Sonntag, 29. November 2020

#19 Manga - Bloom into you Band 7-8(abgeschlossen)

 



Titel(Deutsch)Bloom into you
Titel(Englisch)Bloom into you
AutorNio Nakatani
VerlagCarlsen
GenreShojo-Ai, Slice-of-Life
Bände8(abgeschlossen)
Meine Bewertung
4/5


Inhalt

Yuu Koito liest unheimlich gerne Mädchenmanga und ist dementsprechend enttäuscht, als sie so gar nichts während einem Liebesgeständnis von einem Mitschüler spürt.Da sie das alles nicht einordnen kann, entschließt sie sich dazu erst einmal in Ruhe darüber nachzudenken. Sie bittet Nanami um Rat, eine Mitschülerin aus dem Schülerkomitee, die etwas ist älter ist als sie. Doch das alls läuft anders ab als geplant und kurz darauf erhält Yuu die zweite Liebeserklärung.


Review

#1. Band-#3. Band

#7. Band

In diesem Band nimmt die Handlung eine erstaunliche Wendung und ich finde es allgemein schön wie mit all dem umgegangen wird. Es gibt kein großes Drama und die Protagonisten handeln sehr Erwachsen und respektieren die Gefühle des anderen. Alles andere hätte finde ich auch nicht zum bisherigen Handlungsverlauf und somit zu den Mädchen gepasst. Allgemein geht es in diesem Band um die Entwicklung und somit auch Veränderung, die die drei Hauptprotagonisten die letzten Monate durch gemacht haben und somit wie das alles die Beziehung zu anderen beeinflusst. Und wie normal es für die Mädchen ist über all das zu reden was sie beschäftigt und Ratschläge anzunehmen. 

Dann geht es außerdem darum was überhaupt Liebe für die einzelnen Protagonisten ist und was es überhaupt bedeutet in einer Beziehung zu sein. Liebe ich denjenigen immer noch, selbst wenn sich dieser verändert? Oder liebe ich nur das Abbild von demjenigen, welches ich selbst erschaffen habe und käme mit Veränderungen nicht zurecht?

Zum Schluss bleiben noch einige offene Fragen und Handlungsstränge, die hoffentlich im letzten Band geklärt werden. Es ist nun einmal keine Mangareihe, die mit Drama und Tränen den Leser konfrontiert und ich finde es einfach schön wie unaufgeregt das alles erzählt wird und es trotzdem spannend bleibt. Und ich finde es nach wie vor sehr schön wie der asexuelle Charakter präsentiert wird.



#8. Band: 

Was für ein perfektes Ende. Es ist wirklich schön zu sehen wie sich die Beziehung der Mädchen verändert und wie sie Erwachsen werden und die Dinge mit der Zeit anders sehen. Es gibt relativ viel tiefgründigen Text und oft ersetzt dieser die Dialoge in diesem Band, was ich aber absolut nicht schlimm finde. Er unterstreicht viel mehr die Gesamtsituation und zeigt nun einmal, dass letztendlich die kleinen Dinge im Leben zählen und es genau auf die ankommt.

Man merkt auf jeden Fall wie viele Gedanken sich um den kompletten Handlungsverlauf gemacht wurde und wenn man genau aufpasst, dann entdeckt man bei jedem Panel viele kleine Details. Und das obwohl die einzelnen Panels ja eher schlicht sind und nur das nötigste zeigen.

Es ist auf jeden Fall schön, dass beiläufig noch ein paar Handlungsstränge abgeschlossen werden und somit einige noch offene Fragen beantwortet wurden. Alles in allem ist auf jeden Fall eine Handlung, die jetzt gar nicht mit vielen Höhen und Tiefen aufpunktet und eher durch ihre eher ruhige Art besticht. Die Protagonisten stehen zu jeder Zeit im Vordergrund und man erlebt wie sie sich entwickeln und vor allem ihre Sexualität entdecken. Die Beziehung der Mädchen findet eher im privaten und quasi verborgenen statt, was eher der Realität entspricht als das was in vielen rosaroten Yuri/Yaoi-Manga dargestellt wird. Und es wird alles vor allem gegen Ende sehr Erwachsen dargestellt. Und man merkt einfach, dass sie halt nichts groß an die Glocke hängen wollen und Aufmerksamkeit erregen wollen.
 
