Mittwoch, 20. April 2022

#20 Graphic Novel - Die Flüsse von London Band 4-6

 





TitelDie Flüsse von London
AutorStory: Ben Aaronovitch, Zeichner: Andrew Cartmel, Lee Sullivan
VerlagPanini
GenreFantasy
FormatSoftcover
Bände4-6(fortlaufend)
Meine Bewertung
3,5/5


 Inhalt


Peter Grant ist nicht nur ein Zauberer in Ausbildung, sondern arbeitet auch als Constable bei der Metropolian Police in London. Zusammen mit seinem Vorgesetzten Nightingale, der auch ein Zauberer ist, versucht er übernatürliche Fälle zu lösen.
Hierbei handelt es sich um die Graphic Novel zu der gleichnamigen Buchreihe.



Rezensionen

Vol 1-3

Vol 4:

Für seine Detektivprüfung kramt Peter Grant seine skurrilsten Fälle aus um zu zeigen, wie gut er arbeitet.

Vor längerer Zeit hatte ich die ersten drei Bände der Graphic Novel Adaption gelesen und eigentlich wollte ich die dazugehörigen Bücher lesen. Jedoch sind die immer noch auf meiner Wunschliste und vielleicht schaffe ich es ja nach dem lesen der nächsten drei Bände endlich einmal damit anzufangen.

Mir hat die Kurzgeschichtensammlung wirklich gut gefallen und sie zeigt sehr gut, wie perfekt die Genres Krimi/Mystery und Fantasy zusammen passen. Für mich erscheint es total logisch, dass es in London ein spezielles Department für diese Art von Arbeit gibt und sich der Detective genau dafür rechtfertigen muss. Schließlich sind ja übernatürliche Taten nicht gerade leicht zu erklären, vor allem wenn das Gegenüber nicht an so etwas glaubt. Und er muss in dieser Befragung quasi beweisen, dass er tatsächlich als Detective Constable geeignet ist. Und da ist es nun einmal nahe liegend, dass er knifflige Fälle glaubwürdig erläutert.

Mir haben jetzt nicht alle Kurzgeschichten gleich gut gefallen, was mich aber wenig gestört hat. Sie geben den einzelnen Charakteren mehr Tiefe und man erfährt einiges interessantes über diese. Sie dienen halt dazu ein runderes Bild über die Welt in der das alles spielt abzuliefern und das merkt man beim Lesen. Was das betrifft bin ich auf alle Fälle gespannt darauf, ob mir diese Zusatzinformationen in den nachfolgenden Bänden weiter helfen werden.

Besonders witzig fand ich die kurzen Einschübe, wo auf einer Seite eine sehr kurze Begebenheit erzählt wurde. Manche waren davon richtig witzig und zeigen den tollen Humor des Autors.

Der einzige Manko in meinen Augen ist immer noch die Colorierung. Die Zeichnungen sind wirklich fabelhaft, die Farben passen gut zu einander rund sind schlichtweg einmal etwas anders. In vielen Panels gibt es liebevolle Details zu finden, wie den Parkettboden oder die goldenen Bilderrahmen. Generell sind die Hintergründe eine Augenweide. Auch an den Gesichtern kann man jede Gefühlsregung ablesen und nach dem Lesen hatte ich direkt das Bedürfnis selbst zum Stift zu greifen. Jedoch fand ich die Schattensetzung bei den Figuren zu weich.  

Wenigstens habe ich schon den nachfolgenden Band ausgeliehen und kann somit direkt weiter lesen.

Vol 5:

Das Opfer einer Kindesentführung soll als Beute bei einer Hetzjagd dienen.

Ein wenig schade finde ich es schon, dass die einzelnen Bände so unfassbar dünn sind. Dieses Mal gibt es wieder um die 7 Seiten wissenswertes über Füchse in der Mythologie u.a. An sich erfährt man viel interessantes und am liebsten hätte ich danach noch weiter recherchiert. Aber so wird halt auch der Hauptstory viel Platz weggenommen. Allgemein ist es schon sehr auffällig, dass diese sehr knapp erzählt wird und ohne Geplänkel auskommt. Weshalb die Charaktere kaum zur Geltung kommen und nach dem Lesen bei mir immer ein Fragezeichen über dem Kopf bestehen bleibt. Schließlich wird man dieses Mal mit zwei spektakulären Geschehnissen konfrontiert, dabei wäre einer von beiden vollkommen ausreichend gewesen. Zumal beide nur so vor Klischees trotzen und man somit sehr schnell weiß wie das alles ausgehen wird. Deshalb habe ich den Zeichnungen auch viel mehr Beachtung geschenkt als der Handlung, da diese schlichtweg spannender waren.

Alles in allem vergebe ich aus den oben genannten Gründen nur 3 von 5 Sternen. Hoffentlich gibt es im nachfolgenden Band wieder mehr Magie und übernatürliches zu bestaunen.

Vol 6:

Hodette lässt ihre Dealer per Boot das übernatürliche Gras an die Kundschaft verteilen.

Wie schon zu erwarten ist die Handlung eher leichte Kost und hat mich ziemlich gelangweilt, wahrscheinlich weil hier schlichtweg zu viele Klischees bedient werden. Aufgrund der geringen Seitenanzahl werden ziemlich viele Zwischenschritte übersprungen, damit die Protagonisten zügig den Fall lösen können. Und genau diese Beschreibungen hätte ich gebraucht um das alles nachvollziehen zu können. So wirkt das alles viel zu konstruiert und in sich nicht schlüssig, was total schade ist.

Der Plottwist hat mich dieses Mal total überrascht und bisher habe ich noch relativ wenige Stories über dieses Thema gelesen. Dabei ist es an sich total interessant und ich mag es, wenn übernatürliche Kräfte für etwas genutzt werden. Über den Zweck kann man natürlich streiten, aber wer weiß für was man das alles noch nutzen könnte.

Was mich dieses Mal eiskalt erwischt hatte war die sexualisierte Darstellung manche Charaktere. Von anderen Fantasycomics kenne ich ja schon einiges, aber eigentlich hätte ich gut und gerne hier bei der Reihe darauf verzichten können. 

Für die nächsten Wochen habe ich mir fest vorgenommen die dazu gehörigen Bücher zu lesen und mal schauen, ob ich diese besser finde. Ein wenig schade ist es schon, dass die Graphic Novels hauptsächlich mit dem phänomenalen Zeichenstil auftrumpfen und bei der Handlung so viel Potential verschenkt wird. 

Obwohl mir die Zeichnungen und die Leichtigkeit was die Fälle betrifft total gut gefallen, gebe ich diesem Band nur 3 Sterne. Mal schauen ob ich die Reihe mit anderen Augen sehen werde, wenn ich die dazugehörigen Bücher gelesen habe.

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