Posts mit dem Label Fischer Verlag werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Fischer Verlag werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Freitag, 8. Mai 2020

#294 Bücherregal - Vengeful - Die Rache ist mein







TitelVengeful - Die Rache ist mein(#2. Teil der Villain-Reihe)
AutorV.E. Schwab
VerlagFischer Verlag
GenreFantasy
Seiten528 Seiten
Meine Bewertung
4,5/5



Ich bedanke mich hiermit recht herzlichst bei Netgalley.de für das Bereitstellen eines Rezensionsexemplares.

 Inhalt

Marcella ist die Frau vom Unterweltboss Marcus Riggins und ist es vollkommen Leid immer nur dafür bekannt zu sein. Eines Tages wird sie von ihrem Mann umgebracht, doch wie durch ein Wunder wacht sie als Extraordinäre auf und hat plötzlich zerstörerische Kräfte. Sie schwört sich nicht nur Rache an ihrem Mann, sondern an vielen weiteren Menschen zu nehmen. In einem rasenden Tempo erreicht sie die Spitze der Macht, doch sie begeht einen Fehler. Denn man mischt sich nicht ungeschoren in den Streit zwischen Eli Ever und Victor Vale ein.

Review

Wegen der fesselnden Handlung habe ich das Buch nahezu in einem durch gelesen, da ich einfach nur wissen wollte wie das alles ausgeht. Mir hat die bilderhafte und packende Erzählweise unglaublich gut gefallen. Dieses Mal sind einige wirklich brutale Szenen dabei, die Grundatmosphäre im Buch noch düsterer und bedrohlicher erscheinen lassen. Den ersten Teil der Reihe hatte ich nicht ganz so extrem empfunden und deshalb hatten mich das alles auch ziemlich überrascht. Wobei das alles irgendwie zu so einer Welt dazu gehört und man kennt es von vielen anderen Geschichten über Antihelden/Helden, in denen das alles eben nicht geschönt wird und den Bösen jedes Mittel recht ist um beispielsweise an Informationen zu kommen.

Der Handungsaufbau trägt sein übriges zur Spannung bei, denn immer wieder wird in zwischen den Zeiten und Orten gesprungen. Dadurch bekommt man einen ziemlich guten Überblick über das Geschehen, auch wenn man oft nicht weiß warum jetzt bestimmte kleine und auf den ersten Blick unscheinbare Szenen eingeschoben wurden. Deswegen ist auch die Geschwindigkeit der Handlung unglaublich hoch. Man muss wirklich aufmerksam lesen, damit man allein wegen der Zeitsprünge nicht den Überblick verliert. Einen roten Faden sucht man hier vergeblich, was das alles nicht leichter macht.

Auch dieses Mal kann man nicht so wirklich erkennen wer nun gut oder böse ist und oft habe ich mich gefragt, ob die Personen moralisch richtig handeln und ihre Taten wirklich so verwerflich sind. Es ist auf jeden Fall faszinierend Geschichten über absolute Antihelden zu lesen, die alle ihre eigene Agenda verfolgen. Besonders spannend macht es dann die Ambivalenz der Charaktere, da  man ihr Verhalten nur bedingt vorher sehen kann.

Das Cover passt ganz gut zur Reihe und zeigt scheinbar Marcella, die in diesem Teil eine wichtige Rolle einnimmt. Mir gefällt besonders der Kontrast zwischen schwarz und dem kräftigen Rotton sehr gut. 

Was mich unheimlich störte beim Lesen war die hohe Anzahl der Charaktere. Gefühlt tauchen einfach zu viele auf, die auf irgendeine Weise eine wichtige Rolle spielen und mir fiel es an manchen Stellen schwer diese auseinander zu halten. Und das obwohl diese facettenreicher und einzigartiger nicht sein könnten. Mir hätte es gereicht wenn die Geschichte rund um Victor und Eli im Fokus geblieben wäre, auch wenn Marcella eine wirklich interessante Figur ist und mich die Hintergrundgeschichte dieser interessiert.

