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Freitag, 7. August 2020

#314 Bücherregal - Solitaire


Titel(Deutsch/Englisch)Solitaire
AutorAlice Oseman
VerlagHarper Collins
GenreContemporary Young Adult
Seiten368 Seiten
Meine Bewertung
2/5

 Inhalt

Die 16-jährige Tori Spring liebt es zu lesen und zu bloggen. Sie ist introviert und würde liebend gerne öfters mit anderen interagieren, aber steht sich dabei selbst im Weg. Eigentlich hatte sie einige Freunde, doch dann passierte das mit ihrem Bruder Charlie und jetzt muss sie sich um die A-Levels kümmern, damit sie sich an der Uni einschreiben kann. Und dann taucht auf einmal die Organisation Solitaire auf und Michael Holden tritt auch noch in ihr Leben. Eigentlich ist es das vollkommen gleichgültig, auf jeden Fall denkt sie das.

Review

Erst einmal möchte ich vorweg erwähnen, dass es hier im Buch um psychische Erkrankungen, Esstörungen, Selbstverletzendes Verhalten, Suizid/Suizidversuch geht und ähnliches.

Was mir beim Lesen total gefehlt hatte waren Erklärungen für bestimmte Handlungsweisen. Vor allem gegen Schluss hat man das Gefühl als wäre die Ich-Erzählerin nur ein sehr impulsives Teenager-Mädchen, was jetzt nicht ungewöhnlich für das Alter ist. Aber rein als Übersprungshandlung sich fast umzubringen fand ich dann doch etwas weit hergeholt. Allgemein hätte man mit dem Thema psychische Erkrankungen besser und sensibler umgehen können, schließlich handelt es sich ja hierbei um ein Jugendroman und dementsprechend sprachlos haben mich manche Passagen gemacht.

Vor allem ist es problematisch, dass gefühlt an keiner Stelle das Wort "Psychologe" geschweige denn Therapie auftaucht. Ich hatte jetzt nicht das Gefühl als wären die Probleme von Charlie romantisiert wurden, aber ich hatte das starke Gefühl als wären sie nur Mittel zum Zweck gewesen. Und das hat mich dann an Fanfics erinnert in denen es nur darum geht, dass sih Charakter X um Charakter Y sorgt und nicht darum das alles halbwegs realistisch darzustellen. Auch wenn das bedeutet dem Leser zu signalisieren, das psychische Erkrankungen gar nicht so schlimm sind. Und das Leben nun einmal weiter geht und es dem Umfeld einfach vollkommen egal ist. Natürlich gibt es auch solche Fälle, aber das scheint ja hier nicht der Fall zu sein. Immerhin haben diejenigen Freunde, teilweise sogar beste Freunde und trotzdem scheint denen das alles vollkommen egal.

Ein weiterer Kritikpunkt wäre der Handlungsstrang rund um das Thema "Liebe". Es ist ja keine Seltenheit, dass in einem YA-Roman ein Junge auftaucht und das Mädchen dann plötzlich keine psychischen Probleme mehr hat. Und genau das ist hier der Fall, was ich total widerlich finde. Eine psychische Erkrankung wird nicht schlagartig besser, nur weil man sich verliebt. Und so wie sich Tori verhält deutet alles darauf hin, dass sie psychisch nicht ganz auf der Höhe ist. Und leider wählt die Autorin genau den Weg aus, den ich total verwerflich finde.

Auch sonst ist Tori einfach eine Person, der man lautstark die Meinung sagen möchte. Immerhin grenzt sie sich ja freiwillig von allen anderen ab und stellt sich so hin, als wäre niemand für sie da. Dabei hat sie jede Menge Leute um sich, die sich um sie kümmern. Oft benimmt sie sich dann auch wie ein verzogenes Mädchen, dass alles hinterher getrafen haben möchte. Und um die sich gefälligst alle zu kümmern haben. Passiert dies nicht ist es ein Weltuntergang und das war auch eine der Gründe warum ich das Buch am liebsten mitten drin abgebrochen hätte. Und leider wird es oft genug während der Handlung so dargestellt als wäre dieses Verhalten vollkommen normal und okay.


Fazit

Lohnt es sich das Buch zu lesen? Wenn man Wert auf einen logischen Handlungsaufbau legt wahrscheinlich nicht. Man braucht es wohl auch nicht zu lesen um die anderen Teile der Reihe zu verstehen. Man kann der Autorin zu gute halten, dass das ihr Debütroman ist. Aber selbst das rechtfertigt finde ich nicht die Darstellung von psychischen Erkrankungen. Die Betroffenen haben schon genug mit der Stigmatisierung zu kämpfen und da braucht es nicht noch einen weiteren Roman in dem das alles überzogen und fragwürdig dargestellt wird.

