Freitag, 8. Januar 2021

#349 Bücherregal - Zeit Verbrechen

  


TitelZeit Verbrechen
AutorSabine Rückert
VerlagPiper Verlag
GenreTrue Crime
Seiten224 Seiten
Meine Bewertung

3/5

 Inhalt

Die Autorin Sabine Rückert ist nicht nur stellvertretene Chefredakteurin bei der Zeit, sondern auch Gerichts- und Kriminalreporterin. In diesem Buch bespricht die Autorin 12 Kriminalfälle, die sich in Deutschland ereignet haben. Unter anderem geht es um eine Mutter, die 9 ihrer 13 Kinder sterben ließ und sie anschließend in Blumenkübeln auf dem Balkon vergrub. Aber auch der Fall um den Autobahnraser Rolf F. wird beleuchtet, sowie der Holzklotzwurf von einer Autobahnbrücke, bei dem eine junge Mutter ums Leben kam.


Review

Was mir wirklich gut gefallen hat an dem Buch ist die Auswahl der Fälle. Es ist von allem möglichen was dabei und es zeigt einfach nur, dass den Abgründen der Menschheit keine Grenzen gesetzt sind. Einige der Fälle gingen massiv durch die Presse als sie bekannt wurden.

Immer wieder wird auf ähnliche Fälle verwiesen, was diese noch beängstigender wirken lassen. Denn viele der geschilderten Taten sind keines Falls Einzelfälle und da ist es fast schon beruhigend zu erfahren, dass am Ende das Gericht ein Urteil fällen konnte. Was das betrifft wird auch erläutert wie überhaupt so ein Urteil zustande kommt oder wie die Ermittlungen abgelaufen sind, die auch jeder Zeit im Fokus stehen.

Einige der geschilderten Fälle machen einfach nur sprachlos und es ist erschreckend zu sehen wie weit manche Menschen gehen nur um den Gesichtsverlust abzuwenden. Hier wird auch noch einmal sehr deutlich wie sehr solchen Menschen mit den modernen Medien in die Hände gespielt wird und dass diese sich damit vor allem auf die Ermittlungen und die Gesellschaft negativ auswirken. Der Fall des ertrunkenen Kindes in Sebnitz ist ein klassisches Beispiel dafür und es wird hier noch einmal sehr deutlich wie das alles seinen Lauf nahm und eins zum anderen führte. Und wie man solche Fälle medial so ausschlachten kann ist mir ohne ein Rätsel, ungeachtet wie diejenigen zu Tode kamen und ich finde es immer schlimm wenn jedes neue Staubkorn an Informationen so extrem durch die Presse geht. Was ja heutzutage aufgrund der Liveschaltung bei bestimmten Boulevardmedien noch viel extremer geworden ist.

Was mich richtig gestört hatte beim Hörbuch waren die Stimmen bestimmter Sprecher. Vor allem einer versuchte mit seiner Stimme künstlich Spannung zu erzeugen, was ich jetzt bei fiktiven Fällen gar nicht so schlimm finde. Jedoch handelt es sich hierbei um reale Fälle und da empfinde ich es einfach als geschmackslos bestimmte Dinge so zu betonen. Es klang halt wirklich fast so, als wäre der Sprecher begeistert von dem was er erzählt und das hinterlässt einen wirklich bitteren Nachgeschmack. Die Texte an sich sind leider an einigen Stellen ohnehin recht reißerisch formuliert, weshalb dieser Eindruck verstärkt wird. Wobei man hier anmerken muss, dass sie zum Großteil sehr sachlich gehalten wurden. 
 
Rückblickend bin ich froh ein Geld für das Hörbuch ausgegeben zu haben(kostenlose Streaminganbieter sei Dank), denn nennenswerte neue Informationen hat mir das Buch nicht geliefert. Stattdessen werden einige Fälle im Podcast besser erläutert, was einfach nur schade ist. Hier merkt man halt einfach, dass das alles für das Medium Zeitung zusammen gefasst wurde. Das eBook ist mit seinen 12,99 €(Taschenbuch: 16€) recht happig im Preis, für seine gerade mal 200 Seiten und dass es letztendlich nur eine Ansammlung von Zeitungsartikeln ist. 