Das Problem wird dadurch verstärkt, dass der Hauptfokus auf der Handlung an sich liegt und keine so wirkliche Tiefe erzeugt wird. Die Charaktere entwickeln sich kaum weiter und auch sonst werden einige Themen/Charaktere nur oberflächlich angekratzt. Und dadurch bleiben manche von ihnen einfach zu blass und austauschbar.


Fazit


Das Buch macht nur mit genügend Hintergrundwissen Sinn und deshalb kann ich es auch nur denen empfehlen, die schon den ersten Teil der Reihe gelesen haben.  Wegen der Kritikpunkte ziehe ich einen halben Stern ab. 

Jetzt freue ich mich unheimlich auf den dritten Teil der Reihe und bin gespannt darauf wie die losen Enden zusammen geführt werden und ob die offenen Fragen endlich beantwortet werden.

Sonntag, 22. Dezember 2019

#266 Bücherregal - Vicious - Das Böse in uns









TitelVicious - Das Böse in uns
AutorV.E. Schwab
VerlagFischer Verlag
GenreFantasy
Seiten400 Seiten
Meine Bewertung
4,5/5



Ich bedanke mich hiermit recht herzlichst bei Netgalley.de für das Bereitstellen eines Rezensionsexemplares.

 Inhalt

Die beiden Medizinstudenten Victor und Eli haben herausgefunden, dass man eine Nahtoderfahrung braucht um außergewöhnliche Fähigkeiten erhalten zu können. Um kein unnötiges Risiko einzugehen beschließen sie den jeweils anderen umzubringen und dann wieder zu beleben. Doch das Experiment hat ungeahnte Folgen und schnell stellen sie fest, dass das alles ihren Preis hat. Die Umstände machen aus den Freunden Feinde und nach einem längeren Gefängnisaufenthalt macht sich Victor auf dem Weg Eli einen Besuch abzustatten um endlich Rache nehmen zu können.

Review

Wenn ich was liebe, dann sind es Superheldengeschichten. Vor allem wenn diese jenseits von Gut und Böse spielen und Abgründe thematisieren, die man lieber nicht ganz so genau erforschen möchte. Und in die man sich dann liebend gerne stürzt, weil am Ende doch die Neugier siegt. Vor allem haben beide Hauptprotagonisten fragwürdige Wertevorstellungen mit denen sie versuchen ihr Handeln zurecht fertigen und das macht diesen Reiz aus.

Ein weiterer Pluspunkt ist die Dynamik zwischen Eli und Victor und somit auch das Katz und Maus zwischen ihnen. Beide werden als Anti-Helden beschrieben und da weiß man nie genau, wer nun der schlimmere ist. Es ist auf jeden Fall mal schön eine Geschichte zu haben in denen es nicht um einen Anti-Held/Held geht, der gegen einen klassischen Bösewicht kämpft. Und es regt einen dazu an mal darüber nachzudenken, was in dem Zusammenhang Gut und Böse bedeutet und ob ihr Handeln wirklich so verwerflich ist, wie auf den 1. Blick angenommen. Ich finde es immer interessant wenn auf diese Weise die Grenzen zwischen Protagonist und Antagonist verschwimmen und es bis zum Ende offen bleibt, wer denn nun der Gute ist.

Auf das Buch muss man sich einlassen und man kann es nicht einfach nur nebenher lesen. Es spielt auf mehreren Zeitebenen und springt ständig zwischen der Vergangenheit und der Zukunft hin und her. Man erfährt immer direkt zum Anfang vom Kapitel in welcher Zeit man sich befindet, was das alles etwas leichter macht.

Vor allem der schlichte Schreibstil hat es mir angetan, denn er kommt vollkommen ohne Ausschweifungen aus. Man hat trotzdem sehr schnell bestimmte Bilder im Kopf und kann sich auch ohne viele Details alles gut vorstellen.

Was ich ein wenig schade finde ist, dass die Nebencharaktere blass und austauschbar bleiben. Über einige erfährt man etwas mehr, aber es ist zu keinem Zeitpunkt etwas was diese Figuren wirklich nahbar geschweige denn greifbar macht.

