Freitag, 31. Juli 2020

#312 Bücherregal - Kissing Chloe Brown







TitelKissing Chloe Brown
AutorTalia Hibbert
VerlagForever by Ullstein
GenreRoman
Seiten400 Seiten
Meine Bewertung
4/5


Ich bedanke mich hiermit recht herzlichst bei Netgalley.de für das Bereitstellen eines Rezensionsexemplares.


 Inhalt

Über einen lang Zeit herum weg hat die Fibromyalgie das Leben von Chloe Brown bestimmt. Sie nimmt sich fest vor den Umstand zu ändern und fertigt deshalb eine Liste an. Doch schnell merkt sie, dass das alles nicht so leicht ist wie gedacht. Die erste große Veränderung bringt der Auszug von daheim mit sich. Und das liegt nicht nur an dem rothaarigen Hausmeister, mit dem sie einfach nicht warm werden will.

Review

Was das Buch betrifft bin ich einfach nur zwiegespalten und im nachfolgenden möchte ich erklären warum ich trotz der berechtigten Kritikpunkte 3,5 von 5 Sternen vergebe.

Die Darstellung der chronischen Schmerzen empfand ich meist sehr authentisch und es ist schön anzusehen, dass dieses Thema nicht genutzt wurde um dem  Leser als Inspiration zu dienen. Es wird immer wieder gezeigt wie sehr so etwas das Leben verändert und vor allem auch Beziehungen ganz gleich wie diese aufgebaut sind belastet. Es ist auf alle Fälle jetzt keine durchweg negative Darstellung und Chloe Brown versinkt auch nicht durchweg im Selbstmitleid. Stattdessen hat sie sich fest vorgenommen ihr Leben in den Griff zu bekommen(passend dazu der Titel "Get a life, Chloe Brown"), wobei viele Ziele bzw. Punkte auf ihrer Liste ganz normale Dinge sind.

Der Love-Interest ist zur Abwechslung kein Ritter auf weißen Pferd und dient nicht dazu Chloe zu retten, was ich als sehr schön empfand. Auch soll Chloe niemanden inspirieren und vollbringt nichts atemberaubendes. Es sollte einfach viel mehr Geschichten rund um Menschen mit chronischen Schmerzen geben, denn diese sind vollkommen unterrepräsentiert. 

Es werden unter anderem toxische Beziehungen diskutiert und das ist ja leider etwas, was in viel zu vielen Romanen romantisiert wird. Und deshalb ist es schön mal einen zu haben in dem es genauso dargestellt wird wie es ist: Es hinterlässt ziemlich tiefe Wunden bei demjenigen und es ist nichts was man einfach so abhaken kann. Und es ist absolut nichts erstrebenswertes.

Ein wirklich großes Problem habe ich mit der Nennung all der Medikamente, da vor allem bei Fibromyalgie oft die Medikamente nicht helfen und weshalb Physiotherapie/Psychotherapie umso wichtiger ist. Es klang auf manchen Seiten wirklich sehr bedenklich, wenn man ihr Alter in Betracht zieht und wie lange sie diese Erkrankung wohl schon hat. 

Was mich total irritiert hatte waren die Sex-Szenen. Gefühlt waren die beiden ständig scharf aufeinander und hätten es scheinbar am liebsten pausenlos miteinander getrieben. Ständig liest man wie attraktiv sie sind und wie die Geschlechtsteile sind und so weiter und sofort. Und das passt einfach absolut nicht zum Genre. Zumal chronische Schmerzen und die Medikamente die Lust darauf meistens im Keim ersticken.

Fazit

Hierbei handelt es sich um ein Own-Voice-Buch, denn die Autorin hat selbst Fibromyalgie. Es wird nichts geschönt oder romantisiert und wenn man Fan von Chick-Lit ist, dann hat man wahrscheinlich auch weniger ein Problem mit den Sex-Szenen bzw. den Beschreibungen der Protagonisten. Es sollte einfach viel mehr Bücher geben, in denen es um gesunde Beziehungen geht und in denen sich die einzelnen Personen gegenseitig unterstützen und zusammen an ihren Problemen arbeiten anstatt diese zu romantisieren.

Mittwoch, 29. Juli 2020

The Reading Rush 2020

Guten Morgen,

heute kommt der versprochene Eintrag zum Reading Rush 2020, der vom 19.-26.07 stattfand. Ziel war es so viele Bücher wie möglich in einer Woche zu lesen und deshalb wurden verschiedene Aufgaben gestellt.

