Freitag, 5. Juli 2024

#571 Bücherregal - Stoppt Ableismus!

       

 




TitelStoppt Ableismus!
AutorAnne Gersdorff, Karina Sturm
VerlagRowohltverlag
GenreSachbuch
Seiten288 Seiten
Meine Bewertung
4/5

Ich bedanke mich hiermit recht herzlichst bei Netgalley.de für das Bereitstellen eines Rezensionsexemplars.

 Inhalt

Was ist Ableismus überhaupt? Und wie kann es sein, dass nach wie vor 15 % der Gesellschaft ausgeschlossen werden? Wie begegnet man Behindertenfeindlichkeit im Alltag und wie kann man diese nach und nach abbauen? Nach wie vor nehmen viele Behinderte am gesellschaftlichen Leben nicht teil und das liegt nicht nur an den paar Stufen vorm Gebäude, die eventuell ein Hindernis darstellen könnten. Warum fällt es der Mehrheitsgesellschaft nur so schwer Barrieren abzubauen?

Review

Obwohl ich mich als Betroffene relativ gut in dem Thema auskenne, konnte ich eine Menge Neues lernen. Und selbst wenn man noch ganz neu in dem Thema ist: Die Autorinnen erklären alles leicht verständlich und nachvollziehbar.

Der Begriff Ableismus wird sehr ausführlich erklärt und es wird gezeigt warum jeder Behindertenfeindlichkeit verinnerlicht hat. Es ist nun einmal sehr tief in unserer Gesellschaft verankert und es wird durch bestehende Systeme verstärkt. Förderschulen und Werkstätten bilden Paralellwelten und helfen dabei Behinderte unsichtbar zu halten. Was das betrifft hilft definitiv nur ein Ausbruch aus dem System und somit ein umdenken.

Die Autoren nutzen allerhand Daten um die Probleme zu verdeutlichen. Zudem machen Geschichten Betroffener das alles greifbarer. Barrierefreiheit hat unglaublich viele Facetten und wie hier im Buch gezeigt wird, wird es meist zu kurz gedacht.

Fazit

Die Autorinnen zeigen wo man was verändern sollte um Behinderte besser zu integrieren. Das Buch kann ich jedem uneingeschränkt empfehlen.

Montag, 1. Juli 2024

#570 Bücherregal - Der 1. Patient

 




 






TitelDer 1. Patient(Eberhardt und Jarmer: 4. Fall)
AutorFlorian Schwieker, Michael Tsokos
VerlagDroemer Knaur
GenreJustizkrimi
Seiten352 Seiten
Meine Bewertung
4/5


Ich bedanke mich hiermit recht herzlichst bei Netgalley.de für das Bereitstellen eines Rezensionsexemplares.


 Inhalt

Bei einer Routineoperation unterläuft der Ärztin ein folgenschwerer Fehler und der Patient verstirbt. Die nötigen OP-Vorbereitungen hatte wie sonst auch eine KI übernommen und die Ärztin hatte nicht noch einmal drüber geguckt, ob tatsächlich alle notwendigen Informationen berücksichtigt wurden. Aufgrund der Anklage wendet sie sich nun an den Strafverteidiger Eberhardt, den der Fall vor ganz neue Herausforderungen stellt. Hat nun die KI oder die Ärztin Schuld?

Review

Das Buch kann ohne Vorwissen gelesen werden.
Die Handlung ist dank vieler überraschender Wendungen und ständiger Perspektivwechsel durchgehend spannend. Zudem sind die Kapitel recht kurz gehalten und das sind Gründe, warum ich das Buch kaum auf Seite legen konnte. 

Der Schreibstil ist knapp und sachlich, was das alles sehr kurzweilig macht. Dadurch fehlt an vielen Stellen die emotionale Ebene und entweder man mag so etwas oder eben nicht. Mir gefällt es, wenn Krimis keinen verschnörkelten, ausuferndern Schreibstil haben. Das einzige was mir wirklich gefehlt hatte war die Nähe zu den Charakteren.

Beim Lesen habe ich immer wieder gemerkt, dass die Autoren im Gerichts- bzw. Sektionssaal arbeiten. Es gibt immer wieder kleine Details im Laufe der Handlung aus dem jeweiligen Berufsleben, die das verraten. Dieses Mal steht der Gerichtsprozess im Vordergrund und ich hatte deshalb etwas die Gerichtsmedizin vermisst. 

Mich hatte vor dem Lesen vor allem das Thema KI gereizt. Dadurch gibt es mal eine ganz ungewöhnliche Tatverdächtige, die viele Fragen aufwirft. Wie ermittelt man in so einem Fall? Und kann man demjenigen trauen, der einem die notwendigen Daten von der KI zur Verfügung stellt? An sich geht es die ganze Zeit um die Frage, ob KI in der Medizin sinnvoll ist und wer dafür die Verantwortung trägt?


Fazit

Die Handlung wirkt alles in allem schlüssig und die Sachverhalte werden nachvollziehbar für den Laien erklärt. Mir hat das Buch besonders gut gefallen, da es um ein aktuelles Thema geht und eins, welches nicht schon 1.000 Mal erzählt wurde.

Montag, 24. Juni 2024

#569 Bücherregal - Im Gleichschritt stark



 


Quelle: https://netgalley.de


TitelIm Gleichschritt stark(3. Band)
AutorJörg Reibert
VerlagGmeiner Verlag
GenreKrimi, Historischer Roman
Seiten320 Seiten
Meine Bewertung
3,5/5

 Inhalt

Kommissar Reinicke begegnet ausgerechnet dem SA Mann Bachmann während den Krawallen auf dem Kurfürstendamm. Dieser hätte eigentlich laut Reinicke für immer hinter Gittern gehört, doch leider wurde er begnadigt. Kurze Zeit später wird er dann nach Nürnberg gerufen, denn Bachmann war nach einer durchgezechten Nacht neben einer Leiche in der Nähe vom Reichsparteitag in Nürnberg aufgewacht.

Review

CN: Folter, Gewalt

Das Buch kann ohne Vorwissen gelesen werden.
Durchgehend herrscht eine beklemmende und düstere Stimmung und ich hatte buchstäblich mit allen Grausamkeiten gerechnet. Denn der Polizeiapparat verliert immmer mehr an Macht, während die SA an Macht gewinnt und sich nicht davor scheut das auf brutale Weise zu demonstrieren. Passend zu dieser Thematik und dem vorigen Teil gibt es wieder erschreckende Vorkommnisse.

Unter anderen hat mir gut gefallen, dass ich eine Menge über die Zeit und den Reichsparteitag in Nürnberg lernen konnte. 

Reinicke arbeitet bei der Polizei und ihm wird immer mehr vorgegeben, gegen wen er ermitteln darf und gegen wen nicht. Ihm passt das natürlich gar nicht, jedoch kann er sich nicht dagegen zur Wehr setzen ohne schlimme Konsequenzen fürchten zu müssen. Zudem wird er mal wieder mit dem SA-Mitglied Bachmann konfrontiert und der ist ihm ohnehin ein riesiger Dorn im Auge. Während dem Lesen konnte ich eine Menge über die Gedankenwelt der beiden grundverschiedenen Menschen lernen.


Fazit

Alles in allem handelt es sich um einen eher ruhigeren Krimi, der es aber dank der Gewaltexzesse der SA und der Judenverfolgung ganz schön in sich hat.

Sonntag, 9. Juni 2024

#568 Bücherregal - Vöglein schweigt

  



 




TitelVöglein schweigt(Grimm Thriller Band 2)
AutorElias Haller
VerlagEdition M
GenreThriller
Seiten381 Seiten
Meine Bewertung
4/5


Ich bedanke mich hiermit recht herzlichst bei Netgalley.de für das Bereitstellen eines Rezensionsexemplares.


 Inhalt

Angeblich gibt es ein Video darüber, wie ein Mann durch einen Berliner Wald gejagt wird. Und ausgerechnet die ermordete Familie von Nora Rathmann soll darin involviert sein. Aus dem Grund macht sie sich auf die Suche nach der Wahrheit. Denn scheinbar gibt es tatsächlich im Darknet eine Organisation, die nach und nach Grimms Märchen mithilfe von Morden nacherzählt. Zeitgleich nutzt ein Mann Frauen um das Märchen Fitchers Vogel nachzuerzählen.

