Sonntag, 9. Mai 2021

#376 Bücherregal - Kurt(Kurzrezension)

 


TitelKurt
AutorSarah Kuttner
VerlagFischer Verlag
GenreRoman
Seiten240 Seiten
Meine Bewertung

 Inhalt

Zusammen mit ihrem Freund Kurt hat sich Lena ein Haus in Oranienburg gekauft und sie hadert immer noch an ihrer Rolle in dieser Familienkonstellation. Denn Kurt hat einen Sohn und dieser ist immer wochenweise bei ihm bzw. bei seiner Ex Jana. Alles scheint sich nach und nach einzupendeln, doch dann stirbt der kleine Kurt auf einmal.

Review

Besonders interessant fand ich die Perspektive aus der erzählt wurde, da ja meist nur aus Sicht leiblicher Elternteile berichtet wird. Im Vorfeld hatte ich zudem eine Menge positive Rezensionen über das Buch gelesen und dementsprechend gespannt war ich darauf. Die lustigen Stellen haben mir recht gut gefallen und ich finde es immer wieder schön, wenn ein Roman über so ein ernstes Thema eben nicht durchgehend tiefgründig und schwermütig ist.

Leider hat mir der Erzählstil so überhaupt nicht zugesagt und oft war ich einfach nur von all den genannten Belanglosigkeiten genervt. Diese machen den Großteil des Buches aus und so bleibt wenig Platz für die handvoll Hauptprotagonisten, die dadurch blass und austauschbar bleiben. An sich ist es ein sehr flapsiger Erzählstil, was ich an sich nicht schlecht finde. Jedoch ist er einfach in manchen Situationen unangebracht und hier hätte man einfach mit gewissen Themen feinfühliger umgehen sollen.

Vor allem die Schlüsselszene um die sich ja letztendlich alles dreht fand ich schwierig zu ertragen. Jeder geht mit Trauer anders um und mir geht es weniger darum, wie Lena eben damit umgeht. Sondern die Beschreibung an sich fand ich einfach nur schrecklich gewöhnlich und emotionslos und genau das geht mir gegen den Strich. Das war quasi so als würde jemand beschreiben wie er eine Tür aufschließt oder sich die Schuhe anzieht. Nach dieser entscheidenden Szene spielt alles eine wahnsinnig große Rolle, außer die Gefühle von Lena. 

Obwohl man es bei der geringen Seitenanzahl eigentlich schon erahnten konnte, hatte mich der Klischeehaufen an Charakteren eiskalt erwischt. Gefühlt ist hier alles dabei was man eben in Berlin von einem lesbischen Paar erwartet, was wohl etwas mehr Geld hat. Hinzu kommt noch die leibliche Mutter von Kurt, die das komplette Gegenteil von Lena ist. Und mit einigen Aussagen punktet, die bei mir Fragezeichen über den Kopf haben aufleuchten lassen. Und dann gibt es ja noch Kurt und Lena, die wirklich extrem viele Klischees eines alternativen Großstadt Paares erfüllen.

Fazit

Mir hat das Buch überhaupt nicht zugesagt und ich finde es einfach nur schade, dass mit einem sensiblen Thema wie der Tod eines Kindes und die daraus resultierende Trauerbewältigung so grob grob umgegangen wurde. Hier hatte ich mir einfach etwas mehr Feinfühligkeit erhofft. 

Freitag, 7. Mai 2021

#375 Bücherregal - Future Food Inc.

 


TitelFuture Food Inc.
AutorMalte Hartwieg
VerlagSelfpublished(Jeder Tag zählt)
GenreWirtschaftsthriller
Seiten406 Seiten
Meine Bewertung
3/5

 Inhalt

Aufgrund seiner Schulden und einem unregelmäßigen Einkommen, kann Bernhard Freund nicht seinen gewünschten Lebensstil führen. Als ihm auf einmal Joe Santers ein wirklich lukratives Geschäftsmodell vorschlägt, denkt er nicht lange nach. Doch dann stellt er fest wie töricht diese Entscheidung war und es für ihn jetzt kein Zurück mehr gibt. Denn er hat sich mit den falschen Leuten angelegt und diese wollen jetzt ihr Geld zurück. Unter anderem hat er es auf einmal mit der brasilianischen Fleischindustrie zu tun.

