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Sonntag, 21. Mai 2023

#534 Bücherregal - The Night Circus(Kurzrezension)

 

 



Titel(Englisch)The Night Circus
AutorErin Morgenstern
VerlagRandomhouse
GenreFantasy
Seiten512 Seiten
Meine Bewertung
3/5

 Inhalt


Immer wieder taucht wie aus dem Nichts ein Zirkus in diversen Städten auf, dessen schwarz-weißes Zelt nur nachts geöffnet ist. In diesem finden viele atemberaubende, einmalige Vorführungen statt. Vor den Zuschaueraugen verborgen findet zudem ein Machtkampf zwischen den beiden Magiern Celia und Marco statt. Doch keiner von beiden weiß, dass dabei ihr Leben auf dem Spiel steht und der Fortbestand vom Zirkus von ihnen abhängt. Als wär alles nicht schon schwer genug verlieben sie sich auch noch ineinander.

Review


Hierbei handelt es sich um einen anspruchsvollen Fantasyroman mit einem atmosphärischen Schreibstil. Erst nach und nach wird klar warum bestimmte scheinbar nichtige Begebenheiten ausführlich erklärt werden.

Besonders der Kampf zwischen den beiden Zauberlehrlingen hatte es mir angetan. Zudem liebe ich es, wenn ein Zirkus eine große Rolle spielt. An sich stelle ich mir die genannten Handlungsorte atemberaubend vor und würde diese gerne selbst kennen lernen.

Leider fiel es mir total schwer aufgrund der ständigen wechselnden Handlungsorten samt Zeiten den Überblick zu behalten. Ich musste schon sehr aufmerksam zu hören um die Wechsel mitzubekommen und mich ständig daran erinnern, dass das alles jetzt wo anders statt findet. 

Zudem spielen jede Menge Personen eine Rolle, was ich zeitweise als recht anstrengend empfand. Hier weiß ich gar nicht ob es daran liegt, dass ich wirklich selten Fantasy lese oder mir einfach alles einen Ticken zu komplex wahr.

Ein anderer Knackpunkt waren die vielen offenen Fragen, die sehr lange unbeantwortet blieben. Dementsprechend zermürbend war es auf die Erklärungen zu warten. 

Durch die vielen Andeutungen hatte mich das Ende absolut gar nicht überrascht, was einfach nur schade wahr.

Die Liebesgeschichte hatte für mich keinen Mehrwert und hätte man finde ich ruhig weglassen können. Mir ging das zwischen den beiden Personen einfach zu schnell zur Sache. 

Fazit

An sich ist es ein toller Fantasyroman, jedoch fiel es mir schwer den Überblick zu behalten.

Freitag, 10. Februar 2023

#521 Bücherregal - A darker shade of magic

  



TitelA darker shade of magic(Teil 1)
AutorV.E. Schwab
VerlagTitan Books
GenreFantasy/Jugendbuch/Youngadult
Seiten400 Seiten
Meine Bewertung
3,5/5

 Inhalt

Kell ist eine der letzten Magier, der zwischen Welten reisen kann. Somit weiß er auch, dass nicht nur ein London und nicht in allen von diesen Magie existiert. Mittlerweile ist es nur noch möglich zwischen drei der Städte zu reisen, denn aus bestimmten Gründen wurde der Zutritt zum schwarzen London versperrt. Kell seine Aufgaben ist es Nachrichten zwischen den Welten zu transportieren, aber er ist auch ein heimlicher Schmuggler. Als eine dieser Aufträge schief geht versteckt er sich in Grey-London. 

Review

Anfangs fiel es mir total schwer den Überblick aufgrund der vielen Charaktere und Besonderheiten zu behalten. Der Weltenaufbau ist recht komplex, denn jedes London hat eine eigene Sprache und Regeln. Auch die politischen System sind sehr unterschiedlich und bis auf den Namen ähneln sie sich kaum. Dementsprechend brauchte ich einige Zeit bis ich mich in die Handlung eingefunden hatte. Und sobald ich gedacht hatte mich endlich wirklich zurecht zu finden, kam eine überraschende Wendung, die teilweise grundlegende Sachen verändert hatten. Was die Spannung oben hielt, schließlich scheint hier jemand sehr große Pläne zu haben. Quasi geht es im ersten Band nur darum mehr über die Welt zu lernen.

Der Roman ist definitiv um einiges düsterer als andere in dem Genre Young-Adult. Mir kamen auch die Charaktere um einiges älter vor und oft hatte ich beim Lesen vergessen, dass es sich um junge Erwachsene handelt. Was mir total zugesagt hat, denn ich hätte es richtig irritierend gefunden bei der Handlung, wenn dem nicht so gewesen wäre.

Mir fiel es richtig schwer Lesepausen einzulegen und und ich musste schon sehr aufmerksam zuhören um keine wichtigen Informationen zu verpassen. Ab einem Punkt überschlagen sich die Ereignisse quasi und da ich relativ wenig Fantasy lese, fiel es mir recht schwer das alles wirklich zu verstehen. Deshalb war ich auch richtig dankbar für all die Erklärungen und mich hat das Buch tatsächlich dazu ermuntert mich mehr mit dem Genre an sich auseinanderzusetzen.

Besonders gut hat mir mal wieder der atmosphärische und detaillierte Schreibstil der Autorin gefallen, dank dem ich mir alles gut vorstellen konnte. Sie schafft es einfach immer wieder ihren Büchern Leben einzuhauchen und es ist immer wieder schön, dass sie ihrem Stil treu bleibt. Zudem hat sie Siegel genutzt, mit denen man Magie ausüben kann. Ich liebe die Form der Darstellung und die gefällt mir um Welten besser als die reine Nutzung von einem Zauberstab samt Wörtern. Einige Beschreibungen haben leider erst nach einiger Zeit Sinn ergeben, was an sich die Spannung erhöht. Jedoch fand ich es zeitweise richtig anstrengend, wenn es erst nach einer Weile Klick machte und endlich alles einen Sinn ergab.

Hoffentlich werden die Personen in den Nachfolgebänden etwas greifbarer. Sie wirken hier recht blass und ich hatte vor allem anfangs meine Schwierigkeiten damit sie auseinander zu halten.

Das einzige was mich jetzt tatsächlich an YA erinnert hatte waren die Szenen von Kell mit seinem Bruder. An sich sind es aber ganz normale Geschwisterkabbeleien, die halt leider angesichts der Vorkommnisse ziemlich deplatziert wirken. Aber auch so etwas kommt vor und manche Menschen handeln nun einmal so.

Fazit

Alles in allem hat mir dieses Buch richtig gut gefallen und ich bin schon gespannt auf die Fortsetzung, die ich hoffentlich zeitnah lesen werde. Mir war es an einigen Stellen zu kompliziert, was aber tatsächlich an meinen fehlenden Fantasykenntnissen lag.




Freitag, 3. Februar 2023

#519 Bücherregal - Das Gold der Krähen

 



TitelDas Gold der Krähen(Das Lied der Krähen Teil 2)
AutorLeigh Bardugo
VerlagKnaur 
GenreFantasy
Seiten592 Seiten
Meine Bewertung
4/5

 Inhalt

Obwohl die Krähen selbst nicht dran geglaubt haben, konnten sie ihren Plan in die Tat umsetzen. Doch dann verrät sie jemand und nur knapp können sie fliehen. Nur Inej können sie schnappen, was sich ihr Geliebter Kaz natürlich nicht gefallen lässt. Er beginnt nun mit allen möglichen Leuten Geschäfte zu machen und der Preis dafür scheint ihm vollkommen egal zu sein. Er möchte einfach nur Inej zurück und Pekka Rollins soll dafür büßen.

Review


Besonders gut haben mir die vielen unerwarteten Wendungen gefallen, die für mächtig Spannung sorgen. Denn hier scheint alles möglich und es scheinen welche mit aller ihrer Macht gegen die Krähen zu arbeiten.

Alles nötige aus dem ersten Teil wird im Laufe der Handlung erwähnt, was mir immens dabei geholfen hat alles zu verstehen. Denn mir es enorm schwer mich anfangs in Ketterdam zurecht zu finden und dementsprechend wenig konnte ich mir an Informationen behalten. Zudem knüpft die Handlung direkt nahtlos an Band 1 an, was ich total schön fand.


Obwohl es wie im ersten Teil viele, komplett unterschiedliche Charaktere gab, fiel es mir dieses Mal deutlich leichter den Überblick zu behalten. Kaz scheint auch dieses Mal eine Lösung für fast alles zu haben, was nicht immer ganz glaubwürdig rüber kam. Einerseits würde ich das ja gerne als bluffen verbuchen, jedoch hätte er dann öfters Mal scheitern müssen. Was an sich wirklich schade ist, denn so wurde die Handlung stellenweise vorhersehbar. Kaz scheint auf jeden Fall immer alle Eventualitäten auf dem Schirm zu haben und wirkt dadurch sehr gewieft. Er scheint skrupellos seine Ziele zu verfolgen, was ihn jetzt genauso wie die anderen Krähen nicht immer ganz so sympathisch erscheinen lässt.

