Mittwoch, 10. Juni 2020

#37 Booktalk - 1Q84

Hallo,

im April habe ich "1Q84" von Haruki Murakami gelesen und deshalb gibt es heute den Booktalk darüber.




Aomame und Tengo könnten gegensätzlicher nicht sein, denn sie ist eine Auftragsmörderin, während er Hobbyautor und Lehrer in einer Paukschule ist. Und doch verbindet sie etwas seit sie sich in der Grundschule erstmals begegneten. Eines Tages erhält Tengo den Auftrag den Roman einer 17-jährigen umzuschreiben, damit dieser einen Literaturpreis gewinnt. Während dem Schreiben fragt er sich immer wieder, ob es wirklich richtig ist was er da macht. Währenddessen begeht Aomame einen weiteren Auftragsmord, der aber nie in den Nachrichten auftaucht. Auch andere merkwürdige Dinge geschehen und sie kommt zu der Annahme, dass sie sich in einer Parallelwelt befindet.

Erst einmal möchte ich vorweg erwähnen, dass in dem Buch Sekten, Vergewaltigung(auch von Minderjährigen), sexuelles Interesse an Minderjährigen und allgemein viel über sexuelles Interesse vorkommt. Das heißt man erfährt allein im ersten Teil was die Hauptprotagonisten für Vorlieben haben, explizite Beschreibungen der Geschlechtsteile samt Intimbehaarung und vieles mehr. Bisher sind mir nur sehr wenige Bücher untergekommen bei dem diese Themen innerhalb von den ersten 450 Seiten so oft erwähnt werden und um ehrlich zu sein habe ich damit auch absolut nicht gerechnet. Das Buch hatte ich schon einmal vor vielen Jahren gelesen und scheinbar hatte ich genau den Aspekt bewusst verdrängt. Und da es oft gefühlt um nichts anderes geht könnte man es doch einfach im Klappentext erwähnen. Vor allem gewisse Informationen möchte ich persönlich nicht haben und da gehören solche Gedankengänge wie ist es okay Interesse an einem 17-jährigen Mädchen als 30-jähriger Lehrer zu haben einfach nicht dazu. Über die Vergewaltigungsszenen möchte ich schon gar nicht anfangen zu schreiben, denn genau damit hätte ich mir einen sensibleren Umgang erwartet. Ich finde so eine Geschichte könnte locker ohne all diese teils expliziten Szenen ausgekommen, nur wäre dann das Buch wahrscheinlich nur halb so dick. Und wäre wahrscheinlich auch nicht so schrecklich abstoßend.

Wenn man sich dazu entscheidet dieses Buch zu lesen sollte man sich klar sein, dass das alles für japanische männliche Leser und geschrieben wurde. Das heißt teilweise versteht man manche Szenen nur wenn man etwas Hintergrundwissen bezüglich der Kultur hat. Ansonsten wirken wahrscheinlich allein die Dialoge etwas befremdlich, da man im Deutschen ja doch sehr direkt kommuniziert und das im Japanischen nicht so der Fall ist. Vor allem was das Thema Gefühle betrifft merkt man das sehr im Buch. Auch Sexismus spielt im Buch eine große Rolle und mich erstaunt es immer wieder wie normal das alles in solchen Büchern ist, obwohl ich ja schon einige Artikel diesbezüglich gelesen habe.

So wirklich in ein Genre kann man das Buch nicht einordnen. Es hat auf jeden Fall einiges von einer Dystopie und es ist ganz interessant, dass das meiste in einer Parallelwelt spielt und das alles einige Elemente aus dem Genre "Fantasy" enthält. Das ist alles ein wirklich schöner Mix, wenn die ganzen teils doch verstörenden Szenen nicht gewesen wären. Vor allem werden manche Sachen immer wieder erwähnt und spätestens nach dem 3. Mal war es einfach nur noch einschläfernd unnötig. 

Der Anfang des Buches war noch sehr Handlungsorientiert und so lernt man wirklich viel darüber was da alles passiert. Immer wieder gibt es tolle Wendungen und es macht Spaß die Welt zu erkunden. Jedoch ist das vor allem im letzten Drittel nicht mehr der Fall und insgeheim hatte ich einfach nur noch gehofft, dass das alles einfach endet und zwar egal wie.

Leider gibt es zum Schluss absolut keine Einordnung der gesamten Handlung und ich hatte mir einfach gewünscht, dass man als Leser eine zufrieden stellende Auflösung bekommt. Im wahren Leben gibt es auch selten Gerechtigkeit, aber ich hätte schon gerne eine Erklärung gehabt.