Der Spannungsbogen bleibt auch eher flach durch die vielen Längen.

Auch das Thema EOs wird eher oberflächlich angekratzt und vieles bleibt der eigenen Fantasie überlassen. Deshalb wirkt vor allem der Anfang recht willkürlich und gibt Eli und Victor den Größenwahn, der wahrscheinlich auch ihr späteres Handeln erklärt. Leider weiß man nicht, ob das alles beabsichtigt ist oder ob die Autorin sich tatsächlich keine Gedanken darum gemacht hat.

Fazit


Das Buch macht definitiv Lust auf mehr und ich bin einfach gespannt darauf, ob der nächste Teil genauso fesselnd ist wie dieser hier. Ich möchte vor allem die Personen rund um Victor besser kennen lernen und auch über ihn und seine Fähigkeiten hätte ich gerne mehr Informationen. Die Handlung beschäftigt mich selbst noch einige Tage nach dem Lesen und ich bin mir immer noch uneins, wen von beiden ich jetzt als Pro- und wen als Antagonisten in dem Buch sehe.

Freitag, 15. November 2019

#255 Bücherregal - Postscript






TitelPostscript
AutorCecelia Ahern
VerlagS.Fischer Verlag
GenreRoman
Seiten423 Seiten
Meine Bewertung
4/5


Ich bedanke mich hiermit recht herzlichst bei Netgalley.de für das Bereitstellen eines Rezensionsexemplares.


 Inhalt

Gerrys Tod ist nun schon ganze 7 Jahre her und auf Wunsch ihrer Schwester Ciara redet Holly in deren Podcast über Gerrys Krebserkrankung und wie es für sie war mit Ende 20 ihren Ehemann zu verlieren. Sie redet auch über die 10 einzelnen Briefe, die ihr Mann ihr hinterlassen hat und die sie durch das erste Jahr nach seinem Tod begleitet hatten. Mittlerweile steht sie wieder mit beiden Beinen mitten im Leben und sie scheint gut über Gerrys Tod hinweggekommen zu sein. Doch dann wird sie wegen dem Podcast von einem Club mit dem Namen "P.S. Ich liebe dich" angesprochen, denn diese wollen inspiriert von Gerrys briefen ihren Liebsten auch diese Art von Briefen hinterlassen. Alle Mitglieder des Clubs sind todkrank und sie wollen Hollys Hilfe. Doch sie möchte eigentlich mit dem Thema nichts zu tun haben und so geht es sie erst einmal nicht auf diese Bitte ein. Doch kann sie wirklich diese Bitte auf Dauer ignorieren?

Review

Um einen besseren Vergleich zu haben und um noch einmal meine Erinnerung aufzufrischen hatte ich vorher "PS. I love you" gelesen. Man merkt im direkten Vergleich, dass die Autorin mittlerweile älter geworden ist und einige Romane geschrieben und mehr Lebenserfahrung hat. Ihr jetziger Schreibstil passt zudem einfach viel besser zu der Figur Holly als vorher. Er ist um einiges angenehmer zu lesen und deshalb wirkt Holly auch weniger sprunghaft. Zudem ist sie um einiges reifer und erwachsener geworden, weshalb sie nicht mehr viel von der Holly von Teil 1 hat. 7 Jahre sind halt einige lange Zeit und so ein Schicksalsschlag verändert einen nun einmal. Mir hat die Veränderung gut gefallen, wobei ich teilweise ihre doch recht egoistische Art fragwürdig fand. Natürlich möchte sie sich auch vor all den negativen Erinnerungen schützen, die es nun einmal durch Gerrys Krankheit gab, aber das erklärt bzw. entschuldigt einfach nicht ihr Verhalten gegenüber den Clubmitgliedern.

