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Freitag, 1. Januar 2021

#347 Bücherregal - History is all you left me

 



Titel(Englisch)History is all you left me
AutorAdam Silvera
VerlagSimon&Schuster
GenreYoung Adult Contemporary
Seiten304 Seiten
Meine Bewertung
3,5/5

 Inhalt

Eigentlich hatte Griffin fest damit gerechnet, dass seine erste große Liebe Theo eines Tages zu ihm zurück kehrt. Dabei war dieser nach Kalifornien fürs College gezogen und ging dort eine Beziehung mit Jackson ein. Doch vollkommen unerwartet kommt Theo bei einem Unfall ums Leben und Griffin scheint jeglichen Halt zu verlieren. Seine Zwangshandlungen werden immer schlimmer und er muss eine Entscheidung treffen. Kann er weiterhin die Geheimnisse für sich behalten, selbst wenn diese sein komplettes Leben zerstören?


Review

TW: Zwangsstörung

Man wird direkt in die Handlung geworden und erfährt somit erst relativ spät was es überhaupt mit Theo und Griffin auf sich hat. Auf einige Fragen gibt es tatsächlich vollkommen überraschende Antworten und das wiederum führt zu interessanten Wendungen. Dadurch bleibt das alles bis zum Schluss spannend, was natürlich durch die ständigen Rückblenden noch begünstigt wird.

Ein großes Thema in dem Buch ist die Trauerbewältigung und ich finde es immer wieder schön wenn Autoren zeigen, dass jeder mit dem Thema Tod anders umgeht. Und somit jeder seinen eigenen Weg finden muss und es dafür passende Hilfsangebote gibt. Vor allem finde ich es diesbezüglich gut, dass die psychischen Erkrankungen von Griffin ernst genommen werden im Laufe der Handlung und es nicht wie ein Storyelement rüberkommt, dass nur beweisen soll wie schwer es der Charakter hat.
Was mich beim Lesen total irritiert hatte war die Zwangsstörung von Griffin. Der Autor hat hier über seine eigenen Erfahrungen geschrieben und es wirkt alles sehr authentisch. Es wird alles sehr beiläufig eingeflochten und drängt sich nicht in den Vordergrund. An sich ist es äußerst wichtig, dass viel mehr Betroffene Krankheiten so beiläufig in Geschichten einfließen lassen. Vor allem wird hier nichts geschönt, jedoch empfand ich es zusätzlich zu Griffins sonstigen Verhalten als etwas zu viel. Man hatte das Gefühl als wäre eine reine Ansammlung von Fehlern und bräuchte jahrelange Psychotherapie um zu lernen, wie man mit anderen Menschen interagiert und Beziehungen eingeht. An vielen Stellen hätte ich ihm am liebsten mal ordentlich die Meinung gesagt, denn manche Gedankengänge von ihm sind wirklich schwer zu ertragen. Man hat das Gefühl als wäre er pausenlos das Opfer und alle hätten sich gegen ihn verschworen. 

Und dann empfand ich das Verhalten der meisten Charaktere als absolut toxisch und ich finde es ein wenig schade, dass das bis zum Thema absolut nicht eingeordnet wird. Vor allem Griffin hat in den Rückblenden einen Folgen schweren Fehler begangen, den er gefühlt das komplette Buch über bereut. Und dieser Plottwist kam vollkommen aus dem Nichts, was mich total ratlos hinterlassen hatte. Aus dem Grund hatte ich auf eine Erklärung gehofft, aber die blieb bis zum Schluss aus. Junge Leute sind bekannt dafür impulsiv zu handeln, aber das Ausmaß war dann doch sehr überraschend. Auch sonst passieren einige Dinge, die teilweise von Nebencharakteren kritisch gesehen werden und ich finde es schade, dass hier nicht näher darauf eingegangen wird. Es scheint oft fast so als wolle Griffin das offensichtliche nicht sehen und das hat mich als Leser einfach nur wütend gemacht. 

Hier muss man dem Autor dann aber zu Gute halten, dass er nicht noch schwierige Familienverhältnisse mit eingebaut hatte. Das wird ja auch oft verwendet um zu zeigen wie kaputt der Charakter ist und wie schwer er es hat und der Autor bespricht ja schon mehr als genug Themen auf den 300 Seiten. 


Fazit

An sich ist es eine durchaus schöne und kurzweilige Jugendbuchlektüre. Mich konnte sie jetzt nicht vollens überzeugen und deshalb gibt es nur 3,5 von 5 Sternen. Der Autor lässt hier eigene Erfahrung einfließen, denn er selbst ist homosexuell und hat eine Zwangsstörung. Das möchte ich an dieser Stelle einfach noch einmal erwähnt haben, da es zu wenige Bücher dieser Art auf dem deutschen Buchmarkt gibt("Was von dir bleibt" ist die deutsche Übersetzung).

Freitag, 3. Januar 2020

#269 Bücherregal - Die Stille meiner Worte



TitelDie Stille meiner Worte
AutorAva Reed
VerlagUeberreuter Verlag
GenreRoman/Young Adult
Seiten320 Seiten
Meine Bewertung
4/5

 Inhalt

Seit dem Tod ihrer Zwillingsschwester Izzy hat Hannah kein Wort mehr gesagt. Denn da ist niemand mehr, der sie so ergänzen kann wie ihre Schwester und genau das braucht sie gerade mehr als alles andere. Und ihre Eltern schaffen es nicht sie zum Sprechen zu bekommen. Um Izzy nahe zu sein schreibt Hannah ihr Briefe und verbrennt diese in der Hoffnung sie so bei sich behalten zu können. All das übt eine Faszination auf Levi aus, der unbedingt erfahren möchte wer Hannah wirklich ist.

Review

Die Autorin hat einen poetischen Schreibstil, der wunderbar zu dem Thema des Buches passt. Es wird sehr sensibel mit dem Thema Tod umgegangen und man hat zu keinem Zeitpunkt das Gefühl, als müsste Hannah auf Knopfdruck funktionieren und mit dem Thema schon längst abgeschlossen haben. Es wird auch gezeigt wie sehr einen so etwas als Familie belastet und jeder anders damit umgeht. Vor allem Hannahs Gefühlswelt wird realistisch dargestellt und mir gefallen die Briefe an Izzy wirklich gut.

Was ich besonders gut fand waren die relativ kurzen Kapitel und oft habe ich deshalb auch gar nicht gemerkt, dass schon so viel Zeit vergangen ist. Oft habe ich mir nämlich gedacht, dass noch ein Kapitel geht und schwupps war die Nacht auch schon rum.

Die Handlung wird abwechselnd von Hannah und Levi erzählt und dadurch baut sich nach und nach Spannung auf. Ich finde es schön, dass sich alles so langsam aufbaut und man erst nach einiger Zeit erfährt wer Levi überhaupt ist und warum Hannah sich so abkapselt von allem. Dafür muss man sich durch einige langweilige Kapitel zu Beginn kämpfen, aber das ist nicht weiter schlimm.Denn diese Kapitel signalisieren ja, dass auch nach so einem Vorfall das Leben einfach weitergeht, auch wenn für einen selbst die Welt still steht. So hat man auch die Möglichkeit sich in die Handlung rein zu finden und die Charaktere(Hannah und Levi) besser kennen zu lernen. Allgemein bleibt auch die Handlung eher ruhig, sofern man von ruhig schreiben kann. Das passt wunderbar zum Thema und rückt dieses nicht unnötig in den Hintergrund.

