Mittwoch, 19. Juli 2023

#24 Buch und Film - Das geheime Leben der Bäume

     



Hallo,

Letztes Jahr hatte ich "Das geheime Leben der Bäume“ von Peter Wohlleben gelesen und heute möchte ich in einem Blogeintrag das Buch und den Film zu besprechen.


In diesem Buch beschreibt der Förster Wohlleben wie Bäume miteinander kommunizieren und wie sie miteinander umgehen. Aber auch andere wissenschaftliche Erkenntnisse werden hier anschaulich erklärt und somit wird das Thema Wald dem Leser ein Stück näher gebracht.


Das geheime Leben der Bäume von Peter Wohlleben, 224 Seiten, Heyne Verlag

5 von 5 Sternen

Mithilfe von bildhaften Beschreibungen schafft es der Autor auch komplizierte Sachverhalte leicht verständlich zu erklären. Während dem Lesen habe ich eine Menge über Bäume erfahren und wie diese miteinander kommunizieren und umgehen. Und wie sich das alles auf die Tiere und somit auch auf uns auswirkt.

Das alles ist in einzelne, kurze Kapitel gegliedert, weshalb ich das Buch immer mal wieder zwischendurch zur Hand genommen hatte um weiter zu lesen.

Mir hat es besonders gut gefallen, dass Herr Wohlleben einen nicht mit Fakten und Fremdwörtern erschlägt. Von anderen Sachbüchern bin ich es nämlich gewohnt sehr aufmerksam alles lesen zu müssen, weil alles auf das wesentliche zusammen gekürzt wurde. Stattdessen ist alles durchgehend in einem angenehmen Plauderton verfasst wurden. Deshalb fiel es mir auch leicht das alles auch einmal längere Zeit am Stück zu lesen.

Der Autor zeigt in diesem Buch wie wenig die Menschen von dem Ökosystem Wald verstehen wollen. Dieses System besteht aus weit verzweigten Kommunikationsnetzen. Auch vermeintlich tote Bäume erfüllen mehrere Aufgaben und manche sind auf den ersten Blick gar nicht so offensichtlich. Es ist total interessant zu erfahren wie im Wald jedes Zahnrad in das andere greift und wie sensibel das alles auf äußere Einflüsse reagiert. Die Unterschiede der einzelnen Arten sichern das überleben für alle und jeder kommt seinen ganz eigenen Aufgaben nach.

Mir hat vor vor allem das Kapitel über das Sozialleben gefallen und ich fand den Vergleich von Mutterbäumen und Zöglingen treffend. Und wie wichtig deshalb eine ökologische Forstwirtschaft ist.

Alles in allem hat mir das Buch wirklich gut gefallen und ich freue mich schon richtig darauf mir demnächst die Verfilmung anzuschauen. Mich hat das alles definitiv nachdenklich gestimmt und ich fand es nicht schlimm, dass Wohlleben die Bäume vermenschlicht um das alles besser erklären zu können.


Dokumentarfilm, Regisseur: Jörg Adolph mit Aufnahmen von Jan Haft, Spieldauer: 97 Minuten
2 von 5 Sternen

Mich hatte das anfangs total irritiert, dass es in dem Film hauptsächlich um den Autor und seine Arbeit geht. Nicht nur einmal sieht man ihn bei irgendwelchen Vorträgen oder wie mit Menschengruppen im Wald unterwegs ist und diesen was zeigt. Leider war mir das im Vorfeld nicht bewusst und dementsprechend irritiert war ich über die Aufmachung vom Film.

Ansonsten gibt es jede Menge faszinierende Aufnahmen vom Wald. Und anhand von diesen wird alles mögliche aus dem Buch leicht verständlich erklärt. Wer das Buch noch nicht gelesen hat kann hier eine Menge lernen.

Den Film hatte ich letztendlich in 1,5facher Geschwindigkeit gesehen und ich finds rückblickend echt schade, dass Wohlleben eine größere Rolle als die Bäume einnahm. Dabei werden im Buch wirklich wichtige Dinge angesprochen, die wirklich jeden etwas angehen. Und vielleicht den ein oder anderen dazu bringen würden den Wald und Bäume als solches wertzuschätzen. Genau dieses findet im Film viel zu wenig statt und wirklich viele Geheimnisse lernt man nicht kennen.

Hat einer von euch schon das Buch gelesen oder den Film gesehen? Was ist eure Meinung dazu? 
Gerne verlinke ich hier eure Rezensionen. 


