Sonntag, 6. März 2022

#442 Bücherregal - Brave Face(Kurzrezension)

 

 


TitelBrave Face
AutorShaun David Hutchinson
VerlagSimon+Schuster
GenreTatsachenberichte
Seiten368
Meine Bewertung
4/5


 Inhalt


In diesem Buch erzählt Shaun David Hutchinson wie es für ihn war als 19-jähriger herauszufinden queer zu sein. Und das nicht nur die Gesellschaft, sondern auch die Depression ihm immer wieder mitteilte wie weniger er liebenswert aus diesem Grund sei. Über die Jahre kam er immer weniger mit all den negativen Gedanken zurecht, was letztendlich in einem Suizidversuch endete. Hier erzählt wie er danach versucht hat sich selbst zu akzeptieren und was ihm dabei half.

Review

CN: Depression, Internalized Homophobia, Selbstverletztendes Verhalten

An einigen Stellen wird darauf eingegangen wie es in den 90ern war als queeres Kind aufzuwachsen. Zu der Zeitpunkt gab es halt noch nicht die heutigen Informationsquellen und gleichgesinnte zu finden war um einiges schwieriger. In den Büchern und Filmen war das alles andere als präsent und oft genug wurde es als nichts wünschenswert dargestellt und im Zusammenhang mit Gewalttaten, Drogen oder Aids erwähnt. 

Was mich wirklich gewundert hatte war, wie nahbar und verletzlich der Autor sich mit diesen Erzählungen gemacht hat. Hier wird einfach absolut gar nichts geschönt und es wird mehr als deutlich gezeigt wie es ist sich selbst zu hassen unter anderem wegen der eigenen Sexualität. Diesbezüglich gibt es auf der ersten Seite des Buches eine sehr lange Triggerwarnung und ich bin jedes Mal froh, wenn Autoren das Thema ernst nehmen. Auch was die Depression und den Suizidversuch betrifft wird hier mehr als einmal ins Detail gegangen und diesbezüglich sollte man wirklich die ganzen Triggerwarnungen ernst nehmen.  

Bisher habe ich noch keine Bücher von dem Autor gelesen, obwohl ich mehrere von ihm schon seit längerem auf der Wunschliste habe. Das Buch hat mir definitiv gezeigt, dass der Autor in der Lage ist Gefühle zu vermitteln und deshalb freue ich mich schon richtig darauf eins seiner Werke demnächst lesen zu können.

Fazit

Alles in allem ist es eine Autobiografie, die einen nachdenklich stimmt und einen sprachlos zurücklässt. Mehrmals musste ich das Hörbuch unterbrechen, weil mir die Erzählungen so nahe gingen.

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