Freitag, 30. Dezember 2022

#511 Bücherregal - Bruch

      




TitelBruch
AutorFrank Goldammer
VerlagWunderlich Verlag
GenreKrimi
Seiten368 Seiten
Meine Bewertung
 3/5


 Inhalt

Sehr zu seinem Missfallen wird Bruch die neue Kollegin Schauer zugeteilt, dabei wäre er viel lieber alleine geblieben. Und als wäre der Umstand nicht schon schlimm genug, verschwindet in ihrem Zuständigkeitsbereich ein Mädchen. Vor ungefähr zwei Jahren wurde schon einmal in dem Ort eines als vermisst gemeldet, was aber nach einiger Zeit wieder auftauchte. Bis heute weiß niemand warum es passiert ist und auch jetzt schweigt die Familie eisern. Schauer ist unwohl bei der ganzen Sache, zumal ihr neuer Kollege Tabletten nimmt und alles andere als dienstfähig erscheint.

Review


Besonders gut haben mir die beiden Ermittler gefallen, die gegensätzlicher nicht sein könnten. Sie sind wirklich sehr speziell in ihrem Verhalten und bisher kannte ich es nur so, dass diese wenn überhaupt alleine in der Hauptrolle sind. Hier sind sie jedoch gezwungen zusammen zu arbeiten, was wir zu erwarten zu etlichen Problemen führt. Sie arbeiten gegeneinander und misstrauen sich auf allen Ebenen. Gefühlt kann das alles nur in einer Katastrophe enden.

Vor allem Schauer ist sehr direkt und weiß was sie will. Bruch hingegen will niemanden an seiner Seite und erst recht nicht Schauer. Bei ihm hatte ich mich oft gefragt warum er überhaupt arbeiten darf, schließlich ist er eine tickende Zeitbombe. Und genau damit sorgt er für ordentlich Spannung.

Beide Ermittler werfen definitiv Fragen auf und wirken mit ihren Ermittlungsmethoden definitiv ungeeignet für diesen Job. Warum dürfen sie überhaupt zusammen arbeiten? Diese Kombination ist brandgefährlich für alle Beteiligten!

An sich brauchte ich einige Zeit um mich an der Setting zu gewöhnen, was vor allem an den nicht einfachen Ermittlern lag. Als ich dann endlich mit ihnen warm wurde konnte ich das Hörbuch kaum pausieren. Können es die beiden wirklich schaffen den Fall zu lösen?

Vor allem der atmosphärische Schreibstil vom Autor fand ich phantastisch. Ich konnte mir die Szenen sehr gut vorstellen und er hat es mal wieder geschafft interessante Charaktere zu schaffen.

Und dann hat er noch ein Anwesen ins Spiel gebracht, was mich an diverse Horrorfilme erinnert. Es ist immer wieder schön, wenn Autoren es schaffen Umgebungen eine tragende Rolle in der Handlung zu geben. Und man sich diese dann bildlich vorstellen kann.

Hauptsächlich geht es dieses Mal um die schwierige Ermittlungsarbeit, was unter anderem an dem Fall an sich liegt. Aber auch natürlich durch die Probleme der Kommissare verstärkt wird. Sie stoßen nun einmal auf viel Misstrauen und scheinbar will ihnen niemand dabei helfen den Fall aufzuklären.

Immer wieder hatte ich Bruch als Täter im Verdacht und es hatte richtig Spaß gemacht mit zurätseln. Es gibt wirklich viele falsche Fährten und beim Hörbuch hatte ich oft die Zeit vergessen.

 
Fazit

Auf alle Fälle möchte ich Schauer und Bruch noch eine Chance geben und vielleicht gefällt mir ja die Fortsetzung besser als dieser Band. Denn die beiden ergeben nämlich eine interessante, explosive Kombination. Und die verspricht definitiv düstere, gänsehautbescherende Fälle, die ich an sich sehr gerne lese. Und ich mag es einfach, wenn wie hier menschliche Abgründe eine tragende Rolle in Krimis spielen.

Mittwoch, 28. Dezember 2022

Lesemonat November 2022

    

 Guten Morgen, 

wie schon im vorigen Lesemonat erwähnt, war der Monat November für mich ziemlich turbulent. Deshalb kam ich kaum zum Lesen und erst recht nicht zum Schreiben. Weshalb es letztendlich im Dezember auch gar nicht so viele Blogeinträge gab. Hoffentlich wird sich das demnächst wieder ändern, denn wenn ich eins vermisst habe dann genau das.