LG

Sonntag, 16. Juli 2023

#541 Bücherregal - Blackhole(Kurzrezension)

  


TitelBlackhole 
AutorMarc Elsberg
VerlagBlanvalet
GenreThriller
Seiten62 Seiten
Meine Bewertung
2/5


 Inhalt

(Sequel/Fortführung von Blackout)
Vor 10 Jahren kam es zu einem Blackout und flächendeckend fiel für längere Zeit der Strom komplett aus. Wer hat damals von dieser Krise profitieren können? Und wen hat das ganze ins Unglück gestürzt?

Review

Von dieser Fortsetzung bin ich schlichtweg enttäuscht. Denn sie hat bis auf den Namen und einige Rückblicke nichts mit der Hauptgeschichte gemeinsam. Ich hatte mir mehr erhofft und vor allem Informationen dazu, wie die Gesellschaft wieder auf die Beine gekommen ist.

Die Charaktere wirkten durchgehend platt und austauschbar, was jetzt für Kurzgeschichten nichts ungewöhnliches ist. Jedoch hatte ich mir wenigstens eine Figur gewünscht, mit der man mitfiebern kann. Leider zog sich dann auch noch die Handlung wie Kaugummi und mir war der Ausgang von dem Ganzen ab einem gewissen Punkt vollkommen gleichgültig.

An sich fand ich die Idee sehr spannend, jedoch wurde sie definitiv auf zu wenigen Seiten erzählt. Hier kommt Elsberg wunderbarer, detaillierter Schreibstil einfach nicht zur Geltung.

Fazit

Alles in allem hatte ich mir mehr Tiefe gewünscht und wahrscheinlich hätte die das alles für mich interessanter gemacht.

Freitag, 14. Juli 2023

#540 Bücherregal - Wer Inklusion will, findet einen Weg. Wer sie nicht will, findet Ausreden.

   

 



Titel
Wer Inklusion will, findet einen Weg. Wer sie nicht will, findet Ausreden.
AutorRaúl Aguayo-Krauthausen
VerlagRowohlt Verlag
GenreSachbuch
Seiten240 Seiten
Meine Bewertung
4,5/5


 Inhalt

Wie sieht es Deutschland in Sachen Inklusion aus? Und was ist überhaupt Ableismus? Warum ist es so wichtig die Betroffenen mitentscheiden zu lassen? Und wie kann es uns gelingen Barrieren abzubauen und eine wirklich inklusive Gesellschaft zu werden?

Review

Der Autor zeigt in diesem Buch wie Inklusion gelingen kann. Zudem erläutert er ausführlich warum diese für unsere Gesellschaft so wichtig. Leider gibt es was das betrifft immer noch zu viele Vorurteile und viele Verantwortliche drücken sich davor diese wirklich anzugehen.

Direkt zu Beginn wird das Oberthema Inklusion und alle dazugehörigen Begriffe leicht verständlich erklärt. Allein deshalb sollte jeder das Buch lesen um zu verstehen warum der Status quo nicht okay ist und sich einige darüber aufregen, dass die Begriffe oft genug im falschen Kontext genutzt werden.

Besonders gut hat mir der sachliche Schreibstil vom Autor gefallen. Er schafft es diverse Themen ohne erhobenen Zeigefinger und nachvollziehbar zu erläutern. Und um seine Thesen zu untermauern lässt er verschiedene Personen in Interviews zu Wort kommen. Dadurch wird das alles von allen möglichen Seiten beleuchtet und zeigt einmal mehr, dass uns allen Inklusion wichtig sein muss.

Vor allem der Abschnitt über die Wohlfahrtsverbände zeigt erschreckend wie wichtig es ist über Inklusion zu reden. Schon seit Jahren versuche ich mein Umfeld über die Missstände aufzuklären und viele sind erschrocken darüber, dass die Realität eben ganz anders als in der Werbung oder auf den Plakaten aussieht. Und dass diese Organisationen teils die vermeintliche Inklusion für ihren eigenen Profit ausschlachten und diejenigen noch mehr an den Rand der Gesellschaft drängt. Dort werden diese dann mit aller Macht gehalten, damit diese als Einnahmequelle dem System erhalten bleiben. Das heißt eine richtige Integration in den 1. Arbeitsmarkt findet nicht statt. Leider wird das von vielen Firmen unterstützt, die mitunter auch noch versuchen ihr Image damit zu verbessern. Und dem Kunden wird dann suggeriert, dass sie etwas Gutes bei dem Kauf von dem Produkt leisten.


Fazit

Im Buch wird immer wieder gezeigt wie wichtig es ist Betroffene in Entscheidungsprozesse einzubinden. Und der Titel fasst wunderbar den Inhalt zusammen. Von mir gibt es aus den oben genannten Gründen eine klare Leseempfehlung, denn Inklusion geht uns alle an.

