Freitag, 9. August 2019

#227 Bücherregal - Das Angstexperiment



Titel(Deutsch)Das Angstexperiment
Titel(Englisch)Haunted House
AutorJ.A. Konrath
VerlagEdition M
GenreHorror
Seiten322 Seiten
Meine Bewertung
1,5/5

 Inhalt

Welche Entscheidung würdest du treffen, wenn dir jemand eine Millionen Dollar anbietet? Einigen Personen wird dieses Geld angeboten, da sie sich aufgrund ihrer Traumata für dieses Experiment qualifizieren. Die einzige Bedingung ist, dass sie es eine Nacht in einem speziellen Haus aushalten müssen. In diesem Butler-Haus wurden schon einige Mensch auf grausame Weise ermordet und seit dem soll es dort spuken. Werden sie dieses Experiment meistern können?

Review

Es gibt einen rasanten Handlungsverlauf und dieser wird mit einem einfachen Schreibstil beschrieben.

Leider fehlen Details, weshalb man sich vieles nur sehr schwer vorstellen bzw. überhaut nachvollziehen kann.
Die Handlung ist stellenweise vorhersehbar und auch für einen Splatter zu schlecht bzw. platt. Mich hat jetzt vor allem die Handlung an sich geschockt, da sie einfach alles andere als logisch bzw. realistisch aufgebaut ist. Deshalb kommt auch kaum bzw. gar keine Spannung auf.
Zudem gibt es einfach viel zu viele Charaktere und dadurch verliert man den Überblick. Man kann einfach kein System erkennen und anstatt mich zu fürchten war ich meistens einfach nur verwirrt.
Die Dialoge sind zu konstruiert und ergeben einfach keinen Sinn.
Wieso wurde ausgerechnet dieses Ende gewählt? Es ist einfach nur total unglaubwürdig.

Hier wäre Vorwissen definitiv von Vorteil, ansonsten kann man sich die Personen kaum vorstelle oder sich einen Reim darauf machen, warum sie ständig in Angst leben.



Fazit

Um ehrlich zu sein hatte ich mich nach dem Klappentext wirklich gefreut auf das Buch und war nach dem Lesen einfach nur bitter enttäuscht. Es wurde quasi was ganz anderes versprochen und eigentlich mag ich die Bücher von dem Autor durchaus! Um ehrlich zu sein hatten mich die guten Bewertungen und das Wörtchen "kostenlos" bzw. "ausleihen" dazu verleitet dieses Buch in die Hand zu nehmen. Leider ändert das aber nichts an meiner Enttäuschung und vor allem fand ich zum Beispiel die Bücher "Das Hotel" oder  "Auf der Liste" ganz gut.
Es handelt sich hierbei definitiv mehr um ein simples abschlachten als um richtigen Horror. Die Jumpscares blieben aus und gegruselt hat mich nichts. Während dem Lesen hatte ich mich mehrfach überlegt es einfach abzubrechen und mich anderen Büchern zu widmen. Im Grunde handelt es sich hierbei nur um Werbung für seine restlichen Bücher. Die ausgewählten Charaktere passen einfach einmal gar nicht zusammen und die Handlung war zu konstruiert und es fehlte der natürliche/nachvollziehbare Verlauf. Es gab einfach zu viele absurde Zufälle!

Mittwoch, 7. August 2019

#001 Buch und Film - The hate u give



Hallo,

Wie schon im Beitrag "Lesemonat Juli" angekündigt gibt es ab sofort eine neue Kategorie auf meinem Blog. Normalerweise schaue ich sehr selten Buchverfilmungen, da ich generell selten Filme schauen und ich einfach schon zu oft enttäuscht wurde. Jedoch möchte ich mich noch einmal an Buchverfilmungen wagen und deshalb habe ich mir vorgenommen jetzt öfters diese nach dem Lesen zu schauen. Da ich im Zuge der "TheReadingRush 2019" Aktion "The hate u give" von Angie Thomas gelesen habe, starte ich auch direkt mit dem Buch und dem dazugehörigen Film.