Im 1. Teil ging es ja darum, dass Holly die Briefe von Gerry und jetzt bei der Fortsetzung versucht sie anderen dabei zu helfen genau diese zu verfassen. Dadurch bekommt sie noch einmal einen ganz anderen Blickwinkel auf die Briefe von Gerry und setzt sich vor allem damit auseinander, was die Briefe ihr wirklich gebracht haben und warum sie überhaupt geschrieben wurden. Dadurch bringt sie ihren jetzigen Freund Gabriel in eine ganz merkwürdige Situation, denn dieser fühlt sich jetzt noch mehr dazu gezwungen sich mit ihrem toten Freund zu konkurrieren. Leider wird hier vor allem gegen Ende relativ wenig darauf eingegangen.

Es gibt im Laufe der Handlung immer wieder Rückblicke und so erfährt man wirklich viel über Gerry. So wurde auch er greifbarer und es wird schnell klar warum Holly ihn so verehrt.

All das wirft sie auch wieder ein ganz schönes Stück zurück und man merkt abermals was für ein großes Loch Gerry in Hollys Leben hinter lassen hat. Und es ihr dank dem Club sehr schwer fällt sich nicht abermals der Trauer und den Erinnerungen an Gerry  hinzugeben. Und da hat sich für mich die Frage gestellt, ob Holly wirklich den Tod von ihm verarbeitet hatte oder einfach nur ab einem Zeitpunkt all ihre Gefühle in eine Kiste gesperrt hatte und die von sich weg geschoben hatte.  Und erst jetzt setzt sich Holly wirklich mit all dem was geschehen ist gezwungenermaßen auseinander.

Am Besten gefällt mir am Cover das schlichte und der kleine Briefumschlag. Die Farben harmonieren gut miteinander und erinnern ein wenig an Tinte.



Fazit

Man muss nicht den 1. Teil gelesen haben um diesen hier zu verstehen. Mir waren einige Stellen zu kitschig, was aber auch zu erwarten war. Beim Lesen hatte ich so meine Probleme um mit Holly irgendwie warm zu werden. Deshalb hatte ich das Buch auch einige Zeit auf  Seite gelegt und mich anderen Büchern gewidmet, da ich stellenweise richtig wütend war auf Holly und mir deshalb das Lesen auch schwer fiel. Ich glaube Holly realisiert erst in diesem Teil was es heißt zu sterben und seine Liebsten zu verlassen. Und ich finde diese Erkenntnis kommt reichlich spät, denn Gerry ist ja jetzt schon 7 Jahre tot und es ist komisch, dass sie sich scheinbar nie groß Gedanken über genau den Aspekt gemacht hat. Vor allem fand ich es nervtötend, dass sie sich gefühlt ständig als Opfer sah, was sich erst gegen Ende änderte.

Alles in allem ist es eine Fortsetzung, die mich nicht ganz überzeugt konnte. Mir war der Handlungsverlauf teilweise zu gewollt und das Ende hätte man sich ruhig sparen können. Einige Themen werden leider nur oberflächlich beschrieben, was ich sehr schade fand. Aber ansonsten hat mich das Buch relativ gut unterhalten und wenn man es nicht mit dem 1. Teil vergleicht, dann machen auch die 4 von 5 Sternen Sinn. Es geht halt auch wieder um Krankheit, Tod und Trauer und auch wenn die lustigen Stellen und der Kitsch das alles ein wenig auflockern und dem ganzen etwas die Härte nehmen, gibt es einige sehr bewegende Stellen. Mich hat das Buch auf alle Fälle zum Nachdenken angeregt.

Rezension zu "PS. I love you" 

Sonntag, 26. Mai 2019

#206 Bücherregal - Dry








Titel(Deutsch)Dry
Titel(Englisch)Dry
AutorNeal und Jarrod Shustermann
VerlagFischer Verlage
GenreDystopie
Seiten336 Seiten
Meine Bewertung
4/5


Ich bedanke mich hiermit recht herzlichst bei Netgalley.de für das Bereitstellen eines Rezensionsexemplares.


 Inhalt

Stell dir einmal vor du machst den Wasserhahn auf und es kommt kein Wasser. Du erinnerst dich an den Tap-Out und die Wasserknappheit in Kalifornien. Aber wie die meisten hast du nicht damit gerechnet, dass die einfach das Wasser abstellen. Schon nach sehr kurzer Zeit sind alle Getränke aufgekauft und die Regierung bittet um Geduld. Auch nach Tagen bessert sich die Lage nicht und für die Betroffenen wird es immer schwerer überhaupt an Wasser zu kommen. Und schnell wird klar, dass sich niemand etwas schenkt in diesem Kampf um Leben oder Tod.


