Mittwoch, 19. Juni 2019

#26 Booktalk - Die Stille vor dem Tod

Hallo,

Im März hatte ich den Thriller "Die Stille vor dem Tod" von Cody McFadyen gelesen und heute gibt es einen Booktalk dazu.





Die Familie Wilton wird auf brutale Weise ermordet. Am Tatort ist eine mit Blut geschriebene Nachricht für Smoky Barrett an der Wand. In unmittelbarer Nachbarschaft der Familie werden zwei weitere Familien ermordet aufgefunden. Warum will der Mörder ausgerechnet Smoky Barrett als Ermittlerin? Und was soll sie laut Mörder von diesen Taten lernen? Dieser Fall fordert alles von ihr und schafft sie es trotz des immensen Drucks die Nerven zu behalten?


Der erste Teil des Buches ist spannend geschrieben und man will einfach wissen wie das alles ausgeht. Leider gibt es dann einen plötzlich Cut und alles ist einfach nur ein absolutes Chaos.


Die Handlung an sich macht keinen Sinn und ist einfach nur eine Aneinanderreihung von allen erdenklichen Grausamkeiten. Und genau das macht die ganze Handlung unlogisch, da das alles viel zu realitätsfern ist. Es klingt eher wie eine sehr verworrene Verschwörungstheorie und kann qualitativ auch absolut gar nicht mit den anderen Büchern des Autors mithalten. Und es klingt so als wolle man einfach nur grausame Morde aufzählen bzw. erwähnen und Kriegsverbrechen wurden auch erwähnt. Man erfährt gar nicht was letzteres mit der Handlung zu tun hat und scheinbar soll das alles nur ein großer Cliffhanger für den 6. Band sein, was ich sehr schade finde. Es gibt keinen roten Faden, der sich durch das Buch zieht.

Mich hat die Handlung ab einen gewissen Punkt einfach nur noch verstört und es war mir einfach zu viel des Guten. Solche geschilderten Fälle mag es gegeben haben, aber die alle an einem Ort zu finden ist doch sehr ungewöhnlich. Man ahnt zwar immer wieder worauf der Autor damit hinaus will, aber ein paar weniger Fälle hätten es auch getan. Vor allem die aus der Zeit des II. Weltkrieges hätte man ruhig weglassen können.

Der Schreibstil unterscheidet sich zu den vorigen Büchern deutlich und es kam mir so vor, als würde ich das Buch von einem anderen Autor lesen. Manche Sachen wie die Narben/Haare von Smoky werden auch anders als in vorigen Büchern beschrieben, was ich sehr merkwürdig fand. Als Autor sollte man schon wissen wie die Hauptprotagonistin aussieht und wie sie die Haare hat gegen Schluss von Band 4, da Band 5 kurze Zeit danach spielt.

Es gibt viele Längen und viel zu viele Plotholes. Vieles macht einfach keinen Sinn oft fehlen jegliche Erklärungen. Und die ganzen Traumsequenzen zwischen durch verwirren einen nur zusätzlich.

Im Fokus stehen die Psyche von Smoky und des Serienkillers, wobei ich es stellenweise nicht wie einen Psychothriller empfand sondern eher wie einen Auszug aus einem Psychologiebuch. Vor allem als der Teil über Smokys Psyche kam war ich kurz davor das Buch abzubrechen. Es ist jetzt nicht schlecht dargestellt, aber es passt einfach nicht zu der Handlung. Es nimmt einfach unheimlich die Spannung und "bremst" sie quasi komplett auf 0 runter. Wobei eigentlich genau der Abschnitt wichtig ist, immerhin zeigt er was all die Fälle mit der Psyche eines Menschen anstellen und keiner unverwundbar ist. Vielleicht hätte eine Kürzung von dem Teil auch schon diesen Zusammenhang darstellen können.

Der Fall an sich wird leider auch nicht groß besprochen, das heißt oft kommt es ganz plötzlich zu neuen Erkenntnissen im Fall. Man kann somit nicht miträtseln, was ich sehr schade fand. Es scheint fast so als wäre all das vollkommen zweitrangig und als würde nur eine absurde Verschwörungstheorie eine Rolle spielen.


Das Buch ist nichts für schwache Nerven, da hier die Morde und Szenen teilweise sehr bildhaft beschrieben werden. Auch die Themen wie Gewalt in allen erdenklichen Formen sind an manchen Stellen nicht ohne und das könnte bestimmte Personengruppen triggern.

