Freitag, 17. Februar 2017

#13 Bücherregal - Harry Potter und der Stein der Weisen (reread)




Titel(Deutsch)Harry Potter und der Stein der Weisen
Titel(Englisch)Harry Potter and the Philosopher's Stone
AutorJoanne K. Rowling
VerlagCarlsen
GenreRoman/Fantasy
Seiten336 Seiten
Meine Bewertung
4,5/5

Inhalt

An seinem 11. Geburtstag erfährt Harry Potter, dass er ein Zauberer ist und dass seine Eltern nicht bei einem Autounfall ums Leben kamen. Aus dem Grund wechselt er zur Schule für Hexerei und Zauberei und hat zum ersten Mal im Leben richtige Freunde. Mit diesen Freunden erlebt er im ersten Schuljahr jede Menge Abenteuer und diese stehen ihm auch im Kampf gegen die dunklen Mächte zur Seite.

Charaktere

Harry hat als kleiner Junge seine Eltern verloren und eigentlich keine Erinnerung an sie. Er wächst bei seiner Tante und seinem Onkel auf, die ihm nichts als Verachtung schenken. Erst in Hogwarts erfährt er was Freundschaft bedeutet und dass auch er liebenswert ist. Harrys Eltern waren beide Zauberer, aber er wächst bei einer Nicht-Zaubererfamilie(Muggle) auf.
Ron ist eins von 7 Geschwistern. Ihm fällt es ziemlich schwer dem hohen Erwartungsdruck gerecht zu werden und er wäre gerne zu beliebt wie seine Brüder. Er kommt aus einer Zaubererfamilie.
Hermine kommt aus einer Nicht-Zaubererfamilie und hat es schwer in Hogwarts Anschluss zu finden. Sie ist sehr strebsam und ist sehr darauf bedacht keine Regeln zu brechen und gute Note zu bekommen. Dieses steht im starken Kontrast zu Harry und Ron, welche beide gerne Regeln brechen und sich nicht um Noten kümmern.

Review

Das Buch selbst habe ich schon öfters gelesen und mit jedem lesen fallen mir mehr Fehler auf. Man merkt halt einfach, dass Joanne K. Rowling zu dem Zeitpunkt noch nicht so viel Erfahrung hatte. Aber trotzdem finde ich, dass das Buch einfach klasse ist!
Man lernt zusammen mit Harry die Welt kennen und ich finde es gut, dass es nicht in der Ich-Perspektive verfasst ist. Harry ist der Hauptprotagonist, weshalb man auch am meisten über ihn erfährt. Ausschweifende Erklärungen fehlen und man kann sich quasi sein eigenes Hogwarts dadurch kreieren. Die einzelnen Charaktere werden auch nur sehr kurz beschrieben, was mir persönlich nichts ausmacht. Ich finde es eher lästig, wenn ständig ausufernd alles beschrieben wird und Seiten lang nichts Story relevantes passiert.
 Der Schreibstil an sich ist eher nüchtern gehalten und ohne viele Worte schafft sie es Szenen zu gestalten und auch zu füllen. Wie schon am Anfang erwähnt: Sie wird nicht ausufernd und trotzallem schafft sie es den Leser zu fesseln.
Harry hatte vor Hogwarts außer von seinen Eltern keine Liebe und Zuneigung erfahren und war eigentlich nur der Spielball von seinem Cousin Dudley. In den Augen von seiner Tante und seinem Onkel ist er einfach nur ein Schandfleck und nichts besseres als ein Bediensteter. Das ändert sich schlagartig , als er von der Zaubererwelt erfährt. Diese Storyline ist nicht neu, aber trotzallem ziemlich gut umgesetzt. Joanne K. Rowling schafft es eine komplett neue Welt zu erschaffen, die tatsächlich so existieren könnte.
Besonders am 1. Buch gefällt mir, dass man bis zum Schluss nicht weiß was Sache ist. Man muss quasi bis zum Ende lesen um zu erfahren wer wirklich der Böse ist. Mir gefallen auch die einzelnen Charaktere ziemlich, da eigentlich für jeden mehr oder weniger etwas dabei ist.

