Mittwoch, 10. März 2021

#47 Booktalk - Neon Birds

Hallo,

im Januar hatte ich "Neon Birds" von Marie Grasshoff gelesen und dazu passend gibt es heute den Booktalk, da der Beitrag ziemlich lang geworden ist.




Im Jahre 2101 grassieren technische Viren in Form von Nanorobotern, die Menschen in hyperfunktionale Cyborgs verwandeln. Diese gehorchen ausschließlich der künstlichen Intelligenz namens Kami und die Situation gerät vollkommen außer Kontrolle. Um die weitere Ausbreitung zu verhindern wurden Sperrzonen errichtet, doch dort gibt es einen schrecklichen Zwischenfall. Kann man das vermeintlich unaufhaltsame noch stoppen oder ist die Menschheit dem Untergang geweiht?

Die Handlung war richtig fesselnd und so hatte ich meist gar nicht gemerkt, dass ich schon ziemlich lange dem Hörbuch am lauschend war. Es ist einfach absolut spannend und oft wollte ich einfach nur wissen, wie es weiter geht. Denn ziemlich oft wird zwischen den vier Hauptprotagonisten hin- und hergesprungen und oft enden diese Szenewechsel mit einem Cliffhanger, was teilweise echt schwer zu ertragen war. Vor allem wenn es dann bei einem Charakter eben nicht ganz so spannend weiter ging und auf einmal ein ganz anderes Erzähltempo herrschte. Aber genau das macht finde ich den Charme dieser Story aus, denn man bekommt vier unterschiedliche Handlungsstränge präsentiert und anfangs wollen die so gar nicht zusammen passen. Und deshalb fand ich es so schön, als eben jene ineinander verwoben wurden und man auf einmal bestimmte Gegebenheiten aus einem komplett anderen Blickwinkel betrachten konnte und somit dann Sinn ergaben. 

Ein Pluspunkt ist hier auf jeden Fall der Er-Erzähler, denn so wird die Sicht auf diese Gesellschaft/Welt nicht ausschließlich durch den einzelnen Protagonisten eingefärbt und man kann sich seine eigene Meinung bilden. Und man muss taucht nicht komplett in die Gedankenwelt von vier verschiedenen Personen ein, was ich in anderen Büchern oft als ziemlich verwirrend und belastend empfinde.

Besonders gut hat mir der Handlungsort gefallen, denn der ist auf der Erde und ich finde diese Gedankenspiele immer so toll. Also wie das Leben hier in der Zukunft aussehen wird und wie der technische Fortschritte unseren Lebensraum verändern wird. Und da das alles in 2101 passiert ist es ja gar nicht mehr so lange bis dahin und mal schauen wie viele der genannten Veränderungen schon in nächsten Jahrzehnten eintreten werden. Bionik finde ich ohnehin sehr interessant und so ist es immer wieder schön, wenn so etwas in Science-Fiction-Romanen auftaucht.

Was mich wirklich positiv überrascht hatte war das Alter der Hauptprotagonisten, da einige erst um die 20 Jahre alt sind. Sie verhalten sich wirklich reif und sind in der Lage ganz normal über Probleme zu reden und das ist eine willkommene Abwechslung. Wenn man halt bedenkt wie früh diejenigen Erwachsen werden müssen macht das alles Sinn, schließlich sind sie es die die Lücken im Militär auffüllen müssen. Und wenn man genau liest, dann findet man auch an mehreren Stellen die Gründe dafür. 

Der Anfang des Buches war ein wenig holprig und langatmig. Ich brauchte erst einmal einige Zeit um mich in der Welt zurecht zu finden und alle Charaktere korrekt zuordnen zu können. Denn davon gibt es schon eine Handvoll, die ihre ganz eigene Hintergrundgeschichte mit sich bringen. Und den Aspekt fand ich voll interessant, da einige von ihnen es trotz ihres jungen Alters schon ziemlich weit auf der Karriereleiter gebracht haben und vielleicht erfährt man in den nachfolgenden Bänden näheres darüber.