Alles in allem ist es eine schöne Mangareihe, obwohl Touko vor allem am Anfang ziemlich toxisch agiert. Die Reihe sticht auf jeden Fall aus der Masse hevor und ich bin froh darüber, dass die Handlung bis zum Schluss ruhig geblieben ist und es nur eine explizite gab. So etwas muss bei "Schulmädchen"-Manga einfach nicht sein.

Freitag, 27. November 2020

#339 Bücherregal - Children of blood and bone



TitelChildren of blood and bone
AutorTomi Adeyemi
VerlagMacmillan USA
GenreYoung Adult Fantasy
Seiten544 Seiten
Meine Bewertung
4/5

 Inhalt

Zélie Adebola kann sich noch gut an die Zeit erinnern, an denen Magie vollkommen normal war in Orïsha. Doch der König sorgte in der sogenannten Blutnacht für den Tod zahlreicher Maji und raubte ihnen ihre Magie. Jetzt hat Zélie die Chance die Magie zurück zuholen und mitunter die Monarchie zu stürzen. Sie muss nicht nur gegen rachegelüstige Geister kämpfen, sondern auch ihre eigenen Gefühle im Zaun halten. 

Review

TW: Gewalt(Folter u.a.), Rassismus

Durch den einfach gehaltenen Schreibstil fliegt man nur so über die Seiten und man hat das Buch trotz der Dicke relativ schnell durch gelesen. Ab der Hälfte hatte mich das alles so gepackt, dass ich es in einem durch gelesen hatte. Es bleibt wirklich sehr viel Platz für die eigene Fantasie und an manchen Stellen hätte ich mir mehr mehr Details bezüglich der Umgebung gewünscht. 

Wegen dem Zielpublikum(Young Adult) werden die teilweise doch recht brutalen Szenen sehr oberflächlich beschrieben, was ich aber nicht weiter schlimm fand. Was mir diesbezüglich positiv aufgefallen ist, dass hier keine Rücksicht genommen wird und die Dinge somit einfach ihren Lauf nehmen. Das heißt keiner der Charaktere ist sicher vor negativen Veränderungen(möchte hier nicht zu viel verraten) und genau so etwas braucht es einfach viel öfters. Es zeigt nun einmal wie grausam manche agieren und all das was im Buch passiert ist ja leider für viele Menschen auf dieser Welt die grausame Realität.

Es ist schön zu sehen, dass so wichtige Themen wie Rassismus und Gewalt durch Machtinhaber auch mal in abstrakter Varianten gezeigt werden. Im starken Kontrast dazu stehen die Hauptprotagonisten, die mit viel Mut und Durchhaltevermögen dagegen vorgehen und bereit sind alles zu geben. Schließlich besteht die Hoffnung das System grundlegend zu ändern und es zeigt einfach wie wichtig es ist sich zusammen für so etwas einzusetzen. 

Vor allem das Ende kam überraschend, denn mit der Wendung hatte ich absolut gar nicht gerechnet und ich bin gespannt darauf wie dieses im 2. Teil aufgegriffen wird.

Das deutsche Hörbuch hatte ich zu einem Drittel gehört und hatte es dann abgebrochen, weil mir die Umsetzung nicht zusagte. Irgendwann ging mir die weinerliche Stimme nur noch auf die Nerven und deshalb hatte ich dann zum englischen eBook gegriffen. 

Erst im eBook war mir aufgefallen, dass die Geschichte aus drei unterschiedlichen Perspektiven erzählt wird und deshalb bin ich froh darüber gewechselt zu haben. Diese Wechsel zwischen den einzelnen Personen empfand ich einfach als total ätzend und vor allem der Charakter Inan wirkt deshalb total zweifelhaft. Aus ihm werde ich einfach nicht schlau und ich würde schon gerne wissen, ob ich ihn einfach nur missverstanden habe oder er tatsächlich keine klare Position vertritt. Solche Figuren darf es auch geben, nur hätte ich halt gerne Gewissheit gehabt.

