Mittwoch, 11. März 2020

#005 Graphic Novel - Die Flüsse von London





TitelDie Flüsse von London
AutorStory: Ben Aaronovitch, Zeichner: Andrew Cartmel, Lee Sullivan
VerlagPanini
GenreFantasy
FormatSoftcover
Bände1-3(Band 4 erscheint am 24. März 2020)
Meine Bewertung
3,5/5

 Inhalt

Peter Grant ist nicht nur ein Zauberer in Ausbildung, sondern arbeitet auch als Constable bei der Metropolian Police in London. Zusammen mit seinem Vorgesetzten Nightingale, der auch ein Zauberer ist, versucht er übernatürliche Fälle zu lösen.
Hierbei handelt es sich um die Graphic Novel zu der gleichnamigen Buchreihe.


Rezensionen

Vol 1(#1-#5):

Vor allem den realistischen, düsteren Zeichenstil finde ich ganz gut und wie viel Wert bei manchen Panels auf Details an den richtigen Stellen geachtet wird. So lenken diese auch nicht großartig von der Handlung ab. Lediglich die zu weichen Übergänge bei den Schatten bei der Colorierung sagen mir jetzt nicht so zu, denn so wirken die Figuren wie aus Plastik, aber es hat mich jetzt beim Lesen nicht weiter gestört. Man kann auf alle Fälle jeder Zeit erkennen wer was sagt oder denkt und die einzelnen Seiten enthalten nicht unnötig viel Text, weshalb man quasi nur so durch die Story fliegt.

Was auf den ersten Blick positiv auffällt ist die Diversität unter den Charakteren und man diejenigen auf Anhieb erkennen kann. Das passt einfach perfekt zu dem heutigen London und ich finde es immer gut, wenn so etwas auch in Comics/Graphic Noveln zu finden ist.

Auch der Mix zwischen Fantasy und Mystery/Krimi ist gut gelungen und macht einfach Lust auf mehr. Es gibt immer wieder lustige Stellen, die die düstere Handlung auflockern. Es ist jetzt nichts atemberaubendes oder wirklich viel neues dabei, aber das wird sich hoffentlich in den nachfolgenden Bänden noch ändern. Vielleicht kommt dann mal eine Handlung, die einen wirklich überrascht, schließlich gibt es gefühlt schon zu viele Storys über irgendwelche besessenen Autos.

Dieses Mal bin ich wirklich froh darüber mich für den Sammelband entschieden zu haben. Die Geschichte wurde ursprünglich in 5 Heftchen herausgegeben und ich lese gerne Mysterykrimi-Geschichten in einem durch, wenn mich der Fall interessiert. Dem 1. Band gebe ich 3,5 von 5 Sternen, da er mich jetzt nicht wirklich umgehauen hat. Zudem ist er relativ kurz und der Fokus liegt auf der Handlung, weshalb die einzelnen Charaktere nicht wirklich viel Tiefe bekommen. Am Ende befinden sich zudem nützliche Hinweise, einige Kurzgeschichten und zusätzliche Zeichnungen.

Vol 2(#6-#10):

Dieses Mal hat mir die Colorierung besser gefallen, da sie nicht mehr ganz so weich ist. Zudem gibt es viele lustige und interessante Details zu entdecken. Vor allem die aufwändigen Hintergrundzeichnungen sind mir mal wieder aufgefallen.

Irgendwie ging in diesem Teil die Magie nahezu vollkommen verloren, was irgendwie schade ist. Ich weiß nicht ob es nur am Fall an sich lag, aber so wirklich übernatürlich war dieser nicht. Die meiste Zeit hatte man das Gefühl als würde man von Szene zu Szene hetzen und so wirklich einen Eindruck haben diese nicht hinterlassen. Somit war es auch sehr schwer der Handlung an sich zu folgen und vielleicht ist das auch eine der Gründe, warum das übernatürliche gar nicht weiter auffiel außer bei der handvoll Panels in der es explizit gezeigt wurde.

