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Mittwoch, 30. Oktober 2019

#002 Graphic Novel - Monstress






TitelMonstress
AutorStory: Marjorie Liu, Zeichner: Sana Takeda
VerlagCross Cult
GenreFantasy/Horror/Mystery
FormatSoftcover
Meine Bewertung
4,5/5

 Inhalt

In einem asiatischen Matriarchat um 1900 geht es um Maiko, die versucht mit den Folgen des Krieges klar zu kommen. Sie ist Teenagern und hat eine psychische Verbindung mit einem Monster, welches nicht nur eine Bedrohung für sie sondern scheinbar auch für alle anderen darstellt. Dadurch wird sie in einen Krieg involviert, der zwischen Zauberinnen und magischen Kreaturen herrscht.

Rezensionen


Zeichenstil
Vor allem der Zeichenstil hatte mich dazu bewegt diese Reihe anzufangen. Die Zeichnungen sind detailliert, düster und sie haben einen schönen Wasserfarbenstil vor allem im Hintergrund. Auch die Farbwahl ist wunderschön. Man merkt einfach wie viel Arbeit hinter jeden einzelnen steckt und genau das macht diesen Comicmanga auch aus. Man erkennt sofort was die einzelnen Charaktere fühlen und es ist realistisch gezeichnet, in sofern man bei dem Thema von realistisch schreiben kann. Stellenweise wirkt es alles wie ein Storyboard, denn die Zeichnerin legt wirklich viel Wert darauf wie sie die einzelnen Figuren präsentieren möchte. Und diese einzelnen Szenen wirken oft sehr filmisch und eindrucksvoll und das nicht nur, wenn diese eine ganze Seite füllen. Teilweise sind die Zeichnungen recht skizzenhaft, jedoch sind sie keinesfalls hingeschmiert und man kann durchgehend erkennen um welche Charaktere es sich handelt.
Cover
Was ich richtig liebe an dieser Reihe sind die Cover, denn sie passen wunderbar zusammen und stecken voller Details. Ich kann wirklich eine Menge Zeit damit verbringen diese anzugucken, denn ich liebe einfach Zeichnungen in denen so viel Liebe zum Detail steckt. Die Farben harmonieren wunderbar miteinander und ich finde es immer gut, wenn Fantasyhorrorcomics auch  mit dreckigen Farben gemalt wurden. Alles andere empfinde ich einfach immer befremdlich.


Vol 1(#1-#6):

Man wird direkt in die Handlung geschmissen und erfährt erst nach und nach um was es geht. Erst gegen Ende der einzelnen "Kapitel" bekommt man kleine Erklärung warum gewisse Dinge geschehen. So muss man sich alles mühsam zusammen reimen, was aber definitiv auch seinen Reiz hat. Mir wäre jedoch ein langsamerer Einstieg in die Welt auf jeden Fall lieber gewesen.

Ich denke Mal spätestens in Band 2 dürfte dann einiges klarer werden, denn bei solchen Welten braucht man ja eh meistens einige Zeit um sich einzulesen bzw. zurechtzufinden. Manchmal muss man die Kapitel auch öfters lesen, da alles so unglaublich komplex ist. Aber genau das macht ja einen Fantasycomic aus, dieses nicht auf Anhieb  alles verstehen können. Ich finde es auf jeden Fall klasse, dass man immer wieder wieder neues beim Lesen entdeckt. Mir fiel es auf jeden Fall unglaublich schwer mal Pausen beim Lesen einzulegen, denn die Handlung ist unglaublich spannend und man möchte einfach wissen wie das alles ausgeht. Von Vorteil finde ich auf jeden Fall die einzelnen Erklärungen am Ende von jedem Artikel und die ganzen Zusammenfassungen und Character Sheets am Anfang.

Zusammenfassend zum 1. Band kann ich auf jeden Fall ohne zu spoilern schreiben, dass es sich sowohl um eine komplexe Welt als auch komplexe Charaktere handelt. Man weiß nicht so recht wo einen die Reise hinführen wird und ich bin auf jeden Fall gespannt darauf wie das alles ausgeht.



Vol 2(#7-#12):

Es geht auf jeden Fall spannend weiter und es bleibt auch noch sehr viel im Unklaren. So wirklich schlauer ist man also jetzt nicht, aber das macht ja auch den Reiz aus. Ich möchte auf jeden Fall noch mehr von dieser Welt wissen. Was ich auf jeden Fall klasse finde ist, dass die Zeichnungen immer noch klasse sind. Leider ist das ja nicht bei allen Comics so.