Review

Während dem Lesen hat man immer wieder das Gefühl, als würde es um die Nahe Zukunft in den westlichen Ländern gehen. Es gibt einige Newsartikel, die einem einen generellen Überblick über die Sachlage geben sollen.

Die einzelnen Hauptprotagonisten kommen nahezu alle aus einer anderen Gesellschaftsschicht und habe eine unterschiedliche Hintergrundgeschichte. Sie gehen alle anders mit dem Tape-Out um und das wird an vielen Stellen immer wieder deutlich. Henry versucht als reicher Junge daraus Kapitel zu schlagen, während Kelton als Sohn von Preppern ganz entspannt mit der Lage umgeht. Sie stecken alle voller Details und Eigenarten und sind multidimensionale Charaktere.

Immer wieder geht es um das reine Überleben und obwohl Kelton eigentlich perfekt darauf vorbereitet wurde, stößt er an seine Grenzen. Zusammen versuchen die Hauptprotagonisten das Beste aus der Situation zu machen. Immer wieder zeigt sich, das solche Szenarien Menschen von Grund auf ändern können. An vielen Stellen werden menschliche Abgründe gezeigt und es ist wirklich beängstigend, wie schnell die Gesellschaft in diesem Buch zerbricht.
Durch die bildhaften Beschreibungen kann man sich alles gut vorstellen und es fiel mehr leicht dem Geschehen zu folgen.
Die Spannung steigert sich bis zum Schluss und es fiel mir zeitweise wirklich schwer das Buch auf Seite zu legen.

Was mich ein wenig gestört hat ist der ständige Perspektivwechsel. Hier hätte man sich besser auf 2 Personen beschränkt anstatt auf ungefähr 7, so läuft man schnell die Gefahr die Übersicht zu verlieren. Man erfährt zwar dadurch ziemlich viel über die Beweggründe der einzelnen Charaktere, aber mir persönlich waren das streckenweise einfach zu viele Informationen.
Das Ende hat mir nicht gefallen und es wirkte ziemlich erzwungen. Für ein Jugendbuch mag es zwar passend sein, aber ich hätte mir durchaus etwas mehr Realismus erhofft.



Fazit

Das Buch lässt sich leicht lesen und ich hatte es innerhalb von einem Tag durch gelesen. Hier geht es um die Auswirkungen der globalen Erwärmung un was passiert, wenn die Industrie nahezu unkontrolliert Wasser abzapft von Stauseen/Flüssen. Das Szenario ist realistisch dargestellt und da kann man nur hoffen, dass die Regierung oder man selbst in der Wirklichkeit viel besser auf so ein Szenario vorbereitet sind. Zudem regt es zum Nachdenken an, denn in manchen Teilen der Welt herrscht schon längst ein Kampf ums Wasser. Es verleitet einen dazu über den eigenen Wasserverbrauch nachzudenken und wie viel es wirklich bedeutet, wenn man einfach nur den Wasserhahn im Haus/Wohnung aufdrehen muss um an Trinkwasser zu gelangen.

Freitag, 24. Mai 2019

#205 Bücherregal - Nachts schweigt das Meer








Titel(Deutsch)Nachts schweigt das Meer
Titel(Englisch)Hellbay
AutorKate Penrose
VerlagFischer Verlag
GenreKrimi/Lokalkrimi
Seiten466 Seiten
Meine Bewertung
4/5


Ich bedanke mich hiermit recht herzlichst bei Netgalley.de für das Bereitstellen eines Rezensionsexemplares.