Für mich waren einige Charaktere nur eine Ansammlung von Klischees, was ich sehr schade finde. Hier hätte man so viel rausholen können. Vor allem wenn diese öfters auftauchen stört es einfach nur und wenn sie sich dann noch widersprüchlich verhalten fällt es auf. Bei Izzy fällt das alles besonders auf, denn so wirklich erfährt man nichts über sie, dabei sollte ja das Gegenteil der Fall sein. Und so wie sie von Hannah dargestellt wird frage ich mich, warum sie überhaupt um sie trauert.
Mich haben zeitweise die vielen Wiederholungen gestört und hier hätte man einiges streichen können. Einiges ist wahrscheinlich dem Schreibstil geschuldet, aber manches muss man nicht gefühlt ständig wiederholen. Irgendwann weiß man als Leser, dass Hannah nun einmal nicht spricht.


Fazit

An das Buch bin ich mit relativ niedrigen Erwartungen heran gegangen, da ich eine schnulzige Liebesgeschichte erwartete ohne viel Tiefgang was bei YA-Romanen ja nicht unüblich ist. Während dem Lesen wurde ich positiv überrascht, denn vieles wird hier nicht nur oberflächlich angekratzt. Vor allem finde ich es gut, dass die Autorin hier nichts romantisiert. Das was passiert ist kann man nun einmal nicht schön reden oder durch irgendeine Liebesromanze erträglicher machen. All die Jugendlichen in dem Camp sind nicht ohne Grund dort und das merkt man auch. All das wird nur wenig angesprochen, was aber auch an Levi und Hannah liegt. Denn die beiden sind sehr mit  sich selbst beschäftigt und müssen gucken, wie sie mit ihren Problemen zurecht kommen und da bleibt wenig Raum für andere. Mich hat das Buch definitiv berührt und nachdenklich gestimmt.

Sonntag, 17. November 2019

#256 Bücherregal - We are okay(Kurzrezension)


Titel(Englisch)We are okay
Titel(Deutsch)Alles okay
AutorNina LaCour
VerlagPenguin Books
GenreYoung Adults/Jugendbuch
Seiten240 Seiten
Meine Bewertung
4,5/5

 Inhalt


Marin hat absolut keinen Kontakt zu den Menschen aus ihrem früheren Leben in Kalifornien und wenn es nach ihr ginge, könnte das ruhig so bleiben. Sie ist aus einer Übersprungshandlung ohne ein Wort des Abschieds nach New York abgehauen und nicht nur ihre beste Freundin Mabel vermisst sie. Es ist schließlich auch Mabel die wenige Tage vor Weihnachten nach New York reist um Marin in den Semesterferien zu besuchen um endlich Antworten zu bekommen.


Review

Die Handlung plätschert anfangs vor sich hin und wird nach und nach immer spannender. Ab einem gewissen Punkt möchte man einfach wissen was denn nun so schreckliches passiert ist und warum es Marin so schwer fällt darüber zu reden. Ab dem Zeitpunkt habe ich das Buch auch nicht mehr auf Seite gelegt. Es lässt sich prima in einem durchlesen und während dem Lesen habe ich oft die Zeit vergessen. Es gibt zwei Handlungsstränge, wobei einer in der Gegenwart spielt und man Marin und Mabel begleitet. Und der andere spielt an einem Zeitpunkt bevor das passiert, was Marin nach New York treibt. Beide Stränge wurden spannend erzählt und ich habe nur darauf gewartet, dass sie irgendwann zusammen treffen und man erfährt wie die beiden zusammen hängen.

Am meisten haben mir die vielen doch eher unscheinbaren und alltäglichen Szenen gefallen. Die Autorin schafft es unglaubliche Emotionen zu übermitteln und dazu braucht sie nur diese leisen Töne verpackt im Alltäglichen, die man eigentlich ot überhört. Dadurch herrscht durchgehend eine ruhige, recht melancholische Atmosphäre. Man hofft die ganze Zeit, dass Marin es schafft wieder neuen Mut zu schöpfen und sich der Vergangenheit zu stellen und es schafft ihrem doch recht grauen Leben wieder Farbe einzuhauchen. Genau das schafft die Autorin wunderbar und auch nachvollziehbar zu beschreiben ohne große theatralische Szenen zu verwenden. Der Schreibstil besticht zudem mit seiner Schlichtheit und ist stellenweise ziemlich poetisch.

Vor allem das Cover hat mich zum Lesen animiert, denn das ist einfach nur wunderschön. Leider ist das ja heute fast schon eine Seltenheit mal ein Cover anzutreffen, was man in der Form nicht schon mindestens 5 Mal gesehen hat.


Fazit

Hier geht es um die Themen Tod/Verlust, Trauer und Freundschaft.

Eigentlich lese ich ungern so dünne Bücher, da es doch recht schwer ist solche Themen auf so wenigen Seiten sinnvoll zu verpacken. Aber hier hat die Autorin genau das geschafft und ich finde das dem Buch auch nichts fehlt. Natürlich hätten ein paar Seiten mehr nicht geschadet um das Ende zum Beispiel auszubauen, aber so kann man sich alles selbst ausdenken und das ist auch nicht schlecht. Zumal ja auch genug für dieses Ausdenken angedeutet wurde und es fühlt sich auch nicht so an, als wäre man vorzeitig aus einem Buch bzw. der Handlung geschmissen wurden, wenn man es bildlich ausdrücken möchte.

Ich habe die englische Fassung gelesen und kann somit nichts zur deutschen schreiben. Nur eines frage ich mich diesbezüglich: Wieso wurde der Titel von "We are okay(wir sind okay)" zu "Alles okay" umgeändert? Es geht doch in der Handlung darum, dass Marins Welt zusammen gebrochen ist und sie deswegen nach New York flüchtet. Und das ist ja weit entfernt von alles okay.

Freitag, 15. November 2019

#255 Bücherregal - Postscript






TitelPostscript
AutorCecelia Ahern
VerlagS.Fischer Verlag
GenreRoman
Seiten423 Seiten
Meine Bewertung
4/5


Ich bedanke mich hiermit recht herzlichst bei Netgalley.de für das Bereitstellen eines Rezensionsexemplares.


 Inhalt

Gerrys Tod ist nun schon ganze 7 Jahre her und auf Wunsch ihrer Schwester Ciara redet Holly in deren Podcast über Gerrys Krebserkrankung und wie es für sie war mit Ende 20 ihren Ehemann zu verlieren. Sie redet auch über die 10 einzelnen Briefe, die ihr Mann ihr hinterlassen hat und die sie durch das erste Jahr nach seinem Tod begleitet hatten. Mittlerweile steht sie wieder mit beiden Beinen mitten im Leben und sie scheint gut über Gerrys Tod hinweggekommen zu sein. Doch dann wird sie wegen dem Podcast von einem Club mit dem Namen "P.S. Ich liebe dich" angesprochen, denn diese wollen inspiriert von Gerrys briefen ihren Liebsten auch diese Art von Briefen hinterlassen. Alle Mitglieder des Clubs sind todkrank und sie wollen Hollys Hilfe. Doch sie möchte eigentlich mit dem Thema nichts zu tun haben und so geht es sie erst einmal nicht auf diese Bitte ein. Doch kann sie wirklich diese Bitte auf Dauer ignorieren?

Review

Um einen besseren Vergleich zu haben und um noch einmal meine Erinnerung aufzufrischen hatte ich vorher "PS. I love you" gelesen. Man merkt im direkten Vergleich, dass die Autorin mittlerweile älter geworden ist und einige Romane geschrieben und mehr Lebenserfahrung hat. Ihr jetziger Schreibstil passt zudem einfach viel besser zu der Figur Holly als vorher. Er ist um einiges angenehmer zu lesen und deshalb wirkt Holly auch weniger sprunghaft. Zudem ist sie um einiges reifer und erwachsener geworden, weshalb sie nicht mehr viel von der Holly von Teil 1 hat. 7 Jahre sind halt einige lange Zeit und so ein Schicksalsschlag verändert einen nun einmal. Mir hat die Veränderung gut gefallen, wobei ich teilweise ihre doch recht egoistische Art fragwürdig fand. Natürlich möchte sie sich auch vor all den negativen Erinnerungen schützen, die es nun einmal durch Gerrys Krankheit gab, aber das erklärt bzw. entschuldigt einfach nicht ihr Verhalten gegenüber den Clubmitgliedern.