Die Handlung schreitet auf jeden Fall voran und die wenigen lustigen Szenen ziehen all das Schreckliche auch nicht ins lächerliche, sondern lockern die Handlung etwas auf.
Das alles endet mit einem gewaltigen Cliffhanger, weshalb ich auch total gespannt auf den dritten Band bin.


Vol 3(#13-#18):

Hier in dem Band steht definitiv die Handlung im Vordergrund und es passiert eine Menge. Oft überschlagen sich die Ereignisse und deshalb habe ich ihn auch in einem durch gelesen, da ich einfach wissen wollte  was das alles für Konsequenzen mit sich zieht. Die Zeichnungen sind nach wie vor phänomenal, wobei sie in den vorigen Bänden um einiges detailliert und qualitativ hochwertiger waren und es herrscht durchgehend eine sehr angespannte, bedrohliche Stimmung. Man wartet nur darauf, dass etwas Schlimmes passiert und ich fand manche Szenen wirklich ergreifend.

Was mich bei diesem Band gestört hat sind die nicht zu Ende gebrachten Erklärungen. Das ist quasi als würde man ständig der Informationen hinterher rennen und sie trotzdem nie erreichen. Das hat mir auch etwas die Freude beim Lesen genommen, denn es ist zeitweise echt schwer zu verstehen wenn man die Zusammenhänge nicht kennt. Und es sind halt wirklich viele Charaktere, wo man noch nicht einmal weiß warum die eine Rolle spielen. Auch wenn ich diese Komplexität total schätze bei High-Fantasy, ging es mir hier zeitweise echt auf die Nerven.

Das alles endet mit einem gewaltigen Cliffhanger und ich bin wirklich gespannt darauf wie es in Band 4 weitergeht.

Fazit

Hierbei handelt es sich definitiv um einen Comicmanga für Erwachsene, denn hier gibt es einige Gewaltszenen. Das heißt wer sensibel auf Themen wie Gewalt, Missbrauch und Sklaverei reagiert sollte einen Bogen um diesen Comicmanga machen. Hier wird nichts geschönt und es wird mehrfach gezeigt wie brutal dort miteinander umgegangen wird.

Es ist Querbeet alles mögliche an verschiedenen Charakteren vorhanden und ich finde es einfach klasse, wenn es auch mal weibliche starke Charaktere in der Überzahl gibt. Und vor allem finde ich es klasse, wenn diese eben nicht halbnackt herum und man eigentlich durchgehend mit ihren perfekt(für heutige Standards) geformten Körper konfrontiert wird. Hoffentlich wird das auch in nachfolgenden Bänden beibehalten. Und genau das passiert mit einer Natürlichkeit, die leider bei vielen anderen Comics fehlt. Es hat einfach auch alles eine unglaubliche Tiefe und genau das wünsche ich mir auch bei anderen Comics/Filmen/Serien.

Vor allem der Zeichenstil hat mich fasziniert und wie es die Zeichnerin schafft Gefühle/Handlungen komplett ohne Worte zu vermitteln. Allein die einzelnen Orte stecken so voller Details und oft habe ich mich dabei erwischt wie ich lange auf einzelne Szenen gestarrt habe um auch wirklich nichts zu verpassen. Es ist halt einfach wirklich ein sehr guter Mix aus Comic, Manga(japanische Comics) und Malerei und deshalb an dieser Stelle einfach nur Hut ab.

Ich hab jetzt die englische Ausgabe gelesen, kann also zur deutschen nichts schreiben.

Sonntag, 20. Oktober 2019

#248 Bücherregal - Before sunrise(Kurzrezension)


Titel(Englisch)Before sunrise
AutorRick Morfina
VerlagCarrick Publishing
GenreMystery/Thriller
Seiten167 Seiten
Meine Bewertung
1,5/5

 Inhalt

Wegen einem Flugzeugabsturz gelingt es einem Strafgefangenen zu fliehen. Aber auch der Polizist Fortin überlebt diesen Absturz und begibt sich auf die Jagd nach dem Entflohenen. Jedoch lähmen ihm immer wieder schwere Schuldgefühle, da er vor Jahren einen Entschuldigen im Dienst erschossen hatte. Ob eine erfolgreiche Gefangennahme seine Schuldgefühle vermindern könnte?