Review

CN: Folter/Mord
Vor allem das Oberthema an dem Buch fand ich interessant, denn über die Fleischindustrie hört man ziemlich viel. Genauso viel hört man über die Spekulationen an der Börse, kuriose Finanzgeschäfte und vieles mehr. In wie fern das Genannte der Realität entspricht kann ich nicht beurteilen, aber es hat mich dazu veranlasst ein wenig zu recherchieren. Ein wenig hört man ja immer in den Medien darüber, über Billigfleisch und wie es überhaupt dazu kommt den Preis dafür so extrem zu drücken. Und vieles war mir im Vorfeld bekannt, aber einiges konnte ich trotzdem dazu lernen. Es ist auf jeden Fall ein sehr bedrückendes Thema, was hier relativ gut umgesetzt wurde.

Die Primisse rund um Bernhard Freund klingt im ersten Viertel glaubwürdig, da er aufgrund von Schulden und dem Versprechen nach schnellen Geld diesen Job annahm. Genau das ist die Masche von solchen Leuten und da ist es klar, dass sie bei ihm offene Türen einrennen. Es ist einfach nur beängstigend zu lesen wie das alles passiert und wie leicht man da mitunter reinrutscht.

Leider gibt es ein paar Erzählstränge, die einfach mittendrin abgebrochen werden. Warum diese plötzlich keine Relevanz haben erfährt man einfach nicht, stattdessen verschwinden die Stränge mit samt der Charaktere einfach im Nichts und werden nicht mehr erwähnt.

Was mich vollkommen irritiert hatte beim Lesen war die vollkommene Naivität von Bernhard Freund. Solche Menschen mag es geben und ist auch vollkommen okay in als Hauptprotagonisten zu haben. Aber wieso passieren ihm so viele glückliche Fügungen, die ihn immer wieder in die richtige Richtung schubsen und ihn auf weitere Hinweise stoßen lassen? So wirkt das alles schrecklich konstruiert und das obwohl er oft genug scheitert mit seinen Vorhaben. All das passiert während alle möglichen Klischees abgeklappert werden und an manchen Stellen hätte ich das Buch am liebsten in die Ecke geschmissen und abgebrochen. Vollkommen stereotype Nebencharaktere sind ja okay, aber der Haufen an bedienten Vorurteilen gegenüber bestimmten Personengruppen ist mir einfach im Gesamten zu groß.
 
Während der Handlung kommt es zu seiner Folterung eines Menschen und selbst jetzt nach dem ich das Buch ein paar Tage beendet habe frage ich mich, was mir diese Szene sagen wollte. Größtenteils hatte ich die übersprungen und ich kann jetzt nicht behaupten, dass diese Szene einen Mehrwert für die Handlung hatte. Für mich wirkte die Szene generell sehr unglaubwürdig und ganz so, als wäre es halt ein Thriller-/Schockelement was man halt verwendet haben muss für das Oberthema. Zumal all das ja psychisch etwas mit einem macht und genau die Seite wurde hier komplett vernachlässigt.


Fazit

An sich ein wirklich spannender Thriller, wenn man über den Kuddelmuddel an Vorkommnissen vor allem gegen Ende des Buches hinwegsieht. 

Mittwoch, 5. Mai 2021

Lesemonat April 2021


 Guten Morgen, 

jetzt ist der April auch wieder vorbei und es ist schon Wahnsinn wie sehr sich alles wie Kaugummi zieht. Man kann nicht so wirklich was machen und dann war es lange Zeit viel zu kalt, dass man sich nur mit wirklich warmer Kleidung raussetzen konnte. 

Ansonsten ist mein Laptop immer noch defekt, aber da er noch funktioniert nutze ich ihn weiter. Die Scharniere ist nach 7 Jahren rausgebrochen und somit kann ich ihn nicht mehr zuklappen. Einfach online einen neuen bestellen klappt auch nicht, immerhin will ich einen guten Bildschirm haben um weiter Fotos ohne externen Monitor bearbeiten zu können. Ein Modell habe ich schon in Augenschein genommen, aber da muss ich noch etwas recherchieren. 