Im 1. Teil ging es ja darum, dass Holly die Briefe von Gerry und jetzt bei der Fortsetzung versucht sie anderen dabei zu helfen genau diese zu verfassen. Dadurch bekommt sie noch einmal einen ganz anderen Blickwinkel auf die Briefe von Gerry und setzt sich vor allem damit auseinander, was die Briefe ihr wirklich gebracht haben und warum sie überhaupt geschrieben wurden. Dadurch bringt sie ihren jetzigen Freund Gabriel in eine ganz merkwürdige Situation, denn dieser fühlt sich jetzt noch mehr dazu gezwungen sich mit ihrem toten Freund zu konkurrieren. Leider wird hier vor allem gegen Ende relativ wenig darauf eingegangen.

Es gibt im Laufe der Handlung immer wieder Rückblicke und so erfährt man wirklich viel über Gerry. So wurde auch er greifbarer und es wird schnell klar warum Holly ihn so verehrt.

All das wirft sie auch wieder ein ganz schönes Stück zurück und man merkt abermals was für ein großes Loch Gerry in Hollys Leben hinter lassen hat. Und es ihr dank dem Club sehr schwer fällt sich nicht abermals der Trauer und den Erinnerungen an Gerry  hinzugeben. Und da hat sich für mich die Frage gestellt, ob Holly wirklich den Tod von ihm verarbeitet hatte oder einfach nur ab einem Zeitpunkt all ihre Gefühle in eine Kiste gesperrt hatte und die von sich weg geschoben hatte.  Und erst jetzt setzt sich Holly wirklich mit all dem was geschehen ist gezwungenermaßen auseinander.

Am Besten gefällt mir am Cover das schlichte und der kleine Briefumschlag. Die Farben harmonieren gut miteinander und erinnern ein wenig an Tinte.



Fazit

Man muss nicht den 1. Teil gelesen haben um diesen hier zu verstehen. Mir waren einige Stellen zu kitschig, was aber auch zu erwarten war. Beim Lesen hatte ich so meine Probleme um mit Holly irgendwie warm zu werden. Deshalb hatte ich das Buch auch einige Zeit auf  Seite gelegt und mich anderen Büchern gewidmet, da ich stellenweise richtig wütend war auf Holly und mir deshalb das Lesen auch schwer fiel. Ich glaube Holly realisiert erst in diesem Teil was es heißt zu sterben und seine Liebsten zu verlassen. Und ich finde diese Erkenntnis kommt reichlich spät, denn Gerry ist ja jetzt schon 7 Jahre tot und es ist komisch, dass sie sich scheinbar nie groß Gedanken über genau den Aspekt gemacht hat. Vor allem fand ich es nervtötend, dass sie sich gefühlt ständig als Opfer sah, was sich erst gegen Ende änderte.

Alles in allem ist es eine Fortsetzung, die mich nicht ganz überzeugt konnte. Mir war der Handlungsverlauf teilweise zu gewollt und das Ende hätte man sich ruhig sparen können. Einige Themen werden leider nur oberflächlich beschrieben, was ich sehr schade fand. Aber ansonsten hat mich das Buch relativ gut unterhalten und wenn man es nicht mit dem 1. Teil vergleicht, dann machen auch die 4 von 5 Sternen Sinn. Es geht halt auch wieder um Krankheit, Tod und Trauer und auch wenn die lustigen Stellen und der Kitsch das alles ein wenig auflockern und dem ganzen etwas die Härte nehmen, gibt es einige sehr bewegende Stellen. Mich hat das Buch auf alle Fälle zum Nachdenken angeregt.

Rezension zu "PS. I love you" 

Freitag, 8. November 2019

#253 Bücherregal - PS. I love you



Titel(Englisch)PS. I love you
Titel(Deutsch)PS. Ich liebe dich
AutorCecelia Ahern
VerlagHarper Collins
GenreRoman
Seiten515 Seiten
Meine Bewertung
3,5/5

 Inhalt

In Gerry hat Holly einen Seelenverwandten gefunden und schon als Teenager waren die beiden ein Paar. Anfang 20 heirateten sie und sprachen auch oft darüber, wie es wäre ein Kind oder mehrere zu bekommen und diese groß zu ziehen. Doch vollkommen unerwartet bekommt Gerry die Diagnose Gehirntumor und die Behandlungen schlagen nicht an. Kurz darauf verstirbt er und Holly ist am Boden zerstört. Sehr zu ihrer Überraschung hat er ihr jedoch Briefe hinterlassen. Für jeden Monat einen und alle enden mit "Ps. Ich liebe dich".

Review

Die Handlung startet nach Gerrys Tod, aber man erfährt ziemlich viel über ihn in Form von Rückblenden und Erzählungen. Man erfährt wie wenig Holly mit dem Verlust ihres Partners zurechtkommt, schließlich war es die Liebe ihres Lebens und mit Ende 20 rechnet man ja nicht damit, seinen Partner an einen Gehirntumor zu verlieren. Immer wieder merkt man die Stadien der Trauer und wie sehr sie diese lähmt. Ich finde es gut, dass die Autorin das alles so beschreibt und es nicht romantisiert oder einfach nur vollkommen falsch darstellt. Über so einen Verlust ist man nun einmal nicht innerhalb von wenigen Wochen und so etwas kann einen ganz schön aus der Bahn werfen. Es fällt Holly halt unheimlich schwer überhaupt wieder auf die Füße zu kommen und zeitweise hat man das Gefühl, als würde sie das auch nicht mehr schaffen. Genau diese Trauerverarbeitung nimmt den Hauptteil der Handlung ein, also wer hier was anderes erwartet wird wahrscheinlich enttäuscht sein. Es gibt jedoch auch einige Nebenhandlungsstränge in denen es auch um Hollys Freunde und Familie geht.

Vor allem der Handlungsort hat mir gefallen, immerhin spielt das alles in Dublin(Irland) und nicht viele Bücher spielen dort. Man merkt finde ich auch an den Charakteren und deren Wortwahl, dass es dort spielt und genau so etwas liebe ich einfach. Ich weiß jetzt nicht, ob das in der deutschen Übersetzung auch so gut rüber kam.

Was mich total überrascht hatte war das Ende, denn ich hatte vollkommen vergessen wie das ausging. Man rechnet nicht damit und ich finde es gut, dass es so realistisch endet. Ich finde es einfach nur schlimm, wenn Bücher ein vollkommen unpassendes Ende haben, nur damit der Leser sein Wohlfühl-Happy-End hat.

Im Laufe der Handlung gibt es leider einige Plotholes und Längen. Bei manchen war ich mir gar nicht so sicher warum das explizit erwähnt wurde, denn es trug absolut gar nichts zur Handlung bei und man hätte es auch ruhig kürzen können. Jedoch handelt es sich hierbei ja um einen Schnulzenroman und da gibt es ja öfters mal Längen. Es ist an einigen Stellen ziemlich überzogen dargestellt, was ich auch nicht so toll fand.