Ein anderer Kritikpunkt war die vollkommen überzogene und unnötige Liebesgeschichte. Sie nimmt zwar nur einen kleinen Raum ein, aber so etwas kann ich gar nicht leiden und ich finde es immer wieder schade wenn Autoren sich dazu hinreißen lassen.

Fazit

Alles in allem ist es ein schöner Young-Adult Fantasyroman und ich bin ganz gespannt auf den 2. Teil. Es ist auf jeden Fall ein tolles Magiesystem und man erfährt erstaunlich viel über die Traditionen dieser Welt. Hoffentlich gibt es im nachfolgenden Teil einen ticken mehr Weltenaufbau.

Mittwoch, 25. November 2020

#009 Buch und Film - Nebel im August

  



Hallo,

vor kurzem habe ich "Nebel im August" von Robert Domes gelesen und heute möchte ich in einem Blogeintrag das Buch und den Film zu besprechen.


1933 werden der damals 4-jährige Ernst Lossa so wie seine Geschwister von den Eltern weggenommen,  da diese nicht ausreichend für die vier Kinder sorgen konnten. Als Jeniche waren sie immer durchs Land gereist und der Vater schaffte es kaum genügend Geld zu verdienen. Da es Ernst schwerfiel sich unter zuordnen und den Regeln zu folgen kommt er immer wieder in ein anderes Heim, bis er er letztendlich in die Heilanstalt in Kaufbeuren kommt. Denn aufgrund seines Verhaltens wird er als "asozialer Psychopath" abgestempelt, der nicht therapierbar ist. Und dort bekommt er letztendlich den "Gnadentod", obwohl er geistig und körperlich vollkommen gesund war.



Nebel im August von Robert Domes, 352 Seiten, Cbj-Verlag
4 von 5 Sternen

Vor ein paar Jahren hatte ich mir die Film angeguckt und hatte aufgrund dessen einige Bücher über das Thema "Euthanasie während des II. Weltkrieges" gelesen. Und jetzt habe ich es endlich einmal geschafft auch die Buchvorlage zu lesen. 

Hierbei handelt es sich um einen biografischen Roman, der das Leben von Ernst Lossa auf eine sehr eindringliche Art und Weise aus der Sicht einer Erzählers wiedergibt. Und das obwohl man als Leser aufgrund der Erzählweise eine spürbare Distanz zu Ernst Lossa hat, was ich aber nicht weiter schlimm fand. Es ist sehr erschreckend zu lesen wie bei ihm eine Sache zur anderen führte und er schon in jungen Jahren jegliche Chance auf ein Leben verlor aufgrund seiner Herkunft.  Und vielleicht ist es gerade diese Erzählform, die einen so nachdenklich werden lässt. 

So wirklich viel über den Nationalsozialismus und die Aktion T4, bei der über 70.000 Menschen mit körperlichen und geistigen Behinderungen systematisch ermordet wurden, erfährt nur im Nachwort. Was ich jetzt auch nicht verwunderlich finde, schließlich wussten die Betroffenen und meist auch deren Verwandten nichts davon und somit kann man stark davon ausgehen, dass Ernst Lossa auch nur die Gerüchte darüber kannte. Bis heute prägt die Aktion T4 die Behandlungen in Psychiatrien und Diskussionen über Euthanasie/Sterbehilfe. Und deshalb ist es umso wichtiger, dass eben solche Geschichten erzählt werden und nicht in Vergessenheit geraten. 

Bei all dem was in diesem Buch berichtet muss man immer bedenken, dass Ernst Lossa alles andere als ein "asozialer Psychopath" war. Er war nun einmal ein Junge, der eben einen eigenen Wille hatte und das war zu dieser Zeitpunkt nicht gerne gesehen. Und obendrein gehörte er den Jenichen an, eine Bevölkerungsgruppe damals oft ohne festen Wohnsitz. Und wahrscheinlich gab es zu diesem Zeitpunkte viele Menschen wie Ernst Lossa, die deshalb den so genannten "Gnadentod" erhielten. 
Das einzige was mir negativ auffiel war die erste Hälfte des Buches in der Ernst sehr viel älter wirkte als er zu dem Zeitpunkt war. Ein 4-jähriger denkt nun einmal nicht wie ein Erwachsener und genau den Eindruck hat man.

