Freitag, 29. April 2022

#453 Bücherregal - Echo der Toten

 

  


TitelEcho der Toten(1. Fall für Friederike Matthée)
AutorBeate Sauer
VerlagUllstein Verlag
GenreKrimi/Lokalkrimi/Eifelkrimi/historischer Roman
Seiten384 Seiten
Meine Bewertung
4/5

 Inhalt

Im Jahre 1947 wird Richard Davies von der britischen Military Police mit der Aufklärung eines Mordes in der Eifel beauftragt. Deshalb wendet dieser sich an die weibliche Polizei von Köln, damit diese den einzigen Augenzeugen befragen kann. Aus dem Grund reist Friederike mit Davies in die Eifel um den 6-jährigen Jungen zu befragen, der bisher noch nicht dazu in der Lage war über das Geschehene zu sprechen. Der Ermittlerin fällt es schwer sich auf ihre Arbeit zu konzentrieren da sie immer noch mit den Erinnerungen an den Krieg zu kämpfen hat.

Review

Mir hat besonders gut der Genremix aus Krimi und historischer Roman gefallen. Man erfährt eine Menge über das Leben der einfachen Bevölkerung nach dem II. Weltkrieg in der Eifel rund um Köln während der britischen Besatzung. Immer wieder wird der Kriminalfall an sich zur Nebensache, was für mich aber kein Problem war schließlich war der Rest spannend genug. 

Die Atmosphäre war dauerhaft geprägt durch den andauernden Hunger, die Kälte gepaart mit der Angst und ich hatte richtig mit gefiebert und darauf gehofft, dass alles ein gutes Ende für die Beteiligten nehmen wird. Denn jemand scheint großes Interesse daran zu haben die Lösung des Falles zu verhindern und gefühlt versucht ohnehin jeder Beteiligte ohne Rücksicht auf andere seine Schäfchen ins Trockene zu bringen.

Hinzu kommt dann noch eine Ermittlerin, die ihren Beruf ergriffen hat um in erster Linie sich mit einem spärlichen Verdienst über Wasser zu halten und eine Zimmer für sich und ihre kranke Mutter zu haben. Das ist in der Zeit in Köln alles andere als eine Selbstverständlichkeit. Auch sonst hat sie mit allerlei Problemen zu kämpfen, da das Misstrauen der Gesellschaft gegenüber der Polizei zu der Zeit enorm hoch war. Und sie als Frau in dem Beruf es noch einmal viel schwerer als ihre männlichen Kollegen hat. Sie freundet sich erst nach und nach mit dem all dem an und versucht dann ihre Fähigkeiten zu verbessern. Was schwer bei so einem brisanten Fall ist, bei dem man gefühlt ständig in Wespennester herumstochern muss um an neue Informationen zu kommen. Besonders verständlich fand ich ihre Art mit den Opfern umzugehen und mir hat es richtig Leid getan, dass die Ressourcen zum Schutz von diesen zu der Zeit so gut wie gar nicht vorhanden waren. 

An sich gibt es viele verschiedene Handlungsstränge, die erst langsam miteinander verwoben werden. Dadurch wird der Fall aus unterschiedlichen Blickwinkeln betrachtet und dadurch wird mehr als deutlich, dass hier etwas gewaltig schief läuft.

Was das Ende betrifft bin ich etwas zwiegespalten, denn an sich hatte ich etwas vollkommen anderes erwartet. Aber wenn ich mal alle Schlüsselmomente des Buches in Betracht finde bin ich froh darüber, dass so eine realistische Auflösung gewählt wurde. Immerhin wäre alles andere zu schnell gegangen und die Personen hätten dafür ihre eigenen Werte verraten müssen bzw. nicht entsprechend ihres Charakters gehandelt. 

Mal schauen wie viele Charaktere hier aus dem Band in den nachfolgenden noch eine Rolle spielen werden. Vor allem die Vorgesetzt hatte mich wütend gemacht, denn sie kam mir sehr verbittert vor und es wird nie groß thematisiert, warum sie etwas gegen die Ermittlerin hat.


Fazit

Hoffentlich kann ich in den nächsten Wochen den zweiten Band lesen, denn das ist definitiv meine Lieblingskombination an Genre plus die Ermittlerin ist mir sympathisch. Bei mir hat der Auftakt der Reihe definitiv das Interesse geweckt und er hat mich gut unterhalten. Es ist halt immer wieder schön Krimis zu lesen, bei denen man allerhand Sachen lernt.