Review

CN: brutale Morde, Folter

Vorweg möchte ich gerne darauf hinweisen, dass man bei dieser Trilogie mit dem ersten Band starten sollte. Ansonsten fehlen einem wichtige Hintergrundinformationen. Das Buch konnte ich beim Lesen kaum auf Seite legen, so sehr hatte mich die Handlung gefesselt. Ich wollte schlichtweg wissen wie es weitergeht und ob sich alles noch zum Guten wenden wird. 

In diesem Teil konnte ich jede Menge erschreckende Details über die Organisation "Grimm" lernen. Es geht wieder einmal um menschliche Abgründe und dass nichts so ist, wie es auf den 1. Blick scheint. Nora Rathman wird mal wieder gezeigt, dass Misstrauen gegenüber anderen Menschen angebracht ist. Sie ist nach wievor im Fadenkreuz von Grimm, jedoch glaubt ihr das keiner. Denn andere halten diese für ein Mythos und somit ist Nora laut ihnen auch nicht in Gefahr. Deshalb will Nora unbedingt die Existenz von so einer Organisation beweisen.

Dank dem leicht verständlichen Schreibstil bin ich nur so durch die Seiten geflogen. Ich konnte mir sowohl die Handlung als auch die Charaktere gut vorstellen. Um keine Hinweise auf den Täter zu verpassen musste ich sehr aufmerksam lesen. Die vielen Wendungen und die hohe Handlungsgeschwindigkeit halten die Spannung aufrecht.

Wie zu erwarten endet das Buch mit einem gewaltigen Cliffhanger und am liebsten würde ich direkt mit dem nächsten Teil fortfahren. 

Fazit

Mir hat das Buch alles in allem gut gefallen, auch wenn es mir an manchen Stellen zu viel Folter war.

Sonntag, 2. Juni 2024

#567 Bücherregal - Rotkäppchen lügt

 



 






TitelRotkäppchen lügt(Grimm Thriller Band 1)
AutorElias Haller
VerlagEdition M
GenreThriller
Seiten396 Seiten
Meine Bewertung
4/5


Ich bedanke mich hiermit recht herzlichst bei Netgalley.de für das Bereitstellen eines Rezensionsexemplares.


 Inhalt

Nora Rathmann ist zuständig für die Korruption innerhalb vom LKA Berlin und hat somit viele Feinde. Als sie gegen den ehemaligen LKA-Präsidenten ermittelt, beginnt eine unglaublich brutale Mordserie mitten in Berlin. 

Review

CN: sehr viele brutale Morde

Das Buch konnte ich kaum auf Seite legen, so sehr hatte mich die Handlung in ihren Bann gezogen. Die Zeit verflog nur so beim Lesen. 

Die Handlung ist definitiv nichts für zartbesaitete, wie man allein schon an der Content Note erkennen kann. Der Autor interpretiert die Grimms Märchen auf sehr bestialische Art und Weise neu und führt einem damit menschliche Abgründe vor Augen. Es herrscht durchgehend eine angespannte und bedrückende Atmosphäre. 

Die Taten werden immer heftiger und der Fall an sich ist sehr verzwickt. Ich musste sehr gut aufpassen um manche Hinweise auf den Mörder nicht zu überlesen. Die Handlungsgeschwindigkeit ist typisch für einen Thriller dank der vielen, raschen Szenenwechsel recht hoch und das hält die Spannung oben.
Hierbei handelt es sich um den Auftakt einer Reihe und somit lässt die Auflösung des Ganzen auf sich warten. Ich habe auf alle Fälle richtig Lust darauf bekommen die Fortsetzungen zeitnah zu lesen um herauszufinden, warum Menschen auf diese Art sterben mussten. 


Fazit

Für meinen Geschmack waren es zu viele Charaktere und zu viel Gemetzel, weshalb ich dem Ganzen einen Stern abziehe. Trotzdem freue ich mich auf die Fortsetzung, unter anderem weil ich auf die Auflösung des Ganzen gespannt bin. 

Freitag, 24. Mai 2024

#71 Manga - Siúil, a Rún Band 10-11, Bonusband

  




Titel(Deutsch)Siúil, a Rún – Das fremde Mädchen
Titel(Englisch)The girl from the other side: Siúil, a Rún 
AutorNagabe
VerlagTokypop
GenreDark Fantasy/Horror
Bände11+Bonusband(abgeschlossen)
Meine Bewertung
5/5

 Inhalt

Das Land ist schon seit Ewigkeiten in zwei Hälften geteilt. In dem inneren Teil leben die Menschen geschützt durch eine hohe Mauer, während in dem äußeren Teil die Außenseiter leben. Ein Fluch hat diese in groteske Gestalten verwandelt. Wenn man diese berührt geht der Fluch auf einen über und man wird zu einem von ihnen. Einer hat es sich zur Aufgabe gemacht sich aufopferungsvoll um ein kleines, blondes Mädchen zu kümmern. Kann er dieses vor dem Fluch beschützen, obwohl er selbst ein Außenseiter ist?


Review

#10. Band: 

Der Fremde erlangt langsam die Erinnerung an seine Verwandlung und somit auch an sein voriges Leben zurück. Im Wald trifft er zudem auf die Reste von Shiva.
In diesem Band habe ich eine Menge über den Fluch und Shiva gelernt. Und wenn ich ganz ehrlich zu mir selbst bin, dann hätte ich gerne auf dieses Wissen verzichtet. Die Geschichte an sich ist schon sehr beklemmend und düster und ist nun noch düsterer geworden. Da ich nichts spoilern will, belasse ich es bei dieser kurzen Rezension.  An sich war es klar, dass die Auflösung des Ganzen was ziemlich herzzereissendes ist. Aber mit all dem habe ich nun nicht gerechnet gehabt und ich hoffe der 11. Band wird nicht noch brutaler.

#11. Band: 


Nun gibt es kein Zurück mehr und der Fremde muss sich endlich entscheiden. 
Wie schreibt man eine Bewertung von diesem Band ohne zu viel von den Geschehnissen zu verraten? Schon der Klappentext war schon Hinweis genug auf die Tatsache, dass es sehr traurig wird. Und genau das wird es auch. Es gibt selten Manga, die mich emotional so mitnehmen und bei denen ich das weiterlesen bewusst hinaus gezögert hatte bisher. Hier bei der Reihe hatte ich es getan, weil ich einfach nicht loslassen wollte von der glücklichen kleinen Welt, in der sich die beiden trotz der Düsternis um sie herum bewegen. Und es wurde ja in den vorigen Bänden angedeutet, dass diese Traumblase sehr brutal zerschlagen wird. Genau das ist passiert und im letzten Band geht es eigentlich nur noch darum wie die Figuren damit umgehen. Zeichnerisch und von der Erzählweise ist es auf alle Fälle genial gelöst. Ich werde diese Reihe definitiv vermissen, denn sie hat mir alles in allem wirklich sehr gut gefallen. 

#Bonusband: 

Hier werden ein paar Nebengeschichten erzählt. 
Alle Geschichten sind ziemlich unterschiedlich und zeigen den Fremden und Shiva in alltäglichen Situationen. Immer wieder wird klar wie wenig sich der Fremde an ein normales Leben erinnert und wie lange er schon alleine ist. Shiva zeigt ihm grundlegende Dinge, wie schon in der Hauptgeschichte. An sich fand ich die Geschichten vor allem nach dem Ende ziemlich herzerwärmend. Jedoch habe ich nicht ganz verstanden, warum Shiva in auf einmal berühren darf ohne verflucht zu werden.


Rezension Band 1-3

Freitag, 17. Mai 2024

#566 Bücherregal - Bruch: In eisigen Nächte



 

TitelBruch: In eisigen Nächten
AutorFrank Goldammer
VerlagWunderlich 
GenreKrimi
Seiten416 Seiten
Meine Bewertung
4/5


 Inhalt


Bruch und Schauers Kollege der Mordkommission wird in seinem Büro erschossen aufgefunden. Und wie das Schicksal es so will, werden die beiden Kommissare zu einem anderen Tatort gerufen. Dort wurde jemand erschossen und die Täterin befindet sich noch dort. Ausgerechnet Bruch kennt diese junge Frau. Wegen dem Mord an in ihrem Kollegen werden die beiden Kommissare beurlaubt, doch Schauer ermittelt auf eigene Faust.