Ansonsten fand ich es schön wie vielschichtig die einzelnen Krähen sind. Sie haben alle einen hohen Wiedererkennungswert und dieses Mal scheint ihre Mission noch unmöglicher zu sein. Sie geben trotzdem alles, auch wenn sie mit den Geschehnissen der Vergangenheit zu kämpfen haben. Ihre enorme Charakterentwicklung steht im Vordergrund und vor allem was diejenigen geprägt hat. Mich hatte es auch hier richtig gewundert wie jung die Charaktere sind, schließlich wirken sie mindestens ein ganzes Jahrzehnt älter.

Auch dieses Mal konnte mich der atmosphärische Schreibstil begeistern. Und dank ihm habe ich den Entschluss gefasst zeitnah mehr aus dem Grishaverse zu lesen.


Ketterdam ist definitiv eine gefährliche, aber auch sehr interessante Stadt mit unterschiedlichen Vierteln. Der Tod lauert an jeder Ecke und Kaz hat dort enorm viele Feinde. Die vielen Rückblenden geben sowohl der Handlung als auch den Charakteren Tiefe.

Leider hatte ich auch dieses Mal meine Schwierigkeiten mit dem Hörbuch. Der Sprecher hatte das alles wunderbar eingelesen, jedoch fehlten hier wichtige Angaben. Jedes Kapitel wird zum Beispiel von einem anderen Charakter erzählt und das wird hier nicht deutlich genug gekennzeichnet. Deshalb fand ich es teils sehr schwer der Handlung zu folgen.

Fazit

Wie oben bereits erwähnt gab es mir zu viele glückliche Zufälle an manchen Stellen. Zudem gab es einige Längen und aus den beiden Gründen ziehe ich einen Stern ab. Ansonsten hat mich der Roman gut unterhalten und ich freue mich schon darauf demnächst mehr aus dem Grishaverse lesen zu können.




Freitag, 6. Januar 2023

#513 Bücherregal - The Near Witch

 

 



Titel(Englisch)The Near Witch
AutorV.E.Schwab
VerlagTitan Books
GenreFantasy/Young Adult
Seiten320 Seiten
Meine Bewertung
3/5

 Inhalt


Die Geschichte über die „Near Witch“ wird Kindern erzählt, damit diese nachts nicht das Haus verlassen. Schließlich pfeift der Wind nur, weil er sich einsam fühlt. Und es gibt keine Fremden in Near. Doch eines Tages taucht jemand dort auf, den niemand kennt. Und just verschwinden auf einmal die Kinder aus ihren Bettchen. Deshalb machen sich die Dorfbewohner auf die Suche nach diesen und Lexi ist es verboten zu helfen. Viele vermuten, dass der Fremde hinter all dem steckt. Doch Lexi ist sich sicher, dass eventuell die „Near Witch“ dahinter steckt. Schließlich steckt in solchen Geschichten meist ein wahrer Kern.

Review

Besonders gut hatte mir der atmosphärische Schreibstil gefallen. Ich musste die ganze Zeit an einen alten, nebligen und kühlen Wald denken, weshalb mir die Geschichte wie ein Märchen vorkam. Ansonsten findet leider kaum Weltenaufbau statt, was an sich wirklich schade ist. Es gibt kaum Informationen über die Dorfbewohner und auch sonst wird alles sehr oberflächlich beschrieben.

Die Handlung ist recht einfach gehalten, was mich in der Regel eher weniger stört wenn wenigstens die Charaktere oder die Welt interessant ist. Jedoch ist hier beides nicht der Fall und alles was passiert ist meist vorhersehbar. Zudem sind Insta-Lovestories absolut nicht mein Fall und diese hier ist recht typisch für YA. Sie trägt absolut nichts zur Handlung bei und wirkt recht erzwungen. Leider ist das neben der Suche nach den Kindern das einzige was passiert, weshalb viele Passagen einfach nur langatmig waren. Schließlich wiederholen sich bestimmte Vorgänge immer wieder und selten ändert sich der Ausgang dieser.

Hierbei handelt es sich um den Debutroman der Autorin und genau das hatte ich beim Lesen mehrfach gemerkt. Vieles wirkt noch recht unbeholfen und die Charaktere bleiben bis zum Schluss blass.

An sich ist es ein ganz gutes Buch für zwischendurch, was mich an sich gut unterhalten hat. Es hat einen simplen Weltenaufbau und ist eine Geschichte über Magie, die mich an Märchen erinnert hat.

Bei meiner Ausgabe war noch die Novella „The ashen boy“ dabei. Diese beinhaltet eine düstere Handlung und zeigt warum Cole in „The Near witch“ so gehandelt hatte. Was das betrifft hatte ich mehr Informationen erwartet. So ist nur eine gute Geschichte, wenn man sich die Zeit vertreiben muss. Ich hatte sie recht schnell durch gelesen und wirklich einen Mehrwert hatte es für mich nicht. Zudem hatte es mich irritiert, dass Dale als Stadt interessanter beschrieben wurde als Near. Genau so einen Handlungsort hatte ich mir der Hauptstory gewünscht. Ein weiterer Minuspunkt war Cole an sich, der so ganz anders als in „The Near Witch“ handelte. Klar haben ihn die Ereignisse verändert, aber genau diese Wandlung wurde mir hier zu wenig beschrieben.

Fazit

Für mich war es alles in allem ein gutes Buch für zwischendurch. Jedoch hatte ich mir eine Geschichte erhofft, die ich nicht schon tausend Mal in ähnlicher Form gelesen habe und bei denen mir wenigstens etwas außer der atmosphärische Schreibstil in Erinnerung bleibt.

Mittwoch, 2. November 2022

#68 Booktalk - Das Lied der Krähen

 Hallo,

im September hatte ich den Fantasyroman "Das Lied der Krähen" von Leigh Bardugo gelesen und heute gibt es dazu den passenden Booktalk. Dem Buch hatte ich 3 von 5 Sternen gegeben.




Kaz lebt in der Hafenstadt Ketterdam und ist dort die rechte Hand eines Bandenchefs. Jemand macht ihm ein gefährliches Jobangebot mit einem unfassbar hohen Lohn. Da er das Geld gut gebrauchen kann, entschließt er sich dazu das Angebot anzunehmen. Zusammen mit fünf Gefährten macht er sich auf den Weg in das besten bewachte Gefängnis der Welt um einen gefährlichen Magier zu befreien.

Mit am besten an diesem Buch haben mir die facettenreichen Charaktere gefallen. Niemand ist nur gut oder schlecht und zudem sind sie mit allerhand liebevollen Details und Eigenheiten ausgestattet.
Zudem hat mir der atmosphärische Schreibstil total gut gefallen. Ich konnte mir alles recht gut vorstellen und war immer wieder von den Beschreibungen fasziniert.

Die Handlung bleibt aufgrund der zahlreichen Plottwists durchgehend spannend. Während dem Lesen hatte ich mich oft gefragt, wie zum Teufel der törichte Plan jemanden aus so einem gut bewachten Gefängnis zu befreien überhaupt klappen kann. 

Durchgehend herrscht eine sehr düstere und beängstigende Stimmung. Stellenweise war die Handlung schon sehr brutal. Am meisten hatte es mir Kaz mit seinen Fähigkeiten angetan. Er plant seine nächsten Schritte im Voraus und findet in der Regel immer irgendeine Lösung.

Durch die vielen Rückblenden fiel es mir schwer der Handlung zu folgen. Jedoch liefern diese wichtige Details bezüglich der Charaktere und man erfährt zum Beispiel, warum sie sich dieser scheinbar recht aussichtslosen Mission angeschlossen haben. 

Was mir vor allem zu schaffen gemacht hatte war die relativ große Gruppe an Gefährten. Mir fällt es unglaublich schwer mir so viele Namen zu merken und all die Details, die für den späteren Handlungsverlauf eine Rolle spielen. Deshalb hatte ich unheimlich Probleme mich zurechtzufinden und brauchte somit mehrere Anläufe um über die ersten 15 % des Hörbuches zu kommen. 

Wahrscheinlich wäre es besser gewesen, wenn ich die anderen Bücher aus dem Grishaverse im Vorfeld gelesen hätte. So habe ich "Das Lied der Krähen" komplett ohne Vorkenntnisse gelesen und hatte die meiste Zeit das Gefühl, als würden mir wichtige Informationen fehlen. Zu Beginn wird wirklich wenig erklärt und teilweise fehlte mir das nötige Hintergrundwissen um einige Szenen zu verstehen. 