Fazit

Leider konnte mich das Buch nicht überzeugen, aber ich denke wenn man den Podcast noch nicht gehört hat ist es ein guter Einstieg in das Genre True-Crime.

Mittwoch, 6. Januar 2021

Lesemonat Dezember

 




Guten Morgen, 

jetzt ist der Dezember auch schon wieder vorbei und somit haben wir das Jahr 2020 hinter uns gelassen. Deshalb ist es wieder einmal Zeit für den Lesemonat und tatsächlich habe ich es geschafft einige Bücher zu lesen. 

Diesen Monat habe ich 4.222 Wörter für den Blog geschrieben und 51.112 für die Fanfiction und somit habe ich 1.845 Wörter pro Tag geschrieben. 

  • ZEIT Verbrechen von Sabine Rückert, 3/5 Sternen
  • Nick and Charlie von Alice Oseman, 4/5 Sternen
  • Ich bin Linus von Linus Giese, 4/5 Sternen
  • Nicht alle waren Mörder von Michael Degen, 4/5 Sternen
  • Carrie von Stephen King, 4,5/5 Sternen
  • The Giver(Teil 1-4) von Lois Lowry, 2,25/5 Sternen
  • Unberechenbar von Harald Lesch und Thomas Schwartz, 4/5 Sternen
  • Verwesung(Fall 4, 4.5, 4.6) von Simon Beckett, 3,67/5 Sternen
  • Sündenmord von Sheldon Rusch, 2/5 Sternen
  • We contain multitudes von Sarah Henstra, 3/5 Sternen
  • We, The Wildflowers von L.B. Simmons, 4/5 Sternen

16 Bücher | 3.772 Seiten | 234 Seiten/Buch | 122 Seiten/Tag
- Comic | - Graphic Novel | - Light Novel | - Manga
durchschnittliche Bewertung: 3,25/5
Verlage: 10
bereiste Länder: 3
Genre: 7(2xBiografie, 1xDystopie,1xHorror, 1xSachbuch, 2xThriller, 1xTrue-Crime, 3xYA)


Highlight:  Carrie von Stephen King, 4,5/5 Sternen


Flop: Sündenmord von Sheldon Rusch, 2/5 Sternen


Das Buch "ZEIT Verbrechen" von Sabine Rückert beinhaltet einige Artikel aus dem Magazin Zeit Verbrechen. Da ich auch den dazugehörigen Podcast bis auf die Folgen aus 2020 nahezu komplett gehört habe, kannte ich den Großteil der genannten Fälle schon aus diesem. Ansonsten ist es recht typisch für True-Crime-Magazine und zum großen Teil werden in diesem Buch nur wirklich sehr bekannte Fälle besprochen, wie die Mutter die ihre 9 toten Säuglinge in Blumentöfen begrub und der Holzklotzwurf von der Autobahnbrücke, durch den eine junge Mutter verstarb.


Bei "Nick and Charlie" von Alice Oseman handelt es sich um eine Novella rund um die beiden Charaktere, die man aus "Solitaire" und "Heartstopper(Webcomic)" kennt. Mir hat sie ganz gut gefallen und ich finde es immer wieder schön, wenn Autoren so Alltagsgeschichten veröffentlichen.


In "Ich bin Linus" von Linus Giese erzählt der Autor aus seinem Leben als trans Mann. Was mir besonders gut an dem Buch gefallen hat ist die schonungslose Ehrlichkeit. In diesem Buch werden wirklich viele Vorurteile beseitigt und ich finde es einfach toll, dass durch solche Bücher jungen Menschen eine Orientierung gegeben wird. Und zwar eine abseits von dem ganzen toxischen Kram, den man teilweise in diversen Internetcommunities erlebt.


Bei "Nicht alle waren Mörder" von Michael Degen erzählt der Autor wie es für ihn war als jüdischer Junge in Berlin während des II. Weltkrieges aufzuwachsen. Ganz eindringlich erzählt er wie es war, als seine Mutter beschloss mit ihm unterzutauchen und wie viele ihnen genau dabei geholfen hatten. Und wie es für ihn war all die Luftangriffe zu erleben, ohne dabei in einem der unzähligen Luftschutzkeller in Berlin zu sitzen. 