Freitag, 10. Juli 2020

#308 Bücherregal - Clap when you land



Titel(Englisch)Clap when you land
AutorElizabeth Acevedo
VerlagHarperTeen
GenreJugendbücher
Seiten432 Seiten
Meine Bewertung
5/5

 Inhalt

Jeden Sommer wartet Camino Rios darauf, dass ihr Vater sie endlich in der Dominikanischen Republik besucht. Voller Vorfreude reist sie zum Flughafen. Währenddessen wird in New York City Yahaira Rios zum Direkt gerufen und bekommt mitgeteilt, dass ihr Vater bei einem Flugzeugabsturz starb. Und dieser Tod deckt Geheimnisse auf, die eigentlich nie ans Licht kommen sollten. Denn bis zu diesem Zeitpunkt wussten die beiden Mädchen nicht, dass sie eigentlich Halbschwestern sind. Nicht nur der Verlust macht ihnen zu schaffen, sondern dass ihr Vater wohl ein Doppelleben führte.

Review 

Triggerwarnung: Tod eines Elternteils, sexueller Übergriff und Stalking

Direkt einmal vorweg möchte ich anmerken, dass die komplette Handlung in freien Versen geschrieben wurde. Da ich ohnehin schon relativ viel in dem Stil gelesen habe fand ich es nicht weiter schlimm und ich hatte es trotz der 432 Seiten innerhalb von 1 Stunde und 12 Minuten durch gelesen. Durch die Versform sind die Seiten halt relativ leer und es lässt sich wirklich gut lesen, wenn man keine Probleme mit diesem Schreibstil hat. Ich fand es erfrischend mal mit einem anderen Schreibstil konfrontiert zu werden und da ich ohnehin so etwas liebe, war schnell klar diese Geschichte ist genau meins. Man muss halt immer mal bedenken, dass diese Idee nicht neu ist und in abgewandelter Form tausendfach existiert. Und deshalb ist es umso schöner mal was neues zu lesen. Und der Handlungsort ist auch mal ein anderer, was ein zusätzlicher Pluspunkt ist.

Nicht nur der Verlust von einem Elternteil spielt eine große Rolle, sondern auch wie viele Privilegien zum Beispiel der Geburtsort/Wohnort mit sich bringt. Und wie genau das die Auswirkungen von so einem Verlust beeinflussen kann. Durch die Versform werden viele wichtige Themen nur oberflächlich angekratzt, aber das war von vorne herein klar und zu erwarten. Trotz dem hatte ich als Leser das Gefühl genug Informationen zu haben und vieles ist ohnehin selbst erklärend.

Was ich auch total schön fand ist der LGBT-Bezug und das es nicht nur POC sondern auch queere Charaktere gibt. Und es wird hier Bezug auf ein tragisches Flugzeugunglück genommen, welches sich im November 2001 ereignete und für kein großes, lang anhaltendes mediales Aufsehen sorgte. Obwohl das Flugzeug in Queens(New York) mitten in die Häuser stürzte und der 11. September noch gar nicht so lange her war. Da der Großteil der Passagiere dominikanischer Herkunft erschütterte es vor allem die dominikanische Gemeinde in New York. Auch im Buch geht es um die beiden Orte/Länder und ich finde es schön mal in einem YA-Roman über diese zu lesen. Und wenn man mal die Nachrichten de letzten Monate/Jahre betrachtet, dann ist es ja immer noch so. Über manche Flugzeugabstürze wird wochenlang berichtet und andere, vor allem in ärmeren Ländern erscheinen einem nur wie eine Randnotiz(genauso wie viele andere Meldungen).

Ein weiterer Pluspunkt sind die vielen Fehler der Hauptprotagonisten. Das macht diese so realistisch und es ist immer wieder schön, wenn es keine reine Ansammlung von Klischeehaufen gibt. Und es ist nun einmal sehr prägend, wenn man in dem Alter erfährt was für ein Mensch der eigene Vater war. Und es eben nicht der tolle Papa in erster Linie war, sondern einer der ein 1A-Doppelleben führte und zwei Frauen betrog(Heiratsschwindler). Und es nicht geschafft hatte seinen gar nicht mehr so jungen Töchtern die Wahrheit zu sagen. Es ist auf jeden Fall erschreckend darüber zu lesen, wobei es ja leider kein Einzelschicksal ist und es solche Fälle nun einmal gibt.

Durch die Reimform fiel es mir etwas schwerer in die Handlung wirklich reinzukommen und den Überblick über all die Charaktere zu bekommen. Das fand ich jetzt nicht weiter schlimm und ich finde es gut, dass man sich erst einmal zurecht finden muss. Zumal es relativ schnell ging und es ja klar angegeben ist aus welcher Perspektive nun erzählt wird. Es gibt halt nur einen Hinweis direkt zu Beginn des Kapitels und das war mir einfach zu wenig.

Fazit

Zusammenfassend lässt sich auf jeden Fall schreiben, dass das Buch einem ein besonderes Leseerlebnis beschert und mit den Themen sensibel umgeht. Die Geschichte hat mich nachdenklich gestimmt, obwohl ich vieles im Vorfeld schon wusste.