Mittwoch, 12. Juli 2023

Lesemonat April 2023

    



Guten Morgen,

Endlich habe ich es einmal geschafft den Lesemonat fertig zu schreiben. Im April hatte ich relativ viele Termine und dementsprechend viel zu erledigen. Wirklich viel gemalt hatte ich nicht, dafür hatte ich es endlich einmal geschafft ein paar dicke längere Hörbücher in Angriff zu nehmen.
  • Wer Inklusion will findet Wege von Raúl Aguayo-Krauthausen, 4,5 von 5 Sternen 
  • Strafsachen von Elisa Hoven und Thomas Wiegend, 4,5 von 5 Sternen 
  • The night circus von Erin Morgenstern, 3 von 5 Sternen 
  • Der Schwarm von Frank Schätzing, 4 von 5 Sternen 
  • Der nasse Fisch von Volker Kutscher, 4 von 5 Sternen

Bücher | 2.536 Seiten | 507 Seiten/Buch | 85 Seiten/Tag
Comic | - Graphic Novel | - Light Novel | - Manga
durchschnittliche Bewertung: 4/5
Verlage: 4
bereiste Länder: 5
Genre: 6(1xFantasy, 1xKrimi, 2xSachbuch, 1xScience-Fiction)

Highlight: Wer Inklusion will findet Wege von Raúl Aguayo-Krauthausen, 4,5 von 5 Sternen
Strafsachen von Elisa Hoven und Thomas Wiegend, 4,5 von 5 Sternen 
Flop: -

In „Wer Inklusion will findet Wege“ von Raúl Aguayo-Krauthausen geht es um genau das, was einem der Titel des Buches verspricht. Anhand von vielen Interviews und Beispielen zeigt einem der Autor wie es möglich ist die Inklusion in Deutschland voran zubringen. Mir hat es wirklich gut gefallen, dass der Autor das Thema aus allen möglichen Perspektiven beleuchtet hatte.

Strafsachen“ von Elisa Hoven und Thomas Wiegend geht der Frage auf den Grund, ob unser Recht wirklich gerecht ist. Hier wird unter anderen die Problematik der Grenzziehung und neuer Wertvorstellungen bei altem Recht diskutiert. Mir hat das Buch wirklich gut gefallen und es zeigt einmal mehr wie wichtig es ist Gesetze klar zu definieren. Es ist wirklich erschreckend, dass das Gesetz immer noch nicht modernisiert und somit den veränderten Lebensumständen angepasst wurde.

Im Fantasyroman „The night circus“ von Erin Morgenstern geht es wie der Titel schon verrät um einen mysteriösen, nächtlichen Zirkus. Mir fiel es aufgrund der vielen Charaktere, Zeitsprünge und Orte schwer den Überblick zu behalten. An sich fand ich die Idee ganz nett mit dem Zaubererduell und Zirkus ganz okay, jedoch hatte mir der Aufbau der Handlung nicht zu gesagt.

Der Schwarm“ von Frank Schätzing beschäftigt sich mit einer Zukunft in der die Bewohner des Meeres quasi zurückschlagen. An sich fällt es mir recht schwer so dicke Schinken zu lesen, weil oft genug haben diese entweder einen sehr ausufernden Schreibstil oder extrem viele Handlungsstränge. Hier den fand ich jedoch recht unterhaltsam und an sich ist die alles durchaus ein realistisch Szenario.

Der nasse Fisch“ von Volker Kutscher ist ein historischer Kriminalroman, der in den 20ern Jahren in Berlin spielt. Der Autor zeichnet ein sehr düsteres Bild von dieser Zeit, was im starken Kontrast zu dem was über diese Zeit bekannt ist steht. Dabei ist es eigentlich vollkommen logisch, dass diese neue, schillernde Nachtleben samt Drogen eine sehr dunkle Schattenseite hat. Mir hat der Auftakt der Reihe definitiv gefallen und hoffentlich kann ich demnächst noch weitere Teile lesen.

Hoffentlich schaffe ich es trotz der vielen Termine in den nächsten Wochen wieder regelmäßiger zu bloggen. Denn wenn ich eins vermisst habe, dann ist es das Schreiben. Momentan liegen hier noch 6 Rezensionen herum, die alle abgetippt werden möchte. Dann habe ich ein paar Filme geguckt, die ich auch noch rezensieren möchte. Und dann fehlen ja noch ein paar Lesemonate.

Und wie war euer Lesemonat? Gerne verlinke ich hier eure Beiträge.

LG