Vorweg möchte ich direkt anmerken, dass ich in Zukunft nicht mehr an diesem Format teilnehmen werde. Mir sind schon mehrfach einige Dinge negativ aufgefallen und vor allem während der "Stay-at-home"-Aktion hatte ich mir oft gedacht, dass die Veranstalter nicht darauf achten was für Aufgaben sie stellen. Unter anderem sollte ein Buch über eine Pandemie oder Isolation gelesen werden und das war Mitte April einfach auf zu vielen Ebenen total unangebracht. Erst nach dem es ziemlich viel Kritik gab wurde diese abgeändert und leider haben sie jetzt während der ReadingRush den gleichen Fehler gemacht. Natürlich kann man ein Buch komplett draußen lesen, aber vielleicht hätte man die Aufgabe besser komplett weg gelassen. Trotzdem wollte ich dem Ganzen eine Chance geben, da ich ohnehin ein paar Manga und Bücher lesen wollte um die nächsten Monate genug Rezensionen zu haben.

Ein anderer störender Punkt war im Vorfeld die ganze Werbung für Merchandise. Unter anderem gab es ein Notizbuch, in dem die Aufgaben abgedruckt waren. Es ist nicht billig als das herzustellen und hinzu kommen natürlich die Versandkosten. Und für so etwas während der Pandemie viel Werbung zu machen ist finde ich ziemlich unangebracht. Zumal durch all die Werbung viele Informationen was zum Beispiel den Bookclub betrifft einfach untergegangen sind.

Womit wir schon bei dem Hauptgrund angekommen sind: Der Bookclub. Im Vorfeld wurde für "Such a fun age" von Kiley Reid abgestimmt und das 300 Seiten dünne Buch sollte halt während der Zeit gelesen werden. Passend dazu sollte es ein Livechat geben, was ja an sich nicht schlecht ist. Doch bei dem kam dann raus, dass die Veranstalter des Bookclubs das Buch gar nicht gelesen haben und viel lieber anderes gelesen hatten. Wenn man sich dazu entschließt einen Bookclub abzuhalten samt LIVE-Event, sollte man zumindesten das Buch gelesen haben. Unter anderem geht es in dem Buch um Rassismus gegen Afroamerikaner in USA und Geld und da ist es auch klar, dass das nicht gut ankommt. Zumal lange im Vorfeld darüber angestimmt wurde und man kann ja ein Buch lesen(oder es abbrechen) und es nicht gut finden, solange man es begründen kann. Aber so wirklich Gründe wurden halt nicht genannt. Das Buch für den Bookclub hatte ich gelesen und es ist einfach schade, dass die Veranstalter es nicht für nötig hielten.

Und der letzte Grund waren die Gewinnerfotos bei der Instagramchallenge zu den Covern. Es gab wirklich einige sehr schöne und kreative Einsendungen und ja als Veranstalter ist man nicht für die Einsendungen verantwortlich, aber man kann sich wenigstens bei der Auswahl Mühe gebe.

Damit der Beitrag nicht den Rahmen sprengt werde ich nur zu den Büchern für die 8 Badges/Abzeichen etwas kurzes schreiben. Eine ausführlichere Rezension wird es im Lesemonat und über die nächsten Monate verteilt geben.

1) Read a book completely outside of your house
Gelesen hatte ich "Love, Creekwood" von Becky Albertalli, eine Novella aus dem Simonverse. Sie ist komplett in Mailform verfasst und man erfährt wie es Simon, Bram und co an der Uni geht. Mir hat das leider absolut nicht gefallen und ich finde es schade, dass es nicht einfach in Fließtext verfasst wurde. So hat man wahnsinnig viele Seiten an die Mailheader verschwendet und verpasst ganz interessante Szenen, die nie näher erläutert wurden.

2) Read a book in a genre you've always wanted to read more of
Dafür hatte ich "Die Nadel im Galaxienhaufen" von Michael Büker gelesen in dem es wie der Titel schon verrät um die verschiedenen Galaxien geht. Es ist ein wirklich interessantes und stellenweise lustiges Buch, welches verständlich für Laien verfasst wurde.