Review

Während der kompletten Handlung war die Atmosphäre bedrückend und erinnerte mich an ein Horrorbuch. Beide Ermittler wirken aufgrund ihrer Probleme vollkommen fehl in ihrem Beruf und ich hatte mich oft gefragt, wieso ihnen überhaupt das Tragen einer Waffe erlaubt ist. Und genau dieser Punkt finde ich macht das alles sehr spannend, denn es sind beides keine zuverlässigen Erzähler und es ist nie ganz klar, ob sie tatsächlich in der Lage sind die Ermittlungen nicht vollkommen versemmeln. Beide Charaktere sind vielschichtig und haben mein Interesse geweckt.

Die ganze Zeit haben Schauer und Bruch mit sich selbst zu kämpfen und genau das macht den Großteil der Handlung aus. Aus dem Grund kann ich nur empfehlen mit dem ersten Teil der Reihe zu starten um das alles besser verstehen zu können. 

Der Fall ist total verzwickt und definitiv nicht leicht zu durchschauen. Wie bei anderen Büchern vom Autor waren auch hier die Hinweise auf den Täter eher unscheinbar und leicht zu überlesen. Aus dem Grund habe ich hier sehr genau darauf geachtet was alles passiert bzw. erwähnt wird um ja keine Spur zu verpassen. Zudem versucht hier jemand aktiv die Ermittlungen zu verhindern, was die Spurensuche natürlich erschwert. Teilweise gibt es einige Längen, die die Spannung gedämpft hatten. 

Leider endet das alles in einem Cliffhanger, das heißt der Fall ist nicht in sich geschlossen.  


Fazit

Alles in allem hat mir das Buch wirklich gut gefallen und ich freue mich schon auf die Fortsetzung. Allgemein lässt sich über das Buch schreiben, dass es um menschliche Abgründe geht und es sich definitiv um keine leichte Lektüre handelt. Mir gefallen tiefgründige Krimis in denen es hauptsächlich um zwischenmenschliches und innere Dämonen geht.

Freitag, 10. Mai 2024

#565 Bücherregal - Richter jagen besser

 

 

TitelRichter jagen besser
AutorThorsten Schleif
VerlagHeyne
GenreKrimi
Seiten288 Seiten
Meine Bewertung
4/5

 Inhalt

Siggis Mentor wird auf einmal tot in einem Waldstück gefunden. Da er sich dazu verpflichtet fühlt, begibt er sich nach getaner Arbeit als Amtsrichter auf die Suche nach dem Täter. Dabei unterstützt ihn die Journalistin Robin, doch so wirklich traut er seiner Verbündeten nicht. Zudem tritt er ziemlich schnell diversen Menschen bei seiner Recherche auf die Füße unter anderen der russischen Mafia.

Review

Das Buch kann man gut ohne Vorwissen lesen, da alles nötige an Hintergrundinfos im Laufe der Handlung erwähnt wird. Ich hatte das Buch nahezu in einem durchgelesen, weil ich einfach wissen wollte wie das alles ausgeht. 

Es ist erschreckend wie das deutsche Justizsystem funktioniert und dass vor Gericht nicht immer Recht gesprochen wird. An sich hoffe ich, dass nicht alles was das deutsche Justizsystem in diesem Buch betrifft der Wahrheit entspricht.  Die Vetternwirtschaft bei dem Landgericht an dem Buckmann arbeitet, hindert ihn daran für Gerechtigkeit zu sorgen. Trotzdem lässt er sich nicht unterbekommen und das zeigt einfach mal wieder wie wichtig es ist Richter zu haben, die eben nicht klein beigeben. 

Richter Buckmann ermittelt in seiner Freizeit und hat dieses Mal eine Journalistin an seiner Seite, was ein doch eher ungewöhnliches Duo ergibt. Die Handlung wird abwechselnd aus der Perspektive der Beiden erzählt. Sie scheinen komplett andere Ziele zu verfolgen, was das alles total spannend macht. Zudem versucht jemand die Recherchen zu sabotieren und es ist lange Zeit nicht klar warum derjenige genau das macht. Sowohl Buckmann als auch die Journalistin fand ich sympathisch und mir hat das schlüssige Ende gut gefallen. Am liebsten hätte ich sofort weitergelesen, aber die Fortsetzung war zu dem Zeitpunkt noch nicht draußen. Die beiden haben mit ihren Recherchen in ein Wespennest gestochen und ich möchte gerne wissen, was für Konsequenzen das Ganze nach sich zieht.

Der sehr trockene Humor vom Autor hatte mich total gut unterhalten und ich freue mich schon darauf weitere Werke von ihm hoffentlich bald lesen zu können.

Im Taschenbuch gibt es mal wieder einige Leerseiten, was ziemlich ärgerlich ist. 

Fazit

Hierbei handelt es sich um einen leichten Krimi für zwischendurch, den man schnell durchgelesen hat. Gerade der trockene Humor sorgt dafür, dass das doch recht belastende Thema einen nicht ganz so runterzieht.


Mittwoch, 8. Mai 2024

Begründung

 Guten Morgen, 


lange habe ich hin- und herüberlegt, ob ich die lange Pause überhaupt begründen soll. Schließlich will ich ja Privates nicht auf dem Blog haben, jedoch komme ich dieses Mal nicht drum herum. 

Ende letzten Jahres habe ich etwas miterlebt, was mich doch mehr mitgenommen hatte als gedacht. Plötzlich stand meine komplette Welt Kopf und jedes einzelne Hobby löste bei mir Panik aus. Es gibt nach wie vor Hobbys, die ich immer noch nicht ausüben kann und bei einigen muss ich nach kurzer Zeit schon eine Pause einlegen. Das gehört leider zum Heilungsprozess dazu, dass es eben nicht von heute auf morgen besser wird und es alles seine Zeit braucht. 

Solche Erlebnisse führen zwangsläufig dazu, dass man Dinge im Leben neu einordnet und Prioritäten anders setzt. Und genau an dem Punkt bin ich momentan. Ich probiere Sachen aus, die ich vorher nie getan hätte. Und ich versuche den Blick nach vorn zurichten, denn bald beginnt ein ganz neuer Lebensabschnitt auf den ich mich freuen kann.

Für den Blog hatte ich einige Zeit vor dem was passiert war Rezensionen vorgeschrieben. Die muss ich nur noch abtippen und online stellen. Als nächstes kommen dann die Rezensionsexemplare dran. 

Beiträge werden wohl wieder regelmäßig online kommen, aber in weit aus geringerer Schlagzahl als vorher. 


Viele Grüße


Pea

Sonntag, 10. Dezember 2023

#564 Bücherregal - Trümmermädchen(Kurzrezension)

  


TitelTrümmermädchen
AutorLilly Bernstein
VerlagUllstein Verlag
GenreHistorischer Roman
Seiten512 Seiten
Meine Bewertung
4/5


 Inhalt


Anna lebt 1941 bei ihrer Tante und ihrem Onkel in Köln, diese betreiben zusammen eine Bäckerei. Erst wird ihr Onkel in den Krieg einberufen und dann wird auch noch die Backstube bei einem Luftangriff zerstört. Anna und ihre Tante müssen fortan noch mehr um Geld und Lebensmittelkarten kämpfen als ohnehin schon. Denn wenn eins knapp ist in der Stadt, dann sind es Lebensmittel. Weil sich Anna nicht anders zu helfen weiß schließt sie sich einer Schwarzmarktbande an. Und als wäre das neben den ganzen Luftangriffen noch nicht genug, verguckt sie sich in jemanden.

Review

Hier wird der II. Weltkrieg aus Sicht eines Grundschulkindes erzählt, was definitiv eine interessante Erzählerwahl ist. All das was in diesen Jahren passiert lässt Anna schlagartig Erwachsen werden und das merkt man an den gewählten Worten, denn all die kindlichen Umschreibungen verschwinden mit der Zeit.