 Inhalt

Hauptziel von DI Ben Kitto war es auf den Inseln wieder zu sich selbst zu finden. Nachdem er seine Partnerin verloren hatte ist er sich nicht mehr ganz so sicher, ob er wirklich weiter bei der Mordkommission in London arbeiten möchte. Und deshalb zieht es ihn auf Bryher, eine der Scilly-Inseln um seinen Onkel beim Bootsbau zu helfen. Hier ist er aufgewachsen und er kann sich noch gut an die Ruhe erinnern. Wenige Tage nach Ankunft wird die Leiche von Laura an den Strand gespült und Ben fällt es schwer sich eben nicht einzumischen. Kurzerhand übernimmt er zusammen mit einem jüngeren Polizisten die Ermittlung und stellt schnell fest, dass eigentlich jeder als Täter in Frage kommt.


Review

Immer wieder wird dem Ermittler Ben das Leben schwer gemacht, denn eine Mordermittlung auf so einer kleinen Insel ist etwas ganz anderes als eine London. Zudem wird er immer wieder mit den Eigenarten der Bewohner konfrontiert. Obwohl er dort aufgewachsen ist hat er Schwierigkeiten sich einigen Bewohnern anzunähern, obwohl eigentlich alle nur wissen wollen wer für den Tod von Laura verantwortlich ist. Jede Familie hat halt ihre Geheimnisse und manche sollten besser nicht gelüftet werden. Und man will ja auch nicht zu viel sagen, denn in gewisser Weise ist man ja doch bei einer Insel mit nur 72 dauerhaften Bewohnern voneinander abhängig.

Typisch für Lokalkrimis nimmt die Insel Bryher eine relativ große Rolle ein und man könnte sie fast schon als eigenen Charakter sehen. Sie wird wirklich gut beschrieben und man hat oft ein genaues Bild vor Augen. Vor allem die unterschiedlichen Häuser der Bewohner werden gut beschrieben und vor allem bei Rose ihrer Hütte hat man ein sehr genaues Bild vor Augen.

Durch den lockeren und bildhaften Schreibstil kann man sich alles gut vorstellen und es fällt einem leicht sich ein Bild von den einzelnen Protagonisten zu machen. Einige bleiben eher blass und im Hintergrund, während die Hauptprotagonisten alle mit liebevollen Details und Eigenheiten ausgestattet werden. Es gibt eine viel Zahl an Protagonisten und gefühlt ist alles dabei: ein exzentrischer Maler, ein reiche Familie, eine Kräutersammlerin, ein Schiffsbauer und vieles mehr.
Die Handlung wird abwechselnd von Ben und von einer dritten Person aus Rose Sicht erzählt. Vor allem der Handlungsstrang um Rose ist teilweise sehr beängstigend und man fragt sich immer wieder, wie Menschen so grausam sein können. Aber auch Ben gerät in heikle Situationen und man hofft einfach auf einen guten Ausgang.

Vor allem die Frage des Täters bleibt lange offen und die Antwort darauf hat mich tatsächlich überrascht. Damit hatte ich überhaupt nicht gerechnet und viel zu lange hatte ich die falsche Person im Visier. Ich finde es immer spannend, wenn man bis zum Schluss bei Krimis mit raten kann.

Was am meisten auffällt bei dem Krimi ist die relativ ruhige Handlung, die aber immer wieder wieder durch bestimmte Ereignisse aufgewirbelt wird.
Auch die Nebenhandlungen halten die Spannung aufrecht und oft möchte man einfach nur wie wie es weiter geht.


Fazit

Das Buch ist wahrscheinlich eher nichts für schwache Nerven, auch wenn die Leichen nicht so bildhaft beschrieben werden wie in anderen Büchern. Jedoch könnten die Themen häusliche Gewalt den ein oder anderen verstören. Ansonsten lässt es sich leicht lesen und man merkt beim Lesen nicht wie die Zeit vergeht.

Hierbei handelt es sich um den 1. Teil, also kann man wohl auf weitere Fälle mit dem sympathischen Ben Kitto hoffen. Er ist halt doch ein sehr angenehmer und ruhiger Ermittler mit einer durchaus interessanten Hintergrundgeschichte. Und ich bin gespannt darauf, ob sein Wolfshund "Shadow" auch im 2. Teil auftauchen wird.

