Sonntag, 5. Februar 2023

#520 Bücherregal - Die alte Dame am Meer(Kurzrezension)

       




TitelDie alte Dame am Meer
AutorAnna Johannsen
VerlagEdition M
GenreKrimi
Seiten351 Seiten
Meine Bewertung
 3/5


 Inhalt

Bei der zweiten Leichenschau kurz vor der Einäscherung fällt auf, dass Gesa Jansen offensichtlich ermordet wurde. Sie ist vermögend, liegt aber seit Jahren mit mehreren Familienmitgliedern im Clinch. Weshalb nicht nur diese unter Verdacht geraten, sondern auch der Arzt von der ersten Leichenschau und viele weitere. Im Laufe der Ermittlungen gerät sogar der Vater von Lena Lorenzen in Verdacht, weshalb sie alles daran setzt diesen so schnell wie möglich aufzuklären.

Review

Hauptsächlich geht es hier um die Familiengeschichte der alten Dame.

In den vorigen Bänden nahm mir das Privatleben von Lena Lorenzen zu viel Platz ein, was aber dieses Mal nicht der Fall war. Genau das war wirklich angenehm, denn ich lese ja Krimis hauptsächlich wegen den Fällen.

Vor allem die Informationen über die Kunstszene der 50er fand ich interessant, aber auch total bedrückend. Es ist und bleibt nun einmal sehr schwer sich zu etablieren in so einer Szene und deshalb wundern mich die Vorgänge in diesem Buch wenig.


Die Befragungen stehen die ganze Handlung über im Vordergrund, was diese recht zähflüssig macht. Zudem herrscht durchgehend eine ruhige Atmosphäre, was diesen Eindruck noch verstärkt. An sich gibt es wenig Abwechslung und wie in den anderen Bänden lässt sich ein Muster erkennen. Entweder wird etwas gegessen oder es sitzt mal wieder wer am Strand oder es wird Tee getrunken. Natürlich gehört das alles zu einer Geschichte, jedoch könnte dabei wenigstens etwas spannendes passieren. Selbst wenn es um die Ermittlungen an sich geht, gibt es viel zu Abwechslung. Mir war das alles viel zu seicht.

Ansonsten war es mir viel zu wenig Lokalkolorit für einen Krimi, der auf Sylt spielt. Er hätte auch auf einer der anderen Inseln spielen können, denn wirklich aussagekräftige Beschreibungen über Orte und Personen waren schlichtweg zu knapp um ein eindeutiges Bild abzuliefern.


Lena als Hauptcharakterin wirkte mir hier viel zu eindimensional und gefühlslos. Die Dialoge wirkten an sich meist viel zu gestellt und es kam kein Redefluss auf. An sich hatte ich oft überlegt den Band einfach abzubrechen, jedoch wollte ich wissen wie es mit Lena und Erck weitergeht und es war der einzige, der mir in der Reihe noch fehlte.
  
Fazit

Hierbei handelt es sich um einen unblutigen Krimi, der sich gut für zwischendurch eignet. Und ohne Vorwissen gelesen werden kann.



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