Sonntag, 14. Juni 2020

#303 Bücherregal - Coraline(Kurzrezension)





TitelCoraline
AutorNeil Gaiman
VerlagHarper Collins
GenreFantasyhorror
Seiten212 Seiten
Meine Bewertung
4,5/5




 Inhalt

Während einer Erkundungstour in der neuen Wohnung findet Coraline eine verschlossene Tür. Als ihre Mutter diese nach mehrmaligen darum beten endlich aufschließt befindet sich dahinter nur eine Ziegelsteinmauer. Jedoch als Coraline eines nachts nicht schlafen kann und genau diese Tür öffnet findet sie dahinter einen dunklen Gang. Als sie diesen entlang geht befindet sie sich in einer Wohnung, die ihrer gar nicht so unähnlich ist. Doch hier ist Essen leckerer, die Spielzeuge sind toller und die Eltern dort sind viel netter als ihre eigenen. Und diese Eltern wollen sie nicht mehr gehen lassen.


Review

Coraline ist definitiv eines der Bücher, welches ich immer wieder gerne lese. Fantasyhorror ist definitiv eins meiner Lieblingsgenre und das Buch hat einfach alles, was ich an diesem Genre so schätze.

Mir gefällt es einfach wie mutig und abenteuerlustig Coraline ist. Sie stellt sich ihrer Angst und beweist immer wieder, dass mutig sein nicht zwangsläufig bedeutet keine Angst zu haben. Und genau das ist einfach wichtig den jüngeren Lesern zu vermitteln, schließlich können auch weibliche Hauptfiguren mutig sein und sich der Gefahr stellen und auf Abenteuer gehen. Aber auch die anderen Charaktere wurden liebevoll gestaltet und mit allerhand Eigenheiten ausgestattet. Immer wieder erfährt man skurrile Details und bekommt somit ein relativ exaktes Bild von den Personen. Es gibt ja mittlerweile etliche Versionen von dem Buch, die mit Illustrationen von verschiedenen Künstlern ausgestattet wurden. Und es ist schön zu sehen wie unterschiedlich doch jeder die Texte von Gaiman interpretiert, auch wenn sich die Charaktere bei allen relativ ähnlich sehen.

Ein anderer Pluspunkt sind die vielen gruseligen Momente, die einfach wunderbar zu dieser Geschichte passen. Vor allem die Welt hinter der Tür ist düster und angsteinflößend. An vielen Stellen erinnert es einen an "Alice im Wunderland" von Lewis Carroll, wobei Coraline keinem Kaninchen in seinen Bau folgt sondern irgendetwas lockt sie nachts zu dieser Tür. Es ist halt subtiler Horror für jüngere Leser und das merkt man einfach.

Leider gibt es im Laufe der Handlung ein paar Plotholes bzw. Ungereimtheiten, was ziemlich schade ist.


Fazit

Hierbei handelt es sich um ein gruseliges, modernes Märchen für eine jüngere Zielgruppe(Altersempfehlung: 8-12 Jahre). Das merkt man vor allem an der Sprache und allgemein auch am Erzählstil, was aber finde ich den Lesespaß auch für die erwachsenen Leser nicht schmälert.


Rezension zur Graphic Novel und Verfilmung

Freitag, 10. April 2020

#288 Bücherregal - Serpent & Dove



Titel(Englisch)Serpent & Dove
AutorShelby Mahurin
VerlagHarperTeen
GenreFantasy/Young Adult
Seiten528 Seiten
Meine Bewertung
3/5

 Inhalt

Vor 2 Jahren floh Louise LeBlanc vor ihrem Hexenzirkel nach Cesarine, wo jedoch Hexen gejagt und verbrannt werden. Deshalb kann sie keine Magie nutzen und versucht deshalb durch Stehlen ihr Überleben zu schützen. Als Hexenjäger(Chasseur) ist es Reids Aufgabe solche wie Louise zu vernichten um das Volk zu schützen, jedoch wird er gezwungen Louise zu heiraten. Er weiß jedoch nicht wer sie eigentlich nicht und eines Tages werden die beiden von ihrer Vergangenheit eingeholt.

Review

Das Cover ist ein Traum und passt wunderbar zu dieser Zeit mit den ganzen Goldverzierungen und es sieht einfach sehr edel aus.

Die einzelnen vorkommenden Personen kann man auch nicht einfach in Gut und Böse einteilen, was das alles so authentisch und nachvollziehbar macht. Oft werden ihre Beweggründe nachvollziehbar beschrieben und es fällt wirklich schwer eine Seite zu beziehen, wenn es hart auf hart kommt.

Vor allem die einzelnen Gruppierungen der Hexen haben mir gefallen und wie zum Beispiel die Hexenverfolgung in die Handlung eingebaut wurde. Allgemein wurde die beschriebene Welt mit vielen liebevollen Details ausgestattet und wenn man ihr noch einen Namen bzw. Standort gegeben hätte, dann würde ich sie einfach nur fantastisch finden. Sie hat etwas sehr düsteres und bedrohliches an sich, was finde ich wunderbar zu dem Thema Hexen passt.