Ich hatte mich richtig gefreut auf das Buch gefreut, auch wenn die Veröffentlichen immer weiter nach hinten verschoben wurde(2016). Als ich dann die schlechten Bewertungen sah, war ich erst einmal enttäuscht und wollte es mir dann auch nicht kaufen. Deshalb hatte ich mir auch 1 Jahr nach dem es mir geschenkt wurde mit dem Lesen Zeit gelassen und um ehrlich zu sein kann ich die schlechten Bewertungen durchaus nachvollziehen. Wahrscheinlich würde ich dem ganzen 3 von 5 Sternen geben, da ich es stellenweise gar nicht nicht so schlecht fand. Vor allem wurde auch mal berücksichtigt, dass die Charaktere auch nur Menschen sind und keine eiskalten Maschinen.

Hierbei handelt es sich um den 5. Teil der Reihe und trotzdem wird in meinen Augen zu ausführlich die Vergangenheit der Charaktere beleuchtet. Das heißt wer die anderen Teile kennt wird wahrscheinlich durch die längeren Erklärungen über die Narben von Smoky oder wie ihre Ziehtochter zu ihr kommt gelangweilt. Den Teil hätte man definitiv kürzen können.

Viele Grüße

Sonntag, 16. Juni 2019

#212 Bücherregal - Dünenblut







Titel(Deutsch)Dünenblut
AutorSven Koch
VerlagKnaur TB
GenreKrimi/Lokalkrimi/Thriller
Seiten352 Seiten
Meine Bewertung
4/5


Ich bedanke mich hiermit recht herzlichst bei Netgalley.de für das Bereitstellen eines Rezensionsexemplares.


 Inhalt

Tjark Wolf verbrachte seinen Urlaub zusammen mit einer dänischen Kollegin namens Anne Madsen in seinem Ferienhaus in Dänemark. Und als er schweren Herzens wieder nach Deutschland fährt um seinen Dienst beim LKA Niedersachsen anzutreten wird er prompt verhaftet. Denn in seinem Ferienhaus wurde Blut von Anne gefunden, jedoch fehlt von ihr selbst jede Spur. Deshalb steht Tjark unter Mordverdacht, aber anstatt sich festnehmen zu lassen flieht er kurzerhand. Er beschließt sich auf die Suche nach Anne zu machen und nach demjenigen, der sie aus seinem Ferienhaus entführte. Und er hat den Verdacht, dass der Runen-Killer hinter der Sache steckt immerhin ermittelt Anne gegen ihn.

Review

Man erfährt nach und nach wieso Tjark Wolf als Hauptverdächtiger in einem Mordfall gesucht wird. Somit geht es im ersten Teil der Handlung hauptsächlich um all das was im Klappentext steht und danach geht es auch schon Schlag auf Schlag weiter.
Normalerweise hat ein Ermittler allerhand Möglichkeiten um einem Tatverdächtigen auf die Schliche zu kommen. Jedoch fallen nahezu all diese weg, wenn der Ermittler in einem fremden Land unterwegs ist und zudem auch noch der Hauptverdächtige ist.
Genau diese Jagd wird prima dargestellt und es ist spannend zu sehen wie Tjark sich daraus Vorteile zieht. Denn mit der Polizei auf den Fersen baut er darauf, dass der wahre Mörder nicht plötzlich Jagd auf ihn macht.
Durch die vielen bildhaften Beschreibungen kann man sich die Umgebung prima vorstellen. Und wie zu erwarten bei einem Küsten-Krimi(Nordsee) spielt diese eine große Rolle und auch der typische Ostfriese darf nicht fehlen. Und auch die dänische Küste wird immer wieder ausführlich beschrieben.
Immer wieder gibt es Kapitel aus der Sicht von verschiedenen Charakteren um den Leser auf eine falsche Fährte zu locken. Durch die relativ schnellen Sichtwechsel ist auch das Erzähltempo ziemlich hoch und man fliegt quasi nur so durch die Seiten. Es gibt zu dem auch noch kaum störende Nebenhandlung und die vielen Wendungen sorgen für ausreichend Spannung.

Lediglich das Ende hatte mir nicht gefallen, da es nicht so wirklich in den Storyverlauf passte. Es wirkte alles sehr konstruiert und nicht realistisch. So ein Ende passt besser zu einem reinen Actionthriller und nicht zu einem Kriminalthriller.