Fazit

Hier das Buch hatte ich schon einmal vor etlichen Jahren gelesen und da vor kurzem die Fortsetzung heraus kam, wollte ich es unbedingt noch einmal lesen. Ich hatte auch schon gar nicht mehr damit gerechnet und deshalb war ich auch positiv überrascht. Mir war auch ganz entfallen, dass es sich hierbei um den Debütroman der Autorin handelt und dementsprechend verblüfft war ich auch über den Schreibstil. Ich habe schon mehrere Bücher von dieser Autorin gelesen und dementsprechend hatte ich auch einen besseren Schreibstil in Erinnerung. Auch die Charaktere sind sehr blass,was aber bei einem Debütroman nichts überraschendes ist. Nach dem ersten Mal Lesen hätte ich dem Buch sicherlich 4 Sterne gegeben, jetzt sind es halt nur noch 3,5. Was aber an sich ja auch keine schlechte Bewertung ist und verglichen mit den heutigen Romane in die Richtung ist es immer noch um Welten besser. Schließlich wird hier nicht dargestellt, dass man als Frau nur zusammen mit einem Mann funktionieren kann und Holly verliebt sich nicht innerhalb der ersten 100 Seiten in einen neuen Typen. Denn bei der Liebe des Lebens hört man nicht sofort auf den Partner zu lieben, nur weil dieser verstirbt. Und leider vergessen oder ignorieren manche Autoren genau das, was aber bei "PS. I love you" nicht der Fall ist.

Vor allem die Idee mit den Briefen finde ich schön und auch die Aufgaben darin machen total viel Sinn. Mittlerweile gibt es ja schon einige Bücher in die Richtung. Leider lernt man ja meist Dinge erst schätzen, wenn man sie verliert und ich denke Holly hat das alles auch noch einmal anders schätzen gelernt nach dem Tod von Gerry. Und ich finde es gut, dass solche Bücher genau das vermitteln und nicht, dass man direkt nach so einem Verlust wieder perfekt funktionieren und am Besten schon direkt wieder eine Beziehung vorweisen muss.

Freitag, 28. Juni 2019

#215 Bücherregal - Freak the mighty





Titel(Deutsch)Freak
Titel(Englisch)Freak the mighty
AutorRodman Philbrick
VerlagUsborne Publishing Ltd
GenreRoman
Seiten192 Seiten
Meine Bewertung
4,5/5





 Inhalt

Maxwell fällt es aufgrund seiner selbstunsicheren Art schwer Freunde zu finden. Zudem fällt es ihm schwer in der Schule mitzukommen und viele Kinder haben allein aufgrund seiner Größe und Art Angst vor ihm. Und dann zieht in seine Nachbarschaft ein gleichaltriger Teenager, der aber viel kleiner ist als all ihre Altersgenossen. Zudem ist er sehr intelligent, aber trotz all der Unterschiede werden sie Freunde. Zusammen bilden sie "Freak the mighty(Freak, der Starke)".

Review

Die Handlung bringt eine Achterbahnfahrt der Gefühle mit sich. Auch wenn einmal nicht so viel passiert möchte man einfach wissen wie es weiter geht. Es fühlt sich alles sehr realistisch an und ganz so, als wäre es genauso passiert. Das schafft ja auch nicht jeder Autor im großen und ganzen eine nachvollziehbare und realistische Handlung zu kreieren. Es gibt einige wenigen Szenen die ziemlich abwegig klingen. Das ganze wird von Max erzählt und es ist wirklich interessant in seine Gedankenwelt einzutauchen.

Durch die vielen überraschenden Wendungen bleibt die Handlung interessant und spannend. Allein wegen dem Klappentext hatte ich was ganz anderes erwartet und war dann beim Lesen positiv überrascht.

Die Charaktere sind liebevoll gezeichnet und mit vielen Details ausgestattet. Man fühlt richtig mit den Hauptprotagonisten mit. Auch die Charakterentwicklung ist nachvollziehbar. Kevin und Maxwell sind eigentlich grundverschieden und trotzdem entwickelt sich zwischen den beiden eine tiefe Freundschaft. Sie ergänzen sich quasi gegenseitig, denn der eine hat zum Beispiel Charaktereigenschaften die der andere nicht hat. Zu Beginn hat mich das Gefühl als könnte sich eine so tiefgründige Freundschaft zwischen ihnen entwickeln, denn dafür sind die Unterschiede doch sehr gravierend. Kevin ist im Gegensatz zu Maxwell sehr intelligent und steckt seine Nase gerne in Bücher. Maxwell hat mit Büchern gar nichts am Hut und durch seine Lernschwäche hat er massive Probleme in der Schule. Kevin ist aufgrund einer angeborenen Stoffwechselerkrankung sehr klein und auf seine Krücken angewiesen. Maxwell hingegen ist sehr groß und alles andere als selbstsicher aufgrund seiner Vergangenheit und Behinderung. Sie schaffen es jedoch diese Unterschiede als Vorteil für sich selbst zu nutzen und so hilft Kevin Maxwell in der Schule und im Gegenzug trägt Maxwell Kevin oft auf seinen Schulter durch die Gegend. Im Buch wird oft geschrieben, dass Max zu Kevins Beinen und Kevin zu Max seinem Gehirn wurde und ich denke das umschreibt das alles sehr gut. Sie helfen dem anderen einfach ohne das alles zu hinterfragen oder den anderen zu verurteilen, nur weil er etwas eben nicht kann.

Durch die bildhafte Sprache kann man sich alles gut vorstellen.
Am Ende des Buches ist das Wörterbuch von Kevin zu finden mit allerhand absurden Erklärungen für verschiedene Wörter.



Fazit

Während dem Lesen ist mir aufgefallen, dass ich mal vor sehr langer Zeit den Film dazu gesehen hatte.

Bemerkenswert finde ich wirklich wie die Handlung an sich erzählt wurde. Natürlich spielen die Behinderungen der beiden Kinder eine Rolle und die Diskriminierung, die sie dadurch erfahren. Zusätzlich wird Maxwell gemieden, da er seinem Vater sehr ähnlich sieht und dieser wegen Mordes an seiner Mutter im Gefängnis sitzt. Im Vordergrund steht jedoch die Freundschaft zwischen Kevin und Maxwell und wie sie zusammen diverse Hürden meistern. Die vielen witzigen Stellen lassen einen oft all das negative in dem Buch vergessen. Trotzdem würde ich das Buch niemanden empfehlen, der Probleme mit solchen Themen hat.

Das Buch ist eher kurzweilig und man hat es schnell durch gelesen. Es ist ein Jugendbuch und regt zum Nachdenken über das eigene Leben an.

Mittwoch, 20. Februar 2019

#20 Booktalk - Was wir uns versprachen

Hallo,

Im Dezember hatte ich "Was wir uns versprachen" von Leah Mercer gelesen. Und heute möchte ich es euch gerne in einem Booktalk vorstellen. Mir hat das Buch jetzt nicht so gut gefallen, aber vielleicht gefällt es ja dem ein oder anderen.





Aus heiterem Himmel verlässt Mark nach 10 Jahren Ehe seine Frau Anna. Dabei schien alles perfekt und beide wollten ein Kind miteinander. Ohne wirkliche Gründe zu nennen verschwindet er einfach aus ihrem Leben.
Auf der Suche nach Mark nimmt sie Kontakt zu seinem Vater auf, dabei hatte dieser 13 Jahre lang keinen Kontakt zu seinem Sohn. Und von ihm erfährt sie Sachen über ihn, die sie nie für möglich gehalten hatte. Auf einmal fühlt sich ihr eigener Ehemann wie eine komplett fremde Person an. Wie kann man eine Person schon so lange kennen und trotzdem nichts über sie wissen?

Am meisten hat mich der Schreibstil angesprochen, da man sich alles prima vorstellen konnte. Die Gefühle werden nachvollziehbar beschrieben.
Man liest die Geschichte abwechselnd aus der Sicht von Anna und Mark.