Was den Weltenaufbau betrifft bin ich mir trotzdem uneins, denn der ist ja super wichtig bei einer Fantasygeschichte. Allein von den Namen her, den französischen Flüchen und die Beschreibung der Orte müsste die Geschichte im alten Frankreich rund um 1500 spielen, jedoch wird dies an keiner Stelle erwähnt. Hier hätte man besser eine komplett neue Welt erschaffen oder die vorhandene eindeutig französisch gemacht. So ist das nichts halbes und nichts ganzes und das liest sich immer so, als hätte sich derjenige das einfach leicht machen wollen. Auch die benutzte Sprache passt absolut nicht in die Zeit und oft hatte ich das Gefühl, als würde das alles in der heutigen Zeit spielen.

Ein anderer Kritikpunkte wäre die Liebesgeschichte, die absolut keinen Sinn ergibt. Es gibt so unsagbar viele genannte Faktoren, die genau gegen diese sprechen und trotzdem gibt es von jetzt auf gleich diese Liebe zwischen zwei Charakteren. Wenn sich das alles langsam angebahnt hätte und man als Leser das gemerkt hätte, dann wäre es wenigstens halbwegs nachvollziehbar gewesen.

Zudem gibt es auch einige Längen, was durchaus bei einem Buch mit über 500 Seiten zu erwarten ist. Ein paar dieser Szenen war finde ich vollkommen überflüssig und die hätte man ruhig weglassen können. Leider weiß man beim Lesen ja nie so genau, ob man so etwas einfach überspringen sollte oder nicht.


Fazit

Normalerweise wäre das hier ein Buch gewesen, welches ich nach sehr vielen und auch langen Lesepausen erst beendet hätte. Die Kritikpunkte sind für mich welche, die ich in der Regel nur schwer ignorieren kann. Trotzdem musste ich beim Lesen feststellen, dass mich das Buch relativ gut unterhält und ich vieles wie zum Beispiel die Sache mit der Beziehung gut ausblenden kann. Es ist auf jeden Fall durchaus nachvollziehbar, warum es sich hierbei um einen Bestseller handelt.

Was den zweiten Teil betrifft bin ich mir unsicher, ob ich den wirklich lesen soll. Es gibt jetzt nichts was ich unbedingt noch über die Welt heraus finden möchte und die Liebesgeschichte interessiert mich schlichtweg nicht. Lediglich das was zwischen den Hexen und den Chasseur(Jägern) passiert interessiert mich, aber noch ein so dickes Buch kostet ganz schön Überwindung, obwohl ich eigentlich solche dicken Bücher mag. Mir fehlt es an vielen Stellen einfach an Tiefe und reflektierten Handeln und einfach eine richtige Reaktion auf das was passiert.

Freitag, 28. Februar 2020

#281 Bücherregal - Flawed



Titel(Deutsch)Flawed - Wie perfekt willst du sein?
Titel(Englisch)Flawed
AutorCecelia Ahern
VerlagHarperCollins
GenreYoung Adult
Seiten416 Seiten
Meine Bewertung
4/5

 Inhalt

Wenn man das Leben von Celestine North betrachtet, kann man es nicht anders als perfekt beschreiben. Sie wird von allen gemocht, hat einen sympathischen Freund und der Studienplatz ist auch schon so gut wie sicher. Sie sticht nicht aus der Masse hervor und sie möchte vor allem kein Aufsehen erregen. Während einer Busfahrt trifft sie instinktiv eine Entscheidung, die ihr alles kosten könnte. Denn genau so ein Verhalten wird in der Gesellschaft als Fehler angesehen, denn niemand darf die Regeln brechen. Egal ob der Fehler moralisch vertretbar war oder nicht, derjenige wird gebrandmarkt und verliert alle seine Rechte.

Review

Der Autorin ist es gelungen eine durchaus realistische und sehr erschreckende Dystopie zu kreieren. In Zeiten von Social Media in der viele versuchen online das perfekte Leben zu präsentieren und in denen ganze Generationen dem Perfektionismus hinterher hechten klingt das alles was in dem Buch beschrieben wird gar nicht so weit hergeholt. Die obersten stellen in dieser Gesellschaft ein Regelwerk auf und wer sich nicht daran hält bekommt Brandzeichen, egal ob diese Taten moralisch vertretbar sind oder nicht. Das System ist schwarz/weiß, es gibt keine Graustufen und so kommt schon direkt zu Beginn eine beängstigende Atmosphäre zustande. Man ist auch direkt drinnen in der Handlung und muss sich nicht erst groß zurecht finden, da alles leicht verständlich in den ersten Kapiteln erklärt wird.

In anderen Dystopien dieser Art kennt man ja die totale Überwachung durch Kameras und Mikrofonen, die hier aber nicht stattfindet. Trotzdem sind die "Whistleblowers" gefühlt überall und bekommen alles mit.

An sich erinnert die dargestellte Gesellschaft an viele andere Systeme in denen "Fehlerhafte" für alle kenntlich sichtbar gemacht werden und die dadurch auch alle Rechte verlieren und auch keinerlei Schutz haben von Seiten des Gesetzes. Sie stehen quasi in der Gesellschaft noch weit unter jenen, die einfach "nur" kriminell sind. All das ist wirklich gut durchdacht und liest sich wie ein guter Mix aus verschiedenen Dystopien.