"Carrie" von Stephen King handelt von einem Mädchen mit telekinetischen Kräften. Um das Buch bin ich ja schon wirklich lange herum geschlichen und endlich habe ich es einmal gelesen. Das Ende war so typisch für King und wenn ich das mal außer Acht lasse ist es ein wirklich tolles, aber recht kurzweiliges Horrorbuch. 


In "The Giver(Teil 1-4)" von Lois Lowry geht es um eine dystopische Gesellschaft, bei der alle in vollkommener Harmonie aufgrund fehlender Gefühle leben. Der erste Teil der Reihe hatte mir ganz gut gefallen, aber die restlichen drei fand ich einfach nur grottig. In der Rezension könnt ihr die einzelnen Gründe nachlesen und hier an der Stelle möchte ich nur anmerken, dass ich einfach nur enttäuscht bin. Denn der erste Teil ist ganz okay und ich frage mich immer noch, wie man so eine Idee so versemmeln kann?


"Unberechenbar" von Harald Lesch und Thomas Schwartz ist ein Sachbuch in dem es darum geht, dass man eben nicht alles im Leben mit irgendwelchen Gleichungen berechnen kann. An einigen Stellen im Buch musste ich richtig lachen, allein weil ich zum Beispiel die Dorfproblematik als Dorfkind(unter 500 Einwohner) kenne. Besonders gut an dem Buch hat mir übrigens gefallen, dass jede Menge Lösungen/Alternativen genannt werden und nicht nur Missstände angeprangert werden. 


David Hunter wird in "Verwesung(Fall 4, 4.5, 4.6)" von Simon Beckett mit dem Serienmörder Jerome Monk konfrontiert und den Tiefen des Dartmoors. Dieses Mal ist der Teil extrem Charakterfokusiert und deshalb geht es kaum um die Forensik, was ja eigentlich USP(Alleinstellungsmerkmal) der Reihe ist. Trotzdem hat es mir recht gut gefallen und da ich noch etwas von David Hunter lesen wollte, habe ich die Novellen "Katz und Maus(Fall 4.5)" und "Schneefall und Ein ganz normaler Tag(Fall 4.6)" gehört bzw gelesen. So zum Jahreswechsel lese ich immer gerne Novellen und für zwischendurch sind die nicht verkehrt.


In "Sündenmord" von Sheldon Rusch geht es um jemanden, der sich für Gott hält und deshalb Prominente brutal ermordet. Mir hat das Buch absolut nicht gefallen, weil der Matratzensport im Fokus stand und die Handlung ständig durch "Gott" unterbrochen wurde. Teilweise war das alles einfach zu abstrus und es wurde oft in Rätseln gesprochen, die ich leider nicht lösen konnte.


Bei "We contain multitudes" von Sarah Henstra lernen sich Jonathan und Adam durch Briefe kennen, die sie im Englischunterricht sich über das Schuljahr über gegenseitig schreiben müssen. Hier kommen einige wirklich heftige Themen wie Drogensucht, Homophobie, Mobbing und an sich ist es wirklich schön geschrieben. Jedoch fand ich die Briefform an gewissen Stellen einfach nur extrem anstrengend und man merkt einfach, dass es von einer Frau geschrieben wurde. Und hier werden einfach zu viele m/m-Klischees bedient, die einfach absolut nichts in YA zu suchen haben. Ein 15-jähriger Junge mit einem 18-jährigen Jungen, sehr passives Verhalten gegenüber all den homophoben Sprüchen/Taten und alles wird so absurd auf die Spitze getrieben, dass es stellenweise eine FF auf Tumblr sein könnte. Ich glaube in Zukunft werde ich wirklich nur noch Own-Voice-Bücher zu solchen Themen lesen.


In "We, The Wildflowers" von L.B. Simmons geht es um vier Jugendliche, die aus verschiedenen Gründen bei einer Pflegemutter zusammen leben. Im Vorfeld wusste ich schon, dass das Buch einige sehr heftige Themen wie Sucht, Tod, Missbrauch und anderes beinhaltet und es eben YA ist. Trotzdem war ich geschockt darüber, wie detailliert da vieles beschrieben wurde.