Leider erfährt man recht wenig über die Hintergründe der Gesellschaft und ich hoffe, dass ändert sich noch. Denn die Menschen leben aufgrund der Klimaveränderungen nun in ganz anderen Gebieten und der technische Fortschritt hat den Alltag komplett verändert. Was das betrifft wird ziemlich wenig für einen Science-Fiction-Roman darauf eingegangen, was ich aber nicht weiter schlimm fand. 

Interessant wäre auch noch zu erfahren wie das mit dem Weltrat funktioniert, also wie das politische System aufgebaut ist. Wie viele Menschen leben 2101 überhaupt noch auf der Erde und wie schaffen es die Machthabenden ihre Position zu verteidigen? Was das betrifft werden einige interessante Aspekte genannt und ich bin gespannt darauf, was es damit auf sich hat.

Am liebsten würde ich direkt zum nächsten Band greifen, da mich dieses Buch so wunderbar begeistern konnte. Jedoch lege ich gerne nach dem Lesen eine Pause ein um all das Sacken und analysieren zu können. Und hier gibt es wirklich viel über das man spekulieren und nachdenken kann und solche Bücher liebe ich einfach. Trotz der Kritikpunkte vergebe ich 4,5 von 5 Sterne, hauptsächlich weil mich das alles für einen Moment die Realität hat vergessen lassen und ich richtig in die Handlung abtauchen konnte.

Kennt ihr das Buch und wenn ja, wie findet ihr es?

Liebe Grüße

Sonntag, 7. März 2021

#362 Bücherregal - Sündenmord(Kurzrezension)

 


TitelSündenmord
AutorSheldon Rush
VerlagFischerverlag
GenreThriller
Seiten320 Seiten
Meine Bewertung
2/5

 Inhalt

In Illinois wird eine ganze Reihe von Prominenten brutal ermordet. Aus dem Grund bittet die Ermittlerin Elizabeth Hewitt ihren früheren Kollegen Matthew um Hilfe. Jedoch arbeitet dieser seit einer Schussverletzung nicht mehr und lebt seit längerem in einem buddhistischen Kloster. Und dann beschließt der Mörder auch noch Jagd auf sie beide zu machen.

Review

Das Konstrukt rund um einen Mörder, der sich für Gott hält ist ja absolut nichts neues. Jedoch empfand ich es bei diesem Thriller stellenweise als sehr anstrengend, da man die eingeschobenen Kapitel rund um dieses Konstrukt kaum zeitlich einordnen konnte. Und oft haben sie mich beim Lesen einfach nur verwirrt. Allgemein hätte man aus diesem Teil wirklich extrem viel rausholen können und genau das frustriert mich einfach. Immer wieder agiert der Mörder nach den Vorgaben in der Bibel und es werden unter anderem die 10 Gebote erwähnt. Und genau daraus hätte man wirklich eine geniale Handlung stricken können.

Der Spannungsbogen leidet enorm unter diesen eingeschobenen Gotteskapitel, die meist ohnehin nur 1-2 Seiten lang sind. Man hat halt das Gefühl als würde sich alles in einer Endlosschleife befinden in dem man immer zwischen der Ermittlerin, Gott und einem meditierendem Mönch hin- und her switcht. Zudem fehlen einem oft wichtige Informationen um überhaupt den jeweiligen Handlungsstrang nachvollziehen zu können und oft ist alles so in Rätseln und Metaphern verfasst wurden, dass man die wenigen Informationen ohnehin nicht versteht. Ob es mit Vorwissen auf die vorigen Bände nicht so wäre weiß ich nicht.

