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Freitag, 3. September 2021

#401 Bücherregal - Bookless Teil 2

 



TitelBookless - Gesponnen aus Gefühlen(Teil 2)
AutorMarah Woolf
VerlagOetinger Taschenbuch
GenreFantasy/Jugendbuch/Youngadult
Seiten318 Seiten
Meine Bewertung
3,5/5

 Inhalt

Nachdem Nathan Lucy hintergangen hatte, möchte diese zu recht nichts mehr von ihm wissen. Doch wer kann ihr bei der nahezu unmöglichen Aufgabe helfen die Bücher vor dem Bund zu retten? Was passiert wenn diese für immer verloren geht und sich niemand mehr an die Geschichten erinnern kann? Wem kann sie noch vertrauen und vor allem wie viel Zeit hat sie noch? Sie möchte unter allen Umständen die Bücher retten.

Review

Vor ungefähr zwei Jahren hatte ich den ersten Teil dieser Reihe gelesen und wahrscheinlich wäre es besser gewesen, wenn ich zeitnah den Rest gelesen hätte. Wobei ich beim Hörbuch dann doch sehr überrascht war wie viel ich noch über die Handlung wusste. Einige Details fehlten mir natürlich, aber die werden im Laufe der Handlung wieder aufgegriffen. Und so kam ich recht schnell wieder rein. 
Die Spannung war durchgehend hoch und ich wollte oft einfach nur wissen wie es weitergeht, weshalb ich das Hörbuch in der 2xfachen Geschwindigkeit gehört hatte. Und immer wenn es möglich war hatte ich weiter gehört.

Was Nathan betrifft geht es ungewiss weiter und so wirklich kann ich ihnen als Charakter immer noch nicht einschätzen. Und genau das liebe ich an solchen Geschichten, wenn man eben nicht weiß ob man demjenigen vertrauen kann oder eben nicht. Passend dazu ist es natürlich wichtig, dass der Gegenpart nicht naiv an die Sache herangeht und demjenigen dann wieder blind vertraut. Vor allem ist er ja der Enkel vom absoluten Bösewicht, also warum sollte man ihm überhaupt vertrauen können? Deshalb war ich richtig froh darüber, dass vieles hinterfragt wurde und Lucy sich nicht dauernd blenden ließ.

Im Grunde geht es die ganze Zeit um die große Frage wer nun Nathan ist und vor allem auf wessen Seite er steht und das war mir einfach zu wenig Handlung für so viele Seiten. Bei über 300 Seiten rechnet man ja schon damit, dass wenigstens noch irgendetwas anderes spannendes passiert und man das alles in etwas mehr als einem Satz zusammen fassen fassen. So wirkt es halt wie der große Auftakt für einen Showdown im dritten Teil und dafür wirkt das alles ein wenig zu langwierig. Und das Gefühl hatte ich obwohl es an manchen Stellen richtig zur Sache geht und man nie weiß, ob der eigentliche Kampf nun beginnt oder nicht. Aber im Endeffekt hatten sich die kleinen Auseinandersetzungen so unwichtig angefühlt und wie belanglose Lückenfüller.

Wie der vorige Band endet das alles in einem mehr als gemeinen Cliffhanger und deshalb bin ich unendlich froh darüber, dass ich mir direkt den 3. Teil des Buches ausgeliehen hatte. Ich möchte einfach wissen wie das alles ausgeht und vor allem ob die Bücher gerettet werden können.


Fazit

Auch diesem Teil gebe ich nur 3,5 von 5 Sternen, da es auf mich immer noch wie eine Einführung in die Geschichte wirkte. Woran das liegt kann ich nicht so genau beurteilen, aber wahrscheinlich liegt es hauptsächlich an den recht dünnen Büchern und weil der mittlere Teil meistens ohnehin recht komisch ist bei einer Trilogie. Und dann kommt natürlich noch hinzu, dass ich mit meinen 30 Jahren nicht mehr ganz so gut in der Lage bin mich in ein 17-jähriges Mädchen hineinzuversetzen. Und so ganz verstehe ich nicht warum das Buch überhaupt geteilt wurde, schließlich haben sich die bisherigen Teile nicht wie eigenständige Bände angefühlt.

