Freitag, 27. April 2018

#93 Bücherregal - Garten der Schmetterlinge


TitelGarten der Schmetterlinge
AutorDot Hutchison
VerlagEdition M
GenreThriller
Seiten348 Seiten
Meine Bewertung
3/5

 Inhalt

Ein Mann sammelt schöne Mädchen in einem Garten und nennt diese Schmetterlinge. Maya war eins dieser Mädchen und wurde Jahre lang von diesem Mann gefangen gehalten. Nach ihrer Flucht erzählt sie nach und nach dem FBI was es mit dem "Garten der Schmetterlinge" auf sich hat und wie ihr die Flucht gelangt.

Review

Die Handlung ist spannend und es ist mal etwas anderes. An sich sind sie und die Charaktere gut durchdacht.
Man erfährt alles in Form von Rückblenden, was ich sehr schön fand.
Der Schreibstil ist zwar ziemlich gewöhnungsbedürftig, aber trotz allem sehr angenehm.

Leider erfährt man kaum etwas über die Charaktere und so wirklich weiß man nur etwas vom Hauptcharakter.
An manchen Stellen wurde mir alles viel zu nüchtern erzählt. Es scheint fast so als würde die Protagonisten etwas erzählen, was nicht ihr sondern Dritten wiederfahren ist. Teilweise wird man mit sehr vielen unnötigen Informationen zugeschüttet und man hat immer wieder das Gefühl, als wolle die Ich-Erzählerin gar nicht erzählen was wirklich geschah und somit beantwortet sie auch sehr oft nicht die Fragen der Ermittler.
Das Ende erschien mir viel zu weit hergeholt und es hat sich leider nicht an den Rest der Story gefügt.
Am schlimmsten empfand ich die Liebesgeschichte. Sie gibt dem ganzen einen sehr verstörenden und ekligen Touch, am besten hätte man sie einfach weggelassen.
Der Gärtner hätte besser als Charakter aufgebaut werden können. Er handelt oft sehr widersprüchlich. Zum Beispiel weint und trauert er um seine Schmetterlinge, obwohl er derjenige ist der sie tötet. Warum tötet man etwas, was man nicht hergeben will?
Auch der Ich-Erzählerin hätte man noch mehr Tiefe geben können. Wo sind alle ihre Emotionen? Warum ist sie die ganze Zeit so gleichgültig? Warum ist sie nach der Flucht so gefasst?

Es ist eine sehr groteske und beängstigende Vorstellung, dass jemand zu so etwas in der Lage ist und dann auch noch so lange damit durchkommt. Vor allem fand ich es auch schlimm, dass der eine Sohn vom Gärtner genauso ist, aber an für sich noch um Welten schlimmer.
Vor allem das Thema "Schmetterlinge" gibt dem Ganzen einen bitteren Nachgeschmack. Allein die Vorstellung von all dem beschert mir Gänsehaut.


Fazit

Obwohl es nicht sehr detailliert ist würde ich es niemanden mit schwachen Nerven empfehlen. Das Buch ist schnell durchzulesen und eignet sich prima für zwischendurch. Für mich war es leider nicht spannend genug als Thriller. Bei einigen Portalen hat das Buch sehr gute Bewertungen und vielleicht gefällt es ja einem von euch.

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