Letzten Monat bin ich gar nicht wirklich zum Schreiben gekommen. Wie oft kam irgendetwas dazwischen und de Sache mit dem Laptop hatte einiges an Zeit gefressen. Und wir haben einen neuen Vierbeiner, der noch einiges lernen muss. Es ist schon sehr interessant wie unterschiedlich Wauzis vom Charakter her sind und nicht bei jedem klappt die gleiche Lernmethode.


  • The Raven Boys von Maggie Stiefvater, 3 von 5 Sternen
  • Totholz von Ralf Kramp, 4 von 5 Sternen
  • Wenn die Toten sprechen von Claas Buschmann, 4 von 5 Sternen
  • Reasons to stay alive von Matt Haig, 3,5 von 5 Sternen
  • Die Hungrigen und die Satten von Timur Vermes, 5 von 5 Sternen
  • Stimmen im Wald von Ralf Kramp, 4 von 5 Sternen
  • Later von Stephen King, 4 von 5 Sternen
  • Fangirl von Rainbow Rowell, 3,5 von 5 Sternen
  • Der Angstmann von Frank Goldammer, 4 von 5 Sternen
  • Keine Ahnung, ob das Liebe ist von Julia Engelmann, 3 von 5 Sternen
  • Sträters Gutenachtgeschichten von Torsten Sträter, 4 von 5 Sternen
11 Bücher |  3.771 Seiten | 343 Seiten/Buch | 126 Seiten/Tag
Comic | 2 Graphic Novel | 4 Hörbücher |- Light Novel | 4 Manga
durchschnittliche Bewertung: 3,8/5
Verlage: 9
bereiste Länder: 5
Genre: 10(1xBiografie, 1xHistorischer Roman, 2xHorror, 2xKrimi, 1xPoesie, 1xRoman, 1xTrue-Crime, 1xYA, 1xYA-Fantasy)

Highlight: Die Hungrigen und die Satten von Timur Vermes, 5 von 5 Sternen
Flop: 
The Raven Boys von Maggie Stiefvater, 3 von 5 Sternen
Keine Ahnung, ob das Liebe ist von Julia Engelmann, 3 von 5 Sternen


In "The Raven Boys" von Maggie Stiefvater geht es um Blue, die besondere Kräfte hat und seit neuestem die Seelen derer sehen kann, die bald sterben werden. Auch mal wieder ein YA-Fantasy-Roman um den ich wirklich lange rumgeschlichen bin. Letztendlich waren es mir zu viele Namen/Charaktere, zu wenige mystische Elemente und zu wenige Erklärungen. Deshalb konnte ich auch nur 3 von 5 Sternen vergeben, aber ich möchte der Reihe noch eine Chance geben.


Bei "Totholz" von Ralf Kramp handelt es sich um den 2. Teil der Reihe rund um "Jo Fringes", der mittlerweile den Hof seines verstorbenen Bruders übernommen und immer noch in Geldnot ist. Dieses Mal geht es um eine amerikanische Künstlerin, die irgendetwas herausgefunden hatte und wahrscheinlich deshalb aus dem Weg geräumt werden musste. Mir hat der Eifelkrimi wirklich gut gefallen und ich finde es schade, dass die Reihe bisher nur zwei Teile hat. Mir gefällt einfach was für Klischees der Autor überspitzt darstellt und es ist eigentlich von allem etwas dabei.


In "Wenn die Toten sprechen" von Claas Buschmann erzählt der Rechtsmediziner von seinen bewegenden und ungewöhnlichen Fällen. Mir hat vor allem der sachliche Schreibstil zugesagt und wie respektvoll er mit den jeweiligen Themen umgegangen ist. Obwohl ich schon etliche True-Crime Bücher gelesen habe, konnte ich noch einige Sachen lernen. Er beschreibt an einigen Stellen was er als Rechtsmediziner für Aufgaben hat, aber auf die Autopsien an sich geht es im Gegensatz zu einigen seiner Kollegen nur wenig ein. Mich hat das wenig gestört, da ich solche Bücher ja nicht wegen so etwas lese.