3) Read a book that inspired a movie you've already seen
Hierfür hatte ich "The Great Gatsby" von F. Scott Fitzgerald gelesen, was schon ewig auf meiner Wunschliste steht. In dem Buch geht es um Exzesse, Alkohol und Geld und um ehrlich zu sein habe ich weder den Film vor sehr vielen Jahren noch das Buch verstanden. 

4) Read a book that starts with the word "The"

Ausgewählt hatte ich "The ancient magus' bride(Die Frau des Magiers)" von Kore Yamazaki und davon dann Band 7-9. Darin geht es um den Magier Elias, der Chise bei einer Auktion als Skalvin kauft und diese dann unterricht. Mir gefällt die Reihe ganz gut und ich finde es immer interessant was für Wendungen die Geschichte nimmt.

5) Read a book that takes place on a different continent than where you live
Entschieden hatte ich mich für den Manga "Ein tropischer Fisch sehnt sich nach Schnee" von Makoto Hagino in dem es um 2 Mädchen geht, die sich ganz langsam ineinander verlieben. Ich finde es toll wie zart die Liebe dargestellt wird und es halt nicht immer mit einem großen Knall und Feuerwerk und Liebe auf den 1. Blick vonstatten gehen muss.

6) Read a book with a cover that matches the colour of your birth stone
Ausgewählt hatte ich dafür "Loveless" von Alice Oseman, da es ein violettes Cover hat(passend zum Amethysten: Februar). Darin geht es um Georgia, die bisher noch nie verliebt war und genau das an der Uni in Angriff nehmen möchte. Mir hat das Buch ganz gut gefallen und ich finde es immer wieder schön Bücher über asexuelle Charaktere zu finden.

7) Read a five star book (2020)
Hier hatte ich mich für  "Card Captor Sakura Clear Card, vol. 1" von Clamp entschieden. Sakura muss magische Karten einfangen, die sie unfreiwillig in die Welt entsendet hatte. In der Clear Card Reihe geht es darum, dass die eingesammelten Karten plötzlich transparent sind(ist quasi eine Fortsetzung). Mir hat der erste Band wirklich gut gefallen und es kamen direkt wieder Erinnerungen hoch, da es ja vor langer Zeit mal im Fernseh lief.

8) Read the first book you touch
"Bloom into you(Band 4)" von Nio Nakatani hatte ich als erstes berührt und in dem Manga geht es um Nanami, die sich in Yuu verliebt. So wirklich weiß ich nicht was ich von der Reihe halten soll, da ich Nanami stellenweise als sehr übergriffig empfinde. Jedoch ist es im Vergleich zu vielen anderen Romanen/Manga über solche Themen noch sehr harmlos und deshalb möchte ich der Reihe eine Chance geben. So ein Verhalten finde ich einfach nicht okay und vor allem nicht bei der Zielgruppe, vielleicht bin ich deshalb gegenüber der Reihe so skeptisch.

Insgesamt habe ich 5 Bücher und 9 Manga gelesen, was insgesamt 3.073 Seiten entspricht. Ich bin auf alle Fälle stolz darauf in der Woche so viel gelesen zu haben, da ich größtenteils nur nachts gelesen hatte und eigentlich gar keine so große Lust hatte. Was aber vor allem anfangs an komplett anderen Dingen lag.
Jetzt ist Beitrag doch länger geworden als geplant, da ich mich nicht kurz fassen wollte.

LG

Sonntag, 26. Juli 2020

#11 Manga - Die Braut des Magiers Band 4-6




Titel(Deutsch)Die Braut des Magiers
Titel(Englisch)The Ancient Magus' Wife
AutorKore Yamazaki
VerlagTokyopop
GenreFantasy
Bändebisher 12
Meine Bewertung
4/5


Inhalt

Seit dem Selbstmord ihrer Mutter wird Chise immer wieder als Sklavin verkauft. Schon davor war ihr Leben geprägt von Vernachlässigung und Missbrauch. Eines Tages ersteigert der Magier Elias das 16-jährige Mädchen bei einer Auktion und entschließt sich dazu sie als Lehrling einzustellen und sie als Frau zu nehmen, denn scheinbar hat sie magische Fähigkeiten.