Fazit 

Ich kann das Buch jedem empfehlen, der Fantasy mag. Man merkt zudem bei diesem Buch, dass es für Teenager geschrieben ist. Kämpfe werden nicht ausschmückend beschrieben und es geht nicht um die einzig wahre Liebe. Man merkt zudem auch, dass sich die Autorin unheimlich viel Mühe gemacht hat und alles bis ins letzte Detail durchdacht hat. Ich gebe dem Buch nur 4,5 Schmetterlinge, da mir die deutsche Übersetzung nicht gefällt. Manches ist einfach wirklich komisch übersetzt und das stört dann auch ziemlich beim lesen. Deshalb empfehle ich auch jedem der Englisch kann die englische Version :)

Freitag, 10. Februar 2017

#12 Bücherregal - The Highly Sensitive Person





Titel(Deutsch)Sind Sie hochsensibel? Wie Sie Ihre Empfindsamkeit erkennen, verstehen und nutzen
Titel(Englisch)The Highly Sensitive Person
AutorDr. Elaine N. Aaron
Verlagmvg
GenreRatgeber
Seiten271 Seiten
Meine Bewertung
5/5

Inhalt
Die Autorin erklärt in diesem Buch das Thema Hochsensibilität. Ihre Ratschläge basieren auf vielen Interviews und wissenschaftlichen Studien. Hier wird nicht nur Hochsensibeln die Thematik näher gebracht, sondern auch Nicht-Hochsensiblen.

Review

Zu dem Buch an sich gibt es noch ein Workbook/Arbeitsbuch, welches ich noch nicht gelesen habe. Das Buch gibt es auch auf deutsch unter dem Titel "Sind Sie hochsensibel? Wie Sie Ihre Empfindsamkeit erkennen, verstehen und nutzen". Ich hab bisher nur die englische Version als ebook gelesen.

Das Buch kann ich einfach nur jedem Hochsensiblen empfehlen. Selbst Menschen ohne dieses Persönlichkeitsmerkmal kann ich dieses Buch empfehlen, da es viele Verhaltensweisen erklärt. Ich habe schon einige Texte der Autorin gelesen und wollte schon seit längerem ein Buch von ihr lesen. Es ist alles wunderbar erklärt und da sie selbst hochsensibel ist, kann sie vieles aus erster Hand erklären. Um die Krankheit besser zu verstehen hatte die Autorin vor Jahren Interviews mit Betroffenen durchgeführt und diese finden einen Platz in diesem Buch. Dadurch ist mir aufgefallen, dass ich mit vielem nicht allein da stehe und gewisse Probleme einfach normal sind bei Hochsensiblen.

Es wird zum Beispiel auch thematisiert wo die einzelnen Unterschiede in den ganzen Studien liegen und sowas interessiert mich immer ziemlich. Zum Thema Hochsensibilität gehen die Meinungen sehr weit auseinander und nicht jeder glaubt an diese Theorie.
Vor allem hat mir die positive Darstellung gefallen. Die negativen Aspekte der Hochsensibilität werden auch thematisiert, jedoch werden auch immer wieder die positiven Seiten hervorgehoben! Leider ist es ja oft so, dass vor allem sensible Jungs ziemlich an ihrer Sensibilität in unserer Gesellschaft zu knabbern haben.
Auch wenn es sich nicht um das Workbook handelt gibt es im Buch einige Fragebögen und durch diese lernt man ziemlich viel über sich selbst und die Hochsensibilität.

Es gibt im Buch auch extra Kapitel für Nicht-Betroffene, damit diese besser auf Hochsensible eingehen können. Ich kann mir gut vorstellen, dass es manch einem Elternteil ziemlich viel weiterhelfen könnte. Oder auch in einer Partnerschaft kann es helfen. Beide Themen werden übrigens im Buch erläutert :)
Es wird auch auf Medikamente eingegangen und die einzelnen Therapien, da es ja ein ziemlich umstrittendes Thema ist.