Ein weiteres Manko ist die Anzahl der Perspektiven, aus denen all das erzählt wird. Beim Hörbuch hatte ich oft nicht gemerkt, dass wer anderes am Erzählen ist und war dementsprechend verwirrt. Deshalb fiel es mir unheimlich schwer am Ball zu bleiben und für meine Verhältnisse habe ich relativ lange für das Hörbuch gebraucht. Am schwierigsten fand ich es den Mittelteil empfand ich als äußerst zäh und dementsprechend schwer fiel es mir, mich zum weiterhören zu motivieren.

Ein weiteres Problem hatte ich mit dem Alter einiger Charaktere. Mir waren sie definitiv zu jung und sie handelten schlichtweg nicht altersentsprechend. Deshalb musste ich diese Details bewusst ausblenden, denn so etwas stört mich massiv. 

Diese phantastische Welt macht definitiv Lust auf mehr und ich freue mich schon darauf demnächst den zweiten Teil der Dilogie hören zu können. Leider konnte mich die Handlung des Buches nicht fesseln und hoffentlich kann mich die Fortsetzung mehr überzeugen. Ansonsten habe ich mir fest vorgenommen noch andere Bücher aus dem Grishaverse zu lesen, da mir der Schreibstil so gut gefallen hatte.

Kennt ihr das Buch und wenn ja, wie findet ihr es?

Liebe Grüße

Freitag, 3. September 2021

#401 Bücherregal - Bookless Teil 2

 



TitelBookless - Gesponnen aus Gefühlen(Teil 2)
AutorMarah Woolf
VerlagOetinger Taschenbuch
GenreFantasy/Jugendbuch/Youngadult
Seiten318 Seiten
Meine Bewertung
3,5/5

 Inhalt

Nachdem Nathan Lucy hintergangen hatte, möchte diese zu recht nichts mehr von ihm wissen. Doch wer kann ihr bei der nahezu unmöglichen Aufgabe helfen die Bücher vor dem Bund zu retten? Was passiert wenn diese für immer verloren geht und sich niemand mehr an die Geschichten erinnern kann? Wem kann sie noch vertrauen und vor allem wie viel Zeit hat sie noch? Sie möchte unter allen Umständen die Bücher retten.

Review

Vor ungefähr zwei Jahren hatte ich den ersten Teil dieser Reihe gelesen und wahrscheinlich wäre es besser gewesen, wenn ich zeitnah den Rest gelesen hätte. Wobei ich beim Hörbuch dann doch sehr überrascht war wie viel ich noch über die Handlung wusste. Einige Details fehlten mir natürlich, aber die werden im Laufe der Handlung wieder aufgegriffen. Und so kam ich recht schnell wieder rein. 
Die Spannung war durchgehend hoch und ich wollte oft einfach nur wissen wie es weitergeht, weshalb ich das Hörbuch in der 2xfachen Geschwindigkeit gehört hatte. Und immer wenn es möglich war hatte ich weiter gehört.

Was Nathan betrifft geht es ungewiss weiter und so wirklich kann ich ihnen als Charakter immer noch nicht einschätzen. Und genau das liebe ich an solchen Geschichten, wenn man eben nicht weiß ob man demjenigen vertrauen kann oder eben nicht. Passend dazu ist es natürlich wichtig, dass der Gegenpart nicht naiv an die Sache herangeht und demjenigen dann wieder blind vertraut. Vor allem ist er ja der Enkel vom absoluten Bösewicht, also warum sollte man ihm überhaupt vertrauen können? Deshalb war ich richtig froh darüber, dass vieles hinterfragt wurde und Lucy sich nicht dauernd blenden ließ.

Im Grunde geht es die ganze Zeit um die große Frage wer nun Nathan ist und vor allem auf wessen Seite er steht und das war mir einfach zu wenig Handlung für so viele Seiten. Bei über 300 Seiten rechnet man ja schon damit, dass wenigstens noch irgendetwas anderes spannendes passiert und man das alles in etwas mehr als einem Satz zusammen fassen fassen. So wirkt es halt wie der große Auftakt für einen Showdown im dritten Teil und dafür wirkt das alles ein wenig zu langwierig. Und das Gefühl hatte ich obwohl es an manchen Stellen richtig zur Sache geht und man nie weiß, ob der eigentliche Kampf nun beginnt oder nicht. Aber im Endeffekt hatten sich die kleinen Auseinandersetzungen so unwichtig angefühlt und wie belanglose Lückenfüller.

Wie der vorige Band endet das alles in einem mehr als gemeinen Cliffhanger und deshalb bin ich unendlich froh darüber, dass ich mir direkt den 3. Teil des Buches ausgeliehen hatte. Ich möchte einfach wissen wie das alles ausgeht und vor allem ob die Bücher gerettet werden können.


Fazit

Auch diesem Teil gebe ich nur 3,5 von 5 Sternen, da es auf mich immer noch wie eine Einführung in die Geschichte wirkte. Woran das liegt kann ich nicht so genau beurteilen, aber wahrscheinlich liegt es hauptsächlich an den recht dünnen Büchern und weil der mittlere Teil meistens ohnehin recht komisch ist bei einer Trilogie. Und dann kommt natürlich noch hinzu, dass ich mit meinen 30 Jahren nicht mehr ganz so gut in der Lage bin mich in ein 17-jähriges Mädchen hineinzuversetzen. Und so ganz verstehe ich nicht warum das Buch überhaupt geteilt wurde, schließlich haben sich die bisherigen Teile nicht wie eigenständige Bände angefühlt.

Freitag, 14. Mai 2021

#377 Bücherregal - The Raven Boys

 



Titel(Englisch)The Raven Boys(Teil 1)
AutorMaggie Stiefvater
VerlagScholastic Press
GenreFantasy/Young Adult
Seiten468 Seiten
Meine Bewertung
3/5

 Inhalt
Immer wieder begleitet Blue ihre Mutter einmal im Jahr auf den Friedhof. Im Gegensatz zu ihr ist Blue keine Hellseherin und kann somit nicht die Seelen derer sehen, die in naher Zukunft sterben werden. Doch dieses Mal ist alles anders und sie sieht die Seele eines Jungen, der mit ihr spricht. Sein Name ist Gansey und er besucht die Privatschule in der Nähe. Und obwohl sie es besser weiß, fühlt sich Blue zu ihm hingezogen und und möchte viel mehr über ihn erfahren. Doch ihr wurde vorhergesagt, dass sie ihre wahre Liebe durch einen Kuss töten wird. Aber haben all die Hellseher in ihrem Umfeld wirklich das richtige gesehen?

Review

Am Besten an dem Buch hat mir der Mix aus mystischen Elementen und der Moderne gefallen. Es ist halt eine Geschichte, die in der heutigen Zeit spielt und so etwas liebe ich einfach.

Immer wieder wechselt die Perspektive, weshalb man immer wieder ziemlich viel über die Gedanken und Gefühle derjenigen erfährt. Dadurch bekommt man auch recht schnell einen guten Gesamtüberblick über den Weltenaufbau und der Beziehung der Figuren untereinander. Jedoch sorgt dieser ständige Wechsel zwischen den viel zu vielen Erzählern auch dafür, dass alles sehr wirr ist und man zu keinem eine richtige Bindung aufbauen kann.

Ein wirklicher Pluspunkt dieses Buches ist die klitzekleine Lovestory, weshalb der Hauptfokus auf den Charakteren und mystischen Elementen liegt. Somit erfährt man einiges über die Wahrsagerei und wie es nun einmal ist, wenn die ganze Familie diese Fähigkeit besitzt nur man selbst nicht. Hier wurden einige Elemente verwendet, die ich noch nicht bzw. kaum aus anderen Büchern kenne. Und deshalb bin ich richtig gespannt darauf, wie damit in den nachfolgenden Bänden umgegangen wird. Vor allem diese Leylinien interessieren mich, nach denen ja gesucht wird.

Dieses Mal brauchte ich wirklich sehr lange um mir all die Namen und Beziehungen der Figuren untereinander zu merken. Es gibt halt keine wirklichen Unterscheidungsmerkmale und es kommen einfach zu viele Figuren vor, die blass und austauschbar bleiben. Dabei wäre es ein leichtes gewesen ihnen bestimmte, leicht erkennbare Eigenschaften bzw. Gegebenheiten zuzuordnen. Vor allem bei den Raven Boys fällt das auf und so ganz weiß ich immer noch nicht wer nun wer ist.

Zudem wurden viele Sachverhalte im Laufe der Geschichte nicht erklärt und einiges musste ich dann recherchieren. Da es ein Jugendbuch ist, hatte ich genau damit nicht gerechnet. Schließlich hat man in dem Alter ja nicht unbedingt so viel Vorwissen zu diesen Themen. Das ist mir schon in anderen Büchern der Autorin aufgefallen, dass vieles unklar bleibt und ich dadurch Schwierigkeiten hatte manche Dinge zu verstehen.