Eigentlich mag ich den Autor und ich habe schon mehr als eine handvoll Bücher von diesem gelesen. Und ich kann mich an keines erinnern in dem es so häufig um Geschlechtsteile ging. Meistens sind diese Szenen einfach nur komplett überflüssig und die Beschreibungen davon lassen einen stutzig werden, da sie so kommt zufällig erscheinen. Wenn man die ganzen Bewertungen für das Buch durchliest merkt man einfach, dass das alles unglaublich polarisiert. Ich finde das Buch jetzt nicht trotz all meiner Kritikpunkte atemberaubend schlecht, aber trotzdem vergebe ich nur 2,5 Sterne von 5 wegen der intimen Szenen. Vor allem mit Minderjährigen muss so etwas einfach nicht sein.

Kennt ihr das Buch? Wie findet ihr es?

Viele Grüße

Sonntag, 7. Juni 2020

#301 Bücherregal - The guy who died twice(Kurzrezension)



TitelThe Guy who died twice(Detective D.D. Warren #9.5)
AutorLisa Gardner
VerlagCornerstone Digital
GenreThriller
Seiten56 Seiten
Meine Bewertung
4/5

 Inhalt

Eigentlich ist sich Detective D.D. Warren sicher, dass sie nichts mehr überraschen kann. Schließlich hat sie schon unzählige merkwürdige Fälle müssen und folglich ist es echt schwer noch etwa zu finden, was noch merkwürdiger ist. Und genau das tritt ein: Ein Mann kommt auf die Wache und behauptet felsenfest schon längst tot zu sein und ihre Kollegen schicken ihn heim, nach dem sie ihm erklärt haben er sei doch offensichtlich am Leben. Und nur wenige Stunden später ist dieser Mann tot. Aber wieso musste er zweimal sterben?

Review

Normalerweise bin ich kein Fan von Novellas und dementsprechend kritisch bin ich auch, wenn meine Lieblingsautoren diese veröffentlichen. Und ich muss ehrlich zugeben, dass mich diese Novella positiv überrascht hat.

Was beim Lesen auffällt ist, dass es definitiv vom Rest der Reihe abweicht. Es sind zwar die gleichen Hauptprotagonisten vorhanden, aber der Erzählstil ist einfach ein ganz anderer. Schließlich erzählt hier D.D.Warren ihrem Ehemann was für einen komischen/absurden Fall sie lösen musste und so erfährt man nur anhand von Rückblenden was passiert ist. Und genau das finde ich so schön an dieser Novella, da es einfach einmal etwas anderes ist und man trotz allem mit raten kann zusammen mit den schon bekannten Charakteren.

Man lernt ziemlich viel über neurologische/psychische Erkrankungen und ich finde es gut, dass die betreffenden Charaktere nicht nur benutzt wurden um diese zu porträtieren. Man erfährt etliches über die Betroffenen, was größtenteils gar nichts mit den Erkrankungen zu tun hat. Und genau das hat mich positiv überrascht, auch wenn ich weiß das die Autorin normalerweise darauf achtet. Bei Novellas hat man das ja eher selten, dass einem auf so wenigen Seiten so vielschichtige Charaktere erwarten.

Der Fall an sich ist auch ziemlich spannend, da alle Tatverdächtigen im Haus waren, aber kein wirkliches Tatmotiv vorweisen können. Somit kommt wie zu erwarten als erstes die Lebensgefährtin infrage.


Fazit

Rein theoretisch kann man diese Novella vollkommen ohne Vorwissen lesen und man auch nicht den Inhalt des vorigen Bandes dafür kennen. Aber um die Hauptprotagonisten besser zu verstehen bzw. zu kennen lohnt sich ein Block in die vorigen Bücher.Für mich hatte die Novella die perfekte Länge. Mich hat es definitiv an eine Story von Agathe Christie erinnert und so etwas liebe ich einfach.

Freitag, 5. Juni 2020

#300 Bücherregal - Daisy Jones & the Six







TitelDaisy Jones & The Six
AutorTaylor Jenkins Reid
VerlagUllstein Verlag
GenreHistorischer Roman
Seiten368 Seiten
Meine Bewertung
4/5


Ich bedanke mich hiermit recht herzlichst bei Netgalley.de und dem Buchverlag für das Bereitstellen eines Rezensionsexemplares.