Handlung


Starr ist 16 Jahre alt und lebt mit ihrer Familie in Garden Heights. Dort leben viele einkommensschwache Familien afroamerikanischer Herkunft. Ihre Mutter schickt sie und ihre Geschwister auf eine Privatschule mit fast ausschließlich weißen privilegierten Schülern, damit sie so wenig wie möglich mit den Aktivitäten der verschiedenen Gangs in Berührung kommt. Als sie unerlaubterweise eine Pary besucht fallen dort Schüsse und sie flieht mit ihrem besten Freund Khalil. Kurz darauf hält die Polizei die beiden an und der Polizist erschießt kurzerhand Khalil, obwohl dieser vollkommen unbewaffnet war. Starr hat Angst davor die Wahrheit zu sagen, denn der Polizist ist weiß und oft verlaufen in Amerika die Ermittlungen wegen weißer Polizeigewalt gegen die POC im Sand. Sie möchte zudem nicht die Anführer der Gang gegen sich aufbringen, denn scheinbar hatte Khalil für diese gedealt und immer wieder bedrohen diese ihre Familie. Der Fall gerät in den Fokus der Öffentlichkeit und Starr fühlt sich in die Ecke gedrängt. Soll sie sich wirklich für ihren besten Freund einsetzen, obwohl das ihr Leben und das ihrer Familie gefährden würde? Vor allem da solche Ermittlungen meist zu nichts führen?



The hate u give von Angie Thomas, 512 Seiten, cbj Verlag

Man erfährt wirklich viel über die Ghettos in Amerika und wie es ist dort aufzuwachsen und diese Perspektivlosigkeit kennen zu lernen. Und dass manche quasi keine andere Wahl haben als selbst Dealer zu werden, ganz egal wie sie zu dem Thema Drogen stehen. Aber auch das Thema Bandenkrieg wird thematisiert. Und genau diese Themen werden sehr realitätsnah dargestellt, was eine wirklich bedrückende Grundstimmung im gesamten Roman verursacht.

Selbst jetzt noch gibt es viele Schulen in Nordamerika an denen man die Folgen der Segregation deutlich erkennen kann. Obwohl diese schon so viele Jahre her ist hat sich diesbezüglich in einigen Bereichen wenig verändert. So lernt man durch Starr wie es ist eine der wenigen POC an der Schule zu sein und dass sie immer wieder auf ihre Worte und ihr Verhalten achten muss um nicht direkt abgestempelt und in eine Schublade gesteckt zu werden.

Vor allem die Hauptprotagonisten sind sehr vielschichtig und voller Ecken und Kanten. Man kann sie sich gut vorstellen und lernt durch sie viel über die afroamerikanischen Bräuche kennen. Durch die einzelnen Protagonisten merkt man auch wie unterschiedlich die Meinungen zu dem Thema Polizeigewalt in Nordamerika sind und warum manche lieber schweigen.

Als weitere Protagonisten lernt man Hailey und Chris kennen. Hailey steht hier stellvertretend für all die Menschen, die ihre Augen verschließen und Menschen anhand ihrer Hautfarbe verurteilen. Chris ist Starr ihr Freund ich finde die Charakterentwicklung wirklich gut und nachvollziehbar, die er im Laufe der Handlung durchmacht. Solche Menschen sollte es wirklich öfters geben. Die beiden Protagonisten sind sehr klischeehaft, was ich jetzt nicht schlimm finde. Sie sollen halt nur ein großes Problem hervorheben und genau das haben sie auch getan.

Was ich auch positiv fand war die Entwicklung von Starr. Ihre Angst wirkt greifbar und oft fiebert man richtig mit ihr mit und hofft darauf, dass ihre Entscheidung ihr nicht das Leben kosten wird. Sie wächst einem einfach ans Herz und ich möchte es mir gar nicht vorstellen wie es ist, wenn der Kindheitsfreund scheinbar grundlos vor den eigenen Augen erschossen wird. Vor allem anfangs ist sie noch verschreckt, aber genau das wird nach und nach weniger was sehr authentisch wirkt.

