Sonntag, 15. März 2020

#006 Graphic Novel - Batman: Damned







TitelBatman: Damned
AutorBrian Azzarello
ZeichnerLee Bermejo
VerlagDC Black Label(deutsche Version: Panini Verlag)
GenreSuperhelden
FormateComic(auch als Hardcover erhältlich, die dreiteilige Miniserie ist auch einzeln erhältlich)
Seitenanzahl176
Meine Bewertung
3,5/5

 Inhalt

Jemand hat den Joker ermordet, doch keiner weiß so genau wer. Batman hat es sich zur Aufgabe gemacht den Mörder zu finden. Er selbst kann sich absolut nicht an die vorige Nacht erinnern, weshalb er John Constantine aufsucht um herauszufinden was er getan haben könnte. Für John ist das eine willkommene Abwechslung, denn er liebt es mit der Psyche von anderen zu spielen. Zusammen mit Batman begibt er sich in die Unterwelt von Gotham auf die Suche nach der unbegreiflichen Wahrheit.

Rezension

Erst einmal ein riesiges Chapeau vorweg wegen den unglaublichen Zeichnungen. Diese sind unglaublich realistisch, eindrucksvoll und stecken voller Details. Oft sprechen diese einfach für sich und man sieht einfach wie viel Arbeit und Liebe dahinter steckt. Und die Farbauswahl ist einfach phänomenal und passt zu meiner Vorstellung von Gotham und natürlich zu der, die man von den Kinofilmen wie "The Dark Knight rises" kennt.

Scheinbar hasst man entweder die Reihe oder man liebt sie und ich kann wirklich jeden verstehen, der sich mehr erhofft hatte. Die Handlung lässt zu wünschen übrig, aber wenn man sie losgelöst von den ganzen anderen Reihen um Batman betrachtet erscheint sie mir gar nicht so schlecht. In der Handlung tauchen sehr viele übernatürliche Elemente auf und genau das liebe ich daran. Und es ist passend zu den Zeichnungen alles düster und die einzelnen Personen lehren einem das fürchten. Es geht hier fast ausschließlich um Batman, der immer wieder Flashbacks hat und sich somit an seine Kindheit erinnert und wie es für ihn war als Bruce Wayne aufzuwachsen.

Oft weiß man gar nicht, ob man dem Erzähler vertrauen kann oder eben nicht. Es scheint oft so als würde Batman den Verstand verlieren, aber ist dem wirklich so? Ich finde solche Geschichten immer total interessant und irgendwie macht es ja auch Sinn, wenn man den Charakter Batman an sich betrachtet. Schließlich ist er letztendlich auch nur ein Mensch, der eine Maske trägt und irgendwie mit dem Erlebten zurecht kommen muss. Gleichzeitig weiß man natürlich nicht, ob nicht doch übernatürliche Mächte im Spiel sind und das macht das alles so spannend.

Was die Zeichnungen betrifft gibt es leider im Verlauf einen riesigen Knackpunkt, denn immer wieder gibt es Blut. Und daran ist ja auch nichts auszusetzen, jedoch wird nicht wie sonst einfach nur geschwärzt oder anders gefärbt um möglicher Zensur aus dem Weg zu gehen. Stattdessen bekommen es eine überaus unnatürliche Färbung und es wird sehr auffallend dargestellt, sodass es einfach nur grotesk und deplatziert aussieht.

Und ein anderer Knackpunkt ist stellenweise die Platzierung des Textes. Auf manchen Seiten kann man gar nicht lesen was da steht und da war ich schon froh darüber, dass ich bei meinem eComic die einzelnen Panels vergrößern konnte. Das ärgert einen schon ziemlich, vor allem da die Zeichnungen so phänomenal sind und der Text deshalb so wunderbar mit diesen harmoniert. Die Sprechblasen und alles konnte man im Vergleich sehr gut lesen.

Leider hat man auch nicht immer ganz verstanden was für eine Rolle bestimmte Personen/Charaktere spielen und das hat mich dann oft ziemlich verwirrt. Vor allem die weiblichen Figuren hinterließen einen bitteren Nachgeschmack, denn da wusste man oft nicht warum die so extrem auf ihre Sexualität reduziert dargestellt wurden(wenige, körperbetonte Kleidung und dementsprechender Körperbau). Das kennt man auch aus anderen Comics, weshalb ich die Reihen meist meide. Auch solchen Charakteren kann man wenigstens eine kleine nennenswerte Rolle geben. Leider gibt es dann noch andere die nur auftauchen, damit sie mal erwähnt werden und nicht in Vergessenheit geraten.


Fazit

Letztendlich handelt es sich hierbei um eine Standalone-Comicreihe bestehend aus drei Teilen, die man locker ohne Vorwissen lesen kann. Hierbei handelt es sich wie vom Verlag angegeben eindeutig um einen Comic für Erwachsene.

Wegen der vielen Kritikpunkte vergebe ich nur 3,5 von 5 Sternen. Wenn ich mich jetzt absolut nicht kritisch mit all dem auseinandersetze, dann wäre es eine volle Punktzahl. Oft habe ich einfach ausgeblendet wie wenig Sinn das stellenweise macht und wie verwirrend das alles erzählt wurde, weil mir die detaillierten Zeichnungen so gut gefielen um mich die Umsetzung des Ganzen so faszinierte.

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