Freitag, 3. Februar 2017

#11 Bücherregal - Margos Spuren(Paper Towns)





Titel(Deutsch)Margos Spuren
Titel(Englisch)Paper Towns
AutorJohn Green
VerlagDTV Verlagsgesellschaft
GenreRoman
Seiten336 Seiten
Meine Bewertung4/5

Inhalt 

Quentin ist eigentlich schon immer in seine Nachbarin Margo verknallt. Eines Nachts steht sie unerwartet an seinem Fenster und bitte ihn um Mithilfe bei ihrem Rachefeldzug. Nachdem Rachefeldzug verschwindet sie und nun liegt es an Quentin selbst Margo wieder zu finden. Margo hat Hinweise auf ihren Aufenthaltsort vor ihrem Verschwinden hinterlassen, damit Quentin sie findet.

Charaktere

Quentin ist eher unscheinbar, ruhig und nicht so beliebt an seiner Schule. Er versucht einen guten Schulabschluss zu bekommen und seine Eltern sind stolz auf ihn.
Während Margo das komplette Gegenteil zu Quentin ist. Diese ist freiheitsliebend, beliebt und hält sich nicht so gerne an Regeln. Ihre Eltern stört das ziemlich, da sie ihr von zu Hause wegrennen ziemlich Leid sind.

Review

[Vorsicht, kann Spoiler enthalten!]: Leider ist es ein typisches Jugendbuch, das heißt die Story schreitet schnell voran und die einzelnen Vorlagen werden nicht richtig genutzt, weshalb es an Tiefe mangelt. Positiv hierran ist eigentlich, dass die Geschichte hauptsächlich aus Quentins Perspektive erzählt wird, weshalb es leichter ist dem Storyverlauf zu folgen.
Leider sind meiner Meinung nach auch die Dialoge wie in "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" viel zu metaphorisch und unrealistisch gehalten. Mir persönlich hat das eingeflochtene Gedicht ziemlich gefallen und auch das Konzept der "Paper Towns" ist einmal etwas anders. Man merkt halt auch an diesem Buch, dass John Green viel Wert auf die enthaltene Botschaft vom Buch legt und nicht so viel Wert auf die Handlung.
Zu Beginn des Buches lernt man einiges über die Freundschaft von Quentin und Maron. Leider ist es bei den beiden wie so oft bei Sandkastenfreundschaften: Irgendwann entfernt man sich zu sehr voneinander.
Quentin blüht im Buch richtig auf und entwickelt sich ziemlich viel weiter. Was mich jedoch stört ist seine Vernarrheit in Margo. Er ist fast schon besessen von der Idee sie wieder zu finden, obwohl sie sich ja eigentlich nicht mehr sehr Nahe standen. Auch find ich es etwas komisch, dass er quasi alles für sie tun würde. Er erschien mir am Anfang des Buches wie ein Vernunftgesteuerter Junge und Margo zu Liebe bricht er etliche Regeln/Gesetze. Es heißt zwar Liebe macht blind, aber mir scheint es teils dann doch etwas zu viel des Guten.
Mir persönlich hat das Ende gefallen, da es kein richtiges Happy End gab! Es wäre meiner Meinung nach vollkomen absurd gewesen, wenn Margo zurück nach Hause gegangen wäre. Sie hat es endlich geschafft aus ihrem Leben auszubrechen, warum sollte sie also ihre Freiheit wieder aufgeben? Ich finde es sogar gut, dass John Green dieses Ende gewählt hat, da ein Selbtmord Margo's zu oft angedeutet wurde und somit zu vorhersehbar gewesen wäre. Ein bisschen habe ich mir schon gewünscht, dass Quentin und Margo zueinander finden. Jedoch ist das viel zu klischeehaft und es wäre für mich dann auch ein ziemlich langweiliges Ende.
Alles in allem ist es doch ein ganz schönes Buch, wenn man so etwas gerne liest.

Mittwoch, 1. Februar 2017

Hochsensibel - 10 Dinge



Guten Tag :)

Ich selbst habe erst 2012 erfahren, dass ich Hochsensibel bin. Der Arzt brauchte keine 5 Minuten um das herauszufinden und ich bin einfach nur undenklich dankbar dafür, da ich nun endlich weiß warum ich so bin wie ich bin! Da es zu dem Them immer noch viele Mythen gibt und viele einfach nicht wissen, was das Wort bedeutet habe ich den Eintrag heute einmal dem Thema gewidmet.