Als ich das Buch kaufte hatte ich fest damit gerechnet, dass die Handlung nicht ganz so realistisch dargestellt wird und viele Sachen abgemildert werden für die Zielgruppe(Jugendbuch). Und beim Lesen war ich dann richtig geschockt, denn hier wird nichts geschönt. Hier wird vieles so dargestellt wie es nun einmal ist und genau aus dem Grund musste ich das Buch auch öfters auf Seite legen.
Man liest und hört ja wie oft von der Polizeigewalt in Amerika und dass diese oft nicht bestraft wird. Und genau dieses Thema wird hier thematisiert und was es mit den Menschen macht. Durch den Vorfall kommt es zu Demonstrationen und viele fordern Gerechtigkeit, während der Polizist von Teilen der Medien als Opfer dargestellt wird. Konkret geht es hier um die "weiße" Polizeigewalt gegen POC, die vor allem in Amerika immer wieder für Schlagzeilen sorgt. Und es ist einfach nur bedrückend zu lesen, dass Eltern ihren Kindern beibringen müssen wie sie sich bei Polizeikontrollen verhalten müssen um eben nicht erschossen zu werden. Auch die Bewegung "Black Live Matters" wird hier aufgegriffen. Es ist einfach unglaublich wichtig, dass genau diese Themen mehr Gehör bekommen und ich hoffe es werden noch viel mehr Menschen dieses Buch lesen oder den dazugehörigen Film gucken. Dem Buch würde ich 5 von 5 Sternen gegeben, da es mich einfach so unglaublich bewegt hat. Es ist einfach erschreckend, dass es solche Vorfälle nach wie vor gibt und viel zu viele darüber schweigen oder sie klein reden.



Twentieth Century Fox Home Entertainment, Spieldauer: 128 Minuten, unter anderem mit Russell Hornsby, Regina Hall, Amandla Stenberg

Nach dem Film habe ich mich tatsächlich gefragt, ob ich das dazugehörige Buch auf dem dieser basiert tatsächlich kurz vorher gelesen habe. Es fehlen einfach unglaublich viele Schlüsselmomente, manches wird überhaupt nicht erklärt und einige Schlüsselmomente sind gar nicht mehr wieder zu erkennen. Man muss ja das Buch nicht 1:1 umsetzen, aber man sollte die Handlung wenigstens grob beibehalten. Vor allem den Handlungsstrang rund um Hailey hätte ich wahrscheinlich ohne das Buch gar nicht verstanden.

Auf mich wirkt es so als hätten sich die Drehbuchautoren nur inspirieren lassen. Vor allem in der letzten halben Stunde fiel mir das auf, dabei hat der Buch doch ein gutes Ende. Das Buch ist halt doch sehr umfangreich und da hätte man sich besser auf einige wenige Schlüsselmomente beschränkt anstatt das was gezeigt wird so abgehakt dazustellen.

Wenn man all das außer Acht lässt, dann ist es letztendlich ein guter und auch sehr wichtiger Film. Er richtet sich vor allem an die Jugend und für einen FSK12-Film hat er es ganz schön in sich. Die Altersfreigabe ist so gewählt, da es für viele Menschen in den USA zum Alltag gehört und genau das wird auch so dargestellt.

Und das ist das wirklich gute an dem Film: Es wird nichts geschönt. Es rutscht nicht ins melodramatische ab um einem klar zu machen wie schlimm so etwas ist. Vieles was gezeigt wird ist genauso schon zu oft geschehen, die Namen ändern sich aber mehr auch nicht. Der Film soll wachrütteln, sensibilisieren. Und er soll vor allem zeigen, dass alle Menschen vor dem Gesetz gleich sein sollten, jedoch dieses nicht der Fall ist.

Auch der Kontrast zwischen den beiden Welten in denen sich Starr bewegt wird gut dargestellt. Es ist wirklich erschreckend wie unterschiedlich diese doch sind. Die Rollen sind zudem alle gut besetzt und es wirkt sehr authentisch.

Ich habe den Film auf Englisch gesehen, deshalb kann ich auch nichts zur deutschen Synchronisation sagen. Wenn man kein Problem mit Slang hat(zur Not gibt es ja auch noch Untertitel) würde ich auf alle Fälle zu der Fassung raten.
Alles in allem würde ich dem Film ganze 4 von 5 Punkten geben.