Unter anderen aufgrund der zur Handlung passenden, einfachen Erzählweise hatte ich das Buch innerhalb von kurzer Zeit durchgelesen. Zudem hatte mich das Schicksal der kleinen Familie berührt und ich wollte wissen wie das alles ausgeht. Vor allem die Abschnitte über den Hungerwinter gingen unter die Haut. Die Autorin hat es definitiv geschafft diese schreckliche Zeit lebendig werden zu lassen. Hier wurde nichts beschönigt und es herrschte ein ständiger Kampf ums Überleben. Aus dem Grund musste ich das Buch einige Male auf Seite legen.

Leider waren einige Stellen sehr repetitiv, weshalb ich einen Stern abziehe. Einiges wurde gefühlt 1.000 Ma betont und das war mir schlichtweg ein paar Mal zu oft.

Fazit

Alles in allem hat mich das Buch nachdenklich gestimmt. Ich habe ja schon einige historische Romane über diese Zeit gelesen, aber noch recht wenige aus der Sicht eines Kind. Für mich ist es immer beeindruckend, wenn Autoren es schaffen authentische Geschichten aus dieser Sicht verfassen zu können. Und genau das hat die Autorin definitiv geschafft, denn die Geschichte wirkte sehr realistisch.

Freitag, 8. Dezember 2023

#563 Bücherregal - The cat who saved books(Kurzrezension)

      




TitelThe cat who saved books
AutorSosuke Natsukawa
VerlagHarpervia
GenreRoman
Seiten198 Seiten
Meine Bewertung
3/5

 Inhalt

Rintaro erbt von seinem Opa einen Secondhandshop für Bücher. Gerade als er diesen schließen will begegnet ihm eine sprechende Katze. Diese bitttet ihn darum einsame und ungeliebte Bücher mit der Katze zusammen zu retten. Rintaro ahnt zu diesem Zeitpunkt noch nicht, dass diese Katze ihn zu mehreren Abenteuern mitnehmen wird.

Review

Hauptsächlich geht es hier um Freundschaft, Verlust, Mut und die Liebe zu Büchern. Ich hätte liebend gerne mehr über die Abenteuer erfahren, auf die sich der Junge begibt.

Mit dem Buch hatte ich mir richtig schwer getan und ich war mir die ganze Zeit unsicher, ob ich es wirklich zu Ende lesen sollte. Es war total schwer eine Bindung zu dem Jungen aufzubauen, da er schlicht und ergreifen total distanziert und fast schon gleichgültig gegenüber allem war. Ich weiß nicht ob das an der Übersetzung lag. Einige Teile der Handlung wirken sehr steif und emotionslos erzählt. Mit anderen englischen Wörtern mit gleicher Bedeutung hätte es denke ich mal lebendiger gewirkt. Was mir auch im großen und ganzen fehlte war die Tiefe. Die Charaktere wirkten austauschbar, die einzelnen Abenteuer waren sehr schnell zu Ende und es wirkte alles sehr kurzlebig.

Obwohl es laut Titel um eine Katze geht, spielt diese kaum eine Rolle. Und wenn sie da ist wirkt sie alles andere als nett. Zudem lässt sie in typischer Katzenmanier andere für sich arbeiten.

Fazit

An sich ist das Buch gut für zwischendurch und ich hatte es schnell durch gelesen. Es scheint eher etwas für junge Teenager zu sein. Für mich war das Buch ganz okay, obwohl es bei mir kaum einen bleibenden Eindruck hinterlassen hatte.

Mittwoch, 6. Dezember 2023

Lesemonat September 2023

   

 

Guten Morgen,

dieses Mal stelle euch alle Bücher vor, die ich im September gelesen hatte. Nach dem ich in den beiden Vormonaten so viel gelesen hatte, war irgendwie ziemlich die Luft raus. So wirkliches Interesse an Unterhaltungsliteratur hatte ich jetzt nicht, weshalb ich einige ausgeliehene Sachbücher endlich mal beendet hatte. Im September hatte ich einiges zu erledigen und da hatte ich schlicht und ergreifend keinen Kopf dafür mich abends noch entspannt mit einem Buch hinzusetzen.

  • Roter Drache von Thomas Harris, 4,5 von 5 Sternen
  • Wenn Insekten über Leichen gehen von Marcus Schwarz, 4 von 5 Sternen
  • Falsch verdächtigt von Alexander Stevens, 4 von 5 Sternen
  • Du kannst sie nicht alle töten von Alexander Prinz, 1 von 5 Sternen
  • Als die Demokratie starb von Thomas Weber, 5 von 5 Sternen
  • Richter jagen besser von Thorsten Schleif, 4 von 5 Sterne
  • Durstiges Land von Susanne Goetze, Annika Joeres, 4 von 5 Sternen

Bücher | 3 Hörbücher | 2.129 Seiten | 305 Seiten/Buch | 71 Seiten/Tag
Comic | - Graphic Novel | - Light Novel | - Manga
durchschnittliche Bewertung: 3,79/5
Verlage: 6
bereiste Länder: 3
Genre: 5(1xKrimi, 1xRatgeber, 3xSachbuch, 1xThriller, 1xTrue-Crime)

Highlight: Als die Demokratie starb von Thomas Weber, 5 von 5 Sternen

Flop: Du kannst sie nicht alle töten von Alexander Prinz, 1 von 5 Sternen


Im Thriller "Roter Drache" von Thomas Harris geht es um einen Serienmörder in Florida und die Polizei zieht ausgerechnet den inhaftierten Psychiater und Serienmörder Hannibal Lecter zu Rate. Das Buch hatte ich ja 2021 aus dem Bücherschrank mit nachhause genommen, doch die Schriftgröße und die Dicke schreckte mich ab. Deshalb hatte ich mir dann das Hörbuch in der Bibliothek ausgeliehen. Der Autor ist wirklich gut darin eine packende Handlung zu schreiben und mir viel es wirklich schwer das Hörbuch zu pausieren. Hannibal Lecter ist wirklich ein faszinierender Charakter und ich freue mich richtig darauf bald den zweiten Teil lesen zu können.

In dem Buch "Wenn Insekten über Leichen gehen" von dem forensischen Entomologen Marcus Schwarz erzählt der Autor von seiner Arbeit und welche Insekten an Tatorten eine Rolle spielen. Das Buch hatte ich in einem Zeitungsladen entdeckt und da der Titel so interessant klang, hatte ich es direkt gekauft. Während dem Lesen konnte ich eine Menge über die einzelnen Insekten lernen, aber auch über die Arbeit von einem Entomologen.

Der Strafverteidiger Alexander Stevens setzt sich in seinem Buch "Falsch verdächtigt" wie der Name schon verrät mit falschen Verdächtigungen auseinander. Während dem Lesen konnte ich eine Menge über das deutsche Strafsystem lernen und wie die Gerichte zu ihrem Urteil kommen. Leider werden manchmal auch Menschen zu unrecht verdächtigt, was dann teils katastrophale Auswirkungen auf ihr Leben und ihre Karriere hat. Der Autor geht in diesem Buch auf ganz verschiedene Fälle ein, dass heißt hier geht es um mutmaßliche Tötungsdelikte, Diebstähle, Brandstiftung und vieles mehr.

"Du kannst sie nicht alle töten" von Alexander Prinz ist ein Buch voller Sarkasmus über die Spezies Mensch. Um dieses Buch war ich sehr lange herumgeschlichen und dementsprechend froh war ich, als die Bibliothek es endlich einmal angeschafft hatte. Leider hatte ich immer wieder das Gefühl, als hätte man die Witze schon tausend Mal irgendwo gehört. Zudem wird über alles nur oberflächlich erzählt, also die einzelnen Themen werden nur kurz angeschnitten. Was das Buch betrifft hatte ich mir definitiv mehr erhofft.

In "Als die Demokratie starb" von dem Herausgeber Thomas Weber geht es um die Machtergreifung der Nationalsozialisten. Einige Autoren beschreiben in diesem Buch versuchen der großen Frage nach dem Warum auf den Grund zu gehen. Zudem wird nicht nur einmal geguckt, ob das nicht heute immer noch der Fall ist. Mir hat das Buch wirklich gut gefallen, da hier sehr fundiert und nachvollziehbar argumentiert wird. Es ist nach wie vor erschreckend zu lesen wie die Nationalsozialisten damals die Macht ergreifen konnten. Und natürlich ist es auch sehr besorgniserregend, dass wieder Menschen Leute mit solchen Gedankengut an der Macht sehen wollen.

