Mittwoch, 8. Juni 2022

#21 Graphic Novel - Monstress Band 4-5

 






TitelMonstress
AutorStory: Marjorie Liu, Zeichner: Sana Takeda
VerlagCross Cult
GenreFantasy/Horror/Mystery
FormatSoftcover
Meine Bewertung
3/5

 Inhalt

In einem asiatischen Matriarchat um 1900 geht es um Maiko, die versucht mit den Folgen des Krieges klar zu kommen. Sie ist Teenagern und hat eine psychische Verbindung mit einem Monster, welches nicht nur eine Bedrohung für sie sondern scheinbar auch für alle anderen darstellt. Dadurch wird sie in einen Krieg involviert, der zwischen Zauberinnen und magischen Kreaturen herrscht.

Rezensionen

Rezensionen zu Band 1-3

Band 4:

Maika und Corvin machen sich auf die Suche nach Kippa und erstere stößt dabei auf jemanden aus ihrer Vergangenheit.

Die Zeichnungen sind mal wieder fantastisch und es ist wirklich schön zu sehen wie harmonisch diese sind. Die Farbauswahl passt perfekt zur Handlung und unterstreicht die bedrohliche Stimmung.
Dieses Mal geht es wieder hauptsächlich um den Weltenaufbau und somit lernt man eine Menge über die Gesellschaft und die Politik. Es ist wirklich schön mal wieder eine so facettenreiche und komplexe Geschichte zu haben, in der man viele interessante Details entdecken kann.

Was mir jedoch weniger gefallen hatte an dem ganzen war die Menge an Informationen auf relativ wenigen Seiten. Oft hatte ich das Gefühl als wäre alles wichtige für die Story in diesen Band gepackt wurden, damit man als Leser die Welt ein wenig besser verstehen kann. Jedoch hat das alles bei mir das Gegenteil bewirkt und ich musste manche Seiten mehrfach lesen um wirklich alles relevante behalten zu können. Es ist nun einmal sehr politisch geworden und da es eine Menge neue Charaktere gibt, fiel es mir schwer alles richtig zuzuordnen. Manchmal hatte ich schlichtweg das Gefühl als wäre in den ersten drei Bänden nichts relevantes passiert und als hätte man versucht genau das hier zu ändern.

Mir hat dieser Band jetzt eher weniger gefallen, weil ich mich beim Lesen oft überfordert gefühlt hatte. Deshalb gibt es auch nur 2 von 5 Sternen und ich hoffe, dass die nachfolgenden Bände weniger textlastig sein werden.

Band 5:

Der Krieg zwischen der Federation und der Arcanics beginnt.

Man erfährt eine Menge über die Welt und warum überhaupt Krieg ist. Leider ist deshalb auch dieser Band sehr textlastig und einige Seiten musste ich deshalb mehrfach lesen. Es ist halt mittlerweile relativ schwer den Überblick zu behalten, da alles Schlag auf Schlag geht und ständig der Ort, die Zeit oder die Perspektive gewechselt wird. Zudem tauchen immer mehr mehr neue Charaktere auf, die teils neue, kaum einschätzbare Gefahren mit sich bringen.

Dieses Mal spielt vor allem Maikas Vergangenheit eine große Rolle und was das betrifft frage ich mich, wohin das alles führen wird. Es ist alles in allem eine sehr bedrückende Stimmung und ich habe das ungute Gefühl, als würde das kein gutes Ende nehmen. Es ist immer noch unklar wer nun gegen wen kämpft und was für Ziele verfolgt werden.

Am meisten freue ich mich darüber, dass hier Magie zum Einsatz kommt. Hier dem Band würde ich jetzt nur 3 von 5 Sternen, da mich der Informationsschwall schlichtweg überfordert hat. Trotzdem freue ich mich unheimlich auf den 6. Band und kann es kaum erwarten diesen endlich zu lesen.  