Hat einer von euch schon das Buch gelesen oder den Film gesehen? Was ist eure Meinung dazu? 
Gerne verlinke ich hier eure Rezensionen. 

LG

Sonntag, 4. August 2019

#226 Bücherregal - Apollo(Kurzrezension)



TitelApollo
AutorJack McDevitt
VerlagBastei Lübbe
GenreScience Fiction
Seiten480 Seiten
Meine Bewertung
3/5

 Inhalt

Alex Benedict ist Antiquitätenhändler und stößt im Nachlass von einem Archäologen auf ein NASA-Artefakt. Ihm ist unklar warum dieser Fund nie öffentlich gemacht wurde, weshalb er sich auf die Erde begibt um nach diesem Artefakt zu suchen. Jedoch versucht jemand mit aller Gewalt genau das zu verhindern. Dafür bleibt ihm jedoch nicht viel Zeit, da er sich an einer Rettungsmission von einem Raumschiff beteiligen soll. Dieses Raumschiff befindet sich seit nun mehr 16 Jahren in einer Zeitschleife und taucht nur alle 5 1/2 Jahre für kurze Zeit auf.

Review

Die Handlung ist in einem angenehm flüssig zu lesenden Schreibstil in der Ich-Form verfasst.

Mir fehlt einfach die Spannung und es erschien mehr alles sehr langatmig. Man wartet quasi nur darauf das irgendetwas passiert, jedoch passiert gefühlt nichts. Genau genommen gibt es auch nur zwei Handlungsstränge und damit werden auch einige Handlungsstränge aus vorigen Bänden beendet.  Diese beiden Handlungsstränge hätte man auch viel mehr miteinander verknüpfen müssen.
Es gibt ziemlich viele Wiederholungen und nicht viel neues. Die vielen Beschreibungen wirken trocken, monoton und lassen dadurch nicht wirklich Spannung aufkommen. Die Handlung ist teilweise vorhersehbar und das nimmt dann die Spannung.
Leider erscheinen die Gesellschaft bzw. Kultur nicht sehr anders als unsere jetzige, dabei müssten sie um ein vielfaches weiter sein trotz der Zusammenbrüche von verschieden Gesellschaften und vielem mehr.

Für mich erschienen Chase und Alex nicht enthusiastisch genug. Selbst wenn sie was gefunden hatten haben sie sich kaum darüber gefreut.

Fazit

Hierbei handelt es sich um den 7. Band einer Reihe und es wäre schon Vorteil die vorigen Bände gelesen haben zu haben. Es gibt keine hard-SF-Action, das heißt es gibt kein Hauptaugenmerk auf Technik, Wissenschaft an sich und keine detaillierten Beschreibungen von diesen. Obwohl das Buch Teil der Alex Benedict Reihe ist, tauch dieser kaum auf. Stattdessen spielt die Assistentin Chase eine sehr große Rolle.

Freitag, 2. August 2019

#225 Bücherregal - 40 Stunden



Quelle(Werbung gemäß §2 Nr.5 TMG) 

Titel40 Stunden
AutorKathrin Lange
VerlagBlanvalet
GenreThriller
Seiten416 Seiten
Meine Bewertung
4/5

Ich bedanke mich hiermit recht herzlichst bei dem Bloggerportal vom Randomhouse für das Bereitstellen eines Rezensionsexemplares.

Inhalt

Faris Iskander arbeitet der SERV, einer Sondereinheit für religiös motivierte Verbrechen und wurde aufgrund einer Auseinandersetzung mit einem Neonazi vom Dienst suspendiert. Jedoch wird er von jemanden angerufen, der ihm 40 Stunden Zeit lässt den Mann zu finden, der sich an einem Kreuz genagelt irgendwo in Berlin befindet. Schafft er es nicht werden überall in der Stadt Bomben detonieren. Zeitgleich findet in Berlin der gut besuchte ökumenische Kirchentag statt.