Review

#1.-3. Band

#4. Band

Im 4. Band lernt man endlich mehr über Elias und in welchem Verhältnis er zu Lindel steht. Es geht im Grunde genau da weiter wo im 3. Band aufgehört wurde und ich finde es schön, dass Chise noch etwas an diesem Ort verweilt und man somit relativ viel darüber erfährt. Ansonsten werden endlich einige Fragen beantworten und ich finde es gut, dass man endlich einiges was bisher unklar war nun besser einordnen und somit auch nachvollziehen kann. Dadurch werden hauptsächlich die Hauptcharaktere greifbarer und man findet sich etwas besser in dieser doch sehr speziellen Welt zu recht.
Vor allem haben mir die magischen Wesen gefallen und es sind mal welche, mit denen ich absolut nicht gerechnet habe.

Ein anderer Pluspunkt ist die Charakterentwicklung von Chise, welche eher langsam von statten geht und deshalb so natürlich erscheint. Das macht das alles viel angenehmer zu lesen und vor allem auch interessanter. Natürlich wird die Welt in der Chise lebt deshalb nicht weniger gefährlich für sie, nur weil sie sich verändert.

Wenn man es genau nimmt passiert in diesem Band mal wieder so gut wie gar nichts, aber genau das Liebe ich an der Serie. Sie entfaltet sich nur sehr so lange und man erfährt nur portionsweise etwas über sie.

#5. Band: 

Im 5. Band lernt man zu Beginn etwas zu Silky und warum sie als Haushälterin für Elias arbeitet. Und dann lernt man auch jede Menge über das Königreich der Feen/Fae und ich finde genau das einfach total spannend. Es ist schön zu sehen, dass es nicht nur hauptsächlich um Magie und ähnliches geht. Sondern man lernt wirklich viel über Mythologie verschiedener Völker. Warum manche von diesen Wesen so leicht begleitet sind erschließt sich mir jedoch absolut gar nicht. Aber es ist halt ein Manga und ich hatte es schon vor Ewigkeiten aufgegeben ernsthaft über diese Frage nachzudenken. Wahrscheinlich kann man froh darüber sein, dass manche nicht noch üppiger bestückt sind und wenigstens etwas anhaben.

Dieses Mal wechseln sich die düsteren, bedrohlichen mit vielen herzerwärmenden, leichten Szenen ab und genau das ist dieses Mal total gut gelungen. In den vorigen Bänden fand ich diesen Wechsel leider nicht immer ganz so gut.

So wirklich weiß man nicht wohin einen die Handlung bringen soll. Oft wirken die episodenhaften Geschehnisse in sich abgeschlossen und ich kann gar nicht so genau einordnen was später noch irgendeine Relevanz haben wird und was nicht. Vor allem bei der Schlussszene weiß ich nicht, was ich davon halten soll. Teile davon sind traumhaft und ich finde es gut, dass auch Feste der Region eine Rolle spielen. Aber was das andere betrifft bin ich wirklich gespannt darauf zu erfahren, was das andeuten/anteasern sollte. Und irgendwie vermisse ich die Hintergrundhandlung/Rahmenhandlung, die einen normalerweise kontinuierlich durch eine Mangaserie leitet. Diese kommt hier leider viel zu kurz.

#6. Band: 

Im 6. Band geht es hauptsächlich um die Charakterentwicklung von Chise, Elias und Alice. Man erfährt wirklich viel über diese und ich finde es schön ihnen dabei zuzusehen, wie sich langsam die Bindungen zwischen ihnen ändert und zu was sie sich entwickeln. Aus dem Grund passiert noch weniger als in den vorigen Bänden und wenn man es genau nimmt, dann ist in diesem Band so gut wie gar nichts relevantes passiert. Ein bisschen wurmt mich das, auch wenn ich es toll finde wie viel man auf einem Schlag über die einzelnen Charaktere erfahren hat.

In diesem Band passiert etwas mit Chise bzw. sie hat plötzlich eine Fähigkeit und leider weiß man so gar nicht woher diese kommt. Das kommt alles so aus dem Nichts und man kann das absolut nicht einordnen. Hier hätte ich wenigstens erwartet, dass sie mal mit Elias drüber spricht oder man im Vorfeld wenigstens ein Gespräch diesbezüglich mitbekommt. Es ist halt doch eine große Sache und ich kann mir nicht vorstellen, dass man das einfachso plötzlich kann ohne große Übung/Einweisung.
Am Ende gibt es einen riesigen Cliffhanger, der nichts gutes verspricht und ich bin wirklich gespannt darauf, ob die Handlung jetzt richtig düster wird. Die Wendung habe ich absolut nicht erwartet und ich finde es toll, dass die Handlung endlich Fahrt auf nimmt.