Ein anderer Kritikpunkt ist die durchgängige Erwähnung von Geschlechtsverkehr. Gefühlt findet dieser pausenlos statt und wenn nicht, dann wird halt darüber gesprochen oder es werden Andeutungen gemacht. Und wenn er dann stattfindet hat man das Gefühl als müsse die Hauptprotagonstin den durchführen und hat daran absolut keinen Gefallen. Und auch sonst gibt es viele Szenen rund um das Thema, die einfach nur Fragen aufwerfen. Wenn ich jetzt rückblickend über den Thriller nachdenke ploppen ständig eben jene Szenen in meinem Kopf auf, weil die einfach so absurd waren und man hatte einfach stellenweise das Gefühl als ginge es nur darum.


Fazit

Aus den oben genannten Gründen vergebe ich nur 2 von 5 Sternen. Von einem Kriminalthriller erwarte ich einfach, dass der Hauptfokus auf dem Fall liegt und die Ermittler wenigstens halbwegs sympathisch sind und beides ist hier nicht der Fall.

Freitag, 5. März 2021

#361 Bücherregal - Trümmerkind

 


TitelTrümmerkind
AutorMechthild Borrmann
VerlagDroemer Knaur
GenreHistorischer Roman/Kriminalroman
Seiten304 Seiten
Meine Bewertung
4/5

 Inhalt

Nach dem II. Weltkrieg hat Hanno Dietz seine Mutter alle Mühe die Familie zu ernähren und deshalb sucht Hanno in den Trümmern der Hamburger Häuser nach Altmetall und anderes um das auf dem Schwarzmarkt zu verkaufen. An einem Tag begibt er sich in einem verschütteten Keller auf die Suche und findet die nackte Leiche einer Frau. Jedoch kann er mit niemandem darüber reden, denn Plünderungen wurden hoch bestraft. Als er wieder aus dem Keller klettert und zu seiner Schwester geht, hat diese plötzlich einen dreijährigen, gut gekleideten Jungen an der Hand. Da dieser nicht spricht, nehmen sie ihn mit zu sich nachhause. Dieses "Trümmerkind" erfährt erst Jahrzehnte später, dass er gar kein geborener Dietz ist und so begibt er sich auf die Suche nach seiner Familie.

Review

Die Autorin konstruierte rund um die bis heute nicht aufgeklärten Trümmermorde in Hamburg im Winter 1947 eine Geschichte über Familiengeheimnisse. Auf die Trümmermorde an sich wird nur am Rande eingegangen, also was das für Auswirkungen hatte. Und hier möchte ich direkt einmal anmerken, dass das Trümmerkind seine Familiengeschichte erforscht und dabei auf ein Verbrechen stößt. Und genau das ist der "Krimi" und es geht weniger um die Aufklärung des Verbrechens, sondern um die Familiengeschichte an sich.

Der Roman spielt auf zwei Zeitebenen, einmal rund um die Zeit der Trümmermorde und im Jahr 1992. Beide Handlungsstränge wurden spannend und glaubwürdig erzählt. Besonders interessant fand ich die Passagen über die letzten Kriegsjahre in der Uckermark, wie es war als die rote Armee einmarschierte und wie das Leben in Deutschland in den Jahren nach dem II. Weltkrieg war. Es ist einfach immer wieder erschreckend über diese Zeit zu lesen und es ist wirklich schön zu sehen, dass hier nichts romantisiert geschweige denn geschönt wurde. Allein die Szene in der Hanno illegal in den Trümmern der Häuser nach Altmetall und sonstigen wertvollen Gegenstände sucht ist einfach nur absolut beklemmend. 

Anfangs wusste ich gar nicht wie die Handlungsstränge rund um die drei Hauptprotagonisten zusammenhängen könnten und erst relativ spät werden diese ineinander verwoben. Und genau das hat mir an diesem Roman wirklich gut gefallen, da alles wirkt sehr authentisch/realistisch und einfach nur passend.

Gegen Ende kommt es noch einmal zu einem gewaltigen Plottwist, der mich richtig überrascht hatte. Damit hatte ich absolut nicht gerechnet und es ist einfach nur erschreckend, was manche Familien für bedrückende Geheimnisse mit sich herumtragen.