Nach dem ich den Film gesehen hatte ließ mich die recht kurze Lebensgeschichte von Ernst Lossa nicht mehr los. Und auch dieses Mal ist es so und mir fiel es wirklich schwer dieses Buch zu bewerten und vor allem die richtigen Worte zu finden. Das Buch richtet sich vorwiegend an Jugendliche, kann aber natürlich auch von Erwachsenen gelesen werden. Viele eher nicht mehr so geläufige Begriffe werden hinten im Glossar erklärt. Die Geschichte von Ernst Lossa steht stellvertretend für viele andere und bis heute ist nicht bekannt wie viele Menschen mit Behinderungen als "lebensunwert" abgestempelt und somit ermordet wurden. Man geht von 200.000-300.000 Menschen aus und deshalb ist es umso wichtiger, dass dieser Kapitel der deutschen Geschichte niemals in Vergessenheit gerät.







Regisseur: Kai Wessel, Spieldauer: 121 Minuten, unter anderem mit Ivo Pietzcker, Sebastian Koch, Thomas Schubert, FSK 12 

Den Film hatte ich ja schon einmal gesehen und trotzdem hatte er mich jetzt beim 2. Mal wieder einmal total mitgenommen. Das was zu der Zeit in den Heilanstalten passierte macht mich nach wie vor fassungslos und unfassbar wütend. Und vieles was im Buch nicht so deutlich wurde, wird im Film in aller Klarheit gezeigt. Viele Szenen kommen komplett ohne Dialog aus und das Gezeigte spricht oft für sich. Alles strahlt eine unglaubliche Schlichtheit und Trostlosigkeit aus. Die Euthanasie an sich wird erst relativ spät gegen Ende des Filmes wirklich thematisiert bzw. erklärt und so liegt es am Zuschauer die gezeigten Szenen zu interpretieren bzw. zu beurteilen. Man weiß nicht warum bestimmte Namen auf der Liste durchgestrichen werden und man sieht nur, dass eben jene dann kurz darauf den "Gnadentod" in Form von Medikamenten verabreicht bekommen.

Im Vergleich zum Buch erfährt man auch viel über die Hintergründe von der Heilanstalt in Kaufbeuren und weiß somit, was es mit den grauen Bussen bzw. dem "Gnadentod" auf sich hat. Im Gegensatz dazu erfährt man jedoch relativ wenig über das Leben von Ernst Lossa, was aber nicht weiter schlimm ist. Schließlich steht hier das System "Euthanasie" im Vordergrund und so bekommt man allerhand Szenen zu sehen, in denen die Verantwortlichen sympathisch und alles andere als böse wirken. Und genau das macht finde ich den Film so sehenswert, denn er bedient sich nicht den einfachen Methoden und nimmt den vollkommen herzlosen Arzt.

Und vor allem den Abspann fand ich gut, denn nur mit Worten wird gezeigt wie milde die Täter davon kamen. Obwohl sie für den Tod von mehreren Tausend Menschen verantwortlich waren und selbst noch einen Monat nach Kriegsende weiter Menschen töteten, bekamen sie nie eine nennenswerte Strafe. Und eine Krankenschwester durfte sogar ihren Beruf weiter ausüben. 

Hat einer von euch schon das Buch gelesen oder den Film gesehen? Was ist eure Meinung dazu? 
Gerne verlinke ich hier eure Rezensionen. 


LG

Sonntag, 22. November 2020

#014 Graphic Novel - Laura Dean keeps breaking up with me

  





TitelLaura Dean keeps breaking up with me
AutorStory: Mariko Tamaki, Zeichner: Rosemary Valero-O'Connell 
VerlagFirst Second
GenreLGBT/Young Adult
FormatHardcover
Bände1(289 Seiten)
Meine Bewertung
2/5

 Inhalt

Immer wieder macht Laura Schluss mit Freddy und trotzdem kommen sie letztendlich immer wieder zusammen. Doch ganz langsam zerbricht Freddys Herz daran und sie weiß einfach nicht weiter. Deshalb nimmt sie Kontakt zu einer Mystikerin auf, die ihr rät die Beziehung zu beenden um aus dieser Endlosschleife heraus zukommen. Doch Freddy fällt es schwer diesen Ratschlag anzunehmen, weshalb sie die Ratschlag-Kolumnistin Anna Vice kontaktiert. Ihre Freunde verstehen nicht warum sie an dieser Beziehung festhält und sich so wenig um ihre beste Freundin und sich selbst kümmert.

