: Clay Mann
Seiten: 32

Der Zeichenstil ist einfach phänomenal und ich finde es einfach faszinierend wie realistisch alles gezeichnet wurde. Auch die Schattierungen sind wunderschön und oft habe ich mir echt viel Zeit genommen beim Lesen um mir die Zeichnungen anzugucken. Es ist einfach alles in sich stimmig und passend zum Thema sind auch die Farben alles andere knallig. Und es erinnert mich alles an colorierte Skizzen, was allein auch an dem Lineart liegt. Die Panels sind recht schlicht und stecken doch voller Details. Sie stecken einfach voller Emotionen und ohne die Sprechblasen lesen zu müssen weiß man eigentlich schon was für eine Grundstimmung vorherrscht, Chapeau an dieser Stelle für den Zeichner(und alle die mit an den Zeichnungen herumgewerkelt haben)!

Hier dran hatte ich von Anfang an großes Interesse, schließlich geht es um eine doch sehr wichtige Frage. Wie gut kommen die Superhelden mit ihrem Job klar, wenn sie gerade eben kein Superheld sind? Wie gut wurde das Thema Posttraumatische Belastungsstörung dargestellt, schließlich gibt es was das betrifft schon genug schlechte Beispiele. Im 1. Teil spielt das Thema PTBS keine große Rolle was ich großartig finde. Es ist halt da und beeinflusst die Superhelden, aber der Fokus liegt nicht darauf.

Immer wieder stellen sich einzelne Superhelden vor und man erfährt warum sie im Sanctuary sind. Das sind so kleine Einschübe, die aber finde ich gut in den Handlungsverlauf passen.
Was da im Sanctuary selbst passiert ist wird von Harley Quinn und Booster Gold rückblickend erzählt. So wirklich viel erfährt man noch nicht, aber es ist ja auch erst der erste Teil der Reihe. Man sieht immer wieder ermordete Superhelden und allein all das Blut zeigt wie brutal der Kampf wohl abgelaufen sein muss.

So wirklich weiß ich noch nicht wie ich zu der Reihe stehe, schließlich macht einiges keinen Sinn bezüglich mancher Charaktere. Warum überleben Harley Quinn und Booster Gold und andere sterben, obwohl sie doch eigentlich viel mächtiger sind als die beiden? Zudem geht es um Tod einiger Superhelden, die ich noch nie zuvor irgendwo gesehen habe und dabei habe ich schon einige Comicreihen gelesen. Wobei das Universum der Superhelden ja wirklich groß ist und da ist es wahrscheinlich auch normal nicht alle zu kennen.

Die Zeichnungen haben mich umgehauen, aber reicht das wirklich aus um eine gute Reihe zu kreieren, wenn es bei der Handlung solche Logikfehler gibt? Bisher würde ich dem Ganzen  3 von 5 Sternen geben, weil bisher nur lauter Fragen in meinem Kopf bezüglich der Handlung sind. Den Zeichnungen gebe ich ganz klar 5 von 5 Sternen, denn da gefällt mir vom Cover bis zu den einzelnen Seiten nahezu alles. Der Zeichner hat es einfach drauf und stellt hier auch mal wieder sein Können unter Beweis.



#2 Heft:

Zeichner: Clay Mann
Seiten: 32

Die Zeichnungen sind mal wieder klasse und oft habe ich mich dabei erwischt, wie ich manch ein Panel zu lange im Detail erforscht habe. Mich faszinieren einfach solche Zeichnungen, die so realistisch erscheinen und doch ganz klar Comiczeichnungen sind. Auch die Zeichnungen Travis Moore fügen sich prima in dem Ganzen ein und man merkt kaum, dass der Zeichner kurzfristig gewechselt wurde.

Was die Handlung betrifft passiert nicht so wirklich viel und all das dient dazu um den Weg zu ebnen. Es bleibt einfach vieles unklar und ich habe gefühlt jetzt noch mehr Fragezeichen im Kopf, schließlich wird in dem Teil absolut gar nichts geklärt. Die Szene mit Harley Quinn ist wirklich witzig und auch der Auftritt von Flash ist lustig, aber irgendwie fehlt es an etwas. Der 1. Teil ist spannend, brutal und düster. Und der 2. Teil irgendwie nur lustig, verwirrend und es fühlt sich ein wenig deplatziert an.

Trotzdem möchte ich der Reihe eine Chance geben, schließlich gibt es manchmal Längen und dafür gefallen mir einfach die Zeichnungen und die Idee dahinter zu gut.

#3 Heft:

Zeichner: Lee Weeks
Seiten: 32

Dieses Mal geht es um Wally West, Lagoon und Booster Gold und deren Vergangenheit. Zudem erfährt man wie lange die einzelnen Superhelden im Sanctuary waren. Vor allem der Teil mit Wally hat mir gefallen, denn er ist wirklich gut umgesetzt. Ich möchte mir gar nicht vorstellen wie schwer der Verlust der Familie wiegt. Man merkt halt, dass das alles trotz der Fähigkeiten Menschen sind und sie somit genauso mit Verlusten zu kämpfen haben wie jeder andere auch. Die Superhelden menscheln sozusagen und das ist auch gut so.

So wirklich viel erfährt man wieder einmal nicht, aber es werden ein paar Hinweise gestreut. Ich bin auf jeden Fall gespannt darauf wie es weiter geht, denn wir nähern uns langsam dem Höhepunkt.
Die Zeichnungen sind mal wieder spitze und haben die Stimmung wieder einmal perfekt wiedergespiegelt. Vor allem manche Szenen wirken sehr bedrückend und traurig.

