Freitag, 8. September 2017

#43 Bücherregal - Nothing for ungood


Titel(Deutsch)Nothing for ungood
AutorJohn Maddison
VerlagBastei Lübbe
GenreHumor
Seiten192 Seiten
Meine Bewertung

 Inhalt

Der amerikanische Autor hat während seiner Studienzeit und auch einige Jahre danach in Deutschland gelebt. Während dieser Zeit hat er einige recht seltsame Angewohnheiten der deutschen kennen gelernt, welche er in diesem Buch näher erläutert.

Review

Das Buch setzt sich zusammen aus vielen kurzen Anektoden, so dass es schnell zu lesen ist und somit wird auch kein Witz "tot" geschrieben.

Immer wieder werden Seltsamkeiten aufgegriffen, die man als Deutscher nicht unbedingt merkt. Jedoch wird auch ziemlich auf Klischees herumgeritten, was aber auch zu erwarten war. Somit ist es auch der perfekte Anlass zur Selbstreflektion und man sollte das Buch definitiv nicht zu ernst nehmen. Der Autor hebt die Unterschiede auf ironische Weise vor und kritisiert auch die Amerikaner. Wobei er als Amerikaner wie zu erwarten die amerikanische Lebensart positiver als die deutsche hervorhebt.
Die deutsche Sprache wird an mehreren Stellen kritisiert und es wird auch die Einfachheit von "the" hervorgehoben. Was die Kritikpunkte an der Sprache an sich angeht muss ich dem Autor zustimmen: Deutch als Fremdsprache ist ziemlich schwer im Gegensatz zum Englisch.
Was ich ganz erstaunlich fand war die Erwähnung des Weißwurstäquator. Viele Bekannte von mir wissen gar nicht was das ist und obwohl es der Autor jetzt auch nicht wirklich erläutert hat, fand ich die Erwähnung ganz gut.
Auch die schwäbische Kehrwoche wird kritisiert und erläutert. Einerseits kann ich den Autor da ja nachvollziehen, aber andererseits gehört das einfach zu der Gegend und die Kehrwoche ist ziemlich bekannt in Deutschland und als abgespeckte Version auch verbreitet.
Das Thema Party feiern wird auch aufgegriffen und das ist einfach in vielen Punkten so war. Wobei ich das auch ganz gut finde, da man so besser planen kann.

Eventuell hätten längere Anekdoten für mehr Tiefe gesorgt, jedoch empfindet das wahrscheinlich jeder anders. Somit wirkt das Buch einfach nur ziemlich verallgemeinernd, was ziemlich schade ist.

Der/die Übersetzter/in gibt immer wieder spitze und auch bissige Kommentare ab. Anfangs war es noch ganz lustig, jedoch ab einem gewissen Punkt haben diese einfach nur gestört. Wenn solche Anmerkungen nur eine persönliche Meinung beinhalten, dann sollte diese meiner Meinung nach einfach weggelassen werden.


Fazit

Das Buch eignet sich gut für zwischendurch, da es leicht zu lesen ist. An sich eignet es sich deshalb auch zum Lesen in den öffentlichen Verkehrsmitteln, da die einzelnen Kapitel sehr kurz sind. Mich hat es relativ gut unterhalten, wobei es jedoch bessere Bücher zu diesem Thema gibt. An sich ist das Buch sehr verallgemeinernd, was aber ganz normal für Bücher dieser Art ist.

Dienstag, 5. September 2017

#4 Rezept: Zucchinischiffchen




Guten Morgen :)

Heute gibt es eins meiner Lieblingsrezepte.

Zutaten:

  • 2 mittelgroße Zucchini
  • passierte Tomaten
  • Mozarella
  • Streukäse
  • Mais(Dose)
Rezept:

  1. Zucchini waschen und halbieren. Da meine Zucchini ziemlich groß war hatte ich sie vorher noch in zwei ungefähr gleich große Hälften geteilt. 
  2. Beide Enden werden abgeschnitten und meisten probiere ich dann immer ein Stück um sicher zu gehen, dass sie nicht bitter schmeckt. Danach wird die Zucchini je nach Größe entweder mit einem Tee- oder einem Esslöffel ausgehöhlt. Das Ausgehöhlte wird entsorgt.
  3. Dieses Mal habe ich als Innenfüllung Mais(aus der Dose), passierte Tomaten und Mozarella reingetan. Danach habe ich noch etwas Gouda darüber gestreut. Das Ganze habe ich mit buntem und schwarzem Pfeffer, Cayennepfeffer und Chili gewürzt. Alternativ nutze ich manchmal eine Tomaten, Feta und Mozarella Füllung. 
  4. Das Ganze kommt in eine Auflaufform für 15-20 Minuten bei 180°C in den Ofen, je nachdem wie braun oder zerlaufen man den Käse haben will.
Hierzu esse ich gerne Reis, aber manchmal esse ich die Zucchinischiffchen auch ohne etwas dabei. Die passierten Tomaten kann man auch einfach nur kleine Tomatenwürfel ersetzen.

