Mittwoch, 25. Mai 2022

#59 Manga - No. 6 Band 7-9

   




Titel(Deutsch)Nr. 6
Titel(Englisch)Nr. 6.
AutorAtsuko Asano(Story), Hinoki Kino(Zeichnungen)
VerlagEgmont Manga
GeschlechtScience Fiction/Dystopie
Bände7-9(9 erschienen, abgeschlossen)
Meine Bewertung
5/5

 Inhalt

Aufgrund von langandauernden Atomkriegen gibt es nur noch wenige Städte, in denen man leben kann. Eine von ihnen ist No. 6, in der die Bevölkerung mithilfe von Technik rund um die Uhr überwacht und kontrolliert wird. Solange man sich an die Regeln hält ist ein Leben im Wohlstand möglich, verstößt man gegen diese wird man an den Rand der Stadt gebracht. Dort ist das Leben weniger komfortabel und man darf auch nicht mehr ins Innere der Stadt zurück. Genau das hat Shion erlebt, aber er macht das Beste draus und arbeitet mittlerweile als Parkwächter. Ausgerechnet während seiner Schicht taucht eine Leiche auf und sein Kollege verstirbt. Die Todesumstände sind mehr ungewöhnlich und die Regierung beschließt deshalb die Zwischenfälle zu vertuschen und Shion als Täter zu verhaften. Wie kann er es schaffen aus diesem System auszubrechen und zu flüchten, wenn jeder Winkel der Stadt überwacht wird? 

Rezension

#7. Band: 

Das was Shion und Rat zu sehen bekommen, übertrifft ihren schlimmsten Befürchtungen. Und langsam verlässt sie auch die Hoffnung darauf, dass ihr Plan funktioniert.

Am liebsten hätte ich nachdem beenden des Bandes direkt zum nächsten gegriffen, aber dafür muss ich ja erst einmal diese Rezension verfassen. Warum muss das alles auch nur mit so einem gewaltigen Cliffhanger enden? Allgemein hat es mich sehr erstaunt wie sehr mich die Handlung dieses Mal gefesselt hat und wie sehr ich über die Seiten geflogen war.

Wirklich verwundert hat mich das was alles gezeigt wird jetzt nicht, denn im vorigen Band hat man ja genau gesehen wie viel das Leben derjenigen von Westblock wert ist. Dafür habe ich einfach schon genug Dystopien und Dokumentationen gesehen, weshalb ich mir von vorne herein wenig Hoffnung hatte. Mal schauen was das noch für Dimensionen annimmt und vor allem ob das tatsächlich gestoppt werden kann.

Und dann ist das ja noch der Handlungsstrang rund um Shions Mutter, der einem richtig Angst macht. Scheinbar ist da etwas außer Kontrolle geraten, was mich jetzt absolut gar nicht überrascht. Viel eher frage ich mich wie die das schlimmste verhindern wollen und vor allem wie sie aus der Sackgasse wieder rauskommen wollen. Vielleicht war das aber auch der Plan von irgendwem und derjenige rettet jetzt ganz unerwartet alle?

Und dann ist da ja noch Safu, bei der man gar nicht so ganz weiß wie das mit ihr noch enden soll. Hat sie genau das selbe erleben müssen wie der eine Mann? Was passiert mit der Elite in diesem Gebäude? Wie schaffen sie es diese wieder so auf Kurs zu bringen, dass sie mitunter unter Beobachtung wieder für No. 6 arbeiten? Und warum scheint ihr Leben so viel wert zu sein? Schließlich wäre es ja viel einfacher sie zu entsorgen oder anderes.

#8. Band: 

Endlich sind Shion und Rat scheinbar an ihrem Ziel angekommen, doch ihr Plan scheint nicht zu funktionieren.

Was mich total verwundert an der Serie ist die realistische Darstellung von traumatischen Situationen. Anstatt über diese wie in vielen anderen Manga einfach hinwegzugehen, wird hier auch die emotionale Seite gezeigt. Was macht das mit einem Menschen so etwas zu sehen und vor allem wie lebt man weiter nach so etwas? Mich hat der Band emotional total mitgenommen und selbst jetzt ein paar Tage nach dem Lesen weiß ich nicht, ob mir tatsächlich ein anderer Höhepunkt der Handlung lieber gewesen wäre. Denn eigentlich wollte ich genau so etwas was passiert war nicht, auch wenn das alles ja angedeutet wurde und durchaus schlüssig ist. Und wenn ich so genau darüber nachdenke, passt es wunderbar zu allem und hat mich total berührt. Und ich hatte bisher wenige Dystopien bei denen ich wirklich so sehr an den Charakteren hing, dass ich ihnen nur das beste gewünscht hatte.

Was ich wirklich schade finde ist, dass Safu so blass im Gegensatz zu Rat und Shion wirkt. An sich spielt sie ja eine entscheidende Rolle, deshalb ist das wirklich schade. Ich würde gerne mehr über sie wissen und vor allem warum sie für Shion so wichtig ist. Und mal ganz abgesehen von dieser Bindung wäre zum Beispiel ihre generelle Einstellung zu dem Thema No. 6 interessant.

Jetzt bin ich nur so durch die Reihe geflogen und einerseits freue ich mich total auf den finalen Band, aber andererseits möchte der Welt noch nicht Lebewohl sagen. 

#9. Band: 

Eigentlich hatte Shion gehofft, dass jetzt alles gut werden wird. Doch die Bewohner von No. 6 drohen durch ihr panisches Handeln alles zu Nichte zu machen.

Mich hat das Ende jetzt absolut gar nicht zufrieden gestellt und das obwohl es an sich ganz schön war. Schließlich wäre mein Wunschende zu kitschig gewesen und würde nicht dem entsprechen, was man angedeutet bekommen hatte. Zu den Charakteren an sich würde es auch nicht passen, da ja oft genug beschrieben wurde wie diese ticken und was sie für Ziele verfolgen. 

Nach dem Höhepunkt der Handlung war gefühlt die Luft raus und da viele Erklärungen fehlen, wirkte der Moment ohnehin nicht schlüssig. Es fehlen einfach zu viele wichtige Schlüsselmomente, weshalb die Auflösung zu simpel und gewollt erscheint. Denn so scheint es fast so, als wäre der riesige Logikfehler kurz vorm Epilog gar nicht aufgefallen. Aus dem Grund möchte ich so schnell wie möglich die Romanvorlage lesen, damit ich verstehen kann warum ausgerechnet das Ende zustande kam. Ohnehin habe ich große Lust die Mangareihe noch einmal von vorne zu beginnen, um zu gucken wie viele versteckte Hinweise es auf das große Finale gibt. 

Shion und Rat sind an sich sehr gegensätzliche Charaktere, woraus sich eine total interessante Charakterkonstellation und Dynamik ergibt.  Vor allem die Charakterentwicklung hat mir gut gefallen und wie sie sich erst einmal näher kennen lernen mussten um als Team zu funktionieren. Es macht halt nicht direkt Klick und ich mag es, wenn genau das nicht passiert.

Vor allem im letzten Band fand ich es ein wenig schade, dass der Zeichenstil nicht um einiges dunkler ist. Und damit meine ich jetzt nicht den Stil von vielen Gore Manga gemixt mit Kulleraugen. Sondern so ein halbwegs realistischer Stil, der gut den Kontrast zwischen dem perfekten No. 6 und Westblock widerspiegelt. Und wo man den Bewohnern direkt ansieht in welchem Gebiet sie leben.

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