Sonntag, 5. Juni 2022

#463 Bücherregal - Make your art no matter what(Kurzrezension)

 


Titel(Englisch)Make your art no matter what
AutorBeth Pickens
VerlagChronicle Books
GenreRatgeber/Nonfiction
Seiten208 Seiten
Meine Bewertung
3/5


 Inhalt


Artist Couch Beth Pickens gibt in diesem Buch hilfreiche Tipps dazu, wie man als Künstler besser mit den alltäglichen Problemen zurecht kommt. Wie schafft man es sic regelmäßig Zeit für seine künstlerischen Aktivitäten einzuplanen und sich nicht von anderen Sachen ablenken zu lassen? Wie geht man mit der Angst um nicht gut genug zu sein?

Review

Endlich mal ein Ratgeber für Künstler, von dem ich mich verstanden fühle und auch tatsächlich wiederfinde. Hier werden die gängigen Probleme von Künstlern gezeigt.

Wirklich hilfreich fand ich das Kapitel zu dem Thema Finanzen, denn Probleme diesbezüglich betreffen wirklich viele Menschen. Speziell bei Künstlern schaffen es wirklich wenige genug zu verdienen um tatsächlich etwas zurückzulegen für Zeiten mit weniger Aufträgen und deshalb haben viele einen Brotjob. Es gibt leider ein paar Ratgeber die suggerieren, dass es jeder zu etwas großes schaffen kann und man es nur wollen muss. 

Auch um das Thema Trauer geht es und wie man diese zum Beispiel für sich selbst nutzen kann. Immer wieder wird gezeigt wie unterschiedlich Inspirationsquellen sind und manche Projekte einen richtig gehend lähmen können. Was an sich vollkommen okay ist, man muss sich nicht alles künstlerisch erarbeiten und manchmal reicht es aus das alles dann ein klein bisschen anders anzugehen. Oder sich Hilfe zu holen, damit einem der Umgang damit etwas leichter fällt.

Und dann gibt es noch ein Kapitel über Einsamkeit, bei dem ich mich mehrfach wiedergefunden hatte. Schließlich sitze ich oft lange alleine an Projekten und bin dann meist sehr konzentriert bei der Arbeit. Und dann ist es immer wieder ganz schwierig unter Leute zu gehen und sich auf andere Sachen einzulassen.

Das letzte Kapitel über Gott und Spiritualität hatte ich übersprungen, weil es einfach nicht meins ist. 
Während dem Lesen merkt man leider immer wieder, dass das Buch nicht von einem Künstler geschrieben wurde. Zwar berät die Autorin diese in Sachen Lebensfragen und allem, aber manche Sachen muss man selbst durchlebt haben um die richtigen Ratschläge geben zu können. Zumal die Probleme meist nur sehr oberflächlich angekratzt werden und mehr auch nicht.

Fazit

Obwohl ich einige nützliche Tipps finden konnte, gebe ich dem Buch nur 3 Sterne. Mir war der Ratgeber speziell für Künstler schlichtweg zu allgemein gehalten.

Freitag, 3. Juni 2022

#462 Bücherregal - Ein Grab für zwei

   


TitelEin Grab für zwei(Teil 10 der Reihe Herbie Feldmann)
AutorRalf Kramp
VerlagKBV
GenreKrimi/Lokalkrimi/Eifelkrimi
Seiten340 Seiten
Meine Bewertung
4/5

 Inhalt

Ausgerechnet zu einer Tankstelle wird Herbie gelotst um seine Tante Hettie mal wieder abzuholen. Doch was wollte sie in dort, denn weder Sprit noch aktuelle Zeitungen gibt es dort zu kaufen? Und wer kommt bei so einer heruntergekommenen Tankstelle bloß auf die Idee die Waschanlage zu benutzen?  Zu allem Übel muss er dann mit seinem Begleiter Julius den Job vom Inhaber übernehmen, der sich im Krankenhaus befindet. Und bei einem sind sich die beiden sicher, dass hier etwas ganz schön faul ist. Zufälligerweise wird zeitgleich ein Skelett in der Nähe gefunden, weshalb der Bauer direkt denkt es handle sich um eine alte Römervilla tief unter seinem Feld. 

