Freitag, 24. Juli 2020

#311 Bücherregal - Im Kernschatten des Mondes








Titel(Deutsch)  Im Kernschatten des Mondes - Die unbekannten Heldinnen der NASA
AutorMargot Lee Shetterly
VerlagHarper Collins Germany
GenreSachbuch/Wissenschaft
Seiten400 Seiten
Meine Bewertung
3/5


Ich bedanke mich hiermit recht herzlichst bei Netgalley.de für das Bereitstellen eines Rezensionsexemplares.


 Inhalt

Aus Personalnot während dem II. Weltkrieg stellte die NACA(später NASA) erstmals afroamerikanische Frauen ein. Sie galten als menschliche Computer und berechneten die Flugbahnen und vieles mehr und ebneten mit den Weg für die größten Erfolge der Raumfahrtgeschichte. Aufgrund ihrer Hautfarbe arbeiteten sie getrennt von ihren weißen Kollegen. Im Buch geht es um das Rennen ums Weltall, der kalte Krieg, die Frauenbewegung und die Afroamerikanische Bürgerrechtsbewegung und die fünf mutigen Frauen, deren Arbeit viel verändert hat.

Review

Besonders gefallen haben mir die umfangreichen Erklärungen über das amerikanische Rechtssystem während dieser Zeit. So lernt man wie sich die Segregation nicht nur auf die Arbeit bei der NACA bzw. NASA auswirkte sondern auch auf das Leben der Frauen. Und was es zu dieser Zeit für Bürgerrechtsbewegungen gab und was diese für Auswirkungen hatten, dadurch kann man all das besser einordnen. 

Es ist wirklich Wahnsinn, was diese Frauen zu dieser Zeit geleistet haben und es einfach niemand wissen sollte. Und vor allem zu lesen aus welchen Gründen sie überhaupt erst in die Position kamen und dieses eigentlich nie gewollt war. Es ist auf jeden Fall schön zu lesen, dass die Frauen es so weit geschafft haben und sich nicht haben abschrecken lassen. 

Was ich total anstrengend fand beim Lesen waren die unzähligen Wiederholungen und oft wusste ich gar nicht, ob ich dieselbe Information nicht schon auf der vorigen Seite in einem anderen Wortlaut gelesen hatte. Deshalb wirkt vieles stellenweise chaotisch und dadurch verging mir immer recht schnell die Lust am Lesen. Oft hatte man das Gefühl als hätte die Autorin einfach unheimlich viele Informationen auf eine Seite packen wollen, damit das Buch nicht zu dick wird. Das hat den Lesefluss ganz schön ins Stocken gebracht und vieles musste man mehrfach lesen um den Sinn dahinter zu verstehen. Vor allem hätte man manche Sachverhalte besser in Diagrammen darstellen sollen anstatt sie umfangreich zu beschreiben.

Ein anderer Kritikpunkt ist die Erzählweise an sich. Es fiel mir unglaublich schwer die einzelnen Personen auseinander zu halten und leider gibt es am Ende keine kurzen Steckbriefe. So haben einige plötzlich einen anderen Nachnamen und erst viel später erfährt man, dass diese nur geheiratet haben und sie keine andere Person sind. Und oft wird zwischen ihnen hin- und hergewechselt, so dass es wirklich schwer ist am Ende die einzelnen Informationshappen den richtigen Personen zuzuordnen. Und dann gibt es einige Stellen, die man so nicht in einem Sachbuch erwartet und die einen eher an fiktive Geschichten erinnern. Man kann Situationen nach erzählen, aber teilweise wird so extrem ins Detail gegangen, dass es einfach unglaubwürdig klingt. 



Fazit

Die Idee hinter dem Buch ist fantastisch und solche sollte es viel öfters geben. Jedoch finde ich die Umsetzung nicht gelungen und ich hätte mir einfach mehr Struktur gewünscht und weniger Informationen auf einer Seite. Trotzdem vergebe ich 3 von 5 Sternen, da es ein wirklich wichtiges Thema ist und man wirklich viel durch dieses Buch lernt. 

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