Freitag, 28. April 2017

#24 Bücherregal - Harry Potter und die Kammer des Schreckens(reread)



Titel(Deutsch)Harry Potter und die Kammer des Schreckens
Titel(Englisch)Harry Potter and the chamber of secrets
AutorJ.K. Rowling
VerlagCarlsen
GenreFantasy
Seiten352 Seiten
Meine Bewertung
4/5

Inhalt

Zurück bei den Dursleys wünscht sich Harry nichts sehnlicher als endlich wieder zurück nach Hogwarts zu können. Obwohl der Hauself Dobby ihn vor der Gefahr warnt, hindert es Harry nicht daran zurück zur Schule zu gehen.
Jedoch verläuft das neue Schuljahr alles andere als ruhig und schon bald sieht sich Harry gezwungen sich erneut den dunklen Mächten zu stellen.

Review

Das Buch ist um einiges düsterer gehalten als das erste Buch der Reihe. Man merkt richtig, dass die Schüler Angst haben und die Kammer des Schreckens alles andere als ein harmloser Ort ist.
Im Laufes des Buches werden einige neue Schauplätze vorgestellt und man erfährt auch einiges über die Zaubererwelt.
Zudem tauchen einige neue Charaktere auf, unter anderem der Hauself Dobby. Die vorhandenen Charaktere entwickeln sich weiter und man fährt einiges neues über das Trio(Harry, Ron und Hermine), aber auch über Voldemort erfährt man so einiges.
Wie im ersten Buch sind die Beschreibungen sehr umfangreich und mir ist es leicht gefallen mir die ganzen Orte vorzustellen.
Am meisten an dem Buch hat mich Lockhardt gestört. Er ist so übertrieben unsympathisch geschrieben und auch sonst taucht er viel zu oft auf.


Fazit

Wem der 1. Band gefallen hat, der wird den 2. lieben. Es ist um einige ernster geschrieben und es geht mehr oder weniger um die wahren Motive Voldemorts. Das Thema "reines Blut" unter Zauberern ist das Hauptthema und es ist wahnsinnig gut umgesetzt. Man merkt jedoch wie beim 1. Band, dass die Zielgruppe Teenager ist.

Freitag, 21. April 2017

#23 Bücherregal - Wannseekonferenz: Der Weg zur "Endlösung"



Quelle  (Werbung gemäß §2 Nr.5 TMG)


Titel(Deutsch)Wannseekonferenz: Der Weg zur "Endlösung"
AutorPeter Longerich
VerlagPatheon Verlag
GenreGeschichtswissenschaft
Seiten224 Seiten
Meine Bewertung
4/5



Ich bedanke mich hiermit recht herzlichst bei Bloggerportal vom Randomhouse und dem Patheon Verlag für das Bereitstellen eines Rezensionsexemplares.


Inhalt

Reinhard Heydrich lud insgesamt 15 hochrangige Vertreter des NS-Staates in die Villa am Wannsee für den 20. Januar 1942 um eine Endlösung für das Judenproblem zu finden. Konkret wurde dort der weitere Verlauf des Holocausts geplant, welche zur Deportation oder Zwangsarbeit von Millionen von Juden führten und alle Überlebenden sollten anderweitig vernichtet werden.
Peter Longerich ist ein angsehener Historiker der NS-Geschichte und zeigt mit diesem Buch, was für eine Rolle die Wannseekonferenz im Bezug um Holocaust spielt.

Review


Das Buch an sich hat mich ziemlich berührt, obwohl es neutral geschrieben wurde.
Die Zahlen an sich stehen für einzelne Schicksale, was ein ziemlich grotesken Nachgeschmack hinterlässt. Es wurde zu Seiten der Wannseekonferenz über das Schicksal von Millionen von Menschen entschieden als würde es sich nur um eine Ware handeln. Juden waren zur Zeit des NS nur eine Zahl und hatten keinen Wert, was ein ziemlich trauriges Detail ist. Auch im Buch wird immer wieder aufgegriffen, dass zu erst die Juden in benachbarten Staaten verschwinden müssen um den Reichsjuden Platz zu schaffen. Ein Jude war tatsächlich auch auch nur von Bedeutung, wenn er unter katastrophalen Bedingungen arbeiten konnte und selbst dann war sein Wert gegen Null. Der Hauptziel der Konferenz war es sicher zustellen, dass die Deportation der jüdischen Bevölkerung gelingt. Der Holocaust hatte übrigens zu dem Zeitpunkt schon längst begonnen.
Im Buch wird auch an einigen Stellen erwähnt, dass vieles vor allem in Bezug auf die Wannsee-Konferenz schwer belegbar ist. Es fehlen einfach zu viele Dokumente und die, die existieren wurden geschönt oder sind zu lückenhaft.
Ich fand das Buch sehr interessant, da auch mal Hintergründe beleuchtet wurden und es nicht nur um 1-2 Führungsmänner ging. An der Wannsee-Konferenz haben insgesamt 15 Führungsmänner aus der nationalsozialistischen Reichsregierung und der SS-Behörden teilgenommen. Auch hat das Buch einmal ganz neutral beleuchtet mit welcher Kälte gehandelt wurde, was sich vor allem an der Errichtung der Vernichtungslager zeigte.
Der nüchterne Schreibstil passt meiner Meinung nach zur Thematik. Während der Konferenz wurden die Einzelheiten des Holocausts festgelegt und da wäre ein anderer Schreibstil meiner Meinung nach vollkommen fehl am Platz.

Fazit

Es handelt sich hier um ein Sachbuch über die Wannsee-Konferenz, welche am 20.01.1942 in Berlin stattfand. Ich kann das Buch jedem empfehlen, der ein Buch zum Thema Holocaust sucht. Bei dem Buch wird nicht die Seite der Opfer an sich beleuchtet, sondern es geht im großen und ganzen um die Hauptmaschinerie hinter dem Holocaust und somit um die Täter.