 Inhalt

Wenn Daisy Jones eins ist, dann ist es bildhübsch. Von ihren Eltern erhielt sie nie den Rückhalt, den sie wahrscheinlich gebraucht hätte um im Leben besser klar zu kommen. Schon früh hatte sie sich in den Kopf gesetzt Sängerin werden zu wollen und vor allem wollte sie wenn überhaupt nur ihre eigenen Lieder performen. Doch das klappte alles nicht so recht und so landete sie bei der Band "The Six". Daisy genoss den Lifestyle "Sex, Drugs and Rock'n'Roll" der 70er und dementsprechend toll fand sie es auch diese Musik auf der Bühne performen zu dürfen. Doch vollkommen unerwartet für die Fans löste sich die Band 1979 für immer auf.

Review

Direkt mal vorweg möchte ich eine Triggerwarnung setzen, denn im Buch geht es immer wieder um Drogen-, Tablette- und Alkoholmissbrauch.

Der ganze Roman ist wenn man es genau nimmt einfach nur ein Gespräch zwischen den einzelnen Mitgliedern der Band und anderen Personen, die ihnen nahe standen. An einer Stelle taucht eine Interviewerin auf, die quasi dieses Gespräch leitet. Es brauchte eine Zeit lang bis ich mich an den recht ungewöhnlichen Schreibstil gewöhnt hatte und ich bin recht froh darüber, dass ich das Buch tatsächlich beendet habe. Ursprünglich hatte ich es schon einmal in 2019 in Englisch versucht zu lesen, aber ich hatte recht schnell aufgegeben.

Vor allem die authentische Handlung hat mir gefallen und wie natürlich all die Skandale und der Drogenmissbrauch beschrieben wurde. Zu der Zeit galt halt noch "Sex, Drugs and Rock'n'Roll" und genau das liefert der Roman. Vieles was passiert kennt man halt aus Interviews von Künstlern dieser Zeit und deshalb wirkt das Geschriebene wahrscheinlich auch so real. Drogen wurden richtig glorifiziert und gehören einfach zum Künstler sein dazu. Und genau das steht im starken Kontrast zu der jetzigen Zeit, schließlich war es damals "normal" für manche Musiker Hotelzimmer zu zertrümmern und die Sucht bestimmten den Alltag. Und die Autorin schafft es einerseits genau das hervorzuheben, aber auch zu zeigen wie viel diese Sucht zerstört. Diesbezüglich hatte ich die ganze Zeit eine wirklich schlechte Vorahnung, weil ich solche Geschichten aus anderen Büchern kenne.
Hauptsächlich die beiden Hauptprotagonisten Billy und Daisy haben ein gewaltiges Suchtproblem und beide haben eine komplett andere Art damit umzugehen. Das sorgt für gewaltiges Konfliktpotential und das macht das alls so spannend. Zudem würde ich keinen von beiden jetzt unter sympathisch einstufen, was ich zur Abwechslung wirklich angenehm fand. So macht es einiges was passiert erträgerlicher und ich finde es gut, dass die Autorin diesen Weg gewählt hat. Zu oft geht es ja nur um das schöne, drogenabhängige Mädchen(oder den Jungen), was jeder liebt und mit dem man mitfühlt und dem einfach nur einen Weg aus der Sucht wünscht. Und da im Leben auch nicht immer alles dieses Klischee bedient finde ich es gut, dass auch einmal etwas anderes gezeigt wird.

Ein anderer wichtiger Punkt sind die starken weiblichen Rollen in diesem Buch. Selbst die Nebencharaktere sind mehrschichtig und zeigen immer wieder wie wichtig es ist für seine eigenen Rechte zu kämpfen.

Ganz am Ende befinden sich zudem einige wirklich tolle Liedtexte und ich finde es immer wieder schön, wenn Autoren sich die Mühe machen diese zu verfassen.

Was ich wirklich schade finde ist der Erzählstil, denn bei so einem Transpkript/Interview geht einfach unheimlich viel verloren. Ich hätte mir einfach mehr Beschreibungen der Orte/Figuren und alles gewünscht, weshalb ich normalerweise Bücher mit diesem Erzählstil meide. Was mir aber positiv an dem ganzen aufgefallen ist, dass jeder Charaktere eine andere Erzählweise hat und somit auch quasi eine eigene Stimme. Somit kann sie recht gut auseinander halten beim Lesen.


Fazit

Zusammend fassend lässt sich auf alle Fälle schreiben, dass es ein wirklich gelungener historischer Roman ist. Mich hätte es absolut nicht verwundert, wenn am Ende "basiert auf wahren Erlebnissen" gestanden hätte. Einige der Ereignisse sollen tatsächlich auf den Gerüchten rund um die Band  "Fleetwood Mac" basieren.