Die Handlung bleibt bis zum Schluss spannend und mir fiel es oft schwer das Buch auf Seite zulegen. Es lässt sich alles wunderbar flüssig lesen und man bekommt durch die Erzählerin Celestine einen tiefen Einblick wie es ist in dieser Gesellschaft als "Flawed" zu leben. Ihre Gefühle und daraus resultierenden Handlungen sind nachvollziehbar und sie braucht einige Zeit um mit ihren neuen Lebensumständen zurecht zu kommen. Sie macht dadurch eine unglaubliche Charakterentwicklung durch und man merkt immer wieder, dass sie eigentlich nur durchschnittlich sein wollte und nie auffallen wollte. Dabei wollen Leute etwas aus ihr machen, was sie eigentlich überhaupt gar nicht ist.

Ein weiterer Pluspunkt sind die gut ausgearbeiteten Charaktere und es ist gefühlt von allem etwas dabei. Wobei einiges was bestimmte von ihnen betrifft im Unklaren bleibt, was sich aber denke ich in der Fortsetzung ändern wird. Man bleibt auf jeden Fall genauso wie die Ich-Erzählerin Celestine über die wahren Motive vieler im Unklaren und so erfährt man vieles nur aus ihrem Blickwinkel. Ich bin auf jeden Fall gespannt wer überhaupt noch am Ende auf ihrer Seite bleibt.

Leider gibt es kein wirkliches Ende und das Buch endet sehr abrupt, wahrscheinlich damit man direkt den Folgeband kauft. In naher Zukunft möchte ich auf jeden Fall den 2. Teil der Reihe lesen, da ich wissen möchte wie das alles ausgeht.

Auch die Dreiecksbeziehung hätte in meinen Augen nicht sein müssen und ich verstehe nicht so ganz, warum Celestine so hinter dem neuen Jungen hinterher ist. Das wird auch nie wirklich erklärt und ich habe es deshalb unter typisch Young Adult abgestempelt.


Fazit

Alles in allem ist es eine gelungene Dystopie, die zum Nachdenken anregt. Ist es wirklich wichtig im Leben Perfektion anzustreben? Sollte man Regeln befolgen, die vollkommen entgegen der allgemeinen Wertvorstellungen aufgestellt wurden? Führt das alles wirklich zu mehr Stabilität in der Gesellschaft oder spaltet es nicht noch mehr? Schließlich ist sich selbst der nächste und keiner möchte gebrandmarkt werden. Die Filmrechte sind wohl schon länger verkauft und ich bin gespannt darauf, ob und wann das alles verfilmt wird. Es klingt einfach nach einer guten Dystopie für Jugendliche, die obendrein noch wichtige Werte vermittelt und eindeutig von Diversität zeugt.

Freitag, 20. Dezember 2019

#265 Bücherregal - Der Schmetterling


TitelDer Schmetterling
AutorGabriella Ullberg-Westin
VerlagHarper Collins
GenreKrimi
Seiten384 Seiten
Meine Bewertung

 Inhalt

Erst vor kurzem sind Henna und ihr Mann nach Hudiksvall in Nordschweden gezogen. Hier sollte endlich alles besser werden. Aus dem Grund sollte ihr Mann die Kinder an Heiligabend verkleidet als Weihnachtsmann überraschen. Sie öffnet auch tatsächlich einem verkleideten Mann an dem Tag die Haustür und dabei ahnt sie nicht, dass dieser sie sie mit mehreren Schüssen vor den Augen ihrer Kindern ermorden wird.  Der Kriminalinspektor Johan Rokka übernimmt die Ermittlungen und da er in diesem Ort aufgewachsen ist befinden sich auch Freunde von ihm unter den Verdächtigen. Aber ist einer von diesen wirklich in der Lage einen anderen Menschen auf diese brutale Weise zu ermorden?

Review

Der Fall ist äußerst komplex und so wie es aussieht gibt es keine einfache Lösung. Man kann bis zum Ende mit raten und ständig werden falsche Fährten gestreut, was ich immer total klasse finde. Zudem spielt das alles in einem relativ kleinen Ort, was die Suche nach dem Täter so interessant gestaltet. Schließlich kennen die Ermittler jeden und haben irgendeine Beziehung zu den jeweiligen Tatverdächtigen und sind somit befangen. Schließlich unterstellt man jemanden ungern so einen bestialischen Mord.

Vor allem der Anfang des Buches hat mich gefesselt und ich hatte mir so gewünscht, dass es qualitativ so gut weitergeht. Aber der Spannungsbogen nahm rapide ab und irgendwann nach der Hälfte hatte ich so gut wie kein Interesse mehr an der Handlung, denn es zog sich wie Kaugummi in die Länge.

Zwischendurch gab es ein paar Längen und so findet man sich plötzlich auf der Trabrennbahn wieder. Mich interessieren Pferderennen nicht und deshalb habe ich die Abschnitte meist großzügig übersprungen. Auch sonst gibt es einige Längen wie zum Beispiel eine Modeshow und wahrscheinlich hätte man beides kürzen können, denn gefühlt ist da nichts relevantes passiert. Auf jeden Fall zu Anfangs hatte ich nichts relevantes feststellen können und dann habe ich irgendwann die Abschnitte übersprungen.