Mittwoch, 27. April 2022

Lesemonat März 2022

  




Hallo, 

jetzt ist der März schon wieder eine ganze Weile um und endlich habe ich es einmal geschafft den Rückblick auf meine gelesenen Bücher zu schreiben. Mit 9613 geschriebenen Wörtern liege ich klar unter dem Durchschnitt vom letzten Jahr, was sich aber hoffentlich demnächst ändern wird. Ans Manuskript möchte ich mich definitiv in den nächsten Wochen setzen, damit ich es endlich einmal fertig habe. Eigentlich wollte ich das im April während dem Camp Nanowrimo machen, aber da ich dank der Termine ständig an das Thema der Geschichte erinnert werde habe ich es dann doch nicht gemacht. Obwohl der Unfall bald 15 Jahre zurücklegt ist es für mich nach wie vor schwierig mich mit all dem auseinander zu setzen. Gefühlt ist damals etwas in mir gestorben und dank der Termine muss ich mich jetzt wieder mit all dem auseinander setzen.

Ansonsten habe ich nach etlichen Jahren endlich wieder eine neue Brille und sogar eine Sonnenbrille mit aktueller Stärke kann ich mein Eigen nennen. Zweitere war ja auch schon um die 8 oder 9 Jahre alt. Viel anders als meine vorige Brille sieht es jetzt nicht aus, da man bei meiner Sehstärke nun einmal nicht viel Auswahl hat. Jetzt ist das Zeichnen und Arbeit am Laptop endlich nicht mehr so anstrengend. Auch die Optikerin war erstaunt darüber wie gut ich das alles kompensieren konnte und tatsächlich hatte ich die Verschlechterung erst vor kurzem so richtig bemerkt und es nur auf das abblättern der Beschichtung geschoben.

  • Kat Menschiks und des Diplom-Biologen Doctor Rerum Medicinalium Mark Beneckes Illustrirtes Thierleben von Mark Benecke und Kat Menschiks, 3 von 5 Sternen
  • Echo der Toten von Beate Sauer, 4 von 5 Sternen
  • Becoming von Michelle Obama, 4,5 von 5 Sternen
  • Was wir von Quallen lernen können von Katharina Wolf, 4 von 5 Sternen
  • Gewollt. Geliebt. Gesegnet. von Wolfgang F. Rothe, 4 von 5 Sternen
  • Die Klaviatur des Todes von Michael Tsokos, 4 von 5 Sternen
  • Was Politiker nicht sagen von Gregor Gysi, 4 von 5 Sternen
  • Die unendliche Geschichte von Michael Ende, 4,5 von 5 Sternen
  • Du darfst nicht alles glauben, was du denkst von Kurt Krömer, 5 von 5 Sternen
  • Make your art no matter what von Beth Pickens, 3 von 5 Sternen
  • Ein Grab für zwei von Ralf Kamp, 4 von 5 Sternen

11 Bücher | 3.201 Seiten | 291 Seiten/Buch | 104 Seiten/Tag
Comic | 2 Graphic Novel | - Light Novel | 10 Manga
durchschnittliche Bewertung: 4/5
Verlage: 11
bereiste Länder: 5
Genre: 6(2xBiografie, 1xhistorischer Roman, 1xKlassiker, 1xKrimi, 1xRatgeber, 2xRoman, 2xSachbuch, 1xTrue Crime)

Highlight: Du darfst nicht alles glauben, was du denkst von Kurt Krömer, 5 von 5 Sternen
Flop: Make your art no matter what von Beth Pickens, 3 von 5 Sternen


"Kat Menschiks und des Diplom-Biologen Doctor Rerum Medicinalium Mark Beneckes Illustrirtes Thierleben" von Mark Benecke und Kat Menschiks ist ein illustriertes Buch, dass ein paar ulkige Geschichten über Tiere erzählt. Wie man an der Bewertung sehen kann, hat mir das alles eher weniger zugesagt. Mir war es schlichtweg zu wenige Illustrationen und einige der Fakten kannte ich schon. Trotzdem hat es mich dazu gebracht mich mit einigen Tierarten näher zu befassen.