  • Du kannst alles lassen, du musst es nur wollen von Torsten Sträter, 4 von 5 Sternen
  • Keine Ahnung, was für immer ist von Julia Engelmann, 1 von 5 Sternen
  • Putins Krieg von Kathrin Eigendorf, 5 von 5 Sternen
  • Einsatz am Limit von Luis Teichmann, 4,5 von 5 Sternen
  • Rationality von Steven Pinker, 2 von 5 Sternen
  • Bruch von Frank Goldammer, 3 von 5 Sternen
  • Serienmörder von Florence McLean, 1 von 5 Sternen

Bücher | 1.899 Seiten | 272 Seiten/Buch | 64 Seiten/Tag
Comic | - Graphic Novel | - Light Novel | - Manga
durchschnittliche Bewertung: 2,92/5
Verlage: 7
bereiste Länder: 3
Genre: 5(1xHumor, 1xKrimi, 1xPoesie, 3xSachbuch, 1xTrue-Crime)

Highlight: Putins Krieg von Kathrin Eigendorf, 5 von 5 Sternen

Flop: Keine Ahnung, was für immer ist von Julia Engelmann, 1 von 5 Sternen
Serienmörder von Florence McLean, 1 von 5 Sternen


"Du kannst alles lassen, du musst es nur wollen" von Torsten Sträter beinhaltet diverse Texte vom Autor, die er in den letzten drei Jahren verfasst hat. Wie gewohnt kommt er bei seinen Erklärungen immer wieder vom eigentlichen Thema ab. Es ist schön zu sehen, dass seine Texte nach wie vor einen hohen Wiedererkennungswert haben. Mich hat das Buch definitiv gut unterhalten und ich freue mich immer, wenn er Autor ein neues rausbringt. 

Bei "Keine Ahnung, was für immer ist" von Julia Engelmann handelt es sich um eine Poesiesammlung. Vor allem die Vergleiche der Autorin fand ich oft einfach nur fragwürdig und leuchteten mir absolut nicht ein. Zudem waren ihre Texte oft redundant, was an sich bei Poesie nicht das Problem ist. Jedoch ist es mir dieses Mal negativ aufgefallen. Mich konnten die Texte emotional schlichtweg nicht berühren. Bis zum Schluss hatte ich darauf gehofft wenigstens einen schönen zu entdecken, dies war jedoch nicht der Fall.

Die ZDF-Korrespondentin Kathrin Eigendorf erzählt in "Putins Krieg" wie sich die Ukraine in all den Jahren verändert hat. Sowohl Zivilisten als auch Soldaten berichten davon, was sich alles seit der Annektion der Krim passiert ist. Und wie sie den derzeitigen Krieg erleben, der sich hauptsächlich gegen die Zivilbevölkerung richtig. Es ist erschreckend dem Hörbuch zuzuhören und an sich wird in diesem vieles aufgegriffen, was Eigendorf auch in ihren Reportagen gezeigt hat.

Luis Teichmann berichtet in "Einsatz am Limit" über den derzeitigen Zustand vom deutschen Rettungsdienst und warum es so wichtig ist diesen zu verändern. Es ist immer wieder erschreckend zu lesen, wie manche RTWs als Taxis nutzen. Und wie wenig die Politik macht, um ein einheitlichen Rettungsdienst in Deutschland zu schaffen. Und unter welchen Bedingungen diejenigen arbeiten müssen. Vor allem die Anekdoten zeigen wie wichtig es ist, dass sich endlich etwas verändert. 

In dem Sachbuch "Rationality" von Steven Pinker geht es um die Frage, warum ausgerechnet diese so selten in unserer heutigen Gesellschaft anzutreffen ist. Ich hatte es in der Bibliothek als Hörbuch ausgeliehen und somit hatte ich keinen Zugriff auf die vielen Grafiken. Zudem schafft es der Autor einfache Sachverhalte total kompliziert mit sehr vielen Fachwörtern zu erklären, sodass ich oft während dem zuhören den Faden verloren hatte. Viele Erklärungen hätte man ohne Probleme kürzen können. 

Im Krimi "Bruch" von Frank Goldammer versuchen die Ermittler ein verschwundenes Kind zu finden und stoßen bei ihrer Suche auf eine Mauer des Schweigens. Mir fiel der Einstieg in diese Reihe recht schwer, da beide Hauptcharaktere sehr speziell sind. Und durchgehend eher gegeneinander als miteinander arbeiten, was bei einem verschwundenen Kind erst recht Fragen aufwirft. Obwohl ich dem Buch nur 3 Sterne gegeben habe, werde ich die Reihe weiter verfolgen.