Dann haben mich auch die  Namen verwirrt, da ständig wie so üblich zwischen Vor- und Nachname gewechselt wurde und ich weiß jetzt selbst am Ende nicht wer wirklich wer ist. Ich weiß jetzt nicht woran das lag, also ob es an meinem schlechten Namensgedächtnis oder der Vielzahl der Charaktere lag. Viele der vermeintlichen Hauptprotagonisten bleiben einfach blass und austauschbar, weshalb es mir auch so schwer viel mir ihre Namen zu merken.

Was mich auch noch massiv stört ist das Ende, da es einfach nicht zu so einem komplexen Fall passt. Die Antwort ist zu simpel für so einen langen Roman und ich hatte einfach etwas mehr erwartet.


Fazit

An sich hat der Krimi vieles, was ich eben an dem Genre schätze. Aber leider waren mir die Ermittler dieses mal absolut unsympathisch und ich empfand es mehr als merkwürdig, dass jeder sein komplett eigenes Ding durchzog. Normalerweise ist es ja bei so großen Fällen äußerst wichtig, dass alle an einem Strang ziehen und eben den anderen auf den neuesten Stand bringt. Aber hier war das komplette Gegenteil der Fall. Und Rokka war gefühlt hinter jeder Frau hinterher, was irgendwann einfach nur noch nervt. Mir war keiner der Hauptprotagonisten wirklich sympathisch, dabei ist das meistens bei mir der Hauptgrund warum ich eine Krimireihe weiter verfolge. Und die gefühlt 1.000 Handlungsstränge haben das alles auch nicht besser gemacht.

Hierbei handelt es sich um den Debütroman der Autorin. Ihr Schreibstil ist angenehm flüssig zu lesen und vielleicht schafft sie es ja die Fehler in den nächsten Teilen der Reihen auszubessern. Ich werde ihr denke ich auf jeden Fall noch eine Chance geben und mal schauen, vielleicht gefallen mir die nachfolgenden Bände um einiges besser.

Freitag, 8. November 2019

#253 Bücherregal - PS. I love you



Titel(Englisch)PS. I love you
Titel(Deutsch)PS. Ich liebe dich
AutorCecelia Ahern
VerlagHarper Collins
GenreRoman
Seiten515 Seiten
Meine Bewertung
3,5/5

 Inhalt

In Gerry hat Holly einen Seelenverwandten gefunden und schon als Teenager waren die beiden ein Paar. Anfang 20 heirateten sie und sprachen auch oft darüber, wie es wäre ein Kind oder mehrere zu bekommen und diese groß zu ziehen. Doch vollkommen unerwartet bekommt Gerry die Diagnose Gehirntumor und die Behandlungen schlagen nicht an. Kurz darauf verstirbt er und Holly ist am Boden zerstört. Sehr zu ihrer Überraschung hat er ihr jedoch Briefe hinterlassen. Für jeden Monat einen und alle enden mit "Ps. Ich liebe dich".

Review

Die Handlung startet nach Gerrys Tod, aber man erfährt ziemlich viel über ihn in Form von Rückblenden und Erzählungen. Man erfährt wie wenig Holly mit dem Verlust ihres Partners zurechtkommt, schließlich war es die Liebe ihres Lebens und mit Ende 20 rechnet man ja nicht damit, seinen Partner an einen Gehirntumor zu verlieren. Immer wieder merkt man die Stadien der Trauer und wie sehr sie diese lähmt. Ich finde es gut, dass die Autorin das alles so beschreibt und es nicht romantisiert oder einfach nur vollkommen falsch darstellt. Über so einen Verlust ist man nun einmal nicht innerhalb von wenigen Wochen und so etwas kann einen ganz schön aus der Bahn werfen. Es fällt Holly halt unheimlich schwer überhaupt wieder auf die Füße zu kommen und zeitweise hat man das Gefühl, als würde sie das auch nicht mehr schaffen. Genau diese Trauerverarbeitung nimmt den Hauptteil der Handlung ein, also wer hier was anderes erwartet wird wahrscheinlich enttäuscht sein. Es gibt jedoch auch einige Nebenhandlungsstränge in denen es auch um Hollys Freunde und Familie geht.

Vor allem der Handlungsort hat mir gefallen, immerhin spielt das alles in Dublin(Irland) und nicht viele Bücher spielen dort. Man merkt finde ich auch an den Charakteren und deren Wortwahl, dass es dort spielt und genau so etwas liebe ich einfach. Ich weiß jetzt nicht, ob das in der deutschen Übersetzung auch so gut rüber kam.

Was mich total überrascht hatte war das Ende, denn ich hatte vollkommen vergessen wie das ausging. Man rechnet nicht damit und ich finde es gut, dass es so realistisch endet. Ich finde es einfach nur schlimm, wenn Bücher ein vollkommen unpassendes Ende haben, nur damit der Leser sein Wohlfühl-Happy-End hat.