Review

Das Buch ist mehr wie eine schlechte Seifenoper bzw. Telenovela. Es ist wirklich schwer einen logischen Handlungsverlauf zu finden wegen der vielen Handlungssprünge und Plotholes. Dadurch das es eine kurze Geschichte ist fehlen einfach die notwendigen Erklärungen. Zudem war das Ende vorhersehbar.
Die vielen verschiedenen Handlungsstränge werden zum Schluss zusammen geführt, was mir äußerst konstruiert vor kam.
Mir war der Schreibstil zu einfach und nüchtern. Der Erzählstil an sich wechselt immer mal wieder aus unerklärlichen Gründen, das hat mich total verwirrt. Auch Handlungssprünge und Ortswechsel sind sehr abrupt und man hat alles andere als einen fließenden Übergang. Deshalb weiß man gar nicht was für eine Relevanz die enthaltenen Informationen in den jeweiligen Kapiteln haben.
Die Charaktere  bleiben blass und einseitig. Es gibt viele Wiederholungen, was total nervig ist und Fortin fühlt gefühlt 1.000 Mal das gleiche was immer wieder zur selben Handlungsweise führt.


Fazit

Im Nachhinein bin ich wirklich froh darüber, dass ich das Buch im Rahmen einer Aktion kostenlos erhalten habe. Es ist ein Buch über Trauer, Schuldgefühle und das Will Fortin mit den Folgen seiner Taten bei einem Polizeieinsatz nicht hinwegkommt.
Es ist mehr Drama als Thriller o.ä.. Es eignet sich eher für zwischendurch, da es ansonsten viel zu oberflächlich ist und zu wenig Spannung aufkommen lässt.

Sonntag, 13. Oktober 2019

#246 Bücherregal - Savage Moon(Kurzrezension)


Titel(Englisch)Savage Moon
AutorChris Simms
VerlagCreateSpace Independent Publishing Platform
GenreMystery
Seiten416 Seiten
Meine Bewertung
3/5

 Inhalt

In der Nähe vom Moor in Manchester wird die Leiche einer jungen Frau entdeckt. Zur gleichen Zeit wird immer öfter eine große schwarze Katze in der Gegend gesichtet. Neben den Verletzungen weisen auch die Haare in den Händen der Toten daraufhin, dass ein Panther die Frau tötete. DI Spicer stößt auf diesen Fall, als er die Leitung eines anderen Mordfalles übernimmt. Bei diesem Fall handelt es sich um einen Mann, der tot in einem Parkhaus gefunden wurde. Er begibt sich auf die Jagd nach dem Monster aus dem Moor, der die Leute in Angst und Schrecken versetzt.

Review

Die Grundstimmung ist durchgehend düster und bedrohlich und man wartet die ganze Zeit darauf, dass irgendetwas passiert. Durch die ganzen Beschreibungen kann man sich vor allem das Moor gut vorstellen.

Mich hat der Handlungsstrang rund um Alice gestört, da er nichts zum Handlungsverlauf an sich beigetragen hatte und sich viele Dinge wiederholt haben. Zudem hat sie gefühlt nur gemeckert und sich total auf den Irakkrieg fixiert, obwohl sie offenbar sehr belastet hat. Zudem nimmt dieser Strang dem Ganzen die Spannung, denn es passiert gefühlt nichts.
Zwischendurch hatte mir der rote Faden gefehlt und ich hatte deshalb auch komplett den Überblick verloren. Es gibt einfach zu viele Charaktere. Und der Fokus liegt oft auf allem, aber nicht dem Haupthandlungsstrang, was zusätzlich ablenkt.
Am Ende bleiben viele Fragen offen und es ist einfach zu abrupt.


Fazit

Das Buch ist ein typischer britischer Mystery-Thriller und dementsprechend langsam ist auch das Tempo. Es ist nichts für Leser mit schwachen Nerven, den neben den brutalen Morden wird auch gegen Ende der Handlung das Verhalten der Briten zur Kolonialzeit in Kenia thematisiert. Und an dieser Stelle wird nichts geschönt. Auch wenn mich die Verknüpfung mit der Story an sich etwas irritiert hat, denn das alles klingt doch sehr weit hergeholt.
Es ist der dritte Teil einer Buchreihe und obwohl ich die vorigen nicht gelesen habe, hatte ich nicht das Gefühl als würde mir Wissen fehlen.
Hier wurde britisches Englisch verwendet und viele Begriffe entstammen dem Dialekt, den man in der "Great Manchester"-Region spricht. Das hat dem Ganzen natürlich Authentizität gegeben, aber beim Lesen war ich echt froh es als eBook vor mir zu haben und die Wörter nachgucken zu können.
Alles in allem hat mich das Buch trotz der vielen Kritikpunkte gut unterhalten.