Leider gibt es einige Längen und teilweise fühlt es sich so ans als würde man in einer Endlosschleife stecken und nie zum Ziel kommen. Wahrscheinlich sollte das nur die Gefühle von Anna widerspiegeln, jedoch war es für mich einen Ticken zu lang. Dadurch geht etwas die Spannung verloren und es fühlt sich so an, als würden sich gewisse Handlungsschritte wiederholen. Hier hatte ich mir einfach mehr spannende Momente gewünscht und auch ein bisschen mehr Hintergrundwissen. So liest es sich wie die Suche nach einer Nadel im Heuhaufen und zwar genauso unspannend.
Vor allem was Anna betrifft fehlt viel Hintergrundwissen. Immer wieder werden bestimmte Dinge aus ihrer eigenen Vergangenheit angedeutet, aber man erfährt nie um was es tatsächlich geht.
Teilweise fand ich die Handlung ziemlich unglaubwürdig und konstruiert, vor allem was das "vermisste" Kind betrifft. Hier hätte ich mir eine schlüssigere Storyline gewünscht.
Man hätte den Fokus weniger auf die Erkrankung legen sollen, da es ja in erster Linie um die Emotionen an sich geht. Es ist einfach schrecklich wenn man gefühlt alle paar Zeilen das gleiche Wort liest. Zudem erschien mir das alles ziemlich schlecht recherchiert. Für jemanden mit so einer Erkrankung wirkt er doch recht fit an manchen Stellen. Natürlich gibt es gute und schlechte Tage und Momente, aber manches war einfach nur total absurd.

Hier erlebt man wirklich eine Achterbahnfahrt der Gefühle, jedoch bin ich es von anderen Romanen in der Richtung gewöhnt mehr mitgerissen zu werden. Ich würde das Buch niemanden empfehlen, der mit den Themen Schicksalsschlag und Krankheit nicht umgehen kann.
Mir war das Leben von Anna und ihrem Mann einfach zu perfekt. Es liest sich wie die perfekte Ehe aus einem Bilderbuch und da hätte ich mir doch etwas mit mehr Ecken und Kanten gewünscht. Und ich fand es ein bisschen komisch, dass Anna ihren Mann im Grunde selbst nach 10 Jahren Ehe nicht kannte. Natürlich gibt es Geheimnisse voreinander, aber kann man wirklich solche großen Schicksalsschläge voreinander verheimlichen? Müsste man sich nicht nach so einer langen Zeit in und auswendig kennen, vor allem wenn man den Partner so viel um sich hat?
Am Ende habe ich mir die Frage gestellt, ob es wirklich richtig ist so zu handeln. Sollte der Partner nicht selbst entscheiden können, ob er oder sie es sich zutraut? Und wie weit kann man aus Liebe wirklich gehen? Ab wann ist es nur noch der eigene Egoismus, der einen zu solchen Taten treibt?
Das Buch hatte ich mir nur ausgeliehen und rückblickend bin ich echt froh darum. Mich hat es nicht so wirklich überzeugt und ich hatte mir bei den vielen guten Beschreibungen einfach mehr erhofft.



Viele Grüße

Mittwoch, 30. Januar 2019

#18 Booktalk - Und dann war alles anders

Hallo,

Im Dezember hatte ich "Und dann war alles anders" von Nelly Fehrenbach gelesen. Und heute möchte ich es euch gerne in einem Booktalk vorstellen.





Nele ist eigentlich Krankenschwester und ist es gewohnt sich um andere zu kümmern. Anfangs ignoriert sie ihre Kopfschmerzen und denkt es sei nur Migräne, bis sie einen schweren Krampfanfall bekommt und das kurz vor der Hochzeit mit Jörg. Plötzlich steht ihre Welt Kopf und sie ist sich gar nicht mehr so sicher, ob sich ein Kampf dafür wirklich lohnt bis sie Paul begegnet.

Mir fiel es wirklich schwer das Buch aus der Hand zu legen, weil ich einfach wissen wollte wie es weiter geht. Deshalb habe ich das Buch auch nahezu in einem durch gelesen.
Der Schreibstil ist angenehm flüssig zu lesen und alles wird detailliert beschrieben. 
Die Handlung ist tiefgründig und kratzt nicht nur an der Oberfläche von dem Thema, sondern man merkt ziemlich früh wie tiefgreifend so eine Diagnose ist und wirklich nahezu jeden Lebensbereich verändert.
Der Handlungsverlauf ist rasch und die Spannung steigert sich bis zum Schluss. Immer wieder passieren nicht vorhersehbare Sachen, was das alles nur noch spannender macht.
Die Charaktere sind liebevoll gezeichnet, grundverschieden und voller Eigenheiten, die sie entweder total sympathisch oder total abstoßend machen. Am schlimmsten und nervigsten fand ich die Mutter von Charlotte und ihre zukünftige Schwiegermutter. Wie kann man sich als Mensch nur so verhalten in dieser Situation? Vor allem den inneren Kampf von Charlotte fand ich nachvollziehbar. Bei so einer Diagnose ist halt alles nicht mehr rosarot und man hadert mit seinem Schicksal, was vollkommen nachvollziehbar ist. Ich finde es toll, dass die Autorin diesen Aspekt aufgreift, da dieser in anderen Büchern oft vollkommen vernachlässigt wird. Es wird auch immer wieder aufgegriffen wie sehr das Umfeld von ihr an dem Thema zu knabbern hat und es nicht jeder so gut wegsteckt. All das macht die Geschichte erst authentisch und nachvollziehbar.
Zwischendurch musste ich die ein oder andere Träne wegwischen, da mich der Roman so mitgenommen hatte. Es war stellenweise wirklich rührend wie sich die Menschen um Charlotte gekümmert hatten, auch wenn sie selbst alle von sich gestoßen hatte. Man hofft die ganze Zeit einfach auf eine positive Wendung und auf ein gutes Ende für alle Beteiligten. Immer wieder gibt es einige doch sehr lustige Stellen, die alles etwas auflockern. 

Das Cover fand ich jetzt nicht so ansprechend, aber Geschmäcker sind nun einmal verschieden und anderen gefällt es wahrscheinlich.

Mir persönlich war der Roman einfach viel zu dünn und ich hätte mir stellenweise mehr Informationen gewünscht. Vor allem das Ende fand ich zu abrupt und da hätte man viel mehr rausholen können. Es bleiben so viele offene Fragen am Schluss und da frage ich mich, ob es je einen 2. Teil geben wird? So scheint es so als würde zwischen dem letzten Kapitel und dem Epilog ein ganzer Teil vom Buch fehlen, der an sich schon viele Fragen beantworten müsste. Vielleicht liegt es auch daran, dass es sich hierbei um einen Debütroman handelt.
Ich denke mal das Buch ist nichts für Menschen, die durch wie Tod, Krankheit und Trauer getriggert bzw. negativ beeinflusst werden könnten. Es ist nun einmal wie im Klappentext deutlich zu lesen keine leichte Kost.
Mich hat das Buch zum Nachdenken angeregt und mir wieder einmal vor Augen geführt wie schnell der Traum vom Leben platzen kann. Egal wie gut alles läuft, ein Gehirntumor kann jeden treffen. Und das wertvollste im Leben ist nun einmal die Gesundheit und das weiß man oft erst, wenn man eben nicht mehr gesund ist.


Viele Grüße

Mittwoch, 12. September 2018

#07 Booktalk - Bucket List: Zurück ins Leben

Guten Morgen :)

Im März hatte ich "Bucket List: Zurück ins Leben" von Mia B. Meyers gelesen. Da mir das Buch so gut gefallen hatte kommt heute dazu ein Booktalk.