Aufgrund des Klappentextes hatte ich mit einer sehr düsteren Geschichte gerechnet, bei der man sich auch mal gruselt. Eine düstere Grundstimmung gab es sehr wohl und ich hatte oft mit dem Schlimmsten gerechnet, aber so wirklich gegruselt hatte ich mich nicht. Dafür waren die mystischen Elemente nicht ausreichend genug und da ständig moderne Sahen auftauchten verpufften die gruseligen Momente im Nichts. Dabei kenne ich es aus anderen Büchern, dass Geister und Hexen sehr wohl in Kombination mit modernen Autos und anderem funktionieren können in Büchern. 


Fazit

Aufgrund der Kritikpunkte gebe ich dem Buch nur 3 Sterne, trotzdem möchte ich der Reihe eine Chance geben. Man merkt halt für welche Zielgruppe das Buch verfasst wurde und dementsprechend oberflächlich wurden einige Themen behandelt. Der deutsche Titel des Buches ist "Wen der Rabe ruft", was finde ich nicht so gut wie der englische passt. Schließlich geht es ja hauptsächlich um die Raven Boys im ersten Band.

Sonntag, 25. April 2021

#29 Manga - Little Witch Academia Band 1-3(beendet)

     



Titel(Deutsch)Little Witch Academia
Titel(Japanisch)リトルウィッチアカデミア
AutorKeisuke Sato, Ryo Yoshinari, Yoh Yoshinari
VerlagCarlsen
GenreFantasy
Bände3(abgeschlossen)
Meine Bewertung
3/5


Inhalt

Durch die vielen technischen Erfindungen ist die Magie vollkommen irrelevant geworden. Wer braucht schon eine Hexe, wenn er stattdessen einfach Medizin in der Apotheke kaufen kann? Und wer braucht schon einen Besen um von A nach B zu kommen, wenn man stattdessen einfach den Bus nehmen kann? Doch Akko hat sich trotz allem vorgenommen endlich eine Hexe zu werden, genauso wie ihr Vorbild Shiny Chariot. Dafür muss sie an die Luna Nova Academia, doch hat sie ohne jegliches magisches Talent überhaupt eine Chance? 


Review

#1. Band 

Die Mangareihe basiert auf dem gleichnamigen Anime und deshalb gibt es unzählige Referenzen dazu. Mir hat der Anime aufgrund der Synchronisation nicht so gut gefallen und deshalb hatte ich nach der ersten halben Folge aufgegeben zu gucken.

Was ich wirklich faszinierend finde ist Akko, denn sie geht vollkommen naiv an das Thema Hexerei heran und das merkt man immer wieder. Sie hat absolut keine magischen Fähigkeiten und wäre nie an die Schule gekommen, wenn diese nicht in Geldproblemen stecken würde. Sie selbst ist großer Fan einer bestimmten Hexe und möchte deshalb unbedingt selbst eine werden. Jetzt könnte man ja meinen sie hätte sich irgendwo im Vorfeld schlau gemacht, aber gefühlt weiß sie absolut gar nichts über das Leben an dieser Schule und allem was dazu gehört.

Ein anderer schöner Aspekt an der Reihe ist, dass Zauberei so vollkommen normal ist. Es spielt in der modernen Welt, was ich total spannend finde. 

Der Zeichenstil sagt mir jetzt eher weniger zu, da ich einfach kein Fan bin von fast schon abstrakten Stilen. Es erinnert mich an amerikanische Zeichentrickserien und eher weniger an japanische und das finde ich einfach schade. Die Panels sind auf das wesentliche beschränkt, viel Dialog findet nicht statt und deshalb hat man den Band unglaublich schnell durch gelesen.

An sich ist es ein wirklich lustiger Manga und es gibt relativ viel Situationskomik. Mir hat er auf alle Fälle recht gut gefallen und deshalb vergebe ich 4 von 5 Sternen.

#2. Band: 

Direkt zu Beginn wird man mit einem sehr lustigen Drachen konfrontiert. Es ist einfach nur vollkommen absurd zu sehen, wenn solche Wesen als Teil unserer heutigen Welt auftauchen. Damit habe ich absolut gar nicht gerechnet und die Umsetzung davon ist wirklich gut gelungen.

Was mich richtig überrascht hat war, dass hier chronische Krankheiten angesprochen wurden. Und ich finde es wirklich schön, dass hier bestimmte Vorurteile kritisiert wurden.

Ansonsten ist es wirklich schön zu sehen, dass die Schülerinnen aus komplett unterschiedlichen Ländern kommen. Es gibt halt nur noch wenige Hexen und Magie wurde halt durch Technik ersetzt. Und da macht es durchaus Sinn, dass die wenigsten Menschen Interesse daran haben überhaupt noch so etwas zu erlernen.

Die Storyline rund um Andrew fand ich einfach zu klischeehaft und deshalb gebe ich dem Band nur 3,5 von 5 Sterne. Stellenweise haben mich die Dialoge richtig angewidert und ich kann nicht verstehen, wieso manche Menschen so sind.

#3. Band: 

Der Band ist der schwächste der Reihe und in diesem ging mit Akko unglaublich auf die Nerven. Sie macht gefühlt gar keine Fortschritte und man fragt sich, wieso sie noch nicht von der Schule geflogen ist. Schließlich schreibt sie keine guten Noten und ihr Können hält sich in Grenzen, wenn man es so betiteln mag. Die Lehrer müssten doch ein Gespür dafür haben, ob es sich lohnt sie weiterhin dazubehalten oder eben nicht. Und ich frage mich wieso man eine Reihe über eine Hexenschülerin macht und die dann am Ende des Bandes genauso viel Magie beherrscht wie zu Beginn: Nämlich gar keine. Auch sonst scheint sie absolut keine Talente zu besitzen, außer eben die Fähigkeiten jedes Fettnäpfchen mitnehmen zu müssen und absolut ungeschickt zu sein. Das mag für einen Einzelband echt schön sein, aber nicht für eine Reihe aus der drei Bänden(+Anime). 

Aus den oben genannten Gründen vergebe ich 3 von 5 Sternen, weshalb ich der Reihe an sich nur 3,5 von 5 Sternen gebe. Es ist was nettes für zwischendurch, vor allem wenn man auf der Suche nach etwas harmloseren und lustigen ist. 

Freitag, 27. November 2020

#339 Bücherregal - Children of blood and bone



TitelChildren of blood and bone
AutorTomi Adeyemi
VerlagMacmillan USA
GenreYoung Adult Fantasy
Seiten544 Seiten
Meine Bewertung
4/5

 Inhalt

Zélie Adebola kann sich noch gut an die Zeit erinnern, an denen Magie vollkommen normal war in Orïsha. Doch der König sorgte in der sogenannten Blutnacht für den Tod zahlreicher Maji und raubte ihnen ihre Magie. Jetzt hat Zélie die Chance die Magie zurück zuholen und mitunter die Monarchie zu stürzen. Sie muss nicht nur gegen rachegelüstige Geister kämpfen, sondern auch ihre eigenen Gefühle im Zaun halten. 

Review

TW: Gewalt(Folter u.a.), Rassismus

Durch den einfach gehaltenen Schreibstil fliegt man nur so über die Seiten und man hat das Buch trotz der Dicke relativ schnell durch gelesen. Ab der Hälfte hatte mich das alles so gepackt, dass ich es in einem durch gelesen hatte. Es bleibt wirklich sehr viel Platz für die eigene Fantasie und an manchen Stellen hätte ich mir mehr mehr Details bezüglich der Umgebung gewünscht. 

Wegen dem Zielpublikum(Young Adult) werden die teilweise doch recht brutalen Szenen sehr oberflächlich beschrieben, was ich aber nicht weiter schlimm fand. Was mir diesbezüglich positiv aufgefallen ist, dass hier keine Rücksicht genommen wird und die Dinge somit einfach ihren Lauf nehmen. Das heißt keiner der Charaktere ist sicher vor negativen Veränderungen(möchte hier nicht zu viel verraten) und genau so etwas braucht es einfach viel öfters. Es zeigt nun einmal wie grausam manche agieren und all das was im Buch passiert ist ja leider für viele Menschen auf dieser Welt die grausame Realität.

Es ist schön zu sehen, dass so wichtige Themen wie Rassismus und Gewalt durch Machtinhaber auch mal in abstrakter Varianten gezeigt werden. Im starken Kontrast dazu stehen die Hauptprotagonisten, die mit viel Mut und Durchhaltevermögen dagegen vorgehen und bereit sind alles zu geben. Schließlich besteht die Hoffnung das System grundlegend zu ändern und es zeigt einfach wie wichtig es ist sich zusammen für so etwas einzusetzen. 