Review

Man wird quasi aufgrund des fehlenden Vorgeplänkels direkt ins eiskalte Wasser gestoßen, denn die Handlung beginnt mit dem ersten Anruf des Erpressers. Das Handlungstempo war von Anfang an somit sehr hoch und war somit passend zum Genre Thriller ohne dabei abgehakt zu wirken. Die Übergänge sind fließend und es fiel mir leicht dem Geschehen zu folgen.

Ab ungefähr der Hälfte des Buches konnte ich einfach nicht mehr mit dem Lesen aufhören so hatte es mich gefesselt. Allein wegen der kleinen Cliffhanger am Ende von den einzelnen Kapitel konnte ich das Buch kaum auf Seite legen. Als ich es dann fertig gelesen hatte war ich richtig enttäuscht darüber, dass es schon um war dabei ist es mit 416 Seiten alles andere als ein kurzweiliger Thriller. Ich würde noch gerne viel mehr Bücher über ihn lesen und mittlerweile gibt es ja 2 Folgebände, die ich auch schon gelesen und für sehr gut empfunden habe.

Der Hauptprotagonist ist Faris Iskander, ein Ermittler mit Ecken und Kanten und einer der sich nicht immer an Vorschriften hält. Ich hatte die ganze Zeit beim Lesen ein klares Bild von ihm vor Augen und er ist mir richtig ans Herz gewachsen. Er hat immer noch an einem Fall zu knabbern, der länger zurück liegt und genau das wurde gut umgesetzt. Man kann sich gut in ihn hineinversetzen und alles erscheint in sich schlüssig.

Eigentlich mag ich es ja nicht so, wenn es bei einem Thriller viel Nebenhandlung gibt. Aber hier wird diese oft genutzt um die Charaktere näher zu beschreiben und Hinweise zu streuen. So wirkten vor allem die Hauptprotagonisten greifbar. Zudem hilft einem der bildhafte Schreibstil dabei sich in der Handlung und somit auch an den Orten zurecht zu finden.

Mich hat der Handlungsstrang rund um Pia und Jenny komplett in die Irre geleitet. Ständig habe ich darauf gewartet, dass der irgendwann auf die anderen Handlungsstränge trifft und es somit zu irgendeiner Interaktion kommt. Dem ist leider nicht so und es hätte dem Buch auch nicht geschadet, wenn man ihn komplett weg gelassen hätte. Genauso verhält es sich rund um den Handlungsstrang mit der Pfarrerin, außer dieser wird in nachfolgenden Bänden noch einmal aufgegriffen.

Vor allem überrascht hat mich das Ende, denn genau die Person hatte ich als Täter überhaupt nicht auf den Schirm. Die Auflösung klingt mir zwar ein bisschen zu konstruiert und weit hergeholt, aber sie wurde gut erklärt bzw. in die Handlung eingebunden. Hier hatte ich mir einfach ein logischeres Ende gewünscht. Zudem gibt es auch einige klare Anhaltspunkte warum er definitiv nicht der Täter sein kann.


Fazit

Hier wird ein nach wie vor sehr aktuelles Thema aufgegriffen und es wird realistisch umgesetzt. Allein aus dem Grund ist er nichts für Zartbesaitete. Zudem spielt die Handlung in Berlin, was das alles noch realistischer wirken lässt immerhin fand dort 2003 es erste Mal ein ökumenischer Kirchentag statt. Die Grundstimmung war durchgehend düster und bedrohlich und man hat die ganze Zeit Angst davor, dass noch eine Bombe hochgehen könnte wegen der Unberechenbarkeit des Täters. Es geht hier um christlichen Fundamentalismus,  auch wenn man eventuell was anderes vermutet.

Aber nicht nur das wird thematisiert, sondern auch der Alltagsrassismus den Faris immer wieder erlebt wird zur Sprache gebracht. Denn nicht nur seine Vorgesetzte misstraut ihm aufgrund seiner Herkunft, sondern auch andere begegnen ihm immer wieder mit Abneigung.


Booktalk zu "Gotteslüge"(Teil 2 der Faris Iskander Reihe)
Rezension zu "Ohne Ausweg"(Teil 3 der Faris Iskander Reihe)