Im Roman "Richter jagen besser" von Thorsten Schleif versucht ein Amtsrichter Gerechtigkeit für seinen ehemaligen Mentor zu sorgen. Die Handlung war richtig packend, weshalb ich das Buch innerhalb von kurzer Zeit durchgelesen hatte. Ich wollte schlichtweg wissen, ob der Richter es schafft für Gerechtigkeit zu sorgen. Und inwiefern seine Recherchen Konsequenzen für ihn haben, schließlich hatte er ordentlich in ein Wespennest gestochen. Was mir an dieser Reihe auch total gut gefällt ist der trockene Humor vom Autor und wie er das alles erzählt.

Das Sachbuch "Durstiges Land" von Susanne Goetze und Annika Joeres zeigt einem anhand von Kurzgeschichten, wie ein Leben bei Wasserknappheit in naher Zukunft aussehen wird. Es ist ja mittlerweile kein Geheimnis mehr, dass Wasser eine knappe Ressource ist und darum bald auch in unseren Regionen hart gekämpft wird. Mir fiel es recht schwer mich in die Szenarien wirklich hinein zu tauchen, denn dafür wurden sie schlichtweg zu knapp beschrieben. Trotzdem empfand ich sie als total erschreckend und selbst die mit einer positiven Prognose zeigen, dass wir in Zukunft mit massiven Einschränkungen leben müssen. Die Autoren zeigen in dem Buch viele Möglichkeiten wie man der Wasserknappheit begegnen kann.

Für den Oktober standen sehr viele Termine an auf die ich mich vorbereiten musste. Deshalb hatte ich mir fest vorgenommen ein paar Bücher zu lesen als Vorbereitung und sonst überwiegend nur Unterhaltungsliteratur zu lesen. Einfach um mich abzulenken und vor allem abends etwas zur Ruhe zu kommen. Schließlich waren die Termine teils sehr nervenaufreibend und es laugt dann doch sehr aus, wenn man über bestimmte Sachen wie Rechtsvorschriften diskutieren muss. Selbst jetzt im November ist das Thema noch nicht komplett abgehakt, was einfach nur frustrierend ist. 

Viele Grüße

Sonntag, 3. Dezember 2023

#562 Bücherregal - Wenn Insekten über Leichen gehen(Kurzrezension)

 

 


TitelWenn Insekten über Leichen gehen
AutorMarcus Schwarz
VerlagDroemer Verlag
GenreSachbuch
Seiten288 Seiten
Meine Bewertung
4/5


 Inhalt

Marcus Schwarz studierte Forstwissenschaft und erst später spezialisierte er sich auf Insekten. Schon seit einiger Zeit ist er forensischer Entomologe und wird zu etlichen Tatorten gerufen, da diesen Beruf viel zu wenige ausüben. Für die Insekten ist es ein Festmahl, wenn jemand stirbt. Doch was verraten die am Fundort gefundenen Insekten über den Tathergang?

Review

Während dem Lesen habe ich Menge interessantes über das Thema erfahren. In vielen Kapiteln befinden sich Zeichnungen von den Insekten, was die Beschreibungen noch einmal verständlicher machen.

Am Anfang vom Buch erzählt der Autor wie er überhaupt zu dem Beruf kam und wie er arbeitet. Am Ende vom Buch befindet wird zudem ausführlich darauf eingegangen, was ein Entomologe alles bedenken muss bei seiner Arbeit. 

Es wird ausführlich darauf eingegangen was die vorgefundenen Insekten am Fundort, letztendlich über den Tatort und die Liegezeit aussagen. Schließlich ist der Fundort nicht immer gleich dem Tatort und dementsprechend wichtig ist es Beweise diesbezüglich sicherzustellen. Hierbei können die Insekten einem teils sehr genaue Informationen liefern und dementsprechend wichtig ist es diese einzusammeln und zu bestimmen. Leider passiert das immer noch sehr selten und teils werden erst im Obduktionssaal etwaigige Insekten sicher gestellt. Dem Entomologen fällt es dann entsprechend schwer seiner Arbeit nachzugehen, falls er überhaupt zu Rate gezogen wird.

Den Part über die Insektenbestimmung an sich fand ich besonders interessant. Denn viele sind sich ähnlich und es sind ann nur winzige Kleinigkeiten, die sich dann voneinander unterscheiden. Und genau lassen einen dann mitunter Rückschlüsse auf etwas ziehen.

Fazit


Alles in allem hat mir das Buch gut gefallen, da ich eine Menge beim Lesen lernen konnte. 

Freitag, 1. Dezember 2023

#561 Bücherregal - Eifelteufel(Kurzrezension)

 



TitelEifelteufel
AutorRudolf Jagusch
VerlagEmon Verlag
GenreKrimi
Seiten304 Seiten
Meine Bewertung
 3/5


 Inhalt

Kommissar Fisch steht vor einem großen Rätsel. Denn in einem Trinkwasserspeicher in der Eifel was ein U-Boot untergegangen und dessen Insasse ertrank dabei. In ihm sträubt sich alles, denn eigentlich wollte er das Essen mit seiner Frau genießen und stattdessen muss er sich darum kümmern. Und zu allem Ärger entpuppt sich dieser merkwürdige Fall als Teil einer Mordserie.

Review

Nach längerer Zeit wollte ich mal wieder einen Eifelkrimi lesen. Und da dieser Fall so gar nicht in diese Gegend passt, hatte ich richtig Lust darauf mehr darüber zu erfahren. Der Klappentext wirft zudem jede Menge Fragen auf. Warum hat jemand in der Eifel ein U-Boot und was will er zum Teufel damit in einem Trinkwasserspeicher in der Eifel? Und warum geht er ausgerechnet damit unter und was sind das bitte für kuriose Mordmethoden vom Mörder? Es gibt hier zwei Erzählstränge und anfangs passen diese Null zusammen. Erst nach einer Weile wurde mir klar, was es damit auf sich hat.

Beim Lesen konnte ich mir alles ganz gut vorstellen und das Buch hatte ich auch relativ rasch durch gelesen. Leider fehlt es an Tiefe und ich hätte gerne viel mehr über die Charaktere und deren Hintergründe erfahren. So bleiben selbst die Hauptcharaktere blass und austauschbar. Was mich auch massiv gestört hatte, war die Fülle an Klischees über die Gegend und deren Bewohner. In Regiokrimis ist es ja ganz normal mit diesen konfrontiert zu werden und an sich ist das ja nicht das Problem. Aber hier wird man quasi damit erschlagen und das war mir einfach zu viel des Guten. 

Fazit

Alles in allem war das Buch ganz okay, jedoch hatte ich mir mehr erhofft. Ich denke Mal in den nächsten Monaten werde ich einem weiteren Teil der Reihe eine Chance geben.


Mittwoch, 29. November 2023

Lesemonat August 2023

    




Guten Morgen,

heute stelle ich euch vorwiegend Hörbücher vor. In dem Monat war ich damit beschäftigt mich mit dem was im Juli alles anstand auseinander setzen zu müssen. Es ist schon eine komische Sache, wenn eine Sache nach 15 Jahren plötzlich in ein anderes Licht gerückt wird. Und es nicht mehr nur eine Nebensächlichkeit ist, sondern schlagartig an Wichtigkeit gewinnt. Selbst jetzt im November habe ich mich noch nicht mit all dem angefreundet, aber langsam fange ich es an zu akzeptieren. Ändern kann ich es nun einmal nicht und wenigstens kommt jetzt langsam wieder die Lust sich mit den Hobbies wie schreiben und malen zu beschäftigen. Das alles kam ja das ganze Jahr über zu kurz, weil ich so viele nervenaufreibende Termine hatte.