Vor allem das Ende kam überraschend, denn mit der Wendung hatte ich absolut gar nicht gerechnet und ich bin gespannt darauf wie dieses im 2. Teil aufgegriffen wird.

Das deutsche Hörbuch hatte ich zu einem Drittel gehört und hatte es dann abgebrochen, weil mir die Umsetzung nicht zusagte. Irgendwann ging mir die weinerliche Stimme nur noch auf die Nerven und deshalb hatte ich dann zum englischen eBook gegriffen. 

Erst im eBook war mir aufgefallen, dass die Geschichte aus drei unterschiedlichen Perspektiven erzählt wird und deshalb bin ich froh darüber gewechselt zu haben. Diese Wechsel zwischen den einzelnen Personen empfand ich einfach als total ätzend und vor allem der Charakter Inan wirkt deshalb total zweifelhaft. Aus ihm werde ich einfach nicht schlau und ich würde schon gerne wissen, ob ich ihn einfach nur missverstanden habe oder er tatsächlich keine klare Position vertritt. Solche Figuren darf es auch geben, nur hätte ich halt gerne Gewissheit gehabt.

Ein anderer Kritikpunkt war die vollkommen überzogene und unnötige Liebesgeschichte. Sie nimmt zwar nur einen kleinen Raum ein, aber so etwas kann ich gar nicht leiden und ich finde es immer wieder schade wenn Autoren sich dazu hinreißen lassen.

Fazit

Alles in allem ist es ein schöner Young-Adult Fantasyroman und ich bin ganz gespannt auf den 2. Teil. Es ist auf jeden Fall ein tolles Magiesystem und man erfährt erstaunlich viel über die Traditionen dieser Welt. Hoffentlich gibt es im nachfolgenden Teil einen ticken mehr Weltenaufbau.

Mittwoch, 19. August 2020

#012 Manga - Siúil, a Rún – Das fremde Mädchen(Band 4-6)




Titel(Deutsch)Siúil, a Rún – Das fremde Mädchen
Titel(Englisch)The girl from the other side: Siúil, a Rún 
AutorNagabe
VerlagTokypop
GenreDark Fantasy/Horror
Bände4-6(bisher erschienen 7)
Meine Bewertung
5/5

 Inhalt

Das Land ist schon seit Ewigkeiten in zwei Hälften geteilt. In dem inneren Teil leben die Menschen geschützt durch eine hohe Mauer, während in dem äußeren Teil die Außenseiter leben. Ein Fluch hat diese in groteske Gestalten verwandelt. Wenn man diese berührt geht der Fluch auf einen über und man wird zu einem von ihnen. Einer hat es sich zur Aufgabe gemacht sich aufopferungsvoll um ein kleines, blondes Mädchen zu kümmern. Kann er dieses vor dem Fluch beschützen, obwohl er selbst ein Außenseiter ist?


Review

#4. Band: 

Man erfährt dieses Mal noch mehr Details über diejenigen, die verflucht wurden und bekommt ungefähr ein Gefühl dafür warum die Menschen sich so vor vor diesem Fluch fürchten. Und dann gibt es im Laufe der Handlung immer wieder  Andeutungen darauf, dass sich Dinge grundlegend für die Hauptprotagonisten ändern werden. Das war auch der Grund warum mich die doch recht wenigen Aktionen nicht vom Lesen abgehalten haben, denn gefühlt passiert in diesem Band sehr wenig. Lediglich die wenigen Wendungen und Andeutungen geben dem Ganzen Spannung. Und natürlich die latent vorhandene Grundangst, da man absolut nicht weiß was noch passieren wird und welchen Charakteren man wirklich trauen kann. Die Zeichnungen sind wieder dunkel und sorgen zusätzlich dafür, dass man immer auf der Hut ist.

Auch über Shiva erfährt man relativ viel und das hat mich einfach nur traurig gestimmt. Es verändert das Bild was man von ihr hat und ich bin gespannt darauf, ob diese Geschichte überhaupt der Wahrheit entspricht oder ob diese eventuelle Lüge einen ganz bestimmten Zweck verfolgt(Entführung?). Dieses miträtseln was als nächstes passieren könnte von Band zu Band macht voll viel Spaß und ich bin immer wieder überrascht, dass der Mangaka es schafft die Erwartungen um ein vielfaches zu übertreffen.

Dieser Band hat mir jetzt nicht so genug gefallen wie die vorigen, deshalb vergebe ich auch nur 4 von 5 Sternen vergeben. Das Ende zeigt auf jeden Fall, dass es spannend weiter gehen wird und mal schauen, wie sich das alles noch entwickeln wird.

#5. Band: 

Was mich in diesem Band positiv überraschte war vor allem eine Szene, die mich einerseits zum Lachen brachte und dann im nächsten Moment wieder traurig stimmte. Sie macht genauso wie die restliche Handlung in diesem Band sehr deutlich, dass Shiva nach wie vor noch ein kleines Mädchen ist und auch wie eines handelt. Trotzdem macht sie genauso wie der Lehrer eine unglaubliche Charakterentwicklung durch und es ist schön zu sehen, wie die beiden sich annähern und verstehen lernen. Das ist auch der Hauptfokus in diesem Band und mir hat die Umsetzung davon total gut gefallen.

Die Hintergrundgeschichte und die Mythologie, die dieser zugrunde liegt bekommt mehr Tiefe. Man weiß aber immer noch nicht wie man diese Informationen einordnen soll und ob diese überhaupt der Wahrheit entsprechen.

An sich ist es wieder ein sehr ruhiger Band, bei dem relativ wenig passiert. Trotzdem bleibt es spannend und man wartet nur darauf, dass irgendetwas ganz schlimmes passiert. Schließlich gibt es mehrere Gruppen, die für eine Shiva eine Gefahr darstellen und die jeder Zeit angreifen könnten. Das alles wird durch den nach wie vor düsteren Zeichenstil perfekt unterstrichen. Diesem Band gebe ich ganze 5 von 5 Sternen, weil ich nur so durch die Seiten geflogen bin und einfach nur wissen wollte wie es weiter geht.


#6. Band: 

In diesem Band geht es hauptsächlich um den Lehrer und Shiva und die große Frage die im Raum steht: Wer ist der Lehrer, wo kommt er und was für eine Aufgabe hat er? Ist er wirklich Opfer des Fluches oder ist er doch ein Kind der Mutter? Gehört vielleicht einer ganz anderen Gruppe an? Und wenn ja welcher? Welches Schicksal wartet auf ihn?

Im Laufe der Handlung kommt es zu einem gewaltigen Plottwist, der mich wirklich positiv überrascht hat. Dieses Mal fällt auch der Kontrast zwischen Licht und Dunkel, also schönen Momenten und beängstigenden extrem auf. Und das lässt nur vermuten, dass die Handlung wahrscheinlich ein ganzes Stück dramatischer werden wird. Schließlich kann ein Katz und Maus Spiel ja nicht ewig andauern. Und diesbezüglich denke ich auch, dass die Kirche bald ihren Zug machen wird. Und man somit sehr bald sehen wird was das für Shiva und den Lehrer bedeutet. Aber vielleicht macht auch jemand ganz anderes einen Zug, wie es ja schon in den vorigen Bänden der Fall war. Es bleibt auf alle Fälle spannend, schließlich weiß man ja auch nicht warum die Outsider sich Shiva nicht einfach nehmen, wenn sie so sehr haben wollen. Sie hatten ja schon oft genug die Chance dazu und ich denke die Kirche wäre genauso gut dazu in der Lage. Und was ist die Intention vom Lehrer diesbezüglich?

Das Ende ist mal wieder total gemein und ein gewaltiger Cliffhanger. Man weiß nicht so wirklich was jetzt auf einen als Leser noch alles zu kommen könnte. Rein von der Handlung her kann man alles was passiert in wenigen Sätzen zusammen fassen und hat trotzdem alle wichtigen Ereignisse in diesem Band erwähnt.


Fazit

Die Reihe hat definitiv großes Suchtpotential und am liebsten würde ich direkt Band 7 lesen, aber erst einmal möchte eine Pause einlegen und alles ein wenig sacken lassen Vielleicht lese ich auch noch einmal die vorigen Bände um alles ein wenig besser zu verstehen, denn vielleicht finde ich ja so verstecke Hinweise?