#4 Heft:

Zeichner: Clay Mann
Seiten: 32

Mir hat der Teil wirklich gut gefallen, auch wenn wieder einmal nicht viel passiert. Die Szene zwischen Batgirl und Harley Quinn ist wirklich gut ausgearbeitet. Auch wenn es mich etwas genervt hat, dass man immer wieder nur stückchenweise etwas erfährt und das alles durch die vielen Ortswechsel ziemlich verwirrend ist. Einerseits macht es das alles spannend, aber andererseits ist es auch störend. Man verweilt halt zu kurz in einer Szene und das ist einfach schade. Auch die Dialoge leiden darunter, was wirklich schade ist.

#5 Heft:

Zeichner: Clay Mann
Seiten: 32

Was die Handlung betrifft geht es nur wenig voran, aber man erfährt warum manche Superhelden im Sanctuary sind und warum daran nichts schlimmes ist. Die Rede in diesem Teil kann man auf einige Berufsgruppen beziehen und ich finde sie wirklich gut. Man merkt halt, dass es auch Superman sehr schwer fällt darüber zu reden, vor allem da es ja um quasi seine Kollegen geht und er sich genötigt dazu fühlt, sich für die Existenz vom Sanctuary zu rechtfertigen. Leider ist es ja wirklich so, dass sich viele allein wegen der PTBS rechtfertigen müssen(Wie? Das ist doch gar nicht traumatisch!) und wenn man dann noch Hilfe sucht kommt man in Erklärungsnot. Und genau diese Problematik wird hier prima dargestellt.

#6 Heft:

Zeichner: Mitch Gerads
Seiten: 32

Dieses Mal fand ich die Zeichnungen nicht so herausragend, auch wenn sie wirklich gut waren. Der Teil ist nur ein Filler und somit erfährt man eigentlich so gut wie nichts neues. Der Teil rund um Wally war gut umgesetzt. Es gibt lediglich einige Hinweise auf den Täter und das hat mich ziemlich verwirrt. Und wenn das angedeutete stimmt, dann wäre die Auflösung ziemlich enttäuschend.

#7 Heft:

Zeichner: Clay Mann
Seiten: 32

Man erfährt wieder viel über Wally und das hat mich richtig traurig gestimmt. Er hat halt kein einfaches Päckchen zu tragen und am liebsten hätte ich ihn einfach in den Arm genommen. Man merkt aber trotzdem, dass er versucht positiv zu bleiben. Ansonsten merkt man hier an dem Teil deutlich wie hoch die Spannung ist und dass die Lösung quasi zum Greifen nahe ist.

#8 Heft:

Zeichner: Clay Mann, Mitch Gerads
Seiten: 32

[Könnte leichte Spoiler enthalten! Namen werden aber nicht genannt]

Dieser Teil hat mich echt positiv überrascht. Man rechnet ja irgendwie mir allem, aber das ausgerechnet so etwas passiert ist doch recht absurd. Dabei kann das durchaus passieren, wenn Leute(in dem Fall Superhelden) über einen längeren Zeitraum immer wieder traumatisiert werden. Eigentlich mag ich das ja absolut nicht, wenn genau der Aspekt immer wieder aufgegriffen und in der Literatur missbraucht wird. Schließlich werden ja nicht alle mit PTBS zu Mördern und genau das Bild wird ja somit kreiert. Jedoch ist es hier wirklich gut aufgebaut und die Gründe werden nachvollziehbar erklärt. Es fügt sich alles logisch zusammen und auch wenn die Auflösung nicht bei allen gut ankommt, finde ich es sie durchaus geschickt gewählt. Es wird jetzt nicht alles im Detail erklärt, aber ich finde die Gründe für all das sind durchaus nachvollziehbar. Und auch das Geständnis macht Sinn, wenn man bedenkt wie er oder sie sonst handelt.

#9 Heft:

Zeichner: Clay Mann
Seiten: 32

Vor allem die Rückschlüsse, die aus dem Ganzen gezogen werden finde ich bemerkenswert und beinhalten eine wirklich wichtige Nachricht. So wirklich zufrieden bin ich mit der Auflösung nicht und das Ende hat auch einen bitteren Nachgeschmack, aber es regt wirklich zum Nachdenken kann. Kann man so eine Tat verzeihen vor allem wenn man sein bisheriges Leben in Betracht zieht? Kann man wirklich von jemanden verlangen den Superhelden 24/7 zu mimen?

Fazit

Wenn man sich die Reihe vornehmen möchte, dann sollte man echt alle Teile auf einmal lesen. Es sind halt nur 9 Hefte und da macht es durchaus Sinn sich den Sammelband zuzulegen. Mir hat die Miniserie gut gefallen und wenn es alleine um die Zeichnungen gehen würde, dann würde ich ihr auch 5 von 5 Sternen gegeben. Leider wurden zwischendurch die Zeichner gewechselt, was aber teilweise gar nicht so sehr auffiel. Die Stile unterscheiden sich zwar, jedoch sind die Zeichnungen rein vom Niveau her alle qualitativ hochwertig. Das ist ja leider nicht bei allen Comicserien der Fall, deshalb möchte ich das einfach mal hervorheben. Aber da es ja auch um die Handlung geht sind es nur 3,5 von 5 Sternen und das auch nur, wenn ich wohl wollend das alles kritisiere. Die Miniserie hat wirklich viel Potential und handelt von einem sehr wichtigen Thema, aber leider hapert es an der Umsetzung. Es wirkt dann doch alles etwas holprig, da einfach viel zu lange nichts passiert und auch die Auflösung hätte man schon viel früher andeuten können. So ist zwar der Überraschungseffekt größer, jedoch wirkt es halt dadurch auch ein wenig deplatziert immerhin entspricht das ja alles nicht dem Charakter des Täters.