Mittwoch, 3. Juni 2020

Lesemonat Mai





Guten Morgen,
jetzt ist der Mai endlich vorbei und deshalb gibt es heute den passenden Rückblick zu all den gelesenen Büchern.
Insgesamt habe ich für den Blog 8.456 Wörter(veröffentlichte Beiträge) und für meine FFs 14.637 Wörter geschrieben. Das macht insgesamt 745 Wörter pro Tag.
  • Vengeful von V.E. Schwab, 4,5/5 Sternen
  • Everything is f*cked von Mark Mason, 2/5 Sternen
  • Am Anfang war der Lärm von Philipp Oehmke, 4/5 Sternen
  • Heiter bis wolkig von Frank Goose, 3,5/5 Sternen
  • Der Horror der frühen Medizin von Lindsey Fitzharris, 4/5 Sternen
  • Soko Heidefieber von Gerhard Henschel, 3/5 Sternen
  • Daisy Jones and the Six von Taylor Jenkins Raid, 4/5 Sternen
  • Der Mann, der kein Mörder war von Michael Hjorth & Hans Rosenfeldt, 4/5 Sternen
  • Möwentod von Elias Elias Haller, 4,5/5 Sternen
  • Das Labyrinth des Fauns von Cornelia Funke; Guillermo del Toro, 4/5 Sternen 
  • Tausend Zeilen Lügen von Juan Mureno, 4/5 Sternen

11 Bücher | 4.028 Seiten | 367 Seiten/Buch | 130 Seiten/Tag
- Comic | 2 Graphic Novel | - Light Novel | 5 Manga
durchschnittliche Bewertung: 3,4/5
Verlage: 8
bereiste Länder: 4
Genre: 6(1x Biografie, 1x Fantasy, 1x Fotoband, 1xhistorischer Roman, 2xKrimi, 3xSachbuch, 1xThriller, 1xYA-Fantasy)

Highlight: Vengeful von V.E. Schwab, 4,5/5 Sternen
Möwentod von Elias Elias Haller, 4,5/5 Sternen
Flop: Everything is f*cked von Mark Mason, 2/5 Sternen

Direkt zu Beginn des Monats konnte ich "Vengeful" von V.E. Schwab lesen. Darum geht es um Marcella, die von ihrem Mann umgebracht wurde und deshalb zu einer ExtraOrdinäre geworden ist. Sie hat sich vorgenommen hat sich an ihrem Mann zu rechen. Mich hat das Buch genauso wie der erste Teil total begeistert. Es sollte viel mehr Bücher über Antihelden geben, die eben ihre Kräfte nicht für gute Taten einsetzen und komische Moralvorstellungen haben. 

"Everything is f*cked" von Mark Mason hatte ich gelesen, weil es letztes Jahr für den "Goodreads Choice Award" nominiert war und es ganz interessant klang. Hauptsächlich geht es darum, dass auch wenn es nicht so erscheint immer noch ein Grund zur Hoffnung besteht. Mir hat das Buch nicht gefallen und ich werde es wahrscheinlich nie verstehen, warum Menschen teils schlecht recherchierte Blogartikel abdrucken und dann als Buch verkaufen.

"Am Anfang war der Lärm" von Philipp Oehmke gilt als chaotische Biografie der Band "Die Toten Hosen". Das Buch war ja jetzt schon einige Zeit auf meiner Wunschliste und ich bin wirklich froh darüber es gelesen zu haben. Ich finde solche Biografien immer total interessant und vor allem ist es immer schön zu sehen wie sich eine Band im Laufe der Jahre verändert. Und ich denke dieses Chaos in dem Buch passt einfach wunderbar dazu, denn irgendwie alles nicht wirklich chronologisch geordnet und es wird ziemlich oft vom Thema abgewischen.

"Heiter bis wolkig" von Frank Goose ist ein Fotoband, der sich mit der Frage der Heimat auseinandersetzt. Mir hat er jetzt nicht so zugesagt, da ich den Blick auf Deutschland etwas einseitig fand und ich das Gezeigte eher mit der Mittelschicht/Arbeiterschicht der 90er in Verbindung bringe und nicht zwangsläufig mit Heimat. Und für micht ist es bei einem Fotoband wichtig, dass ich ihn mehrfach begutachten möchte und das ist hier nicht der Fall.