 


Weitere Infos zum Buch findet ihr übrigens auf der Verlag Seite: Hier (Werbung gemäß §2 Nr.5 TMG)

Mittwoch, 19. April 2017

#22 Bücherregal - Tote Mädchen lügen nicht



Titel(Deutsch)Tote Mädchen lügen nicht
Titel(Englisch)Thirteen reasons why
AutorJay Asher
Verlagcbt
GenreRoman
Seiten288 Seiten
Meine Bewertung
4,5/5

 Inhalt
Hannah Baker nimmt sich das Leben und hinterlässt 13 Kassetten, auf denen sie ihre Gründe für den Selbstmord nennt. Diese Kassetten schickt sie an die Menschen, die sie mobbten und demütigten und rechnet so eiskalt mit ihnen ab. Aber auch Clay erhält diese Kassetten, obwohl Hannah er laut Hannah im Grunde nicht auf diese gehört. Clay entschließt sich diese Kassetten anzuhören, da er gerne den wahren Grund für Hannahs Selbtmord erfahren möchte.

Review

Es handelt sich um einen Debütroman und meiner Meinung nach merkt man es dem Buch kaum an. Zudem hält der Klapptext was er verspricht und es gibt kein Happy-End.
Der Autor greift zudem auf eine etwas ungewöhnliche Erzählmethode zurück, da der verstorbene Hauptprotagonist Hannah ihre Geschichte mithilfe von Kassetten erzählt. Hierbei handelt es sich um 13 Kassetten, da laut ihr genau 13 Gründe für ihren Selbstmord verantwortlich waren. Der Monolog von Hannah wird immer wieder durch Erklärungen von Clay Jensen unterbrochen, da sich dieser im Laufe des Buches die Kassetten anhört und mehr oder weniger auch Teil von Hannahs Geschichte ist. Hannah nimmt auf diesem Wege Rache an den Menschen, die ihr Leben zur Hölle machten.
Die Handlung an sich ist ziemlich tiefgründig und da Clay die Geschichte erzählt, erfährt man auch einiges über seine eigene Gefühlswelt und nicht nur etwas über die von Hannah. Was mich auch positiv überrascht hat ist auch, dass mit sehr traurigen und sensiblen Thema nicht leichtfertig umgegangen wird. Das bedeutet aber auch, dass man deshalb mit der ganzen Wucht der Schmerzen von Clay und von Hannah konfrontiert wird.
Die Handlungen der einzelnen Charaktere sind nachvollziehbar und an sich sind die Hauptcharaktere auch alle sehr komplex und authentisch beschrieben. Auch die Geschichte an sich ist logisch aufgebaut und wenn es zeitliche Sprünge gab waren diese gut in den Handlungsablauf eingearbeitet.
Das Buch hat eine angenehme Länge und es ist vor allem nicht zu dramatisch geschrieben.
Um ehrlich zu sein habe ich es schon einmal 2014 gelesen und da fand ich es nicht so berauschend. Jetzt habe ich es noch einmal gelesen und dieses Mal hatte es mich wirklich sehr berührt.
Die Story macht klar, dass Mobbing ein sehr komplexes Thema ist und dass Opfer nicht immer die Hilfe bekommen, die sie brauchen und oft wird auch einfach nur weggeschaut. Die Kassetten zeigen auch, dass die Gefühlswelt der Opfer oft sehr chaotisch ist.
Leider muss ich dem ganzen einen halben Schmetterling abziehen, da es manchen Stellen doch etwas langatmig ist.
 

Fazit

Ich kann das Buch jedem empfehlen, der kein Problem damit hat bewegende Bücher über Mobbing und Vergewaltigung zu lesen.

Freitag, 14. April 2017

#21 Bücherregal - Wie ruiniere ich mein Leben - und zwar systematisch(reread)



Titel(Deutsch)Wie ruiniere ich mein Leben - und zwar systematisch
AutorRainer Sachse
VerlagKlett-Cotta
GenreRatgeber
Seiten187 Seiten
Meine Bewertung
5/5

Inhalt
 
Habt ihr euch schon immer gefragt, wie man am Besten sein eigenes Leben komplett ruiniert? Das Buch soll einem dabei helfen sein eigenes Leben komplett zu ruinieren.

Review

Für mich ist das Buch der Antiratgeber schlecht hin, außer man hat sich zur Aufgabe gemacht sein eigenes Leben komplett zu ruinieren.
Leider wird immer wieder das Thema angeschnitten, was man machen muss um sein Leben eben nicht zu ruinieren. Das hätte man zusammen fassen und am Ende des Buches in einem einzigen Kapitel anbringen können. So kommt es einem eher vor, als würde der Autor die Kompetenz des Lesers in Frage stellen. Die logische Schlussfolgerung aus den Texten sollte ja sein, dass man genau das Gegenteil von dem macht was geraten wird, wenn man sein Leben eben nicht ruinieren will. Deshalb ist es im Grunde auch etwas überflüssig, wenn der Autor dem Leser eben genau die Schlussfolgerung schon vorgibt.
Man merkt an einigen Stellen, dass der Autor Psychologe ist und sich ziemlich viel mit dem Thema des Buches befasst hat. Übrigens ist er auch Begründung der klärungsorientieren Psychotherapie.
Insgesamt werden 18 Strategien aufgehört, das heißt im Grunde sollte für jeden die passene Strategie um sein eigenes Leben zu ruinieren dabei sein.

Fazit

Ich kann das Buch jedem empfehlen, der immer mal wissen wollte wie man effektiv die Abwärtsspirale in Gang setzt oder eben jene wieder verlässt.