In den nächsten Wochen wird es dann nach und nach mein Lesejahr 2020 in Zahlen und natürlich meine Top10 Lesehighlights und Leseflops geben. Hier der Beitrag ist ohnehin schon ziemlich lang geworden und deshalb hatte ich mich dazu entschlossen alles einzeln zu posten. Ansonsten habe ich mir fürs neue Jahr nichts groß vorgenommen, da ich ohnehin nicht der Typ Mensch bin der für Pläne ein Startdatum, welches in der Zukunft liegt, braucht. Was das lesen betrifft wird es so weiter gehen wie bisher und je nach Laune wird das Buch ausgewählt. Auf die einzelnen Challenges von 2020 und die fürs Jahr 2021 werde ich noch einmal im Jahresrückblick gesondert eingehen.


LG

Sonntag, 3. Januar 2021

#348 Bücherregal - Eifel-Schnee(Kurzrezension)

  


TitelEifel-Schnee(4. Fall Siggi Baumeister)
AutorJacques Berndorf
VerlagGrafit Verlag
GenreKrimi/Eifelkrimi
Seiten241 Seiten
Meine Bewertung
3/5

 Inhalt

Ole und Betty sind gerade einmal 25 Jahre alt, als sie bei einem Scheunenbrand ums Leben kamen. Ein kleiner Junge ruft daraufhin den Journalisten Siggi Baumeister an, schließlich hatte Ole ohnehin vor diesen zu kontaktieren. Alle in dieser Gegend wussten von den Drogengeschäften der beiden. Jedoch konsumierten sie selbst nie Heroin, was ihnen aber scheinbar in tödlicher Dosis verabreicht wurde bevor jemand den Brand in der Scheune legte.

Review

Vor allem die Eigenart der "Eifler" fand ich gut getroffen und fand auch einige Redewendungen wieder, die für die Region recht typisch sind. Auch sonst gibt es unglaublich viel Lokalkolorit und man erfährt ziemlich viel über die Region. Es wurde auf alle Fälle ausführlich recherchiert und der Fall wirkt dadurch schlüssig.

Die Handlung an sich ist trotz der wenigen Seiten recht vielschichtig und so bleibt es bei der Suche nach dem Täter bis zum Schluss spannend. 

Immer wieder wird die doch sehr trostlose, ernste Handlung durch einige gut gestreute, lustige Szenen durchbrochen. Wobei jedoch nie die Themen Drogenabhängigkeit bzw. Alkoholismus verharmlost geschweige denn ins Lächerliche gezogen werden.

Was ich jedoch etwas verwirrend fand war, dass der Journalist Baumeister so unglaublich viel heraus gefunden hatte. Natürlich gibt es auch in der Eifel recht redselige Leute und es wird viel schmutzige Wäsche gewaschen, aber der Umfang des Ganzen hatte mich dann doch sehr überrascht. Wobei er mit einem ehemaligen Kommissar an seiner Seite einen wirklich guten Informanten hat.


Fazit

Der recht kurzweilige Krimi eignet sich aufgrund seiner Länge und des einfachen Schreibstils prima für zwischendurch. Man hat ihn schnell durch gelesen und er kommt ohne viel Blut oder ähnliches aus. Und man kann ihn gut ohne Vorwissen lesen.

Freitag, 1. Januar 2021

#347 Bücherregal - History is all you left me

 



Titel(Englisch)History is all you left me
AutorAdam Silvera
VerlagSimon&Schuster
GenreYoung Adult Contemporary
Seiten304 Seiten
Meine Bewertung
3,5/5

 Inhalt

Eigentlich hatte Griffin fest damit gerechnet, dass seine erste große Liebe Theo eines Tages zu ihm zurück kehrt. Dabei war dieser nach Kalifornien fürs College gezogen und ging dort eine Beziehung mit Jackson ein. Doch vollkommen unerwartet kommt Theo bei einem Unfall ums Leben und Griffin scheint jeglichen Halt zu verlieren. Seine Zwangshandlungen werden immer schlimmer und er muss eine Entscheidung treffen. Kann er weiterhin die Geheimnisse für sich behalten, selbst wenn diese sein komplettes Leben zerstören?