Sonntag, 25. August 2019

#232 Bücherregal - Hostile Witness(Kurzrezension)


Titel(Englisch)Hostile Witness
AutorRebecca Forster
VerlagSilent C Press
GenreThriller/Justizthriller
Seiten420 Seiten
Meine Bewertung
 2,5/5

 Inhalt

Die 16-jährige wird beschuldigt ihren Stiefopa, den obersten Richter von Kalifornien, ermordet zu haben. Trotz ihres Alters wird sie nach dem Erwachsenenstrafrecht angeklagt. Ihre Mutter ist überzeugt von der Unschuld ihrer Tochter und wendet sich an eine ehemaligen Bekannte namens Josie Sheraton. Doch diese ist schon längst keine Strafverteidiger mehr, aber trotzdem beschließt sie nach kurzer Zeit den Fall zu übernehmen. Je tiefer die Anwältin in den Fall vordringt, desto mehr beschleichen sie Zweifel. Soll sie wirklich das Mädchen verteidigen und dann bei ihre eigene Karriere und ihren Job aufs Spiel setzen?

Review

Oft hat man das Gefühl als wüsste man was genau passiert ist in dieser Nacht, nur am Ende festzustellen wie falsch man lag. Durch diese Wendungen wird die Spannung konstant oben erhalten und man will einfach nur wissen wie das alles ausgeht.
Vor allem das Ende hat mich überrascht, auch wenn ich ein anderes vorgezogen hätte. So gab es am Ende einen ziemlich Wow-Effekt.

Es gibt einige Protagonisten, die mit liebevollen Details und interessanten Charakterzügen ausgestattet sind.

Vor allem die Hauptprotagonisten Josie hat es in sich, denn eigentlich ist sie gar nicht so begeistert davon diesen Fall zu übernehmen. Sie hatte schon einmal jemanden verteidigt und diejenige ermordete nach ihrer Freilassung ihre eigenen Kinder. Und Josie möchte nicht noch einmal so etwas verantworten, aber trotzdem übernimmt sie den Fall. Genau dieser Gewissenskonflikt wird gut dargestellt, vor allem da die Beschuldigte psychisch krank ist und Josie nicht weiß ob sie ihr trauen kann. Wobei ich mich während dem Lesen immer wieder gefragt habe warum sie ausgerechnet den Fall übernimmt, denn die Mutter der Angeklagten war lediglich Josies Mitbewohnerin während ihrer College-Zeit. Und nur deshalb diesen Fall zu übernehmen fand ich ziemlich fragwürdig, denn eigentlich hat sie ja einen Grund dafür eben nicht mehr solche Menschen zu verteidigen.

Die Idee hinter der Handlung ist durchaus interessant und da hätte man wirklich viel rausholen können. Auch die Beziehung zwischen Josie und ihrem Freund hatte viel Potential, aber so ist sie gefühlt ein einziges Klischee. Und genau das fand ich halt störend, da es oft ziemlich aufgesetzt wirkte. Auch einige anderen Nebenhandlungen hätte man einfach weglassen oder kürzen können.
Leider schwankt der Schreibstil der Autorin stark, was den Lesefluss oft ziemlich ins stocken bringt. Es scheint teilweise sogar so als hätte jemand anderes das Schreiben für sie übernommen, was ich sehr schade finde. Genau der Punkt hatte mich fast dazu geführt das Buch eben nicht fertig zu lesen. Hier hätte man die einzelnen Abschnitte aneinander angleichen müssen und dann wären einem wahrscheinlich auch die Plotholes aufgefallen. Da frage ich mich, ob das Buch überhaupt jemand Korrektur gelesen hat. Auch die Szenen im Gericht wären realistischer gewesen, wenn mehr Arbeit in die Recherche gesteckt wurden 

Fazit

Leider konnte mich das Buch nicht überzeugen, ansonsten hätte ich durchaus Gefallen an dieser Art von Reihe gehabt. Hierbei handelt es sich um einen Justizthriller, das heißt es dreht sich hauptsächlich um die Arbeit einer Anwältin.
Das Buch ist wahrscheinlich nichts für Zartbesaitete oder für jemanden, der mit psychischen Erkrankungen ein Problem hat. Es geht hier unter anderem um eine Zwangsstörung und auch um Missbrauch.
Ich hatte das eBook kostenlos erhalten und bin im Nachhinein froh darüber kein Geld dafür ausgegeben zu haben.

