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Freitag, 14. Juni 2019

#211 Bücherregal - Der Präsident


TitelDer Präsident
AutorSam Bourne
VerlagBastei Lübbe
GenrePolitthriller
Seiten480 Seiten
Meine Bewertung
3/5

 Inhalt

Die USA wählt einen Demagogen als Präsidenten, hinter dem ein rücksichtsloser Chefstratege steht. Nach einem ziemlich erhitzter Wortwechsel mit dem Machthaber von Nordkorea will der Präsident aufgrund einer Übersprungshandlung den roten Knopf drücken um einen atomaren Präventivschlag zu verüben. Schnell wird klar, dass es nicht so weiter gehen kann, aber ist eine Ermordung des Präsidenten wirklich die Lösung? Maggie Costello arbeitet im Weißen Haus und stößt auf die Pläne für dieses Attentat. Sie kommt mit ihrem Gewissen in Konflikt und fragt sich, ob sie es wirklich verhindern soll.

Review

Das Buch beinhaltet sehr aktuelle Themen und greift viele Fragen auf, die man sich Ende 2017 bezüglich der Präsidentschaftswahl in den USA stellte. Man weiß selbst beim Lesen des Klappentextes auf wen hier Bezug genommen wird und es wird auch ein sehr realistisches Szenario aufgegriffen. Auch die anderen Charaktere spiegeln ehemalige bzw. aktuelle Politiker im Weißen Haus wider, was das alles sehr authentisch macht. Allein die Konstellation dieser Menschen gibt genug Stoff für viele verschiedene Handlungsstränge. Der Name des Präsidenten wird übrigens bis zum Schluss nicht genannt. Natürlich sind einige überzeichnet, was das alles aber leider nicht weniger authentisch macht.
Die Handlung wird aus der Sicht mehrerer Personen erzählt, was bei Zeiten etwas verwirrend ist. Jedoch hilft es einem auch dabei die Beweggründe derjenigen besser zu verstehen und man wird nicht vor vollendete Tatsachen gestellt. Die Handlungsstränge werden nach und zusammen geführt. Das Tempo ist zeitweise sehr hoch und die Geschehnisse überschlagen sich quasi. Mir fiel es wirklich schwer das Buch auf Seite zu legen und deshalb hatte ich es innerhalb weniger Tage durch gelesen. Der Schreibstil ist bildhaft und man kann sich alles sehr gut vorstellen.
Das Ende ist passend zur Handlung und durchaus realistisch.

Der Handlungsstrang rund um den Präsidenten kommt viel zu kurz und hauptsächlich dreht es sich gefühlt um alles andere in Maggies leben. Hier wäre ein anderer Titel und auch ein anderer Klappentext sinnvoll gewesen. So wird einem einiges versprochen, was so nicht im Buch auftaucht.
Einige Charakterzüge an Maggie fand ich schrecklich und zeitweise klangen ihre Gedankengänge so, wie sich wahrscheinlich manch ein Mann die einer Frau vorstellt. Einfach nur schrecklich und es schien fast so als wäre sie zeitweise nur auf Matratzensport aus! So etwas muss bei solch einer Handlung einfach nicht sein.
Man merkt allein an den Dialogen, dass sich ziemlich wenig Zeit für das Buch als solches genommen wurde. Einiges macht einfach keinen Sinn und vieles hätte man weglassen können. Ansonsten hätte ch dem Buch liebend gerne 4 von 5 Sternen gegeben, aber qualitativ reicht es dafür einfach nicht aus. Scheinbar ist das Buch im Originalen besser, deshalb würde ich auch eher zur Englischen Version raten.


Fazit

Hierbei handelt es sich um den 3. Band einer Reihe, wobei man es auch ohne Vorwissen lesen kann. Das Buch stimmt einen nachdenklich und macht klar wie wichtig es ist zur Wahl zu gehen, auch wenn man letztendlich nur das kleinere Übel wählen kann. Es zeigt auch wie verheerend es sein kann, wenn ein einzelner Mensch in einer Demokratie zu viel Macht hat und zu Übersprungshandlungen neigt. Und die jetzigen Schutzmechanismen die einen Missbrauch der Macht verhindern mitunter nicht ausreichend sind.
Der Titel "to kill the president" von der Originalfassung passt auf alle Fälle besser zur Handlung als "Der Präsident" und der macht einem auch keine falsche Hoffnung auf einen ganz anderen Fokus bei der Handlung.

Freitag, 31. August 2018

#129 Bücherregal - Trigger Break


Titel(Englisch)Trigger Break(Warrior series #10)
AutorTy Patterson
VerlagIndependently published
GenreActionthriller
Seiten397 Seiten
Meine Bewertung
1,5/5

 Inhalt

Die Tochter eines Freundes wird umgebracht und Zeb Carter setzt alles daran um für Gerechtigkeit zu Sorgen. Er gehört einer Organisation in den USA an, die Verbrecher jagen und diese zur Rechenschaft ziehen. Doch dieses Mal ist der Gegner eine äußerst gefährliche und vor allem mächtige Gruppe. Kann Zeb Carter den Mord aufklären bevor er selbst Opfer dieser Gruppe wird?