Review

Besonders gut hat mir das ganze Lokalkolorit gefallen, da ich selbst in der Nähe von Blankenheim aufgewachsen bin. Natürlich gibt es den stereotypischen Eifler Bauer mit irgendwelchen fragwürdigen Theorien. Und die alte Frau, die ihre Nase überall reinsteckt und mit allen Wassern gewaschen ist darf natürlich auch nicht fehlen. Passend dazu geht es um diverse Familienintrigen und die Spekulationen darum, schließlich braucht der Mensch auf dem Lande so etwas zur eigenen Unterhaltung. Gefühlt wird hier kein Klischee ausgelassen, was ich absolut nicht schlimm finde. Manche Autoren schaffen es einfach wunderbar mit denen zu spielen und Dinge so überspitzt darzustellen, dass es witzig und alles andere als herablassend wirkt. 

Die Geschehnisse konnte ich mir richtig gut vorstellen, da sie wunderbar zu der Kulisse passen. Rund um Blankenheim die Gegend ist nun einmal sehr verlassen und jeder kennt jeden. Weshalb die einzelnen oft sehr bemüht darum sind ihr Gesicht zu wahren.

Der lockere, leichte Schreibstil durchtränkt mit tiefschwarzen Humor führt einen wunderbar durch die Handlung. Zudem trumpft diese nicht mit spektakulären, blutigen Mordfällen geschweige denn Taten auf. Dadurch passt das alles wunderbar zu dem Handlungsort und wirkt allgemein dadurch und wegen dem Handlungsaufbau in sich schlüssig. Schließlich passen ja solche Kleinganovengeschichten gut aufs Land und zu einer Hofanlage, die gefühlt im nirgendwo liegt. 

Und das ausgerechnet Herbie darüber stolpert wundert mich da wenig. Er scheint nicht viel über die Auswirkungen seiner Taten nachzudenken und es ist schon sehr fragwürdig, wie er sich in diesem Buch verhält. Ich konnte mir das total gut bildlich vorstellen, wie ausversehen in irgendetwas reinstolpert und anstatt sich schnell aus dem Spinnennetz zu befreien sich immer weiter darin verheddert. Und das nur weil seine Neugierde viel zu groß ist.

Der einzige Kritikpunkt meinerseits ist, dass hier schlichtweg zu viele Namen auftauchen. Deshalb fiel es mir anfangs sehr schwer die einzelnen Charaktere auseinanderzuhalten und das obwohl diese oft sehr einprägsame Spitznamen haben. Mir fällt es ohnehin sehr mir Namen zu merken und deshalb war ich ganz froh über diese Spitznamen. Als ich mir dann endlich einmal merken konnte wer denn nun wer ist, hatte mir das Lesen richtig Spaß gemacht. 


Fazit

Alles in allem ist es ein eher lustiger, unblutiger Krimi, der viele Klischees über die Eifel bedient. Man kann ihn auf alle Fälle gut ohne Vorwissen lesen. Mich hat er definitiv gut unterhalten, weshalb ich so schnell wie möglich einen weiteren Teil der Reihe lesen möchte. 

Mittwoch, 1. Juni 2022

#62 Booktalk - Todesmal

  Hallo,

im April hatte ich den Thriller "Todesmal" von Andreas Gruber gehört und heute gibt es dazu den passenden Booktalk. Hieber handelt es sich um den 5. Teil der Reihe rund um den Ermittler Marteen S. Sneijder.




Ausgerechnet den BKA-Beamten Maarten S. Sneijder möchte die Nonne sprechen, der aber vor kurzem gekündigt hatte. Niemand anderem möchte ich sie verraten, wie sie vor hat in den nächsten 7 Tagen 7 Menschen umzubringen. Genau das macht Sneijder neugierig und so versucht er zusammen mit Sabine Nemez näheres herauszubekommen. Und allem Anschein nach ist vor längerem etwas schreckliches passiert.