Mittwoch, 21. November 2018

#12 Booktalk - Der Sohn

Hallo :)

Im August hatte ich "Der Sohn" von Jo Nesbø gelesen. Und heute möchte ich es euch gerne in einem Booktalk vorstellen. Ich würde dem Buch an sich 4,5 von 5 Sternen geben.






Schon seit Jahren sitzt Sonny Lofthus im Hochsicherheitsgefängnis "Staten" in Oslo aufgrund diverser Delikte. Sonnys Vater war sein Vorbild, doch sein Selbstmord zerstörte sein Weltbild und deshalb geriet er auf die schiefe Bahn. Erst Jahre später erfährt Sonny, dass sein Vater eventuell doch kein korrupter Polizist war. Fest entschlossen flieht er und versucht Rache an allen jenen zu nehmen, die seinen Vater auf ihrem Gewissen haben.


Das Buch wurde in einem angenehm flüssigen Schreibstil verfasst. Es gibt einen rasanten Handlungsverlauf, der durchgehend spannend ist aufgrund der vielen Wendungen. Aus dem Grund habe ich das Buch in einem durch gelesen. Auch die relativ raschen Szenewechsel sorgen für Spannung. Es hat mich richtig gehend gefesselt und ich hab mitgefiebert und richtig mitgelitten. Es gibt mehrere miteinander verschlungene Handlungsstränge. Man will einfach wissen wer letztendlich der Maulwurf ist.
Vor allem die Geschichte rund um Sonny hat mich berührt und mitgenommen. Meistens ist der Weg in den Abgrund halt nur einen Schritt entfernt und das vergisst man oft. Auch wenn ich persönlich den von Sonny gewählten Weg moralisch als äußerst verwerflich empfinde, fällt es mir schwer in dafür zu hassen. Dafür hatte ich einfach zu viel Mitleid mit ihm. 
Man bangt einfach mit ihm und trotz seiner Taten blieb er mir sympathisch. Ich habe immer darauf gehofft, dass alles gut ausgeht für ihn und er heil davon kommt.
Auch das Schicksal von Simon Kefa hat mich berührt. Wegen seiner Spielschulden kann er die nötige Augenoperation für seine Frau nicht bezahlen. Lässt er sich kaufen und wird deshalb korrupt?
An sich gesehen handelt es sich um ein durchaus realistisches Szenario, auch wenn man so korrupte Polizisten in Norwegen nicht vermutet. Ich konnte mir alles gut vorstellen und es lief wie ein Film vor meinem inneren Auge ab. 
Die Charaktere sind gut durchdacht, haben ihre Ecken und Kanten und sind alles andere als stereotypisch. Sie sind einfach unglaublich facettenreich und detailliert. 
Die Atmosphäre ist durchgehend düster, melancholisch und auch bedrohlich, es liest sich so als wäre der Himmel immer bewölkt. 
Das Ende fand ich überraschend. 

Für meinen Geschmack waren es zu viele Charaktere. 
Auch wenn das mit Sonny an sich sehr abwegig klingt, da er ja plötzlich nicht mehr Heroinsüchtig ist, obwohl es ja sehr schwer sein soll davon loszukommen ohne Substitution, bleibt das Szenario an sich nachvollziehbar. Eigentlich hofft man ja immer, dass eine Sucht so einfach zu besiegen ist.

Die Hauptthemen sind menschliche Abgründe und Rache bzw. Selbstjustiz. Wegen den anderen Themen wie Drogen, Gewalt und äußerst brutalen Szenen ist das Buch nichts für schwache Nerven. "Der Sohn" zieht quasi eine Blutspur quer durch Oslo hinter sich her. Wobei die Morde nicht so grafisch bzw. bildhaft wie in anderen Büchern beschrieben werden. Hierbei handelt es sich um keine leichte Kost und ich würde das Buch auch nicht für zwischendurch empfehlen. Es ist ein Mix aus Krimi, Thriller und Mystery und der Klappentext hält was er verspricht. Es gibt außerdem eine Liebesgeschichte von Sonny, die mich aber nicht weiter gestört hat.
Hier bei dem Buch handelt es sich definitiv um einen Pageturner und es wird definitiv nicht mein letztes Buch von diesem Autor sein. Der Satz "nichts ist wie es scheint" bringt es bei dem Buch als Zusammenfassung auf den Punkt. Während dem Lesen war es eine Achterbahnfahrt der Gefühle für mich und am liebsten würde ich das Buch noch einmal lesen. Erst am Ende lassen sich die einzelnen Puzzlestücke zusammen setzen und man erkennt dann wie alles zusammen hängt. Man erkennt auch wie die einzelnen Handlungsstränge zueinander passen und wie Zahnräder ineinander greifen, was in meinen Augen einfach perfekt inszeniert wurde. 
Das Buch hat jede Menge Tiefgang und mich nachdenklich gestimmt bezüglich Selbstjustiz. 