Bei dem Buch "Serienmörder" von Florence McLean sagt der Titel schon alles über den Inhalt aus. Für meinen Geschmack gab es zu viel allgemeines Geplänkel, was ab einem Punkt einfach nur noch langweilig war. Es ist zudem sehr redundant und die Anekdoten sind oft am Thema vorbei. An sich habe ich mehr über die Autorin als über das Thema an sich gelernt, was einfach nur enttäuschend war.

Für den Dezember hatte ich mir nichts groß vorgenommen, außer mir mal eine Pause zu gönnen und mich um mein Skizzenbuch zu kümmern. Mal schauen wie weit ich damit komme und wie viele Aquarellstifte am Ende des Jahres übrig sind. Und ich möchte endlich einmal ein paar Buchreihen beenden, da ich viel zu viele angefangen habe dieses Jahr.  

Viele Grüße

Freitag, 23. Dezember 2022

#510 Bücherregal - Juwelennächte

   

  


TitelJuwelennächte(Jana Vogt/Ahrkrimi #4)
AutorKarin Joachim
VerlagGmeiner Verlag
GenreKrimi/Lokalkrimi/Ahrkrimi
Seiten280 Seiten
Meine Bewertung
4/5


 Inhalt

Bei einem Besuch der Ahr-Thermen trifft die Tatortfotografin Jana Voigt auf den Journalisten Daniel Bender. Am nächsten Tag wird dieser von Passanten tot auf einer Parkbank aufgefunden. Bender befasste sich mit den Machenschaften einer kriminellen Gruppierung und scheinbar wusste nicht nur das LKA davon. Jana recherchiert in einem Fall, der sich während den 50ern in Bad Neuenahr rund um die Bundespressebälle ereignete. Damals wurde ein Collier geklaut, was ausgerechnet jetzt wieder auftaucht.

Review

Das Buch lässt sich gut ohne Vorkenntnisse lesen. 

Dieses Mal geht es unter anderen um einen Mordfall aus den 50ern, der eventuell mit einem aktuellen in den Ahr-Thermen zusammen hängt. Es ist interessant zu lesen wie Jana versucht an Informationen zu gelangen. Schließlich liegt der erste Mordfall schon einige Jahrzehnte zurück und ist nicht ohne Grund bislang ungelöst. 

Mal wieder wird es bei der Recherchearbeit für Jana selbst gefährlich, schließlich möchte jemand die Aufklärung um jeden Preis verhindern. Zeitweise hatte ich richtig Angst deswegen, denn im Gegensatz zu Clemens scheint Jana solche Situationen oft zu unterschätzen. Und was das betrifft scheint sie obendrein ziemlich beratungsresistent zu sein.

An einigen Stellen hatte ich richtig Angst um Jana und deshalb konnte ich das Buch zeitweise kaum aus der Hand legen. Immer wieder gab es falsche Fährten und ich musste schon sehr aufmerksam lesen um nichts wichtiges zu verpassen. Deshalb hat das miträtseln richtig Spaß gemacht, einfach weil es so viele Hinweise gab und nicht alle brauchbar waren. 

Mir hat besonders gut der detaillierte Schreibstil und das Lokalkolorit gefallen. An sich gehört das zu den Regiokrimis dazu, nur leider sehen das nicht alle Schreiberlinge so. Ich habe auf alle Fälle während dem Lesen eine Menge über die Kurstadt und dem Rheintal rund um Bonn erfahren. 

Hauptsächlich ging es dieses Mal um das Leben in dieser Region in den 50ern. Und wie der Bundespresseball in Bad Neuenahr war. An sich stelle ich es mir logistisch sehr schwierig vor die Fahrten in das doch sehr enge Ahrtal zu organisieren. Schließlich hatten ein paar Menschen Interesse an den Reichtümern der Teilnehmenden. Und die Polizei hatte zu dem Zeitpunkt noch lange nicht die Möglichkeiten wie heute. 

Was mich am Ende überrascht hatte war, wir komplex der Fall an sich war. Er war gar nicht so leicht zu lösen wie gedacht und bei den wenigen Seiten hatte ich damit definitiv gerechnet. Jana überschreitet dafür mehrfach ihre Befugnisse, womit sie sich nicht nur einmal Ärger einhandelt. Zudem hat sie aufgrund vergangener Ereignisse immer mehr mit Selbstzweifeln zu kämpfen und hat privat einige Probleme. Ich finde es schön, dass auch diese Aspekte in der Reihe eine Rolle spielen, denn sie hauchen den Charakteren leben ein. 

