Freitag, 12. Mai 2023

#532 Bücherregal - Eine Nacht im Juli

 



TitelEine Nacht im Juli
AutorKarin Joachim
VerlagGmeiner Verlag
GenreKrimi/Ahrkrimi
Seiten280 Seiten
Meine Bewertung
4,5/5



 Inhalt

Aufgrund der Flutkatastrophe zieht die Tatortfotografin erst einmal in das Haus eines Bekanntes in die Eifel. Dort stößt sie während einem Spaziergang mit ihrem Hund Usti auf ein herunter gekommenes Gebäude. Da es ihr Interesse geweckt hat versucht sie mehr darüber heraus zu finden und erfährt, dass dort jemand zu Tode kam. Und wie der Zufall es so will passiert kurz darauf in der Gegend ein Mord, der ausgerechnet mit diesem Gebäude im Zusammenhang steht. Nicht nur einmal verschlägt es Jana aufgrund der Ermittlungen in das Flutgebiet.

Review

Wie der Klappentext schon verrät ist auch die Tatortfotografin Jana Vogt von der Ahrtalflut im Juli 2021 betroffen. Deshalb verschlägt es sie in die Eifel und wenn man eins dort in dieser abgelegenen Gegend nicht erwartet, dann ist es ein Mordfall. Auch Jana hatte nicht damit gerechnet ausgerechnet dort mit so etwas konfroniert zu werden. 

Allen Anschein nach spielt hier ein in die Jahre gekommenes Haus eine große Rolle. Egal wen Jana dazu im Ort befragt, ständig wird sie mit einer Mauer des Schweigens konfroniert. Doch wie schon in den anderen Bänden lässt sie sich davon nicht beeindrucken und versucht hartnäckig näheres über das Haus in Erfahrung zu bringen. 

Und ausgerechnet dieser Mordfall führt dazu, dass sie zusammen mit ihrem Freund Clemens in die flutbetroffenen Gebiete fahren muss. Mir war während dem Lesen mehrfach ein Schauer über den Rücken gelaufen, weil mir immer wieder die Fotos und Videos von kurz nach der Flut in den Sinn kamen. Auch der einprägsame Geruch drängte sich mir immer wieder auf. Die Autorin geht hier nicht übermäßig ins Detail, was mir ganz recht war. An sich erzeugen die Szenen in dem zerstörten Gebiet für ein sehr beklemmendes Gefühl. Und nicht nur einmal war es unangenehm den Ermittlungen zu folgen, schließlich werden hier nicht nur einmal fiktive Flutbetroffene befragt. Ab und an musste ich das Buch beim Lesen auf die Seite legen, weil es mich emotional dann doch sehr mitgenommen hatte. Zudem fällt es verständlicherweise weder Jana noch Clemens leicht unter diesen Umständen zu arbeiten.
Besonders gut hat mir die Komplexität von dem Fall zugesagt. Es ist immer wieder schön, wenn man während dem Lesen miträtseln kann und der Täter gar nicht so leicht zu ermitteln ist.

Wie auch in den vorigen Bänden gibt es unglaublich viel Lokalkolorit. Während dem Lesen habe ich eine Menge über das Ahrtal und auch die Wachholderheide gelernt. Die Beschreibungen der Menschen und der Landschaft empfand ich als passend und sie spiegeln teils auch meine eignene Eindrücke wieder. Es ist auf alle Fälle schön mal einen Krimi zu lesen, der genau in diesem Teil der Eifel stattfindet. Denn dort ist wirklich alles sehr idyllisch und ruhig und dementsprechend wenig passt in das Bild ein Mordfall.

Fazit

Alles in allem fand ich den Krimi gelungen. Die Autorin selbst ist Betroffene von der Ahrtalflut 2021 und somit flossen auch eigene Erlebnisse mit in die Handlung. Bei mir hat das Buch definitiv ein beklemmendes Gefühl hinterlassen.

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