"Echo der Toten" von Beate Sauer ist ein historischer Eifelkrimi rund um 1947, in dem es um die Aufklärung eines Mordes geht, den ein kleiner Junge beobachtet hatte. Wenn ich eins liebe dann ist es genau dieser Genremix und ich bin richtig froh darüber, diese Reihe entdeckt zu haben. Die Ermittlerin ist mir sympathisch und ich finde es schön, dass hier genau auf die Begleitumstände eingegangen wird. Wie sah zu der Zeit das Leben der Menschen aus und wie haben diese darauf reagiert, wenn die Polizei sie um mithilfe bat? Hoffentlich kann ich demnächst den zweiten Teil lesen.

"Becoming" von Michelle Obama ist die Autobiografie der Autorin und hier erzählt sie wie sie aufgewachsen ist und die Zeit im weißen Haus als "First Lady" erlebt hat. mir hat der Blick hinter die Kulissen wirklich gut gefallen und es hat noch einmal das Bild bestätigt, dass ich von der Autorin hatte. Es ist auf jeden Fall ein spannender Einblick, bei dem man eine Menge über sie als Menschen erfährt. 

In "Was wir von Quallen lernen können" von Katharina Wolf geht es um Henry, der all seinen Mut zusammen nimmt und dem Barkeeper Max seine Nummer zusteckt. Ein wenig schade fand ich es schon, dass hier alles im Zeitraffertempo erzählt wurde. Trotzdem hat mich das Buch gut unterhalten und es zeigt einfach mal wieder wie wichtig es ist miteinander zu reden.

"Gewollt. Geliebt. Gesegnet." von Wolfgang F. Rothe ist ein Buch voller Erfahrungsberichte rund um das Thema queer sein in der katholischen Kirche. Es zeigt auf alle Fälle wie wichtig solche Diskussionen sind und das alles viel öfters öffentlich diskutiert werden sollte um die längst überfälligen Veränderungen in Gang zu bringen.

In "Die Klaviatur des Todes" von Michael Tsokos erzählt der Rechtsmediziner von diversen Todesfällen und ähnlichem, unter anderem ob zum Beispiel die Aussagen des Opfers zu dem vorhandenen Verletzungsmuster passen.  Besonders gut gelungen fand ich die Auswahl der Fälle, die dieses Mal ein sehr breites Spektrum abdecken. Somit gibt es einen sehr guten Einblick in die Forensik.

In "Was Politiker nicht sagen" von Gregor Gysi geht der Autor darauf ein, wie Politik funktioniert. Besonders interessant fand ich den Aspekt über die ganzen medialen Möglichkeiten, die das politische Geschehen in das Wohnzimmer der Leute bringt. Und hier wurden sowohl die Vor- als auch die Nachteile beleuchtet. Das Sprachniveau vom Buch ist wie bei den Reden des Autors recht gut, aber bei den meisten Wörtern kann man gut erraten um was es geht.

"Die unendliche Geschichte" von Michael Ende erzählt die Geschichte von einem Jungen, der immer mehr in ein Buch hinein gezogen wird und letztendlich dem Hauptprotagonisten dabei hilft die kindliche Kaiserin zu retten. Mir hat das Hörbuch total gut gefallen und es hat mich an die vielen Märchen erinnert, die ich als Kind gelesen hatte. Es gibt auf alle Fälle viele fantastische Wesen zu entdecken und besonders gut fand ich den Glücksdrachen "Fuchur".

In "Du darfst nicht alles glauben, was du denkst" von Kurt Krömer erzählt der Autor wie ihm die schwere Depression zusetze und wie er die Zeit in der Tagesklinik erlebte. Mir hat der schonungslos ehrliche Blick auf das alles gefallen. Es ist nun einmal nicht leicht sich Hilfe zu holen, vor allem da man in unserer Gesellschaft bis zum Schluss gefälligst zu funktionieren hat. Mich hat das geschriebene auf alle Fälle zum Nachdenken und zum reflektieren über das eigene Leben angeregt.

Im Ratgeber "Make your art no matter what" von Beth Pickens geht es darum kreativen Tätigkeiten nachzugehen, auch wenn einen diverse Umstände regelmäßig daran hindern. Obwohl die Tipps speziell für Künstler sein sollten, sind genau von denen sehr wenige zu finden. Das was man findet ist sehr allgemein gehalten und hat mir somit wenig geholfen.

Im Eifelkrimi "Ein Grab für zwei" von Ralf Kamp gerät Herbie ausgerechnet in eine Kleinganovengeschichte. Mich hat der Krimi fantastisch unterhalten und ich liebe es einfach wie der Autor mit den Klischees über die Eifelbewohner spielt.