Relativ kurz nach der Diagnose einer selten Erkrankung verstirbt Noah. Für seine große Liebe Amy bricht die Welt zusammen und auch sein bester Freund Kyle kommt mit dem Tod nicht zurecht. Doch Noah hat Briefe hinterlassen, die seine ganz persönliche Bucket List enthalten und er bittet in diesen Briefen Amy und Kyle bestimmte Sachen zu erledigen. Aufgrund dieser Aufgaben kommen die beiden sich ungewollt immer näher, bis Kyle einen schweren Fehler begeht.

Das Buch befasst sich mit dem Thema Trauer und wie man diese bewältigen kann. Trotz diesem Thema gibt es viele lustige Momente und es ist an sich ein lebensbejahendes Buch, denn das Leben geht auch nach so einem großen Verlust weiter. Vor allem die Liebe braucht oft keine logische Begründung und ich finde es wird wirklich gut wie mit dem Thema umgegangen.
Die Charaktere sind komplex und durchaus sympathisch. Sie handeln realistisch und auch ihres Charakters entsprechend.  Vor allem Amy und Kyle sind so unterschiedlich wie Tag und Nacht, weshalb es zu vielen Reibungen kommt. Amy ist der Tollpatsch schlecht hin und Kyle ist das genaue Gegenteil von ihr und das fängt schon bei dem Thema Ordentlichkeit an.
Amy und Kyle erzählen abwechselnd die Story und sprechen dabei stellenweise direkt zu Noah. Somit erhält man tiefe Einblicke in die Gefühlswelt der beiden. Der Schreibstil ist flüssig und angenehm und er passt auch zu den beiden Charakteren.
Bei mir sind die Gefühle ganz schön Achterbahn gefahren beim Lesen, da es neben den sehr traurigen und melancholischen Momentan auch sehr liebevolle und lustige gibt.
Obwohl das Ende ziemlich früh vorhersehbar war, habe ich vor allem wegen der vielen Wendungen bis zum Ende mit gebangt. Oft habe ich nur gedacht, dass die beiden sich endlich einen Ruck geben sollen egal wie groß der Schmerz ist.
Das Cover passt perfekt zur Handlung.

Am Ende des Buches wird die Krankheit "Lupus erythematodes"(Autoimmunerkrankung) an der Noah verstarb erklärt. Die Erkrankung an sich wird aber in dem Buch nicht groß thematisiert. Was ich an sich wirklich schade finde, da wahrscheinlich wenige etwas über die Krankheit wissen. So etwas hätte man zum Beispiel prima in Rückblenden einbauen können.

Mein einziger wirklicher Kritikpunkt ist, dass das Buch mit seinen 268 Seiten für diese Thematik einfach viel zu dünn ist. So werden einige Themen nur an der Oberfläche angekratzt und ich finde vor allem wenn es um so ein trauriges Themas wie den Verlust von einem Partner oder besten Freund wegen einer schweren Krankheit geht, kann man ruhig etwas mehr schreiben. Damit hätte man dem Buch an sich viel mehr Tiefgang geben können.


Obwohl das Buch dünn ist und man es schnell durch gelesen hat, ist es aufgrund des Themas wahrscheinlich nichts für zwischendurch. Man sollte sich Zeit nehmen beim Lesen und einfach die Gefühle die aufkommen zulassen. Ich hatte das Buch in einem durch gelesen, da mich die Handlung nicht mehr losgelassen hatte und es mich auch ziemlich nachdenklich gestimmt hatte. Wann ist es okay die Vergangenheit los zulassen und das Leben weiter zuleben? Es wird immer wieder gezeigt, dass Trauer etwas sehr persönliches ist und jeder anders damit umgeht.
Es kommt zu einigen Liebesakten, die aber alle recht kurz sind.
Normalerweise lese ich keine Romane, aber dieser hat mir wirklich gut gefallen.


Und wie findet ihr das Buch?

LG

Freitag, 27. Juli 2018

#119 Bücherregal - Für immer und ein Herzschlag






Titel(Deutsch)Für immer und ein Herzschlag
Titel(Englisch)Instructions for a second-hand heart
AutorTamsyn Murray
VerlagThienemann-Esslinger Verlag
GenreRoman
Seiten368 Seiten
Meine Bewertung
4,5/5



Ich bedanke mich hiermit recht herzlichst bei Netgalley.de für das Bereitstellen eines Rezensionsexemplares.

 Inhalt

Aufgrund von einem Herzfehler wartet Johnny schon lange auf ein Spenderherz. Nia ihr Zwillingsbruder verunglückt bei einem Ausflug an den Strand tödlich. Als Johnny endlich ein Spenderherz bekommt macht er sich auf die Suche nach seinem Spender. Bei dieser Suche stößt er auf Nia und verliebt sich in sie gegen seinen Willen.

Review

Die Handlung wird abwechselnd aus der Sicht von Nia und Johnny erzählt, weshalb an tiefe Einblicke in die Gefühlswelt der beiden bekommt. So erfährt man auch Gründe für ihr Handeln und auch unsicheres Auftreten. Alles ist in einem angenehm flüssigen Schreibstil verfasst und es fiel mir leicht es in einem durchzulesen. Es gibt viele doch recht überraschende Wendungen.
Es ist einfach eine Achterbahnfahrt der Gefühle und man hofft immer wieder es würde sich alles zum Guten wenden auch wenn es im realen Leben oft nicht so ist. Es ist wirklich alles sehr emotional, auch wenn es nicht total dramatisch geschrieben ist. Oft sind es die eher unscheinbaren Handlungen der Personen, die einen traurig stimmen. Und es gibt einfach zu viele ungesagte Worte und Geheimnisse zwischen den Protagonisten.
Man merkt richtig wie Nias Familie an dem Tod von Leo zerbricht und man leidet quasi mit.
Sowohl Nia als auch Johnny sind fernab von perfekt und haben viele Fehler. Beide kommen mit ihren Problemen nicht wirklich zurecht und haben einen doch recht holprigen Start miteinander. Es gibt viele realistische/authentische Charaktere.
Vor allem Emilys Schicksal hat mich getroffen. Sie muss dabei zusehen wie Johnnys Leben steil berghoch geht, während ihres immer mehr kaputt geht. Genau dieser Zwiespalt in dem sich Emily befindet ist im Buch gut dargestellt.

In der englischen Version heißt Nia eigentlich Niamh und ich habe in anderen Zusammenfassungen auch schon den Namen "Neve" gesehen. Da habe ich mich schon gefragt warum der Name abgeändert wurde?


Fazit

Hierbei handelt es sich allein aufgrund der Themen wie Trauer, Verlust, 2. Chance und 1. Liebe um keine leichte Lektüre. Durch den raschen Handlungsverlauf hat man das Buch auch schnell durch gelesen und ich konnte es auch kaum auf Seite legen. Trotz der doch recht traurigen Themen gibt es einige sehr lustige Stellen. Das Buch handelt über Teenager und so verhalten sich die beiden Hauptprotagonisten auch. Es regt einen definitiv zum Nachdenken an: Wie viel Zeit einem noch? Was ist wirklich wichtig im Leben?
Am Ende erläutert die Autorin wie sie zu diesen Themen kam und wie die Recherche dafür ablief.

Mittwoch, 23. Mai 2018

Something you can't explain

Guten Tag,

heute habe ich euch ein Gedicht mitgebracht. In diesem geht es um SVV und Selbstmord. Das Ganze ist jetzt schon einige Jahre alt und ich hab es durch Zufall auf meiner Festplatte gefunden. Vielleicht gefällt einem ja der Text an sich?