Im Laufe der Handlung gibt es leider einige Plotholes und Längen. Bei manchen war ich mir gar nicht so sicher warum das explizit erwähnt wurde, denn es trug absolut gar nichts zur Handlung bei und man hätte es auch ruhig kürzen können. Jedoch handelt es sich hierbei ja um einen Schnulzenroman und da gibt es ja öfters mal Längen. Es ist an einigen Stellen ziemlich überzogen dargestellt, was ich auch nicht so toll fand.

Fazit

Hier das Buch hatte ich schon einmal vor etlichen Jahren gelesen und da vor kurzem die Fortsetzung heraus kam, wollte ich es unbedingt noch einmal lesen. Ich hatte auch schon gar nicht mehr damit gerechnet und deshalb war ich auch positiv überrascht. Mir war auch ganz entfallen, dass es sich hierbei um den Debütroman der Autorin handelt und dementsprechend verblüfft war ich auch über den Schreibstil. Ich habe schon mehrere Bücher von dieser Autorin gelesen und dementsprechend hatte ich auch einen besseren Schreibstil in Erinnerung. Auch die Charaktere sind sehr blass,was aber bei einem Debütroman nichts überraschendes ist. Nach dem ersten Mal Lesen hätte ich dem Buch sicherlich 4 Sterne gegeben, jetzt sind es halt nur noch 3,5. Was aber an sich ja auch keine schlechte Bewertung ist und verglichen mit den heutigen Romane in die Richtung ist es immer noch um Welten besser. Schließlich wird hier nicht dargestellt, dass man als Frau nur zusammen mit einem Mann funktionieren kann und Holly verliebt sich nicht innerhalb der ersten 100 Seiten in einen neuen Typen. Denn bei der Liebe des Lebens hört man nicht sofort auf den Partner zu lieben, nur weil dieser verstirbt. Und leider vergessen oder ignorieren manche Autoren genau das, was aber bei "PS. I love you" nicht der Fall ist.

Vor allem die Idee mit den Briefen finde ich schön und auch die Aufgaben darin machen total viel Sinn. Mittlerweile gibt es ja schon einige Bücher in die Richtung. Leider lernt man ja meist Dinge erst schätzen, wenn man sie verliert und ich denke Holly hat das alles auch noch einmal anders schätzen gelernt nach dem Tod von Gerry. Und ich finde es gut, dass solche Bücher genau das vermitteln und nicht, dass man direkt nach so einem Verlust wieder perfekt funktionieren und am Besten schon direkt wieder eine Beziehung vorweisen muss.

Freitag, 3. August 2018

#121 Bücherregal - Ein Teil von ihr







Titel(Deutsch)Ein Teil von ihr
Titel(Englisch)A piece of her
AutorKarin Slaughter
VerlagHarperCollins
GenreMystery/Thriller
Seiten544 Seiten
Meine Bewertung
4/5


Ich bedanke mich hiermit recht herzlichst bei Netgalley.de für das Bereitstellen eines Rezensionsexemplares.


 Inhalt

Zusammen mit ihrer Mutter Laura feiert Andrea ihren Geburtstag in einem Cafe im Einkaufszentrum. Doch die beiden geraten in eine Schießerei und Andrea muss dabei zu sehen wie ihre Mutter den Angreifer umbringt. Die Ereignisse überschlagen sich und Laura zwingt ihre Tochter auf eine riskante Flucht quer durch Amerika. Auf der Suche nach Antworten begeht Andrea fatale Fehler. Kennt sie ihre Mutter tatsächlich? Und wie hat diese es geschafft mit so einer Leichtigkeit einen Menschen umzubringen?

Review

Die Handlung ist definitiv mal etwas anderes und durchaus interessant. Es gibt viele doch teils sehr überraschende Wendungen. Durch die vielen detaillierten Beschreibungen kann man sich alles gut vorstellen. Der Schreibstil ist angenehm flüssig zu lesen.
Am Besten empfand ich die Rückblicke in die Vergangenheit, da die Handlung so spannend war.
In der zweiten Hälfte des Buches überschlagen sich die Ereignisse und ich empfand sie auch besser als die erste Hälfte, die sich ziemlich hinzog.
Vor allem der Charakter Nick wurde gut dargestellt und auch Laura ist ein sehr komplexer Charakter mit viel Tiefe.

Stellenweise ist der Handlung sehr langatmig, auch wenn der Handlungsverlauf an sich sehr rasant ist und vor allem die Reise von Andrea erschien endlos. Andrea wiederholt gefühlt ständig die selben Gedankengänge und irgendwann hat das einfach nur noch genervt. Für mich erschien Andrea auch nicht wie eine 31-jährige Frau, da sie doch sehr unselbständig wirkt und gefühlt keinen Satz zu Stande bringt.
Es gibt sehr viele Charaktere und für meinen Geschmack waren es einfach viel zu viele.

Es gibt im Grunde nur zwei Handlungsstränge. In dem einem erzählt Laura was in der Vergangenheit passiert ist und in dem anderen Andrea über das was gerade jetzt passiert. Bei jedem Kapitel wird explizit ein Datum angegeben und so weiß man immer wo man sich gerade befindet.