Bei "Der Horror der frühen Medizin" von Lindsey Fitzharris und es geht darum, wie es Joseph Lister gelang Medizingeschichte zu schreiben. Während der viktorianischen Zeit war das Krankenhaus noch ein Ort des Todes und man musste seine eigene Beerdigung zahlen können, um überhaupt als Patient aufgenommen zu werden. Das Hörbuch ist total interessant und ich finde es gut, dass hier nichts geschönt wird. Teilweise sind die Beschreibungen einfach nur abartig und wir können wirklich froh darüber sein, dass es mittlerweile üblich ist die Operationsbestecke nach jedem Patienten zu reinigen und vor allem Einmalkittel zu verwenden.

"Soko Heidefieber" von Gerhard Henschel ist ein Überregionalkrimi, der Regionalkrimis aufs Korn nimmt und als Satire gilt. Leider hat mir das alles nicht so zu gesagt, denn die Handlung wurde gegen Ende immer absurder. Die Idee ist natürlich klasse und ich finde einige Szenen auch wirklich witzig, aber manches Stellen überschreiten finden ich die Grenzen des guten Geschmacks.

Im Buch "Daisy Jones and the Six" von Taylor Jenkins Raid geht es das Bandleben der 70er Jahre und was es damals bedeutete den Rock'n'Roll-Lifestyle zu leben. Wenn das alles nicht im Interviewstil verfasst wurden wäre, dann hätte ich dem ganzen 5 Sterne gegeben. Es ist einfach eine tolle, realistische Handlung und mich hat es erstaunt, dass sie nur auf Gerüchten zu einer anderen Band basiert und "The Six" gar nicht existiert. Ich bin total gespannt auf die Verfilmung, denn das Buch ist definitiv eine gute Vorlage dafür.

Bei "Der Mann, der kein Mörder war" von Michael Hjorth & Hans Rosenfeldt hilft der selbstverliebte Kriminalpsychologe Sebastian Bergman dabei den Mord an einem Jungen aufzuklären. Mir hat der düstere und vor allem sozialkritische Schwedenkrimi total gut gefunden und ich finde es immer schön Krimis zu finden, die mal etwas länger und nicht nach 300 Seiten schon zu Ende sind.

In "Möwentod" von Elias Haller geht es um Mordfälle durch die erschreckende Geheimnisse ans Licht kommen und alle stehen sie im Zusammenhang mit einer Fähre, die ins Ausland fährt. Der Thriller konnte mich mal wieder überzeugen und ich finde es einfach klasse, dass es jetzt auch rund um die Stralsunder Ermittler eine Reihe gibt. 

 Bei "Das Labyrinth des Fauns" von Cornelia Funke und Guillermo del Toro geht es um das Mädchen Ofelia, dass durch den Krieg ihren Vater verlor und deren Mutter kurz darauf einen neuen Mann kennen lernte, zu dem sie 1944 in die Berge zogen. Mir hat der Mix zwischen historischen Roman und Fantasy richtig gut gefallen und Hörbuch ist wirklich schön. Die Geschichte rund um das Mädchen hatte mich einfach nur gestimmt.

In "Tausend Zeilen Lügen" von Juan Mureno geht es um den Fall Relotius und den deutsche Journalismus. Mir hat das Hörbuch wirklich gut gefallen und man erfährt jede Menge interessantes über die beiden Themenkomplexe. Der Fall Relotius war damals wirklich erschreckend, da er sich ja viele wichtige und hoch angesehne Preise durch seine erfundenen Artikel erschwindelte. Und aus dem Grund landete das Buch darüber direkt auf meiner Wunschliste, als es angekündigt wurde. 

Im Mai hatte ich mich ja hauptsächlich mit anderen Projekten auseinander gesetzt und ich bin wirklich froh darüber, dass die jetzt endlich voran kommen. Auch im Juni möchte ich mich denen widmen, weshalb ich schon nahezu fast alle Blogeinträge vorgeschrieben habe. Dann hatte ich noch ein kleines Projekt begonnen und das ist auch fast fertig. Und zwar wollte ich eine Kurzgeschichte(Fanfic) schreiben mit um die 15.000 Wörtern. Und genau diese ist schon fast fertig gestellt, was mich unglaublich stolz macht. Die nächsten Monate werde ich hoffentlich noch weitere kleine Projekte beginnen, damit ich meinen Schreibstil noch etwas verfeinern kann bevor der NaNoWriMo(National Novel Writing Month) startet. Und ansonsten habe ich mir fest vorgenommen den Eintrag für den Bloggeburtstag fertig zu stellen. 

Und wie sah euer Lesemonat aus? Habt ihr euch schon etwas für den Juni vorgenommen? 

LG