Liebe Grüße

Mittwoch, 3. September 2014

Aufopferung[2006]

'nen Schritt vom Tod entfernt,
durchleidest viele Qualen,
dein Körper gespickt mit Tumoren,
kannst dich kaum noch regen,
langsam fehlt dir der Mut,
weiterzumachen und mehr,
doch machst du weiter nur für ihn,
deine Qualen sind nichtig in seiner Nähe,
doch ob er e respektiert,
niemand weiß es...

Samstag, 30. August 2014

Lebenswille[2006]

Es war die Zeit gekommen um zu fliehen
Dies wird meine einzige Chance sein
Ich wollte meine Augen schließen, für immer
Ich will der Realität entfliehen
Ich wollte frei sein um wie ein Vogel fliegen zu können
Doch die Ketten binden mich an das Jetzt

Gilt das Licht mir, auf dem sonst so düsteren Weg?
Bist du es, der die Ketten durchtrennen wird?
Ich weine dir blutige Tränen hinterher
Doch du siehst sie nicht
Ich habe ein zerbrochenes Herz
Die Splitter des Herzens erschweren mir das Atmen

Auch Nerven aus Drahtseilen können reissen
Wusstest du das?
Worte können Menschen töten
War dir das bewusst?
Würde mich doch nur jemand verstehen
Und meinen Worten Glauben schenken
Mein Lebensmut liegt in deinem Grabe
Schon viel zu lange
Bitte flicke meine Seele
hauche mir wieder Leben ein
Hat denn niemand ein offenes Ohr für mich?
Lass mich nicht alleine zurück

Dienstag, 13. Mai 2014

Broken Heart - Kapitel 1

Heute stehe ich schon wieder hier und schaue aus dem Fenster.
Die Sonne geht unter, was für ein schönes rot, wie Feuer.
Genau dieselbe Farbe wie der Sensenmann von meinen Eltern.
Was hab ich nur getan? 
Wieso habe ich sie nur an diesem Tage allein zurück gelassen?

Rückblick:
"Kira, Schatz du musst ins Bett", rief meine Mum.
Ich lief zu ihr und antwortete: "Ja Mum."
Meine Mum brachte mich auf mein Zimmer und half mir in meinen Schlafanzug. Irgendetwas war anders an diesem Tag. Mein Dad hatte schon früh das Haus verlassen und meine Mum war sehr angespannt gewesen den ganzen Tag über.
Sie drückte mir zum Schluss noch einen Kuss auf die Stirn und verschwand, es war wohl das letzte Mal als ich sie so sah.
Ich werde sie nie vergessen.
Ich legte mich danach ins Bett und konnte irgendwie nicht einschlafen. Es mussten wohl Stunden vergangen sein.
Anscheinend war ich letzendlich doch eingeschlafen.
Ich wachte auf, weil es so komisch gerochen hatte. Ich sah nur noch den Rauch in mein Zimmer kommen. Ich bekam Panik und rannte so schnell es ging raus.
Ich dachte nicht nach, als ich an dem Feuer vorbeirannte.
Der Rauch war dicht gewesen, aber ich schaffte es trotz allem sicher ins Freie.
Ich rief nach Mum und Dad, doch sie antworteten mir nicht. Ich sah aufs Haus, auf das Schlafzimmerfenster meiner Eltern.
Ob sie es nicht gehört hatten?
Ich rief noch mal.
Nein.
Was sehe ich da?
 Das ist doch mein Dad!
"Dad", rief ich.
Er schaute zu mir und schrie.
Ich schaute genauer hin, er brannte!
Einer musste ihm doch einfach helfen!
Meine Nachbarin hatte inzwischen auch den Brand bemerkt und hat den Krankenwagen und Feuerwehr alamiert gehabt, alles schien eine Ewigkeit zu dauern.
Sie rannte in den Garten zu mir, sie nahm mich in den Arm.
"Kira was ist los?"
Ich schwieg.
In diesem Moment war meine Mum aus dem Fenster gekracht.
Sie sah aus, als bestände sie nur aus Feuer.
Meine Nachbarin schaffte sie weiter weg vom Haus und versuchte das Feuer durch rollen zu ersticken.
Sie hatte es endlich geschafft, doch meine Mum war nicht mehr bei Bewusstsein.
Sie gab noch Lebenszeichen von sich, doch nach wenigen Minuten hörte ihr Herz auf zu schlagen.
Es kam mir vor wie Stunden.
Die Welt schien still zu stehen.
Meine einst heile Welt zerbrach, genau in dem Moment.
Ihr Körper war völlig verbrannt.
Es war wieder ein Wunder, dass sie die wenigen Minuten noch lebte.
Und vor meinen Augen verstarb.
Mittlerweile war auch die Feuerwehr eingetroffen und konnte nichts mehr machen.
Sie brachten zwar das Feuer unter Kontrolle, konnten aber nicht verhindern, dass das Haus niederbrannte. Mit meinem Dad.
Ich nächtigte daraufhin bei meiner Nachbarin und fuhr direkt am nächsten Morgen zu meiner Tante aufs Land.
Bisher wurde noch kein Wort über die ganze Sache verloren.
Erst 2 Jahre später wurden die ersten Male der Brandwunde an meiner Seele sichtbar.
Meine Tante schickte mich zu vielen Therapeuten, doch niemand konnte helfen.
Immer und immer wieder spielte sich die selbe Szene in meinem Kopf ab.
Wir redeten daraufhin auch mehr über den Vorfall.
Rückblick Ende

Bin ich es Schuld?
Was haben meine Eltern böses getan?
Ich stehe wohl schon seit Stunden am Fenster und blicke gedankenverloren nach draußen.
Ich höre Schritte, meine Tante kommt näher und legt ihre Hand auf meine Schulter: "Kira, komm geh ins Bett. Morgen sieht der Tag wieder ganz anders aus."
Ich gehe mit ihr nach unten und legte mich aufs Doppelbett. Ich werde immer müder und schlafe schließlich ein.
Am nächsten Morgen werde ich von den Sonnenstrahlen geweckt und gehe in die Küche. Da ich noch die Sachen von gestern an habe, hielt ich es nicht für nötig mich umzuziehen.
"Kira heute gehst du ja wieder in die Schuler oder?", fragt sie mich, obwohl sie die Antwort doch selbst am Besten kennt.
Ich nicke nur als Antwort.
Meine Tante meint ich soll in die Schule gehen um auf andere Gedanken zu kommen, also tue ich es auch.
Seit dem Vorfall vor 5 Jahren schweig ich eher und rede kaum noch. Hier auf dem Land habe ich viele Freunde, doch diese wohnen ziemlich weit weg von mir. Meine Tante fährt mich jeden morgen fast eine Stunde zur Schule, aber das machte mir nichts aus. In einem halbem Jahr gehe ich auf die Mittelschule und die ist ganz in der Nähe von unserer Villa.
Es gibt Tage an denen ich gar nicht mehr daran denke was vorgefallen ist. Meine Tante meint ich bin auf dem Weg der Besserung, aber was ist daran so schön?!
Nachher kommt der Schmerz doch eh wieder. Manchmal wünsche ich mir einfach nur zu sterben. Was bringt es weiterzuleben?
Bin ich auch in Gefahr?
Die Akte von meinen Eltern ist immer noch nicht abgeschlossen. Es arbeiten immer noch viele Leute an dem Fall. Denn sie waren nicht die einzigen die auf geheimnisvolle Weise umkamen. In der Nacht starb auch mein großer Bruder. Auch in seiner Villa, bei lebendigen Leibe verbrannt. Insgesamt kamen 10 Menschen ums Leben. Alle bei Bränden, alle in einer Nacht.
Werde ich die nächste sein? Gibt es überhaupt eine Chance zu fliehen? Was ist bloß passiert? Mein Dad war doch so lieb? Wieso musste ausgerechnet er sterben? Oder meine Mum? Sie waren doch nicht böse? Sie waren immer so liebt zu mir.
Die Schule langweilt mich. Zwar habe ich viel Spaß, aber die Schule ist doch eine Sache für sich. Wir machen zwischendurch Ausflüge und haben oft im Sommer draußen Unterricht. Aber trotzdem ist es zum einschlafen. Vielleicht ist das auf dem Land so? Ich weiß es nicht. Aber meist bin ich eh nur die ersten Stunden da, da ich es länger unter so vielen Menschen einfach nicht aushalte.
Wieso kann ich nicht ganz weg bleiben? Einfach nur schlafen. Vielleicht ist alles auch nur ein Traum. Ein niemals endender Traum. Ein Apltraum.