Im Mai stehen jetzt nur noch eine handvoll wichtige Termin und ich bin ganz gespannt darauf, wann der wichtigste von denen passieren wird. Bisher habe ich noch keine genauen Informationen und ich hoffe, dass alles glatt gehen wird. Den Großteil habe ich auf jeden Fall schon einmal hinter mich gebracht und ich bin einfach nur froh darüber das MRT überstanden zu haben. Bisher hatte ich nie Probleme damit und jetzt hatte ich es erste Mal eine ganz leichte Panikattacke im Vorfeld. Beim letzten Mal hatte ich es auf den Ort geschoben und war deshalb ganz froh darüber, dass ich wo anders einen Termin hatte. Überraschendes ist da jetzt nicht rausgekommen, also heißt es weiterhin abwarten. Es ist auf jeden Fall gut zu wissen, dass es keinen Grund zur Besorgnis gibt.


Und wie war euer Lesemonat? Gerne verlinke ich hier eure Beiträge.

LG

Sonntag, 24. April 2022

#57 Manga - No. 6 Band 1-3

 




Titel(Deutsch)Nr. 6
Titel(Englisch)Nr. 6.
AutorAtsuko Asano(Story), Hinoki Kino(Zeichnungen)
VerlagEgmont Manga
GeschlechtScience Fiction/Dystopie
Bände1-3(9 erschienen, abgeschlossen)
Meine Bewertung
5/5

 Inhalt

Aufgrund von langandauernden Atomkriegen gibt es nur noch wenige Städte, in denen man leben kann. Eine von ihnen ist No. 6, in der die Bevölkerung mithilfe von Technik rund um die Uhr überwacht und kontrolliert wird. Solange man sich an die Regeln hält ist ein Leben im Wohlstand möglich, verstößt man gegen diese wird man an den Rand der Stadt gebracht. Dort ist das Leben weniger komfortabel und man darf auch nicht mehr ins Innere der Stadt zurück. Genau das hat Shion erlebt, aber er macht das Beste draus und arbeitet mittlerweile als Parkwächter. Ausgerechnet während seiner Schicht taucht eine Leiche auf und sein Kollege verstirbt. Die Todesumstände sind mehr ungewöhnlich und die Regierung beschließt deshalb die Zwischenfälle zu vertuschen und Shion als Täter zu verhaften. Wie kann er es schaffen aus diesem System auszubrechen und zu flüchten, wenn jeder Winkel der Stadt überwacht wird? 

Rezension

#1. Band: 

Shion ist ein Elitestudent, bis er in einer stürmischen Nacht einem auf der Fahndungsliste stehenden Gefangenen Obdach gibt anstatt ihn zu melden. Seit dem lebt er am Rand der Stadt, was ihm erst einmal bewusst werden lässt was für ein Leben er bis dato führte.

Mir passiert es ja wirklich sehr selten, das sich mal einen Manga finde und den in einem Rutsch durchlese und es kaum erwarten kann nach dem nächsten Band zu greifen. Aber genau das ist hier der Fall und ich bin froh darüber, dass die Reihe schon komplett erschienen ist. 

Die dystopische Welt an sich hat jetzt nicht vieles neues zu bieten und verglichen mit vielen neueren Büchern aus dem Genre erscheint sie fast schon langweilig. Trotzdem finde ich hat sie etwas besonderes, denn die Kinder werden schon mit 2 Jahren getestet und das Ergebnis prägt von dem Zeitpunkt ihr gesamtes Leben. Heißt also das Wohnumfeld, die Berufschancen und vieles mehr hängen von den eigenen Fähigkeiten ab. Im ersten Teil erfährt man was das betrifft relativ wenig und ich bin gespannt darauf, ob dieses Erzähltempo eingehalten wird. Es ist auf jeden Fall mal was anderes so viele Seiten zu lesen und sich mal so gar nicht informiert zu fühlen. Besonders gut finde ich übrigens die Roboter und hoffentlich bekomme ich die noch ganz oft zu Gesicht.

Die Dynamik zwischen Shion und Rat ist sehr interessant und ich bin ganz gespannt darauf, wie sich das Verhältnis zwischen den beiden verändern wird. Sie scheinen auf dem ersten Blick das komplette Gegenteil voneinander zu sein und so etwas verspricht ja immer viele Konflikte.