TW: Missbrauch, brutale Morde

An sich ist es definitiv ein spannender Krimi, trotzdem brauchte ich mehrere Anläufe um das Buch zu Ende zu lesen. Das erste Drittel ist schlichtweg voller Längen und die Handlung wirkt doch sehr abstrus ohne die Erklärungen, die erst zum Schluss geliefert werden. Dadurch ist mir auch erst im Nachhinein aufgefallen, dass die Geschichte in sich stimmig ist und es enorm wichtig ist bei solch komplexen Fällen alle notwendigen Hinweise zu finden. Einige davon sind sehr gut versteckt, weshalb man wirklich aufmerksam lesen bzw. zuhören muss. Wie man wahrscheinlich erahnen kann erfolgt der Spannungsaufbau eher langsam und man kann ganz gut miträtseln. Es ist auf jeden Fall schön zu sehen, dass der Geschichte den nötigen Raum bekommen hat um sich voll zu entfalten und als ich erst einmal in der Story drin war kam mir das Hörbuch gar nicht mehr so lang vor.

Vor allem die Ermittler fand ich sehr interessant und bisher habe ich noch keine Krimis mit einem Joint rauchenden, extrem eigenwilligen und arroganten Ermittler gelesen. An all das musste ich mich erst gewöhnen. Das Katz' und Maus Spiel zwischen denen und dem oder die Täter hat mir total gut gefallen. Man weiß schon recht früh, dass 7 Menschen sterben sollen und es an den Ermittlern liegt diesen Rachefeldzug beenden. Dadurch war ich die ganze Zeit gespannt darauf, ob sie das trotz widriger Umstände schaffen können. 

Wie der Klappentext verrät handelt es sich beim Täter um eine Nonne, wobei man nicht so ganz weiß ob sie alleine handelt. Obwohl ich schon sehr viele Thriller gelesen habe, hatte ich noch keinen mit so einer Täterin und deshalb war ich richtig gespannt darauf wie sie dargestellt wird und vor allem wie sie vorgehen wird. Völlig überrascht hatte mich in diesem Zusammenhang, dass ich ihre Beweggründe vollkommen nachvollziehen kann. Und das obwohl ich so ein Verhalten absolut nicht okay finde.

Die Geschichte an sich fand ich total beängstigend, da man ja die Mauer des Schweigen hinter der solche grausamen Taten versteckt gehalten werden nur zu gut kennt. Und es hat mich dann doch sehr überraschend, dass es auch der Rachefeldzug in sich hat und mich einige Male zum schaudern brachte. All das was passiert wirkt bis zur letzten Minuten durch orchestriert und da hatte ich mich schon gefragt, ob die Nonne das nur sehr gut recherchiert oder tatsächlich im Vorfeld ausprobiert hatte. Schließlich passiert das in recht rasender Geschwindigkeit und dafür muss einfach jedes Zahnrad exakt in das nächste greifen.

Zwischendurch gibt es immer mal wieder Kapitel aus der Sichtweise einer anderen Person, die an für sich erst nach einiger Zeit Sinn ergeben.

Um das Buch war ich schon längere Zeit allein wegen dem Cover herum geschlichen. Ich mag es, wenn Thriller einen schwarzen Hintergrund haben und dann ein einzelnes Motiv drauf gedruckt wurde samt gut lesbarer Schrift. Hier wurde eine türkise Schlange ausgewählt, die finde ich sehr gut zur Atmosphäre passt. Es sieht halt an sich recht edel aus und Schlangen gelten ja als listige Tiere.
Angenehm fand ich auch die vielen lustigen Szenen, die all das ziemlich aufgelockert haben ohne es ins lächerliche zu ziehen. 

Neben den vielen Längen am Anfang ist ein weiterer Kritikpunkt die Darstellung der Ermittler. Mit wirklicher Polizeiarbeit hat das wenig gemeinsam und man merkt, dass das alles auf das Genre "Thriller" zurechtgebogen wurde. Hier hätte ich mir an manchen Stellen die Devise "weniger ist mehr" gewünscht.

Die Reihe möchte ich definitiv weiter verfolgen und dieser Teil ist definitiv ohne Vorwissen gut lesbar. Aus dem Grund gebe ich dem Buch 4 von 5 Sternen.

Kennt ihr das Buch und wenn ja, wie findet ihr es?

Liebe Grüße