Rezension

Stellenweise gibt es wirklich schöne Dialoge und für ihr Alter handeln diejenigen wirklich sehr reflektiert bzw. haben eine wirklich gesunde Herangehensweise an das Thema Liebe/Beziehung. Dadurch wirkt vor allem ein Charakter wie Mitte 20 und ich war sehr überrascht, als immer wieder erwähnt wurde wie jung alle auftretenden Figuren sind. 

Die Zeichnungen kommen ohne viele Details aus und bestechen durch ihren einfachen Stil. Sie sind in schwarz/weiß/rosa gehalten, woran ich mich erst einmal gewöhnen musste. Wobei diese Farbauswahl samt dem Stil dazu beiträgt, dass die Handlung an sich im Vordergrund steht und nicht wie die einzelnen Panels aufgebaut sind.

Die ganze Zeit steht die Beziehung der beiden Hauptprotagonistinnen im Vordergrund, aber so wirklich lerne man keine von beiden kennen. Bis zum Schluss bleiben sie austauschbar und so wirklich nennenswerte Details/Charakterzüge sind mir nicht im Gedächtnis geblieben. 

Auch die Handlung an sich ist einfach gehalten und an viel zu vielen Stellen vorhersehbar. Es gibt keinen nennenswerten Plottwist und man weiß von Anfang an was auf einen zukommt.

Das größte Problem ist einfach die Anzahl der Themen, die auf knapp 300 Seiten behandelt werden. Toxische Beziehungen egal in welcher Form brauchen eine Menge Platz und hätten ausgereicht um eine komplette Geschichte zu erzählen. Stattdessen geht es dann noch um nicht optimal verlaufende Freundschaften, Selbstwertgefühl und Missbrauch. Alles was jetzt grob geschrieben unter toxische Beziehungen fällt, aber da dafür mehrere Charaktere im Fokus stehen wirkte es wie einzelne Themen, die man nur ganz oberflächlich behandelt hatte. Die Zielgruppe ist zwar Young Adult/Jugendliche, jedoch kann man denen viel mehr zumuten und man hätte an einigen Stellen klarer definieren müssen warum das Verhalten von Laura Dean nicht okay ist. Vor allem da Freddy selbst kein gutes Verhalten an den Tag legt und oft wird so dargestellt, als würde sie nur wegen Laura so handeln. Was jedoch nicht erklärt warum sie gegenüber ihrer besten Freundin Doodle so fragwürdig agiert.

Und dann spielt Polyamorie eine wirklich große Rolle und es ist bis zum Schluss nicht klar, ob Freddy sich deshalb hintergangen fühlt. An irgendeinem Punkt muss ihr doch klar gewesen sein, dass Laura Dean sich nicht verändern wird und eine offene Liebesbeziehung nun einmal bedeutet, dass derjenige mit anderen küsst u.a. Und deshalb verstehe ich nicht, warum sie immer wieder zu ihr zurück geht wenn sie nicht mit dem einverstanden ist. Letztendlich ist es nun einmal eine Einstellungssache und entweder akzeptiere ich das oder ich gehe mit demjenigen keine Beziehung ein. Oder eher man geht keine Beziehung ein, wenn das Gegenüber ein notorischer Fremdgänger ist und man damit ein riesen Problem hat. Und genau das gibt dem ganzen Handlungsstrang rund um die toxische Beziehung zwischen Freddy und Laura einen richtig bitteren Nachgeschmack.

Fazit

Aus den oben genannten Gründen vergebe ich nur 2 von 5 Sternen. Um die Graphic Novel war ich wirklich lange herum geschlichen und hatte sie letztendlich nur wegen den guten Bewertungen/der vielen Werbung gelesen. An sich sollte es viel mehr queere Geschichten über toxische Beziehungen geben, schließlich kommt auch das vor und wird leider viel zu oft romantisiert.