"Reasons to stay alive" von Matt Haig ist ein Mix aus Ratgeber und Autobiographie, in der der Autor schonungslos ehrlich über seine Depression und Angststörung berichtet. Es ist immer wieder schön Bücher zu finden in denen solche Themen nicht romantisiert werden. In denen keiner von irgendwem auf einem weißen Pferd gerettet wird. Es ist nichts schönes daran diese Krankheiten zu haben und vor allem ist es nicht einfach nur traurig sein. Genau das wird hier wirklich gut gezeigt, trotzdem hatte ich mit dem Buch so meine Schwierigkeiten.


Bei "Die Hungrigen und die Satten" von Timur Vermes handelt es sich um einen satirischen Roman, in dem sich über 150.000 Menschen zusammen mit einem Fernsehteam auf den Weg aus dem Flüchtlingslager südlich der Sahara nach Deutschland machen. Ich bin immer noch geplättet davon, wie hier der Medienlandschaft der Spiegel vorgehalten wurde. Vor allem die Boulevardpresse bekommt hier ihr Fett weg und man kann nur hoffen, dass das was dort beschrieben wird nie Realität wird.


In "Stimmen im Wald" von Ralf Kramp geht es um den in Geldnot geratenen Jo Fringes, der extra in die Eifel reist um das Erbe seines kürzlich verstorbenen Bruders einzusacken. Mir hat vor allem die Darstellung der Menschen und der Gegend gefallen. Es ist auf jeden Fall ein guter Krimi, den man nebenbei lesen kann. Er ist nicht zu düster und eigentlich geht es die ganze Zeit nur um die Suche nach dem Geld. 


"Later" von Stephen King handelt von einem Jungen, der mit den Geistern kürzlicher Verstorbener reden kann. Das Buch kam ja erst vor kurzem raus und an sich hat es wirklich alles was für King typisch ist. Ein Kind mit übernatürlichen Kräften, Verstorbene über die man sich lieber kein Bild macht und irgendeine tragische Hintergrundgeschichte. Trotz der wenigen Seiten konnte ich voll in die Handlung eintauchen und es ist einfach mal wieder schön keinen typischen King-Schmöker vom Umfang her serviert zu bekommen.


In "Fangirl" von Rainbow Rowell geht es Cath, die ein riesiger Simon Snow Fan ist und Probleme mit dem Collegeleben hat. Das Buch stand ja jetzt schon lange auf meiner Wunschliste und ich bin froh darüber es endlich einmal gelesen zu haben. Es gibt einfach zu wenige Bücher über schüchterne/introvertierte Menschen und Cath ist eben genau das. Ich konnte zu jeder Zeit die Überforderung mit den neuen Lebensumständen nachvollziehen. Jedoch fand ich einiges nicht gelungen und deshalb gibt es nur 3,5 von 5 Sternen.


"Der Angstmann" von Frank Goldammer handelt von einem Serienmörder, der auf bestialische Weise während des II. Weltkrieges Menschen sein Unwesen in Dresden treibt. Vor allem Max Heller hat mir als Kommissar gefallen, aus dessen Sicht das alles erzählt wird. Immer wieder werden Fakten eingestreut über diese Zeit und ich finde den Mix zwischen historischer Roman und Krimi total interessant. Die Reihe werde ich definitiv weiter verfolgen.


Bei "Keine Ahnung, ob das Liebe ist" von Julia Engelmann handelt es sich um einen Gedichtband im Stil von Poetry-Slam. Schon seit längerem wollte ich von ihr etwas lesen, da sie recht hochgelobt wird und eigentlich lese ich recht gerne Gedichte. Jedoch haben mir bei diesem Band zu wenige von diesen wirklich zugesagt und so ganz weiß ich nicht woran es lag. Oft konnte ich die Gedankengänge des lyrischen Ichs nicht vollziehen, was oft an den doch sehr merkwürdigen Vergleichen lag. Trotzdem habe ich dem Band 3 von 5 Sternen gegeben.