Fazit

Ich habe definitiv schon bessere Bücher von Karin Slaughter gelesen, jedoch ist das Buch trotz der Kritikpunkte sehr gut und auch lesenswert. Es ist im Gegensatz zu ihren anderen Büchern nicht ganz so düster oder brutal, aber trotzdem enthält es teils sehr grafische Szenen. Es hat mich auch gut unterhalten, weshalb ich es in nahezu einem Stück durch gelesen hatte.
Das Buch ist definitiv nichts für jemanden mit schwachen Nerven, da es hier explizit um die Themen Gewalt und Missbrauch geht. Für mich ist es eher ein Buch aus dem Genre Mystery als ein Thriller. Es bezieht sich zudem auf aktuelle Themen wie Gewalt gegen Frauen und ein korruptes Gesundheitswesen, welches möglichst viel Profit auf Kosten der Patienten machen will. Aber auch das Thema Aids speziell in den 80er Jahren wird aufgegriffen. Im Gegensatz zu ihren anderen Buchreihen ist das Buch nicht aus der Sicht von Polizisten/Ermittlern oder einem Coroner geschrieben. Stattdessen wird die Handlung ausschließlich aus der Sicht von Laura und Andrea erzählt, die trotz Andreas Job wenig mit dem Ganzen zu tun haben.

Freitag, 22. September 2017

#45 Bücherregal - Blutige Fesseln


Titel(Englisch)Blutige Fesseln
Titel(Englisch)The kept woman
AutorKarin Slaughter
VerlagHarperCollins
GenreThriller
Seiten512 Seiten
Meine Bewertung
5/5

 Inhalt

Am Tatort befindet sich die Leiche eines Ex-Cops und der Revolver von Wills Noch-Ehefrau Angie. Schnell wird Will klar, dass auch sein eigenes Leben auf dem Spiel steht. Zu allem übel gehört das Lagerhaus in dem sich der Tatort befindet einem Prominenten, gegen den Will schon seit über einem halben Jahr erfolglos ermittelt.

Review

Ich finde es gut, dass man in dem Buch einiges über Angies und Wills Vergangenheit erfährt. Dadurch kann man meiner Meinung nach auch gewisse Handlungen der beiden besser nachvollziehen. Zudem beantwortet das Buch einige offene Fragen aus vorigen Büchern der Reihe.
Im Laufe der Handlung gibt es immer wieder unerwartete Wendungen, sodass die Spannung konstant erhalten bleibt. Es werden immer wieder verschiedene Sichtweisen verwendet, was das Ganze interessant man und somit bleibt auch der Spannungsbogen oben.
Es gibt auch einige gute Charakterentwicklungen. Was ich auch gut finde ist, dass Will von seiner Vergangenheit auf die Probe gestellt wird. Hier sieht man auch, dass Karin Slaughter weiß wie man mit so einem Charakter umgeht. Man muss halt immer in Betracht ziehen, dass Will anders wie ein Gesunder Mensch handelt und dieses merkt man vor allem in diesem Buch.

Mich stört es ziemlich, dass das Buch kein Ende hat. Das heißt man wird mit einem riesigen Fragezeichen über dem Kopf zurück gelassen und ich weiß, dass das bei Reihen so sein kann. Trotz allem stört es mich ziemlich.
Mir persönlich hat die Grant County Reihe besser gefallen.Wobei hier der Band um Welten besser ist als der vorige dieser Reihe.
Vor allem Angie geht mir ja mittlerweile mächtig auf den Keks. Auch wenn es ziemlich realistisch ist, da man ja manche Menschen gefühlt nie los werd. Der Fokus des Buches liegt leider auf Angie, was ich persönlich sehr schade finde. Vielleicht ist es genau deshalb etwas für andre? Mein Hass auf sie ist jetzt auf alle Fälle ins unermessliche gestiegen! Ihr Verhalten entschuldigt einfach nichts finde ich.

An manchen Stellen ist das Buch ziemlich eklig, was mich jetzt nicht gestört hat. Zudem hoffe ich, dass das nächste Buch viel besser wird und auch ein Ende hat.



Fazit

Die Beschreibungen der Tatorte bzw. Geschehnisse sind nicht zu grafisch, jedoch ist das Buch trotzallem nichts für schwache Nerven. Ich kann jedem nur empfehlen beim 1. Buch der Georgia Reihe anzufangen, da man ansonsten einfach viel zu wenig Hintergrundwissen hat und ohne das alles ist das Buch wahrscheinlich alles andere als toll. Trotz der Kritikpunkte ist es meiner Meinung nach lesenswert, da man in dem Buch mehr über Wills Vergangenheit erfährt. Man merkt vor allem in diesem Buch, dass Will alles andere als perfekt ist, was in meiner Meinung nach sehr sympathisch macht. Außerdem zeigt es, dass auch einer wie Will jemand finden und vor allem auch auf seine eigene Art Sarah lieben kann. Was ich auch sehr gut finde ist, dass er immer noch diesen kleinen Hund hat!