Und wie findet ihr das Buch?



LG

Sonntag, 9. September 2018

#132 Bücherregal - Due Justice(Kurzrezension)


Titel(Englisch)Due Justice(The Hunt for Justice series book 1)
AutorDiane Capri
VerlagAugustBooks
GenreThriller/Legal/Hard-boiled/Mystery
Seiten316 Seiten
Meine Bewertung
2/5

 Inhalt

Die Leiche eines berühmten Schönheitschirurgen wird an Land gespült. Die jüngere "Schwester" der Bundesrichterin scheint ziemlich tief in den Fall verwickelt zu sein und plötzlich verschwindet sie spurlos. Kann die Richterin ihrer jüngeren Schwester helfen oder ist sie im Endeffekt machtlos gegen den Killer?

Review

An manchen Stellen ist die Handlung sehr langatmig und zieht sich unnötig in die Länge. Immer wieder werden die Brustimplantate erwähnt und diese Passagen sind sich leider sehr ähnlich, weshalb ein ganzes Stück an Spannung genommen wurde.
Es gibt einfach viel zu viele Charaktere. Manchmale hab ich den Überblick deshalb verloren und wusste nicht mehr genau wer was getan oder gesagt hat.
Der Schreibstil ist gewöhnungsbedürftig, da es viele kurze Sätze gibt und oft fehlt einfach das Subjekt.
Ich konnte mich mit keinem Charakter identifizieren bzw. fand ich auch keinen sonderlich sympathisch.


Fazit

Die Hauptthemen sind Brustimplantate und Produkthaftung. Es handelt sich hierbei um den ersten Band einer Reihe und so wirklich Interesse an Band 2 habe ich nicht. Irgendwann gegen Mitte des Buches wollte ich einfach nur noch wissen wie es ausgeht und warum das alles passiert ist. Mein Fall war es definitiv nicht und ich hatte mir mehr Ermittlungsarbeit anstatt Gespräche über Brustimplantate bei dem Genre gewünscht.

Sonntag, 19. August 2018

#126 Bücherregal - Sins of the past(Kurzrezension)


Titel(Englisch)Sins of the past(A Cooper and White Mystery Book 1)
AutorJulia Derek
VerlagCreateSpace Independent Publishing Platform
GenreMystery
Seiten334 Seiten
Meine Bewertung
3/5

 Inhalt

Kates Mann Diego wird mit einem ungewöhnlichen Messer niedergestochen. Die beiden Ermittler Cooper und White tappen im Dunkeln. Laut Kate haben die beiden keine Feinde, aber bei ihren Recherchen stoßen die beiden Ermittler auf eine ehemalige Gangmitgliedschaft von Diego. Hat sein Tod also etwas damit zu tun oder ist alles ganz anders als es scheint?

Review

Leider gibt es ziemlich viele Wiederholungen und ab einem gewissen Punkt fühlt es sich so an als wäre man in einer Zeitschleife gefangen. Einzige Handlungen tauchen halt immer wieder auf, wodurch alles ein Stück weit vorhersehbar ist und das nimmt schon ein ganzes Stück die Spannung.
Das Szenario an sich ist auch nicht realistisch.
Die Dialoge wirkte mir zu gestellt und der Schreibstil an sich hatte mir auch nicht zugesagt und war ziemlich gewöhnungsbedürftig.
Die Charaktere sind eindimensional also sehr einfach gehalten.
Der Handlung fehlt es einfach an Tiefe, vor allem bei so einem Thema hatte ich einfach mehr erwartet.


Fazit

Ich habe das Buch im Rahmen einer Aktion kostenlos erhalten. Es ist dünn, man hat es schnell durch gelesen und da es leicht zu lesen ist, eignet es sich prima für zwischendurch. Es ist in sich geschlossen und ich persönliche habe jetzt kein Bedürfnis dazu auch die folgenden Bände zu lesen.Es gibt so gut wie keine Gewalt.