Fazit

Im Vordergrund steht dieses Mal Tjark Wolf und er ermittelt quasi den Fall im Alleingang. Er ist auf der Flucht dänischen Polizei und sein eigenes Ermittlerteam in Deutschland ist oder will ihm keine große Hilfe sein. Deshalb steht auch Tjark komplett im Vordergrund und nur an wenigen Stellen erfährt woran gerade sein Team arbeit oder was diese über sein Verhalten denken. Denn immerhin geht er ein großes Risiko ein und gefährdet damit auch den Fortbestand seines Teams und die Karrieren der einzelnen Mitglieder.
Was ich noch positiv hervorheben möchte ist, dass der Autor auf bildhaft beschriebene Gewaltszenen mehr oder weniger verzichtet. Die Morde an sich werden fast schon nüchtern beschrieben, aber mehr auch nicht.
Der Krimi eignet sich prima für zwischendurch und man hat ihn auch schnell durch gelesen, dadurch eignet er sich auch prima für den Urlaub.

Freitag, 14. Juni 2019

#211 Bücherregal - Der Präsident


TitelDer Präsident
AutorSam Bourne
VerlagBastei Lübbe
GenrePolitthriller
Seiten480 Seiten
Meine Bewertung
3/5

 Inhalt

Die USA wählt einen Demagogen als Präsidenten, hinter dem ein rücksichtsloser Chefstratege steht. Nach einem ziemlich erhitzter Wortwechsel mit dem Machthaber von Nordkorea will der Präsident aufgrund einer Übersprungshandlung den roten Knopf drücken um einen atomaren Präventivschlag zu verüben. Schnell wird klar, dass es nicht so weiter gehen kann, aber ist eine Ermordung des Präsidenten wirklich die Lösung? Maggie Costello arbeitet im Weißen Haus und stößt auf die Pläne für dieses Attentat. Sie kommt mit ihrem Gewissen in Konflikt und fragt sich, ob sie es wirklich verhindern soll.

Review

Das Buch beinhaltet sehr aktuelle Themen und greift viele Fragen auf, die man sich Ende 2017 bezüglich der Präsidentschaftswahl in den USA stellte. Man weiß selbst beim Lesen des Klappentextes auf wen hier Bezug genommen wird und es wird auch ein sehr realistisches Szenario aufgegriffen. Auch die anderen Charaktere spiegeln ehemalige bzw. aktuelle Politiker im Weißen Haus wider, was das alles sehr authentisch macht. Allein die Konstellation dieser Menschen gibt genug Stoff für viele verschiedene Handlungsstränge. Der Name des Präsidenten wird übrigens bis zum Schluss nicht genannt. Natürlich sind einige überzeichnet, was das alles aber leider nicht weniger authentisch macht.
Die Handlung wird aus der Sicht mehrerer Personen erzählt, was bei Zeiten etwas verwirrend ist. Jedoch hilft es einem auch dabei die Beweggründe derjenigen besser zu verstehen und man wird nicht vor vollendete Tatsachen gestellt. Die Handlungsstränge werden nach und zusammen geführt. Das Tempo ist zeitweise sehr hoch und die Geschehnisse überschlagen sich quasi. Mir fiel es wirklich schwer das Buch auf Seite zu legen und deshalb hatte ich es innerhalb weniger Tage durch gelesen. Der Schreibstil ist bildhaft und man kann sich alles sehr gut vorstellen.
Das Ende ist passend zur Handlung und durchaus realistisch.

Der Handlungsstrang rund um den Präsidenten kommt viel zu kurz und hauptsächlich dreht es sich gefühlt um alles andere in Maggies leben. Hier wäre ein anderer Titel und auch ein anderer Klappentext sinnvoll gewesen. So wird einem einiges versprochen, was so nicht im Buch auftaucht.
Einige Charakterzüge an Maggie fand ich schrecklich und zeitweise klangen ihre Gedankengänge so, wie sich wahrscheinlich manch ein Mann die einer Frau vorstellt. Einfach nur schrecklich und es schien fast so als wäre sie zeitweise nur auf Matratzensport aus! So etwas muss bei solch einer Handlung einfach nicht sein.
Man merkt allein an den Dialogen, dass sich ziemlich wenig Zeit für das Buch als solches genommen wurde. Einiges macht einfach keinen Sinn und vieles hätte man weglassen können. Ansonsten hätte ch dem Buch liebend gerne 4 von 5 Sternen gegeben, aber qualitativ reicht es dafür einfach nicht aus. Scheinbar ist das Buch im Originalen besser, deshalb würde ich auch eher zur Englischen Version raten.


Fazit

Hierbei handelt es sich um den 3. Band einer Reihe, wobei man es auch ohne Vorwissen lesen kann. Das Buch stimmt einen nachdenklich und macht klar wie wichtig es ist zur Wahl zu gehen, auch wenn man letztendlich nur das kleinere Übel wählen kann. Es zeigt auch wie verheerend es sein kann, wenn ein einzelner Mensch in einer Demokratie zu viel Macht hat und zu Übersprungshandlungen neigt. Und die jetzigen Schutzmechanismen die einen Missbrauch der Macht verhindern mitunter nicht ausreichend sind.
Der Titel "to kill the president" von der Originalfassung passt auf alle Fälle besser zur Handlung als "Der Präsident" und der macht einem auch keine falsche Hoffnung auf einen ganz anderen Fokus bei der Handlung.