Rezension Band 1-3

Sonntag, 14. Juni 2020

#303 Bücherregal - Coraline(Kurzrezension)





TitelCoraline
AutorNeil Gaiman
VerlagHarper Collins
GenreFantasyhorror
Seiten212 Seiten
Meine Bewertung
4,5/5




 Inhalt

Während einer Erkundungstour in der neuen Wohnung findet Coraline eine verschlossene Tür. Als ihre Mutter diese nach mehrmaligen darum beten endlich aufschließt befindet sich dahinter nur eine Ziegelsteinmauer. Jedoch als Coraline eines nachts nicht schlafen kann und genau diese Tür öffnet findet sie dahinter einen dunklen Gang. Als sie diesen entlang geht befindet sie sich in einer Wohnung, die ihrer gar nicht so unähnlich ist. Doch hier ist Essen leckerer, die Spielzeuge sind toller und die Eltern dort sind viel netter als ihre eigenen. Und diese Eltern wollen sie nicht mehr gehen lassen.


Review

Coraline ist definitiv eines der Bücher, welches ich immer wieder gerne lese. Fantasyhorror ist definitiv eins meiner Lieblingsgenre und das Buch hat einfach alles, was ich an diesem Genre so schätze.

Mir gefällt es einfach wie mutig und abenteuerlustig Coraline ist. Sie stellt sich ihrer Angst und beweist immer wieder, dass mutig sein nicht zwangsläufig bedeutet keine Angst zu haben. Und genau das ist einfach wichtig den jüngeren Lesern zu vermitteln, schließlich können auch weibliche Hauptfiguren mutig sein und sich der Gefahr stellen und auf Abenteuer gehen. Aber auch die anderen Charaktere wurden liebevoll gestaltet und mit allerhand Eigenheiten ausgestattet. Immer wieder erfährt man skurrile Details und bekommt somit ein relativ exaktes Bild von den Personen. Es gibt ja mittlerweile etliche Versionen von dem Buch, die mit Illustrationen von verschiedenen Künstlern ausgestattet wurden. Und es ist schön zu sehen wie unterschiedlich doch jeder die Texte von Gaiman interpretiert, auch wenn sich die Charaktere bei allen relativ ähnlich sehen.

Ein anderer Pluspunkt sind die vielen gruseligen Momente, die einfach wunderbar zu dieser Geschichte passen. Vor allem die Welt hinter der Tür ist düster und angsteinflößend. An vielen Stellen erinnert es einen an "Alice im Wunderland" von Lewis Carroll, wobei Coraline keinem Kaninchen in seinen Bau folgt sondern irgendetwas lockt sie nachts zu dieser Tür. Es ist halt subtiler Horror für jüngere Leser und das merkt man einfach.

Leider gibt es im Laufe der Handlung ein paar Plotholes bzw. Ungereimtheiten, was ziemlich schade ist.


Fazit

Hierbei handelt es sich um ein gruseliges, modernes Märchen für eine jüngere Zielgruppe(Altersempfehlung: 8-12 Jahre). Das merkt man vor allem an der Sprache und allgemein auch am Erzählstil, was aber finde ich den Lesespaß auch für die erwachsenen Leser nicht schmälert.


Rezension zur Graphic Novel und Verfilmung

Sonntag, 17. Mai 2020

#297 Bücherregal - Red Queen(Kurzrezension)





TitelRed Queen(Teil 2 der #Alice-Reihe)
AutorChristina Henry
VerlagTitan Books
GenreFantasyhorror
Seiten313 Seiten
Meine Bewertung
4/5




 Inhalt

Eigentlich war es rund um die Alte Stadt immer grün, doch mittlerweile sind alle verbrannt. Hoffnung sucht man hier vergebens, doch das hält Hatcher und Alice nicht auf schließlich wollen sie seine Tochter finden. Auch wenn das bedeutet in die Hände der verrückten weißen Königin zu kommen oder die Länder des schwarzen Königs zu betreten. Schafft es Alice ihre Magie einzusetzen und Verbündete zu finden, die ihr bei der Suche behilflich sein könnten?

Review

Während der Handlung wird wieder sehr oft Bezug auf die Novel "Through the looking glass" von Lewis Carroll genommen, die ein Sequel zu "Alice in Wonderland" ist. Mir hat die Neuinterpretation der Charaktere ganz gut gefallen. Wobei man natürlich auch feststellt, dass vieles grundlegend anders ist und auch neues auftaucht.

Dieses Mal gibt es relativ wenig Handlung und die meiste Zeit überlegt Alice eigentlich nur wie es weiter gehen könnte. Oder es sich auf die Suche nach etwas begeben, aber auch dann passiert wenig. Die alptraumhaften Abenteuer aus dem vorigen Band fehlen einfach komplett und die Stimmung war nicht ganz so düster und bedrohlich, obwohl es ihm verzauberten Wald viele Gefahren gibt.
Auch hier wirkte wie beim vorigen Teil der Reihe das Ende sehr abrupt und gehetzt.  Es ist auf jeden Fall ein sehr überraschendes Ende, dass im Gegensatz zum Rest einfach nur düster ist. An sich ist es auf jeden Fall ein guter Abschluss dieser Diologie.

Um ehrlich zu sein las sich das alles nicht wie die Fortsetzung vom ersten Teil und ich hatte oft Schwierigkeiten das alles miteinander in Verbindung zu bringen. Alice und Hatcher ergeben ein fantastisches Team und dabei hätte man es einfach belassen soll. Was bringt es daraus mehr zu machen? Muss es zwangsläufig in jedem Buch auf so etwas hinauslaufen? In meinen Augen passt das alles einfach nicht in die Handlung hinein und wirkt auch viel zu konstruiert.


Fazit

Hier der Teil hat mir jetzt nicht so zu gesagt, aber trotzdem vergebe ich 4 von 5 Sternen. Auch wenn es eher eine 3,7 oder 3,8 ist, wenn man es genau nimmt. Alice ist nach wie vor auf der Suche nach sich selbst und muss noch lernen ihre Magie nutzen. Mir war das alles nicht düster genug und nach dem ersten Teil hatte ich genau das erwartet. Trotzdem hat es mich ganz gut unterhalten und da Hatcher sowieso die meiste Zeit nicht anwesend ist konnte ich auch den romantischen Teil ganz gut ausblenden.


Rezension zum 1. Teil "Alice"

Freitag, 8. Mai 2020

#294 Bücherregal - Vengeful - Die Rache ist mein







TitelVengeful - Die Rache ist mein(#2. Teil der Villain-Reihe)
AutorV.E. Schwab
VerlagFischer Verlag
GenreFantasy
Seiten528 Seiten
Meine Bewertung
4,5/5



Ich bedanke mich hiermit recht herzlichst bei Netgalley.de für das Bereitstellen eines Rezensionsexemplares.

 Inhalt

Marcella ist die Frau vom Unterweltboss Marcus Riggins und ist es vollkommen Leid immer nur dafür bekannt zu sein. Eines Tages wird sie von ihrem Mann umgebracht, doch wie durch ein Wunder wacht sie als Extraordinäre auf und hat plötzlich zerstörerische Kräfte. Sie schwört sich nicht nur Rache an ihrem Mann, sondern an vielen weiteren Menschen zu nehmen. In einem rasenden Tempo erreicht sie die Spitze der Macht, doch sie begeht einen Fehler. Denn man mischt sich nicht ungeschoren in den Streit zwischen Eli Ever und Victor Vale ein.

Review

Wegen der fesselnden Handlung habe ich das Buch nahezu in einem durch gelesen, da ich einfach nur wissen wollte wie das alles ausgeht. Mir hat die bilderhafte und packende Erzählweise unglaublich gut gefallen. Dieses Mal sind einige wirklich brutale Szenen dabei, die Grundatmosphäre im Buch noch düsterer und bedrohlicher erscheinen lassen. Den ersten Teil der Reihe hatte ich nicht ganz so extrem empfunden und deshalb hatten mich das alles auch ziemlich überrascht. Wobei das alles irgendwie zu so einer Welt dazu gehört und man kennt es von vielen anderen Geschichten über Antihelden/Helden, in denen das alles eben nicht geschönt wird und den Bösen jedes Mittel recht ist um beispielsweise an Informationen zu kommen.

Der Handungsaufbau trägt sein übriges zur Spannung bei, denn immer wieder wird in zwischen den Zeiten und Orten gesprungen. Dadurch bekommt man einen ziemlich guten Überblick über das Geschehen, auch wenn man oft nicht weiß warum jetzt bestimmte kleine und auf den ersten Blick unscheinbare Szenen eingeschoben wurden. Deswegen ist auch die Geschwindigkeit der Handlung unglaublich hoch. Man muss wirklich aufmerksam lesen, damit man allein wegen der Zeitsprünge nicht den Überblick verliert. Einen roten Faden sucht man hier vergeblich, was das alles nicht leichter macht.