Viele liebe Grüße

Freitag, 1. September 2017

#42 Bücherregal - Schmerz: Eine Biografie


Titel(Deutsch)Schmerz: Eine Biografie
AutorSytze van der Zee
VerlagAlbrecht Knaus Verlag
GenreSachbuch
Seiten384 Seiten
Meine Bewertung
4/5

 Inhalt

Obwohl es laut Medizin möglich ist Patienten mit chronischen Schmerzen nahezu schmerzfrei zu bekommen, sprechen die reinen Zahlen eine ganz andere Sprache. In diesem Buch setzt sich der Autor mit dem Thema Schmerztherapie auseinander und lässt auch Betroffene zu Wort kommen.

Review

Das Buch setzt sich kritisch mit dem Thema "Schmerztherapie" auseinander und liefert dazu einige wissenschaftlich belegte Theorien, warum manche Methoden nur für den Geldbeutel der Anwender hilfreich sind. Der Autor zählt auch auf wann man genau chirurgische Methoden gegenüber Medikamenten bevorzugen sollte.
Es ist in Kapitel gegliedert und zum Beispiel das Thema Phatomschmerzen wird ganz ausführlich beschrieben. Aber auch das Phänomen vom unterschiedlichen Schmerzempfinden von Männern und Frauen, kein Schmerzempfinden zu haben, SSV(Selbstverletzendes Verhalten) und Sadomasochismus werden beleuchtet.
Der Schreibstil ist auch sehr angenehm, da er nicht zu trocken ist und nicht nur mit Statistiken um sich geworfen wird.
Die Frage ob sich die Schmerzbehandlung positiv entwickelt hat wird auch in diesem Buch beantwortet. Dabei werden auch die momentan Grenzen der Schmerzbehandlung aufgezeigt und an wen man sich am Besten bei Schmerzen wendet. Auch wird sich mit der Entstehungsgeschichte der multimodalen Schmerztherapie gewidmet.

Was mir besonders gefallen hat ist, dass auch viele Rückschläge in der Schmerztherapie beschrieben werden. Das liest man ja auch nicht unbedingt häufig wie viele sterben mussten bis überhaupt eine Methode wirklich erfolgreich war. Und das spiegelt leider auch den massiven Leidensdruck Betroffene wieder, da jede winzig kleine Aussicht auf Besserung meistens verlockender klingt, auch wenn das Risiko dabei noch so groß ist.

Das ganze Thema wird einem auch durch die ganzen Berichte von Betroffenen, Erklärungen und Hinweise zu Forschungsarbeiten nahe gebracht. Ich fand vor allem die Berichte gut, da diese mir als Betroffenen ziemlich viel Mut gemacht haben und beweisen, dass hintern den ganzen Zahlen Menschen stecken. Und die Forschungsarbeiten zeigen, dass trotz allem weiter geforscht wird und die Lage für die Schmerzpatienten irgendwann einmal besser wird.



Fazit

Das Buch ist für jeden etwas, der einen Einblick in die Entstehungsgeschichte der Schmerztherapie bekommen will. Zudem hilft es einem die unterschiedlichen Arten von Schmerzen zu verstehen. Auch beleuchtet es Behandlungen kritisch und gibt im Gegensatz zu manch anderen Büchern die Indikationen genau an. Das heißt man lernt durch das Buch wann bestimmte Behandlungen überhaupt sinnvoll sind. Es ist auch für Laien verständlich geschrieben und viele Begriffe werden am Ende des Buch erklärt.

Freitag, 25. August 2017

#41 Bücherregal - Geständnisse


 Quelle(Werbung gemäß §2 Nr.5 TMG)

Titel(Deutsch)Geständnisse
AutorKanae Minato
VerlagC.Bertelsmann
GenrePsychothriller
Seiten272 Seiten
Meine Bewertung  5/5


Ich bedanke mich hiermit recht herzlichst bei Bloggerportal vom Randomhouse und dem C.Bertelsmann Verlag für das Bereitstellen eines Rezensionsexemplares.