Der Zeichenstil passt wunderbar zu der Story, wenn man das Alter der Charaktere bedenkt. Die Figuren und die Hintergründe sind wunderschön gezeichnet und haben die Menge an Details, die es nötig macht um die Dialoge passend zu ergänzen. Zudem geben die Panels einem einen guten Einblick in eine Welt, in der Roboter eine große Rolle spielen und alles ziemlich rein und fast schon utopisch wirkt.


#2. Band: 

Mithilfe von Rat begibt sich Shion auf die Flucht, denn auch er ist mittlerweile zur Fahndung ausgeschrieben.

Obwohl die vielen lustigen Szenen absolut gar nicht zu der Handlung an sich passen, lockern sie diese perfekt auf und ließen mich kurz vergessen wie bedrückend das alles ist. Die meisten Dystopien, die ich bisher gelesen habe waren was das betrifft ganz anders und hatten nahezu durchgehend eine ernstere Atmosphäre. Ich bin gespannt darauf, wie sich die Grundatmosphäre noch ändern wird. Schließlich deutet ja alles daraufhin, dass Shion ohne Rat absolut verloren wäre und dieser kann ja schließlich nicht ewig der Babysitter von ihm sein und ihn beschützen. An sich scheint Shion lernfähig zu sein, was mir Hoffnung macht. Ich hasse es einfach, wenn Charaktere in dem Maße voneinander abhängig sind und sich das bis zum Schluss nicht ändert.

Die Slums an sich scheinen auf jeden Fall ein sehr interessanter Ort zu sein und ich bin gespannt darauf, was man noch so alles von diesen gezeigt bekommt. Über die Welt an sich gab es bisher wenige Informationen und hoffentlich bleibt das noch eine ganze Weile so. Es ist nämlich ganz angenehm nicht zu wissen was da noch alles auf einen zukommt und vor allem ob man den wenigen Informationsquellen trauen kann. Immerhin scheint da jemand nicht zu wollen, dass die Bewohner von No. 6 die Wahrheit kennen lernen.  Und deshalb bin ich ganz gespannt darauf, was man im nächsten Band alles erfährt. Und was für spannende Charaktere auftauchen werden.

#3. Band: 

Zusammen mit Rat lebt Shion nun im Westblock und langsam lernt er für sich selbst zu sorgen. Währenddessen sucht Shions Freundin Safu verzweifelt nach ihm, weshalb sie festgenommen wird.

Die Wespen breiten sich immer weiter aus und diesbezüglich gibt es einige neue, verstörende Informationen. Wobei ich diese nicht ganz zu ordnen kann, denn kann man dieser Person wirklich trauen und vor allem wie soll sie das alles hinbekommen haben? Schließlich tauchen solche Wesen ja nicht aus dem Nichts auf und folgen dann freiwilligen irgendwelchen Befehlen? Und wenn sie zum Beispiel zu dem Zwecke der Vernichtung von No. 6 gezüchtet wurden stellt sich die Frage, wie Menschen von außerhalb an die Ressourcen kamen? Innerhalb der Mauern scheint es ja sehr schwierig zu sein Sachen unbemerkt zu erledigen aufgrund der dauerhaften Überwachung durch Mikrofone und Kameras bei verdächtigen Aktivitäten. Und dann sind ja auch alle um einen herum mögliche Spitzel, die natürlich Vorteile durch das Melden von Saboteuren bekommen. Wie man sehen kann bringt mich die Handlung ganz schön zum Nachdenken und ich bin richtig gespannt darauf welche meiner Theorien im Endeffekt stimmt. Aus dem Grund liebe ich nämlich das Dystopiegenre, denn ist nahezu alles möglich und es immer spannend zu sehen welche Wege gegangen werden. 

Die Dynamik zwischen Shion und Rat beginnt sich zu verändern und man sieht was für ein Einfluss sie aufeinander haben. Was das betrifft frage ich mich inwiefern das den weiteren Verlauf der Story verändern wird. Schließlich ist Shion immer noch sehr naiv und da frage ich mich schon, wie er auf der Dauer in den Slums überleben will. Und bei Rat weiß man so gar nicht was er letztendlich im Schilde führt und was es bedeutet, wenn er tatsächlich Gefühle gegenüber Shion zulässt. Und damit meine ich jetzt nichts romantisches, denn Rat hat ja ohnehin sehr große Probleme Menschen an sich heranzulassen. 

Hoffentlich kann ich so bald wie möglich den nächsten Band lesen.