  • Eifelteufel von Rudolf Jagusch, 3 von 5 Sternen
  • Permanent Record von Edward Snowden, 4 von 5 Sternen
  • Kalt flüstern die Wellen von Kate Penrose, 4 von 5 Sternen
  • Die geliehene Schuld von Claire Winter, 4,5 von 5 Sternen
  • Trümmermädchen von Lilly Bernstein, 4 von 5 Sternen
  • The Outsider von Stephen King, 4 von 5 Sternen
  • Die Chroniken von Peter Pan von Christina Henry, 5 von 5 Sternen
Bücher | 5 Hörbuch | 3.104 Seiten | 444 Seiten/Buch | 100 Seiten/Tag
Comic | - Graphic Novel | - Light Novel | - Manga
durchschnittliche Bewertung: 4,07/5
Verlage: 7
bereiste Länder: 6
Genre: 4(1xBiografie, 2xhistorischer Roman, 2xHorror, 2xKrimi)
Highlight: Die Chroniken von Peter Pan von Christina Henry, 5 von 5 Sternen
Flop: -

"Eifelteufel" von Rudolf Jagusch ist ein Krimi, in dem ein Kommissar den Untergang von einem U-Boot in einem Trinkwassersee aufklären möchte. Ich hatte mal wieder richtig Lust auf einen Regiokrimi aus der Gegend und deshalb hatte ich mich für diesen entschieden. Der Fall klang einfach zu absurd und ich wollte schlichtweg wissen was es damit auf sich hat. Wie man an der Bewertung erkennen kann, fand ich es ganz okay. Mir waren es letztendlich zu viele Klischees und es fehlte die Tiefe.

In "Permanent Record" von Edward Snowden erzählt der Autor wie er zum Whistle-Blower wurde und wie es ihm seitdem ergangen ist. Der Fall war damals pausenlos in den Nachrichten und ich wollte schon seit längeren dieses Buch lesen. Mich hat es definitiv nachdenklich gestimmt, obwohl ich vieles schon wusste. Dank dem Buch konnte ich einiges über die Arbeit von Geheimdiensten und Datenschutz lernen.

In dem Krimi "Kalt flüstern die Wellen" von Kate Penrose wird während den Feierlichkeit auf einer Scilly-Inseln eine Leiche gefunden. Die Reihe hatte ich ja gefühlt vor Ewigkeiten angefangen und ich weiß gar nicht, warum ich sie nicht weiter verfolgt hatte. Obwohl es dieses Mal wieder um brutale Morde ging, hat mir das Buch gut gefallen. Der Autor hat mithilfe vieler Wendungen einen sehr spannenden Kriminalfall konstruiert und in mir das Bedürfnis geweckt, sobald wie möglich noch einen Teil der Reihe zu lesen.

"Die geliehene Schuld" von Claire Winter spielt in den Nachkriegsjahren und es geht um einen Journalisten, der über Kriegsverbrecher recherchiert und dafür mit seinem Leben bezahlt. Das Buch war wirklich sehr lange auf meiner Wunschliste und endlich einmal konnte ich es in der Bibliothek ausleihen. Die Freundin von dem Journalisten fühlt sich dazu gedrängt die Recherche fortzusetzen und diese zu veröffentlich. Und wie zu erwarten ist das total gefährlich und genau das macht das alles so spannend. Es ist erschreckend zu sehen wie skrupellos manche vorgehen nur um die Wahrheit zu verstecken.

In dem historischen Roman "Trümmermädchen" von Lilly Bernstein geht es um das Mädchen Anna, welches durch den Krieg ihr zuhause verliert und schlagartig Erwachsen werden musste um zu überleben zu können. Das Buch hatte ich innerhalb von kurzer Zeit durchgelesen und es hatte mich richtig nachdenklich gestimmt. Immer als ich gedacht hatte es wird etwas ruhiger passierte das nächste. Besonders die Erzählweise fand ich interessant, denn an dieser konnte man feststellen wie sich Annas Sichtweise vom kindlichen ins erwachsene veränderte.

In "The Outsider" von Stephen King hat der Verdächtige ein schlimmes Versprechen begangen, doch er hat auch ein wasserdichtes Alibi und war definitiv nicht in der Nähe vom Tatort. Schon sehr früh weiß man wer diese Tat begangen hat und das finde ich total spannend. Denn es gibt genug Beweise, die seine Schuld bestätigen und genauso viele, die gegen ihn als Täter sprechen. Und dann trifft man auch noch jemanden aus den Mercedes-Büchern wieder. Wie immer scheint bei Kings Büchern das Unmöglich wahr zu sein und genau deshalb mag ich seine Bücher.

"Die Chroniken von Peter Pan" von Christina Henry ist eine Neuinterpretation von dem Märchen. Wie nicht anders zu erwarten von dieser Autorin wird es mal wieder total gruselig und brutal. Hier wird versucht eine schlüssige Geschichte zu konstruieren um zu erklären, warum Peter Pan mit den Piraten solche massiven Probleme im Originalmärchen hat. Was ich bei der Version von der Autorin so gruselig fand ist die Darstellung von Peter Pan. Der ist alles andere als nett und seine Versprechen gegenüber den Kindern entsprechen absolut gar nicht der Realität. Nach dem Lesen vom Buch habe ich jetzt richtig Lust ein weiteres Buch der Autorin zu lesen.

Für den September hatte ich mir bis auf einige Bücher fertig lesen nichts vorgenommen. 

Viele Grüße

Sonntag, 26. November 2023

#560 Bücherregal - Abgründiges Ahrtal(Kurzrezension)

 

 

   


TitelAbgründiges Ahrtal
AutorKarin Joachim
VerlagGmeiner Verlag
GenreKrimi/Kurzgeschichten
Seiten264 Seiten
Meine Bewertung
4/5

 Inhalt

In dem engen Ahrtal gibt es viele Möglichkeiten Kriminalfälle zu vertuschen. In dieser Kurzgeschichtensammlung werden diverse Charaktere mit unterschiedlichen Gegebenheiten konfrontiert. Unter anderen sucht ein Polizist eine von einer Brücke verschwundene Steinfigur. Und einer erhält merkwürdige Botschaften.

Review

Die letzte Zeit lese ich sehr gerne Krimis aus der Heimat und das ist auch der Grund, warum ich dieses Buch kurz nach dem Erscheinen gekauft hatte. Bei der Autorin weiß ich einfach woran ich bin und dass ich mich auf ein paar unterhaltsame Stunden beim Lesen einstellen kann. Zudem kommen die Geschichten der Autorin stets ohne detaillierte Tatbeschreibungen aus und wenn ich eins gut finde, dann ist es bei Krimis genau das.

Der Schreibstil der Autorin ist detailliert und somit konnte ich mir sowohl die Personen als auch die Umgebung sehr gut vorstellen. Die einzelnen Geschichten enthalten viel Lokalkolorit und die jeweiligen Handlungsorte werden ausführlich beschrieben. Zudem tauchen passend zu Genre wieder einmal viele für die Gegend stereotypische Figuren auf. Manche sind eigenbrödlerich und direkt und für diese hatte ich direkt das passende Gesicht vor Augen. Alles in allem wirken die Charaktere alle sehr lebendig.

An sich bin ich kein Fan von Kurzgeschichten und in der Regel mach ich um solche Sammlung einen riesigen Bogen. Denn bei diesen fehlt mir schlichtweg die Tiefe und die brauche ich allgemein bei Erzählungen. Jedoch hat mir diese Sammlung richtig gut gefallen. Hier ist von lustig  bis düstere alles dabei. Im großen und ganzen werden hier die Abgründe der menschlichen Seele gezeigt. Und genau das bildet einen starken Kontrast zum doch sehr idyllischen Ahrtal, wo gefühlt jeder jeden kennt.

Einige der Geschichten verraten einem zudem etwas über die Charaktere der Jana-Voigt-Reihe.

Fazit

Einige der Kurzgeschichten hatten mich nachdenklich gestimmt und zur Abwechslung hatte ich mir mal viel Zeit beim Lesen gelassen um mich besser auf die einzelnen Kapitel einlassen zu können. Hier gibt es jede Menge unterschiedliche Geschichten und jede davon hat ihren eigenen Charme.