Sonntag, 5. Mai 2019

#200 Bücherregal - Lexikon der verblüffenden Erkenntnisse(Kurzrezension)


TitelLexikon der verblüffenden Erkenntnisse
AutorJürgen Brater
VerlagFISCHER Taschenbuch
GenreSachbuch/Naturwissenschaft
Seiten288 Seiten
Meine Bewertung
4/5

 Inhalt

Der Autor erklärt in diesem Buch verblüffende Erkenntnisse aus dem Bereich der Medizin, Biologie und Sport. Wieso isst man keine Nüsse, wenn man Erdnüsse isst? Welches Tier wird nie erwachsen? Oder warum sind manche Tiere als Babys größer als ihre Eltern? Auf unterhaltsame Weise werden viele Erkenntnisse unterhaltsam erklärt.

Review

Das Buch wurde in einem angenehm flüssigen Schreibstil verfasst. Bei einigen Erkenntnissen gerät man regelrecht ins staunen und sie werden leicht verständlich erklärt und mit einigen witzigen Randbemerkungen versehen.
Man findet einige Beispiele im Buch, die man auch dort erwartet. Zum Beispiel wird der schwerste Mann erwähnt oder wie lange die Linie ist, die man mit nur einem Bleistift ziehen kann. Aber auch eher weniger Beispiele tauchen auf, zum Beispiel treiben die Segel ein Boot auch vorwärts, wenn Windstille herrscht. Und bei Schneefall steigt die Temperatur.
Aber auch so Sachen wie heißes Wasser gefriert schneller als kaltes wird leicht verständlich erklärt. Auch der verloren gegangene Handschuhe vom Astronauten der Gemini-4 Mission taucht auf und andere nicht so geläufige Beispiele.


Fazit

Definitiv fallen viele der genannten Erkenntnisse im Buch unter die Rubrik "unnötiges Wissen", aber trotzdem kann man mit diesem Wissen angeben und andere verblüffen oder sogar beeindrucken. Die Kapitel sind relativ kurz und bestehen meistens nur aus 1-3 Seiten. Das Buch ist relativ dünn, weshalb man es auch schnell durch gelesen hat. Dieses Buch eignet sich unter anderem prima als Geschenk.

Freitag, 7. Juli 2017

#34 Bücherregal - Planet Germany




Titel(Deutsch)Planet Germany. Eine Expedition in die Heimat des Hawaii-Toasts
AutorEric T. Hansen
VerlagFischer Taschenbuch
GenreSachbuch
Seiten288 Seiten
Meine Bewertung
5/5

 Inhalt

Der Deutsche und seine Identität sind ein wirklich schweres Thema und genau das macht den Deutschen unzufrieden. Doch was ist diese Identität und verliert man sie wirklich so schnell? Wie sieht die Welt den Deutschen und wie sieht er sich selbst? Genau das nimmt der Autor auf eine unterhaltsame Weise unter die Lupe.

Review

Das Buch befasst sich mit der Identität der Deutschen, mit welcher sich der Deutsche wirklich schwer fasst. Es ist nicht nur lustig, denn man erfährt auch ziemlich viel über die Deutschen und vor allem wie sie auf andere wirken, da der Autor auf Hawaii aufgewachsen ist und seit etlichen Jahren in Deutschland lebt.

Der Autor hat eine wirklich gute Beobachtungsgabe und definitiv gute Geschichtskenntnisse. Er gäbt sogar einige weniger bekannte Gegebenheiten aus, die nicht ganz so bekannt sind und definitiv nicht dem stereotypischen Bild von einem Deutschen entsprechen. Es ist definitiv etwas anders als die Bücher zu dem Thema, was mich positiv überrascht hat. Das Thema wird nämlich alles andere als oberflächlich behandelt und ich habe deshalb auch noch einiges als Deutsche über Deutschland lernen können. Vor allem werden knallhart sowohl positive, als auch negative Eigenarten beleuchtet.

 

Fazit

Das Buch kann ich jedem empfehlen, der Interesse an solchen Büchern hat. Es ist angenehm zu lesen und es eignet sich prima für zwischendurch.