Auch dieses Mal kann man nicht so wirklich erkennen wer nun gut oder böse ist und oft habe ich mich gefragt, ob die Personen moralisch richtig handeln und ihre Taten wirklich so verwerflich sind. Es ist auf jeden Fall faszinierend Geschichten über absolute Antihelden zu lesen, die alle ihre eigene Agenda verfolgen. Besonders spannend macht es dann die Ambivalenz der Charaktere, da  man ihr Verhalten nur bedingt vorher sehen kann.

Das Cover passt ganz gut zur Reihe und zeigt scheinbar Marcella, die in diesem Teil eine wichtige Rolle einnimmt. Mir gefällt besonders der Kontrast zwischen schwarz und dem kräftigen Rotton sehr gut. 

Was mich unheimlich störte beim Lesen war die hohe Anzahl der Charaktere. Gefühlt tauchen einfach zu viele auf, die auf irgendeine Weise eine wichtige Rolle spielen und mir fiel es an manchen Stellen schwer diese auseinander zu halten. Und das obwohl diese facettenreicher und einzigartiger nicht sein könnten. Mir hätte es gereicht wenn die Geschichte rund um Victor und Eli im Fokus geblieben wäre, auch wenn Marcella eine wirklich interessante Figur ist und mich die Hintergrundgeschichte dieser interessiert.

Das Problem wird dadurch verstärkt, dass der Hauptfokus auf der Handlung an sich liegt und keine so wirkliche Tiefe erzeugt wird. Die Charaktere entwickeln sich kaum weiter und auch sonst werden einige Themen/Charaktere nur oberflächlich angekratzt. Und dadurch bleiben manche von ihnen einfach zu blass und austauschbar.


Fazit


Das Buch macht nur mit genügend Hintergrundwissen Sinn und deshalb kann ich es auch nur denen empfehlen, die schon den ersten Teil der Reihe gelesen haben.  Wegen der Kritikpunkte ziehe ich einen halben Stern ab. 

Jetzt freue ich mich unheimlich auf den dritten Teil der Reihe und bin gespannt darauf wie die losen Enden zusammen geführt werden und ob die offenen Fragen endlich beantwortet werden.

Freitag, 10. April 2020

#288 Bücherregal - Serpent & Dove



Titel(Englisch)Serpent & Dove
AutorShelby Mahurin
VerlagHarperTeen
GenreFantasy/Young Adult
Seiten528 Seiten
Meine Bewertung
3/5

 Inhalt

Vor 2 Jahren floh Louise LeBlanc vor ihrem Hexenzirkel nach Cesarine, wo jedoch Hexen gejagt und verbrannt werden. Deshalb kann sie keine Magie nutzen und versucht deshalb durch Stehlen ihr Überleben zu schützen. Als Hexenjäger(Chasseur) ist es Reids Aufgabe solche wie Louise zu vernichten um das Volk zu schützen, jedoch wird er gezwungen Louise zu heiraten. Er weiß jedoch nicht wer sie eigentlich nicht und eines Tages werden die beiden von ihrer Vergangenheit eingeholt.

Review

Das Cover ist ein Traum und passt wunderbar zu dieser Zeit mit den ganzen Goldverzierungen und es sieht einfach sehr edel aus.

Die einzelnen vorkommenden Personen kann man auch nicht einfach in Gut und Böse einteilen, was das alles so authentisch und nachvollziehbar macht. Oft werden ihre Beweggründe nachvollziehbar beschrieben und es fällt wirklich schwer eine Seite zu beziehen, wenn es hart auf hart kommt.

Vor allem die einzelnen Gruppierungen der Hexen haben mir gefallen und wie zum Beispiel die Hexenverfolgung in die Handlung eingebaut wurde. Allgemein wurde die beschriebene Welt mit vielen liebevollen Details ausgestattet und wenn man ihr noch einen Namen bzw. Standort gegeben hätte, dann würde ich sie einfach nur fantastisch finden. Sie hat etwas sehr düsteres und bedrohliches an sich, was finde ich wunderbar zu dem Thema Hexen passt.

Was den Weltenaufbau betrifft bin ich mir trotzdem uneins, denn der ist ja super wichtig bei einer Fantasygeschichte. Allein von den Namen her, den französischen Flüchen und die Beschreibung der Orte müsste die Geschichte im alten Frankreich rund um 1500 spielen, jedoch wird dies an keiner Stelle erwähnt. Hier hätte man besser eine komplett neue Welt erschaffen oder die vorhandene eindeutig französisch gemacht. So ist das nichts halbes und nichts ganzes und das liest sich immer so, als hätte sich derjenige das einfach leicht machen wollen. Auch die benutzte Sprache passt absolut nicht in die Zeit und oft hatte ich das Gefühl, als würde das alles in der heutigen Zeit spielen.

Ein anderer Kritikpunkte wäre die Liebesgeschichte, die absolut keinen Sinn ergibt. Es gibt so unsagbar viele genannte Faktoren, die genau gegen diese sprechen und trotzdem gibt es von jetzt auf gleich diese Liebe zwischen zwei Charakteren. Wenn sich das alles langsam angebahnt hätte und man als Leser das gemerkt hätte, dann wäre es wenigstens halbwegs nachvollziehbar gewesen.

Zudem gibt es auch einige Längen, was durchaus bei einem Buch mit über 500 Seiten zu erwarten ist. Ein paar dieser Szenen war finde ich vollkommen überflüssig und die hätte man ruhig weglassen können. Leider weiß man beim Lesen ja nie so genau, ob man so etwas einfach überspringen sollte oder nicht.


Fazit

Normalerweise wäre das hier ein Buch gewesen, welches ich nach sehr vielen und auch langen Lesepausen erst beendet hätte. Die Kritikpunkte sind für mich welche, die ich in der Regel nur schwer ignorieren kann. Trotzdem musste ich beim Lesen feststellen, dass mich das Buch relativ gut unterhält und ich vieles wie zum Beispiel die Sache mit der Beziehung gut ausblenden kann. Es ist auf jeden Fall durchaus nachvollziehbar, warum es sich hierbei um einen Bestseller handelt.

Was den zweiten Teil betrifft bin ich mir unsicher, ob ich den wirklich lesen soll. Es gibt jetzt nichts was ich unbedingt noch über die Welt heraus finden möchte und die Liebesgeschichte interessiert mich schlichtweg nicht. Lediglich das was zwischen den Hexen und den Chasseur(Jägern) passiert interessiert mich, aber noch ein so dickes Buch kostet ganz schön Überwindung, obwohl ich eigentlich solche dicken Bücher mag. Mir fehlt es an vielen Stellen einfach an Tiefe und reflektierten Handeln und einfach eine richtige Reaktion auf das was passiert.

Sonntag, 29. März 2020

#007 Manga - Siúil, a Rún – Das fremde Mädchen(Band 1-3)




Titel(Deutsch)Siúil, a Rún – Das fremde Mädchen
Titel(Englisch)The girl from the other side: Siúil, a Rún 
AutorNagabe
VerlagTokypop
GenreFantasy/Horror
Bände1-3(bisher erschienen 7)
Meine Bewertung
5/5

 Inhalt

Das Land ist schon seit Ewigkeiten in zwei Hälften geteilt. In dem inneren Teil leben die Menschen geschützt durch eine hohe Mauer, während in dem äußeren Teil die Außenseiter leben. Ein Fluch hat diese in groteske Gestalten verwandelt. Wenn man diese berührt geht der Fluch auf einen über und man wird zu einem von ihnen. Einer hat es sich zur Aufgabe gemacht sich aufopferungsvoll um ein kleines, blondes Mädchen zu kümmern. Kann er dieses vor dem Fluch beschützen, obwohl er selbst ein Außenseiter ist?


Review

#1. Band: 

Man wird direkt in die Handlung geschmissen und erfährt im 1. Band nur sehr wenig darüber, warum das kleine Mädchen mit dieser gruseligen Gestalt alleine in einem verlassenen Haus/Gegend lebt. Die eher minimalistischen Zeichnungen und die fehlenden Informationen tragen zu einer bedrückenden, angsteinflößenden Grundstimmung bei. Immer wieder werden speziellen Erzählformen/-weisen benutzt um diese Stimmung zu unterstreichen. Am Besten gefallen haben mir die vielen Panels bzw. Seiten, die die Spannung noch erhöht haben und bei denen man direkt umgeblättert hat um endlich erlöst zu werden. Aus dem Grund habe ich den Band auch in einem direkt durch gelesen und würde am liebsten direkt zum nächsten greifen. Dabei müsste man ja eigentlich meinen, dass so ein wirklich langsamer Handlungsverlauf genau das Gegenteilt bezweckt, jedoch empfand ich dieses hier zu dem Auftakt einer Reihe passend.

Der Kontrast zwischen dem kleinen Mädchen und dem "Outsider" könnten nicht größer sein, also zwischen niedlich und furchteinflößend. Irgendwie wünscht man sich, dass sie endlich ihre Tante wiedersieht. Und dann sieht man wie der Outsider mit ihr umgeht und fragt sich, ob die Tante genauso mit ihr umgeht. Das Mädchen ist halt noch sehr naiv und jung und bei mir hat sie nicht nur einmal den Beschützerinstinkt geweckt.