Freitag, 24. November 2023

#559 Bücherregal - Falsch verdächtigt

      

 


TitelFalsch verdächtigt
AutorAlexander Stevens
VerlagPiper Verlag
GenreSachbuch
Seiten272 Seiten
Meine Bewertung
4/5

Ich bedanke mich hiermit recht herzlichst bei Netgalley.de für das Bereitstellen eines Rezensionsexemplars.

 Inhalt


Alexander Stevens berichtet hier von Fällen, in denen Personen behaupten zu Unrecht verdächtigt zu werden. Hier reichen die Anschuldigungen von Sexual- und Tötungsdelikte bis zu Brandstiftung und Diebstahl. Unter anderen geht es hier um einen Arzt der in eine finanzielle Schieflage geraten war und dessen Mutter plötzlich verstarb.

Review

Der Autor geht hier auf einige sehr bekannte, recht aktuelle Fälle ein. Obwohl es das Cover vermuten lässt, war der Autor nicht bei allen Fällen der Strafverteidiger. Und genau das fand ich sehr irreführend und hier hätte ich mir eine klarere Formulierung gewünscht.

Was mir besonders gut an dem Buch gefallen hat ist, dass der Autor die jeweiligen Urteile sehr ausführlich und mehr oder wenig neutral erklärt. Er geht auch darauf ein wie diese überhaupt zustande kamen. Und wie das deutsche Strafrecht überhaupt funktioniert. Seine Beschreibungen entsprechen sich oft nicht mit dem, was man vor allem in den Medien darüber liest. Das zeigt einfach einmal wieder wie wichtig es ist Bücher dieser Art bzw. allgemein Interviews und Artikel und Richtern und Anwälten zu lesen. Oft haben die einen neutraleren Blick auf das alles und diese haben im Gegensatz zu den Medien nicht das Ziel mit überzogenen Überschriften hohe Klickzahlen zu erreichen. Stattdessen wird versucht Urteile zu erklären und warum in dubio pro reo so extrem wichtig ist.

Das Buch hatte ich innerhalb kurzer Zeit durchgelesen und der Autor hatte mehrfach zeigen können wie viel Macht vor allem die Medien heutzutage haben. Diesbezüglich geht er sehr ausführlich darauf ein wie wichtig die Unschuldsvermutung ist. Falsche Verdächtigungen können sehr schlimme Auswirkungen haben und diese zerstören mitunter sowohl das Leben als auch die Karriere dieser Person. Zudem ist oft vieles nicht so wie es auf den 1. Blick scheint weshalb nie vorschnell urteilen sollte. 

Mich hat das Gelesene nachdenklich gestimmt, denn nicht jedes Urteil war in meine Augen gerecht. Zudem fand ich es erschreckend wie schnell die Justiz und die Polizei ohne vorige, ausführliche Ermittlungsarbeit ein Urteil fällen. Davon hört man ja immer wieder oder bekommt es im Bekanntenkreis mit, wie Leute falsch verdächtigt werden und wie schwer es ist gegen Fehlurteile anzugehen.

Fazit

Alles in allem hat mir das Buch ganz gut gefallen, denn es zeigt wie wichtig die Unschuldsvermutung ist. Leider rückt die immer mehr in den Hintergrund, was total erschreckend ist. Zudem werden Menschen tagtäglich in den Medien voreilig verurteilt und genau darauf geht auch der Autor ausführlich ein.

Mittwoch, 22. November 2023

Lesemonat Juli 2023

   




Guten Morgen, 

heute stelle ich euch alle Bücher vor, die ich im Juli gelesen hatte. Da ich ganz unerwartet 2 Wochen lang sehr viel Zeit hatte, konnte ich dementsprechend viel lesen und rezensieren. Dementsprechend lang ist nun der Lesemonat geworden. Wenn ich mir die unten aufgelisteten Bücher angucke bin ich erstaunt wie unterschiedlich diese alle sind. Gefühlt lese ich ja nur noch naturwissenschaftliche Sachbücher und Krimis und deshalb war es mal ganz schön auch andere Bücher zu lesen. 

  • Im Grunde gut von Rutger Bregman, 4 von 5 Sternen
  • Der lebendige Planet von David Attenborough, 5 von 5 Sternen
  • Der Pate von Neuruppin von Frank William, 3 von 5 Sternen
  • Wie man einen Traum aufgibt, um ein Leben zu gewinnen von Nico Langmann, 4 von 5 Sternen
  • Richter morden besser von Thorsten Schleif, 4 von 5 Sternen
  • Wie man eine Raumkapsel verlässt von Alison McGhee, 3 von 5 Sternen
  • Winterbienen von Norbert Scheuer, 4 von 5 Sternen
  • Känguru-Manifest von Marc-Uwe Kling, 4 von 5 Sternen
  • Roter Rabe von Frank Goldammer, 4 von 5 Sternen
  • Todesreigen von Andreas Gruber, 4,5 von 5 Sternen
  • Honey Girl von Morgan Rogers, 1 von 5 Sternen
  • Wir können mehr sein von Aminata Touré, 4 von 5 Sternen
  • Brauner Nebel von Jörg Reibert, 3,5 von 5 Sternen
  • It's elemental von Kate Biberdorf, 1 von 5 Sternen
  • Wahn und Wunder von Charlie Englisch, 4 von 5 Sternen
  • Vino Furioso von Carsten Sebastian Henn, 3 von 5 Sternen
  • Der David ist dem Goliath sein Tod von Torsten Sträter, 3 von 5 Sternen
12 Bücher | 5 Hörbuch | 5.235 Seiten | 403 Seiten/Buch | 169 Seiten/Tag
Comic | - Graphic Novel | - Light Novel | - Manga
durchschnittliche Bewertung: 3,47/5
Verlage: 16
bereiste Länder: 8
Genre: 7(2xBiografie, 2xHumor, 4xKrimi, 1xRoman, 5xSachbuch, 1xThriller, 2xYoung Adult)
Highlight: Der lebendige Planet von David Attenborough, 5 von 5 Sternen
Flop: Honey Girl von Morgan Rogers, 1 von 5 Sternen, It's elemental von Kate Biberdorf, 1 von 5 Sternen

Das Sachbuch "Im Grunde gut" von Rutger Bregman geht der Frage auf den Grund, ob der Mensch tatsächlich von Natur aus ein friedfertig ist. Tatsächlich konnte ich beim Lesen der Studien und der restlichen Texte eine Menge lernen. Sowohl das Stanford-, als auch das Milgram-Experiment werden hier anders interpretiert und direkt wirft das alles ein ganz anderes Licht auf den Menschen.

In "Der lebendige Planet" von David Attenborough geht es um die Flora und Fauna und wie diese miteinander vernetzt sind. Das Hörbuch fand ich grandios und es hatte mich an die unzähligen Dokumentationen zu dem Thema erinnert. Es ist klasse wie der Autor die einzelnen Tieren und Pflanzen ausgiebig beschreibt und zeigt wie diese teils andere für ihr Überleben nutzen. Zudem geht es hier auch um die Auswirkungen der Klimakatastrophe und was das im Großen und Ganzen auch für den Menschen bedeutet. Das wird alles sehr sachlich und nachvollziehbar beschrieben. Mich hat das Buch definitiv nachdenklich gestimmt.

"Der Pate von Neuruppin" von Frank William ist ein True-Crime Sachbuch über die XY-Bande. Mit dem Erzählstil hatte ich richtig gehadert, denn ständig wurden die Geschehnisse von wem anderen erzählt. Und so mit gab es ganz viele verschiedene Perspektive zu dem ganzen und teils einige Wiederholungen. Es ist auf jeden Fall erschreckend wie leicht es denjenigen fiel ein Drogenimperium in den 90ern in Deutschland aufzubauen.

In der Biografie "Wie man einen Traum aufgibt, um ein Leben zu gewinnen" von Nico Langmann schildert der Autor, wie es ist mit einer Querschnittslähmung zu leben. Diese hat er seit einem Autounfall als Kind und seine Eltern hofften lange darauf, dass er irgendwann wieder gehen kann. Und genau davon erzählt Nico Langmann und wie es ist sich von diesem großen Traum zu verabschieden, obwohl sein Umfeld das nicht gut fand und  wie er sich trotz dem Gegenwind auf etwas neues eingelassen hat. Und genau dieser Schritt ist wichtig, denn manchmal muss man seine Ziele aufgeben oder eben anpassen, wenn diese einem eben nicht gut tun. 