Bezüglich der Rahmenhandlung rundum Jana und Clemens bleibt es spannend. So ganz ist gar nicht klar in welche Richtung sich das alles entwickeln wird. Das was angedeutet wird, hatte mich nachdenklich gestimmt. Auf alle Fälle bin ich deshalb sehr gespannt auf den fünften Fall der Reihe. 

Fazit

Alles in allem handelt es sich hierbei um einen ruhigeren Ahrtalkrimi, bei dem man eine Menge über die Region lernt. Mich konnte die Handlung so sehr fesseln, dass ich ihn innerhalb von zwei Tagen durch gelesen hatte.

Sonntag, 18. Dezember 2022

#068 Manga - Magus of the library Band 3-4

 




Titel(Deutsch)Magus of the library
Titel(Englisch)Magus of the library
AutorMitsu Izumi
VerlagCarlsen Manga
GenreAbenteuer/Fantasy
Bändebisher 5 erschienen
Meine Bewertung
4/5


Inhalt

Theo ist ein Mischling und wird von den anderen Bewohnern der Stadt gemieden und drangsaliert. Er ist eine so genannte Halbelfe, weshalb er mit seiner Schwester in den Slums lebt. Seine große Leidenschaft ist das Lesen, aber wegen seinem Wohnort darf er eigentlich nicht in die Bibliothek. Trotzdem schafft er es immer wieder für kurze Zeit dort Bücher zu lesen. Nachdem er den Bibliothekar Sedna kennen gelernt hat beginnt für ihn ein großes Abenteuer und auf einmal sind seine Träume zum Greifen nah.


Review

#1.-2. Band

#3. Band: 

In diesem Band geht es um die restliche Prüfung und die große Frage, ob Theo es schafft den Platz für die Ausbildung zum Kafna zu bekommen. 
Handlungstechnisch konnte mich das jetzt alles nicht überzeugen und teilweise hatte es sich ziemlich gezogen. Natürlich ist es interessant zu sehen was für Qualitäten ein Kafna haben muss und welche absurden Aufgaben die Prüfung beinhaltet. Jedoch war es mir einfach zu viel des Guten.
Ganz oft geht es dieses Mal um Diversität und kulturelle Unterschiede. Denn an der Prüfung nehmen auch viele von außerhalb teil, was nicht jedem gefällt. Es ist auf alle Fälle erschreckend zu sehen wie manche damit umgehen. 
Ansonsten fand ich bis auf die Gesichter die Zeichnungen wieder phänomenal. Es ist einfach faszinierend wie viele Details die einzelnen Panels enthalten. Einige Seiten wirken richtig märchenhaft und es war richtig toll in die einzelnen Szenen einzutauchen. Und sich auf die Suche nach versteckten Hinweisen zu machen.
Im Laufe der Handlung wird zudem immer wieder angedeutet was nach dem Abschluss dieses Handlungsstranges passieren wird. Und deshalb bin ich ganz gespannt darauf, welchen Verlauf das alles nehmen wird. Mir gefällt es einfach wenn in Fantasymanga alles etwas düsterer ist und Magie eine große Rolle spielt.


#4. Band: 

Theo hat es endlich geschafft und jetzt muss er nur noch beweisen, dass er tatsächlich das Zeug dazu hat ein Kafna zu werden.
In diesem Band werden sehr viele neue Charaktere in Form von Steckbriefen vorgestellt. Diese enthalten allerhand Informationen und mir war das schlichtweg zuviel des Guten. Leider wird gar nicht erwähnt inwiefern diese später eine Rolle spielen werden und was man sich deshalb merken muss. Ohnehin wird es immer schwieriger die einzelnen auseinander zu halten, da ein Großteil die Uniform der Kafna trägt.
An sich hoffe ich weiterhin, dass es nicht nur um die Ausbildung geht. Denn momentan sieht es aus als würden eventuell die Rivalitäten zwischen den Schülern im Vordergrund stehen und daran habe ich absolut kein Interesse. Zumal ja bisher einige übernatürliche Wesen gezeigt werden, die viel spannender sind als solche Konflikte.
Und dann gibt es ja haufenweise Hinweise darauf, dass Theo im Laufe der Handlung noch einiges erleben wird. Er selbst ja enorme Selbstzweifel und fühlt sich den anderen unterlegen. Während viele Verantwortliche in ihm etwas Besonderes sehen. Und so wie er sich im vorigen Band verhalten hat, scheint er ja eine Menge zu können. Und Fähigkeiten zu besitzen, die eben nicht jeder hat. Was das betrifft bin ich schon total gespannt darauf, inwiefern diese noch eine große Rolle spielen werden.