Review

TW: Zwangsstörung

Man wird direkt in die Handlung geworden und erfährt somit erst relativ spät was es überhaupt mit Theo und Griffin auf sich hat. Auf einige Fragen gibt es tatsächlich vollkommen überraschende Antworten und das wiederum führt zu interessanten Wendungen. Dadurch bleibt das alles bis zum Schluss spannend, was natürlich durch die ständigen Rückblenden noch begünstigt wird.

Ein großes Thema in dem Buch ist die Trauerbewältigung und ich finde es immer wieder schön wenn Autoren zeigen, dass jeder mit dem Thema Tod anders umgeht. Und somit jeder seinen eigenen Weg finden muss und es dafür passende Hilfsangebote gibt. Vor allem finde ich es diesbezüglich gut, dass die psychischen Erkrankungen von Griffin ernst genommen werden im Laufe der Handlung und es nicht wie ein Storyelement rüberkommt, dass nur beweisen soll wie schwer es der Charakter hat.
Was mich beim Lesen total irritiert hatte war die Zwangsstörung von Griffin. Der Autor hat hier über seine eigenen Erfahrungen geschrieben und es wirkt alles sehr authentisch. Es wird alles sehr beiläufig eingeflochten und drängt sich nicht in den Vordergrund. An sich ist es äußerst wichtig, dass viel mehr Betroffene Krankheiten so beiläufig in Geschichten einfließen lassen. Vor allem wird hier nichts geschönt, jedoch empfand ich es zusätzlich zu Griffins sonstigen Verhalten als etwas zu viel. Man hatte das Gefühl als wäre eine reine Ansammlung von Fehlern und bräuchte jahrelange Psychotherapie um zu lernen, wie man mit anderen Menschen interagiert und Beziehungen eingeht. An vielen Stellen hätte ich ihm am liebsten mal ordentlich die Meinung gesagt, denn manche Gedankengänge von ihm sind wirklich schwer zu ertragen. Man hat das Gefühl als wäre er pausenlos das Opfer und alle hätten sich gegen ihn verschworen. 

Und dann empfand ich das Verhalten der meisten Charaktere als absolut toxisch und ich finde es ein wenig schade, dass das bis zum Thema absolut nicht eingeordnet wird. Vor allem Griffin hat in den Rückblenden einen Folgen schweren Fehler begangen, den er gefühlt das komplette Buch über bereut. Und dieser Plottwist kam vollkommen aus dem Nichts, was mich total ratlos hinterlassen hatte. Aus dem Grund hatte ich auf eine Erklärung gehofft, aber die blieb bis zum Schluss aus. Junge Leute sind bekannt dafür impulsiv zu handeln, aber das Ausmaß war dann doch sehr überraschend. Auch sonst passieren einige Dinge, die teilweise von Nebencharakteren kritisch gesehen werden und ich finde es schade, dass hier nicht näher darauf eingegangen wird. Es scheint oft fast so als wolle Griffin das offensichtliche nicht sehen und das hat mich als Leser einfach nur wütend gemacht. 

Hier muss man dem Autor dann aber zu Gute halten, dass er nicht noch schwierige Familienverhältnisse mit eingebaut hatte. Das wird ja auch oft verwendet um zu zeigen wie kaputt der Charakter ist und wie schwer er es hat und der Autor bespricht ja schon mehr als genug Themen auf den 300 Seiten. 


Fazit

An sich ist es eine durchaus schöne und kurzweilige Jugendbuchlektüre. Mich konnte sie jetzt nicht vollens überzeugen und deshalb gibt es nur 3,5 von 5 Sternen. Der Autor lässt hier eigene Erfahrung einfließen, denn er selbst ist homosexuell und hat eine Zwangsstörung. Das möchte ich an dieser Stelle einfach noch einmal erwähnt haben, da es zu wenige Bücher dieser Art auf dem deutschen Buchmarkt gibt("Was von dir bleibt" ist die deutsche Übersetzung).