"Richter morden besser" von Thorsten Schleif ist ein Roman in dem ein Amtsrichter versucht auf ungewöhnliche Weise für in seinen Augen Gerechtigkeit zu sorgen. Da mir der Titel im Zeitschriftenladen zugesagt hatte, wurde es direkt gekauft. Während dem Lesen habe ich eine Menge über Amtsgerichte gelernt und wie willkürlich da manchmal Recht gesprochen wird. Einiges davon war mir schon vorher klar, aber trotzdem hatte mir das Buch einiges zu Denken gegeben. Mir hat der Auftakt der Reihe gut gefallen und ich bin schon ganz gespannt auf den nächsten Teil. 

Der Roman "Wie man eine Raumkapsel verlässt" von Alison McGhee handelt von Will, dessen Vater sich suizidiert hatte. Jedes der 100 Kapitel besteht aus 100 Wörtern und immer wieder werden Episoden aus dem Leben von Will erzählt. Mir fiel es unheimlich schwer das alles nachzuvollziehen und mir fehlte schlichtweg die Tiefe. Es werden einige Themen angesprochen, die definitiv längere Kapitel und mehr Worte gebraucht hätten. An sich fand ich die Handlung gut und hier werden einige für Teenager wichtige Themen angesprochen. 

Der Roman "Winterbienen" von Norbert Scheuer handelt von einem Mann, der Epilepsie hat und aufgrund vom II. Weltkrieg Schwierigkeiten hat an seine Medikamente zu kommen. Zudem hilft er Juden über die Grenze. Es gibt relativ wenig Romane über die Auswirkungen der T4-Aktion während dieser Zeit. Dementsprechend gespannt war ich darauf, wie das alles auf so wenigen Seiten umgesetzt wurde. Mich hat das Gelesene definitiv nachdenklich gestimmt und sollte definitiv mehr über das Thema Euthanasie von Menschen gesprochen werden.

"Känguru-Manifest" von Marc-Uwe Kling erzählt episodenhaft aus dem Zusammenleben vom Autor mit einem Känguru. Das erste Hörbuch hatte mich ja schon begeistern können und genau das war dieses Mal auch der Fall. Ich habe herzlich lachen können, weil ständig gibt es irgendeine Art von Situationskomik oder bissige Sprüche. Einiges hatte mich aber auch nachdenklich gestimmt. Ich denke Mal sowohl den ersten als auch den zweiten Teil der Reihe werde ich mir irgendwann noch einmal anhören. Denn was Thema lustige Bücher betrifft bin ich sehr wählerisch und dementsprechend froh bin ich immer, wenn ich ein gutes aufspüren konnte.

"Roter Rabe" von Frank Goldammer spielt 1951 in der DDR und es geht um einen einen Oberkommissar, der die scheinbaren Suizide von zwei Zeugen von Jehovas untersucht. Das ist nun der 4. Fall der Reihe und ich bin nach wie vor begeistert von dieser. Dank der Schreibweise konnte ich mir alles gut vorstellen. Ich konnte während dem Lesen eine Menge über die Polizeiarbeit zu dieser Zeit lernen, aber auch über die ganzen Geheimdienste. Ich freue mich richtig darauf bald den nächsten Band lesen zu können.

Im Thriller "Todesreigen" von Andreas Gruber ermittelt Sabine Nemez die Suizide von einigen BKA-Amten. Wieder einmal hat es der Autor geschafft einen packenden Thriller zu schreiben und mir fiel es unheimlich schwer diesen auf Seite zu legen. Nemez legt sich dieses Mal definitiv mit den falschen Leuten an und die möglichen Konsequenzen davon scheint sie zu unterschätzen. Sneijder hingehen muss sich nach wie vor mit den Konsequenzen aus dem vorigen Teil auseinandersetzen. Besonders gut hat mir hier gefallen, dass der Fall recht komplex ist und es durch die vielen Wendungen durchweg spannend bleibt.

"Honey Girl" von Morgan Rogers ist ein Roman über eine junge Frau, die sich nach ihrem Studium eine Auszeit nimmt. Auf dieses Buch hatte ich mich richtig gefreut, denn es gibt gar nicht so viele LGBTQ-Geschichten über diese Altersklasse. Während dem Lesen musste ich leider feststellen, dass die Protagonisten wie Teenager wirkten. Zudem wirkte die Diversität alles andere als natürlich, was einfach nur schade ist. Und die ganze Zeit hatte ich mir die Frage gestellt, wieso die alle finanziell so gut aufgestellt sind.

In der Biografie "Wir können mehr sein" von Aminata Touré erzählt die 1992 von ihrem politischen Werdegang und unter anderen wie es für sie war als Vizepräsidentin eines Landtages gewählt zu werden. Schonungslos ehrlich erzählt Touré wie es für sie war in einer Flüchtlingsunterkunft aufzuwachsen und immer wieder mit Rassismus konfrontiert zu werden. Immer wieder betont sie wie wichtig Vielfalt in der Politik ist und es definitiv mehr Diversität dort geben sollte. Mich hat das Buch definitiv zum Nachdenken angeregt und mir wieder einmal gezeigt wie wichtig es ist politisch aktiv zu sein.

"Brauner Nebel" von Jörg Reibert handelt von einem Kriminalkommissar, der gegen einen inhaftierten SA-Mann ermittelt. Während dem Lesen konnte ich eine Menge über das Jahr 1930 lernen. Es ist erschreckend wie wenig Macht zu dieser Zeit die Polizei hatte und wie diese von der SA eingeschränkt wurde. Letztere ging sehr brutal ohne jegliche Rechtsgrundlage vor und genau das wird hier mehrfach im Buch thematisiert. Deshalb sollte man sich auch im Vorfeld vor dem Lesen im Klaren darüber sein, dass hier sehr schlimme Grausamkeiten thematisiert werden. Was mir an dem Buch nicht so gut gefallen hatte war die holprige Erzählweise.

In "It's elemental" von Kate Biberdorf geht es um die Chemie, die uns im alltäglichen Leben begegnet. Was das Thema betrifft habe ich jede Menge Vorwissen und eigentlich hatte ich mich deshalb auf dieses Buch gefreut. Leider wird hier sehr viel auf die Grundkenntnisse eingegangen und manches wird viel zu vereinfacht dargestellt. Obendrein musste ich dann noch feststellen, dass manche beschriebenen Zusammenhänge eher in den Bereich der Biologie und Physik fallen und gar nichts mit der Chemie zu tun haben.

"Wahn und Wunder" von Charlie Englisch thematisiert wie Hitler gegen die Kunst und dessen Erschaffer vorging. Während dem Lesen wurde mir mal wieder klar, dass es nicht viel brauchte in Nazideutschland um als psychisch krank und lebensunwert eingestuft zu werden. Es ist auf alle Fälle erschreckend wie gegen die Kunst von manchen vorgegangen wurde und wie mit den Werken der angeblich "entarteten" Kunst Propaganda gemacht wurde. Ich konnte auf alle Fälle eine Menge beim Lesen über all das lernen.

Im Ahrtalkrimi "Vino Furioso" von Carsten Sebastian Henn versucht ein Koch den Mord an einem Schlagersänger aufzuklären. Wenn ich etwas gerne lese zwischendurch, dann ist es ein humorvoller Krimi. Leider konnte mich dieser Teil der Reihe nicht ganz so überzeugen, da mir ein paar Sachen viel zu überzogen war. Aber im Großen und Ganzen hatte er mich gut unterhalten und das ist ja die Hauptsache.

"Der David ist dem Goliath sein Tod" von Torsten Sträter ist eine lustige Kurzgeschichtensammlung. Mal wieder schafft es mal wieder aus anfangs total banalen Gegebenheiten total absurde Geschichten zu kreieren. Einige davon fand ich total unterhaltsam, während ich bei manchen nur die Stirn gerunzelt hatte. Alles in allem fand ich das Buch ganz okay.

Für den August hatte ich mir nur vorgenommen wieder mehr zu zeichnen und sich um andere Hobbies als das Lesen zu kümmern.

Viele Grüße