Fazit

Mal schauen wo die Reise hingeht und ich hoffe, dass ich demnächst den 7. Band lesen kann. Es ist toll, dass immer noch so viel ursprünglich Mythologie vorkommt und es dementsprechend auch recht düster ist von der Handlung.

Freitag, 24. Juli 2020

#311 Bücherregal - Im Kernschatten des Mondes








Titel(Deutsch)  Im Kernschatten des Mondes - Die unbekannten Heldinnen der NASA
AutorMargot Lee Shetterly
VerlagHarper Collins Germany
GenreSachbuch/Wissenschaft
Seiten400 Seiten
Meine Bewertung
3/5


Ich bedanke mich hiermit recht herzlichst bei Netgalley.de für das Bereitstellen eines Rezensionsexemplares.


 Inhalt

Aus Personalnot während dem II. Weltkrieg stellte die NACA(später NASA) erstmals afroamerikanische Frauen ein. Sie galten als menschliche Computer und berechneten die Flugbahnen und vieles mehr und ebneten mit den Weg für die größten Erfolge der Raumfahrtgeschichte. Aufgrund ihrer Hautfarbe arbeiteten sie getrennt von ihren weißen Kollegen. Im Buch geht es um das Rennen ums Weltall, der kalte Krieg, die Frauenbewegung und die Afroamerikanische Bürgerrechtsbewegung und die fünf mutigen Frauen, deren Arbeit viel verändert hat.

Review

Besonders gefallen haben mir die umfangreichen Erklärungen über das amerikanische Rechtssystem während dieser Zeit. So lernt man wie sich die Segregation nicht nur auf die Arbeit bei der NACA bzw. NASA auswirkte sondern auch auf das Leben der Frauen. Und was es zu dieser Zeit für Bürgerrechtsbewegungen gab und was diese für Auswirkungen hatten, dadurch kann man all das besser einordnen. 

Es ist wirklich Wahnsinn, was diese Frauen zu dieser Zeit geleistet haben und es einfach niemand wissen sollte. Und vor allem zu lesen aus welchen Gründen sie überhaupt erst in die Position kamen und dieses eigentlich nie gewollt war. Es ist auf jeden Fall schön zu lesen, dass die Frauen es so weit geschafft haben und sich nicht haben abschrecken lassen. 

Was ich total anstrengend fand beim Lesen waren die unzähligen Wiederholungen und oft wusste ich gar nicht, ob ich dieselbe Information nicht schon auf der vorigen Seite in einem anderen Wortlaut gelesen hatte. Deshalb wirkt vieles stellenweise chaotisch und dadurch verging mir immer recht schnell die Lust am Lesen. Oft hatte man das Gefühl als hätte die Autorin einfach unheimlich viele Informationen auf eine Seite packen wollen, damit das Buch nicht zu dick wird. Das hat den Lesefluss ganz schön ins Stocken gebracht und vieles musste man mehrfach lesen um den Sinn dahinter zu verstehen. Vor allem hätte man manche Sachverhalte besser in Diagrammen darstellen sollen anstatt sie umfangreich zu beschreiben.

Ein anderer Kritikpunkt ist die Erzählweise an sich. Es fiel mir unglaublich schwer die einzelnen Personen auseinander zu halten und leider gibt es am Ende keine kurzen Steckbriefe. So haben einige plötzlich einen anderen Nachnamen und erst viel später erfährt man, dass diese nur geheiratet haben und sie keine andere Person sind. Und oft wird zwischen ihnen hin- und hergewechselt, so dass es wirklich schwer ist am Ende die einzelnen Informationshappen den richtigen Personen zuzuordnen. Und dann gibt es einige Stellen, die man so nicht in einem Sachbuch erwartet und die einen eher an fiktive Geschichten erinnern. Man kann Situationen nach erzählen, aber teilweise wird so extrem ins Detail gegangen, dass es einfach unglaubwürdig klingt. 



Fazit

Die Idee hinter dem Buch ist fantastisch und solche sollte es viel öfters geben. Jedoch finde ich die Umsetzung nicht gelungen und ich hätte mir einfach mehr Struktur gewünscht und weniger Informationen auf einer Seite. Trotzdem vergebe ich 3 von 5 Sternen, da es ein wirklich wichtiges Thema ist und man wirklich viel durch dieses Buch lernt.