Ein wenig schade fand ich jedoch, dass das Buch nur so wenige Seiten hat und deshalb alles etwas gefühlt zu kurz kam und oberflächlich blieb. Wobei das meckern auf hohem Niveau ist, schließlich erfährt man unglaublich viel aus dem Leben der drei Hauptprotagonisten aufgrund der recht einprägsamen Geschehnisse und kann sich deshalb ein relativ gutes Bild von ihnen machen. Ich mag eigentlich dieses Geplänkel rund um solche Szenen recht gerne und genau das fehlt mir hier. Aber für einen historischen Roman in dieser Länge enthält er wirklich viele Informationen rund um die Zeit, die Handlungsorte und die Personen und deshalb  empfand ich es auch als nicht weiter schlimm beim Lesen.

Ein wenig bereue ich es das Buch nicht in gedruckter Form gelesen zu haben, denn dann wären einige Zeitsprünge nicht ganz so verwirrend gewesen. Das ist auch meine einzige Kritik an der Hörbuchversion.


Fazit

Bei "Trümmerkind" handelt es sich um einen wirklich spannenden kurzweiligen historischen Kriminalroman, der mich noch lange nach Ende des Hörbuchs beschäftigt hatte. 

Mittwoch, 3. März 2021

Lesemonat Februar 2021

  

Hallo,

nun ist der Februar auch schon wieder vorbei und deshalb gibt es heute meinen Lesemonat. Positiv überrascht bin ich über die Anzahl der Hörbücher in der Statistik und dass ich tatsächlich nur noch ein ungelesenes Buch herum liegen habe. Zudem habe ich etliche Manga gelesen, das heißt die nächsten Monate werden dazu einige Rezensionen kommen. Eigentlich hatte ich diese ja schon größtenteils vorgeplant und wollte dann immer passend dazu weiterlesen, jedoch haben sich einige Veröffentlichungstermine um mehrere Monate nach hinten verschoben und somit musste ich den Plan abändern. Bei manchen Manga wurde gefühlt schon mehrfach die Veröffentlichung verschoben und ich bin gespannt da drauf, ob sie dieses Jahr überhaupt erscheinen werden. Ärgerlich finde ich es jetzt nicht, schließlich ist Vorfreude ja die schönste Freude und in der Zeit kann ich ja die restlichen Manga auf meiner Liste lesen. Auf meiner Liste sind ja noch ungefähr 30, die schon erschienen sind und die ich gerne in den nächsten Monaten lesen möchte. Unter anderem Beastars(bisher 10 Bände) und Attack on Titan(bisher 31 Bände). Momentan bin ich noch auf der Reihe nach einer neuen Shojo-Reihe, da ich Blue Spring Ride beendet habe und gerne wieder etwas leichteres für zwischendurch hätte. 


Diesen Monat habe ich 4.222 Wörter für den Blog geschrieben und 3.934 für die Fanfiction und somit habe ich 415 Wörter pro Tag geschrieben. 


  • Todeswoge von Katharina Peters, 4 von 5 Sternen
  • Where she went von Gayle Forman, 4 von 5 Sternen
  • Hologrammatica von Tom Hillenbrand, 4,5 von 5 Sternen
  • Black Out von Marc Elsberg, 5 von 5 Sternen
  • Dem Tod auf der Spur von Michael Tsokos, 4 von 5 Sternen
  • Memento von Amie Kaufman und Jay Kristoff, 4 von 5 Sternen
  • 1984.4 von Philip Kerr, 2,5 von 5 Sternen
  • Die Toten auf Helgoland von Anna Johannsen, 4 von 5 Sternen
  • Abgeschminkt von Ilka Bessin, 4,5 von 5 Sternen