Freitag, 6. September 2019

#235 Bücherregal - Bookless



TitelBookless
AutorMarah Woolf
VerlagOetinger Taschenbuch
GenreFantasy/Jugendbuch/Youngadult
Seiten312 Seiten
Meine Bewertung
3,5/5

 Inhalt

Laut Lucy können auch Bücher Emotionen und ihren ganz eigenen Charakter haben. In ihren Augen sind sie etwas ganz besonderes und so muss man sie auch behandeln damit sie einem ihr Geheimnis verraten. Während einem Praktikum in der Londoner Nationalbibliothek entdeckt leere Bücher im Archiv. Als sie andere darauf anspricht können sich diese im Gegensatz zu ihr nicht mehr an die Existenz dieser erinnern. Auch ihr Mal in Form eines Buches beginnt verrückt zu spielen und die Bücher flehen um Hilfe. Zudem lernt sie dort den mysteriösen Nathan kennen, der ihr einfach nicht mehr aus dem Kopf geht.

Review

Am meisten hat mir die Umgebung in der es hauptsächlich spielt gefallen. Ich konnte mir richtig die alte Bibliothek und ihr Archiv vorstellen und wie kühl es dort ist. Auch bei dem Leseraum hatte ich direkt ein klares Bild vor Augen. Zur Geschichte hätte einfach keine moderne Bibliothek gepasst und deshalb bin ich auch froh darüber, dass sie ausgerechnet in der Londoner Bibliothek spielt.
Vor allem Nathans Großvater fand ich sehr gruselig dargestellt und ich musste immer wieder an seinen strikten alten Mann in einem Herrenhaus denken. Und die beiden Hunde unterstreichen dieses Bild auch noch. Ich bin auf jeden Fall darauf gespannt was er noch für eine Rolle einnimmt und wie gnadenlos er wirklich handelt.

Erst ab der Hälfte nimmt die Handlung so richtig Fahrt auf und dann passiert auch ziemlich viel auf einmal. Man erfährt dann auch viel über die Hintergründe der beiden Hauptprotagonisten Lucy und Nathan und dieser wird auch endlich greifbarer.

Das Cover passt zwar nicht unbedingt zur Handlung, aber es ist definitiv ein absoluter Eye-Catcher. Es ist mal etwas anderes als die ganzen 08/15-Pärchencover oder die nichtssagenden Gesichter auf dem Cover.

Stellenweise war die Handlung wirklich klischeehaft und das sah man alleine daran wie Lucy gegenüber Nathan reagierte und was sich zwischen den beiden entwickelte. Es sind dann doch halt sehr typische YA-Protagonisten, was ich sehr schade finde. Auch die Auswahl einiger Bücher war sehr klischeehaft und voraussehbar, aber um so etwas kommt man bei einem Jugendroman wahrscheinlich nicht drum herum.

Was mich auch immer wieder irritiert hat ist, dass die Handlung tatsächlich in der heutigen Zeit spielt. Jedes Mal wenn sie ein Handy nutzen oder anderes fand ich das sehr irritierend, denn es wirkte wie eine Handlung aus dem späten 18. bzw. frühen 19. Jahrhunderts. Ich kann jetzt noch nicht einmal genau festmachen woher dieser Eindruck kam, aber als ich das Buch mal für ein paar Tage auf Seite gelegt hatte während dem Lesen war ich erst einmal total irritiert wegen der Zeit.

Was mich auch noch irritierte war alles was das Archiv selbst betraf. Hier hätte ich mir etwas realistischere Szenarien bzw. Gegebenheiten gewünscht. Eine Praktikantin wird ja wohl kaum nach so kurzer Zeit alleine dort arbeiten dürfen. Und irgendwie ist es wirklich sehr schwer vorstellbar, dass all die Bücher dort in Schutzkartons lagern und zusätzlich noch in Wachspapier eingewickelt sind oder werden. So bekommt man leider ein völlig falsches Bild davon.



Fazit

Das Buch macht definitiv Lust auf mehr und es endet mit einem riesigen Cliffhanger. Was am Anfang passiert wird nicht wirklich aufgeklärt, aber ich denke den Grund dafür wird man nach und nach im Laufe der anderen beiden Bände erfahren.
Es ist auf jeden Fall ein sehr interessantes Szenario und beim Lesen habe ich mich immer wieder gefragt was Nathan mit den Büchern vorhat und was jetzt die Hüterinnen sind.

Man kann es prima zwischendurch lesen und ich hoffe einfach einmal, dass die Handlung etwas tiefgründiger ist in den folgenden Bänden. Auch die Charaktere sollten für meinen Geschmack weniger klischeehaft rüber kommen. So wirkt der 1. Teil der Trilogie halt einfach nur wie eine viel zu lange Einleitung bzw. Erklärung, was ich sehr schade finde.