Donnerstag, 27. März 2014

Short Story - Say goodbye


This time the winter seems incredibly long.
Terribly long.
Due to the cold my house keeps cracking, moaning the warmth, keeping me up at night.
I try to focus on reading the book, to forget the past, that once I loved the winter, that once I used to be part of his life.

But something keeps distracting me.
It is barely noticeable.
Little feet keep dribbling, running away from something, reminding me of the life, that once I was used to love.

Even after a long time the dribbling won't seem to stop.
Getting curious I stand up and go to the upper floor, ready to find the source.
Surprisingly I just encounter empty, dusty rooms.
But even though the memories keep lingering in there, reminding me that once I was used to share this house.

While questioning my own sanity, the dribbling gets louder and the windows start rattling.
When will the past stop haunting me?
When?!
Feeling alerted I turn around to investigate the bathroom.
As soon as I opened the door I realize, that the source of the sound is right in there.
Again.
And it is alive.
Still.

In disgust I shut the door.
My eyes.
Only to realize, that it will never stop.
That it will always be part of my life.
That my life will always be like a merry-go-around.
That I will never be able to escape the eternal loop.

Until I'm brave enough to let him go.

Mittwoch, 1. Mai 2013

Spiel um dein Leben

Du setzt alles was du hast,
auf diese Zahl,
hast keine andre Wahl,
egal was du machst.

Das Schicksal rollt die Würfel,
kannst es nicht ändern,
hast dein Leben gesetzt,
das Messer ist schon gewetzt.

Es sticht zu bei falscher Zahl,
es stand schon fest deine Wahl,
die Würfel rollen,
so wie sie sollen.

Langsam gar langsam,
sie bleiben stehen,
spürst den Wind wehen,
vielleicht ein letztes Mal.

Welche Zahl es ist,
egal was es ist,
du hoffst und bangst,
die Entscheidung naht.

Das Messer schwingt,
der Tisch bedeckt mit Blut,
ein letztes Mal kocht auf die Wut,
die falsche Zahl, die falsche Wahl...
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ich wünsche euch allen einen schönen 1. Mai ;) Leider sitze ich an meiner Bewerbungsmappe, das heißt an ausruhen darf ich gar nicht denken :(

Dienstag, 23. Oktober 2012

Spiel mit mir - Ich entscheide, wann du gehst


Verzweifelt geht Reita durch den Wald.
Er weiß nicht wohin.
Er soll nur in diesen Wald.
Dann würde der Alptraum enden.
Dann würden die Ketten fallen.
Dann wären sie frei.
So frei wie ein Vogel, der dem Sonnenuntergang entgegen fliegt.
Hier im Wald ist alles so diffus, alles scheint so vollkommen unwirklich.
Geht er gerade wirklich hier her?
Kann er wirklich allem ein Ende setzen?
Da, er sieht den roten Briefumschlag.
Mit wild pochendem Herzen geht er auf diesen zu, nimmt ihn in die Hand.
Soll er ihn wirklich öffnen?
Ja er muss. 
Für Ruki muss er es einfach tun. 
Nur er kann ihn noch befreien, aus diesem Käfig aus Selbsthass.
Mit zittrigen Händen öffnet er den Briefumschlag, zieht einen einzigen, goldenen Bogen Papier hervor.
Er ist zusammen gefaltet wie eine Karte.
Was hat das nur zu bedeuten?
Soll er nicht lieber aufgeben und rennen?
Er möchte nicht sterben.
Er möchte leben.
Er möchte Ruki noch einmal in den Arm nehmen.
Verzweifelt beißt er sich auf die Lippe, öffnet die Karte.
Direkt fallen ihm die blutroten Buchstaben ins Auge. 
'The End' stand da.
Nicht mehr, nicht weniger.
Das ist das Ende.
So wie alles ein Ende hat, soll auch wohl sein Leben jetzt enden. 
Genau wie Rukis Leben ein jähes Ende gefunden hatte.
~

Hallo \(^_^)

Und heute gibt es wieder einmal eine Leseprobe ^_~
Na wie klingt die Geschichte?

Danke fürs Lesen ^^

Bye


Dienstag, 2. Oktober 2012

Verwitterte Rose Part 3

Part 1
Part 2

Der Polizist erzählte mir, dass das alles was bei dir ausgelöst hatte, dass du das alles geplant hattest, komplett.

Während einem großen Gewitter hattest du einfachso alles beendet.
Du schriebst das Ende unserer Geschichte mit deinem eigenen Blut. Es schien so, als wäre das alles kein großes Problem für dich.
Du hattest nicht gezögert, da eine Verzögerung deinen ganzen Plan zerstört hätte.
Du schienst mir trotz allem wie ein Engel, der in seinem eigenen Blut wegflog.
Zuerst hatte mich dieses nicht gestört.
Aber die Realität traf mich mehrere Monate später.
Aber ich habe durchgehalten, für meine liebe Tochter.
Und jetzt stehe ich hier, halte die Hand von meinem neuen Ehemann.
Ich habe dich nicht vergessen.
Aber im Gegensatz zu dir were ich älter.
Mein Leben geht weiter, wie eine Achterbahn.
Im realen Leben gibt es kein Platz für ein Happy-End. 

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-Ende-

Mittwoch, 18. Juli 2012

Das Leben ist ein Spiel


Looking at the starry sky.
I want to reach out my hands,
want to try to call out your name,
because this is the final art
it is our decayed future.

You wanted me to let you go,
but I would have never let you gone,
to go back to a broken past,
to turn your back to a vivid time.

I want to shout it out one last time,
but you won't hear me I guess,
you won't even bother to listen to me,
even though I painted everything bright,
just for you.

I try to reach out my hands,
but you aren't here anymore,
I try to call out your name,
but you aren't here to listen.

I try to remember your last words,
life was like playing a game for you.              
~

Hey \(^_^)
Das Gedicht, welches teilweise hier auf dem Bild zu sehen ist: Life is a game
Es ist zwar auf Englisch, auf ich denke es ist verständlich?
Die ganzen Gedanken sind mir eines abends gekommen und da ich momentan keine Gedichte schreibe, habe ich halt etwas ähnliches verfasst.
Es gibt so viele Texte von mir über das Thema oben... Aber so ist das nun einmal. Vielleicht kann sich ja jemand in diese Person hinein versetzen...?
Möchtet ihr lieber all das schriftliche von mir lesen, oder eher die Bilder sehen? ^_^ Ich kann auch zu den Büchern ordentliche Reviews schreiben oder Reiseberichte posten... Oder allgemein Tutorials erstellen über Backen, malen, kochen und alles.

Bye

Freitag, 4. Mai 2012

Viele Staubkörer bilden mitunter einen Berg - Last Part


[WARNUNG!
Es geht hier explizit um den Tod/Suizid und die Geschichte kann triggern. Bitte nur lesen, wenn ihr mit solchen Themen umgehen könnt!]