Mir war dieser Band definitiv zu textlastig, auch wenn es somit besser zur Novel passt und man mehr Erklärungen bekommt. Vielleicht wäre es wirklich besser wenn man so etwas nicht in 130 Seiten Comic quetschen würde. Die Handlung war einfach zu komplex für eine Graphic Novel und so etwas auf so wenigen Seiten unterzubringen klappt einfach nicht. Leider war auch dieses Mal nicht viel originelles dabei, schließlich geht es dieses Mal um die russische Mafia und das ist einfach nur schade.

Dieses Mal fand ich die Interviews und Zusatzseiten besonders interessant, weil die Zeichner zu Wort komme und so etwas lese ich immer sehr gerne. Wegen der Kritikpunkte gibt es dieses Mal nur 3 Sterne, trotzdem werde ich die Serie weiter verfolgen da sie mich unterhält und manchen Reihen muss man einfach Zeit geben.


Vol 3(#11-#15):

Dieses Mal gibt es eine originelle Storyline, denn es geht um schwarzen Schimmel der scheinbar Leute psychisch beeinflusst. Was ja an sich ein wirklich gruseliger Gedanke ist und ich finde diese wurde auch ganz gut umgesetzt. Vor allem die zahlreichen Wendungen und die wirklich dunkle und bedrohliche Stimmung haben mir total gut gefallen. Man kann dem Geschehen gut folgen, da die Handlung relativ simpel ist.

Positiv hervorheben möchte ich auch noch, dass Xenophobie/Fremdenfeindlichkeit in diesem Band eine relativ große Rolle einnehmen. Es ist unglaublich wichtig solche Themen aufzugreifen und sie nicht tot zuschweigen, nur weil man bestimmten Menschen nicht auf die Füße treten möchte.
Mittlerweile habe ich mich auch an die Colorierung gewöhnt, auch wenn sie zugegebenermaßen auf einigen Seiten wirklich gewöhnungsbedürftig ist und den Menschen ein unnötig gruseliges Aussehen verleiht(was aber wahrscheinlich auch an den Outlines liegt).

Schon wieder waren manche Seiten zu textlastig, wobei auf anderen dafür so gut wie kaum Text war. Hoffentlich pendelt sich das noch auf ein gutes Mittelmaß ein.

Was mir beim Lesen negativ aufgefallen ist sind die nackten Frauen. Sie tauchen zwar nur in einer handvoll Panels auf, aber sie tragen absolut nichts zur Handlung bei und sind deshalb total überflüssig und sollen wahrscheinlich einfach nur gewisse Leser glücklich stimmen. Und dafür Frauen auf ihr nacktes Äußeres zu degradieren finde ich nicht okay.

Auch wenn die Umsetzung ganz gut war und mich der Comic unterhalten hat, vergebe ich nur 4 Sterne.


Fazit

Positiv hervorheben möchte ich definitiv, dass die Graphic-Novel-Reihe eine andere Handlung hat als die Bücher. Somit lohnt es sich beide Reihen zu verfolgen, wenn man nicht genug von den Geschichten bekommen kann. Bei der Graphic Novel werden vorwiegend Sachen umgesetzt, die man nun einmal eher schlecht ohne Bilder vermitteln kann, deshalb sehe ich auch davon ab die beiden Handlungen zu vergleichen. Mir gefällt es ganz gut, dass die Vorzüge derjeweiligen Adaption genutzt werden.

An der ein oder anderen Stelle kann es eventuell zu Spoilern kommen, schließlich haben beide Reihen die gleiche Rahmenhandlung, was ich aber nicht weiter schlimm finde. Ich weiß nicht wie viel Sinn es macht nur die Graphic Novels zu lesen, da diesen einfach die Tiefe und das Gewisse etwas bisher fehlt und die Bücher versteht man auch ohne diese. Mir gefällt vor allem der trockene Humor an dieser Reihe.

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