Freitag, 17. August 2018

#125 Bücherregal - Lost Lives


Titel(Englisch)Lost Lives
AutorMalcom Richards
VerlagStorm House
GenreMystery/Thriller
Seiten308 Seiten
Meine Bewertung
4/5

 Inhalt

Nach ihrem Einzug stellt Emily Swanson fest, dass die vorige Bewohnerin einfach verschwand. Von Nachbarn erfährt sie, dass diese vor häuslicher Gewalt flieh doch Emily findet Hinweise für ein Verbrechen. Sie vertraut ganz ihrem Instinkt und begibt sich auf die Suche nach der Wahrheit und begibt sich dabei selbst in Gefahr. Kann sie das Geheimnis lüften?

Review

Mir hat das Buch richtig gut gefallen, obwohl man das Szenario schon von anderen Büchern kennt. Es ist trotzdem lesenswert und unterhaltsam.
Der Schreibstil ist angenehm zu lesen und spiegelt die düstere, melancholische und bedrohliche Grundstimmung wieder. Die Erzählerin ist eine nicht ganz so gewöhnliche und oft hatte ich mich gefragt, ob sie das alles wirklich erlebt oder nicht.
Der Handlungsverlauf schreitet schnell voran. Es gibt viele Wendungen und oft habe ich mich gefragt was wirklich passiert ist und was nicht. Und vor allem habe ich mich gefragt wem man überhaupt trauen kann.
Emily als Hauptprotagonist ist sympathisch und ich habe richtig mit ihr mitgefühlt.
Es gibt einige sehr philosophische Abschnitte, die unter die Haut gehen und nachdenklich stimmen.
Einiges scheint weit hergeholt, was aber bei näherer Betrachtung durch aus so passieren könnte. Die Abgründe der menschlichen Psyche werden hierbei gut dargestellt.
Die Charakterentwicklung ist gut und es gibt viele Charaktere mit Ecken und Kanten. Die Anzahl der Charaktere und Handlungsorte ist auch überschaubar.
Ich habe das Buch in einem durch gelesen, weil es mich so sehr gefesselt hat. Das Ende hat mich ziemlich überrascht.

Manche Szenen fand ich zu weit hergeholt und hätte mir da etwas weniger Drama gewünscht.


Fazit

Das Buch ist dünn und schnell durch gelesen. Es eignet sich prima für zwischendurch. Durch die Themen wie häusliche Gewalt und psychische Erkrankungen ist das Buch nichts für schwache Nerven. Es wirft die berechtigte Frage auf, was wirklich hinter verschlossenen Türen in Psychiatrien u.ä. geschieht und inwiefern man Experimente am Menschen moralisch vertreten kann, ungeachtet der Einverständniserklärung der Betroffenen. Konkret geht es hier um die Tiefschlaftherapie(DST: deep sleep therapy), welche auch am Ende des Buches erläutert wird.
Obwohl das Buch Teil einer Serie ist, kann man es gut einzeln lesen. Es ist in sich geschlossen und ich habe die nachfolgenden Bücher schon auf meine Wunschliste gesetzt. Das erste Buch der Reihe ist "Bad Blood", welches ich jedoch noch nicht gelesen habe.

Freitag, 3. August 2018

#121 Bücherregal - Ein Teil von ihr







Titel(Deutsch)Ein Teil von ihr
Titel(Englisch)A piece of her
AutorKarin Slaughter
VerlagHarperCollins
GenreMystery/Thriller
Seiten544 Seiten
Meine Bewertung
4/5


Ich bedanke mich hiermit recht herzlichst bei Netgalley.de für das Bereitstellen eines Rezensionsexemplares.


 Inhalt

Zusammen mit ihrer Mutter Laura feiert Andrea ihren Geburtstag in einem Cafe im Einkaufszentrum. Doch die beiden geraten in eine Schießerei und Andrea muss dabei zu sehen wie ihre Mutter den Angreifer umbringt. Die Ereignisse überschlagen sich und Laura zwingt ihre Tochter auf eine riskante Flucht quer durch Amerika. Auf der Suche nach Antworten begeht Andrea fatale Fehler. Kennt sie ihre Mutter tatsächlich? Und wie hat diese es geschafft mit so einer Leichtigkeit einen Menschen umzubringen?