Was bedeutet es also hochsensibel zu sein?


  1. Hochsensiblen fällt es schwerer unwichtige Dinge in ihrer Umgebung zu filtern und nehmen deshalb viel mehr wahr. Dies kann jedoch schnell zu einer Überreizung führen.
  2. Hochsensible nehmen oft Dinge wahr, die einer ohne diese "Fähigkeit" nicht wahrnimmt. Das hat viel mit Punkt 1 zu tun: summende Kühlschränke, bestimmte Gerüche, leise Klopfgeräusche und vieles mehr.
  3. Hochsensible Menschen sind sehr empathisch, das heißt sie nehmen die Emotionen anderer sehr stark wahr. Oft ist es sogar so, dass hochsensible es eher als das Gegenüber wahrnehmen! Das heißt diese merken zum Beispiel schnell wenn die Stimmung kippt.
  4. Die Sensibilität wird in kognitive(logisches Denken), emotionale(zwischenmenschlich, oft sehr empathisch) und sensorische(Geräusche usw) Bereiche unterteilt. Jeder Hochsensible untercheidet sich in diesen Bereichen und deshalb ist hochsensibel auch nicht gleich hochsensibel.
  5. Hochsensible brauchen meist länger um eine Entscheidung zu treffen, da sie die Eindrücke intensiver verarbeiten.
  6. Zudem sind sie kreativ, was sich nicht nur in künstlerischen Bereichen sondern auch in Sachen Ordnung oder Problemlösung widerspiegelt.
  7. Sie nehmen oft auch Schmerzen intensiver wahr. Aber nicht nicht nur Schmerzen, auch stimulierende Subtanzen wie Koffein oder Medizin haben stärkere Auswirkungen!
  8. Aber auch Kritik nehmen sie sich mehr zu Herzen, weshalb hochsensible gerne solche Situationen umgehen. Auch auf Gewalt/Streit reagieren sie mehr als nicht-hochsensible.
  9. Das Innenleben von Hochsensiblen ist auch sehr komplex.
  10. Da Hochsensible leider nicht einfach einmal ihre Gedanken abschalten oder die Umgebung ausblenden können, haben sie oft Schlafprobleme.


Wusstet ihr, dass ungefähr 15-20% von einigen Tierarten hochsensibel sind? Leider ist die Forschung noch nicht sehr weit bei dem Thema, da noch nicht so lange danach geforscht wird. Auch gibt es im Bereich Hochsensibilität einige widersprüchliche Studien/Forschungsergebnisse.

Und was bedeutet es nicht?

  1. Hochsensibel sein hat nichts mit schüchtern zu tun. Es gibt natürlich auch schüchterne hochsensible Menschen, aber nicht alle sind schüchtern.
  2. Hochsensibilität ist keine Schwäche, diese Menschen nehmen die Welt einfach intensiver wahr! Es ist vor allem auch keine Erkrankung, sondern viel mehr so etwas wie eine Charaktereigenschaft.
  3. Es sind ungefähr gleich viele Männer wie Frauen betroffen! Leider ist es so, dass in unserer westlichen Welt Sensibilität als Schwäche angesehen wird und deshalb wird oft Jungs diese "Schwäche" abtrainiert.
  4. Hochsensible sind in der Regel nicht gleich beleidigt. Eher wird die Kritik genutzt um sich zu verbessern, jedoch wirkt das auf den Außenstehenden meist anders.
  5. Zudem haben sie keine Wahl: Das Nervensystem ist anders gebaut, als bei nicht Betroffenen. Das heißt sie nehmen z.B. sensorische Eindrücke viel stärker wahr, ob sie es nun selbst wollen oder nicht.
  6. Auch hat Hochsensibilität nichts mit niedrigem Selbstbewusstsein oder Selbstwertgefühl zu tun. 
  7. Nicht jeder hochsensible hat eine Angsstörung oder Depressionen.
  8. Genauso wenig ist jeder hochsensible direkt ein Künstler oder hochbegabt.

Vielleicht hilft dieser kurze Einblick um zu verstehen, was es wirklich bedeutet hochsensibel zu sein.

Bye