9 Bücher | 3.280 Seiten | 365 Seiten/Buch | 168 Seiten/Tag

1 Comic | - Graphic Novel | 4 Hörbücher |- Light Novel | 6 Manga
durchschnittliche Bewertung: 4,1/5
Verlage: 9
bereiste Länder: 4
Genre: 8(1xBiografie, 2xKrimi, 1xScience-Fiction, 1xThriller, 1xTrue-Crime, 1xYA-Contemporary, 1xYA-Dystopie, 1xYA-Science-Fiction)


Highlight: Black Out von Marc Elsberg


Flop: 1984.4 von Philip Kerr


"Todeswoge" von Katharina Peters ist der dritte Teil der Reihe rund um Emma Klar, in dem sich die Ermittlerin auf die Suche nach einem Mann begibt, der vor vielen Jahren unter Verdacht stand ein Kind ermordet zu haben. Mir hat der Teil der Reihe wirklich gut gefallen und die Täter sind einfach nur angsteinflößend. 


"Where she went" von Gayle Forman ist die Fortsetzung von "If I Stay" und es geht um die Zeit nach dem Unfall. Was bleibt von einem übrig, wenn man so einen Unfall überlebt hat und kann man wirklich einfach weitermachen? Hatte Adam das wirklich gehofft, als er Mia darum bat sich fürs Leben zu entscheiden? Mitten in der Nacht war ich auf der Suche nach einem Buch, was nicht zu traurig ist und was man gut in einem weg lesen kann. Und da stolperte ich auf dieses hier und dann hatte ich kurz geguckt, ob ich das schon einmal gelesen hatte. Leider hatte ich zu spät gemerkt, dass es hier von zwei deutsche Übersetzungen mit unterschiedlichen Titeln gibt. Mir kam die Handlung bekannt vor, aber da war ich dann schon auf Seite 50 und hatte dann auch keine Lust mehr ein neues Buch rauszusuchen. Mir hat es mal wieder ziemlich gut gefallen und ich finde es immer schön, wenn es um junge Musiker geht. 


In "Hologrammatica" von Tom Hillenbrand geht es um einen Quästor, dessen Aufgabe im Jahr 2088 darin besteht Menschen zu finden. Denn dank der Völkerwanderung aufgrund des Klimawandels und der Fähigkeit sein Aussehen je nach Belieben komplett zu verändern ist es total leicht unterzutauchen. Am liebsten würde ich direkt die Fortsetzung lesen, da ich einfach nur noch wissen möchte wie das alles ausgeht. Hier wird eine wirklich bedrückende Zukunft beschrieben, in der jeder perfekt aussehen kann dank Hologrammen. Die wenigstens wissen wie die Welt um sie herum aussieht, da die Regierung hinter Hologrammen die Hässlichkeit der Städte versteckt.


Bei "Black Out" von Marc Elsberg geht es um einen Stromausfall, der Europa ins Chaos stürzen lässt. Das Buch hatte ich letztes Jahr am 4.3 gekauft und es stand schon wirklich lange auf meiner Wunschliste. Und in den letzten Monaten hatte ich kein Bedürfnis eine Dystopie über dieses Thema zu lesen und als ich dann dieses Buch angefangen hatte zu lesen schrammte Europa an einem Blackout vorbei. Mittlerweile ist es dieser ja in Texas eingetreten und ich finde es wirklich sehr erschreckend, wie realistisch die Handlung in dem Buch ist. Hierzu wird es einen Booktalk im April geben und für mich ist es definitiv ein Lesehighlight. Es ist auf jeden Fall ein Buch, welches zum Nachdenken anregt.


In "Dem Tod auf der Spur" von Michael Tsokos beschreibt der Rechtsmediziner 12 seiner Fälle und gibt somit einen guten Einblick in seinen Berufsalltag. Hier wird absolut nichts geschönt und stellenweise ist dieser Fakt total schwer zu ertragen. Eine Obduktion ist halt nichts schönes und hat wenig mit denen zu tun, die man meist in irgendwelchen Krimis oder Thrillern zu sehen bekommt. Einige der genannten Fälle sind nicht ohne und auch sonst sollte man sich vor dem Lesen bewusst sein, dass es eben um Rechtsmedizin geht und nicht um irgendwelche Ermittlungsarbeiten seitens der Polizei. 