In "Sträters Gutenachtgeschichten" von Torsten Sträter gibt es allerhand Kurzgeschichten aus dem Genre Horror, die alle schon einmal in diversen Büchern von ihm erschienen sind. Der Autor hat es auf jeden Fall mal wieder geschafft mich endlos zu verwirren. Wer seine Texte kennt kann wahrscheinlich schon erahnen, dass das Buch jede Menge absolut absurde Geschichten enthält. Unter anderem geht es um einen Werwolf, aber auch um viele andere Gruselgestalten. Mich hat das Buch definitiv gut unterhalten, obwohl ich ziemlich oft kopfschüttelnd vor meinem Tablet saß.


Für Mai habe ich mir tatsächlich nur ein paar Porträts vorgenommen und ein paar Bücher von meiner Leseliste zu lesen. Und natürlich möchte ich endlich einmal die Manga lesen, die hier gefühlt schon viel zu lange herum liegen. 

Beim  "Das Paulus-Evangelium" von Wolfgang Hohlbein bin ich jetzt übrigens auf Seite 190 und ich habe mich von der Vorstellung verabschiedet, dass ich es in den nächsten zwei Monaten beenden könnte. Dafür finde ich die Handlung nicht spannend genug und mir ist der Text einen Ticken zu kleingedruckt.

Für den Blog habe ich mir auch einiges vorgenommen und mal schauen was ich alles in die Tat umsetzen kann oder eher werde.


Und wie war euer Lesemonat? Gerne verlinke ich hier eure Beiträge.


Viele liebe Grüße

Sonntag, 2. Mai 2021

#374 Bücherregal - Auf dünnem Eis(Kurzrezension)

 


TitelAuf dünnem Eis - Die Psychologie des Bösen
AutorLydia Benecke
VerlagLübbe Verlag
GenreSachbuch/True Crime
Seiten352 Seiten
Meine Bewertung
3/5

 Inhalt

In diesem Buch erklärt die Kriminalpsychologin Lydia Benecke wie dünn die Trennlinie zwischen Gut und Böse ist und sprichwörtlich aus dem dünnem Eis besteht. Was bewegt Menschen dazu andere auf grausame Art zu töten? Und wie viel Schuld trägt die Kindheit derjenigen an ihren späteren Taten? Kann man Täter wirklich rehabilitieren? Und ist jeder Psychopath kriminell?

Review

Vor allem die wenigen Fallbeispiele fand ich gut ausgewählt und es ist immer wieder interessant, wenn bekannte Buchfiguren analysiert werden. Dadurch konnte ich mir einige Eigenschaften viel besser vorstellen, die ansonsten nur durch Beschreibungen und Interviews erläutert werden. Die Autorin räumt mit einigen Vorurteilen auf und macht immer wieder deutlich, dass nicht jeder Psychopath kriminell wird. Was letzteres betrifft gibt es einige interessante Abschnitte über unser Rechtssystem. Es ist halt leicht von außen zu beurteilen, dass gewisse Urteile auf den 1. Blick vorne und hinten nicht stimmen. Aber hier wird noch einmal mit aller Deutlichkeit erklärt, was Freiheitsentzug bedeutet und warum die Strafen nun einmal so sind, wie sie sind.

Ansonsten erfährt man wirklich viel über den aktuellen Forschungsstand. Und es immer wieder beruhigend zu erfahren, dass zu solchen Themen geforscht wird.

Was ich bis zum Schluss nicht ganz verstanden hatte war die Aufteilung des Buches. Mir fehlte oft einfach der rote Faden und durch die vielen unnötigen Wiederholungen fiel es mir schwer den Überblick zu behalten. Zwischenzeitlich hatte ich das Gefühl in einer Zeitschleife gefangen zu sein und da war ich mehr mit der Frage beschäftigt zu überlegen, wie oft bestimmte Fakten schon genannt wurden. Und die Fakten selbst hatten mich dann weniger interessiert. Einige Wochen zuvor hatte ich "Psychopathinnen" und "Sadisten" von der Autorin gelesen und das hatte dieses Gefühl nur noch mehr verstärkt.


Fazit

Mir hat das Buch aufgrund der genannten Kritikpunkte nicht so gut gefallen und obwohl es so viele Seiten hat, wird der Großteil der Themen nur oberflächlich behandelt. Manche Erklärungen waren nicht so ganz schlüssig und durch die vielen Wiederholungen fiel es mir schwer die Zusammenhänge zu verstehen.