Review

Die Handlung ist definitiv mal etwas anderes und durchaus interessant. Es gibt viele doch teils sehr überraschende Wendungen. Durch die vielen detaillierten Beschreibungen kann man sich alles gut vorstellen. Der Schreibstil ist angenehm flüssig zu lesen.
Am Besten empfand ich die Rückblicke in die Vergangenheit, da die Handlung so spannend war.
In der zweiten Hälfte des Buches überschlagen sich die Ereignisse und ich empfand sie auch besser als die erste Hälfte, die sich ziemlich hinzog.
Vor allem der Charakter Nick wurde gut dargestellt und auch Laura ist ein sehr komplexer Charakter mit viel Tiefe.

Stellenweise ist der Handlung sehr langatmig, auch wenn der Handlungsverlauf an sich sehr rasant ist und vor allem die Reise von Andrea erschien endlos. Andrea wiederholt gefühlt ständig die selben Gedankengänge und irgendwann hat das einfach nur noch genervt. Für mich erschien Andrea auch nicht wie eine 31-jährige Frau, da sie doch sehr unselbständig wirkt und gefühlt keinen Satz zu Stande bringt.
Es gibt sehr viele Charaktere und für meinen Geschmack waren es einfach viel zu viele.

Es gibt im Grunde nur zwei Handlungsstränge. In dem einem erzählt Laura was in der Vergangenheit passiert ist und in dem anderen Andrea über das was gerade jetzt passiert. Bei jedem Kapitel wird explizit ein Datum angegeben und so weiß man immer wo man sich gerade befindet.



Fazit

Ich habe definitiv schon bessere Bücher von Karin Slaughter gelesen, jedoch ist das Buch trotz der Kritikpunkte sehr gut und auch lesenswert. Es ist im Gegensatz zu ihren anderen Büchern nicht ganz so düster oder brutal, aber trotzdem enthält es teils sehr grafische Szenen. Es hat mich auch gut unterhalten, weshalb ich es in nahezu einem Stück durch gelesen hatte.
Das Buch ist definitiv nichts für jemanden mit schwachen Nerven, da es hier explizit um die Themen Gewalt und Missbrauch geht. Für mich ist es eher ein Buch aus dem Genre Mystery als ein Thriller. Es bezieht sich zudem auf aktuelle Themen wie Gewalt gegen Frauen und ein korruptes Gesundheitswesen, welches möglichst viel Profit auf Kosten der Patienten machen will. Aber auch das Thema Aids speziell in den 80er Jahren wird aufgegriffen. Im Gegensatz zu ihren anderen Buchreihen ist das Buch nicht aus der Sicht von Polizisten/Ermittlern oder einem Coroner geschrieben. Stattdessen wird die Handlung ausschließlich aus der Sicht von Laura und Andrea erzählt, die trotz Andreas Job wenig mit dem Ganzen zu tun haben.

Sonntag, 11. März 2018

#80 Bücherregal - House of rain(Kurzrezension)


TitelHouse of rain
AutorGreg F. Gifune
VerlagLucifer
GenreThriller, Mystery
Seiten128 Seiten
Meine Bewertung
4/5

 Inhalt

Nach dem Tod seiner Frau zieht der Kriegsveteran notgedrungen in eine ziemlich heruntergekommene Nachbarschaft und immer wieder muss er gegen seine eigenen Dämonen kämpfen. Was ist damals wirklich der Frau im Motel geschehen? Stimmt seine Erinnerung oder war in wirklich nie etwas passiert? Jemand bietet ihm Hilfe an, doch ist er bereit den Preis dafür zu bezahlen?

Review

Der Storyverlauf ist schnell und spannend bis zum Schluss. Der Schreibstil ist wirklich wunderschön. Es ist ein wirkich bewegende Handlung und kein typischer Thriller.
Das Buch regt zum Nachdenken an und es herrscht durchgehend eine sehr düstere und auch traurige Grundstimmung. Dieses schafft der Autor mit wenigen Worten und mich hat das alles ziemlich bedrückt und auch mitgerissen.
Vor allem finde ich es gut, dass man nicht weiß was wirklich geschieht und was sich Gordon nur vorstellt. Dadurch kann man sich selbst zusammen reimen wie die Story letztendlich ausgeht, was ich wirklich schön finde. Es gibt am Ende wirklich viele offene Fragen und es liegt an einem selbst diese zu beantworten. Was passiert mit einem, wenn man einen sehr wichtigen Menschen im Leben verliert?


Fazit

Das Buch eignet sich trotz seinen wenigen Seiten nicht für zwischendurch. Man muss sich auf die Story einlassen, da es um die Abgründe Gordons geht in denen er seit dem Tod seiner Frau gefangen ist. Ich kann das Buch wirklich jedem empfehlen, der einmal etwas trauriges lesen möchte.