Freitag, 22. April 2022

#452 Bücherregal - Cyber Trips

 




TitelCyber Trips(Band 2 der Reihe Neon Birds)
AutorMarie Grashoff
VerlagLübbe Verlag
GenreScience Fiction
Seiten448 Seiten
Meine Bewertung
4/5


 Inhalt


Ist es überhaupt möglich KAMI zu besiegen? Auch im Jahr 2101 geht der Kampf weiter und momentan sieht es nicht so aus, als bestünde wirklich die Chance den Virus zu besiegen. Dieser befällt immer mehr Menschen und macht diese zu Cyborgs, die dem Befehl von KAMI befolgen.  Aus dem Grund versucht Andra damit Kontakt aufzunehmen, denn es wird noch lange Zeit dauern bis tatsächlich ein Heilmittel gefunden wird.


Review

Besonders über den Rückblick direkt zu Beginn des Buches hatte ich mich gefreut, denn all die Details konnte ich mich nicht mehr erinnern und so fiel mir der Einstieg viel leichter. 

Die Handlung wird wie im ersten Teil der Reihe von verschiedenen Charakteren erzählt. Mir waren teilweise die Übergänge zu fließend, weshalb ich an manchen Stellen den Ortswechsel viel zu spät bemerkt hatte. Das ist auch das einzige Manko an dieser Erzählweise, denn ansonsten fand ich sie total klasse. So verfolgt man mehrere Handlungsstränge gleichzeitig und bekommt somit alle wichtigen Informationen in Bezug auf KAMI zeitnah geliefert. Wobei diese wieder einmal ein paar Sachen aus ihrer Sicht erzählt und so ganz kann ich das noch nicht einordnen. Nicht immer wirken ihre Sätze schlüssig und man das Gefühl, als würde sie sich an manchen Stellen selbst widersprechen. Ich bin auf jeden Fall gespannt darauf, wie es mit ihr im nächsten Band weitergehen wird. 

Durch den bildgewaltigen Schreibstil konnte ich mir alles gut vorstellen. Die Charaktere wurden quasi zu Leben erweckt und am liebsten würde ich diese Welt auch mal erleben, aber bei all den Gefahren ist das wahrscheinlich gute Idee. 

Der Zeitpunkt an dem die meisten Charaktere aufeinander trafen und sich somit die Handlungsstränge kreuzten, hat mich positiv überrascht. Was das betrifft bin ich auf jeden Fall gespannt darauf, wie das den Ausgang der Handlung beeinflussen wird. Schließlich hat sich ja das Virus rasant ausgebreitet und so ganz weiß man ja nicht, wie man die Moja der zweiten Generation vernichten soll. Und dann kommt ja noch hinzu, dass unzählige Menschen evakuiert werden müssen, aber wie stellt man das bei der aktuellen Gefahrenlage überhaupt an? Und dann gibt es ja noch unzählige offene Handlungsstränge, weshalb ich noch gar nicht abschätzen kann was noch alles passieren wird. 

Einerseits sind mir einige der Charaktere so sehr ans Herz gewachsen, dass ich für sie ein Happy End wünsche. Aber andererseits kann ich mir auch gut vorstellen, dass genau das nicht eintrifft und man im Abschlussband noch mit einigen bösen Überraschungen konfrontiert wird.

Leider gab es dieses Mal einige Längen, weshalb ich nicht immer ganz aufmerksam zugehört hatte. Zudem hatte ich oft genug das Gefühl, als würde es keinen Schritt vorwärts gehen was die Handlung betrifft. Die Kämpfe führten meist nur zu einem minimal Fortschritt und auch sonst war der Band so ein typischer Mittelband einer Trilogie, also eher ein einziger Cliffhanger. Trotzdem fand ich es gut, dass es im Gegensatz zum 1. Band ein paar weniger Actionszenen gab. Schließlich ging es ja dieses Mal hauptsächlich darum einen Schlachtplan zu entwickeln und zu gucken, wie man das Ziel doch noch erreichen kann.


Fazit


Alles in allem hat mich dieses Buch gut unterhalten und ich bin schon ganz gespannt darauf, wie diese Trilogie zu Ende gehen wird. Vielleicht wird der Teil dann wieder so gut, dass ich ihm genauso wie dem ersten 4,5 von 5 Sternen geben werde. Denn dieses Mal habe ich aufgrund der Längen und weil gefühlt nichts voran ging nur 4 von 5 Sternen vergeben können.

Booktalk zu "Neon Birds"