"Memento" von Amie Kaufman und Jay Kristoff ist eine kleine Novelle zu der Reihe "Illuminae" in der es um die künstliche Intelligenz namens AIDAN geht und das alles spielt vor den anderen Büchern. Mir hat die Handlung wirklich gut gefallen und ich habe jetzt richtig Lust darauf endlich mit der Reihe anzufangen. Das Thema KI ist einfach hochinteressant und ich finde es immer wieder schön, wenn Geschichten im Weltraum spielen und sich darum drehen.


Bei "1984.4" von Philip Kerr handelt es sich um einen dystopischen Jugendroman, bei dem ein Seniorenservice eine Überalterung und Überbevölkerung verhindert. Auf dieses Buch war ich unheimlich gespannt, da es ja auf 1984 basiert und die Idee für diese Handlung finde ich einfach genial. Und so konnte mich auch dieser Jugendroman begeistern, jedoch lies die Qualität ab ungefähr der Hälfte massiv nach und so saß ich am Ende mit lauter Fragezeichen übern Kopf da und habe ich mich gefragt wie dieser Roman entstanden war? Man hat das Gefühl als hätte einfach jemand anderes das Manuskript des Autors zu Ende geschrieben.


In "Die Toten auf Helgoland" von Anna Johannsen geht es für die Inselkommissarin in ihrem 7. Fall um organisiertes Verbrechen. Mir hat der Teil der Reihe wirklich gut gefallen und ich bin gespannt darauf, wann all das angedeutete nun stattfinden wird. Dieses Mal gibt es wie der Titel schon vermuten lässt mehrere Tote und es kommt zu einigen Verfolgungsjagden, jedoch ist es nach wie vor alles andere als eine blutige Krimireihe.


In der Autobiografie "Abgeschminkt" von Ilka Bessin berichtet die Autorin wie sie zu der Kunstfigur "Cindy aus Marzahn" wurde. Unter anderem erzählt sie wie es für sie war in der DDR aufzuwachsen und wie es überhaupt zu der Langzeitarbeitslosigkeit kam und dann später zu ihrer Bühnenkarriere. Mich hat es wenig überrascht, dass sie so schonungslos über Tiefpunkte in ihrem Leben berichtet hat. 


Für den März habe ich mir einiges vorgenommen und unter anderem möchte ich Blogeinträge fertig stellen. Die letzten Monate hatte ich wirklich viele angefangen zu schreiben und oft fehlte dann nur noch die Rezension für den Film oder eine andere Adaption des Buches. Und ich möchte noch einen "Top10"-Beitrag oder ähnliches verfassen, damit wieder mehr Abwechslung auf meinem Blog vorkommt und nicht immer nur eine Rezension nach der anderen zu finden ist.

Und dann möchte ich unbedingt ein paar Reihen weiterlesen, damit die Liste der angefangen Buchreihen endlich einmal schrumpft. Momentan fällt es mir ziemlich schwer immer zeitnah neue Bücher zum lesen bzw. hören zu finden und vielleicht kann ich so die unendliche Auswahl etwas eingrenzen. Auf meiner Wunschliste sind ja momentan eher wenige Bücher, die mich tatsächlich interessieren. 

Für dieses Jahr hatte ich mir ja vorgenommen jeden Monat mindestens ein Sachbuch zu lesen und im März möchte ich mal eins lesen, welches nicht aus dem True-Crime-Genre stammt. Wahrscheinlich läuft es sich auf "How to" von Randall Monroe, was ja nun schon seit seiner Veröffentlichung auf meiner Wunschliste herum dümpelt und was ich tatsächlich letzten Monat angefangen habe zu lesen. Es ist ein wirklich witziges Buch und ich mag einfach diese Art von Humor.


Viele Grüße