Review

Der Protagonist Zeb ist mir persönlich viel zu perfekt. Er steckt Verletzungen wie nichts weg, was sehr unrealistisch ist. Er erscheint mehr viel stärker als die meisten Superhelden, was doch sehr irritierend ist. Zudem kann er es mit erstaunlich vielen Anhängern der Yakuza gleichzeitig aufnehmen, was eigentlich gar nicht möglich ist.
An sich waren es mir viel zu viele Charaktere. Irgendwann wusste ich gar nicht mehr in welchem Zusammenhang die einzelnen Personen zueinander stehen, da es einfach viel zu viele waren. Zudem haben die meisten von ihnen absolut keinen Tiefgang, das heißt auf eine Charakterentwicklung wartet man vergebens.
Allein die Handlung an sich ist mir viel zu weit hergeholt und zu einfach gehalten. Die Ermittler tappen einfach viel zu lange im Dunkeln und ich habe mich die ganze Zeit gefragt wie das möglich ist?
An vielen Stellen war die Handlung vorhersehbar und der Hauptfokus lag auf den Actionszenen und den Morden. Man wusste auch sehr früh warum und weshalb gemordet wurde, was die Spannung an sich verringert hatte.

Die Handlung ist spannend, wobei es neben der vielen Action auffällig wenig von dieser gibt.


Fazit

An manchen Stellen ist die Handlung ziemlich brutal. Das Buch hat eine ziemlich gute Bewertung auf einigen Plattformen und vielleicht gefällt es ja dem ein oder anderen. Mir hat es jetzt wegen den oben genannten Gründen nicht so gefallen. Ich hatte es während einem Aktionszeitraum kostenlos erworben, also war ich jetzt nicht so enttäuscht darüber im Nachhinein. Das Buch ist Teil einer Reihe, wobei ich die vorigen Bände nicht gelesen habe.

Freitag, 24. August 2018

#127 Bücherregal - Sepsis - Verkommenes Blut


TitelSepsis - Verkommenes Blut
AutorIlona Bulazel
VerlagCreateSpace Independent Publishing Platform
GenrePsychothriller
Seiten284 Seiten
Meine Bewertung
1,5/5

 Inhalt

Im Kurort Baden-Baden tauchen nach und nach immer mehr auf grausame Weise verstümmelte Leichen auf. Kann der Ermittler Herr Heersen diese Mordserie stoppen? Und was verleitet den Täter dazu diese Menschen umzubringen?

Review

Passend zum Genre Psychothriller ist das Buch teilweise sehr verstörend.
Manchmal hatte man das Gefühl den Täter entlarvt zu haben nur um dann festzustellen, dass man vollkommen daneben lag. Das hat die Spannung ziemlich weit oben gehalten. Trotz allem ist es leider an manchen Stellen viel zu langatmig bis wieder aus dem Nichts irgendetwas spannendes geschieht.
An manchen Stellen hatte ich eine richtige Gänsehaut und wusste einfach nicht, ob ich jetzt weiter lesen möchte oder nicht.

Was mich am meisten gestört hat waren die relativ knapp beschriebenen fünf Liebesakte. Diese tauchten nahezu immer nach einer brutal ermordeten Leiche auf und das war dann doch sehr befremdlich und eklig. Klar geht das normale Leben weiter, jedoch hätte ich gut und gerne auf diese Akte verzichtet.
Durch die vielen überflüssigen Passagen über das Familienleben der einzelnen Charaktere geht leider einiges an Spannung flöten.
Das Ende hat mir persönlich überhaupt nicht gefallen, da es sich nicht in die Handlung einfügt und nicht logisch erscheint.
Die Morde geschehen trotz kleiner Abweichungen immer nach Schema F und es gibt kaum Abwechslung. Das hat mich dann doch ziemlich gelangweilt.
Die Ermittler erschienen mir aufgrund ihres Verhaltens nicht wie ausgebildete Kripo-Beamte und das mir dann doch etwas die Freude am Lesen genommen. Teilweise erschien es mir sogar so als würde das Privatleben der Ermittler mehr im Vordergrund stehen als die Ermittlungen selbst.
Gefühlt wird nahezu alle paar Zeilen der Ort gewechselt, was auch so angegeben wird. Ich hätte lieber etwas länger an den Orten verweilt und mehr darüber erfahren. Die Dialoge an sich fand ich manchmal ziemlich unrealistisch.


Fazit

Das Buch ist definitiv nichts für schwache Nerven, da es an manchen Stellen äußerst brutal und voller graphischer Beschreibungen ist. Aufgrund der guten Bewertungen hatte ich mir das Buch ausgeliehen und war auch dementsprechend enttäuscht. Mir sagt einfach der Erzählstil der Autorin absolut nicht zu und manchmal hatte ich das Gefühl, als würde der komplette Fokus des Buches auf der Beschreibung der Ermordung und der verstümmelten Leichen liegen.