Mittwoch, 12. Juni 2019

Bookjournal

Guten Tag :)

Heute bringe ich wie versprochen einen Eintrag zu meinem Bookjournal mit. Dafür habe ich ein ganz einfaches und billiges Notizbuch verwendet und die einzelnen Seiten habe ich minimalistisch gestaltet.



Ganz am Anfang befindet sich eine Auflistung aller Blogeinträge. Also links ist die Kalenderwoche vermerkt und dann steht da M für Mittwochseintrag(B: Booktalk, L: Lesemonat, C: Comicrezension, M: Mangarezension) und dann zweimal ein R für die Rezensionen am Freitag und am Sonntag. Da ich einen Buchblog führe gehört das auch in mein Bookjournal.
Rechts sind die ganzen Buchreihen vermerkt, die ich alle nach und nach zu Ende lesen möchte. Wie man sieht beinhaltet diese Liste viele Krimis, denn die lese ich besonders gerne.




Hier ist eine einfache Liste aller Bücher, die ich bisher hin 2019 gelesen habe. Auf der nächsten Seite geht es weiter in dem Schema. Ich benutze einen Colourcode für die einzelnen Genres und die Zahlen zeigen nur an wie viele Bücher ich aus diesem Genre in 2019 schon gelesen habe. Mit dabei ist auch eine kleine Statistik über mein Leseverhalten.



Hier sind alle Rezensionsexemplare von 2019 aufgelistet. Da ist dann notiert, ob ich sie schon erhalten habe und wo die einzelnen Rezensionen schon veröffentlicht sind. Unter anderem notiere ich mir auch, wann ich die Rezension auf dem Blog online gestellt habe und ob ich den Link schon an den Verlag geschickt habe.



Dann habe ich eine Übersicht über alle Challenges, an denen ich dieses Jahr teilnehme. Als erstes habe ich eine Grafik über die Seitenzahlen der einzelnen Bücher, da ich dieses Jahr hauptsächlich Bücher mit mehr als 300 Seiten lesen möchte. Dann kommt die ABC-Challenge und ich wundere mich um ehrlich zu sein immer noch, dass mir bei 48 Büchern immer noch so viele Buchstaben fehlen.



Und dann nehme ich auch noch an der diesjährigen goodreads Challenge teil. Um ehrlich zu sein habe ich keine Ahnung welche Bücher ich dafür lesen möchte. Das geht noch den ganzen Sommer lang und ich hoffe, dass sich dafür geeignete Bücher in der Ausleihe oder im öffentlichen Bücherschrank befinden.




Jetzt folgen ein paar Statistiken zu den bisherigen Sternebewertungen, da ich einfach mal wissen will wie gut mir die gelesenen Bücher gefallen. Zudem hatte ich das letzte Jahr über das Gefühl, als würde ich zu viele 5 Sterne Bewertungen abgeben und das möchte ich damit kontrollieren.
Das Diagramm über mein Leseverhalten. Die graue Linie/Nummer ist die Gesamtseitenanzahl, die pinke die Anzahl der Bücher und die türkise ist die Seitenanzahl pro Buch.

Eigentlich gehören dort auch Rezensionen rein, aber da ich letztes Jahr 127 Bücher gelesen hatte und für jede Rezension min. eine Doppelseite brauche passt das einfach nicht in mein Bookjournal. Auch die vorgedruckten Bookjournals fallen da weg, da die wenigstens so viele freien Seiten anbieten.
Und Zitate sammle ich grundsätzlich in einem anderen Buch. Jetzt hat mein Bookjournal noch so viele leere Seiten, aber die werden sich auch nach und nach füllen.  Mir ist es vor allem wichtig all die Informationen an einem Platz zu haben und die möchte ich gerne auf den 1. Blick erfassen können. Ich war noch nie einer der groß etwas dekoriert und ich wüsste jetzt auch gar nicht wo ich groß noch Dekorationen hinpacken könnte. Meistens fallen mir nämlich mit der Zeit noch Informationen zum tracken ein und die packe ich dann meist unter die ganzen Grafiken. Ich find es auf jeden Fall immer wieder schön zu sehen wie aufwendig manche ihr Bookjournal gestalten. Das ist einfach Geschmackssache und mir liegt das minimalistische mehr.

Und wie sieht euer Bookjournal aus? Oder führt ihr gar keins?

LG