Die düsteren Zeichnungen erinnern mich an Geschichten aus dem Mittelalter. Allgemein erinnert es einen an die Märchen, die einen abschrecken und einem etwas lehren sollten. So ganz weiß man noch nicht wo es hingeht, aber ich gespannt darauf wo die Reise hingeht. Immer wieder gibt es auch kleine Hoffnungsschimmer und schöne Momente, was der sonst so düsteren Handlung ganz gut tut.

#2. Band: 

In diesem Band geht es um die Hintergrundgeschichte und man erfährt was es mit den Gestalten/Outsidern auf sich hat. Am Ende bleibt man zwar mit vielen offenen Fragen zurück, aber das hat bei mir nur noch mehr das Interesse geweckt. Denn scheinbar sind die Hintergründe doch viel komplexer als bisher angenommen und die Puzzleteile wollen auch noch nicht so recht zusammen passen. Man bekommt zudem etwas mehr von der Umgebung zu sehen und so wirklich einordnen kann man bestimmte Orte noch nicht in den Gesamtkontext.

Die Handlung driftet auch immer mehr in das Genre "Dark-Fantasy" ab und wird folglich immer düsterer und bei Zeiten sehr brutal. Das alles passt zur Grundatmosphäre und man weiß nicht so recht, was das alles bedeutet und ob man überhaupt noch Hoffnung sollte. Die Geschwindigkeit der Handlung hat auch ordentlich zugenommen. Die Zeichnungen werden auch immer dunkler und das lässt einfach nichts gutes erahnen.

Und was ist das bitte schön für ein fieser Cliffhanger am Ende? Der vom ersten Band war ja schon schlimm, aber dieser hier ist einfach nur gemein. Und wenn man sich mit Märchen auskennt, dann weiß man auch was so ein Cliffhanger bedeutet und das macht das alles nicht wirklich angenehmer. Vor allem da ich genau das Gegenteil möchte und so sehr darauf hoffe, dass das nicht eintritt. Auch wenn der Text am Ende genau das ankündigt.

#3. Band: 

Vorwiegend geht es dieses Mal um die große Frage, was gut und was schlecht ist. Wer erzählt einem die Wahrheit. Was hat es mit dem Fluch auf sich? Wem kann man vertrauen oder kann man niemanden vertrauen, denn alle erzählen sie einem was anderes über den Fluch. Vor allem die Dialoge haben mir gefallen und sie verraten einem unheimlich viel über die Beweggründe der einzelnen Charaktere. Gefühlt verursacht jede Antwort eine neue Frage und das macht sowohl die Handlung als auch die einzelnen total faszinierend. Dadurch kommen auch mehr Handlungsstränge zustande und alles wird ein wenig komplexer. Vielleicht führt das ja dazu, dass in den darauf folgenden Bänden ein höheres Handlungstempo vorherrscht. Auf Dauer ist das jetzige einen Ticken zu langsam.

Langsam ergeben auch einige Sachen Sinn und es zeichnet sich ein klareres Bild des Ganzen ab. Aber wo einen die Reise hinführt ist immer noch nicht so wirklich klar und ob das Bild überhaupt nur annähernd der Wirklichkeit entspricht weiß man auch nicht. Der Band wie schon zu erwarten mit einem gewaltigen Cliffhanger, wie eigentlich jedes Kapitel bisher. Und wieder einmal bin ich dazu geneigt direkt zum nächsten Band zu greifen, aber erst einmal möchte ich die Geschichte etwas sacken lassen.

Fazit

Wenn man mal auf der Suche nach einem Manga der etwas anderen Art ist, dann wird man hier definitiv fündig. Es gibt keine runden Kulleraugen, bis auf das Wesen und zwischendurch das Mädchen ist nichts groß stilisiert und es erinnert bis auf die Leseweise einen nichts an andere Manga. Es ist eine düstere Geschichte, die einen an alte Märchen erinnert und einen auch zum Nachdenken anregt. Wer bestimmt was gut und was schlecht ist? Wie würde man selbst in so einer Situation reagieren? Es gibt kein einfach gut/böse Szenario und das finde ich so toll. Der Manga ist sehr düster und deshalb ist er auch eher etwas für etwas ältere Teenager.

Sonntag, 22. März 2020

#008 Graphic Novel - Der Hobbit





TitelDer Hobbit
AutorStory: J.R.R. Tolkien, Zeichner: David Wenzel, Charles Dixon
VerlagCarlsen
GenreFantasy
FormatSoftcover
Bände1(Auflage vom 3. Juli 2012)
Meine Bewertung
4/5

 Inhalt

Eigentlich ist der Hobbit Bilbo Beutlin zufrieden mit seinem ruhigen Leben im Auenland und wenn es nach ihm ginge, dann könnte es ewig so weiter gehen. Doch eines Tages steht überraschend Gandalf vor der Tür, der den Hobbit unbedingt mit auf eine Reise nehmen möchte und damit sein Leben komplett verändert. Zusammen mit dreizehn Zwergen begeben sie sich auf die gefährliche Suche nach dem gestohlenen Zwergenschatz.



Rezension


Hierbei handelt es sich um das spannende Abenteuer eines Hobbits, obwohl diese dafür nicht bekannt sind. Wie zu erwarten ist die Handlung passend zum Medium auf das wesentliche beschränkt wurden. Aber das ist nicht weiter schlimm und ich finde es schön, dass trotzdem alles wichtige stimmig erzählt wurde. Durch die Zeichnungen kann man sich das alles viel besser vorstellen, auch wenn Tolkien es auch ohne diese schafft bei einem stimmige Bilder im Kopf zu erzeugen. Mir hat auf alle Fälle die Tiefe der Handlung gefallen und aus wie vielen Einzelschritten diese besteht, damit man als Leser auch ja versteht was vor sich geht. Das ist ja schon beim Buch so und normalerweise kennt man es ja eher von Graphic Noveln-Adaptionen, dass da ordentlich gekürzt wird und man am Ende gar nicht mehr so genau weiß was überhaupt warum passiert ist. Das ist hier absolut nicht der Fall! Es wird sich hier sehr stark ans Buch gehalten, was ich wirklich schön finde. Man muss schließlich nicht jede Geschichte neu erzählen bzw. abändern.

Vor allem der atemberaubende, einfache Zeichenstil hat mir gefallen, denn der er erinnert mich immer wieder an Comics aus meiner Kindheit und natürlich auch an alte Märchen. Allein die Farbauswahl und die zarten Linien laden einen förmlich zum Träumen ein. Man sieht halt einfach direkt, dass mit Aquarell und Tuschefeder gearbeitet wurde und das hat man ja heute eher selten, was wirklich schade ist. Mit am besten haben mir die grandiosen Landschaftsbilder gefallen und überhaupt die Darstellung der einzelnen Figuren. Es wird auch meist nur das nötigste abgebildet, was aber zu der Handlung passt und wahrscheinlich wäre es ansonsten mit der Menge Text einfach zu überladen. So wirkt es einfach sehr ausgewogen und stimmig.

Mein einziger Kritikpunkt ist, dass die Seiten sehr textlastig sind. Für diejenigen die das Buch kennen ist es wahrscheinlich keine große Überraschung. Aber wenn man die Graphic Novel jetzt mit vielen anderen vergleicht fällt einfach direkt auf wie viel Text diese enthält und mir war es an manchen Stellen einfach zu viel des Guten. Oft hätte man die Texte auch um die Hälfte kürzen können, da die Bilder meist für sich sprechen, was ja auch der Sinn und Zweck dieser sein sollte.

Was auch noch auffällt sind die sehr ähnlichen Gesicht von Gandalf und Thorin, was beim Lesen manchmal etwas komisch ist. Hier wären deutlich sichtbare Unterschiede bei Panels bei denen man nur das Gesicht sieht besser gewesen.

Fazit

Man kann diese Graphic Novel komplett ohne Vorwissen lesen und sie ist genauso wie das Buch vollkommen unabhängig von "Herr der Ringe" lesbar, auch wenn beide in Mittelerde spielen. Obwohl es immer wieder Schlachten gibt ist das alles auch für Kinder geeignet, da diese Szenen recht vereinfacht und absolut unblutig dargestellt werden. Die Vorlage ist halt ein Kinderbuch und ich finde es gut, dass auch die Graphic Novel für diese geeignet ist.

Wegen den Kritikpunkten gibt es nur 4 von 5 Sternen. Ich lese mir diese Adaption immer mal wieder sehr gerne durch, allein weil mir die Geschichte und die Zeichnungen so gut gefallen.