Inhalt

Im Schwimmbad der Schule ist die Tochter der Lehrerin Moriguchi ertrunken und sie ist sicher, dass Schüler ihrer eigenen Klasse dafür verantwortlich sind. Am letzten Tag des Schuljahres gibt sie zu Vergeltung für diese Tat zu suchen und das bringt einen Stein ins Rollen, der für manche Schüler katastrophale Auswirkungen haben wird.

Review

Am Anfang spricht die Lehrerin sehr lange und ausführlich über die Ereignisse und ihre Gefühle. Dadurch erfährt man auch warum sie Lehrerin geworden ist und wie es überhaupt zu den tragischen Ereignissen kommen konnte. Das fand ich sehr spannend und es ist einmal ein etwas anderer Einstieg in ein Buch. Es ist vor allem auch einmal eine gute Abwechslung zu den Büchern, die man sonst so liest. Durch das Geständnis der Lehrerin am Anfang des Buches herrscht durchgehend eine bedrückende Stimmung, da man durch sie zwar weiß was passiert ist, aber der wahre Grund für die Tat fehlt. Die Gefühle und Motive der Lehrerin sind gut beschrieben.
Die Hauptthemen "Vergeltung" bzw. "Rache"  in dem Buch werden nicht mit Samthandschuhen angepackt, was ich als sehr gut empfinde. Auch wird alles nicht nur oberflächlich behandelt, weshalb die Handlung unter die Haut geht. Es wird viel Freiraum zur eigenen Interpretation gelassen, das heißt die Handlung und die Orte werden nicht bis ins kleinste Detail beschrieben, was die Handlung eindeutig um einiges spannender macht.
Die Handlung an sich wird nacheinander von allen Beteiligten in Form von Geständnissen erzählt. Durch die vielen verschiedenen Erzähler ist die Grundstimmung im Buch sehr düster und emotional. Mich haben die Taten der Figuren sehr erschüttert und eigentlich weiß ich gar nicht so recht, ob düster die Grundstimmung in dem Buch überhaupt ausreichend beschreibt. Somit erfährt man auch viel über all das was überhaupt zum Tod des Mädchen geführt hatte.
Was ich besonders gut fand war das Ende. Man kann quasi all die Puzzlestücke erst nach dem Lesen des gesamten Buches zusammenfügen, weshalb das Buch durchgehend spannend bleibt. Es ist vor allem nicht vorhersehbar, was das ganze um einiges besser macht.
Der Schreibstil ist sehr angenehm und deshalb ist der Lesefluss auch gut. Die einzelnen Geständnisse sind alle mit einem anderen Schreibstil geschrieben, was sie sehr authentisch macht. Dadurch wird das Buch sehr interessant und die Emotionen der einzelnen Figuren sehr nachvollziehbar.

An manchen Stellen ist die Handlung etwas befremdlich, was aber auch an dem Handlungsort liegt(wie zum Beispiel Hausbesuche des Lehrers).

Im Buch selbst werden vor allem aktuelle Probleme in Japan angesprochen, darunter fallen zum Beispiel Hikikomori. Das sind Menschen, welche ihr Haus so gut wie gar nicht mehr verlassen und sozialen Kontakt so gut es geht vermeiden. Manche der Themen in dem Buch lassen sich aber auch auf andere Leistungsgesellschaften übertragen und diese werden auch vor allem von der Lehrerin aufgegriffen und kritisiert.
Durchgehend werden die Abgründe von Menschen aufgezeigt und zu was einem Psychospiele letztendlich verleiten können.
Es wird die Frage aufgeworfen wie gerecht die Justiz ist und ob die Selbstjustiz gerechtfertigt ist. 

Fazit

Das Buch zeigt einem wie weit manche Menschen gehen um andere Menschen für den Tod eines Geliebten büßen zu lassen. Da die Handlung so bewegend ist sollte man es nur lesen, wenn man mit solchen Themen klar kommt. Das Buch regt vor allem zum nachdenken an und schockiert einen mitunter auch ziemlich. Es ist auch um einiges härter als der Film, da es viel mehr die eigene Fantasie anregt. 

 

Weitere Infos zum Buch findet ihr übrigens auf der Verlag Seite: Hier (Werbung gemäß §2 Nr.5 TMG)